Kaufvertrag im Internet

Meine Frage:
Wenn Mr. X auf der Seite Germanwings einen Flug bucht, dafür seinen Namen, Adresse, Geburtsdatum eingibt und Bestätigt, ist er dann schon ein gesetzlichen Kaufvertrag eingegangen?

Die Frage stellt sich aus dem Grund da schließlich viele Personen diese Daten über einen wissen.

Die Frage stellt sich aus dem Grund da schließlich viele
Personen diese Daten über einen wissen.

Wsa sollte das für eine Rolle spielen? Natürlich geht der betreffende einen Kaufvertrag ein bzw. er gibt eine entsprechende Willenserklärung ab. Es geht um das Rechtssubjekt, was die Willenserklärung abgibt.

Dann könnte ich wenn ich deinen Namen, Adresse und Geburtsdatum wüsste einen Kaufvertrag mit Germanwings machen… dann warte mal ab wenn du dann die ersten Rechnungen erhältst

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Hi.

Das kannst du gerne machen. C-Punkt wird dann beteuern, dass er diesen Vertrag nicht abgeschlossen hat und womöglich Anzeige wegen Betrugs gegen Unbekannt stellen. Während den Ermittlungen wird dann über die bei Germanwings gespeicherten IP-Daten der Provider und über diesen dann dein Anschluss (es sei denn, du hast dich sehr klug angestellt) ausfindig gemacht. Das Ergebnis dieser Sache:

C-Punkt ist aus der Sache raus, du hast eine Ermittlung und einen eventuellen Strafprozess wegen Betrugs an der Backe. Ach ja, und Germanwings (und eventuell auch C-Punkt) wird von dir Schadensersatz fordern.

MfG,
TheSedated

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Dann könnte ich wenn ich deinen Namen, Adresse und
Geburtsdatum wüsste einen Kaufvertrag mit Germanwings
machen…

Was auch immer Du dann zivil- und strafrechtlich gemacht hast: einen Vertrag habe ich davon ganz sicher nicht abgeschlossen.

Erfahrungsgemäß sind bei Dir zwar alle weiteren Erläuterungen frucht- und zwecklos, aber dennoch: wenn Du Dich morgen beim Bäcker als Herbert von Karajan vorstellst und dann zwei Brötchen bestellst, hast Du den Kaufvertrag geschlossen, aber ganz sicher nicht der verstorbene Stardirigent.

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Hallo,

ein Kaufvertrag wird es nicht sein, da du ja kein Flugzeug kaufen wirst, aber ein Vertrag über die Beförderung einer Person. (Das dürfte eine Abart des Werkvetrages sein, sagt Wiki)

Ob der Vertrag zu Stande kam, entscheiden auch die AGB des Anbieters. Dieser behält sich meist vor, dass im Internet nur Angebote abgeben werden können, wleche erst nach Annahme der Buchung zum Beförderungsvertrag führen.

Grundsätzlich wird eine Willenserklärung, die ohne Einverständnis einer Person vorgeblich in ihrem Namen erfolgte, nichtig sein.

In der Praxis heißt das: X bucht unter dem Namen Y einen Flug, Germanwings bestätigt in gutem Glaiuben die Buchung. Y wird dann die Abgabe der Willenserklärung bestreiten, Germanwings wird den Anschluss ermitteln, unter dessen IP Adresse die Buchung erfolgte und der Anschlussinhaber wird sich unangenehmen Fragen durch die Staatsanwaltschaft stellen müssen. Y hat aber keinen rechtsgültigen Vertrag mit Germanwings abgeschlossen. Dieser würde zu Stande kommen, wenn Y konkludent handelt, also das Entgeld bezahlt und den Flug antritt.

Germanwings wird den Anschluss ermitteln, unter dessen IP Adresse die Buchung erfolgte und der Anschlussinhaber wird sich unangenehmen Fragen durch die Staatsanwaltschaft stellen müssen. Y hat aber keinen rechtsgültigen Vertrag mit Germanwings abgeschlossen. Dieser würde zu Stande kommen, wenn Y konkludent handelt, also das Entgeld bezahlt und den Flug antritt.

Aber eine Buchung kann auch aus dem InternetCafe erfolgen
Ist es überhaupt so leicht bei solch einer Aktion die IP Adresse heraus zu finden?
Im endeffekt gibts doch auch noch Datenschutz

Erfahrungsgemäß sind bei Dir zwar alle weiteren Erläuterungen
frucht- und zwecklos, aber dennoch: wenn Du Dich morgen beim
Bäcker als Herbert von Karajan vorstellst und dann zwei
Brötchen bestellst, hast Du den Kaufvertrag geschlossen, aber
ganz sicher nicht der verstorbene Stardirigent.

Frage: Seit wann muss man sich beim Bäcker mit Namen Vorstellen um an sein Brot zu kommen?
Zudem erfolgt beim Bäcker die Bezahlung vor Ort, im Internet kommt eine Rechnung in dein E-Postfach, diese kannst du heute oder morgen bezahlen.

Wenn also ich dich nerven will gehe ich ins Internetcafe gebe dort deine Adresse und Namen ein, schon darfst du bei Germanwings für 14Cent die Min. dich mit einem Kundenberater beschäftigen.
Egal, bei dir Fruchtet es zu stark, raffst es nicht

Das kannst du gerne machen. C-Punkt wird dann beteuern, dass er diesen Vertrag nicht abgeschlossen hat und womöglich Anzeige wegen Betrugs gegen Unbekannt stellen. Während den Ermittlungen wird dann über die bei Germanwings gespeicherten IP-Daten der Provider und über diesen dann dein Anschluss (es sei denn, du hast dich sehr klug angestellt) ausfindig gemacht. Das Ergebnis dieser Sache

SEHR GUT " C-Punkt wird dann beteuern, dass er diesen Vertrag nicht abgeschlossen hat und womöglich Anzeige wegen Betrugs gegen Unbekannt stellen"

Wieso muss ein Mensch der nichts gebucht hat, der womöglich nichts mit dem Internet zutun hat sich die Mühe machen um zur Polizei zu gehen?
Wenn jemand ihn ärgern will dann darf dass doch nicht so leicht sein.

Ist ja nicht so dass es nicht anders geht.
Bei verkäufern im Internet für normale Artikel, bsw. Seife, bestellt man die Seife, dann kommt die Rechnung in den Postfach und wenn der jenige nicht Zahlt dann war es nur ein Fake.
Aber man kann doch nicht einen Namen der im Internet steht einfach so glauben

Es interessiert mich:

Obwohl ich ja nun auch schon einige (hauptsächlich Kauf-) Verträge per Mausklick abgeschlossen habe, bin ich eigentlich der Meinung, dass ein Vertrag die persönliche Unterschrift oder eben den Handschlag erfordert.

Hat sich da etwas geändert, oder lag ich da schon immer falsch?

Tatsächlich könnte man ja wirklich jemand in den Wahnsinn treiben, indem man einfach dessen Daten missbraucht.

Gruß, Nemo.

Hat sich da etwas geändert, oder lag ich da schon immer
falsch?

Letzteres. Für einen Vertrag braucht es - von wenigen Ausnahmen abgesehen - zwei gleichlautende Willenserklärungen und sonst gar nichts. Ausnahmen sind die Spezialfälle, bei denen der Gesetzgeber eine bestimmte Form vorschreibt (Kauf von Immobilien z.B.).

Gruß
C.

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Erfahrungsgemäß sind bei Dir zwar alle weiteren Erläuterungen
frucht- und zwecklos, aber dennoch: wenn Du Dich morgen beim
Bäcker als Herbert von Karajan vorstellst und dann zwei
Brötchen bestellst, hast Du den Kaufvertrag geschlossen, aber
ganz sicher nicht der verstorbene Stardirigent.

Frage: Seit wann muss man sich beim Bäcker mit Namen
Vorstellen um an sein Brot zu kommen?

Eben drum. Der Name ist bei allen Kaufverträge für den eigentlichen Vertragsabschluß irrelevant. Es geht immer nur darum, daß Käufer und Verkäufer zwei gleichlautende Willenserklärungen abgeben und genau aus dem Grunde kannst Du - egal, ob Du meinen Namen, meine Blutgruppe oder meine Schuhgröße kennst - für mich keinen Vertrag abschließen.

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Wieso muss ein Mensch der nichts gebucht hat, der womöglich
nichts mit dem Internet zutun hat sich die Mühe machen um zur
Polizei zu gehen?

muss er nicht, hat ja auch niemand verlangt.

Wenn jemand ihn ärgern will dann darf dass doch nicht so
leicht sein.

wo genau ist denn der ärger?
wenn was geschickt wird, schickt man es zurück. und fertig.
wenn jemand geld fordert, muss ER auch beweisen, dass da ein vertrag besteht. kann er aber mangels vertrag nicht.

Bei verkäufern im Internet für normale Artikel, bsw. Seife,
bestellt man die Seife, dann kommt die Rechnung in den
Postfach und wenn der jenige nicht Zahlt dann war es nur ein
Fake.

heutzutage wird sowas auf rechnung verschickt. niemand bestellt mehr was auf vorkasse.

Aber man kann doch nicht einen Namen der im Internet steht
einfach so glauben

wer tut das denn und wieseo ist das für DICH ein problem? es ist ganz allein das problem des händlers!

Obwohl ich ja nun auch schon einige (hauptsächlich Kauf-)
Verträge per Mausklick abgeschlossen habe, bin ich eigentlich
der Meinung, dass ein Vertrag die persönliche Unterschrift
oder eben den Handschlag erfordert.

merkst du nicht, dass du dir grad selber widersprichst? und bei welchem bäcker muss man unterschreiben, damit man ein brötchen bekommt?

Hat sich da etwas geändert, oder lag ich da schon immer

falsch?

du lagst schon immer falsch.

Tatsächlich könnte man ja wirklich jemand in den Wahnsinn
treiben, indem man einfach dessen Daten missbraucht.

ja. wenn derjenige dumm genug ist, keinerlei ahnung hat und nicht mal in der lage ist, jemanden zu fragen, funktioniert das. wie haufenweise andere betrügereien auch. und die dummen werden auch nicht alle.
oder was glaubst, du, warum immer noch täglich emails rumgehen mit konto-zur-verfügung-stellen, nigeria-connection, billig-viagra, kostenlos-irgendwas…?

Huhu!

Also wenn ich nun einmal die Woche Waren, Verträge oder Dienstleistungen abwehren muss, weil ich die nicht bestellt habe, sondern irgendjemand mir Böses will;

  • wenn ich jedes Mal den Anbietern Bescheid sagen muss,
  • Anzeige erstatten bei der Polizei, weil die Anbieter sonst nicht durchgehen lassen, dass ich das nicht war,
  • Waren zurückschicken,
  • mich mit 1/4 der Anbieter rumstreiten, weil die das nicht nach der ersten Benachrichtigung akzeptieren und weiter ihr Geld wollen (im nächsten Schritt muss ich dann wohlmöglich Mahnbescheide abwehren),
  • wenn ich dauernd mein Konto im Auge behalten muss, ob nicht wieder irgendwer was abbucht für einen Service, den ich vielleicht nicht mal bemerke,
    -besser auch immer mal wieder bei der Schufa nachsehen/nachfragen (und ich las davon, dass es ganz schön schwer sein kann, auch unberechtigte Einträge löschen zu lassen)…

das sind alles Dinge, die mir spontan einfallen, wie man mich durchaus in den Wahnsinn treiben könnte, wenn man es auf mich abgesehen hat - Bin ich deswegen so viel dümmer als andere?

Sunny und Nemo ging es ja, wie ich es verstanden habe, vor allen Dingen um wiederkehrende Verträge, nicht darum, dass das einmal passiert.

Insgesamt find ich die Frage nicht uninteressant, ob nicht die Anbieter von hochpreisigen Lesitungen irgendeine Art Sicherheitsnetz einbauen müssen. Denn ein Brötchen bezahlen zu müssen, das könnte ich mir leisten. Bei einer Rundreise durch Amiland, da könnte ich schon ganz schön blöd dastehen.

Ja, ich bin arm:wink: (aber darum noch nicht dumm)

Liebe Grüße
Lockenlicht

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Hallo Lady!

Genau das meine ich,
Wobei ich auch nicht für ein Brötchen bezahlen möchte, das ich nicht bestellt habe.

Gruß, Nemo.

Obwohl ich ja nun auch schon einige (hauptsächlich Kauf-)
Verträge per Mausklick abgeschlossen habe, bin ich eigentlich
der Meinung, dass ein Vertrag die persönliche Unterschrift
oder eben den Handschlag erfordert.

merkst du nicht, dass du dir grad selber widersprichst?

Nein,
Ich habe lediglich etwas genutzt, das ich eigentlich nicht richtig finde.

und
bei welchem bäcker muss man unterschreiben, damit man ein
brötchen bekommt?

Das ist etwas Anderes. Der Bäcker legt mir die Brütchen auf die Theke und ich geb ihm dafür das Geld. Weswegen ich ja auch seinen Laden betreten habe.
Er schickt mir keine tausend Brötchen ins Haus, und auch kein 10Jahres-Abbonement.

Tatsächlich könnte man ja wirklich jemand in den Wahnsinn
treiben, indem man einfach dessen Daten missbraucht.

ja. wenn derjenige dumm genug ist, keinerlei ahnung hat und
nicht mal in der lage ist, jemanden zu fragen, funktioniert
das. wie haufenweise andere betrügereien auch. und die dummen
werden auch nicht alle.
oder was glaubst, du, warum immer noch täglich emails rumgehen
mit konto-zur-verfügung-stellen, nigeria-connection,
billig-viagra, kostenlos-irgendwas…?

Da die meisten Menschen dumm sind, gilt es, die Dummen zu schützen!

Ich habe übrigens auch Schwierigkeiten Emails als rechtlich verbindlich anzusehen.

Wahrscheinlich bin ich zu alt.

Gruß, Nemo.

Hallo,

Aber eine Buchung kann auch aus dem InternetCafe erfolgen
Ist es überhaupt so leicht bei solch einer Aktion die IP
Adresse heraus zu finden?

bei richtig böswilligen Aktionen werden Anonyme Proxys und Tor-Server benutzt, da ist die Nachverfolgung tatsächlich nicht gerade leicht.

Beatrix

Hallo

Also wenn ich nun einmal die Woche Waren, Verträge oder
Dienstleistungen abwehren muss, weil ich die nicht bestellt
habe, sondern irgendjemand mir Böses will;

Sorry, aber ich sehe nicht, wo das etwas besonderes ist, nur weil Email und Internet involviert sind. Wenn jemand regelmässig Nachts deinen Autospiegel abtritt, dir auf deine Zierblumen pinkelt, dir auflauert und dich stalkt, bei Otto per Postkarte Sachen bestellt, auf deinen Namen beim Handwerker um die Ecke Aufträge abgibt hast du genau die gleiche Lauferei.

Ja, der Unterschied ist die Beweisbarkeit, die Anonymität, die Einfachheit der Straftat, aber sonst ist am Internet nichts böses, und es ist auch kein rechtsfreier Raum, auch wenn die Politik das immer gerne so darstellt. Und der Ärger ist der gleiche.

Insgesamt find ich die Frage nicht uninteressant, ob nicht die
Anbieter von hochpreisigen Lesitungen irgendeine Art
Sicherheitsnetz einbauen müssen. Denn ein Brötchen bezahlen zu
müssen, das könnte ich mir leisten. Bei einer Rundreise durch
Amiland, da könnte ich schon ganz schön blöd dastehen.

Man muss erstmal nichts machen. Wenn die Anbieter keinerlei Überprüfung einbauen (und das sind bei teuren Sachen eigentlich die wenigsten), ist es ihr Problem, man muss nicht mal reagieren und die Sache klären, sondern kann im Extremfall auf rechtliche Schritte warten. Und dort kann man sogar seinen Aufwand ersetzt bekommen.

Vor Straftaten anderer ist man nunmal nicht gefeit, egal ob es jemand per Internet oder IRL auf einen abgesehen hat.

Und mal ganz ehrlich, wie oft kommt sowas vor, das eine Person immer und immer wieder Brötchen oder Auslandsreisen ungewollt geliefert bekommt? Wollen wir deswegen wirklich extra Zusatzregeln und Gesetze?

Grüße,
.L

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