Hallo zusammen, hab mal ne Frage, ich ernähre mich schon mehrere Jahre wirklich gesund, da ich hohes Cholesterin / Blutdruck habe und auch familiär mit Schlaganfällen und Infarkten vorbelastet bin. Obwohl ich viel Obst, Gemüse, Fisch esse nur teure Öle wie Walnuss-, Distel-, Kürbiskern-, Traubenkern und Olivenöl verwende, nicht rauche und auch keinen Alkohol zu mir nehme, habe ich hohes LDL Cholesterin (234) und das HDL bekomme ich einfach nicht höher als 36 was mache ich falsch, oder was kann ich ändern???
Vielen Dank für die Antworten Lolita
Cholesterin
hallo lolita,
gar nichts, weil dein körper festlegt, wie hoch dein cholesterin ist. das lässt sich dauerhaft nicht durch nahrung beenflussen. es ist auch nichts, worauf du achten müsstest.
wenn du koronare herzerkrankungen vermeiden willst oder vielmehr das risikosenken willst, solltest du nichtraucherin sein und dich sportlich betätigen (aktives leben)und verhindern eines kullerbauches (abdominelle adipositas).
strubbel
4:open_mouth:)
Hallo,
deine Ernährung ist schon OK. Du kannst ja nochmal versuchen, Nüsse in die Ernährung einzubauen. Ein weiterer Faktor für die Erhöhung des HDL (der einzige weitere) ist Bewegung. Du könntest also anfangen, sofern du es noch nicht tust, regelmäßiges Audauertraining in deinen Tges-/Wochenplan zu integrieren.
Wie hoch ist denn dein LDL?
Gruß Maren
Hallo Lolita,
für einen guten HDL-Wert, bzw. einer gefäßschützenden Wirkung, kann neben ausreichend regelmäßiger Bewegung, täglich ein kleines Glas Wein, besonders Rotwein (Flavonoide), hilfreich sein, was Studien belegen. http://www.angiologe.de/patient/aktuell/risikofaktor…
Männer sollen unter 30 g und Frauen unter 15 g Alkohol bleiben!!
Hierzu wird aber immer nur mit großer Zurückhaltung geraten, da man mit einem Zuviel dann wieder das gefäßschädigende Gegenteil erreicht.
http://www.cardiovasc.de/hefte/2004/01/22.htm
Wenn sich die Werte aufgrund der familiären Disposition trotz aller Maßnahmen verschlechtern, darf nicht gezögert werden. Dazu gibt es heute glücklicherweise die Möglichkeit der gut wirksamen „Statine“.
Gruß, Renate
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hallo lolita,
gar nichts, weil dein körper festlegt, wie hoch dein
cholesterin ist. das lässt sich dauerhaft nicht durch nahrung
beenflussen. es ist auch nichts, worauf du achten müsstest.
wenn du koronare herzerkrankungen vermeiden willst oder
vielmehr das risikosenken willst, solltest du nichtraucherin
sein und dich sportlich betätigen (aktives leben)und
verhindern eines kullerbauches vermeiden.
Hallo zusammen,
wie schon erwähnt, bin ich absolute Nichtraucherin nur ein paar Jahre in der Kantine mit Rauch zugedödelt worden. Außerdem mache ich seit ca 1,5 Jahren Nordic Walking 2-3 mal Wö 1,5 Std. Wenn das Wetter sehr schlecht ist, habe ich ein NW- Laufband, das ich auch sonst tägl. benutze aber immer nur ca 25 Min.
Mein LDL Cholesterin liegt bei 242 mg/dl Trig 246 ml/dl.
Obwohl keine offensichtliche Entzündung vorliegt, ist die Blutsenkung bei 28/57
LG Lolita
Mein LDL Cholesterin liegt bei 242 mg/dl Trig 246 ml/dl.
Obwohl keine offensichtliche Entzündung vorliegt, ist die
Blutsenkung bei 28/57
…auch bei Fettstoffwechselstörungen kann die Senkung erhöht sein.
Gruß, Renate
Hallo Lolita.
Hast Du irgendwelche körperlichen Problem, geht es Dir gesundheitlich nicht gut? Wenn Du Dich gesund und fit fühlst solltest Du Dir keine Gedanken machen. Anscheinend isst Du ja ganz vernünftig und bewegst Dich. Wenn Du möglichst auch noch Stress meidest… Weshalb interessiert Dich dann eine willkürlich gewählte Zahl eines Blutwertes? Cholesterin ist völlig umstritten - vor allen Dingen die Unterscheidung in HDL und LDL (in „gut“ und „böse“). Ob Herzprobleme, Schlaganfälle und alle anderen kronoaren Krankheiten in Zusammenhang stehen mit Cholesterin, ist nicht bewiesen. Vielleicht schaust Du diesbezüglich mal in das Buch von Walter Hartenbach von Herbig „Die Cholesterinlüge“ rein. Sicher wird Dich das etwas beruhigen.
Beste Grüße und beste Gesundheit!
Lothar
Hi Stubbel.
So einfach kannst Du das nicht abtun - alleine mit der Aussage, dass der Körper es festlegt. Der Körper legt auch fest wieviel Insulin produziert wird und dennoch kann man hier durch die Ernährung eine Störung in die Funktionsweise dieser „Regelung“ bringen.
Es ist zwar korrekt, dass der Körper Cholesterin produziert, wenn er zu wenig über die Nahrung zugefüht bekommt, aber es ist nicht bekannt, ob er auch ausreichend in der Lage ist einen „gesunden“ Wert zu halten, wenn er über die Nahrung „überversorgt“ wird.
Häufig nehmen natürliche Mechanismen des Körpers durch dauerhaften „Missbrauch“ (sei es die Nahrung oder widrige Lebensumstände) Schaden und können eben dann nicht mehr eine optimale Einstellung gewährleisten.
Solange der Organismus richtig arbeiten kann ist auch alles ok. Wenn er das aber nicht mehr tut, dann muss das Verhalten schnellsten geändert werden.
Beste Grüße
Lothar
Hallo Lothar,
eine Hypercholestinämie spürt man nicht, man fühlt sich auch damit fit, aber im Laufe der Zeit kann sie (das LDL) entzündliche Vorgänge in den Blutgefäßen in Gang setzen.
Die Bedeutung von HDL und LDL sind nicht umstritten. Umstritten ist aber dieses empfohlene Buch, das bestenfalls einem gesunden Hypochonder noch etwas bringt, aber niemals Menschen, die eine manifeste Fettstoffwechselstörung haben (deren Folgen bekannt und belegt sind), aus Gründen von Überernährung, Immobilität, Diabetes, Rauchen und genetischer Disposition.
Wirtschaftliche Interessen kann man verfolgen:
indem man Medikamente verkauft, aber auch indem man Bücher verkauft.
Letzteres funktioniert vor allem über provokative Buchtitel.
Folgendes aus http://www.lipid-liga.de/inhalt/unseranliegen.htm
Zur wissenschaftlichen Datenlage:
In der Primärintervention ist die Therapie von Fettstoffwechsel-störungen mit hohem bis obligatem Risiko (z. B. familiäre Hypercholesterinämie, familiär kombinierte Hyperlipidämie und familiäre Dysbetalipoproteinämie) zur Risikominimierung unbedingt erforderlich. Für die wirksame Senkung des LDL-Cholesterins kann dabei auf den Einsatz von Medikamenten wie der CSE-Hemmer, und um die scheint es Prof. Hartenbach zu gehen, nicht verzichtet werden. Neben der Senkung des LDL-Cholesterins beeinflussen die verschiedenen CSE-Hemmer eine Reihe von Mechanismen, die im komplexen Geschehen der Atherosklerose von Bedeutung sind, günstig: Sie verbessern u. a. die endotheliale Dysfunktion und führen damit zu einer verbesserten Durchblutung des Myocards.
Stellungnahme zum Leserbrief von Professor Dr. Walter Hartenbach, Chirurg, 82031 Grünwald, Bayerisches Ärzteblatt 5/2002
Ebenfalls aus http://www.lipid-liga.de/inhalt/unseranliegen.htm
Nicht die medikamentöse Therapie von Hyperlipidämien stellt die tödliche Gefahr dar, sowie Prof. Hartenbach behauptet, sondern seine folgenden Behauptungen, die er als wissenschaftliche Aussagen deklariert:
o Es gibt keine einzige Indikation für eine Cholesterinsenkung.
o Jede Cholesterinsenkung führt zu einer Minderung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit mit einer erschreckend hohen Zahl tödlicher Folgen.
o Alle wissenschaftlichen Arbeiten beweisen eindeutig, dass es keinen
o Zusammenhang zwischen hohem Cholesterinspiegel und Arteriosklerose oder Herzinfarkt gibt.
o Nach all den Erkenntnissen beinhaltet jede medikamentöse Cholesterinsenkung eine tödliche Schädigung und müsste, wie alle Wissenschaftler betonen, verboten werden.
Es wundert nicht, dass Prof. Hartenbach für diese Aussagen keine Belege liefern kann: es gibt sie einfach nicht!
Folgendes sagt Prof. Weizel, Vorsitzender der deutschen Lipid-Liga zu diesem Buch:
http://www.lipid-liga.de/inhalt/showsearch.php?stell…
Gruß, Renate
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Hallo Renate,
mir gehts nicht besonders gut ich habe seit längerem Schmerzen in der linken Niere, der Urologe hat vor 3 Jahren gesagt, dass außer einer kleinen Zyste nichts zu sehen wäre. Wahrscheinlich kämen die Schmerzen von der Wirbelsäule die ausstrahlen. Außerdem habe ich oberbauchschmerzen in der Lebergegend, fühlt sich an wie geschwollen. Dann habe ich noch Bluthochdruck (mit Kalziumatangonist 2x Tgl. 80mg 140/90) Tinnitus mit hochgradiger Schwerhörigkeit. Ich habe auch schon Bücher über Cholesterin gelesen und versuche auch die Lebensmittel verstärkt zu essen, aber viele Sachen die gut fürs Cholesterin sind, sind Schlecht für meine Gicht und umgekehrt. Mein Arzt meinte, wenn ich meine Ernährung nicht umstelle, müßte ich bald Senker einnehmen. Aber was soll ich noch ändern, fragte ich ihn. Er weiß ganz genau, dass ich wirklich gesund lebe und ärgere mich dann über solche Aussagen.
Viele Grüße Lolita
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Absolut korrekt, Renate!
Hallo Renate
Leider kann ich Dir noch kein * geben, weil ich meinen alten account gelöscht habe und mit einem neuen unterwegs bin.
Aber Du hast in allem, was Du schreibst, recht.
Nur eine -nicht ganz unwichtige Sache- sollte man der Fragestellerin dennoch als Trost sagen dürfen:
Ein HDL von 36 und ein noch relativ niedriges LDL bis 260 würde ich nicht medikamentös angehen.
Erst wenn die Schere zwischen HDL und LDL weiter auseinander geht, würde ich daran denken.
Bis hier kann man den schon vernünftig angelegten Ernährungsweg (vor allem: viel Omega-3-Fettsäuren, also Tiefsee-Meeresfisch essen, aber frisch!) eigentlich weiter so empfehlen.
Gruß,
Branden
Hallo Lolita,
Hallo Renate,
mir gehts nicht besonders gut ich habe seit längerem Schmerzen
in der linken Niere, der Urologe hat vor 3 Jahren gesagt, dass
außer einer kleinen Zyste nichts zu sehen wäre. Wahrscheinlich
kämen die Schmerzen von der Wirbelsäule die ausstrahlen.
beim komplizierten Ineinandergreifen zahlreicher unterschiedlicher Symptome ist es besonders wichtig, einen zuverlässigen Hausarzt zu haben, der mit Dir zusammen nach und nach der Ursache auf den Grund geht, indem er Dich auch nach und nach zu entsprechenden Untersuchungen schickt.
Wenn die Untersuchung beim Urologen o. B. war, also ohne Befund, (eine kleine Zyste darf jeder haben), dann kann der Hausarzt jetzt daran arbeiten, in wieweit eine Ischiassymptomatik in Frage kommt (der Urologe sagte evt. Wirbelsäule).
Außerdem habe ich oberbauchschmerzen in der Lebergegend, fühlt
sich an wie geschwollen.
Er kann Ultraschall der Leber/Galle machen oder veranlassen, Ursachensuche für die Oberbauchschmerzen, evt. Steine.
Dann habe ich noch Bluthochdruck (mit
Kalziumatangonist 2x Tgl. 80mg 140/90) Tinnitus mit
hochgradiger Schwerhörigkeit. Ich habe auch schon Bücher über
Cholesterin gelesen und versuche auch die Lebensmittel
verstärkt zu essen, aber viele Sachen die gut fürs Cholesterin
sind, sind Schlecht für meine Gicht und umgekehrt.
Naja, wenn man meint, Eier sind gut bei Gicht, aber enthalten viel Cholesterin… Bei Gicht vermeidet man doch hauptsächlich die Purine (Schlacken aus Zellkernresten), also grob gesprochen, tierische Eiweiße, die den Harnsäurespiegel in die Höhe treiben, was allerdings auch Hülsenfrüchte und Kohl in abgeschwächter Form können.
Aber sonstiges Gemüse, Getreide und Obst, pflanzliche Öle statt tierischer Fette und vor allem Ballaststoffe, die als natürliche Cholesterinsenker gelten: Haferkleie, Weizenschrot, Leinsamen, usw., sind unbedingt empfehlenswert. OK, Kleie hat pro 100 g recht viel Harnsäure, aber im Vergleich zum Fleisch von dem jemand zur Mahlzeit z. B. 150 g isst, nimmt von höchstens ein paar Gramm Kleie in den Joghurt.
Fleisch sollte einfach nicht zu oft und zu viel gegessen werden, Hühnchen z. B. ohne die Haut! Und etwas Fisch ist hin und wieder auch purinmäßig vertretbar, es sollen aber keine Schalentiere, Hummer, etc. sein.
Wenn man die oft sehr niedrigen Harnsäurewerte von Vegetariern sieht, staunt man schon, was die Ernährung bewirkt. Also nicht alles meiden, aber in Maßen genossen…
Mein Arzt
meinte, wenn ich meine Ernährung nicht umstelle, müßte ich
bald Senker einnehmen. Aber was soll ich noch ändern, fragte
ich ihn. Er weiß ganz genau, dass ich wirklich gesund lebe und
ärgere mich dann über solche Aussagen.
Deine Triglyzeride sind recht hoch. Und deren Wert hängt direkt mit der Ernährung zusammen. Vor der Blutentnahme sollte man mindestens 12 Stunden nichts mehr essen, weil die Triglyzeride direkt nahrungsabhängig sind, bzw. größere „Nahrungssünden“ der letzten Tage erkennt man auch an einem höheren oder hohen Trigl-Wert.
Wenn alle Maßnahmen keinen Einfluss haben, dann ist der vom Arzt empfohlene Senker sicherlich keine Drohung sondern eine Abhilfemaßnahme um Risiken zu mildern.
Viele Grüße, Renate
hallo lothar,
doch das kann man. denn ist allgemeinwissen und wird in jedem biologielehrbuch erklärt. der körper kann das. das ist extra von der natur dafür eingerichtet. widerspricht nur den interessen der pharmakonzerne.
Dr. Ancel Keys, Erfinder der Cholesterin-KHK-Hypothese (in der Zeitschrift Eating Well, März/April 1997):
„Es gibt absolut keine Verbindung zwischen Cholesterin im Essen und Cholesterin im Blut. Keine. Und das haben wir schon immer gewusst.“
also selbst der erfinder distanziert, bzw. gibt zu, die unwahrheit gesagt zu haben.
es ist ein multimillardengeschäft. auch für „ernährungsberater“.
strubbel
W:open_mouth:)
Hallo,
Nur eine -nicht ganz unwichtige Sache- sollte man der
Fragestellerin dennoch als Trost sagen dürfen:
Ein HDL von 36 und ein noch relativ niedriges LDL bis 260
würde ich nicht medikamentös angehen.
Erst wenn die Schere zwischen HDL und LDL weiter auseinander
geht, würde ich daran denken.
Bis hier kann man den schon vernünftig angelegten
Ernährungsweg (vor allem: viel Omega-3-Fettsäuren, also
Tiefsee-Meeresfisch essen, aber frisch!) eigentlich weiter so
empfehlen.
Das ist richtig, neben der Buchdiskussion ist es für die Fragende sicher beruhigend zu wissen, dass ihre derzeitigen Werte noch nicht zu denen gehören, die von der Lipid-Liga als gefährlich eingestuft werden
Danke.
Gruß, Renate
Hallo Lolita 
Ich bin mir nicht sicher ob es nun das „gute“ oder „schlechte“ Cholesterin ist…aber Dein Körper stellt ja auch welches her…vielleicht liegt da die Störung?
Hast du dich schon mal testen lassen ob Du Diabetes hast?
Ein ständig erhöhter Insulinspiegel im Blut hat viel mehr Auswirkungen im Körper als nur dick zu werden…vielmehr fördert Insulin entzündliche Prozesse oder löst sie gar aus und es sorgt letztendlich für erhöhte Triglyzeri-Werte…den genauen Zusammenhang weiß ich leider nicht mehr. Im Buch „Die neue Atkins Diät“ kannst Du aber die Vorgänge sehr gut nachlesen. Der Doktor Atkins hat zwar nicht in allem recht aber seine fundierten Ergebnisse, was die Vorgänge im Körper angeht sind sehr interessant und verständlich erklärt.
LG
Marion
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