Kein Fett und Zucker!

Hallo liebe Experten,

eine Freundin von mir hat das Buch „Zuckerknacker“ gelesen und hat jetzt eine Diät gestattet in der sie fast völlig auf Zucker und Fett verzichten will. Also bei Zucker nur noch Fruchtzucker über Obst, Fruchtsäfte et cetera aber keinen raffienierten Zucker mehr, und nur Fettreduzierte Milch/Johgurt et cetera.

Meine Frage nun: Ist das Gesundheitlich unbedenklich? Soweit ich sie verstanden habe bräuchte der Körper keinen raffinierten Zucker, ihm würde der aus dem Obst reichen oder er könnte auch ganz darauf verzichten?!.

Beim Fett wäre ich ja geneigt, ihr zuzustimmen, dass um so weniger Fett um so besser ist. Allerdings habe ich vorgestern gelesen (im Bild der Wissenschaft) dass Fett eigentlich gar nicht so schädlich wäre, wie es immer dargestellt würde, weil man Werte von schon vorbelasteten Risikogruppen auf gesunde Menschen extrapoliert hätte etc. pp. Und da stand auch drinn, dass es sogar gefährlich sein könnte wenig bis gar kein Fett zu essen (wobei gar nicht wohl fast unmöglich, zumindestens beim Mittagessen) :smile:.

Also ist das ok was sie macht oder gefährlich???

Grüße und schon mal Danke im Vorraus

Bernd :smile:

hallo bernd,

ich bin zwar kein experte, aber hier mein beitrag:
auf raffinierten zucker kann der mensch sehr wohl verzichten, ohne gesundheitlichen schaden zu nehmen. im gegenteil, raffinierter zucker begünstigt alle möglichen krankheiten.
auf fett kann der körper allerdings nicht verzichten, jedenfalls nicht auf dauer. der körper braucht es zum überleben.
ABER: es muß das _richtige_ fett sein. tierisches fett ist ungesund und wird nicht benötigt. margarine ist auch ungesund, egal was uns die reklame vorlügen mag. butter, wenn in maßen genossen, ist allemal gesünder. kaltgeschlagenes olivenöl ist wohl das beste. dann gibt es noch etliche andere öle, die gut zu verwenden sind, wie sonnenblumenöl, rapsöl. mehr hab ich im moment nicht parat.
ich selber esse seit einem halben jahr fast keinen industrie zucker mehr und ich fühle mich eher besser als schlechter.

mfg
f.

Hallo,

im gegenteil,
raffinierter zucker begünstigt alle möglichen krankheiten.

das ist wieder eine unsinnige Pauschalierung. Raffinierter Zucker ist kein Gift! Die Menge machts. Der raffinierte Zucker wird über den Darm als Traubenzucker und Fruchtzucker aufgenommen. Karies bekommt man von Fruchtzucker aus Obst genauso wie von raffiniertem Zucker. Lediglich der gedankenlose Umgang schafft Probleme.

ABER: es muß das _richtige_ fett sein. tierisches fett ist
ungesund und wird nicht benötigt.

Hier gibt der erwähnte Artikel der „Bild der Wissenschaft“ folgende Infos: In einer Langzeitstudie an mehreren tausend amerikanischen Krankenschwestern wurde festgestellt, dass das Risiko für einen hämorrhargischen Schlaganfall bei Frauen, die fast voellig auf tierische Fette verzichteten mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt ist.

Auch beim Fett (tierisch oder pflanzlich) gilt das gleiche wie beim Zucker: die Menge machts.

Eine Ausgewogene Ernährung, die durchaus auch tierische Elemente enthalten kann, ist immer noch die beste Art der Ernährung um vor allem Mangelerscheinungen vorzubeugen. Am Besten wird das dann noch mit reichlich Bewegung kombiniert (der Bewegungsmangel ist das Hauptproblem, nicht die Ernährung).

Gruss, Niels

mfg
f.

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Hallo Bernd,

meine Antwort ist:

Raffinierte Zucker sind verzichtbar, Fruchtzucker würden genügen, aber dem verwöhnten Gaumen wohl nicht so recht taugen
(Pseudo-Sucht-Effekt, besonders auf Zusatzstoffe, z.B. bei Kakaogetzränken und Schokolade, nämlich die Kombination von Zuckern, Lecithin und den „Glücksstoffen“ der Kakaobohne).

Auf Fette zu verzichten, ist unsinnig, weil es kaum geht (siehe „verstecktes Fett“ in allen möglichen Nahrungsmitteln).
Es ist deshalb ungesund, weil

  1. die fettlöslichen Vitamine nicht richtig aufgenommen / metabolisiert werden können
  2. die essentiellen Fettsäuren fehlen
  3. der körpereigene Metabolismus gestört wird.

Besonders aus 3. ergibt sich, dass nach Ende der Diät oder bei kleinen Fehlern, jedes kJ an zugeführter Energie in Fett-Depots eingelagert wird, denn der Körper wertet diese Diäten als Hungerzeit, für die es gilt, Depots anzulegen.
Also der gegenteilige Effekt trittein.
Gerade das Beispiel USA zeigt ja, wie viele Leute fettarm essen und dabei absolut übergewichtig sind (so viele Fette gibt es nirgendwo sonst als dort, wo Fett angeblich gemieden wird).

  1. Die Psyche spielt mit! Wer aus Stress oder Frust „frisst“, wird eher die Ursachen abbauen müssen als Diät zu schieben.
    Auch Fettleibige können buchstäblich verhungern. und all das nur, weil der Blick auf die Zusammenhänge verschleiert wird.

Übrigens: Margarine finde ich weder besser noch schlechter als andere Fettersatzstoffe, zumal die meistens mit den nötigen Fettsäuren angereichert sind. Von ungesund also kaum die Rede.

Alles Gute,
Vo.

Hallo Bernd,

eine Freundin von mir hat das Buch „Zuckerknacker“ gelesen und
hat jetzt eine Diät gestattet in der sie fast völlig auf
Zucker und Fett verzichten will. Also bei Zucker nur noch
Fruchtzucker über Obst, Fruchtsäfte et cetera aber keinen
raffienierten Zucker mehr, und nur Fettreduzierte
Milch/Johgurt et cetera.

Meine Frage nun: Ist das Gesundheitlich unbedenklich? Soweit
ich sie verstanden habe bräuchte der Körper keinen
raffinierten Zucker, ihm würde der aus dem Obst reichen oder
er könnte auch ganz darauf verzichten?!.

Dies sollte so stimmen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Stärke als Polysaccharid (Vielfachzucker) im Körper zu Zucker abgebaut und so verwertet wird.

Beim Fett wäre ich ja geneigt, ihr zuzustimmen, dass um so
weniger Fett um so besser ist. Allerdings habe ich vorgestern
gelesen (im Bild der Wissenschaft) dass Fett eigentlich gar
nicht so schädlich wäre, wie es immer dargestellt würde, weil
man Werte von schon vorbelasteten Risikogruppen auf gesunde
Menschen extrapoliert hätte etc. pp. Und da stand auch drinn,
dass es sogar gefährlich sein könnte wenig bis gar kein Fett
zu essen (wobei gar nicht wohl fast unmöglich, zumindestens
beim Mittagessen) :smile:.

Ich vermute, dass ich in der ‚Zeit‘ vor einigen Wochen einen Bericht auf Basis der gleichen Metastudie gelesen habe. Neben dem was meine Vorposter schon schrieben (physiolog. Notwendigkeit von Fett, Reaktion des Körpers auf Hungerzeit), möchte ich das Fazit des Zeit-Artikels hervorheben:
Ungesättigte Fettsäuren, genauer Omega-ungesättigte FS (in Olivenöl, Nussöle, Fisch, ?Schweineschmalz? enthalten) sind gute, gesättigte sind schlechte. Es geht wohl darum schlechte zu meiden und durch gute zu ersetzen.

Tschuess Marco.

Also ist das ok was sie macht oder gefährlich???

Grüße und schon mal Danke im Vorraus

Bernd :smile:

in welcher BDW?
Hallo Niel,
kannst DU mir mal bitte sagen, in welcher BDW der Artikel stand?

Danke Bert

In der aktuellen :smile:
Grüße

bernd

Es geht gesünder!!
Hallo,

es gibt gesündere Diäten. Versuchs mal damit:

Für alle Diätfrustrierten hier die ultimative Schlankheitskur auf ganz natürlichem Wege:
Die Kleinkinddiät

Viele Leute sind stets auf der Suche nach einer neuen Diät. Das Problem mit den meisten Diäten ist jedoch:

  1. man bekommt nicht genug zu essen,
  2. man hat nicht genug Abwechslung,
  3. man ist hinterher pleite.

Also mogeln die meisten Leute bei ihrer Diät, hören nach drei Tagen auf oder stopfen sich hinterher wieder voll.
Gibt es wirklich keine andere Lösung, als aufzugeben und den Freunden zu erzählen, man habe eine Stoffwechselstörung?

Doch, es gibt eine: die neue Kleinkind-Diät!

Sie werden bemerkt haben, daß die meisten Zweijährigen ziemlich schlank sind. Nach Rücksprache mit Kinderärzten, Röntgenologen und verzweifelten Müttern war ich in der Lage, diese neue Diät zu formulieren. Sie ist preiswert, bietet abwechslungsreiche Mahlzeiten und ausreichende Mengen.
Bevor Sie mit der Diät beginnen, konsultieren Sie Ihren Arzt. (Sonst müssen Sie Ihn möglicherweise hinterher aufsuchen.)
Viel Glück!

Erster Tag
Frühstück: ein Rührei, ein Stück Toastbrot mit Pflaumenmus. Essen Sie zwei Bissen Ei mit den Fingern, das restliche Ei werfen Sie auf den Boden. Nehmen Sie einen Happen Toast und schmieren Sie das Pflaumenmus auf Ihr Gesicht und Ihre Kleidung.
Mittagessen: Vier Wachsmalkreiden (Farbe ist egal), eine Handvoll Kartoffelchips und ein Glas Milch (3 Schluck, den Rest kippen Sie auf dem Tisch aus.)
Abendessen: Eine Salzstange, zwei Ein-Cent- und ein Fünf-Centstück, vier Schluck abgestandenes Bier.
Snack: Toasten Sie ein Stück Brot und werfen Sie es auf den Küchenfußboden.

Zweiter Tag
Frühstück: Scheibe Toastbrot vom Vortag vom Küchenboden. Dazu eine halbe Flasche Vanilleextrakt oder ein Schnapsglas Pflanzenfarbe.
Mittagessen: Einen halben Lippenstift Farbe „Pulsating Pink“ und einen Zigarettenstummel (essen, nicht rauchen!). Dazu einen Eiswürfel.
Snack: Lutschen Sie einen Dauerlutscher gut feucht, nehmen Sie ihn dann mit in den Garten und werfen ihn in den Matsch. Dann lutschen Sie ihn wieder sauber. Danach auf den Teppich kleben.
Abendessen: ein Kieselstein oder eine trockene Erbse wird bis zum Anschlag in das rechte Nasenloch gesteckt. Gießen Sie ein Glas Eistee über Kartoffelbrei und genießen Sie dies mit einem Löffel.

Dritter Tag
Frühstück: zwei Pfannkuchen mit recht viel Sirup, mit den Fingern gegessen. Den Rest in die Haare schmieren. Von einem Glas Milch trinken Sie die Hälfte, dann stopfen Sie ein Stück Pfannkuchen in das Glas. Nach dem Frühstück holen Sie den Dauerlutscher von gestern vom Teppich, lutschen die Fusseln ab und legen ihn auf Ihren besten Sessel.
Mittagessen: Drei Streichhölzer und ein Sandwich mit Erdnußbutter und Marmelade. Spucken Sie einige Bissen davon auf den Fußboden. Gießen Sie ein Glas Milch auf dem Tisch aus und schlürfen Sie sie auf.
Abendessen: ein Becher Eiskrem, eine Handvoll Kartoffelchips, etwas Wein, danach kalter Kaffee.

Letzter Tag
Frühstück: eine Vierteltube Zahnpasta (Geschmack egal), ein Bissen Seife, eine Olive. Geben Sie ein Glas Milch über eine Schüssel Cornflakes, dazu eine halbe Tasse Zucker. Wenn die Cornflakes gut eingeweicht sind, schlürfen Sie die Milch auf und verfüttern die Cornflakes an den Hund.
Mittagessen: Suchen Sie die Krümel vom Küchenfußboden und vom Teppich im Eßzimmer und essen Sie sie auf. Holen Sie den Dauerlutscher vom Sessel und lutschen Sie ihn fertig.
Abendessen: Spaghetti mit Fleischklößchen, dazu Kakao. Lassen Sie die Fleischklößchen auf dem Teller. Als Nachtisch stecken Sie sich das Bürstchen aus der Wimperntusche in den Mund.

Hi!
Ich esse nun schon seit 1 1/2 Jahren freiwillig keinen Zucker mehr (bis auf Obst) und mir geht es blendend!!!
Red’ deiner Freundin nur gut zu!! Es gibt nichts Besseres als von diesen blöden Süßigkeiten loszukommen!!!

Gruß Bezzi