Ich bin 27 Jahre alt, männlich, sportlich, gesund.
Seit ca. 7 Jahren „leide“ ich darunter, bei normaler Libido,Potenz und Erektionsfähigkeit sowie „physiologisch normalem“ Höhenpunkt (Ejakulation) komplett auf das Hochgefühl des Orgasmus verzichten zu müssen.
Ebenso fehlt das sich aufbauende Gefühl während der Plateauphase, auch besteht eine Desensibilisierung der Schrittregion, im Gebiet S2.
Der Verlust stellte sich schleichend ein, über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren.
Physiologische Ursachen wurden durch Besuche bei Urologen, Orthopäden, Radiologen, Neurochirurgen sowie Neurologen weitgehend ausgeschlossen:
Fraktur (neg.)
Harnröhrenverengung (neg.)
Prostatitis (neg.)
Infektion (behandelt, ohne Auswirkung)
Nervenleiden (ZNS unaufällig, Nervenleitung normal, CT’s unaufällig, N.pudendus SEP unaufällig).
Da ich demnächst eine Sexualtherapie beginnen möchte, würde mich interessieren:
a) Kennt jemand diese Symptome
b) Hat jemand ähnliche Erfahrung
c) Gibt es eine Lösung?
Bleibt mir nur zu hoffen, eine Antwort zu finden… Danke für Eure Geduld
du hast die Lösung selbst genannt und auch schon in Angriff genommen. Alle einschlägigen Publikationen, die ich kenne, empfehlen bei Anorgasmie eine Sexualtherapie. Dem vorgreifen zu wollen, hieße, den Therapieerfolg zu gefährden. Denn aus der Ferne müsste man lange die Vorgeschichte der Störung breittreten, was online ohnehin bei Sexualproblemen nicht anzuraten ist.
Ich kann dich also nur bestärken, diese Therapie anzugehen. Unter Umständen werden die Kosten sogar von der Krankenkasse getragen, wenn du dich von einem Arzt überweisen lässt. Viel Erfolg!
Ja, dann werde ich diesen Weg wohl weiterbeschreiten…
Eine Frage hätte ich doch noch. Ich suche seit Ewigkeiten Literatur zu Anorgasmie, finde aber nichts. Da Du so etwas andeutetest: Kennst du Publikationen?
möglicherweise könnte der Experte Dr. Heribert Schorn Dir weiterhelfen. Seine Beratung ist kostenlos und er gibt auch Lektüreempfehlungen: http://www.andrologie.de
Eine Frage hätte ich doch noch. Ich suche seit Ewigkeiten
Literatur zu Anorgasmie, finde aber nichts. Da Du so etwas
andeutetest: Kennst du Publikationen?
Fachliteratur gibt es in der Tat, das meiste allerdings betrifft den weiblichen Orgasmus. Hier die beiden Werke, in denen es hauptsächlich um den männlichen Orgasmus geht:
William Howell Masters, Impotenz und Anorgasmie, Frankfurt 1973
(mit 40 Seiten Literaturverzeichnis!, engl. Orig. 1970)
Gerd Arentewicz, Verhaltens- und Kommunikationstherapie bei Orgasmusstörungen, Diss. Hamburg 1978
Aber ich weiß nicht, ob ich dir die Lektüre empfehlen soll. Ich meine, es ist besser, die Therapie unvoreingenommen zu beginnen. Du könntest die Bücher ja später vielleicht lesen - falls du dann noch Interesse daran hast.
Ja, danke…werde ich wohl so machen.
Mir ging es auch eher darum, zu erfahren, ob das Phänomen bekannt ist und Therapien praktikabel und wirksam sind…
Notfalls hilft dieser Verweis dann auch meinem Therapeuten, meiner Therapeutin…
Notfalls hilft dieser Verweis dann auch meinem Therapeuten,
meiner Therapeutin…
er wird es entweder schon kennen oder bei der Beschäftigung mit deinem Problem darauf stoßen. Therapeuten mögen es gar nicht, wenn Patienten ihnen Literatur empfehlen …
Patienten mögen es noch weniger, wenn Ärzte,
Therapeuten und dergleichen keine Ahnung haben…
Und das nicht einfach zugeben können…
Und Patienten dieses selbst herausfinden…
Später…
Meine Odyssee hat mir da einiges vor Augen geführt.
(Ich werde jetzt natürlich im Vorfeld eruieren,
ob betreffenden/er Therapeuten/in „Anorgasmie mit Ejakulation“ bzw.
„impotentia satisfactionis“ bekannt sind…)