Kein wehrdienst machen

ich habe vor, direkt nach meinem abi nach holland zu ziehen, damit ich sofort an einer deutschen uni studieren kann. kann ich dort dann auch noch gezogen werden?
gibt es andere möglichkeiten?
Danke

David

Mit anderen Worten, Du willst also von diesem Staat profitieren, und das Dir zur Verfügung gestellte Bildungssystem nutzen, bist aber nicht bereit, Deinen Verpflichtungen diesem Staat gegenüber nachzukommen.

Im Tier- und Pflanzenreich nennt man so was Schmarotzertum.

Ich meine, Du solltest ruhig deinen Zivil- oder Wehrdienst ableisten.

Hoffentlich kannst Du auch aus Holland zum Dienst gezogen werden.

doch wehrdienst machen
Na da habe ich eine ganz andere Meinung als der Hasta Lavista

Aufgrund einer Behinderung konnte auch ich nicht zum Wehrdienst herangezogen werden und studiere deswegen bereits jetzt in Frankreich. Dort haben die gar keinen Wehrdienst, in Frankreich! Ist ja auch unnötig, wie ich denke. Deswegen kann man auch nicht von Schmarotzen und ähnlichem reden, ausserdem: Als Soldat kostet man den Staat eh mehr als als Zivilist.
Solltest Du trotzdem eingezogen werden (ich glaub dass ist möglich) ärgere Dich nicht. Es ist kein verlorenes Jahr. In der Uni wirst Du niemals soviel Lebenserfahrung sammeln können wie beim BUND. Mach das allerbeste draus!

Viel Spass dabei!

Berni

es geht ja auch nicht darum, dass ich KEINEN wehrdienst mache, sondern ich will erst studieren, um noch einen studienplatz zu bekommen!! außerdem sollte man nicht gleich so ausflippen wie der andere…!!!
außerdem werde ich dann glaub ich auch zivildienst machen, da dies anderen leuten NÜTZT, im gegensatz zu denen, die nur 10 monate zur bundeswehr gehen. in dieser zeit kann man überhaupt nicht so ausgebildet werden, um wirklich was zu leisten, außer vielleicht ein paar sandsäcke schleppen, wenn mal überschwemmung ist…

außerdem: wenn die wehrpflivcht bald eh abgeschaft wird, war ich dann der dumme der noch hingegangen ist!

P.S. an der beleidiger: sind also alle leute in zB frankreich oder holland schmarotzer???

mfg david

siehe oben (mein antwortartikel)
hier is nix mehr

Hallo David,

es geht ja auch nicht darum, dass ich KEINEN wehrdienst mache,
sondern ich will erst studieren, um noch einen studienplatz zu
bekommen!!

Die Argumentation verstehe ich nicht. Die Zeit des Zivildienstes wird Dir doch als Wartezeit angerechnet. Das ist z.B. für Studiengänge mit NC durchaus von Bedeutung. Da sind evtl. Deine Chancen direkt nach dem Zivildienst einen Studienplatz zu bekommen grösser als direkt nach dem Abi, weil Du zwei Wartesemester auf der Hand hast. Ausserdem ist es - wenn es dann noch eine Wehrpflicht gibt - sehr ungünstig, zwischen Studium und Berufseinstieg noch „dienen“ zu müssen. Das wird bei Bewerbungen nicht unbedingt so gerne gesehen. Da werden lieber die Leute direkt nach dem Abschluss genommen.

außerdem sollte man nicht gleich so ausflippen wie
der andere…!!!

Hmmh. Ich habe lediglich sachlich meine Meinung geäußert. Unter Ausflippen verstehe ich solche Sachen wie Wörter nur in Großbuchstaben schreiben und mehrere Ausrufezeichen hintereinander knallen. Da fühlt sich der andere nämlich angebrüllt. Soviel zur Netiquette.

außerdem werde ich dann glaub ich auch zivildienst machen, da
dies anderen leuten NÜTZT,

Das ist richtig, deshalb habe z.B ich auch Zivildienst gemacht.

P.S. an der beleidiger: sind also alle leute in zB frankreich
oder holland schmarotzer???

Das mit dem Beleidiger verstehe ich wieder nicht. Fühlst Du Dich beleidigt, weil ich nicht Deiner Meinung bin?
Das einzige Wort, das beleidigenden Charakter haben könnte (Schmarotzer), war sehr dezent in einen Vergleich gehüllt, und ich habe nicht Dich direkt damit tituliert. Wäre ja auch falsch, da ich ja jetzt eines besseren belehrt wurde; denn Du möchtest ja durchaus deinen „Staatsbürgerpflichten“ nachkommen.

Wenn diese Staaten ein anderes System zur Organisation ihres Militärs haben, ist das wohl kaum vergleichbar.
Parallelbeispiel: Wenn jemand in Deutschland versucht, sich dem Zahlen von Einkommensteuer widerrechtlich zu entziehen, ist das schändlich und strafbar. Als Rechtfertigung kann man aber nicht anführen, in Monaco müsste niemand EKSt zahlen.

Wenn aber jemand von den Vorteilen eines bestimmten Staates profitieren will, ohne seinen in ebendiesem Staat geltenden Verpflichtungen als Bürger nachkommen zu wollen, dann ist das eben Schmarotzertum. Das ist jetzt ganz allgemein gesprochen, und nicht auf Dich gemünzt. Du willst ja brav Deinen Zivildienst leisten :wink:

Einen schönen Abend noch,

HastaLavista

Mit anderen Worten, Du willst also von diesem Staat
profitieren, und das Dir zur Verfügung gestellte
Bildungssystem nutzen, bist aber nicht bereit, Deinen
Verpflichtungen diesem Staat gegenüber nachzukommen.

Soviel ich weiss ist es die Verpflichtung Steuern zu zahlen, die das Bildungssystem ermöglicht.
Mein Geld kann der Staat mir vielleicht nehmen, aber nicht meine Würde / Selbstbestimmung.

Naja bei mir hat er es schon getan :wink: auch wenn auf der zivilen Ebene…

ciaoi
Bruno

Hallo,

Mein Geld kann der Staat mir vielleicht nehmen, aber nicht
meine Würde / Selbstbestimmung.

Naja bei mir hat er es schon getan :wink: auch wenn auf der
zivilen Ebene…

Wieso nimmt Dir der Staat Deine Würde, wenn man von Dir verlangt, ein paar Monate lang Deine Arbeitszeit (gegen zugegebenermassen geringfügiges Entgelt) für Zwecke des Gemeinwohls zur Verfügung zu stellen?

HastaLavista

… eine andere Meinung

Hallo,

Mein Geld kann der Staat mir vielleicht nehmen, aber nicht
meine Würde / Selbstbestimmung.

Naja bei mir hat er es schon getan :wink: auch wenn auf der
zivilen Ebene…

Wieso nimmt Dir der Staat Deine Würde, wenn man von Dir
verlangt, ein paar Monate lang Deine Arbeitszeit (gegen
zugegebenermassen geringfügiges Entgelt) für Zwecke des
Gemeinwohls zur Verfügung zu stellen?

Ob einem dadurch die Würde genommen wird, ist Definitionssache. Es ist ein ganz erheblicher Eingriff in die Selbstbestimmung! Das Grundgesetzt erlaubt so etwas nur in ganz bestimmten Ausnahmesituationen. Der kalte Krieg und das geteilte Deutschland wurden immer als Begründung für den „Ausnahmezustand allgemeine Wehrpflicht“ herangezogen. Das ist mittlerweile überholt. Selbst unter Experten ist die Wehrpflicht sehr umstritten – damit verbunden natürlich auch der Ersatzdienst.

Ich denke es ist eine ganz legitime Forderung, sich diesem Eingriff entziehen zu wollen. Was Du da für angestaubte Ansichten über „Pflicht gegenüber dem Staat“ äußerst, ist für eine sachliche Diskussion irrelevant.

Schon gar nicht möchte ich mich von einem Komisskopp als „Schmarotzer“ bezeichnen lassen, wenn ich die Wehrpflicht für Unfug und Grundgesetzwidrig halte!

Ob es sich bei der Wehrpflicht um ein „Gemeinwohl“ handelt, wage ich zu bezweifeln. Hast Du einmal das Vergnügen gehabt, mit unseren emsigen Vaterlandsverteidigern gemeinsam ein Zugabteil zu teilen? Wenn in kürzester zeit ins Koma saufen und rüpelhaftes Benehmen jetzt zum Allgemeinwohl gehören …

Gruss

Jens

off topic: Lebenserfahrung bei der Bundeswehr??
[…]

Als Soldat kostet man den Staat eh mehr als als Zivilist.

Ganz meine Meinung, von dem Volkswirtschaftlichem Schaden durch das vergeudete Jahr ganz zu schweigen.

Solltest Du trotzdem eingezogen werden (ich glaub dass ist
möglich) ärgere Dich nicht. Es ist kein verlorenes Jahr. In
der Uni wirst Du niemals soviel Lebenserfahrung sammeln können
wie beim BUND. Mach das allerbeste draus!

Das interessiert mich jetzt aber brennend. Immer wird einem von der tollen Erfahrung bei der Bundeswehr erzählt und was man da alles fürs Leben lernen würde. Was genau soll das denn sein? Super im Dreck wälzen? Am lautesten Rülpsen? Wie man Mitmenschen den Kopf wegschiesst? Sich in Ruhe anbrüllen lassen? Hemden auf DIN A4 falten? Grosse Mengen Alkohol vertragen? In allen Positionen schlafen können?

Also ich weiss nicht, was man da versäumen würde.

Ich würde auf jeden Fall den Zivildienst vorziehen. In der Tat kann ich da einen Sinn erkennen … ob er allerdings einen solchen Eingriff in die Selbstbestimmung rechtfertig, halte ich für zumindest fragwürdig.

Gruss

Jens

Das interessiert mich jetzt aber brennend. Immer wird einem
von der tollen Erfahrung bei der Bundeswehr erzählt und was
man da alles fürs Leben lernen würde. Was genau soll das denn
sein? Super im Dreck wälzen? Am lautesten Rülpsen? Wie man
Mitmenschen den Kopf wegschiesst? Sich in Ruhe anbrüllen
lassen? Hemden auf DIN A4 falten? Grosse Mengen Alkohol
vertragen? In allen Positionen schlafen können?

Was mich betrifft, war es ein einschneidendes Erlebnis, von zuhause wegzukommen. Klar geht das auch beim Zivildienst, aber wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umgucke, haben die allermeisten doch die „Ich-lass-mich-weiter-von-Mama-bekochen“-Variante gewählt.
Dann war ich im Wiedervereinigungsjahr beim Bund und bin 3 Monate nach Ost-Berlin abkommandiert worden. War für mich auch sehr einschneidend, zumal ich mich dort für mein Sportstudium entschieden habe, nachdem ich vor einem keulenschwingenden Skinhead getürmt bin (Frühjahr 1991!!! -> ist auch offtopic, aber man muss sich mal vor Augen führen, was das bedeutet, nämlich dass es diese Leute zu DDR-Zeiten bereits gegeben hat!!!).
Letzteres ist sicherlich ein persönliches Erlebnis, ersteres halte ich schon für mehrheitsfähig.
HOFee

… von zu Hause wegkommen
[…]

Was mich betrifft, war es ein einschneidendes Erlebnis, von
zuhause wegzukommen. Klar geht das auch beim Zivildienst, aber
wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umgucke, haben die
allermeisten doch die
„Ich-lass-mich-weiter-von-Mama-bekochen“-Variante gewählt.

Ich bin einfach durch mein Studium viel weiter weg gekommen, als mit der Bundeswehr. Da fährt man doch spätestens jedes Wochenende nach Hause zu Muttern … Wäsche waschen etc. :smile:

Wenn man solche Reisen selbst bezahlen muss und nicht etwa Schmarotzertum beim Staat fördert (denn wer sonst zahlt denn die 300.000 Wochenendheimfahrten jeden Freitag?) geht man lieber ins Waschcenter um die Ecke. Ist billiger. Da lernt man dann auch ganz fix, wie man Wäsche wäscht.

Von zu Hause weggekommen bin ich übrigens schon als Schüler. War 15 Monate in den USA, in einem kleinen Kaff im mittleren Westen. Da kann man viel mehr echte Lebenserfahrung sammeln, als in 10 Monaten (oder wieviel das jetzt noch sind) Stumpfsinn bei der Armee. Für die Bundeswehr braucht man sein großes Gehirn nicht, da reicht schon das Rückenmark völlig aus (frei nach Einstein).

Dann war ich im Wiedervereinigungsjahr beim Bund und bin 3
Monate nach Ost-Berlin abkommandiert worden. War für mich auch
sehr einschneidend, zumal ich mich dort für mein Sportstudium
entschieden habe, nachdem ich vor einem keulenschwingenden
Skinhead getürmt bin (Frühjahr 1991!!! -> ist auch
offtopic, aber man muss sich mal vor Augen führen, was das
bedeutet, nämlich dass es diese Leute zu DDR-Zeiten bereits
gegeben hat!!!).

Also ich möchte mich nicht von Skinheads bei der Wahl meines Studiums inspirieren lassen :wink:

Letzteres ist sicherlich ein persönliches Erlebnis, ersteres
halte ich schon für mehrheitsfähig.

Ich nicht. Da hielte ich es für wesentlich sinnvoller, den Jugendlichen großzügige Unterstützung bei Auslandsaufenthalten zu gewähren. Das wäre erheblich billiger, als die Bundeswehr und brächte wesentlich mehr an „Lebenserfahrung“. Natürlich auf freiwilliger Basis. Zwang ist immer die schlechteste aller Methoden.

Gruss

Jens

Hi miteinander!

Muß mich jetzt auch eben mal schnell in diese Nischendiskussion einklinken!
Rückblickend hat mir die Bundeswehr eine ordentliche Portion an Lebenserfahrung mitgegeben, auch wenn ich das damals nicht so wahrgenommen habe. Die Tatsache, daß ich mit 8 anderen Menschen auf engstem Raum für 12 Monate mein Leben teilen musste und die daraus resultierende Notwendigkeit sich auch mit unsympathischen Zeitgenossen zu arrangieren hat mir, als Einzelkind, einiges genutzt. Ich konnte z.B. beobachten wie sich verschiedene Menschen in Extremsituationen verhalten, eine Erfahrung die ich in der zivilen Welt nie so hätte machen können. Ich habe, und das zählt zu meinen einschneidensten Erlebnissen, meinen Fallschirmspringerschein beim Bund gemacht. Ich war auf Übungen in Nordnorwegen, in den Alpen und in Frankreich. Ich musste miterleben, wie ein Kamerad bei einem Fallschirmsprung in Altenstadt tödlich verunglückte.
Natürlich klingt das alles ziemlich martialisch und man möchte denken, daß man auf diese Sorte Erfahrungen verzichten kann. Aber Lebenserfahrung unterscheidet nicht zwischen positiven und negativen Erlebnissen, und so bin ich, sieben Jahre nach meiner Wehrpflicht, nicht der Meinung, daß es, wenigstens was die Erfahrung angeht, ein verlorenes Jahr war. Ob es darüber hinaus auch ein sinnvolles Jahr war sei mal dahingestellt!

Gruß
Tom

Hallo,

Ich denke es ist eine ganz legitime Forderung, sich diesem
Eingriff entziehen zu wollen.

Ich denke, es ist eine ganz legitime Forderung, die Abschaffung dieser Dienstpflicht zu fordern. Aber solange der größte Teil der männlichen Bevölkerung sich diesem Dienst unterziehen muss, ist es meiner Meinung nach unfair den anderen Dienstleistenden gegenüber, möglichst nur nach einem Schlupfloch für sich selber zu suchen.

Was Du da für angestaubte
Ansichten über „Pflicht gegenüber dem Staat“ äußerst, ist für
eine sachliche Diskussion irrelevant.

Ob Du meine Ansichten für angestaubt hältst, ist für eine sachliche Diskussion allerdings mindestens ebenso irrelevant. Polemik trägt sehr wenig zur Sachlichkeit bei. Entweder Du hast Gegenargumente gegen meine „angestaubten Ansichten“, oder nicht. Beschimpfung diskreditiert nur den Beschimpfenden.
Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass ein Gemeinwesen wie ein Staat unter anderem auf dem Solidaritätsprinzip und auf Gegenseitigkeit beruht. D.h. der Staat schafft bestimmte Bedingungen, die für mich (hoffentlich) positiv sind, aber die Sache hat einen Preis. Ob das nun Steuern oder Dienstpflichten sind ist erst einmal egal. Natürlich sind die Modalitäten nicht starr, sondern müssen immer wieder zur Verhandlung stehen, wenn z.B. die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr dahinter steht.

Schon gar nicht möchte ich mich von einem Komisskopp als
„Schmarotzer“ bezeichnen lassen, wenn ich die Wehrpflicht für
Unfug und Grundgesetzwidrig halte!
Ob es sich bei der Wehrpflicht um ein „Gemeinwohl“ handelt,
wage ich zu bezweifeln. Hast Du einmal das Vergnügen gehabt,
mit unseren emsigen Vaterlandsverteidigern gemeinsam ein
Zugabteil zu teilen? Wenn in kürzester zeit ins Koma saufen
und rüpelhaftes Benehmen jetzt zum Allgemeinwohl gehören …

Erst lesen, dann schimpfen. Wenn Du meine vorherigen postings etwas genauer gelesen hättest, wäre Dir vielleicht folgendes aufgefallen:

  1. dass ich selber Zivildienst geleistet habe. Von „Komisskopp“ kann also keine Rede sein.

  2. dass ich den Terminus Gemeinwohl im Zusammenhang mit dem Zivildienst gebraucht habe.

Abgesehen davon finde ich Dein Urteil über „unsere emsigen Vaterlandsverteidiger“ ziemlich pauschal und undifferenziert. Natürlich gibt es darunter Dumpfbacken. Aber die gibt es überall. Alle Wehrdienstleistenden so in einen Topf zu werfen und verächtlich zu machen finde ich nicht in Ordnung, und es wird der Realität sicherlich nicht gerecht.

Grüsse,

HastaLavista

Hi miteinander!

Muß mich jetzt auch eben mal schnell in diese
Nischendiskussion einklinken!

Danke für den Beitrag. In welchem Brett könnte man daraus denn eigentlich eine „Hauptdiskussion“ machen?

Rückblickend hat mir die Bundeswehr eine ordentliche Portion
an Lebenserfahrung mitgegeben, auch wenn ich das damals nicht
so wahrgenommen habe.

Das mag vielleicht sogar stimmen. Ich meine allerdings, dass man diese „Lebenserfahrung“ auf freiwilliger Basis und – selbst wenn der Staat das BAFöG verdoppeln würde – für die Allgemeinheit billiger besser und billiger hinbekommen würde.

Die Tatsache, daß ich mit 8 anderen
Menschen auf engstem Raum für 12 Monate mein Leben teilen
musste und die daraus resultierende Notwendigkeit sich auch
mit unsympathischen Zeitgenossen zu arrangieren hat mir, als
Einzelkind, einiges genutzt.

Hast Du mal in Erwägung gezogen, in ein Studentenwohnheim einzuziehen? Mien lieber Scholli, da hast Du die ganze Sache noch ein wenig extremer, weil eben keiner von oben herab alle zur Zucht und Ordnung antreibt. Das erst gibt Dir den richtigen Lebenserfahrungskick.

Ich konnte z.B. beobachten wie
sich verschiedene Menschen in Extremsituationen verhalten,
eine Erfahrung die ich in der zivilen Welt nie so hätte machen
können.

Einspruch! Ich habe als Sozialtutor in einem grossen Studentenwohnheim so viele Extremsituationen erlebt, wie Du Dir vorstellen kannst.

Ich habe, und das zählt zu meinen einschneidensten
Erlebnissen, meinen Fallschirmspringerschein beim Bund
gemacht.

Ja, toll. Den hättest Du auch zivil machen können. Dann hättest Du natürlich dafür auch zahlen müssen … schade schade schade. Das Argument kenne ich noch aus Golfkriegs- und Bosnieneinsatz-Zeiten. Da waren dann allenthalben besorgte Wehrpflichtige zu beobachten, die sich (unberechtigt, weil man sie leider niemals „an die Front“ schicken würde) ihre Gedanken machten. Eigentlich seien sie ja nur gekommen, um den LKW Führerschein (oder was sonst zivil ihr eigenens und nicht das Geld des Staates gekostet hätte) zu machen und ein wenig Cowboy zu spielen. So zeigt sich, wer hier in Wahrheit die „Schmarotzer“ sind, wenn man das Wort schon gebrauchen will.

Das man mal allen Ernstes auf wen hätte schiessen müssen, oder – noch entscheidender – beschossen werden könnte, darauf wären sie nie im Leben gekommen. Da fragt man sich, was die wohl meinen wozu eine Armee da ist.

Ich war auf Übungen in Nordnorwegen, in den Alpen und
in Frankreich.

Ich war in Studentenwohnheimen in England, Belgien und Hamburg.

Ich musste miterleben, wie ein Kamerad bei
einem Fallschirmsprung in Altenstadt tödlich verunglückte.

Ich habe miterlebt, wie mein bester Freund beim Joggen tot umgefallen ist (Herzversagen – mit 27!)

Natürlich klingt das alles ziemlich martialisch und man möchte
denken, daß man auf diese Sorte Erfahrungen verzichten kann.

Allerdings hätte ich darauf gerne verzichtet. Allerdings ist es nun einmal im Leben so, dass man sich nicht alles aussuchen kann.

Aber Lebenserfahrung unterscheidet nicht zwischen positiven
und negativen Erlebnissen, und so bin ich, sieben Jahre nach
meiner Wehrpflicht, nicht der Meinung, daß es, wenigstens was
die Erfahrung angeht, ein verlorenes Jahr war. Ob es darüber
hinaus auch ein sinnvolles Jahr war sei mal dahingestellt!

Huch – ich dachte, Du meinst kein verlorenes Jahr. Dann sind wir uns ja einig. Denn Lebenserfahrung macht man überall. Dazu braucht man nicht die Bundeswehr und schon gar keine Wehrpflicht! Wenn das eines der tragenden Argumente FÜR eine Wehrpflicht sein soll, dann gehört sie mit Sicherheit abgeschafft!

Wer meint, nur bei der Bundeswehr Erfahrung sammeln zu können, irrt schlicht und ergreifend. Man muss sich allerdings mal über den eigenen Tellerrand hinaus wagen.

Meiner Meinung nach sollte man dazu nicht in Form der „Dienstpflicht“ gezwungen werden, dann ist es nur halb so viel wert.

Gruss

Jens

Hallo,

Ich denke es ist eine ganz legitime Forderung, sich diesem
Eingriff entziehen zu wollen.

Ich denke, es ist eine ganz legitime Forderung, die
Abschaffung dieser Dienstpflicht zu fordern. Aber solange der
größte Teil der männlichen Bevölkerung sich diesem Dienst
unterziehen muss, ist es meiner Meinung nach unfair den
anderen Dienstleistenden gegenüber, möglichst nur nach einem
Schlupfloch für sich selber zu suchen.

Von wegen Schlupfloch. Wenn es nicht gegen geltende Gesetze verstösst, ist es vollkommen legitim. Im Gegensatz zur Handlungsweise etlicher unserer grossen Vorbilder in der Politik …

Was Du da für angestaubte
Ansichten über „Pflicht gegenüber dem Staat“ äußerst, ist für
eine sachliche Diskussion irrelevant.

Ob Du meine Ansichten für angestaubt hältst, ist für eine
sachliche Diskussion allerdings mindestens ebenso irrelevant.
Polemik trägt sehr wenig zur Sachlichkeit bei.

Im Ernst? Und das ausgerechnet von Dir, der hier als erster persönlich wurde mit dem Schmarotzervergleich.

Entweder Du
hast Gegenargumente gegen meine „angestaubten Ansichten“, oder
nicht.

Habe ich (auch weiter oben) reichlich gebracht.

Beschimpfung diskreditiert nur den Beschimpfenden.

Na, dann hast Du Dich ja mit Deinem ersten Schreiben schon gründlich selbst disqualifiziert.

Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass ein Gemeinwesen wie
ein Staat unter anderem auf dem Solidaritätsprinzip und auf
Gegenseitigkeit beruht. D.h. der Staat schafft bestimmte
Bedingungen, die für mich (hoffentlich) positiv sind, aber die
Sache hat einen Preis.

Das ist aber ein wenig simpel ausgedrückt. Es ist vielmehr ein Kompromiss zwischen individueller Freiheit und allgemeinen Regeln, damit ein solidarisches Zusammenleben funktioniert.

Ob das nun Steuern oder Dienstpflichten
sind ist erst einmal egal.

Das ist natürlich nicht egal. Es geht da um einen erheblichen Eingriff in die Selbstbestimmung (ich wiederhole mich hier), der in der jetzigen Form nicht vom Grundgesetz abgedeckt ist!

Natürlich sind die Modalitäten
nicht starr, sondern müssen immer wieder zur Verhandlung
stehen, wenn z.B. die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr
dahinter steht.

Das hat auch nichts mit Mehrheit zu tun. Denn über das Grundgesetz kann man nicht einfach durch Volksentscheid hinweg gehen. Zumal ich bezweifle, dass eine Wehrpflicht zur Zeit eine Mehrheit in der Bevölkerung findet.

Schon gar nicht möchte ich mich von einem Komisskopp als
„Schmarotzer“ bezeichnen lassen, wenn ich die Wehrpflicht für
Unfug und Grundgesetzwidrig halte!
Ob es sich bei der Wehrpflicht um ein „Gemeinwohl“ handelt,
wage ich zu bezweifeln. Hast Du einmal das Vergnügen gehabt,
mit unseren emsigen Vaterlandsverteidigern gemeinsam ein
Zugabteil zu teilen? Wenn in kürzester zeit ins Koma saufen
und rüpelhaftes Benehmen jetzt zum Allgemeinwohl gehören …

Erst lesen, dann schimpfen. Wenn Du meine vorherigen postings
etwas genauer gelesen hättest, wäre Dir vielleicht folgendes
aufgefallen:

  1. dass ich selber Zivildienst geleistet habe. Von
    „Komisskopp“ kann also keine Rede sein.

Als Kommisskopp muss man keinen Wehrdienst geleistet haben. Da bist Du doch ein gutes Beispiel :wink:

  1. dass ich den Terminus Gemeinwohl im Zusammenhang mit dem
    Zivildienst gebraucht habe.

Das ist mir in der Tat nicht aufgefallen. Soweit ich es beurteilen kann, bezog sich das sowohl auf Wehr- wie auf den Zivildienst.

Abgesehen davon finde ich Dein Urteil über „unsere emsigen
Vaterlandsverteidiger“ ziemlich pauschal und undifferenziert.
Natürlich gibt es darunter Dumpfbacken. Aber die gibt es
überall.

Richtig. Dumpfbacken gibt es in der Tat überall. Nur nicht überall in der gleichen Dichte. Du findest unter den Bundeswehrsoldaten weit mehr Dumpfbacken, als z.B. unter den Zivildienstleistenden :smile:

Alle Wehrdienstleistenden so in einen Topf zu werfen
und verächtlich zu machen finde ich nicht in Ordnung, und es
wird der Realität sicherlich nicht gerecht.

Ich bin oft genug am Wochenende Zug gefahren. Glaube mir, es ist berechtigt und ich könnte hier noch viel verächtlichendere Äußerungen über unsere emsigen Vaterlandsverteidiger machen!

Eines habe ich mich in deren Nähe jedenfalls nie gefühlt: sicher.

Gruss

Jens

Hallo,

Von wegen Schlupfloch. Wenn es nicht gegen geltende Gesetze
verstösst, ist es vollkommen legitim. Im Gegensatz zur
Handlungsweise etlicher unserer grossen Vorbilder in der
Politik …

legitim und Schlupfloch ist kein Widerspruch. Auch eine legale Handlungsweise kann moralisch zweifelhaft sein.

Im Ernst? Und das ausgerechnet von Dir, der hier als erster
persönlich wurde mit dem Schmarotzervergleich.
Na, dann hast Du Dich ja mit Deinem ersten Schreiben schon
gründlich selbst disqualifiziert.

Der Punkt geht an Dich :wink: Das war eine sehr spontane und emotionale Antwort. Werde ich auch nicht auf der Liste meiner Ruhmestaten aufführen.

Das ist aber ein wenig simpel ausgedrückt. Es ist vielmehr ein
Kompromiss zwischen individueller Freiheit und allgemeinen
Regeln, damit ein solidarisches Zusammenleben funktioniert.

Ist das weniger simpel? Ausserdem beinhaltet deine Definition ja schon, dass auch auf der Ebene der individuellen Freiheit Kompromisse gemacht werden müssen. Für einen derartigen Kompromiss kann man z.B. die Dienstpflicht halten.

Das ist natürlich nicht egal. Es geht da um einen erheblichen
Eingriff in die Selbstbestimmung (ich wiederhole mich hier),
der in der jetzigen Form nicht vom Grundgesetz abgedeckt ist!

Ach Gott, dann ist auch eine rote Verkehrsampel ein Eingriff in die Selbstbestimmung.

Das sollten wir mal im Brett Recht andiskutieren. Bin mal gespannt auf die Meinung von ein paar Dutzend Juristen.

Natürlich sind die Modalitäten
nicht starr, sondern müssen immer wieder zur Verhandlung
stehen, wenn z.B. die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr
dahinter steht.

Das hat auch nichts mit Mehrheit zu tun. Denn über das
Grundgesetz kann man nicht einfach durch Volksentscheid hinweg
gehen. Zumal ich bezweifle, dass eine Wehrpflicht zur Zeit
eine Mehrheit in der Bevölkerung findet.

Nun, auch das Grundgesetz ist kein gottgegebenes Evangelium, sondern kann - mit einigen Ausnahmen - per Mehrheitsbeschluss verändert werden.

Als Kommisskopp muss man keinen Wehrdienst geleistet haben. Da
bist Du doch ein gutes Beispiel :wink:

Nun, das hängt dann sicherlich von Deiner persönlichen Definition des Begriffes ab. Wenn jeder ein Kommisskopp ist, der nicht deiner Meinung ist, dass eine Dienstpflicht eine verfassungswidrige Verletzung deines Rechts auf Selbstbestimmung darstellt, dann gehöre ich wohl dazu. Bei dieser Definition fühle ich mich dann allerdings in ganz guter Gesellschaft.

  1. dass ich den Terminus Gemeinwohl im Zusammenhang mit dem
    Zivildienst gebraucht habe.

Das ist mir in der Tat nicht aufgefallen. Soweit ich es
beurteilen kann, bezog sich das sowohl auf Wehr- wie auf den
Zivildienst.

Nö, der Begriff taucht in meiner Antwort auf Bruno Hallers posting auf, der schreibt, dass man ihm auf ziviler Ebene seine Würde/Selbstbestimmung geraubt hat.

Richtig. Dumpfbacken gibt es in der Tat überall. Nur nicht
überall in der gleichen Dichte. Du findest unter den
Bundeswehrsoldaten weit mehr Dumpfbacken, als z.B. unter den
Zivildienstleistenden :smile:
Ich bin oft genug am Wochenende Zug gefahren. Glaube mir, es
ist berechtigt und ich könnte hier noch viel verächtlichendere
Äußerungen über unsere emsigen Vaterlandsverteidiger machen!
Eines habe ich mich in deren Nähe jedenfalls nie gefühlt:
sicher.

Tja, was soll ich dazu sagen. Wenn das Deine Erfahrung ist, lässt sich darüber kaum diskutieren. Aber der eigentliche Punkt unserer Diskussion ist ja auch nicht der Geisteszustand der Wehrdienstleistenden. Ich denke aber, dass das zumindest zum Teil auch ein Problem der selektiven Wahrnehmung ist. Die still und unauffällig zugfahrenden Vaterlandsverteidiger fallen ja nicht so auf, wie die saufenden und herumpöbelnden Exemplare.

Gruesse,

HastaLavista

Über den Sinn einer solchen Diskussion
Deine Meinung in allen Ehren, und auch ich frage mich, ob Wehrdienst sinnvoll ist usw., aber aus meiner Erfahrung ist es nicht gerade fruchtbar, sich als „Wehrdienst-geleistet-habender“ mit „Nicht-Wehrdienst-geleistet-habenden“ über die Bundeswehrzeit und die damit verbundenen Erfahrungen zu unterhalten.
Das soll jetzt gar nicht belehrend und von oben herab gemeint sein (wie gesagt- über die grundsätzliche Frage nach dem Sinn von Wehrdienst kann und soll man reden, und auch ich habe da meine Zweifel), aber nimm es nun mal so hin, dass Du diese BW-Geschichten immer scheisse finden wirst und niemals nachvollziehen werden kannst.
Ich habe mir mittlerweile abgewöhnt, in manchen Kreisen Anekdötchen aus meiner BW-Zeit zu erzählen, weil dabei meist ein völlig falsches Bild von meiner Person 'rüberkommt, denn das klingt natürlich immer irgendwie verherrlichend und ist für keinen nachvollziehbar, der das nicht mitgemacht hat (bewerten kannst!
HOFee

P.S.: Übrigens bekommt man den LKW-Führerschein gar nicht mehr überschrieben. Soviel zum Thema Schmarotzer (dass Du übrigens m.E. ziemlich unnötig aufgebauscht hast).

Weichei!

Das interessiert mich jetzt aber brennend. Immer wird einem
von der tollen Erfahrung bei der Bundeswehr erzählt und was
man da alles fürs Leben lernen würde. Was genau soll das denn
sein? Super im Dreck wälzen? Am lautesten Rülpsen? Wie man
Mitmenschen den Kopf wegschiesst? Sich in Ruhe anbrüllen
lassen? Hemden auf DIN A4 falten? Grosse Mengen Alkohol
vertragen? In allen Positionen schlafen können?

Das alles und noch viel mehr! Wer das nicht vertraegt,
der soll halt Krankenschwester spielen. Ich spiele lieber
Ballerspiele.

Marco

P.S. So schlimm wars übrigens nicht, man kriegt sogar waehrend
eines Manoevers Nutella zum Fruestueck, und ein gutes
Stueck Braten zum Mittagessen, wenn man so schlau war,
einen guten Draht zur Kueche zu legen.

DAS nenne ich Vorbereitung aufs wirkliche Leben.

Über den Sinn irgend einer Diskussion

Deine Meinung in allen Ehren, und auch ich frage mich, ob
Wehrdienst sinnvoll ist usw., aber aus meiner Erfahrung ist es
nicht gerade fruchtbar, sich als
„Wehrdienst-geleistet-habender“ mit
„Nicht-Wehrdienst-geleistet-habenden“ über die Bundeswehrzeit
und die damit verbundenen Erfahrungen zu unterhalten.
Das soll jetzt gar nicht belehrend und von oben herab gemeint
sein (wie gesagt- über die grundsätzliche Frage nach dem Sinn
von Wehrdienst kann und soll man reden, und auch ich habe da
meine Zweifel), aber nimm es nun mal so hin, dass Du diese
BW-Geschichten immer scheisse finden wirst und niemals
nachvollziehen werden kannst.

Ich weiss nicht, ob ich es nachvollziehen kann. Ich bilde mir schon ein, dass ich ein gewisses Verständnis dafür habe. Allerdings lasse ich es einfach nicht gelten, dass die Bundeswehr für die Entwicklung der Persönlichkeit eines jungen Staatsbürgers unabdingbar ist und etwas leistet, was ohne sie nicht möglich wäre.

In den allermeisten mir bekannten Fällen hat die Bundeswehrzeit eher geschadet, als genutzt. Das es auch anders sein kann unter bestimmten Umständen will ich nicht bezweifeln.

Ich habe mir mittlerweile abgewöhnt, in manchen Kreisen
Anekdötchen aus meiner BW-Zeit zu erzählen, weil dabei meist
ein völlig falsches Bild von meiner Person 'rüberkommt, denn
das klingt natürlich immer irgendwie verherrlichend und ist
für keinen nachvollziehbar, der das nicht mitgemacht hat
(bewerten kannst!

Und bewerten kann ich es auch wunderbar. Das lasse ich mir doch nicht verwehren, weil mich ein paar Schlaumeier als „Weichei“ oder sonstwie bezeichnen. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass man bei der Bundeswehr rein gar nichts lernt oder mitbekommt, was man nicht auch anders erleben könnte. Ausserdem ging es ursprünglich darum, ob es berechtigt ist, sich vor diesem Dienst „drücken“ zu wollen. Und ich bin absolut der Meinung, dass man selbstverständlich das Recht darauf hat, diesen Quatsch ganz zu vermeiden, wenn es irgendwie legal geht. Ich kenne z.B. einige Leute, die wurden nicht einmal zur Musterung gebeten … von wegen Wehrgerechtigkeit und so …

Grundsätzlich aber noch zu – wie auch immer gearteten – Diskussionen. Die sind für die Beteiligten meistens völlig ohne Ergebnis. Ich habe es noch nie in einer Debatte erlebt, dass einer ehrlich sagt: „Sie haben ja völlig recht, ich lag falsch. Danke, dass Sie mich auf den rechten Weg gewiesen haben“.

Aber es gibt meistens unbeteiligte Zuschauer/Mitleser, die sich ihren Teil zu den dargebotenen Argumenten denken können. Dort erreicht man vielleicht eher etwas.

P.S.: Übrigens bekommt man den LKW-Führerschein gar nicht mehr
überschrieben. Soviel zum Thema Schmarotzer (dass Du übrigens
m.E. ziemlich unnötig aufgebauscht hast).

Das ist mir nun wirklich neu. Vielleicht bin ich zu alt. Meine Freunde haben ihre diversen bei der BW erworbenen „Scheine“ (LKW, Motorrad, Motorbot, etc.) durchaus im zivilen Leben behalten dürfen.

Ferner bin ich nicht der Meinung, dass ich das Thema „Schmarotzer“ sonderlich aufgebauscht hätte. Das liess sich doch ganz natürlich einflechten, nachdem das Wort schon von anderer Seite gefallen war.

Gruss

Jens