Keine Siegermentalität mehr

Hallo!

Da sind wir nun wieder einmal…2. bei einem Turnier! Man macht die Nachrichten an und jeder akzeptiert, dass es eine besser Mannschaft gab.
Keiner ist wirklich kritisch. Man übt sich in Verständnis und Zukunftoptimismus.

Eigentlich ist man mit dem 2. Platz auch mehr als zufrieden.

Quo Vadis deutsche Siegermentalität? Haben wir uns die abtrainiert? Spielt bei uns der olympische Gedanke mittlerweile die grössere Rolle? Dabei sein ist alles? Vielleicht ist es auch nur so besser verkäuflich, da man das weibliche Publikum nicht abschreckt sondern mit einbezieht (und folglich mehr Umsatz macht?).

Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich die letzten Fussballjahre Revue passieren lasse.

Es wird soviel gequatscht, getratscht wie nie zuvor. Fussball wird zur Wissenschaft gemacht…man wäre nicht mehr erfolgreich mit Taktiken aus den 80ern etc.

Was kommt dabei raus? Ein gutes Spiel (oh Wunder) im Viertelfinale und dann der Abgang mit einem gewohnten Grottenkick.

Der Trainer, weil so eloquent und sachlich und so lieb, darf natürlich bleiben. Erfolg wird nicht mehr an der Leistung gemessen, sondern an dem, wie gut man ein Image verkaufen kann, wie man sich Netzwerke aufbaut etc.

Quasi die Kopie der Entwicklung in so manch einer Wirtschaftbranche hierzulande.

Fehler gestern:

Ballack aufstellen nach Wadentheater!
4-5-1 spielen, mit offensiver Ausrichtung
Niemanden im Team zu haben, der NICHT mit dem 2. Platz eigentlich zufrieden ist.

1990 hätten wir das Spiel noch 3:0 gewonnen. Die Chancenauswertung der Spanier hat sich in 40 Jahren nämlich nicht verändert.

Am besten wir hören mit dem Nationalteamgekicke generell auf. Es fördert nur den Nationalismus (na gut…nicht in Deutschland so sehr aber in den anderen Ländern) und die Championsleague macht sowie so mehr Spass.

Was meint Ihr?

Euer
Thomas

kampflos aufgegeben…

Da sind wir nun wieder einmal…2. bei einem Turnier! Man
macht die Nachrichten an und jeder akzeptiert, dass es eine
besser Mannschaft gab.

Gott waren wir schlecht! So ab dem nicht gesehenen Kopfstoss hatten wir völligst aufgegeben, danach hatten wir nur noch den Ball wenn die Spanier so nett waren und ihn ins Aus gespielt haben!

Fehler gestern:
Ballack aufstellen nach Wadentheater!

Wieder mal stand er da, hat traurig gekuckt und davor NULL Gas gegeben… Kam der gestern so rüber als wär’s seine letzte Chance?

4-5-1 spielen, mit offensiver Ausrichtung

Eigentlich unsere stärkste Aufstellung zur Zeit…

Niemanden im Team zu haben, der NICHT mit dem 2. Platz
eigentlich zufrieden ist.

Motto:Hauptsache danach nicht verrissen werden…

Am besten wir hören mit dem Nationalteamgekicke generell auf.
Es fördert nur den Nationalismus (na gut…nicht in Deutschland
so sehr aber in den anderen Ländern) und die Championsleague
macht sowie so mehr Spass.

Wir hätten damals Lothar Matthäus einfrieren sollen und nur noch zu wichtigen Spielen auftauen lassen…

Gruß
Nick

Hi!

Da sind wir nun wieder einmal…2. bei einem Turnier! Man
macht die Nachrichten an und jeder akzeptiert, dass es eine
besser Mannschaft gab.

Nicht nur eine, aber gegen die anderen Besseren habt Ihr nicht antreten müssen :wink:

Gott waren wir schlecht! So ab dem nicht gesehenen Kopfstoss
hatten wir völligst aufgegeben, danach hatten wir nur noch den
Ball wenn die Spanier so nett waren und ihn ins Aus gespielt
haben!

Zwischen Minute 3 und 9 und dann noch so 5-6 Minuten um die 70. Minute, als die Spanier Euch etwas spielen lassen haben … aber ansonsten wurde eindrucksvoll bewiesen, wie man Angriffe aufbaut (auch wenn es für manche _langweilig_ aussah) und wie man die gegnerischen Spielmacher ausschaltet.

Fehler gestern:
Ballack aufstellen nach Wadentheater!

Größter Fehler: Überhaupt antreten :wink:

Wieder mal stand er da, hat traurig gekuckt und davor NULL Gas
gegeben… Kam der gestern so rüber als wär’s seine letzte
Chance?

Als ich hörte, daß Ballack spielte, war mir klar: DAS Finale ist gewonnen (aus spanischer Sicht)

4-5-1 spielen, mit offensiver Ausrichtung

Eigentlich unsere stärkste Aufstellung zur Zeit…

Metzelders Vorstöße fand ich jedoch äußerst amüsant - die Gegenkonter waren schön anzusehen …

Niemanden im Team zu haben, der NICHT mit dem 2. Platz
eigentlich zufrieden ist.

Motto:Hauptsache danach nicht verrissen werden…

Gegen Österreich gerade so gewonnen, gg. Portugal gerade noch, gg. die Türkei nur noch mit Glück … da kann man mit dem Finale mehr als zufrieden sein …

Wir hätten damals Lothar Matthäus einfrieren sollen und nur
noch zu wichtigen Spielen auftauen lassen…

Nein, nein … meine Wunschtraum noch immer: Loddar als deutscher Teamchef …

Grüße,
Tomh

PS: WIR waren sogar besser als die Froggies!!!

Hallo allerseits,

nach der ersten Spielhälfte im Endspiel zwischen Spanien und Deutschland um die EM 2008 zog ich es vor, mich um die Blumen und Grünpflanzen draußen auf dem Balkon zu kümmern. Er ist Teil unserer Wohnung, die meine Frau und ich bewohnen, zusammen mit unseren Kindern, direkt unterm Dach.

Es soll heute sehr, sehr heiß, sprich sonnig werden. Gilt auch für die nächsten Tage. Wer Nerv hat, für den ist die ´Bergtour´ also noch lange nicht vorbei. Freu.

Die Bergtour schließt nicht nur die Spieler der Deutschen Fußballmannschaft ein, die nun ihr Gepäck, erleichtert um die Prämie ;->, zu Tal tragen. Der Name lädt jeden auch nach der EM noch dazu ein, sich für eine weitere Etappe zu entscheiden. Keine lächerlich patriotischen Bekenntnisse. Das ganze widerlich ätzende Fähnchengewedel. Jetzt zählt allein, was jeder selbst zu leisten vermag. Keine Siegermentalität. Die entfesselte Freude der Spanier um ihreren bestimmt nicht geschenkt erhaltenen Meisterschaftstitel ist eigentlich eine deutliche Anerkennung für die respektabele Leistung der deutschen Spieler.

Soll den Spaniern die gleiche Respekterweisung aus verletzter Siegermentalitäüt vorenthalten werden? Ewig gestrig.

Was lernt man bei jeder Art des Kampfsports zuerst? Sich keinerlei Blöße geben. Deutsche sind eben auch nur Europäer. Maßstab für Erfolg ist die Beharrlichkeit. Wobei im sportlichen Bereich durchaus erwünscht ist, Standbein und Spielbein hin und wieder zu wechseln.

Die Fußballeuropameisterschaft ist eine bestens geeignete Bergtour hin zu einer Identität eines gemeinsamen Europas. Sei es selbst um den Preis der sportlichen Niederlage wegen. Den Zweiten gebührt die Meisterschaft der Herzen.

Gruß
guvo

Hi,

hätte ich nur das EM-Finale gesehen, hätte ich mich gewundert, wie es Deutschland bei der Spielleistung ins Finale geschafft hat.

Na ja, ganz gut angefangen, dann stark nachgelassen um mal mit einem Bombenspiel (Portugal) und mit viel Glück (Türkei) ins Finale zu stolpern.

Dann noch diese Berichterstattung *grusel*… Kommt es nur mir vor, oder ist es so extrem wie noch nie gewesen? Schon vor Beginn der EM wurde doch die Meisterschaft gefordert - als Journalist ist das ja auch ganz leicht - EM, das sind nur 2 Buchstaben. Als Spieler auf dem Platz vielleicht nicht mehr ganz so simpel. Der Zahn des Löw, die Rippe des Frings, die Wade des Ballack. Ich mag Fußball, aber das war doch alles deutlich übertrieben.

Spanien hat gestern zu Recht gewonnen.

Und ich warte mal ab, was sich demnächst so ergibt. Immerhin ist Löw der bisher erfolgreichste Fußball-Trainer.

Gruss,
Julia

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Wir hätten damals Lothar Matthäus einfrieren sollen und nur
noch zu wichtigen Spielen auftauen lassen…

Genau der hat gefehlt! Super erkannt.

Gruß
Thomas

Hallo,

Die Fußballeuropameisterschaft ist eine bestens geeignete
Bergtour hin zu einer Identität eines gemeinsamen Europas. Sei
es selbst um den Preis der sportlichen Niederlage wegen. Den
Zweiten gebührt die Meisterschaft der Herzen.

Hmm, ein schönes Thema. Bei der EM hat man auch stark gemerkt, wieviele eigentlich ausserhalb des Landes geboren wurden, für das sie spielen. Einer davon hätte mal lieber für Deutschland gespielt. Dann wäre es auch mit dem Titel etwas geworden.

Ansonsten wäre ich für eine europäische Mannschaft! Die könnte aus Spielern bestehen, die lieber Europa vertreten! Da kämen sicher einige zusammen.

Da wäre ich wirklich mal Fan.

Gruß
Thomas

Hallo!
also ich glaube ja fest daran, dass die Jungs über ihre Verhältnisse gespielt haben.
Zumindest gegen Portugal. Alle anderen Spiele zeigen das was die wirklich können. Nämlich nichts.
Wie sollen sie auch. Die Vereine sind mit nicht deutschen Spielern vollgestopft. Wo soll sich da eine Basis herausbilden aus der man dann die besten in in die Nationalelf berufen kann.
Das was wir aufbieten können ist in den Vereinen 2. Wahl. Wenn überhaupt.
Insofern ist doch der 2. Platz ganz toll.
Schade nur dass der wieder dazu führt, dass sich die DFB-Spitze selbst beweihräuchert bis zum erbrechen und wieder nichts getan wird f ür die Nachwuchsförderung.
Rumburak