Kelvin - Grad Celcius

Hallo,

wer kennt eine möglichst genaue Umrechnung. Ich habe nur folgende gefunden:
0°C = 273,15 K

Aber da muß es doch noch eine genauere Angabe geben …
Wer legt die Umrechnung eigentlich fest; eigentlich geht es ja nur darum, die Differenz zwischen absolutem Nullpunkt und Schmelztemperatur des Wassers zu messen, oder?

Danke für weiterführende Informationen!

Hallo dirk!

wer kennt eine möglichst genaue
Umrechnung. Ich habe nur folgende
gefunden:
0°C = 273,15 K

Ist doch ziemlich genau!

Aber da muß es doch noch eine genauere
Angabe geben …

Die Frage ist nur, ob dies sinnvoll ist; die genauesten Thermometer, mit denen ich bisher gemessen hab, zeigten 3 Stellen hinter dem Komma an, da hätte es nicht viel Sinn, die darauf folgende Umrechnung auf mehr als 3 Kommastellen genau durchzuführen.

Wer legt die Umrechnung eigentlich fest;
eigentlich geht es ja nur darum, die
Differenz zwischen absolutem Nullpunkt
und Schmelztemperatur des Wassers zu
messen, oder?

Ja, genau - eben die Differenz zwischen den beiden Nullpunkten der beiden Systeme.

Danke für weiterführende Informationen!

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!

mfg!

BStefan

Weils im Gegensatz zu Fahrenheit keine echte Umrechnung ist, sondern nur der abs. Nullpunkt als Basis umdefiniert wurde (d.h. zwischen. 7C und 8C liegen 1C aber auch 1K)

0 C = 273,16 K, 0 K = -273,16 C

(K ist uebrigens der physikalische „Standard“, s.u.)

Gruss

—Definition—
Das Kelvin (K) ist der 273.16te Teil der thermodynamischen Temperatur des Tripelpunktes von Wasser.
(Eidgenössisches Amt für Messwesen, http://www.eam.admin.ch/de/scales/kelvin.html)

Hallo,

Aber da muß es doch noch eine genauere
Angabe geben …
Wer legt die Umrechnung eigentlich fest;
eigentlich geht es ja nur darum, die
Differenz zwischen absolutem Nullpunkt
und Schmelztemperatur des Wassers zu
messen, oder?

Vor langer Zeit hatte jeder Forscher seine Thermometer selber gebastelt und einfach seine eigene Skala drangeklebt. Das ergab aber das Problem, dass er seine Messungen nicht mit anderen Forschern vergleichen konnte, da die ja wieder eine andere Skala verwendeten.
Verschiedene Leute (u.a. Réaumur, Farenheit, Celsius ) haben dann versucht eine Möglichkeit zur Definition von Temperatur-Punkten zu finden, welche in jedem Labor kontrollierbar sind.
Farenheit nahm z.B. für 100°F seine körpertemperatur (hatt wohl ein bischen Fieber gehabt 100°F = 37,8°C).
Celsius hatte die Idee Wasser als referenz zu nehmen (ist in jedem Labor vorhanden) und setzte dann zum einen den Schmelzpunkt und zum anderen den Siedepunkt als Referenz fest. Den Teil dazwischen unterteilte er in 100 Schritte. Nun konnte man auf der ganzen Welt Thermometer herstellen welche vergleichbare Messwerte anzeigten. Später stellte man fest das das ganze noch vom Luftdruck abhängt.

Noch später konnte dann die Physik erklären was Temperatur eigentlich ist: Energie welche in den Molekülen gespeichert ist und diese um ihre Ruhelage herumzappeln lässt (–> Braunsche Bewegung).
Daraus liess sich folgern, dass die kleinste mögliche Temperatur dann erreicht ist wenn sich die Moleküle NICHT mehr bewegen (weniger als NULL Energie geht nicht!). Man hatt dann, im Prinzip, einfach ein Celsius-Thermometer genommen und die Skala neu beschriftet (-273.15°C = 0°K).

Durch diesen „Trick“ werden viele Formeln, welche die „Temperatur-Energie“ beinhalten einfacher wenn man mit Kelvin rechnet. 0°K ensprechen dann auch NULL-Energie und mit höherer Temperatur (K) wird auch die Energie mehr. Mit Celsius sehen die immer ein bischen komisch aus, da ja 0°C einer Ennergie von 273,15°K entsprechen und nich NULL.

Ich hoffe der Sachverhalt ist die jetzt klar geworden.
MfG Peter(TOO)

Danke für die ausführliche Antwort!

Ich hoffe der Sachverhalt ist die jetzt
klar geworden.

Es ging mir aber vor allem um ein noch genauere Umrechnung Grad Celcius und Kelvin.
Im Internet scheint eine solche Information nicht (ohne weiteres) auffindbar.

Es müßte ja vielleicht eine Berechung geben, die mehr als 5 Stellen (273,15) ergibt!?

MfG!

Danke für die ausführliche Antwort!

Ich hoffe der Sachverhalt ist die jetzt
klar geworden.

Es ging mir aber vor allem um ein noch
genauere Umrechnung Grad Celcius und
Kelvin.
Im Internet scheint eine solche
Information nicht (ohne weiteres)
auffindbar.

Es müßte ja vielleicht eine Berechung
geben, die mehr als 5 Stellen (273,15)
ergibt!?

Wieso genauer ??? Versuche mal die Temperatur in deinem Teekessel auf 1hunderstel Grad genau zu messen !!!
Das bekommst du mit normalen Mitteln gar nicht hin, zudem ist die Temperatur in deinem Teekessel sowiso nicht an allen Stellen die Gleiche. In der Praxis wirst du sofort Differenzen im Gradbereich feststellen, je nach dem wo und wie du misst !!!

MfG Peter(TOO)

Mal anders gefragt …
Wie wurde der Wert 273,15 ermittelt?
Welches Experiment liegt zugrunde oder welches Modell wurde verwendet?

Offensichtlich war es hier möglich, auf ein Hunderstel genau zu messen oder sonstwas.

MfG!

Hallo
erstmal eine kleine Erklärung zum Thema: Darstellung von Messresultaten.
0 und 0.0 sind zwei verschiedene Resultate !!!
Bei 0 weisst du nur, dass das Resultat irgendwo zwischen -1.0 und +1.0 liegt.
Bei der Angabe 0.0 weisst du aber, dass es zwischen -0.1 und +0.1 liegt. Die Genauigkei ist um den Faktor 10 besser.

Leider ist es heute üblich einfach alle Stellen die der Taschenrechner auspuckt niederzuschreiben!
Viele einfache Taschenrechner geben immer noch bei der Aufgabe (1/3)*3 = 0.999999 an.
Sind jetzt 3 Drittel doch kein Ganzes?

Wie wurde der Wert 273,15 ermittelt?
Welches Experiment liegt zugrunde oder
welches Modell wurde verwendet?

Im Prinzip wurde der Wert auf Grund der Theorie berechnet. 0K ist ein theoretischer Wert welcher nicht exakt erreicht werden kann. Meines Wissens liegt der Weltrekord bei einigen 10 milli Kelvin.

Offensichtlich war es hier möglich, auf
ein Hunderstel genau zu messen oder
sonstwas.

Der aktuelle Wert ist -273.16 ± 0.01 °C.

MfG Peter(TOO)

Hi!

0 und 0.0 sind zwei verschiedene
Resultate !!!

Yep!!!

Bei 0 weisst du nur, dass das Resultat
irgendwo zwischen -1.0 und +1.0 liegt.

Ist das Intervall hier nicht [-0.5, 0.5], weil z. B. 0.7 ja näher an 1 als an 0 liegt und deshalb zu 1 aufgerundet werden müßte?

Bei der Angabe 0.0 weisst du aber, dass
es zwischen -0.1 und +0.1 liegt.

Meiner Meinung nach ist das Intervall in diesem Fall [-0.05, 0.05].

Leider ist es heute üblich einfach alle
Stellen die der Taschenrechner auspuckt
niederzuschreiben!

Ja, was soll man auch anders machen, wenn man nicht kapiert hat, was es mit dem Begriff der Genauigkeit einer Messung auf sich hat? (Brr, so was schrecklich theoretisches…)

Meines Wissens
liegt der Weltrekord bei einigen 10 milli
Kelvin.

Nee, der liegt noch VIIIIEL niedriger - laut Guiness World Records 2000 bei unglaublichen 280 pK (picoKelvin = 10^-12 K).

Mit freundlichem Gruß
Martin

Hallo Martin

Bei 0 weisst du nur, dass das Resultat
irgendwo zwischen -1.0 und +1.0 liegt.

Ist das Intervall hier nicht [-0.5, 0.5],
weil z. B. 0.7 ja näher an 1 als an 0
liegt und deshalb zu 1 aufgerundet werden
müßte?

Bei der Angabe 0.0 weisst du aber, dass
es zwischen -0.1 und +0.1 liegt.

Meiner Meinung nach ist das Intervall in
diesem Fall [-0.05, 0.05].

Kommt darauf an mit du misst, mit dem Zollstock kannst du das noch abschätzen, aber bei einer Digital-Anzeige ?!?!
Oder wenn wenn du sonstwie in den Quanten-Bereich vorstösst; 3/4 Elektronen-Ladungen sind nicht erfassbar, in einer Einzelmessung, das geht dann nur über Durchschnittswerte!

Nee, der liegt noch VIIIIEL niedriger -
laut Guiness World Records 2000 bei
unglaublichen 280 pK (picoKelvin = 10^-12
K).

Ist mir eigentlich egal, wenn’s so kalt wird geh ich eh nicht mehr vor die Haustüre :wink:
Nächstes Jahr ist der Rekord wahrscheinlich wieder etwas kälter!
MfG Peter(TOO)

Nee, der liegt noch VIIIIEL niedriger -
laut Guiness World Records 2000 bei
unglaublichen 280 pK (picoKelvin = 10^-12
K).

Ist mir eigentlich egal, wenn’s so kalt
wird geh ich eh nicht mehr vor die
Haustüre :wink:
Nächstes Jahr ist der Rekord
wahrscheinlich wieder etwas kälter!

Der Rekord ist von 1993. So leicht ist der also wahrscheinlich nicht zu unterbieten …

Mir zeigt dieser Meßwert, daß die Umrechnung tatsächlich genauer anzugeben ist, weil sonst eine dermaßen konkrete Festlegung auf einen solchen kleinen Wert nicht legitim wäre.
Vielleicht muß man mal in Helsinki nachfragen, welche Umrechung die benutzt haben.

MfG!

Wozu eigentlich ?
Was willst Du eigentlich mit diesem supergenauen Wert ???

Hallo Dirk!

Mir zeigt dieser Meßwert, daß die
Umrechnung tatsächlich genauer anzugeben
ist, weil sonst eine dermaßen konkrete
Festlegung auf einen solchen kleinen Wert
nicht legitim wäre.

Nein, da verstehst Du was falsch. Der Meßwert, den die Forscher durch diese Messung erhalten, ist kein Differenz wert der Rekordtemperatur zum Gefrierpunkt des Wassers bei 0 °C = 273.16 K (dann wäre Dein Einwand berechtigt) , sondern den Bruchteil der Rekordtemperatur relativ zur Wasser-Gefrier-Temperatur.

Stell Dir vor, Du hast ein Material, von dem Du weißt, daß 1. sein elektrischer Widerstand am absoluten Nullpunkt exakt gleich Null ist, und 2. linear mit steigender Temperatur zunimmt. Aus diesem Material fertigst Du einen Fühler, dessen Widerstand Du mit einem Ohmmeter mißt. Zunächst mußt Du Dein Thermometer natürlich eichen. Dazu hälst Du den Fühler in Eiswasser und regelst den Vorverstärker im Widerstandsmeßgerät so aus, daß die Anzeige gerade „273.16“ anzeigt. Anschließend installierst Du den Fühler in der Kammer Deines Rekordaufbaus. Du brauchst dann die niedrigste im Verlauf des Experiments erreichte Temperatur bloß auf dem Display abzulesen. Alle Meßwerte sind aber höchstens so genau wie der Wert „273.16“, nämlich auf fünf Stellen genau. In Wirklichkeit wird diese Maximalgenauigkeit nicht erreicht, weil der Vorverstärker im Meßgerät, der AD-Wandler darin etc. alle auch „ihre“ Ungenauigkeit ins Endergebnis einbringen. Deshalb ist der Rekordwert 260 pK dann auch nur auf drei Stellen genau.

Jetzt willst Du bestimmt noch wissen, wie man denn nun via Messung auf den Wert „273.16“. Nun, Du brauchst Eiswasser, kochendes Wasser und Dein Widerstandsthermometer, das Du aber noch etwas modifizieren mußt. Du mußt es aufrüsten, und zwar mit einer Schaltung, die einen Offset-Wert addieren kann. Zur Eichung hälst Du den Fühler abwechselnd in das Eiswasser und in das kochende Wasser und regelst am Verstärker und am Offset-Wert-Addierer so lange herum, bis Deine Anzeige „0.00“ anzeigt, wenn sich der Fühler im Eiswasser befindet, und „100.00“, wenn er sich im kochenden Wasser befindet (Du hast mit „0“ und „100“ zwei „Fixpunkte“, aber auch zwei Einstellparameter: Den Verstärkungsfaktor (–> „Steigung der Geraden“) plus den Offset-Wert (–> „y-Achsen-Abschnitt der Geraden“)). Wenn Du den Fühler dann in die Kälterekordkammer bringst, kannst Du auf dem Display z. B. den Wert „-273.167“ ablesen. Bei Wiederholung des Experimentes (inklusive Eichung!) „-273.158“, bei einer dritten Wiederholung „273.161“. Die Werte streuen etwas, weil Du eine gewisse Genauigkeitsgrenze bei der Eichung einfach nicht überschreiten kannst.
Wenn Du sehr viele Messungen durchführst kannst Du den Mittelwert bilden und die Standardabweichung abgeben. Wenn Du alles so genau machst, wie es beim heutigen Stand der Experimentierkunst nur geht, dann erhälst Du als Ergebnis (273.16 ± 0.01) K.

Mit freundlichem Gruß
Martin

PS: Ach ja: Den Thermofühler aus linear-widerstandsveränderlichem Material habe ich mir natürlich nur zur einfachen Erklärung des prinzipiellen Sachverhalts ausgedacht. In Wirklichkeit beruhen die Messungen auf anderen Effekten.

0 C = 273,16 K, 0 K = -273,16 C

Nein! 0°C = 273,15 K!

—Definition—
Das Kelvin (K) ist der 273.16te Teil der
thermodynamischen Temperatur des
Tripelpunktes von Wasser.

Eben. Und der ist bei 0,01 °C, nicht bei 0°C!

Gruß, Kubi

Hallo,

…komisch aus, da ja 0°C einer Ennergie von

273,15°K entsprechen und nich NULL.

Bitte, Peter: Schreibe nicht immer °K. Das tut weh! Die SI-Einheit für die Temperatur ist das Kelvin = K, ohne °. Es reicht, daß der lästige Kringel beim Celsius dabei ist.

Nichts für ungut, Kubi

wer kennt eine möglichst genaue
Umrechnung. Ich habe nur folgende
gefunden:
0°C = 273,15 K

Die Umrechnung ist eine einfache Addition, resp. Subtraktion. Kelvin- und Celsius-Skala sind linear und einfach gegeneinander verschoben. Der Nullpunkt der Celsius-Skala ist die Schmelztemperatur von EIS (nicht Wasser, da gibts nur einen Kochpunkt), der Nullpunkt der Kelvin-Skala entspricht dem absoluten (theoretischen!) Nullpunkt von -273,15 °C.
Also ist 0° C = 273,15 K.

Der Nullpunkt
der Celsius-Skala ist die
Schmelztemperatur von EIS (nicht Wasser,
da gibts nur einen Kochpunkt)

Präzisierung: Wasser hat natürlich nicht nur einen Kochpunkt, sondern auch einen Gefrierpunkt, aber keinen Schmelpunkt!

Noch 'ne Präzisierung: Der Kochpunkt wird in der Regel eher als Siedepunkt bezeichnet, getreu dem Motto: kochen tut man nach Rezept, erhitzen führt nur zum Sieden. :wink:

Kubi

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Für mich ist EIS auch WASSER - eben FESTES Wasser.
So hat für mich Wasser einen Schmelzpunkt (der definitionsgemäß der Punkt ist, an dem der flüssige Zustand mit dem festen im Gleichgewischt steht; „Gefrierpunkt“ ist überhaupt unüblich) UND einen Siedepunkt (flüssig und gasförmig im Gleichgewicht). Und „Dampf“ ist für mich auch gasförmiges Wasser!

Diese Einstellung kommt vl daher, da meine Domäne die Chemie ist :smile: denn chemisch gesehen ist das ja alles das gleiche!

mfg!

BStefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Kelvin - Grad Celcius
Danke an alle für die große Resonanz!

Ich konnte aber immer noch nicht herausfinden, wie eine genauere Umrechnungzahl aussieht.
Das war ursprünglich das einzige Anliegen von mir.

Aber wahrscheinlich ist es unmöglich, das herauszufinden, weil wirklich jeder mit 273,15 zu rechnen scheint …

Na ja, was soll’s!