Kennt jemand Hundeblicke e.V.?

Hat schon jemand Erfahrungen mit diesem Verein gemacht oder einen Hund von dort übernommen?

Keine Tierimporte!
Hi,

die überschrift ist jedenfalls meine persönliche Meinung und Einstellung. Denn Elend gibt es auch in unseren Tierheimen genug.

Gruss HighQ

…und wenn man schon den Namen des Vereins liest…

Nur gedacht um auf die sentimentale Ader zu zielen.

Ich kenne den Verein nicht, hatte aber in Sachen Katzen dank meiner Frau mit so einem zu tun.

Fakt ist: Man holt sich in der Regel ein gestörtes Tier. Das muss man erst mal aushalten. Ich will nicht sagen das Tiere aus deutschen Tierheimen nicht auch einen Sprung in der Schüssel haben können, der von Tieren aus einer Tötungsstation in Spanien ist aber deutlich grösser.
Dazuhin ist laut Aussage 2er Tierärze bei den ich war - nicht sicher ob die Impungen im Impfpass wirklich stattgefunden haben.
Bei einer der beiden Katzen war das sicher nicht der Fall, bzw. noch schlimmer: Bei der anderen wurde in eine bestehende Leukose hinein geimpft. Hätte das Tier keine Impfung erhalten hätte es eine Chance gehabt… so war es ihr Todesurteil, leider… denn dass Tier kann nix dafür.

Ich hatte jedenfalls nur Scherereien und hab gelernt keinen Millimeter mehr von meiner Haltung ab zu weichen, was Tiere von dort betrifft. Zum Glück hats meine Frau danach eingesehen. Da hab ich viel mehr Freude an dem Streuner der bei mir eingezogen ist und der Katze die ich aus nem deutschen Tierheim hab.

Klar dass diese Vereine alle die emotionale Schiene fahen… sonst gibts ja keinen Grund dafür.

Gruss HighQ

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Mir geht es speziell um diesen Verein und ob schon jemand mit diesem Verein zu tun hatte.

Hier möchte ich gern einmal Martin Rütter widergeben, der sich eindeutig GEGEN das „Freikaufen“ und Importieren von „armen“ Tieren aus anderen Ländern positioniert hat. Damit änderst du vielleicht für dieses eine Tier etwas, aber nicht die Umstände. Für das eine Tier, das du „rettest“ rücken fünf nach, denen es genauso schlecht oder schlechter geht. Mit dem „Vermitteln“ von Hunden nach Deutschland FÖRDERT man das ganze Elend im Herkunftsland, indem dort die Haltung gefestigt wird „Holen wir uns einen Welpen zum Spielen, wenn er nicht mehr niedlich genug ist, nehmen ihn die Deutschen und wir holen uns den nächsten“ bzw. „Lass die Hündin ruhig gleich nochmal werfen, die Welpen lassen sich prima an die dummen Deutschen verkaufen“. Abgesehen von den ganzen Problemen, die du dir mit solch einem Tier aufhalsen KANNST (muss nicht, ist aber wahrscheinlich). Es gibt genug Tiere hierzulande, die auf ein Zuhause warten. Die sind dann wenigstens tierärztlich gut „in Schuss“, und selbst wenn sie einen Knacks haben, ist der doch m.E. besser zu behandeln als so ein Straßenhund-Tötungsstation-Flugreise-Trauma. Meinen ersten und bisher einzigen Hund habe ich vermutlich zweijährig aus dem hiesigen Tierheim geholt, er hatte keinerlei Interesse an Menschen selbst, hauptsache raus aus dem Zwinger und laufen. Unser erster Blickkontakt hat gesessen, obwohl er dreckig, verfilzt und völlig unerzogen war und überhaupt nicht den Wünschen meiner Familie entsprach. Ich durfte ihn trotzdem haben (ich war damals 16). Er lernte binnen kürzester Zeit einen gewissen Grundgehorsam und wurde zum entspannten Familienhund, auch wenn er seine Abneigung gegen fremde (!) Männer nie ganz ablegen konnte, bis er mit etwa 10 Jahren in meinem Armen starb. Geh ins Tierheim deines Wohnortes, schau den Tieren in die Augen und lerne das Tier deiner Wahl kennen. Damit bewirkst du viel mehr.

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Erfahrungsbericht über die Tierschutzorganisation Hundeblicke e.V., die Hunde aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt.

Hundeblicke e.V. beschrieb den Hund als katzenverträglichen Clown und lieben Anfängerhund. Angeblich habe er einem Jäger nicht getaugt, da er keinen Jagdtrieb zeige.

Wir nahmen diesen Hund aufgrund der zitierten sympathisch klingenden Beschreibung als Familienhund zu uns. Wir wollten einen lieben, sozialverträglichen Hund, den man überall mit hinnehmen kann. Einen Familienhund eben. Das besprach ich auch mit der Vermittlerin von Hundeblicke e.V.

Das erste No-Go war die fehlende Vorkontrolle. Niemand besuchte uns und überprüfte unsere Lebensumstände. Wir bekamen einen 60cm großen Hund, der 35 kg wiegt aufgrund eines Telefonates, aber das zukünftige Zuhause des Hundes wurde nie begutachtet.

Als der Transporter auf dem Parkplatz ankam, hat niemand überprüft oder koordiniert, wer dort welches Tier mitnimmt. Wir hätten auch unsere Nachbarin oder ein Tierversuchslabor zum Abholtreffpunkt schicken können. Ohne mich auszuweisen nannte ich den spanischen Fahrern den Namen des Hundes und man drückte ihn mir in die Hand. Wer wir waren interessierte niemanden, wohin der Hund ging ebenso wenig.

Direkt beim ersten Spaziergang stellte sich heraus, dass der Kot des Hundes voller Würmer war. Angeblich hatte der Hund wenige Tage vor seiner Reise zu uns eine Wurmkur bekommen. Die weißen Würmer in seinen Haufen sprachen deutlich dafür, dass der Hund NIEMALS eine Wurmkur bekommen hatte vor seiner Ausreise. Wahrscheinlich hatte man diese Kosten auf den letzte Metern in Spanien schlicht sparen wollen. Getreu dem Motto “ Das können die in Deutschland dann selber machen!”

Leider blieb es nicht nur bei den Würmern. Dem Hund ging es sukzessive schlechter. Nach zwei Tagen lag er zitternd und apathisch herum. Ein Besuch beim Tierarzt an Tag 3 offenbarte uns, dass der Hund mit 41 Grad Fieber, Husten, Mandelentzündung und einer Augenentzündung in sehr schlechter Verfassung war. Die Tierärztin war sich sicher, dass der Hund bereits krank und verwurmt in den Transporter nach Deutzchland gestiegen war und bestätigte, dass der Hund in einem sehr schlechten Allgemeinzustand war.

Nach überstandener Krankheit zeichnete sich der nächste Schock ab. Der als verträglich beschriebene Rüde war weder mit Rüden noch Hündinnen, weder alt nich jung verträglich. Er fixierte jeden Hund von Weitem schon, schlich sich an und uns überkam ein mulmiges Gefühl. Wir hatten ausdrücklich einen lieben und sozialverträglichen Hund gewollt, nun schien auch dies nicht zu passen!

5 Tage nach seiner Ankunft bei uns packte er sich auf dem Spaziergang eine Malteserhündin, die zu ihm gerannt kam und begann sie direkt zu schütteln. Eine klare Tötungsabsicht, die uns furchtbar schockierte. Wir griffen schnell ein und der kleine Hund blieb zum Glück unverletzt. Eine fürchterliche Erfahrung!

Seitdem versuchten wir Hundebegegnungen zu meiden, nutzten Wasser um ihn zu begrenzen und gingen nur noch zu Zweit raus. Spaziergänge bewaffnet mit Wasserflaschen wurden zum Spießrutenlauf und erforderten Kraft und Nerven. Einen 35 kg Hund davon abzuhalten, einen anderen Hund zu beißen gehörte von da an zu unserem Alltag. Mittlerweile trägt der Hund nur noch Maulkorb, um das Risiko für andere Hunde zu minimieren.

Besuche bei zahlreichen Hundeschulen folgten, doch eine Verbesserung stellte sich nur zögerlich ein. Wir waren zunehmend verzweifelt, überfordert und mit den Kräften und Nerven am Ende. Bellende, pöbelnde Hunde sind nach wie vor ein Problem. Am Fahrrad müssen wir absteigen und ihn festhalten, wenn uns andere Hunde, Katzen oder Eichhörnchen entgegen kommen. Einmal bellte ein Hund auf der anderen Straßenseite und er zog blitzschnell über die Straße. Ein herannahendes Auto konnte gerade noch bremsen. Das Leben mit einem solchen Hund macht weder Spaß, noch ist es mit Kindern und Vollzeitjobs vereinbar. Niemals hätten wir uns solch einen Hund genommen!

Zur Leinenaggression gesellte sich die nächste Herausforderung: Der Hund zeigte einen massiven Jagdtrieb. Kleintiere, Vögel und Katzen wurden bedingungslos gejagt. Wir können bis heute nicht fassen, dass uns dieser Hund als “verträglich mit Katzen” beschrieben wurde und Hundeblicke e.V. über diesen Hund geschrieben hatte:” Vermutlich hat er einem Jäger nicht getaugt, da er kaum Jagdtrieb zeigt.” Für uns und unsere Trainerin Der Hund wird niemals frei ohne Leine laufen können, da er sich in Feld und Wald wie ein Staubsauger verhält und “vorsteht”. Es ist ein riesen Versäumnis oder gar eine Unverschämtheit, dass das nicht erkannt oder/und neuen Besitzern vielleicht bewusst verheimlicht wurde.

Wir teilten der Agentur mit, dass wir den Hund mit den geschilderten Verhaltensweisen nicht behalten können und dringend ein neues, passendes Zuhause für ihn gefunden werden müsse.

Seit vier Monaten hat sich nichts getan. Angeblich gäbe es niemanden, der sich für ihn interessiere und es wäre schwierig für solch einen Hund etwas zu finden.

Sonderlich ambitioniert erscheint die Unterstützung durch Hundeblicke e. V. aber nicht. Der Hund wurde weder auf der Seite des Tierschutzvereins, noch irgendwo gepostet und beschrieben. Der Hund steht nichtmal als Notfall auf der eigenen Seite, dabei ist diese Fehlvermittlung für uns ganz sicher ein Notfall! Wir werden bis heute völlig alleine gelassen mit einem Hund, den wir nie haben wollten und nie freiwillig zu uns genommen hätten.

Die Konsequenz daraus ist, dass wir den Hund immer noch bei uns haben, immer noch viel Zeit und Geld in Hundetrainer stecken und nun selbst nach einem neuen zuhause für ihn suchen. Die Belastungen im Alltag durch den Hund sind immens, aber das Schlimmste ist, die Hilf- und Perspektivlosigkeit. Wie und wann werden wir diesen Hund los und gibt es überhaupt irgdndwo das richtige Zuhause für ihn? Wir sind nicht das richtige Zuhause und wir waren es von Beginn an nie. Wir wurden falsch bzw. gar nicht beraten und alleine gelassen.

Unser Schicksal mag ein Versehen sein, möglicherweise schlicht persönliches Pech. Dennoch sehe ich hier Versagen vor Ort in Spanien und bei Hundeblicke e.V.

Jeder Tierheimhund, jeder Streuner und jeder Abgabehund sollte genauestens analysiert, beobachtet und nach Bestem Wissen und Gewissen getestet und beschrieben werden, bevor er vermittelt wird. Der Hund muss zu den Menschen passen, andernfalls landen die Hunde wieder im Tierheim oder werden durch viele Hände gereicht. Das ist kein verantwortungsvoller Tierschutz!!!

Weder Menschen noch Hunden ist damit geholfen, ohne Sinn und Verstand und völlig Willkürlich Hunde an Fremde zu vermitteln. Das unser Hund einen massiven Jagdtrieb hat, hätte bereits in Spanien zuverlässig festgestellt werden können, dass er krank war auch. Dass er nicht bedingungslos freundlich ist mit anderen Hunden ebenfalls!

Einen 60cm großen Jagdhund als Anfängerhund zu bezeichnen finde ich mittlerweile unverantwortlich und wundere mich über meine eigene Naivität. Wenn dieser Hund zusätzlich noch andere Hunde angreift, dann würde ich heute sogar von einem Problemhund sprechen, der unbedingt in hundeerfahrene Hände gehört und nicht in eine Familie, die in einer 3-Zimmerwohnung lebt.

Es ist unverschämt, unverantwortlich und fahrlässig wie Hundeblicke e.V. ihre Hunde beschreibt, vermittelt und deren neue Besitzer belügt und mit Problemen alleine lässt. Für mich sieht verantwortungsvoller Auslandstierschutz anders aus und wir bereuen sehr, dass wir einen Hund ungesehen aus dem Ausland genommen haben. Wir haben Hundeblicke e.V. vertraut und deren Beratung und Beschreibung geglaubt.

Wer sich Kummer, Zeit und Geld ersparen will, der sucht bitte bei einer seriösen, zuverlässigen Vermittlung, wo die Hunde aus dem Ausland erstmal in Pflegestellen auf Herz und Nieren geprüft werden oder geht bitte im nächstgelegenen Tierheim auf die Suche. Letzteres nimmt Hunde immer zurück und überlässt die neuen Besitzer nicht einfach ihrem Schicksal.

Ich kann von Hundeblicke e.V. unbedingt abraten!!!

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Servus,

wie naiv muss man sein, um bei so einem Laden

Register-Nr.: VR 60467 vom AG Ludwigshafen am Rhein
Gemeinnützigkeit anerkannt beim Finanzamt Güstrow.
Steuer-Nr.: 2727/662/02876 Finanzamt Ludwigshafen am Rhein

etwas anderes zu erwarten?

Warum hast Du Dich nicht an die Empfehlungen gehalten, die in diesem Zusammenhang alle geben, die sich mit Haustieren auskennen?

Schöne Grüße

MM