Kettenreaktion 30.sep1999?

ALSOOOOOOOO …
Wie ist das eigentlich mit Off-Topic und sooo ???
Ich jedenfalls habe kein Bock mir hier irgendwelchen Panikmachesch**ss durchlesen zu müssen um kleinere Details aus einer wirklich sachkundigen Antwort rauszulesen !!!
Wenn Du (Onkel Tom) also der Meinung bist Atomtechnik ist nicht beherrschbar und somit gefährlich, dann bitte ich Dich dieses Thema in irgendeinem anderen Brett zu besprechen !!!
Ich jedenfalls habe größtes Interesse an der Naturwissenschaft und deren Hintergründe !!!

Verstehe mich bitte nicht falsch … ich denke das du mit deiner Bedenklichkeit recht hast, jedoch nicht in diesem Brett !!!

Ich habe auch kein Lächeln im Gesicht wenn ich an die 52(??) Verstrahlten denke, nur möchte ich hier Hintergründe erfassen und verstehen können und dazu trägt Jörn in hohem Maße bei !!!

Werde mir die E-Mail von Jörn aufschreiben und mit ein paar Kumpels aus Bremen auf die Socken Richtung Hamburg machen um mir diese „saugefährliche“ Anlage mal aus der Nähe ansehen zu können !!! :wink:

Greetinx Latze

Danke für Deine Hilfe!
…während wir hier diskutieren sind allein in Deutschland mehr TOTE im STrassenverkehr zu beklagen, als in Japan verstrahlt wurden.
M.E. ist die Angst vor der Kernkraft auf Unwissenheit zurückzuführen, eine unbestimmte Angst im Bauch, gegen die jegliche Aufklärung nicht ankommt.
Es gibt Leute, die sich niemals in einen Flieger setzen würden, es gibt Leute, die niemals eine Fähre betreten, es gibt Menschen, die Angst vor Tunneln haben. …
Gruß
Ayla

abgesehen davon, daß diese diskussion hier immer mehr off-topic wird, und das endlose quoten des textes noch nie erwünscht war…

Hmm, das seh ich etwas anders. Allerdings
recht hast Du damit, falls das mit dem
Beherrschen nicht klappt erwischt Du mit
dem Auto maximal ein paar hundert
Menschen,

Wo hast Du denn diese Zahl her, stimmt
doch so nicht, hunderte mit dem Auto ?

wo ist das problem? es ist extrem viel wahrscheinlicher, daß du mit deinem auto die geschlossene bahnschranke durchbrichst, einen ICE zum entgleisen bringst, der daraufhin in ein vollbesetztes konferenzzentrum rast (1000 tote), als daß es eben diese 1000 toten durch einen kkw-unfall gibt…
gäbe es statt kkw’s nur solaranlagen und windräder, würden dutzende leute bei der montage vom dach fallen oder von abgefallenen windmühlenflügeln erschlagen werden, usw…
trotzdem, bitte verlege doch diese diskussion in ein dafür passendendes brett, denn die angst vor atom-anlagen hat mit naturwissenschaften nur am rande zu tun, wenn überhaupt!

Hi,

es ist wirklich ärgerlich. Joern hat doch sehr genau und überzeugend die Gefahren dargestellt. Was passieren kann und was eben auch nicht. Von dir kommt, in die Ecke gedrängt, nur noch unqualifiziertes Geschwafel über die „ATOMLOBBY“, und das Totschlagargument hier ginge es schließlich um Menschen. Natürlich tut es das, aber muss man deshalb gleich das Denken abschalten?

Max

Bevor das wieder einmal eskaliert möchte ich hier noch einmal mit der eigentlichen Thematik fortfahren … mannomann, hätte nie gedacht, daß ich mal so einen Satz rausbringe ohne Nachzudenken !!! :wink:)

Joern hat von freiwerdender Radioaktivität erzählt oberhalb bzw. unterhalb eines Grenzwertes der entscheidend ist für einen Störfall oder nicht !!!

Wie werden diese Grenzwerte ermittelt ???

Desweiteren werden Abstandshalter in Form von Noppen benutzt um eine kritische Masse in einem bestimmten Volumina zu verhindern !!!

Sehe ich das richtig, daß bei einer recht kritischen Entfernung in Bezug auf Gesundheit und Leben einfach montierte Gumminoppen Über sein oder nicht sein entscheiden ???
(Joern sagte etwas von Möglichkeiten der falschen Stapelung oder Entfernung dieser „Schutzmechanismen“)

Sodann würde mich noch interessieren, sofern in Worten möglich, wie nachgefüllt wird ???

Mach so weiter und du (Joern) kriegst wahrscheinlich dein eigenes Brett !!! :wink:
„Naturwissenschaften leicht gemacht by Joern“ :wink:

Greetinx Latze

Sorry, wenn ich da irgendwelche Lawinen losgetreten habe. Dies liegt nicht in meiner Absicht.

Ich bin nicht prinzipiell gegen Kernenergie.
Solange es keine rentablen alternativen Energiequellen gibt halte ich sie für die richtige Lösung. Kernkraftwerke durch Kohlekraftwerke zu ersetzen wäre sicher der falsche Weg.
Ich fange nur langsam an darüber nachzudenken was wir unseren nachfolgenden Generationen für ein Schlamassel hinterlassen. Atommüll verschwindet halt nicht so einfach irgendwohin. Aber wir leben immer noch irgendwo nach der Devise: nach uns die Sintflut. Ist das richtig?

Ein ganz dickes Dankeschön an Jörn. So sachlich und doch leichtverständlich hat das noch keiner erklärt. Mach weiter so…

Grüßle Tanja :smile:)

ALSOOOOOOOO …
Wie ist das eigentlich mit Off-Topic und
sooo ???
Ich jedenfalls habe kein Bock mir hier
irgendwelchen Panikmachesch**ss
durchlesen zu müssen um kleinere Details
aus einer wirklich sachkundigen Antwort
rauszulesen !!!

Hello Latze,

und ich habe keinen Bock mir von der Atomlobby i.S.ATM-Technik weiterhin deren wenn auch sachkundigen Story’s anzuhoeren.
Deine dazupassende ebenso nicht,wenns voellig egal ist, was der Mensch fuer den Menschen zu tun hat.

Deswegen nehme hier dazu Stellung.

Wenn Du (Onkel Tom) also der Meinung bist
Atomtechnik ist nicht beherrschbar und
somit gefährlich, dann bitte ich Dich
dieses Thema in irgendeinem anderen Brett
zu besprechen !!!

Damit outest Du Dich eindeutig in Richtung Atomlobby.

NEIN ! Sorry, das passt hier und bleibt hier.

Ich jedenfalls habe größtes Interesse an
der Naturwissenschaft und deren
Hintergründe !!!

Habe ich auch, aber nicht nur den Glorienschein , sondern konkret auch die Risiken, das gehoert ebenso zu den Naturwissenschaften.

Verstehe mich bitte nicht falsch … ich
denke das du mit deiner Bedenklichkeit
recht hast, jedoch nicht in diesem
Brett !!!

Versteh’ mich bitte auch nicht falsch, nur ATOM-Technik allein passt hier auch nicht.

Ich habe auch kein Lächeln im Gesicht
wenn ich an die 52(??) Verstrahlten
denke, nur möchte ich hier
Hintergründe erfassen und verstehen
können und dazu trägt Jörn in hohem Maße
bei !!!

Ich ebenso, und zwar ganz konkret, glaubst Du die bessere deutsche Atomtechnik retten Dein Leben ohne Tschernobyl-Typen ???

Da brauchts keine Hintergruende mehr, da weiss jedermann dass diese toedlich sein werden zu jeder Zeit.

Und dass gehoert ebenso hierher, nicht irgendwohin.

Und das kann/sollte Joern sicher auch erklaeren, und warum die massiven Bemuehungen der EU , der USA, der Deutschen in der Ukraine NICHTS gebracht haben.

Werde mir die E-Mail von Jörn
aufschreiben und mit ein paar Kumpels aus
Bremen auf die Socken Richtung Hamburg
machen um mir diese „saugefährliche“
Anlage mal aus der Nähe ansehen zu können
!!! :wink:

Das siehst Du und hoerst Du nur schoene Dinge , war auch dort.

Ich habe mich mal auf die Socken gemacht und die Tschernobyl-Typen fachlich erklaeren lassen- in Bulgarien und versucht zu verstehen, welches Risiko dort besteht.

Nur eine Antwort : Grauenvoll !

Daran kann die bessere deutsche u.US- Technik NICHTS aendern, ist ja alles versucht worden, tut nicht.

Und wirst auch gelesen haben, dass mehrere Laster mit Pilzen aus Bulgarien geladen an der franz. Grenze am 7.09. 99 mit sechsfach hoeherem Caesiumwerten als zulaessig beschlagnahmt wurden; auch vom Tschernobyltyp.

Das gehoert auch hierher.

Nichts fur ungut, Naturwissenschaften und deren Risiken sind EIN THEMA.

Greetinx Latze

Tschau
Onkel Tom

Sorry, wenn ich da irgendwelche Lawinen
losgetreten habe. Dies liegt nicht in
meiner Absicht.

Ich bin nicht prinzipiell gegen
Kernenergie.

Hello Tanja,

bin ich auch nicht, setze aber voraus, dass die Industrie die Technik besser beherrscht damit derartige Katastrophen wie im HIGH-Techland JAPAN oder sonstwo nicht passieren.

Solange es keine rentablen alternativen
Energiequellen gibt halte ich sie für die
richtige Lösung. Kernkraftwerke durch
Kohlekraftwerke zu ersetzen wäre sicher
der falsche Weg.

Richtig, dann schau mal bitte zu „NEWPOWER“ von Shell AG und HEW oder EUROSOLAR , die Solartechnik, denn beide Techniken sind sehr weit fortgeschritten und erbringen kostenneutrale Loesungen bei Massenproduktion.

Ich fange nur langsam an darüber
nachzudenken was wir unseren
nachfolgenden Generationen für ein
Schlamassel hinterlassen. Atommüll
verschwindet halt nicht so einfach
irgendwohin. Aber wir leben immer noch
irgendwo nach der Devise: nach uns die
Sintflut. Ist das richtig?

So sehe ich dies leider auch ,zumal ohne konkrete Tschernobyl-Loesung ALLEIN alles sinnlos ist, siehe 1995.

Ein ganz dickes Dankeschön an Jörn. So
sachlich und doch leichtverständlich hat
das noch keiner erklärt. Mach weiter so…

Schliesse mich voll an, hoffe nur , dass er diese Kunde ebenso auf die Tchernobyl-Typen
erweitert.

Grüßle Tanja :smile:)

Tschau
Onkel Tom

Sorry, wenn ich da irgendwelche Lawinen
losgetreten habe.

QUATSCH … und wenn, dann muß auch dieses diskutiert werden … darum sind wir hier !!! :wink:

Ich fange nur langsam an darüber
nachzudenken was wir unseren
nachfolgenden Generationen für ein
Schlamassel hinterlassen. Atommüll
verschwindet halt nicht so einfach
irgendwohin. Aber wir leben immer noch
irgendwo nach der Devise: nach uns die
Sintflut. Ist das richtig?

Naja … net so ganz !!!
Ich bin halt in diesem Brett um mir Naturwissenschaftliche Fakten anzueignen und bei Bedarf auch loszuwerden !!!
Ich will und kann mir keine Gedanken zu Alternativen machen, wenn ich von der Materie keine Ahnung habe !!!
Stichwörter aufgreifen und Halbwahrheiten verbreiten liegt in keinem Fall in irgendeinem Interesse !!!
Ich meine nicht Onkel TOM , damit mich jetzt hier keiner falsch versteht !!!

Ich meine bloß, dass es einfach super ist, wenn sich einer mit Ahnung die Mühe macht und in leicht verständlichen Worten versucht die Zusammenhänge zu erklären !!!
Es sollte meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang das allgemeine Für oder Wider zurückstehen und bei ausreichender Kenntnis evtl. diskutiert werden, …
… aber doch bitte in einem anderen Brett !!!
Ich denke moralische oder wieauchimmergeartete Bedenken haben mit Naturwissenschaft wenig zu tun !!!

… nichts desto trotz stimme ich einer alternativen Energie, sofern sie denn auch von naturwissenschaftlicher Seite überhaupt realisierbar ist voll und ganz zu !!!

Greetinx Latze

Transport radioaktiver Stoffe und Grenzwerte
Mit den Grenzwerten sprichst Du eines der schwierigsten Themen an. Es gibt so viele verschiedene Grenzwerte, die fuer bestimmte Spezialfaelle gelten, dass da selbst die Fachleute den Ueberblick verliehren. Daher kam auch uebrigens das ganze Theater wegen der kontaminierten Transportbehaelter und Bahnwaggons. Das je nach dem wen man fragte verschiedene Grenzwerte angenommen wurden. Aber fangen wir von vorne an. Basis fuer den Umgang mit radioaktiven Stoffen ist die Strahlenschutzverordnung. In ihrem Anhang sind fuer jedes Isotop Grenzwerte festgelegt, naemlich, bis zu welchen Mengen man keine Erlaubnis fuer den Umgang braucht (die oft zitierte Freigrenze), wieviel von so einem Radionuklid im Jahr maximal in den Koerper gelangen darf und auch wie viel maximal pro Jahr in die Umwelt gelangen darf (pro Betrieb). Diese Werte sind jedoch im Gegensatz zu Grenzwerten in anderen Verordnungen nicht als die Grenze des Erlaubten zu verstehen, sondern als das absolute Maximum, was im schlimmsten Falle auftreten draf. (Also nicht wie zum Beispiel bei Luftschadstoffen, dass man bei Ueberschreitung der Grenzen halt mal ein paar Tage nicht Auto faehrt). Jede Anlage, in der mit radioaktiven Stoffen (oberhalb der Freigrenze) gearbeitet wird bedarf einer Genehmigung. Und in dieser Genehmigung ist genau festgelegt, mit wieviel Material gleichzeitig und im Jahr insgesamt gearbeitet werden darf, wieviel vorraetig gehalten werden darf, wieviel Abfall gelagert werden darf und auch wieviel in die Umwelt gelangen darf (Das ist der Grenzwert, der wichtig ist um zwischen einem Stoerfall und einem meldepflichtigen Ereignis zu unterscheiden). Diese Grenzwerte liegen in der Regel unterhalb von dem was, in der Strahlenschutzverordnung festgelegt ist.

Den naechsten Satz von Grenzwerten ergibt sich nun aus Spezialvorschriften, zum Beispiel dem Wasserhaushaltsgesetz oder der TA Luft (bzw. Imissionsschutzverordnung).
Und da verschiedene Behoerden fuer die Festlegung und Ueberwachung dieser Grenzwerte zustaendig sind, kann es einem Anlagenbetreiber passieren, dass es zwei verschiedene Grenzwerte fuer eigentlich den gleichen Fall gibt.

Ein dritter Satz von Grenzwerten ergibt sich fuer den Transport. Die Strahlenschutzverordnung legt hier Grenzen fuer die Oberflaechenkontamination fest, die Gefahrgutverordnung Strasse (GGVS) bzw. Gefahrgutverordnung Eisenbahn (GGVE) bzw. das internationale Uebereinkommen ueber Gefahrguttransporte(ADR) haben hier auch wieder eigene Grenzwerte, die einzuhalten sind. Und so passierte es, dass die fuer das Beladen der Transportbehaelter zustaendigen Strahlenschutztechniker eine Einhaltung der Grenzwerte (der Strahlenschutzverordnung) bescheinigten und der fuer den Transport zustaendige Gefahrgutbeauftragte dann dies einfach uebernahm, ohne zu beruecksichtigen, dass hier ein weiterer Grenzwert zu beachten ist. Das fiel dann wiederum dem fuer den Gefahrguttransport zustaendigen Ueberwachungsstellen auf, die ihrerseits vermutlich nicht wussten, dass es in der Strahlenschutzverordnung abweichende Bestimmungen gibt (welche aber nur auf dem Betriebsgelaende und nicht fuer den Transport auf oeffentlichen Wegen gelten). Fazit des Ganzen: Zu viel Reglementierung kann das Gegenteil von dem bewirken, was es soll und um eine Anlage sicher gemaess den Bestimmungen zu betrieben braucht man oft eher einen Juristen als einen Ingenieur oder Wissenschaftler.

Ich bin aber noch nicht fertig. Laut Strahlenschutzverordnung sollen sich die Grenzwerte an dem orientieren, was nach Stand von Wissenschaft und Technik moeglich ist, sollen also staendig angepasst werden. Der Stand der Technik ergibt sich aus technischen Normen, zum Beispiel DIN. So gibt es zig DIN-Normen, die sich mit der Einrichtung und dem Betrieb von Anlagen befassen, in denen mit radioaktivem Material umgegangen wird. Und auch hier gibt es wieder einen Satz von eigenen Grenzwerten. Fuer Anlagen, in denen mit spaltbarem Material gearbeitet wird gibt es als Ergaenzung noch die Regeln des kerntechnischen Ausschusses (KTA), welche eine Beschraenkung der DIN-Normen darstellen.

Um mal ein Beispiel zu geben:
Die KTA-Regeln 3902 und 3903 legen fest, dass abweichend von GUV4.1 (gesetzliche Unfallverhuetungsvorschriften)und VBG9
(Vorschriften der Berufsgenossenschaft) Krane in kerntechnischen Anlagen nur mit der halben Last gefahren werden duerfen als maximal zulaessig. Sprich ein Kran, der fuer eine maximale Last von 4 Tonnen ausgelegt ist darf in einem Kernkraftwerk nur bis maximal 2 Tonnen belastet werden.
(War doch einfach, oder?)

Wer denkt sich nun diese Grenzwerte aus? Dazu gibt es eine Vielzahl sogenannter „Expertenkomissionen“, als da sind der „Ausschuss fuer Gefahrstoffe am Arbeitsplatz“, „Strahlenschutzkomission“, „kerntechnischer Ausschuss“ und viele viele mehr. Und wenn nicht ein Grossteil der Mitglieder in mehr als einem Ausschuss sitzen wuerde, so wuerde vermutlich keiner mehr durch die Flut an Grenzwerten durchblicken.

Naechster Punkt.
Schutzmechanismen gegen Kritikalitaet zielen hauptsaechlich darauf ab, unabsichtliche Kritikalitaet zu vermeiden, falls es jemand mit Absicht drauf anlegt, dann ist das schwer zu verhindern.

Folgende allgemeine Schutzmassnahmen gibt es, die genaue Auspraegung haengt natuerlich vom jeweiligen Anwendungsfall ab, also was fuer Stoffe gehandhabt werden, welche Mengen, welche Aktivitaet, welche Anreicherung, welcher Aggregatzustand usw.

Fuer den Versand radioaktiver Stoffe (ob nun spaltbar oder nicht) gibt es verschiedene Verpackungsarten. Das einfachste ist das sogenannte „freigestellte Versandstueck“ das ist ein ganz normales Paeckchen und wird verwendet, wenn nur kleine Mengen oder geschlossene Strahler transportiert werden. Hier ist auch keine Kennzeichnung als radioaktiv aussen auf der Verpackung noetig. Beispiele hier fuer sind Uhren mit Leuchtziffern, Praeparate fuer medizinische Anwendungen oder Labore.

Die naechste Stufe sind die sogenannten Industrieverpackungen, davon gibt es die Formen IP-1, IP-2 und IP-3. Hier werden bestimmte Anforderungen an die Verpackung gestellt, was die Stabilitaet, Schutz vor Feuchtigkeit, Stossempfindlichkeit und Abschirmwirkung betrifft. Verpackungen muessen geprueft sein und in eine entsprechende IP-Klasse eingestuft werden. Benutzt werden IP’s zum Transport staerker strahlender Praeparate fuer Medizin oder Labor, schwachaktiven Abfall, Strahlungsquellen fuer Materialuntersuchungen etc.

Abschliessend gibt es dann noch die Behaelter mit einer umfangreichen Schutzwirkung, die sogennanten Typ A oder Typ B Behaelter. Der bekannteste Typ B Behaelter ist wohl der Castor, aber es gibt auch noch andere zum Beispiel den Lagerbehaelter Pollux oder den franzoesische n TN300 (das ist uebrigens der, welcher die Kontamination der Eisenbahn-Waggons verursacht hat, in keinem der bekanntgewordenen Faelle war ein Castor beteiligt).
Typ A Behaelter muessen sich nicht ganz so strengen Pruefungen wie die Typ B-Behaelter unterziehen. Typ A Behaelter werden hauptsaechlich zum Transport bestrahlter Proben eingesetzt.

Ausser den freigestellten Versandstuecken koennen alle diese Behaelter auch zum Transport spaltbaren Materials benutzt werden, sie sind dann mit Zusatzausruestung zu versehen, um Kritikalitaet zu verhindern.

Erster Schutz ist natuerlich, dass man gar nicht so viel in den Behhaelter fuellen kann, dass Kritikalitaet auftritt. Dazu muss man sich aber vorher Gedanken machen, welche Behaeltergroesse hier verwender werden darf. Ein Fehler bei der Berechnung und schon blitzt es beim Einfuellen. Schutz hiergegen, ist, dass jeder Transport genehmigt werden muss, natuerlich unter Angabe des Materials und der zu verwendenden Behaelter. Also gucken zumindest zwei Leute drauf (theoretisch).

Die naechste Gefahr ist, dass die Behaelter zu dicht zusammengestellt werden koennten. Allerdings wird die Behaeltergroesse schon so gewaehlt, dass zwei oder drei eng beieinanderstehende Behaelter noch nicht ausreichen sollten. Schutzmassnahmen hierzu sind Abstandshalter. Je nach Verpackungsart sind diese mehr oder weniger stabil ausgefuehrt. Bei leichten Verpackungen reicht schon ein Drahtnetz um das Gefaess, oder man benutzt einen Behaelter mit dicken Waenden, also zum Beispiel einen 20 l Behaleter in einem 200 l Fass, welches mit Kuststoff ausgeschaeumt ist.
Bei schwereren Behaeltern (also solchen mit Bleiabschirmung) ist das Drahtnetz nicht stabil genug und auch das Fass nicht. Hier verwendet man Behaelter mit Dornen oder Noppen an der Aussenseite (natuerlich nicht aus Gummi sondern aus Stahl). Um ein unerlaubtes Stapeln zu verhindern wird die Behaelterform entsprechend „unfoermig“ gewaehlt. Beim Transport sind solche Behaelter dann auch noch fest im Fahrzeug zu verankern, also am Boden anzuschrauben oder der gleichen. Dies ist ein weiterer Schutz um die Einhaltug der Abstaende zu garantieren. Zum Schluss gibt es noch eine Begrenzung der Aktivitaet, die auf einem Fahrzeug oder Bahnwaggon mitgefuehrt werden darf, je nach Stoff und verwendetem Behaelter. Dies wird durch die sogenannte Transportkennzahl ausgedrueckt. Jedem Behaleter ist eine solche Zahl zugeordnet und die Summe dieser Kennzahlen darf bestimmte Werte nicht ueberschreiten. Die Kennzahl ist aussen am Fahrzeug anzubringen. Falls jemand schonmal einen solchen Transport gesehen hat, da gibt es den sogenannten Gefahrenzettel. Das ist diese auf der Spitze stehende Quadrat mit dem Radioaktivitaetssymbol. Der Gefahrenzettel ist entweder vollstaendig weiss (Kategorie I) oder der obere Teil ist gelb (Kategorie II und III). Die Angabe der Kategorie sind die roten Striche in er unteren Haelfte des Gefahrzettels. Und unter diesen Strichen befindet sich noch die Angabe der Transportkennzahl.

Sodann würde mich noch interessieren,
sofern in Worten möglich, wie
nachgefüllt wird ???

Was soll nachgefuellt werden? Habe die Frage leider nicht ganz verstanden.

Mach so weiter und du (Joern) kriegst
wahrscheinlich dein eigenes Brett !!! :wink:
„Naturwissenschaften leicht gemacht by
Joern“ :wink:

Ja, Klasse, und dann vermutlich die Kuendigung gleich hinterher, weil ich den ganzen Tag nur noch vor dem Computer hocke.

-)

Meine Chefin guckt jetzt schon ganz boese.

Mit den Grenzwerten sprichst Du eines der
schwierigsten Themen an. Es gibt so viele
verschiedene Grenzwerte, die fuer
bestimmte Spezialfaelle gelten, dass da
selbst die Fachleute den Ueberblick
verliehren. Daher kam auch uebrigens das
ganze Theater wegen der kontaminierten
Transportbehaelter und Bahnwaggons. Das
je nach dem wen man fragte verschiedene
Grenzwerte angenommen wurden.

Wie legt man diese Grenzwerte fest ???
Werden Versuchspersonen genommen und verstrahlt (Witz, nur der Verdeutlichung wegen) ???

gelten). Fazit des Ganzen: Zu viel
Reglementierung kann das Gegenteil von
dem bewirken, was es soll und um eine
Anlage sicher gemaess den Bestimmungen zu
betrieben braucht man oft eher einen
Juristen als einen Ingenieur oder
Wissenschaftler.

Naja … man gucke sich die Verkehrsordnung an … meines Erachtens nach ein Werk von Juristen !!! :wink:

Lagerbehaelter Pollux oder den
franzoesische n TN300 (das ist uebrigens
der, welcher die Kontamination der
Eisenbahn-Waggons verursacht hat, in
keinem der bekanntgewordenen Faelle war
ein Castor beteiligt).

Ach !!!
Darum strahlen die Franzosen also immer so !!! :wink:
Warum wird dann so ein Behälter auf deutschem Gebiet „geduldet“, wenn er nicht in der Lage ist eine den Richtlinien entsprechende Radioaktivität abzuschirmen ???
Warum der Rest der Menschheit von diesem Unterschied nichts erfahren hat ist mir klar !!!
DAS liegt sicher nicht an der „Atomlobby“, sondern eher an anderen Lobbyisten !!! :frowning:

Sodann würde mich noch interessieren,
sofern in Worten möglich, wie
nachgefüllt wird ???

Was soll nachgefuellt werden? Habe die
Frage leider nicht ganz verstanden.

Ich glaube, nach deiner obigen Ausführung war diese Frage von mir ziemlich dusselig !!!
Vergiss sie bitte einfach !!!

Ja, Klasse, und dann vermutlich die
Kuendigung gleich hinterher, weil ich den
ganzen Tag nur noch vor dem Computer
hocke.

Joooo … und dann rufst du gleich bei einer Pressestelle in Hamburg oder Stade an und meldest dich da … als Referenz nimmst du dann w-w-w !!! :wink:)

Meine Chefin guckt jetzt schon ganz
boese.

Schöne Grüße … soll froh sein, daß sie einen solchen Naturwissenschaftler hat !!!
Vielleicht guckt sie auch nur sooo böse, weil du sie nicht mehr anlächelst sondern mit versteinerter Miene dich auf diese Anfängerfragen konzentrieren musst !! :wink:

Greetinx Latze

Wie legt man diese Grenzwerte fest ???
Werden Versuchspersonen genommen und
verstrahlt (Witz, nur der Verdeutlichung
wegen) ???

Naja fast, Tierversuche dazu gibt es schon, nur sind die wenig aussagekraeftig, da zum Beispiel Ratten deutlich strahlungsresistenter sind als Menschen. Nach einem Atomkrieg wuerde es auf der Erde vermutlich nur noch Ratten und Kakerlaken geben.
Man kann an Zellkulturen untersuchen, wie die auf Strahlung reagieren, damit kann man aber nur Teilaspekte untersuchen. Anhand der chemischen Veraenderungen im Koerper laesst sich vorhersagen, welche Strahlendosis welche Schaeden in etwa verursacht. Und schliesslich lassen sich anhand von Unfaellen und Langzeituntersuchungen an den Ueberlebenden von Hiroshima und Nagasaki Erkenntnisse ueber Strahlenfolgen abschaetzen. Ausserdem helfen uns da auch die Mediziner weiter, da diese nur selten in der Lage sind, eine Strahlentherapie vernuenftig durchzufuehren, die scheinen der Meinung zu sein, dass viel Strahlung auch viel hilft, und gerade was Hautverbrennungen und lokal begrenzte Strahlenschaeden angeht sind solche Kunstfehlerprozesse ein Quell an Informationen. Auch wenn es sicher ungerecht ist, alle Aerzte ueber einen Kamm zu scheren, so gibt es bei uns doch das Sprichwort „Wenn Du mal Richtig Strahlung abbekommen willst, dann geh nicht in die Reaktorahalle sondern zum Arzt“. Mein Radiochemie-Professor hat es mal so formuliert, „In den 40 Jahren, die ich mit Radioaktivitaet zu tun hatte, habe ich dreimal eine hoehere Strahlendosis abbekommen, und jedesmal war ein Mediziner schuld“.

Generell muss man bei der schaedigenden Wirkung von Strahlung zwischen den sogenannten deterministischen und den statistischen Strahlenschaeden unterscheiden. Die deterministischen Schaeden sind vor allem Kurzzeitschaeden, wie Hautverbrennungen, Veraenderungen des Blutbildes und dergleichen, die ab einer bestimmten Strahlendosis nachvollziehbar auftreten. Das groessere Problem sind die statistischen Strahlenschaeden. Dies sind die Langzeitschaeden, wie Krebs oder Veraenderungen im Erbgut, die nur schwer einer Strahlenexposition zuzurechnen sind, da sie auch durch andere Faktoren auftreten koennen. Anhand der Ueberlebenden der Atombomben-Explosionen konnte fuer mittlere und hohe Strahlendosen hier ein linearer Zusammenhang zwischen Strahlendosis und Haeufigkeit eines Schadens beobachtet werden. Fuer kleine Strahlenmengen fehlen jedoch die Zahlen und daher sind grad kleine Strahlendosen ein Quell staendigen Streites.
Generell wird angenommen, dass auch im Bereich niedriger Strahlendosen ein linearer Zusammenhang zu Wahrscheinlichkeit eines Schadens besteht. Davon abweichend gibt es jedoch auch Leute, die meinen bei kleinen Strahlendosen sei im Gegenteil ein haeufigeres Auftreten von Schaeden zu beobachten als beim linearen Verlauf. Umgekehrt gibt es auch Vertreter der Meinung, dass dies genau umgekehrt sei, geringe Mengen Strahlung seien der Gesundheit sogar foerderlich, da durch sie die koerpereigene Reparaturmechanismen fuer Schaeden am Erbgut aktivieret werden und so auch Schaeden beseitigt werden, die nicht durch Strahlung sondern andere Umwelteinfluesse entstanden sind. Als Beweis hierfuer wird angefuehrt, dass die meisten Heilwaesser radioaktiv seien. Eventuell koennen die Ueberlebenden von Tschernobyl in den naechsten jahren helfen, diese Theorien zu ueberpruefen.

Am besten faehrt man jedoch mit der Regel, dass jede Strahlung schaedlich ist. Es ist jedoch so, dass man herausgefunden hat, dass mindestens 6 Mutationen im Erbgut notwendig sind, um ein sichtbares Schadensereignis herbeizufuehren.
Ein anderes Vorgehen zur Abschaetzung der statistischen Strahlenschaeden ist, dass man die natuerliche Mutationsrate heranzieht und mit der natuerlichen Strahlenbelastung in bezug setzt. Dabei kommt allerdings gerade der Befund herraus, dass kein linearer Zusammenhang besteht, sondern kleinere Strahlendosen vergleichsweise schaedlicher sind als hoehere. Ursache hierfuer ist vermutlich, dass die natuerliche Mutationsrate nicht nur durch Strahlung alleine verursacht ist.

Warum wird dann so ein Behälter auf
deutschem Gebiet „geduldet“, wenn er
nicht in der Lage ist eine den
Richtlinien entsprechende Radioaktivität
abzuschirmen ???

Die Eigenschaften die so ein Transportbehaelter haben muss richten sich nach dem ADR-Abkommen. Ein Behaelter der nach diesen Richtlinien in einem Land zugelassen ist kann auch in allen anderen Laendern, die dem Abkommen beigetreten sind, verwendet werden. Es waer ja auch wirklich unpraktisch, wenn an der Grenze umgeladen werden muesste. Das fuer Transporte nach Frankreich der TN300 verwendet wird liegt natuerlich in erster Linie daran, dass die Abnehmer der Ladung (Wiederaufarbeitungsanlage La Hague) festlegen, wie sie den Schrott gerne angeliefert haetten. Und warum nicht gleich den Behaleter mit verkaufen, wenn man den Deutschen schon ihren Muell abnimmt?
Und so schlecht ist der Behaelter auch gar nicht. Die Kontaminationen entstanden auch nicht durch Leckage des Behaelters, sondern beim Beladen. Das Beladen erfolgt unter Wasser. Wasser selbst wird beim Durchleiten durch den Reaktorkern radioaktiv. Allerdings hat das entstehende Isotop Stickstoff-16 nur eine Halbwertzeit von 7 Sekunden, nach etwas ueber einer Minute (Faustregel, nach 10 Halbwertzeiten) ist die Aktivitaet verschwunden. Jedoch ist Wasser nie absolut rein. Es sind immer Salze enthalten oder auch Korrosionsprodukte aus den Rohrleitungen der Kraftwerke. Diese Metalle werden im Reaktorkern ebenfalls radioaktiv durch die sogenannte Neutronenaktivierung. Beim Beladen des Behaelters koennen solche stark strahlenden Partikel sich nun auf dem Behaelter absetzen. Daher wird der Behaelter nach dem Beladen aussen gereinigt und ueberprueft. Dabei gibt es auch wieder Probleme. Und zwar befinden sich auf der Oberflaeche des TN300 Kuehlrippen zum Abfuehren der Waerme aus dem Inneren des Behaelters. Diese Kuehlrippen sind schlecht zu reinigen. Man packt den Behaelter daher beim Beladen in eine Kunststofffolie ein. Solange die Folie dicht bleibt ist das Problem damit erledigt, bei Leckage jedoch nicht mehr. Naechstes Problem ist die Ueberpruefung auf Kontamination. Das blosse Ranhalten eines Zaehlrohres an den Behaelter funktioniert nicht, da man dann hauptsaechlich die Reststrahlung aus dem Inneren des Behaelters sieht und diese nicht von Oberflaechenkontaminationen unterscheiden kann (Der Grenzwert fuer Strahlung, die aus dem Behaelterinneren nach aussen dringen darf ist hoeher als der Grenzwert fuer Oberflaechenkontaminationen). Also fuehrt man sogenannte Wischproben durch. Eine 10 mal 10 cm grosse Flaeche wird mit einem feuchten Tuch abgewisscht und die Strahlung an diesem Tuch gemessen. Problem hierbei: Es kann nicht der gesamte Behaleter abgewischt werden, einzelne Kruemelchen, die stark strahlen, koennen einem dabei entgehen. Oder es wird so ein Kruemelchen erwischt, da jedoch der Rest der 10 mal 10 cm Flaeche sauber ist, ist der Grenzwert im Mittel eingehalten. Wenn sich jedoch waehrend des Transportes Kondenswasser bildet oder Regenwasser auf den Behaelter kommt, so kann zusammen mit den Erschuetterungen beim Transport ein Zusammenfliessen dieser Kruemelchen erfolgen, und sie fallen als ein gesammelter Tropfen auf den Eisenbahnwagen. Ergebnis ist, dass die vorher auf der gesamten Behaelterflaeche verteilte Radioaktivitaet (die dort den Grenzwert nicht ueberschritten hat) auf einem Punkt (sogenannter Hot Spot) zusammengekommen ist, und nun sehr wohl eine Grenzwertueberschreitung darstellt. Das und die schon angefuehrte Konfussion ueber die zwei verschiedenen Grenzwerte sind fuer die allermeisten Faelle der beobachteten Behaelterkontaminationen verantwortlich. Eine dritte Schwachstelle ist die Befestigung der sogenannten Tragzapfen (das ist da, wo ein Kranhaken den Behaelter greift). Hier gibt es Fugen, in die das Beckenwasser bei der Beladung hineinlaufen kann. Dieses radioaktive Wasser ist dann bei der Kontaminationskontrolle nicht auf der Oberflaeche und wird nicht entdeckt. Waehrend des Transportes dringt es jedoch nach aussen (sogenanntes Ausschwitzen) und verursacht die Kontamination, die bei Abfahrt des Zuges nicht festzustellen war, sehr wohl aber nach der Ankunft oder teilweise erst, nachdem der leere Behaelter wieder zurueckgebracht wurde. Zur Zeit wird an einer Beladungsmethode gearbeitet, bei der dies alles verhindert werden kann, bisher jedoch leider ohne 100%igen Erfolg. Und bis das nicht passiert ist will das Bundesamt fuer Strahlenschutz keine weiteren Transporte genehmigen. Das Geschrei der Kraftwerksbetrieber, dass sie dann die Reaktoren abstellen muessten ist allerdings auch etwas ueberzogen, sie koennten ja auch einen anderen Transportbehaelter verwenden, aber da wollen die Franzosen dann sicher mehrGeld fuer haben, oder Herr Tritin
kennt auch nicht den Unterschied zwischen einem Castor und einem TN300 und verbietet pauschal alle Transporte (so wie es derzeit gehandhabt wird).

DAS liegt sicher nicht an der
„Atomlobby“, sondern eher an anderen
Lobbyisten !!! :frowning:

Weiss ich nicht, es liegt wohl mehr daran, dass sich in den Koepfen der Leute festgesetzt hat, das Atomtransport = Castor ist.

Joooo … und dann rufst du gleich bei
einer Pressestelle in Hamburg oder Stade
an und meldest dich da … als Referenz
nimmst du dann w-w-w !!! :wink:)

Nein danke, so einen Job moechte ich auch nicht, wo ich mich vor ein brennendes Kraftwerk stellen muesste, um vor laufenden Kameras allen zu erklaeren, dass wir nur ein winziges Problem haben, aber sonst alles in bester Ordnung ist. Ich lass mir weder pro noch contra Atomkraft nen Maulkorb verpassen.

weil du sie nicht mehr anlächelst sondern
mit versteinerter Miene dich auf diese
Anfängerfragen konzentrieren musst !! :wink:

Die hab ich noch nie angelaechelt. Und da sind mir Deine Anfaengerfragen lieber als ihr „Warum verstehen sich mein Handy und mein Laptop nicht?“ oder „Wie verschick ich Dateien jetzt per Mail?“

Naja fast, Tierversuche dazu gibt es
schon, nur sind die wenig
aussagekraeftig, da zum Beispiel Ratten
deutlich strahlungsresistenter sind als
Menschen.

Wie kommt dieses ???
Oder ist das einfach so ???
Das Ratten alles überleben würden habe ich ja schon des öfteren gehört … aber Strahlung in extremem Maße ???

unterscheiden kann (Der Grenzwert fuer
Strahlung, die aus dem Behaelterinneren
nach aussen dringen darf ist hoeher als
der Grenzwert fuer
Oberflaechenkontaminationen).

Ist denn nicht nur der Wert der Strahlung, oder dessen Höhe, für eine Schädigung zuständig, sondern evtl. noch andere Aspekte ???
Ich könnte mir vorstellen, daß ein solcher Unterschied existiert, weil ich genau wie das Wischtuch diese oberflächliche Strahlung „aufnehmen“ kann und somit permanent verstrahlt werde !?!?!?

den Eisenbahnwagen. Ergebnis ist, dass
die vorher auf der gesamten
Behaelterflaeche verteilte
Radioaktivitaet (die dort den Grenzwert
nicht ueberschritten hat) auf einem Punkt
(sogenannter Hot Spot) zusammengekommen
ist, und nun sehr wohl eine
Grenzwertueberschreitung darstellt.

GUT !!!
Wenn dem so ist und dieses passieren kann, dann muß ich intuitiv, wenn auch ungerne, unserem unserem Umweltminister „Tritt-Ihn“ leider den Rücken stärken mit seinem Verbot !!!
Denn … wie du schon sagtest … generell ist jede Strahlung schädigend … und wenn dann auch noch in einem konzentrierten Punkt die Grenzwerte (um ein wievielfaches ???) überschritten werden und es sich zudem auch noch um Oberflächenkontamination handelt !!!

Die hab ich noch nie angelaechelt. Und da
sind mir Deine Anfaengerfragen lieber als
ihr „Warum verstehen sich mein Handy und
mein Laptop nicht?“ oder „Wie verschick
ich Dateien jetzt per Mail?“

Ach ???
Das wäre doch die Gelegenheit ihr einen Link für W-W-W in den Explorer zu basteln !!! Vielleicht lernt sie dann dein Gesurfe zu schätzen ??? :wink:

Greetinx Latze

Wie kommt dieses ???

Tja, wenn man das wuesste, waer man schon viel weiter im Verstaendnis der Strahlenwirkung. Vermutlich haben Ratten einen extrem guten Reparaturmechanismus fuer Zellschaeden.

Ist denn nicht nur der Wert der
Strahlung, oder dessen Höhe, für eine
Schädigung zuständig, sondern evtl. noch
andere Aspekte ???

Ja, dem ist allerdings so. Um die Schaedlichkeit von Strahlung beurteilen zu koennen, muss man ihre Energie und die Art der Strahlung kennen. Am einfachsten zu messen, ist die Anzahl der Zerfaelle pro Sekunde, die sogenannte Aktivitaet (Das ist die Angabe in Bequerell, abgekuerzt Bq, alte Einheit ist Curie). Dieser Wert ist jedoch ohne die Angabe des Isotops sinnlos, etwa so, als ob man fuer ein Fahrzeug die PS Zahl angibt, aber nicht dazusagt, ob es sich um einen Tretroller oder ne Diesellok handelt.
Um die Schaedlichkeit von Strahlung beurteilen zu koennen muss man wissen, um welche Art von Strahlung und mit welcher Energie es sich handelt. Die Energiedosis, also die Energie, die die Strahlung abgibt wird in Gray (Gy) angegeben. Diese Groesse ist jedoch fuer direkte Messungen nicht zugaenglich, messen kann man jedoch die Ionisation, die die Strahlung bewirkt. Dies fuehrt dann zur sogenannten Ionendosis, die in C/kg oder auch Roentgen angegeben wird. Ein Roentgen entspricht dabei einer Energiedosis von 0,01 Gy.
Aus der Energie laesst sich nun ueber einen Wichtungsfaktor (den sogenannten Qualitaetsfaktor) die Aequivalentdosis berechnen, angegeben in Siever (Sv), eine aeltere Einheit ist das Rem (1 rem = 0,01 Sv). Diese Aequivalentdosis ist nun ein Mass fuer die Schaedlichkeit der Strahlung.

Die angegebenen Grenzwerte fuer Kontamination oder Abgabe von Radioaktivitaet sind als Aktivitaeten angegeben, Grenzwerte fuer die Strahlenbelastung dagegen als Aequivalentdosis. Es ist daher nicht moeglich direkt zu sagen, dass eine Aktivitaet von soundsoviel Bq, die festgestellt wurde eine bestimmte Schaedigung verursacht, dazu muss erst eine Umrechnung ueber die Energiedosis und den Wichtungsfaktor erfolgen. Besser geeigent waere hier die Angabe des Strahlungsfeldes, das durch die Kontamination entstanden ist, hier koennte man ueber die sogenannte Ortsdosisleistung abschaetzen, welche Strahlendosis man bei welcher Aufenthaltsdauer abbekommt. Meldungen, die diese Angaben nicht enthalten sind meist unserioes, zumindest kann man mit ihnen nicht viel anfangen.

Mal ein paar Zahlen:
Die natuerliche Strahlenbelastung einer Person in der Bundesrepublik betraegt im Mittel 2,4 mSv pro Jahr, dazu kommen noch einmal 1,5 mSv pro Jahr durch medizinische Anwendungen von Strahlung, die Belastung durch kerntechnische Anlagen und Atomwaffenversuche betraegt 0,05 mSv/Jahr. Durch Tschernobyl kam eine zusaetzliche jaehrliche Strahlenbelastung von 0,04 mSv/Jahr hinzu.
Die ersten deterministischen Strahlenschaeden treten bei einer Kurzzeitdosis von 1 Sv auf, die toedliche Dosis liegt zwischen 5 und 10 Sv Kurzzeitbestrahlung. Die Strahlenschutzverordnung sieht als Grenzwert fuer die Bevoelkerung eine maximale zusatzliche Belastung von 5 mSv/Jahr vor, sogenannte beruflich strahlenexponierte Personen, die unter staendiger medizinischer Kontrolle stehen, duerfen maximal 50 mSv pro Jahr abbekommen.

Den Begriff „Verstrahlung“ gibt es streng genommen nicht. Bei der Exposition eines Menschen mit Strahlung gibt es grundsaetzlich 3 Arten wie dies passieren kann, durch Bestrahlung, Kontamination oder Ingestion. Welche dieser 3 Arten des Kontaktes die Medien nun unter „Verstrahlung“ verstehen ist mir unklar. Am ehesten passt hierzu noch die sogenannte Aktivierung. Dabei entstehen durch Neutronenstrahlung radioaktive Elemente, die auch nach Abschalten der Neutronenquelle noch Strahlung abgeben. Der menschliche Koerper enthaelt jedoch nur Spuren an Elementen, die das Phaenomen der Aktivierung zeigen.
Am leichtesten zu beurteilen ist die Bestrahlung von aussen. Der schaedliche Einfluss ist mit Verlassen des Strahlenfeldes beendet und aus der Ortsdosisleistung und der Aufenthaltsdauer kann der schaedliche Effekt gut abgeschaetzt werden. Fuer die Bestrahlung von aussen spielen Alpha und energiearme Beta-Strahlung keine Rolle, da diese Strahlungsarten nicht in der Lage sind, die Haut zu durchdringen und unsere Haut eines der strahlungsunempfindlicheren Organa ist. Das Problem ist jedoch, dass sich eine Bestrahlung spaeter nicht mehr feststellen laesst. Nur bei hoechsten Strahlendosen, die Verbrennungen auf der Haut verursachen waere dies moeglich. Ueber Messungen des Koerpers nach einer Bestrahlung ist kein Nachweis moeglich.
Anders sieht das bei der Kontamination aus. Hierunter versteht man den Kontakt von Haut und Kleidung mit radioaktivem Material, so das ein Teil hiervon an der Haut und Kleidung haengenbleibt. Dies fuehr zu einer fortgesetzten Strahlenbelastung des Koerpers, auch nach dem Entfernen vom Ort des Kontaktes. Fuer die Gefaehrlichkeit der Strahlungsarten gilt das gleiche wie fuer die aeussere Bestrahlung. Bei einer Kontamination besteht natuerlich auch die Gefahr, dass es zu einer Ingestion, also zur Aufnahme radioaktiver Materialien in den Koerper kommt. Kontaminationen sind in der Regel leicht nachzuweisen, durch Messung der Oberflaechenaktivitaet oder die bereits erlaeuterten Wischtests. Die Untersuchung auf Kontamination ist auch das, was in den letzten Tagen im Fernsehen immer wieder als Bild aus Japan gezeigt wurde. Die sogenannten „Strahlenschutzanzuege“ dienen uebrigens nur dazu eine Kontamination oder Ingestion zu vermeiden, sie bieten kaum Abschirmwirkung. Man kann sich also mit so einem Anzug nicht laenger in einem Strahlungsfeld aufhalten als ohne.
Die Ingestion ist der schwerwiegendste Kontakt mit Radioaktivitaet. Die Strahlungsquelle ist nach der Aufnahme in den Koerper nicht so ohne weiteres zu entfernen, einige Radionuklide wie Jod oder Strontium lagern sich besonders gut im Koerper ein, andere wie zum Beispiel Radon werden unveraendert wieder ausgeschieden. Bei der Ingestion sind nun besonders die Alpha-Strahler gefaehrlich, da sie ihre Energie auf einer relativ kurzen Strecke im Koerper abgeben, waehrend energiereiche Beta- und Gamma-Strahlung den Koerper verlaesst, ohne ihn stark zu beeinflussen (also genau umgekehrt wie bei der Bestrahlung von aussen). Zum Beispiel kann man ein Stueck Uran bedenkenlos in der Hand halten, wenn man es jedoch verschluckt, dann ist es aeusserst schaedlich. Der Nachweis der Ingestion ist fuer Gamma-Strahler sehr einfach und kann kann durch Messung mit einem Zaehlrohr von aussen erfolgen (wieder die Fernsehbilder, wo die Schilddruesen der Leute von aussen gemessen wurden), allerdings gerade fuer die Alpha-Strahler ist der Nachweis schwierig, hierzu muessen Blut- oder Urinproben auf Strahlung untersucht werden.

Der menschliche Koerper enthaelt uebrigens auch eine Menge natuerlicher Radionuklide, vor allem Kalium-40 (etwa 8.000 Bq). Damit zeigt sich, dass auch ein anderer Mensch eine Strahlenbelastung fuer uns sein kann.
Mal wieder ein Beispiel zur Veranschaulichung:
Ein Polizist bekommt eine geringere Strahlendosis ab, wenn er ein Wochenende lang 1 m von einem Castor-Behaelter (mit Oberflaechenkontamination) entfernt Dienst tut, als wenn er das Wochenende zu Hause mit seiner Frau im Bett verbringt. (Natuerlich unter der Voraussetzung, dass er da wirklich Dienst tut und nicht mit seiner Kollegin rumknutscht).

GUT !!!
Wenn dem so ist und dieses passieren
kann, dann muß ich intuitiv, wenn auch
ungerne, unserem unserem Umweltminister
„Tritt-Ihn“ leider den Rücken stärken mit
seinem Verbot !!!

Naja siehe Beispiel oben, man kann halt alles uebertreiben. Vor allem ist es unsinnig auch Transporte mit anderen Behaeltern, die dieses Problem nicht zeigen, zu verbieten. Nicht alle Kraftwerke verwenden den TN300, die Transporte nach Gorleben zum Beispiel werden mit den „echten“ Castor-Behaeltern durchgefuehrt.

Kettenreaktion… Beleg für Risikoforscher
Hallo!

Neben den wichtigen Gedanken, wie man die Sicherheit erhöhen kann, und dem Vorwurf, die Menschen hätten eben falsch reagiert, veblaßt die Tatsache, daß ein störungsfreier Betrieb unmöglich ist.

Um den Nutzen von Technik zu beurteilen muß man aber den Schaden dagegensetzen, auch den möglichen. Der ist bei Kernkraft nicht zu beziffern:
"Rational wie niemand sonst haben die Versicherungsgesellschaften die Risiken der Atomkraft durchgerechnet, und nüchtern wie Kaufleute sind, haben sie festgestellt, daß niemand reich genug ist, um die möglichen Schäden noch regulieren zu können." [Phönix, 3.10.99]
Die Versicherung von Atomanlagen, zwar gesetzlich vorgeschrieben, hat also eher symbolischen Wert.

Hierin liegt ein grundsätzlicher Unterschied zwischen der Stromerzeugung durch Atomkraft (inklusive notwendiger 'Rand’technologien, wie Transport und Lagerung von Müll) und der Energieerzeugung durch Windräder oder Solarkollektoren oder selbst Kohlekraftwerken.

Aus dieser Sicht erscheint es mir sinnvoll, Atomkraftwerke auslaufen zu lassen oder gar abzuschalten, bevor der unbezahlbare Gau auch nach Deutschland kommt.

Der Fall in Japan zeigte, daß auch kleinere Unfälle passieren, aber er ist natürlich kein Beleg, daß nicht auch größere stattfinden (Tschernobyl).

Tschuess, Sven.

P.S.: Etwas ausführlicher hab ich auf meiner Homepage erklärt wie ichs meine. http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~handri-s/

Naja, also Deine 100 Mikro-Roentgen pro Stunde entspraechen einer Ortsdosisleistung von 1 Mikrosievert pro Stunde, da schon die natuerliche Strahlenbelastung am Erdboden bei etwa 0,5 Mikrosievert pro Stunde liegt wuerde ich sagen, dass Du Deinen Geigerzaehler wegschmeissen kannst. Die Dinger muessen uebrigens alle 2 Jahre rekalibriert werden, wenn sie brauchbare Ergebnisse liefern sollen.
Auch Geiger-Mueller-Zaehlrohre sind technisches Geraet, und wer nicht mit ihnen umgehen kann, der „misst halt Mist“.

Joern

Vielen Dank nochmal für die aufschlußreichen Erklärungen und viel Glück weiterhin mit den Blicken deiner Chefin !!! :wink:

Ich hoffe ich kann mich irgendwann revanchieren …

Greetinx Latze

Um den Nutzen von Technik zu beurteilen
muß man aber den Schaden dagegensetzen,
auch den möglichen. Der ist bei Kernkraft
nicht zu beziffern:
"Rational wie niemand sonst haben die
Versicherungsgesellschaften die Risiken
der Atomkraft durchgerechnet, und
nüchtern wie Kaufleute sind, haben sie
festgestellt, daß niemand reich genug
ist, um die möglichen Schäden noch
regulieren zu können."
[Phönix,
3.10.99]
Die Versicherung von Atomanlagen, zwar
gesetzlich vorgeschrieben, hat also eher
symbolischen Wert.

Hierin liegt ein grundsätzlicher
Unterschied zwischen der Stromerzeugung
durch Atomkraft (inklusive notwendiger
'Rand’technologien, wie Transport und
Lagerung von Müll) und der
Energieerzeugung durch Windräder oder
Solarkollektoren oder selbst
Kohlekraftwerken.

Wie bezifferst Du den Schaden durch eine erwärmung der Erde ???
Dann müssen auch die Kohlekraftwerke weg.

Aus dieser Sicht erscheint es mir
sinnvoll, Atomkraftwerke auslaufen zu
lassen oder gar abzuschalten, bevor der
unbezahlbare Gau auch nach Deutschland
kommt.

bloß nicht!

Aus dieser Sicht erscheint es mir
sinnvoll, Atomkraftwerke auslaufen zu
lassen oder gar abzuschalten, bevor der
unbezahlbare Gau auch nach Deutschland
kommt.

biddebidde NICHT auslaufen lassen! das ist doch das übel an den dingern! :wink:
schbässle gmacht, prinzipiell hast du aus meiner sicht natürlich vollkommen recht!
gruss
spot

Fehler hat sich eingeschlichen, bei Einheiten?
Hallo!

Irgendwo liegt wahrscheinlich ein Irrtum. Vielleicht finden wir ihn.

Von den Meßgeräten hab ich zwei verschiedne. Das eine reicht von 0-200, das andere von 0-5000 ‚Einheiten‘. Beide markieren etwa ab 100 Einheiten den gefährlichen Bereich (man sollte den Platz verlassen, ab 500 schleunigst). Beide zeigen zu Hause alle paar Sekunden einen kleinen Zeigerausschlag, wie es in der Beschreibung auch angekündigt ist (10 Impulse pro Minute = 15 mkR/h, ±30%). Laut Beschreibung dienen sie „orientierender Bewertung“ der Strahlungsintensität, also nicht exakten Messungen. Der Zeigerauschlag des Flugzeuggetesteten war dort eindeutig um ein Vielfaches höher, eben bei etwa 150 Einheiten. D.h. das Gerät mißt etwas, ist nicht defekt, höchstens ungenau.

Fragt sich, was es mißt. In der Gebrauchsanweisung steht, daß es die Summe aus alpha, beta ud gamma erfaßt, die Einheit ist immer mit mkR/h angegeben. Da dacht ich, das sind Mikroröntgen.

Zur technischen Beschreibung gehört auch ein Schaltplan. Ein „gasorasrjadnyi stschetschik“ ist dabei, vermutlich Gasentladungsröhre, und 400 Volt pulsierende Spannung werden aus den Drei-Volt-Batterien geholt, ein Amperemeter dient als ‚Häufigkeitsmesser‘.

Sagt Dir das was? Ich habs Geigerzähler genannt, könnte aber falsch sein.

Wo könnte der Patzer liegen?

Tschuess, Sven.