Hallo!
Mein 7-jähriger Sohn interessiert sich schon lange für spirituelle Dinge, und nun lesen wir vorm Einschlafen immer ein Kapitel aus einer Kinderbibel.
Ich kenne die Bibel nur flüchtig (aus dem Religionsunterricht) und war ganz erschrocken über die ganzen „Racheaktionen“ Gottes an den Ungläubigen bzw. an denjenigen, die die falschen Götter anbeteten (im Alten Testament).
Wenn ich mit meinem Kind anschließend das Gelesene bespreche, muss ich seine Fragen, wieso Baal anzubeten falsch sei, wieso abtrünnig gewordene oder Ungläubige so hart bestraft würden, warum es angesichts so vielen Leids nötig sein, auf einer Feier Wasser in Wein zu verwandeln („Kunststückchen machen“) usw. unbeantwortet lassen.
Entschuldigt mein laienhaftes Herangehen, ich fange wirklich erst jetzt an, mich näher mit solchen Dingen auseinander zu setzen. Mir ist es wichtig, dass meine Kinder ihren eigenen Weg zu oder eben nicht zu einer Religion finden. Dabei will ich auch nicht auf das Christentum festgelegt sein, sondern die Kinder an verschiedene Religionen heranführen.
Dazu noch zwei Fragen: Gibt es einen Koran, der für Kinder zum Lesen geeignet ist? Und gibt es auch etwas geeignetes über Buddhismus?
Herzlichen Dank
Ulla
Hallo!
Mein 7-jähriger Sohn interessiert sich schon lange für
spirituelle Dinge,
hallo Ulla,
ich denke, dafür muß frau sich Ruhe und Zeit lassen, so ein Thema zu erörtern.
Es geht um einen ganz wesen-tlichen Bereich des kindlichen Gemütes, um das seelische Wesen eben, wenn es um Spiritualität geht.
und nun lesen wir vorm Einschlafen immer
ein Kapitel aus einer Kinderbibel.
Ich kenne die Bibel nur flüchtig (aus dem Religionsunterricht)
und war ganz erschrocken über die ganzen „Racheaktionen“
Gottes an den Ungläubigen bzw. an denjenigen, die die falschen
Götter anbeteten (im Alten Testament).
Was für einen „Gott“ bringst du da deinem Sohn nahe?! Und was hat Religion mit kindlicher Spiritualität zu tun? Hunderte von Jahren sind nicht nur die Kinder, sondern ganze Völker von dieser Religion - Kirche! - in Angst und Schrecken versetzt worden. Willst du diese Tradition fortsetzen?? Noch heute tragen junge Leute psychische Schäden davon, wenn sie sich emotional an sogenannte religiöse Gruppen binden. Deren Moralität müssen sie im Paket übernehmen, nur weil sie eine Heimat für ihre spirituellen Sehnsüchte suchen.
Wenn ich mit meinem Kind anschließend das Gelesene bespreche,
muss ich seine Fragen, wieso Baal anzubeten falsch sei, wieso
abtrünnig gewordene oder Ungläubige so hart bestraft würden,
warum es angesichts so vielen Leids nötig sein, auf einer
Feier Wasser in Wein zu verwandeln („Kunststückchen machen“)
usw. unbeantwortet lassen.
Das Kind ist intelligent! Es besitzt noch das sensible Gespür für Gehirnwäsche. Wirf doch diese Geschichten in den Müll!
Entschuldigt mein laienhaftes Herangehen, ich fange wirklich
erst jetzt an, mich näher mit solchen Dingen auseinander zu
setzen.
Da gibt es nichts zu entschuldigen, was sollte daran eine „Schuld“ sein? Das ist doch eine wunderbare Aussicht, zusammen mit dem Jungen ein neues Universum zu erforschen, das der eigenen Seele, der geistigen Lebendigkeit, einer inneren „Gewißheit“, die sich auftun wird…
Mir ist es wichtig, dass meine Kinder ihren eigenen
Weg zu oder eben nicht zu einer Religion finden.
Bravo! Und mein rein persönlicher Rat nach Jahrzehnten Religions- und Spirit-Erfahrung: Halte sie von den „Religionen“ fern, die ein kirchliches Gesicht haben!
Dabei will
ich auch nicht auf das Christentum festgelegt sein, sondern
die Kinder an verschiedene Religionen heranführen.
Gibt es einen Koran, der für Kinder zum
Lesen geeignet ist? gibt es auch etwas geeignetes über …
Denk doch mal selber nach: Kinder lernen von den Eltern, sich zu orientieren. Willst du wirklich diesen sensiblen Prozeß einer erwachenden Spiritualität an Bücher delegieren, die du nicht einmal selber einschätzen kannst? Noch dazu aus solchen dem Kind fremden Kulturkreisen, wozu es doch kaum einen Bezug haben dürfte? Die Worte, die Gleichnisse, die abgebildeten Menschen…
Bevor ich weitermache, würde mich vor allem interessieren, was der Junge genau gesagt oder gefragt hat, woraus du schließt, dass er etwas (worüber??) wissen will. Über Kirche? Über Religion? Über den lieben Gott? Vielleicht meint er ja was ganz anderes und du verstehst ihn bloß nicht, weil du selbst keine Verknüpfungen in deiner Erfahrung findest.
Ich werde dir danach gern mit konkreten Vorschlägen versuchen weiterzuhelfen, wenn du das wünschst. So long, Geris
ich habe selbst mit beginn des eingentlichen lesen-lernens dieses zeug gelesen: weil die Buchstaben waren so komisch aussehend…(altdeutsch). den unfug ließ ich bald sein, denn nach hunderten seiten lesens stellte ich den schwachsinn selbst fest, wie weit hergeholt und realitätsfern das alles war.
oder bist du schon mal über 100, 200 jahre alt geworden und hast einen stammbaum - von haste nich gesehn - mal nach dem buchinhalt nachgezeichnet, der in der b. (heißt ja eh nur übersetzt: „buch“) erläutert worden ist?
- hast schon mal einen übers wasser gehen sehn?
ich glaub - 30 jahre später noch - mein schwein pfeift! ein phantastisches machwerk von hunderten dichtern, von denen keiner weiß was der andere… dazudichten würde…
zudem wurde es ja nicht zum lesen gegeben, sondern interpretiert von „oben“ aus der kanzel, je nach polit. Windgeräuch
nach einem monat begab ich mich lebensnaeheren hin: meine eisenbahn elektrifizieren und das puppenhaus mit batteriestrom versehen. und schreiben und lesen lernen erschien mir irgenwie wichtiger.
Ja noch bis vor kurzem - lesen und schreiben - war nicht von den b.-vorlesern unerwünscht gewesen…
unter diesen gegebenheiten soll man das stammbuch derer auch noch in sich filtrieren und anlesen?
++++ gibt mir gründe, die gegen meine erfahrung sprechen+++!
Hallo Ulla,
ich finde dein Vorgehen bewunderswert. Interessant ist, dass in der Bibel selber die Israeliten dazu aufgefordert wurden ihre Kinder religiös zu belehren.
5.Mose 6:6-8
6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. (Gilt natürlich auch für die Tochter.)
Wessen Aufgabe ist denn, die Kinder mit spirituellen Dingen vertraut zu machen? Die der Schule, die der Freunde deines Kindes, die des Fernsehens?
Wo fängt man dabei an? Natürlich sind passende Bücher, die von Fachleuten mit viel Erfahrung konzipiert wurden eine große Hilfe. Wenn dein Kind in der Schule Lesen, Rechnen und Sachkunde lernt, haben die Lehrer auch Bücher, die sie für ihren Unterricht verwenden.
Du wirst viele anscheinend simple Fragen deines Kindes nicht beantworten können. Das gilt nicht nur für religiöse Fragen, sondern für alle Bereiche, z.B.
Warum ist der Himmel blau?
Müssen Fische trinken?
Haben chinesische Kinder auch Schlitten?
Du bist nun mal kein allwissendes Orakel, aber vielleicht kannst du die Antwort auf die eine oder andere Frage zusammen mit deinem Kind finden.
Ich finde es bewunderswert, dass du es dir nicht einfach machst, sondern auf die Bedürfnisse deines Kindes eingehst.
Gruß
Carlos
Hallo Geris,
danke für die ausführliche Antwort.
Dabei stelltest du viele Fragen (auch welche mit Ausrufungszeichen). Ich will mal ein bisschen näher erklären.
Was für einen „Gott“ bringst du da deinem Sohn nahe?!
Keinen, das ist es ja eben. Die christliche religion ist doch allerorten. Ostern, Weihnachten usw. Da ist es doch klar, dass wir dann auch die entsprechende Geschichte dazu erzählen. Osterhasen zum Eierlegen und Weihnachtsmänner für die Geschenke, das reicht meinem Sohn nicht als Erklärung, warum solche Feste gefeiert werden. Also die Weihnachtsgeschichte. Und so sind wir dann auf die Bibel gekommen, denn das Leben von Jesus geht ja noch weiter.
Aber von Nahebringen kann keine Rede sein. Es ist eher wie eine Geschichte, die man eben auch kennt , so wie Rotkäppchen usw. (vielleicht wichtiger, da unsere Kultur davon ja auch geprägt ist), ein Teil der Allgemeinbildung.
Nun fühlt sich mein Kind aber angezogen von soviel Macht und Wundertaten, und ich finde es grundsätzlich ok, wenn er sich an eine Religion annähert.
Und was
hat Religion mit kindlicher Spiritualität zu tun?
Ganz viel, denn es geht um Philosophisches, Nicht-Greifbares, um Halt und Erklärung. Ob nun mit Kirche oder nicht. Bewusst fernhalten will ich ihn nicht, er soll selber wählen.
Hunderte von
Jahren sind nicht nur die Kinder, sondern ganze Völker von
dieser Religion - Kirche! - in Angst und Schrecken versetzt
worden. Willst du diese Tradition fortsetzen??
Natürlich nicht *angemacht fühl*. Tu ich auch nicht dadurch, dass wir die Bibel lesen (nach Pippi Langstrumpf, Harry Potter und Momo) oder Weihnachten feiern.
Noch heute
tragen junge Leute psychische Schäden davon, wenn sie sich
emotional an sogenannte religiöse Gruppen binden. Deren
Moralität müssen sie im Paket übernehmen, nur weil sie eine
Heimat für ihre spirituellen Sehnsüchte suchen.
Und eben darum möchte ich, dass die spirituelle Heimatsuche Zuhause stattfinden kann. Wo Fragen gestellt werden können und Kritik oder auch Bewunderung geäußert werden darf.
Das Kind ist intelligent! Es besitzt noch das sensible Gespür
für Gehirnwäsche.
Das Kind ist sieben Jahre und auf der Suche nach Gut und Böse, gerade weil es die Ambivalenz und Vielschichtigkeit des Lebens erkennt.
Wirf doch diese Geschichten in den Müll!
Nein, totschweigen ist nicht sinnvoll, finde ich. Es gibt sie nunmal, und ich bin nicht sicher, ob z.B. im Religionsunterricht neben Gott noch andere Götter oder Formen von Spiritualität gleichwertig behandelt werden. Und wenn ich gefragt werde, versuche ich natürlich auch zu antworten.
Da gibt es nichts zu entschuldigen, was sollte daran eine
„Schuld“ sein?
Ich finde, dass meine Fragen für einen christlich-religiösen Menschen (der sich die Mühe macht, sich mit meinen Gedanken auseinanderzusetzen) ziemlich dilettantisch klingen müssen; das ist mir schon ein wenig unangenehm.
Das ist doch eine wunderbare Aussicht, zusammen
mit dem Jungen ein neues Universum zu erforschen, das der
eigenen Seele, der geistigen Lebendigkeit, einer inneren
„Gewißheit“, die sich auftun wird…
Genau, da sind wir doch dabei. Wir reden ja nicht NUR über Bibelgeschichten. Was kommt nach dem Tod, woraus bestehen Engel, warum passt in der Natur alles zusammen… sind solche Themen.
Halte sie von den
„Religionen“ fern, die ein kirchliches Gesicht haben!
S.o.
Denk doch mal selber nach: Kinder lernen von den Eltern, sich
zu orientieren. Willst du wirklich diesen sensiblen Prozeß
einer erwachenden Spiritualität an Bücher delegieren, die du
nicht einmal selber einschätzen kannst? Noch dazu aus solchen
dem Kind fremden Kulturkreisen, wozu es doch kaum einen Bezug
haben dürfte? Die Worte, die Gleichnisse, die abgebildeten
Menschen…
Oh, ich denke ziemlich viel darüber nach, unter anderem deswegen ist auch dieses Posting hier entstanden. Ich delegiere auch nichts an Bücher. Wir lesen sie gemeinsam, denn ich kann nicht beantworten, worin der Unterschied zwischen Allah und Gott besteht und warum viele Leute für ein Nirwana leben. Ich weiß nicht alles und Bücher sind da eine gute Hilfe. Sofern man kritisch damit umgeht. Daher meine Frage nach Buchempfehlungen.
Bevor ich weitermache, würde mich vor allem interessieren, was
der Junge genau gesagt oder gefragt hat, woraus du schließt,
dass er etwas (worüber??) wissen will. Über Kirche? Über
Religion? Über den lieben Gott? Vielleicht meint er ja was
ganz anderes und du verstehst ihn bloß nicht, weil du selbst
keine Verknüpfungen in deiner Erfahrung findest.
Einige seiner Fragen hab ich oben schon genannt. Ein anderes Zitat ist „Gott ist dann ja so ähnlich wie George Bush, der will auch überall bestimmen“. An Kirchen (die stehen ja überall gut sichtbar rum, so dass sie auch auffallen) interessierte ihn der gekreuzigte Jesus, natürlich das ganze Wie und Warum und wieso man den dann überall darstellt. Wir waren dann auch mal zu einem Kindergottesdienst (Rubrik Allgemeinbildung/Erfahrungsschatz), da fand er es ziemlich unpassend, dass dauernd „preiset den Herrn“ gesagt wurde als Dank für die Ernte. Als dann der Opa gestorben ist, sagten viele Erwachsene, er sei jetzt im Himmel. Wieso im Himmel, wollte er wissen. Und ob er nochmal wieder neu geboren würde, der Opa.
Kann und sollte man doch drüber reden, warum sich viele Leute das so vorstellen. Oder warum sich die Leute (Weihnachts-)Engel immer so schön und in tollen Klamotten vorstellen, wo Engel doch eigentlich nur Gedanken sind oder Seelen von Toten. Und die waren bestimmt nicht immer schön. Oder wurden nur die Schönen Engel?
Ich werde dir danach gern mit konkreten Vorschlägen versuchen
weiterzuhelfen, wenn du das wünschst.
Vielleicht konnte ich jetzt besser klarmachen, worum es mir geht und dass ich niemanden irgendwohin treiben will. Ganz im Gegenteil. Freue mich auf eine Antwort, falls du nochmal magst.
Viele Grüße
Ulla
unter diesen gegebenheiten soll man das stammbuch derer auch
noch in sich filtrieren und anlesen?++++ gibt mir gründe, die gegen meine erfahrung sprechen+++!
Hallo Dirk,
das ist es ja. Die Geschichten sind für unsereinen unglaubwürdig, oberflächlich, durchschaubar usw. Und trotzdem hat die Bibel unsere Kultur geprägt und unsere Geschichte. Millionen feiern Ostern, halten die Auferstehung aber für Quatsch. Oder Weihnachten, da leben ganze Industrien davon, bloß weil das der Geburtstag von Jesus ist. Eigentlich unvorstellbar.
Da hilft wegschmeißen oder weggucken nicht, da hilft nur kritische Auseinandersetzung, sofern das Interesse vorhanden ist. Und weil mein Kleiner fragt, ist diese Auseinandersetzung eben jetzt dran.
Ich habe mich dabei für eine zunächst möglichst wertschätzende Art der Auseinandersetzung entschieden. Das gilt natürlich für alle Glaubensformen. Sein Urteil möge mein Sohn dann in sich wachsen lassen… Das hört sich jetzt schwülstig an, mir fällt aber keine andere Formulierung ein.
Viele Grüße
Ulla
Hallo Carlos,
vielen Dank für deine ermutigenden Worte!
Interessant ist, dass
in der Bibel selber die Israeliten dazu aufgefordert wurden
ihre Kinder religiös zu belehren.
5.Mose 6:6-8
6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir
heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie
deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem
Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich
niederlegst und wenn du aufstehst. (Gilt natürlich auch
für die Tochter.)
Ja, das überrascht mich nicht. Schließlich musste der Glaube ja verbreitet werden…
Der Unterschied ist aber, dass mir keiner gesagt hat, ich solle es tun (denn ich glaube nicht an DEN Gott). Und ich verfolge auch kein Glaubensziel damit, ich versuche nur, auf Fragen einzugehen nach bestem Wissen und Gewissen.
Wessen Aufgabe ist denn, die Kinder mit spirituellen Dingen
vertraut zu machen? Die der Schule, die der Freunde deines
Kindes, die des Fernsehens?
Ja! Das sehe ich ganz genau so. Natürlich spielt da das Zuhause eine wesentliche Rolle. Allerdings nur, sofern Interesse besteht. Nie würde ich meinen Kindern solche Themen aufdrängen.
Wo fängt man dabei an? Natürlich sind passende Bücher, die von
Fachleuten mit viel Erfahrung konzipiert wurden eine große
Hilfe. Wenn dein Kind in der Schule Lesen, Rechnen und
Sachkunde lernt, haben die Lehrer auch Bücher, die sie für
ihren Unterricht verwenden.
Eben. Jetzt kommt’s nur noch auf die richtigen Bücher an.
Du wirst viele anscheinend simple Fragen deines Kindes nicht
beantworten können.
Na, bisher hat’s einigermaßen gereicht, bloß die religiösen Fragen machen mich oft unsicher. Warum hab ich das alles selbst nie hinterfragt? Warum weiß ich das nicht?
Du bist nun mal kein allwissendes Orakel, aber vielleicht
kannst du die Antwort auf die eine oder andere Frage zusammen
mit deinem Kind finden.
Ja, und das sind dann sehr schöne Momente.
Ich finde es bewunderswert, dass du es dir nicht einfach
machst, sondern auf die Bedürfnisse deines Kindes eingehst.
Das freut mich wirklich, danke. Ich tu halt was ich kann.
Viele Grüße
Ulla
ganz erschrocken über die ganzen „Racheaktionen“
Gottes an den Ungläubigen
das leben ist hart, die menschen böse, und gott nicht immer „lieb“!
ich hab als kind gern die griechischen heldensagen gelesen, wo das blut nur so fließt. im reliunterricht war das neue testament den meisten viel zu lieblich (bis auf die kreuzigung - das rulz!). mord und totschlag, intrigen, boshaftigkeit, krieg und die ausgefeiltesten sexverbrechen des „AT“ kamen besser. wir fanden das cool und alles andere langweilig.
kinder sortieren das schon richtig ein. besser als ihnen heileweltmärchen vorzulesen!
meint provokant
datafox 
Hallo Ulla,
Dazu noch zwei Fragen: Gibt es einen Koran, der für Kinder zum
Lesen geeignet ist? Und gibt es auch etwas geeignetes über
Buddhismus?
Als Kinderbuch über den Buddhismus würde ich empfehlen:
Landaw/Brooke: Prinz Siddharta - Das Leben des Buddha ISBN:3980536564 Buch anschauen
Gruß
Marion
Mir ist es wichtig, dass meine Kinder ihren eigenen
Weg zu oder eben nicht zu einer Religion finden. Dabei will
ich auch nicht auf das Christentum festgelegt sein, sondern
die Kinder an verschiedene Religionen heranführen.
Dazu noch zwei Fragen: Gibt es einen Koran, der für Kinder zum
Lesen geeignet ist?
Hallo,
zunächst: der Koran darf nicht neugeschrieben werden, deshalb gibt es keinen Koran für Kinder oder sonstige Gruppen.
Auf der anderen Seite hast du wahrscheinlich Recht, dass dein Kind den Koran (bzw. die deutsche Übersetzung) nicht verstehen wird. Ich empfehle an dieser Stelle Kinderbücher, vor allem die die Geschichten von Propheten erzählen. Aber auch ein Buch namens „Islam für Kinder“
Ich hoffe, ich übertrete keine Forumsregeln, wenn ich diesen Link hier hineinposte:
www.em-buch.de
Hier findet man unter der Rubrik „Kinderbücher“ zahlreiche recht nützliche Bücher zum Islam für die Kleinen.
Bei Fragen bitte nachhaken.
Gruss, Omar Abo-Namous
muss ich seine Fragen, wieso Baal anzubeten falsch sei.
Hallo Ulla
Für Erwachsene fällt mir sofort das Buch von Th.Reik ein: „Der fremde und der eigene Gott“. Sehr zu empfehlen.
Gruss, Branden
Hallo Ulla,
Was für einen „Gott“ bringst du da deinem Sohn nahe?!
Keinen, das ist es ja eben. Die christliche religion ist doch
allerorten. Osterhasen zum Eierlegen und Weihnachtsmänner
für die Geschenke, das reicht meinem Sohn nicht als Erklärung,
warum solche Feste gefeiert werden.
Find ich gut, daß du mit deinem Sohn über solche Dinge redest, doch wenn du objektiv sein willst, so wie ich dich verstehe, dann böte sich auch an, über germanische/heidnische Bräuche zu lesen, denn deren Feste wurden größtenteils von der Kirche adaptiert und durch christliche Bedeutung verfälscht z.B. Weihnachten; ehemals Fest der Wintersonnenwende - schon nach altem Brauch wurden Geschenke verteilt. Da gibt es ne Menge interessante Literatur drüber, habe aber persönlich keinen besonderen Vorschlag. Aber ich hab ein paar pages gefunden die fürs erste mal ganz gute Erklärungen bringen. www.thorhammer.de/pdf/germbra.pdf
www.donegal.de/historisches/kelten/kelten-feste.htm
www.hr-online.de unter Fernsehen – Herrchen gesucht – Tierthemen-Archiv
Kleintiere „Warum der Hase die Ostereier bringt“ sehr informativ!!
Nun fühlt sich mein Kind aber angezogen von soviel Macht und
Wundertaten, und ich finde es grundsätzlich ok, wenn er sich
an eine Religion annähert.
Religionen zu vergleichen ist o.k. Ich finde jedoch, dass man sich dabei nicht auf die institutionalisierten Religionen (allein) stützen sollte.
Und was hat Religion mit kindlicher Spiritualität zu tun?
Ganz viel, denn es geht um Philosophisches, Nicht-Greifbares,
Bei Religionen, zumindest bei den institutionalisierten, geht es meiner Meinung nach nicht um philosophisches Denken, sondern um Dogmen pur, dh. selber denken ist nicht gewünscht!
:Bewusst fernhalten will ich ihn nicht, er soll selber wählen.
Eben deshalb würde ich ihm mehr bieten als Bibel und Koran.
Hunderte von
Jahren sind nicht nur die Kinder, sondern ganze Völker von
dieser Religion - Kirche! - in Angst und Schrecken versetzt
worden. Willst du diese Tradition fortsetzen??Natürlich nicht *angemacht fühl*. Tu ich auch nicht dadurch,
dass wir die Bibel lesen (nach Pippi Langstrumpf, Harry Potter
und Momo) oder Weihnachten feiern.
Durchs Weihnachten feiern bestimmt nicht. Und auch einige Stellen in der Bibel sind durchaus brauchbar ( allerdings wohl hauptsächlich aus dem NT.).Sollte sicher keine Anmache sein. Dennoch würde ich an deiner Stelle darüber nachdenken und mit deinem Sohn darüber reden, daß das deren (der Juden) Gottesbild ist/war (der Strafende, Zürnende), heutzutage aber die meisten Menschen an einen Gott der Liebe glauben.
Noch heute
tragen junge Leute psychische Schäden davon,… …, nur weil sie eine
Heimat für ihre spirituellen Sehnsüchte suchen.Und eben darum möchte ich, dass die spirituelle Heimatsuche
Zuhause stattfinden kann. Wo Fragen gestellt werden können und
Kritik oder auch Bewunderung geäußert werden darf.
o.k. Dann biete ihm mehr, als nur das, was DU kennst. Beschäftige dich mit diesen Themen, lies dich fit. Je mehr ihr euch mit seinen Fragen beschäftigt, desto besser kann er später für sich wählen.
Das Kind ist intelligent!
Das Kind ist sieben Jahre …
Das Kind IST intelligent!!! Ein 7-Jähriger stellt normalerweise nicht SOLCHE Fragen,wie du sie weiter unten wiedergibst.Auch da rate ich, sich damit zu beschäftigen und nicht die Augen davor zu verschließen. Ich habe selbst einen hochbegabten Sohn und ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, daß es ganz ganz schlimm ist, wenn man nicht rechtzeitig erkennt/wahrhaben will, dass das eigene Kind hochbegabt ist. Nach dem, was du über deinen Sohn schreibst, denke ich, du solltest das auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Wenns dann doch nicht so ist, ist es ja nicht tragisch – aber wenn er es ist, muß man sich auf vieles einstellen. Ansprechpartner ist www.dghk.de Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind – da gibt’s auch Tipps, wie man es erkennen kann usw. Außerdem empfehle ich das Buch „Die Indigo-Kinder“ von Lee Carroll,Jan Tober ISBN 3929512610 Buch anschauen
Wirf doch diese Geschichten in den Müll!
Nein, totschweigen ist nicht sinnvoll, finde ich. Es gibt sie
nunmal, und ich bin nicht sicher, ob z.B. im
Religionsunterricht neben Gott noch andere Götter oder Formen
von Spiritualität gleichwertig behandelt werden
Selbstverständlich nicht !!! s.o.
Da gibt es nichts zu entschuldigen, was sollte daran eine
„Schuld“ sein?Ich finde, dass meine Fragen …-… ziemlich dilettantisch klingen müssen;
das ist mir schon ein wenig unangenehm.
Muß es aber nicht. Was ist das für ein Beispiel für deinen Sohn – wenn man was nicht weiß und nachfragt, muß man sich schuldig oder zumindest unangenehm berührt fühlen?! Soll keine Anmache sein! - aber denk bitte trotzdem mal drüber nach.
Das ist doch eine wunderbare Aussicht, zusammen
mit dem Jungen ein neues Universum zu erforschen, das der
eigenen Seele, der geistigen Lebendigkeit, einer inneren
„Gewißheit“, die sich auftun wird…Genau, da sind wir doch dabei. Wir reden ja nicht NUR über
Bibelgeschichten. Was kommt nach dem Tod, woraus bestehen
Engel, warum passt in der Natur alles zusammen… sind solche
Themen.
Über Engel gibt’s auch ne Menge Bücher, die nicht biblisch sind. Ich weiß leider kein Beispiel, das ich empfehlen kann. Aber auch da wird man sicher im internet fündig. Es gibt auch tolle pages über Elfen und Naturgeister.
Halte sie von den
„Religionen“ fern, die ein kirchliches Gesicht haben!S.o.
S.O. ! Wenns nur darum geht, zu schauen, was andere glauben o.k. Ansonsten lieber nicht.
Oh, ich denke ziemlich viel darüber nach, unter anderem
deswegen ist auch dieses Posting hier entstanden. Ich
delegiere auch nichts an Bücher. Wir lesen sie gemeinsam, denn
ich kann nicht beantworten, worin der Unterschied zwischen
Allah und Gott besteht und warum viele Leute für ein Nirwana
leben. Ich weiß nicht alles und Bücher sind da eine gute
Hilfe. Sofern man kritisch damit umgeht. Daher meine Frage
nach Buchempfehlungen.
Was für Bücher noch – außer Koran u. Buddhismus? Vielleicht ist für ihn auch Philosophie schon interessant. Mit meinem Sohn habe ich Platon/Sokrates und Nietzsche gelesen als er 8 war. Aber heutzutage gibt’s sicher auch einführende Bücher für Kinder.
Einige seiner Fragen hab ich oben schon genannt. Ein anderes
Zitat ist „Gott ist dann ja so ähnlich wie George Bush, der
will auch überall bestimmen“…-… Wieso im Himmel,
wollte er wissen. Und ob er nochmal wieder neu geboren würde,
der Opa.
Oder warum sich die Leute
(Weihnachts-)Engel immer so schön und in tollen Klamotten
vorstellen, wo Engel doch eigentlich nur Gedanken sind oder
Seelen von Toten. Und die waren bestimmt nicht immer schön.
Oder wurden nur die Schönen Engel?
Sehr gut ist auch der 1. Band von „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch. Er hat auch ein Buch für Kinder geschrieben „Ich bin das Licht“. Obwohl ich von Walsch inzwischen nichts mehr halte ( zu kommerziell geworden der Gute ), so finde ich seine ersten Bücher dennoch sehr empfehlenswert.
Das wars erstmal. Falls dir noch ne Frage einfällt – ich stehe zur Verfügung.
Viele liebe Grüße, diesmal von Joy
Hallo Ulla,
Und gibt es auch etwas geeignetes über
Buddhismus?
Hmmm … 7 Jahre alt … da fällt mir jetzt so spontan nur Andrea Liebers ein. Kuckstu hier:
http://www.andrea-liebers.de/
unter „Erzählte Weisheit“.
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo Joy,
Find ich gut, daß du mit deinem Sohn über solche Dinge redest,
doch wenn du objektiv sein willst, so wie ich dich verstehe,
dann böte sich auch an, über germanische/heidnische Bräuche zu
lesen, denn deren Feste wurden größtenteils von der Kirche
adaptiert und durch christliche Bedeutung verfälscht z.B.
Weihnachten; ehemals Fest der Wintersonnenwende - schon nach
altem Brauch wurden Geschenke verteilt.
das finde ich auch gut.
Es ist sehr interessant, wie hier Feiertage verschiedener Religionen vermischt wurden.
Religionen zu vergleichen ist o.k. Ich finde jedoch, dass man
sich dabei nicht auf die institutionalisierten Religionen
(allein) stützen sollte.
Deshalb ist Ulla bei uns gut aufgehoben 
Dennoch würde ich an deiner Stelle darüber nachdenken und mit
deinem Sohn darüber reden, daß das deren (der Juden)
Gottesbild ist/war (der Strafende, Zürnende), heutzutage aber
die meisten Menschen an einen Gott der Liebe glauben.
Es ist aber ganz sicher derselbe Gott!
Man muss nur die Vielfältigkeit seiner Eigenschaften beachten.
Die Liebe Gottes zu Abraham, Mose, David, Daniel, u.a. wird leider nicht genügend betrachtet.
Darüberhinaus darf man aber nicht vergessen, dass Gott gerecht ist.
Und deshalb muss er auch strafend eingreifen.
Im AT ging das manchmal schneller. Seit dem Opfertod Jesu ist Gott etwas geduldiger mit uns Menschen. Aber wenn Du die Offenbarung liest, wirst Du auch hier über Gericht und Strafe lesen.
Ein Kind versteht sicher, dass gewisse Regeln eingehalten werden müssen. Das ist in der Schule so und auch im Strassenverkehr.
Über Engel gibt’s auch ne Menge Bücher, die nicht biblisch
sind. Ich weiß leider kein Beispiel, das ich empfehlen kann.
Aber auch da wird man sicher im internet fündig. Es gibt auch
tolle pages über Elfen und Naturgeister.
Über Engel steht auch einiges in der Bibel.
Nur die Vorstellung, dass Menschen nach ihrem Tod zu Engeln werden, stammt nicht aus der Bibel.
Oder warum sich die Leute
(Weihnachts-)Engel immer so schön und in tollen Klamotten
vorstellen, wo Engel doch eigentlich nur Gedanken sind oder
Seelen von Toten. Und die waren bestimmt nicht immer schön.
Oder wurden nur die Schönen Engel?
Engel sind dienstbare Geister Gottes. Sie haben mit den Seelen der Toten nichts gemeinsam. Da Engel keine sichtbare Gestalt haben, werden sie von den Künstlern eben so dargestellt, wie sie in ihrer Funktion aussehen könnten.
Gruss Harald
Dennoch würde ich an deiner Stelle darüber nachdenken und mit
deinem Sohn darüber reden, daß das deren (der Juden)
Gottesbild ist/war (der Strafende, Zürnende), heutzutage aber
die meisten Menschen an einen Gott der Liebe glauben.
ja das ist ganz besonders toll, wenn bereits kleinen kindern antijüdische vorurteile eingeimpft werden. das hilft bei der späteren politischen orientierung. juden glauben (immer noch!) an den rachegott (das sieht man zb. an der politik von ariel scharon! - da läßt sich gleich weltpolitik viel besser verstehen!) und christen an den lieben gott! deshalb ist das gebot „liebe deinen nächsten wie dich selbst“ von jesus erfunden worden und nachträglich in levitikus 19,18 hineingeschmuggelt worden! das mußt du alles deinem siebenjährigen _GENAU_ erklären!
datafox
gruess dich ulla,
„…Und trotzdem hat die Bibel unsere Kultur geprägt und unsere Geschichte…“
– in beneidenswerter art und weise. viele hats „erwischt“
zb. fand ich auch toll! Da war frei und es gab geschenke - der hauptgrund.
Millionen feiern Ostern
–siehe ostern:
Oder Weihnachten
gruss dirk
da leben ganze Industrien davon,
–ja bereits im hochsommer…
Hallo Joy,
danke für die ausführliche Antwort.
Es waren viele Anregungen für mich dabei. Ich merke, dass dieses Thema, ursprünglich durch meinen Sohn angeregt, immer mehr zu meinem Thema wird und ich sicherlich den Links und Buchempfehlungen nachgehen werde. Was mein Kind betrifft, werde ich da aber zurückhaltender sein, denn mir geht es ja nicht darum, ihm möglichst viel Wissen „beizupulen“, sondern ich will zunächst erstmal auf seine Fragen eingehen können.
Kurz noch ein paar Erläuterungen:
doch wenn du objektiv sein willst, so wie ich dich verstehe,
dann böte sich auch an, über germanische/heidnische Bräuche zu
lesen, …
Objektivität will ich mir da nicht anmaßen, aber eine gewisse Vielfältigkeit versuche ich schon, natürlich inklusive der nicht-institutionalisierten Glaubensrichtungen (meine eigene inbegriffen). Aber eben nur, wenn das auch für ihn ein Thema ist. Griechische Mythologie hatten wir schon ein wenig, dann wurde Evolution wichtig und dann der Sauerstoffzyklus im menschlichen Körper…
Dennoch würde ich an deiner Stelle darüber nachdenken und mit
deinem Sohn darüber reden, daß das deren (der Juden)
Gottesbild ist/war (der Strafende, Zürnende), heutzutage aber
die meisten Menschen an einen Gott der Liebe glauben.
War/ist das so? Das kann ich nicht beurteilen. MICH erschrecken die Strafen im AT, aber dass Gott ein Gott der Liebe ist, steht eben auch da. Und das an sich ist ja auch erstmal ok.
o.k. Dann biete ihm mehr, als nur das, was DU kennst.
Beschäftige dich mit diesen Themen, lies dich fit. Je mehr ihr
euch mit seinen Fragen beschäftigt, desto besser kann er
später für sich wählen.
Klar, ich bin nicht der brennende Busch! Aber natürlich kommt zuerst mal das, was ich kenne und DANN das Neue, Fremde. Aber ich kann auch nicht ALLEN Fragen so detailliert nachgehen, indem ich mich fit lese. Bis dahin sind andere Fragen aufgetaucht und die alten nicht mehr so wichtig.
Das Kind IST intelligent!!! Ein 7-Jähriger stellt
normalerweise nicht SOLCHE Fragen,wie du sie weiter unten
wiedergibst.Auch da rate ich, sich damit zu beschäftigen und
nicht die Augen davor zu verschließen…
Danke für den Hinweis. Wieso glaubst du, ich verschließe meine Augen davor? Aber auf dem Gebiet sind wir bereits in guten Händen und in entsprechender Beratung. Das wollte ich hier nicht weiter thematisieren.
Ich finde, dass meine Fragen …-… ziemlich dilettantisch klingen müssen;
das ist mir schon ein wenig unangenehm.Muß es aber nicht. Was ist das für ein Beispiel für deinen
Sohn – wenn man was nicht weiß und nachfragt, muß man sich
schuldig oder zumindest unangenehm berührt fühlen?! Soll keine
Anmache sein! - aber denk bitte trotzdem mal drüber nach.
Während ich hier im Forum schreibe und versuche, einen gewissen wertschätzenden Ton zu treffen, bin ich nicht Beispiel für meinen Sohn, der ist nämlich nicht dabei. Fragen allgemein find ich überhaupt nicht unangenehm, Interesse zeigen und Wissen aufbauen halte ich eher für positiv. Trotzdem kann es mir unangenehm sein, wenn ich auf einem Gebiet so gar keine Ahnung hab und dann auch noch von anderen Leuten gerne eine Antwort hätte. Und das sehe ich auch nicht als schlechtes Beispiel.
Interessant ist aber, dass bisher auf genau diese Fragen noch gar keine Antworten/Erklärungen gekommen sind. Gibt’s keine oder wären sie zu profan?
Vielleicht ist für ihn auch Philosophie schon interessant.
Sofern ich Interesse erkenne, werde ich sicherlich darauf eingehen. Wie gesagt, es soll von ihm kommen. Philosophische Alltagsgespräche kommen natürlich auch immer mal zwischendurch vor, das geht auch ohne Literatur.
Herzlichen Dank für deine Mühe
Ulla
Hallo, Ulla,
Was mein Kind betrifft, werde ich da aber zurückhaltender sein, denn mir geht es ja nicht darum, ihm möglichst viel Wissen „beizupulen“, sondern ich will zunächst erstmal auf seine Fragen eingehen können.
Das ist ja klar. Aber offensichtlich erfordern seine Fragen mehr Wissen deinerseits – oder hab ich was falsch verstanden?
Sofern ich Interesse erkenne, werde ich sicherlich darauf eingehen. Wie gesagt, es soll von ihm kommen.
Natürlich soll es von ihm kommen – aber ich dachte, dass es das tut.
Philosophische Alltagsgespräche kommen natürlich auch immer mal zwischendurch vor, das geht auch ohne Literatur.
Natürlich geht das bis zu einem gewissen Grad auch ohne Literatur – s.o.
Wieso glaubst du, ich verschließe meine Augen davor?
Weil deine Antwort auf Geris’ Bemerkung „Das Kind ist intelligent!“ war : „Das Kind ist sieben …“ Da wußte ich ja noch nicht:
Aber auf dem Gebiet sind wir bereits in guten Händen und in entsprechender Beratung. Das wollte ich hier nicht weiter thematisieren.
Nachdem das nun von dir klargestellt wurde, nehme ich das natürlich zurück!
Interessant ist aber, dass bisher auf genau diese Fragen noch gar keine Antworten/Erklärungen gekommen sind. Gibt’s keine oder wären sie zu profan?
Korrigiere mich, aber so wie ich das verstehe, lauteten deine Fragen - man erkennt sie am Fragezeichen am Ende des Satzes:smile:
Gibt es einen Koran, der für Kinder zum Lesen geeignet ist? Und gibt es auch etwas geeignetes über Buddhismus?
Diese Fragen wurden von anderen beantwortet. Und:
Oder wurden nur die Schönen Engel?
Gegenfrage: Aus welcher Richtung wünschst du eine Beantwortung? Mindestens einer hat darauf geantwortet. Wenn du andere Aussagen dazu wünschst, mach ein neues posting zu dem Thema.
Soweitsogut. Schön, daß ich dir wenigstens ein bißchen helfen konnte.
Gerne weiterhin zum Dialog bereit. Liebe Grüße Joy
Hallo Joy,
hier kommen noch ein paar Erläterungen.
Aber offensichtlich erfordern seine Fragen
mehr Wissen deinerseits – oder hab ich was falsch verstanden?
Richtig verstanden, deshalb hab ich ja auch hier gepostet.
Sofern ich Interesse erkenne, werde ich sicherlich darauf eingehen. Wie gesagt, es soll von ihm kommen.
Natürlich soll es von ihm kommen – aber ich dachte, dass es
das tut.
Von Philosophie, Naturreligionen usw. kam noch nichts in der Art, dass ich an ein Vertiefen gedacht hätte. Zur Zeit möchte ich ihm einfach nur seine Fragen zur Bibel (und Islam) erklären. Was später kommt, sehen wir dann. Ich kenne die Tendenz, wenn ein Kind solche Fragen stellt, dass es dann oft überhäuft wird mit allem Möglichen, da bremse ich vorher lieber erstmal ab.
Wieso glaubst du, ich verschließe meine Augen davor?
Weil deine Antwort auf Geris’ Bemerkung „Das Kind ist
intelligent!“ war : „Das Kind ist sieben …“
Achso, ich wollte die „Hochbegabtenschublade“ lieber zu lassen.
Korrigiere mich, aber so wie ich das verstehe, lauteten deine
Fragen - man erkennt sie am Fragezeichen am Ende des Satzes:smile:Gibt es einen Koran, der für Kinder zum Lesen geeignet ist? Und gibt es auch etwas geeignetes über Buddhismus?
Diese Fragen wurden von anderen beantwortet.
Stimmt, und das hat mich auch sehr gefreut. Das waren auch nicht die „dilettantischen“ Fragen.
Gegenfrage: Aus welcher Richtung wünschst du eine
Beantwortung?
Es gab im Anfangsposting noch weitere Fragen, zugegebenermaßen ohne Fragezeichen:
… seine Fragen, wieso Baal anzubeten falsch sei, wieso abtrünnig gewordene oder Ungläubige so hart bestraft würden, warum es angesichts so vielen Leids nötig sein, auf einer Feier Wasser in Wein zu verwandeln („Kunststückchen machen“)…
Schön, daß ich dir wenigstens ein bißchen helfen
konnte.
Das hast du/habt ihr auf jeden Fall. Vielen Dank und gute Nacht
Ulla
Hallo Ulla,
Es gab im Anfangsposting noch weitere Fragen, zugegebenermaßen
ohne Fragezeichen:
entschuldige bitte, dass ich nicht gleich darauf eingegangen bin.
Hier die Antworten:
… seine Fragen, wieso Baal anzubeten falsch sei,
Gott (JHWH) hat seinem Volk Israel geboten:
„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“
Baal war so ein Gott.
Gott hat für die Nichtbefolgung seiner Gebote eine Strafe ausgesprochen, so wie das jeder Gesetzgeber tut.
Und als gerechter Richter muss er nun diese Strafe auch verhängen.
wieso
abtrünnig gewordene oder Ungläubige so hart bestraft würden,
Die Härte der Strafe müsste man von Fall zu Fall abwägen.
Es gab ja verschiedene Strafsätze. Die meisten konnten in Naturalien abgegolten werden.
warum es angesichts so vielen Leids nötig sein, auf einer
Feier Wasser in Wein zu verwandeln („Kunststückchen
machen“)…
Es war sicher nicht „nötig“ im Sinne von „Not abwenden“.
Es war das erste Wunder Jesu nach seinem „Amtsantritt“.
Er hat danach noch viele Wunder getan, die nicht als „Kunststückchen“ zu verstehen sind.
Auch in der heutigen Zeit gibt es viel Leid und die Leute sitzen dennoch im Theater oder Zirkus. Was ist daran schlimm?
Gruss Harald