- Wo genau siehst Du den Unterschied zum umgekehrten
Szeanrio, bei dem Vater und Mutter vertauscht sind?
Garnicht. Der Vater müsste also seinen Job aufgeben, lebt
zukünftig von Unterhalt und Sozialleistungen?
Wiewas? Wieso muss man den Job aufgeben, um ein Kind großzuziehen? Nur weil es genug Menschen gibt, die das tun, heißt das noch lange nicht, dass das notwendig ist. Bei Müttern ist es sicherlich so, dass kurz vor und v.a. ein Weilchen anch der Geburt aus medizinischen Gründen, und um ein Weilchen zu stillen, an Arbeit eher nicht zu denken ist. Wenn man will, kann man den Ausfall aber problemlos auf knappe zwei, drei Monate insgesamt beschränken. Alles andere ist persönlicher Luxus.
o.k. bei Müttern ist das normal… umgekehrt erscheint es irgendwie seltsam.
Finde ich gar nicht, wenn man sich von der Vorstellung trennt, ein Kind sei eine dermaßen schwerwiegende Behinderung, dass man nicht arbeiten könne. Auch die andere Sicht, man müsse fortan mindestens einige Jahre rund um die Uhr nur für das Kind da sein, ist zwar zulässige Meinung, aber weiß Gott nicht der Weisheit letzter Schluß.
Bei Vätern ist es rein körperlich sogar noch einfacher, schließlich sind sie an der Geburt nur sekundär beteiligt.
- Was genau verwundert Dich daran?
*smile* schön, dass Du das nicht verwunderlich findest.
Aber ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der Männer dumm aus
der Wäsche schauen würde, wenn die Freundin ihnen ein
Neugeborenes in die Arme legt und sagt: „Kümmer Dich die
nächsten 25 Jahre mal drum!“
Wenn ein Partner den anderen trotz gemeinsamer Entscheidung zu einem Kind im Regen stehen lässt, dann hat dieser Part einen kräftigen Arschtritt verdient - das ist aber geschlechtsunabhängig. Wenn die Entrscheidung keine gemeinsame war, dann hat der, der das Kind trotzdem wollte, eben auch die Folgen zu tragen (YMMV).
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, spricht also nix dagegen?
Was sollte? Unterhalt und Sorgerecht müssen geklärt werden, das ist andersrum auch nicht anders (wenngleich im Fall des erziehenden Vaters leider in unserer väterfeindlichen Justizwelt etwas komplizierter) und bei gegenseitigem Einvernehmen wohl recht streßfrei. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass jene Dame, die das äußerte, die Unterhaltszahlungen tatsächlich so lockerflockig hinnehmen würde…
Wer bekommt das nicht zur Adoption freigegebene Kind in dem
Fall, dass es der Vater auch nicht erziehen will?
Das ist auch geschlechtsunabhängig - ich nehme an, ein Kinderheim. Interessant wäre noch die Frage, ob in Deinem Szenario, in dem die Mutter ja vermutlich auf Sorgerecht verzichten würde, der Vater dann danach das Kind zur Adoption freigeben könnte.
Irgendwie bin ich noch nicht ganz zufrieden… mit der rechtlichen Beurteilung!
Und ich sehe immer noch nicht den gravierenden Unterschied zur umgekehrten Lage. Bei der bin ich allerdings mit der rechtlichen Beurteilung auch unzufrieden.
Gruß,
Malte