Kinder 4+6 Jahre sollen aufräumen!

Hallo,

soeben habe ich wieder so einen erschöpfenden Kampf hinter mir wie
jeden Tag, und ich weiss mir einfach nicht mehr weiter!

Meine beiden sind 4 und 6 und haben ein sehr ausgeprägtes
Selbstbewusstsein einschliesslich Sturkopf.
Ich möchte, dass abends die Spielsachen aufgeräumt werden, jedenfalls
in Wohnzimmer und Küche; und im Kinderzimmer je nachdem (wobei es
natürlich sowieso Ausnahmen gibt wie kostbare Bauwerke, Eisenbahnen
usw.).
Ich bin bereit ihnen beim Aufräumen zu helfen, aber nicht es
allein zu machen.
Nur leider sind sie einfach sehr oft nicht bereit dazu es zu machen.
Was im Kindergarten problemlos klappt fuehrt zu Hause zu einem
täglichen Machtkampf. Sie weigern sich einfach, spielen statt dessen
oder machen Blödsinn und heizen sich dabei gegenseitig auf.

Eine Zeitlang hat ganz gut folgende Regel geklappt:
Um fünf Uhr sage ich dass Zeit zum Aufräumen ist. Um halb sechs gibt es Abendessen, danach ist Zeit zum Ausziehen und
Waschen, und wenn sie fertig sind duerfen sie bis um 7 Uhr noch Video
sehen. Je frueher sie fertig sind (dazu zählt auch das aufräumen), umso laenger duerfen sie also
fernsehen, und eine Weile führte das dazu, dass sie wirklich schnell
und ohne Beschwerden alles gemacht haben, da klappte das Aufräumen
sogar ohne Mami und Papi.
Inzwischen führt diese Regelung aber nur noch dazu, dass sie eben
nicht mehr fernsehen - das ist ein angenehmer Nebeneffekt, aber nicht
der Sinn der Sache, statt dessen wird jetzt eben eine halbe Stunde
mehr getrödelt und geblödelt.

Wenn ich mithelfe, führt das in der Regel dazu dass ich es allein
machen muss (weil die Kinder zwar anfangen, aber nach einer Minute
wieder spielen), und das sehe ich nicht ein. Ich habe dann
vorgeschlagen, dass ich jedesmal wenn sie etwas anderes machen als
aufräumen eine Zahl sage bis drei, also beim ersten Mal 1, beim
zweiten Mal 2 und beim dritten Mal 3, und bei 3 helfe ich nicht mehr
mit und sie müssen es alleine machen. Sie fanden diese Regel gut, aber
auch die klappte nur am Anfang, inzwischen muss ich jedesmal innerhalb
von 5 Minuten bis 3 zählen und wir haben wieder dasselbe Theater.

Jeden Abend gibt es jetzt wegen dem Aufräumen Streit und Geschimpfe,
die Kinder machen sich einen Spaß draus uns zu ärgern und alles andere
zu machen, und ich weiss nicht mehr weiter.

Ich bin im Grund eine Anhängerin der kooperativen Lösungen, so á la
„Kinder, ich habe folgendes Problem mit euch, wie lösen wir das“ Aber
so kreativ sie auch sonst in solchen Fällen auch sind: in diesem Fall
fiel ihnen bislang noch keine einzige Lösung dazu ein, und unsere Vorschläge
akzeptieren sie zwar zum Teil, halten aber nichts auf Dauer durch.

Auf sowas wie „dann gibt es kein Abendessen“ oder „dann gibt es keine
Gutenachtgeschichte“ habe ich keine Lust, auch wenn das auch schon
vorkam.
Ich werde mittlerweile einfach allabendlich stinksauer auf sie, finde
sie unkooperativ und rücksichtslos und fühle mich zunehmend hilflos.

Hat jemand schon ähnliches durchgemacht und irgendeine
Idee die durchschlagenden Erfolg hatte?

Bin gespannt auf eure Einfälle!

Andrea

Ich bin vielleicht nicht die beste Hilfe, da meine Tochter noch nicht so alt ist.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass deine Kinder genau wissen: wenn wir nicht aufräumen - Mama macht das dann schon.

Vielleicht solltest du einfach mal nicht mehr für deine Kinder aufräumen, bis sie in ihrem Zimmer selbst nichts mehr wiederfinden.

Aber wie gesagt: mir steht das alles noch bevor. Ich habe keine Ahnung, ob das Wirkung zeigt oder ob sie sich über das Chaos freuen…

Gruß
Clairette

Hallo, Andrea!

Jaaaaa - das kenne ich auch. (c: Inzwischen ist es deutlich besser, meine Söhne sind aber auch schon 9 und 11. Hier ein paar allgemeine Tipps zum Aufräumen/Ordnung halten:
Aufräumen fällt deutlich leichter, je einfacher die Dinge wegzuräumen sind. Will sagen: eine große Box für Lego, eine für Playmobil, ein/e Box/Tüte/Regal für die Stofftiere etc. Also klare Orte, an die die Dinge gehören, aber wo nicht groß vorsortiert werden muß, sondern nur reingeschmissen. Legos z.B. in Sortierkästen zu packen ist für Kinder oft zuviel verlangt. In vielen Fällen hilft es auch, die Spielzimmer zu „entrümpeln“. Wir haben z.B. sowohl Playmobil als auch Lego in ziemlichen Mengen. Eines davon ist in den Kinderzimmern, das andere auf dem Dachboden. Wenn sie eine zeitlang genug mit Lego gespielt haben, wird getauscht. Das führt zu sehr viel weniger Chaos.

Bei uns wird jeden Abend soweit aufgeräumt, daß die Betten problemlos zu erreichen sind, ohne sich Kleinteile in die Füße zu treten. Einmal wöchentlich wird richtig Ordnung gemacht, inkl. Regale etc., damit ich saubermachen kann. Seit einer Gewaltaktion im vergangenen Jahr, wo ich nach mehreren entnervten Wochen fast aufgegeben habe, klappt das auch recht gut. Seinerzeit habe ich mir mehrere große Kartons genommen und alles, was rumlag hineingeworfen - ohne Rücksicht auf Verluste (sprich: Bruch). Alle Kartons wurden weggeschlossen, und wenn abends ordentlich aufgeräumt war, durften sich beide je 10 Teile wieder aus den Kartons nehmen. Das hat ziemlich lange gedauert, bis alles wieder da war. *fg* Aber es hat nachhaltig gewirkt! Ich bezweifle zwar, daß das ein Vierjähriger bereits versteht, aber die Aktion: „Was um 18.00 Uhr noch außerhalb des Kinderzimmers rumliegt, räume ich für eine bestimmte Zeit (z.B. eine Woche) weg. Dann bekommst du es wieder.“ dürfte auch ihm schon klarzumachen sein.

Vielleicht hilft dir das schon ein Stück weiter.

Schönen Gruß vom
Sams

Hallo Andrea,
tja, was du schreibst, hab ich auch versucht (ohne Erfolg).
So leid es mir tut:
Ich wünsch dir, dass es bei dir anders ist als bei den meisten Eltern, aber: Stell dich darauf ein, dass das erst der Anfang ist. Ruhe bekommst du erst wieder, wenn die Zwerge erwachsen sind und ausziehen.
Gruß *wink* *zu-trösten-versuch* *mitfühl*
Daggi
*die-schon-beim-Rückwärtszählen-ist*
(noch 4 Jahre/2 Monate bis die erste Volljährig ist; noch 5 Jahre/8 Monate bis beide Volljährig)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Andrea,

die frohe Botschaft zuerst: Du kannst das schaffen. Ommmmm…

Das Thema machen wahrscheinlich alle Eltern durch. Ich bin natürlich keine Ausnahme.

Bei Deiner Schilderung scheint mir durchzukommen, daß Du einen beliebten Fehler machst: Du bist nicht konsequent.

Dise Zählerei (eins…zwei…drei) habe ich mal vor Jahren eingeführt. Ich komme nie bis zur 3, weil die Kinder wissen: beim Zählen hat der Spaß aufgehört.

Es mag hart klingen, aber Du mußt Dich erst mal durchsetzen lernen. Die Kindern sollen wissen, daß das kein Spiel ist, und daß wenn sie da nicht nachgeben, sie Nachteile davontragen werden.

Bei mir hat es angefangen mit dem Essen: meine Tochter hatte Hunger, leckeres Essen auf dem Tisch, aber den falschen Löffel (der „richtige“ war in der Spülmaschine). Ich habe ihr gesagt, Anna, wenn Du Dein Essen nicht essen magst, ich nehm es gern. Sie schaute beleidigt drein, machte aber keine Anstalten. Ich zählte bis drei, holte mir ihren Teller und aß es genüßlich (naja- es war Gemüsebrei) vor ihren Augen leer. Die Augen hättest Du sehen sollen: das hatte sie offensichtlich nicht erwartet.

Das habe ich nur ein paarmal machen müssen, dann wußte sie (und der größere Bruder, der das beobachtete), daß ich es ernst meine. Von da an ging es prima.

Mittlerweile sind sie 9, 8 und 3 (Anna hat eine kleine Schwester bekommen). Wie gesagt, ich zähle fast nie zu Ende. Aber ich habe schon mal ein Spielzeug weggeworfen. Merke: man soll keine sinnlosen Strafen androhen, weil man sie nicht erfüllen kann. Wenn man es aber tut, dann MUSS man sie erfüllen!

Wie gesagt, das klingt hart. Noch härter ist ein jahrelanger Kampf mit den Kindern, bei dem es nur Verlierer geben kann (ich sehe das teilweise bei meiner Frau). Und Obacht, es ist keine Lieblosigkeit im Spiel: ich liebe meine Kinder abgöttisch, sie lieben mich über alles, und wir wissen es auch. Aber außer Liebe ist auch Respekt notwendig.

Also: ich wiederhole mein Eingangs-Statement, (auch) Du kannst das schaffen! Du mußt Dir aber eine Respektposition durch Konsequenz erarbeiten.

Schönen Gruß und viel Erfolg wünscht Dir

J.

Hallo Andrea,

eine Alternative wäre, wenn sie sich wieder weigern, das Wohnzimmer und die Küche als spielzeugfreie Zone zu erklären, oder eine andere Methode: einfach die Spielsachen selber aufräumen und verschwinden lassen :wink:

Ich kann dir auch ein sehr gutes Buch empfehlen:

*Kinder lernen aus den Folgen* von Richard Dreikurs und Loren Grey, ist bei Amazon gebraucht sehr günstig zu bekommen:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3451048841/qid…

Gruß und viel Erfolg,
Maja

Hallo Andrea,

Du opferst viel Lebensqualität der „partnerschaftlichen Erziehung.“ Darüber habe ich hier schon viel geschrieben, vielleicht magst Du mal im Archiv nachschauen; soviel zur Thematik der Aufsässigkeit.

Könnte es sein, daß Eure Kinder zuviel Zeugsel haben? Diese Frage erhält zusätzliche Dringlichkeit, wenn Du für zwei Kinder nur ein einziges Kinderzimmer hast.

Bald kommen Schulsachen hinzu, und die müssen nunmal beieinandergehalten werden. Leicht möglich, daß sich dann das große Kind regelmäßig in die Küche zurückzieht, um dort ganz ordentlich seine Hausaufgaben zu machen.

Entweder macht Ihr da was, oder müßt Ihr mal schauen.

Gruß,

Wolfgang Berger

Was bei mir geholfen hat…
Hallo Andrea,

ich habe als kleines Kind auch nie, nie, nie aufgeräumt. Und irgendwann hatte meine Mutter genug.

Sie nahm mich beiseite und erklärte mir ernsthaft, wenn ich nicht aufräumen würde, wanderte am Abend alles, was noch in den anderen Zimmern oder auf dem Boden herumläge, in den Müll.

Natürlich habe ich die Warnung ignoriert. Und am Abend - wanderte alles in den Müll. Alles. Barbies, Playmobil, Bauklötze, sogar Bücher. Zwei Waschkörbe voll wurden weggeschmissen. Hab ich geheult!

Danach ging’s. Vielleicht eine Idee für Dich, bevor es Dir über den Kopf wächst. Funktioniert aber nur mit vorheriger eindrücklicher Warnung, sonst ist es den Kindern gegenüber unfair, wenn es sie unvorbereitet trifft.

(Übrigens, viel später hat meine Mutter mir verraten, daß sie die Sachen nicht wirklich weggeschmissen, sondern an einen Kindergarten verschenkt hat).

Liebe Grüße,
Nike

ganz einfach!
Liebe Andrea.
Das ist ganz einfach! Dein Ansatz ist ja schon gut, Zeit vorgeben, in der was gemacht wird und ein bisschen mithelfen. So hab ich es auch angefangen. Als es immer schwieriger wurde und gar ncht funktionierte, habe ich nach einer bestimmten ( vorher angekündigten ) Zeit einen blauen Sack geholt und habe angefangen, vor den Augen der Kinder die Sachen darin verschwinden zu lassen, mit der Ankündigung, dass die jetzt auf den Boden kommen. Weißt du, wie schnell die Kinder wieder aufgeräumt haben?
Übrigens habe ich jetzt zwei Kinder von 14 und 16, die ein aufgeräumtes Zimmer zu schätzen wissen, und der Große macht sogar sein Bett, obwohl ich das nie gemacht habe(*g*)
Jetzt habe ich nur noch ein Kind, dem ich beim Aufräumen auf die Füße treten muss ( der ist 11 ) und ich sehe Licht am Ende des Tunnels.
Sei tapfer!!Und konsequent, dann wirds schon!
Gruß
R.

Huhu Rabchen!

Übrigens habe ich jetzt zwei Kinder von 14 und 16, die ein
aufgeräumtes Zimmer zu schätzen wissen, und der Große macht
sogar sein Bett, obwohl ich das nie gemacht habe(*g*)

So kann es gehen - muss aber nicht:wink:
Ich war nämlich auch so ein Chaoskind. Und nun bin ich ein Chaoserwachsener …

Da hat sich leider nur der Krempel verändert, der herumliegt *seufz*

unaufgeräumte Grüße, Vanessa

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Hi Andrea,

also ich kann nur aus meinen Erfahrungen als „Chaoskind“ *winkzuNes* berichten. Denn ich hab mich ja in meinem Saustall prima ausgekannt :smile: Und zwar wirklich und ehrlich!

Meine Eltern haben’s ja auch mit allen diesen Tricks probiert (und konsequert waren sie echt zum Zähne-ausbeißen *g*). Genutzt hat alles nix, weil mir der Sinn vom Aufräumen nie klar war! Wir haben aber dann nen Kompromiß gefunden: Spielzeug aus „allgemeinen“ Räumen wird abends ins Kinderzimmer gekippt und ein Gang zum Bett (damit Papa beim Gutenacht-Sagen nicht übers Lego fällt) bleibt auch frei.
Putzaktionen hat meine Mama rechtzeitig vorher angekündigt (und auch ihre Hilfe angeboten) aber wenn der Boden mit Spielsachen bedeckt war, kam eben kein Staubsauger. Und das ist mit der Zeit auch ganz schön doof, so daß ich dann meistens doch auf Mama’s samstägliches Hilfsangebot beim Aufräumen eingegangen bin *g*
Ansonsten sind so gelegentliche Entrümpelungsaktionen (irgendwer hatte das auch schon erwähnt, die Lego-Kiste immer mal wieder mit der Playmobil-Kiste zu tauschen), so daß kind den Eindruck hat, daß „Platz“ zum Aufräumen da ist.
Einen eher längerfristen Effekt hatten bei mir auch diverse Umräumaktionen. Also einfach mal Möbel umorganisieren (und sei es für Erwachsenenaugen auch noch so bescheuert, das Bett vors Fenster und den Schreibtisch hintern Schrank zu stellen *g*). Im Umgeräumten Zimmen macht Ordnung für ein paar Wochen mehr Spaß :smile: Und vielleicht gibt’s ja zu dieser Gelegenheit ein neues Regal (neue Kisten? einen Bettkasten?) als zusätzlichen Stauraum von irgendwelchen Sponsoren?

Weiß nicht, ob Dir das so weiterhilft, auf jeden Fall wünsch ich Dir jede Menge Nerven :smile:

Petzi

Hallo Vanessa.

So kann es gehen - muss aber nicht:wink:
Ich war nämlich auch so ein Chaoskind. Und nun bin ich ein
Chaoserwachsener …

Ich bin auch ein bisschen chaotisch gewesen und bins irgendwie immer noch ( liegt in der Familie ), aber ich habe festgestellt, dass ohne ein bisschen System der Haushalt einer 5-köpfigen Familie über einem zusammenbricht. Man will ja auch mal Leute reinlassen, ohne sich zu schämen.
*g*

Hab leider keine Lust, dir beim Aufräumen zu helfen.
Liebe Grüße
R.

Hallo Andrea,

bei uns ist das so ähnlich in Sams Familie (netter Artikel, Sams :smile:)).
Die geniale Aufräumlösung haben wir auch nicht gefunden. Aber wir (Eltern) haben mit unseren Mädchen (8+10) einen Kompromiß geschlossen. Piksige Kleinteile auf dem Weg vom Bett zu Klo müssen täglich weg sein. Am Samstag Vormittag ist unser Aufräumtag. Da bin ich mit dem Staubsäuger in der ganzen Wohnung unterwegs. Bis ich in die Zimmer komme, sollten die Böden frei geräumt sein. Ich möchte aber auch, dass sie ihre Schreibtische für die nächste Schulwoche einigermaßen ordentlich haben, und dass der Klamottenstapel mit den 1000 Jeans und Sweatshirts verräumt ist.
Und ich helfe ein wenig mit.
Mir hat ein mal eine Kindergärtnerin gesagt, dass Aufräumen erlernt sein will, da darf man als Mutter keine zu hohen Erwartungen haben. Bauklötzchen in die Kiste räumen ist kein Problem. Aber wenn auf dem Boden eine Krempel-Mischung aus Barbiekleider, Legosteine und Puppenküchenkram verteilt ist, dann wandert entweder alles in eine Kiste (da finde ich es immer ums Spielzeug schade, das auch ein bisschen was gekostet hat), oder die Aufräumaktion zieht sich ewig hinaus - mangels Übersicht und Motivation. Wenn ich mithelfe, dann trenne ich optisch in Haufen. Und dann komme ich mit meinem „das kommt jetzt in die jeweiligen Kisten“. Bücher können sie selber aufstellen, wenn diese neben dem Regal liegen. Papierschnipsel, wenn sie nicht gerettet werden, werden von meinem Staubsauger verschlungen. Habt Ihr auch unendlich viele Kuscheltiere? Egal, wie oft ich sie aussortieren lasse, verschenke, verkaufe oder wegschmeiße, sie werden nicht weniger. Wir haben eine Riesenkiste besorgt, in die ich die Viecher reinwerfen lasse, und die Kiste steht dann unter dem Bett…usw.

Ich glaube Aufräumen und Kinder ist ein unendliches Thema. Für mich habe ich mir überlegt, dass die Kinderzimmer nicht die Ordnung haben müssen wie unser Wohnzimmer, das ist deren Sache wieviel Chaos sie ertragen können. Eigentlich fordere ich dann Ordnung ein, wenn ich Spielzeug erhalten will, so dass das ganze Spiel durch die verschwundenen Einzelteile nicht unbrauchbar wird, dass sie sich auf ihre Hausaufgaben konzentrieren können, und dass ein Spielen mit Kinderbesuch möglich ist.
Ansonsten versuche ich mich möglichst wenig zu ärgern - mehr oder weniger :wink:))

viele Grüße
Claudia

ein Tip
Hallo Andrea!

Natürlich kenne auch ich das Problem, wie viele andere Poster in diesem thread. Was mir aber in diesem Zusammenhang auch klar ist, ist, daß die Kinder vor einem scheinbar unüberwältigbaren Haufen Spielzeug stehen und deshalb fehlt ihnen die Motivation dazu. Ich empfehle, die Spielsachen so hoch zu räumen, daß sie Dich bitten müssen es ihnen zu geben. Dann kannst Du, wie das in jedem mir bekannten Kindergarten üblich ist, ihnen sagen, daß sie das nächste Spielzeug erst bekommen, wenn das vorher gebrauchte weggeräumt wurde. Aber wenn dann am Abend nicht mehr soviele Spielsachen herumliegen, können die Kinder leichter motiviert sein. Du mußt auch bedenken, daß die Kinder erstens müde sind am Abend und weil Du ja schon des öferen alleine weggeräumt hast, sie wissen, daß Du es ja doch tust. Ich schließe mich José an, daß ich auch den Eindruck habe, daß Du ein bißchen inkonsequent bist. Und wenn Du auch noch konsequenter bist bei Deinen Ankündigungen, wirst Du es hinbekommen. Wenn Du noch öfters alleine zusammenräumst, werden Dir die Kinder bald auf den Kopf sch******.

liebe Grüße

Wolfgang

Hast recht Rabchen,
der blaue Sack wirkt Wunder.
Meine Frau hat unserem Sohn gar nichts mehr sagen müssen. Hing ein blauer Sack an der Kinderzimmertür, wurde hektisch aufgeräumt (naja auch in Fächer geschmissen), denn das wußte er genau: Was am Abend noch rumliegt, wandert auf den Müll (naja - bissel aussortiert haben wir schon *zwinker*).
Und jetzt hängt ab und zu ein blauer Sack an der Tür meines Arbeitszimmers - was das wohl zu bedeuten hat? :smile:
Grüße
Eckard.

Hi Rabchen!

Bei meinem Sohn (damals 3 J.) hat hat das auch geklappt.
„Na mach es doch, da lach ich drüber.“ Hat dann doch nicht mehr gelacht. Ich hab ihm aber gesagt der Sack geht in Müll. Nach und nach hat es den der Müllmann wiedergebracht. Außer seinen Nuckel, der bei der Gelegenheit auch endlich verschwunden ist.
Owi

*lach* weiterhin off topic
Hallo Ihr beiden,

erstaunliche Probleme…

Ich hatte schon als Kind einen Aufräumfimmel, der meiner Mutter nahezu unheimlich war (obwohl sie auch damit gesegnet ist).

Liegt’s evtl. daran, daß ich als Kind in eher beengten Verhältnissen aufgewachsen bin und später in ziemlich kleinen Wohnungen gelebt habe? Entweder man hält Ordnung (und konzentriert die eigene Habe aufs wesentliche) oder man beschränkt sich auf kleine Laufstraßen :wink:

Heute bin ich ein aufgeräumter Erwachsener (chaotische Naturen werden in unserer Wohnung leicht nervös :wink:. Aufräumen ist für mich eine ziemlich entspannende, kontemplative Tätigkeit. Chaos bei anderen stört mich übrigens weniger, solange sich der dabei ansammelnde Dreck in Grenzen hält *fg*

Viele Grüße
Diana

Hi,

Habt Ihr auch unendlich viele
Kuscheltiere? Egal, wie oft ich sie aussortieren lasse,
verschenke, verkaufe oder wegschmeiße, sie werden nicht
weniger.

Dazu habe ich vor kurzem eine tolle Aktion erlebt. Mein Sohn (9) wünschte sich vor kurzem eine Kamera, Weihnachten und Geburtstag waren nicht in Sicht, und sein Taschengeld reichte nicht. Wir sind dann samstags ins Gemeindehaus um die Ecke zu einem Kinderflohmarkt und haben verkauft. Da er ein festes Ziel vor Augen hatte, konnte er sich viel leichter von Dingen trennen, die ihm nicht soviel bedeuten. Hey, auf dem Flohmarkt gingen gerade die Kuscheltiere richtig gut!

Am Ende hatte er das Geld für eine billige Kamera zusammen, ich hab ein paar € draufgelegt, und er hat eine ganz gute gekriegt. Jetzt müssen wir die Kosten für die Bilder in den Griff kriegen :smile:

Gruß

J.

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Hallo ihr Lieben,

vielen Dank fuer eure engagierten Beitraege!
So manches wird mir sicher hilfreich sein.
Allerdings: Zu viel Zeug haben sie definitiv nicht! Bzw. haben sie schon, aber der größte Teil ist tatsächlich die allermeiste Zeit im Keller, und wenn es wieder überhand zu nehmen droht räume ich konsequent weg. Es ist also gar nicht so viel Spielzeug da, aber meine Kinder sind da sehr kreativ, dann liegen eben alle Sofakissen und Decken am Boden wenn sie ein Haus bauen, und natürlich habe ich nicht vor das Sofa ohne
Rückenlehne zu benutzen, und der Küchentisch ist in der Regel voller Papierschnitzel vom Basteln - das dürfte ihnen nicht schwerfallen zuzuschauen wie ich die in den Papierkorb werfe! (Und um ganz ehrlich zu sein: Buntstifte und Bastelscheren verschwinden lassen WILL ich
auch nicht, bitte zwingt mich nicht dazu :wink:)
Insofern halte ich es zwar fuer eine gute Idee Sachen wegzuschliessen, aber in der Realität brauchen meine Kinder nicht viel Spielzeug um sich zu beschäftigen, und leiden daher auch nicht darunter wenn nicht viel da ist.
Sicher ein guter Tip ist es aber, für ein übersichtliches
Ordnungssystem zu sorgen, das weiß ich zwar theoretisch, aber
vielleicht gibt es mir jetzt den Kick das wirklich durchzuziehen.
Leider ist es auch ein Platzproblem, aber da wird sich schon was
finden lassen.
Konsequent bin ich meiner Ansicht nach schon: Die 1-2-3-Regel
funktioniert nämlich immer - ausser beim Aufräumen; und da nur deshalb nicht, weil ich bei einem so wiederkehrenden Problem keine Lust habe grob zu werden (wie ich durchaus mal werden kann wenn auf 3 nicht gespurt wird), aber das würde in diesem jeden Abend zu noch mehr Stress führen und ist vor allem auch keine Lösung auf Dauer.
Daher sage ich nicht wie üblich: Bei 3 kriegst du großen Ärger,
sondern: Bei 3 helfe ich dir nicht mehr - und das ziehe ich auch durch (bringt nur nicht viel).
Ich weiss nicht wie ihr auf die Idee kommt dass die Kinder wissen dass ich am Ende selbst aufräume? Das mach ich nicht. Nie! Aber mich nervt das ewige Hinterhermotzen und der ewige Streit deswegen unendlich an.

Sowas wie falscher Löffel zum Beispiel bringt mich übrigens nicht aus der Ruhe - denn da hat das Kind das Problem. In diesem Fall aber habe ICH es!
Was ich androhe das erfülle ich IMMER. Aber bislang war offensichtlich nichts dabei, was für meine Kinder schlimm genug war.
Übrigens: Das Buch von Dreikurs hab ich seit langem und ist mir auch hilfreich. Es fällt mir nur eben schwer eine Folge zu finden, die nicht (von mir selbst und von den Kindern) als Strafe empfunden wird, sondern ganz einfach als Folge ohne große Emotionen. Und bei Dreikurs kann man auch nachlesen, dass das Ganze daneben geht, wenn es unterschwellig eben doch eine „Strafe“ sein soll.

Noch unsicher bin ich, ob es mir wirklich egal sein soll, ob das
Kinderzimmer chaotisch ist oder nicht. Denn meine Erfahrung ist:
Viel Gruscht und viel Chaos -> Kinder werden unzufrieden, gelangweilt und quengelig (das nervt dann wieder MICH). Die Folgen von Ordnung hingegen: Die Kinder können sich
konzentrieren, haben Einfälle was sie spielen können und spielen
kreativer und vielfältiger --> deutlich besseres Familienklima.

Da Wegräumen nicht viel bringt, weil ohnehin viel „Spielzeug“
Dinge sind die ich selbst brauche, muss ich mir einen anderen
gravierenden Nachteil ausdenken, der sie wirklich trifft. Vielleicht sollte ich wirklich klarstellen, dass ich sie nach 19 Uhr nicht mehr ins Bett bringe und vor dem ins Bett bringen aufgeräumt sein muss. Gestern war ich schon so weit. Da hatten sie ganz schön Probleme dem Kleinen die Nachtwindel anzuziehen. (Und ich hab mit echter Freude beobachtet wie die Große dem Kleinen half, ihn also mit dem Problem nicht allein ließ :smile: Sie haben auch ziemlich Panik davor dass ich ihnen nicht die Zähne putze.)
Finde ich auch eine logische Folge, denn ich bin nicht bereit meinen Feierabend zu opfern um entweder aufzuräumen oder die Kinder viel zu spät ins Bett zu bringen nur weil sie getrödelt haben. Was ich nur an dieser Regel gemein finde
ist, dass sie in dem Alter halt noch kein Zeitgefühl haben. Ich denke es ist einfach normal fuer Kinder in dem Alter dass sie abschweifen, weiterspielen usw., und wie sollen sie, vor allem der Vierjährige, wissen, wie lang eine halbe Stunde oder wann es 19 Uhr ist.
Ich glaube es würde mir deutlich leichter fallen wenn ich wüßte, dass die Kinder ein Zeitgefühl haben. Ansonsten, ich gebe es zu, komme ich mich unfair vor. Und das ist wahrscheinlich mein Schwachpunkt!

Ich werde mir jedenfalls all eure Ratschläge mal ausdrucken und mirein Konzept überlegen. Und falls jemand noch eine Idee hat, was eine logische Folge sein könnte die sie schmerzlich spueren, bei der die Kinder aber kein Zeitgefühl brauchen
fände ich das toll. Wie schon gesagt: Dinge wegpacken tut ihnen nicht weh!

Danke nochmal, und ich bin neugierig ob noch was kommt!

Andrea

Hallo Andrea,

aber meine Kinder sind da sehr kreativ,
dann liegen eben alle Sofakissen und Decken am Boden wenn sie
ein Haus bauen, und natürlich habe ich nicht vor das Sofa ohne
Rückenlehne zu benutzen,

Da würde ich eine echte Gemeinschaftsarbeit draus machen: Du kannst nur dann aufräumen, wenn Deine Beiden mit anfassen, und zwar Stück für Stück. Und wenn sie abgelenkt sind und weiter spielen, „verlierst“ Du einfach irgendetwas Großes mitten auf dem wichtigsten Spielfeld, weil Du es nicht mehr heben konntest.

und der Küchentisch ist in der Regel
voller Papierschnitzel vom Basteln - das dürfte ihnen nicht
schwerfallen zuzuschauen wie ich die in den Papierkorb werfe!

Das würde ich probieren. Oft sind Sachen dazwischen, die sie ubedingt aufheben möchten. Und wenn Du in Bausch und Bogen wegwirfst. Das aber am besten gleich in einen Müllsack, wie weiter unten schon geschrieben, dann ist die Engülitgkeit gleich viel sichtbarer.

(Und um ganz ehrlich zu sein: Buntstifte und Bastelscheren
verschwinden lassen WILL ich
auch nicht, bitte zwingt mich nicht dazu :wink:)

Aber schwer zu finden sein dürften sie schon mal.

Sicher ein guter Tip ist es aber, für ein übersichtliches
Ordnungssystem zu sorgen, das weiß ich zwar theoretisch, aber
vielleicht gibt es mir jetzt den Kick das wirklich
durchzuziehen.
Leider ist es auch ein Platzproblem, aber da wird sich schon
was finden lassen.

Ehrlich gesagt, dachte ich immer, dass ein gutes Ordnungssystem Platz spart.

Konsequent bin ich meiner Ansicht nach schon: Die 1-2-3-Regel
funktioniert nämlich immer - ausser beim Aufräumen; und da nur
deshalb nicht, weil ich bei einem so wiederkehrenden Problem
keine Lust habe grob zu werden (wie ich durchaus mal werden
kann wenn auf 3 nicht gespurt wird), aber das würde in diesem
jeden Abend zu noch mehr Stress führen und ist vor allem auch
keine Lösung auf Dauer.

Wie gesagt: Du „schaffst“ es einfach nur, wenn die Zwerge gleichzeitig mit anfassen.

Ich weiss nicht wie ihr auf die Idee kommt dass die Kinder
wissen dass ich am Ende selbst aufräume? Das mach ich nicht.
Nie! Aber mich nervt das ewige Hinterhermotzen und der ewige
Streit deswegen unendlich an.

Sicher nicht? Lässt Du die Wohnung so wie sie ist, wenn die Kinder einfach weiterspielen?

Was ich androhe das erfülle ich IMMER. Aber bislang war
offensichtlich nichts dabei, was für meine Kinder schlimm
genug war.

Eben nicht androhen, sondern das Spiel bei eigenen „Bemühungen aufzuräumen“ massiv stören.

Gruß, Karin