Kinder 4+6 Jahre sollen aufräumen!

Aber Eckard,

Und jetzt hängt ab und zu ein blauer Sack an der Tür meines
Arbeitszimmers - was das wohl zu bedeuten hat? :smile:

Bist Du etwa ein klarer Beweis für den Ausspruch: „Es ist ganz egal, wie gut man die Kinder erzieht, sie machen doch immer die Eltern nach“??

Gruß, Karin

Hallo

Internet geben…nur so zum Trost, mein Sohn (20 Jahre) hat
2 Tage (Sonntag und Montag) sein 8 m2 -Kämmerlein aufgeräumt
(mind. 10 Müllsäcke)- und dies auch nur, weil ich ihm mit
Rausschmiß gedroht hab, wenn ich mir permanent die Nase zu- halten muß, wenn ich an seinem Zimmer vorbeigehe.
Ich dachte immer, weil ich auch aufgegeben hatte, freu Dich außerhalb der Kinderzimmer an Deinen Kindern, aber das funktioniert nicht. Bei meiner Tochter (11) besteh ich drauf, daß sie es nicht wieder zum Chaos treibt. Wenn es auch mühsam
ist, lohnt es letztlich doch, die Kinder bis zu einem gewissen Maß an Ordnung zu gewöhnen, wenn es auch tatsächlich ein schier
unendlicher Kampf ist.

Herzl. Grüße
d.

bei uns ist das so ähnlich in Sams Familie (netter Artikel,
Sams :smile:)).
Die geniale Aufräumlösung haben wir auch nicht gefunden. Aber
wir (Eltern) haben mit unseren Mädchen (8+10) einen Kompromiß
geschlossen. Piksige Kleinteile auf dem Weg vom Bett zu Klo
müssen täglich weg sein. Am Samstag Vormittag ist unser
Aufräumtag. Da bin ich mit dem Staubsäuger in der ganzen
Wohnung unterwegs. Bis ich in die Zimmer komme, sollten die
Böden frei geräumt sein. Ich möchte aber auch, dass sie ihre
Schreibtische für die nächste Schulwoche einigermaßen
ordentlich haben, und dass der Klamottenstapel mit den 1000
Jeans und Sweatshirts verräumt ist.
Und ich helfe ein wenig mit.
Mir hat ein mal eine Kindergärtnerin gesagt, dass Aufräumen
erlernt sein will, da darf man als Mutter keine zu hohen
Erwartungen haben. Bauklötzchen in die Kiste räumen ist kein
Problem. Aber wenn auf dem Boden eine Krempel-Mischung aus
Barbiekleider, Legosteine und Puppenküchenkram verteilt ist,
dann wandert entweder alles in eine Kiste (da finde ich es
immer ums Spielzeug schade, das auch ein bisschen was gekostet
hat), oder die Aufräumaktion zieht sich ewig hinaus - mangels
Übersicht und Motivation. Wenn ich mithelfe, dann trenne ich
optisch in Haufen. Und dann komme ich mit meinem „das kommt
jetzt in die jeweiligen Kisten“. Bücher können sie selber
aufstellen, wenn diese neben dem Regal liegen.
Papierschnipsel, wenn sie nicht gerettet werden, werden von
meinem Staubsauger verschlungen. Habt Ihr auch unendlich viele
Kuscheltiere? Egal, wie oft ich sie aussortieren lasse,
verschenke, verkaufe oder wegschmeiße, sie werden nicht
weniger. Wir haben eine Riesenkiste besorgt, in die ich die
Viecher reinwerfen lasse, und die Kiste steht dann unter dem
Bett…usw.

Ich glaube Aufräumen und Kinder ist ein unendliches Thema. Für
mich habe ich mir überlegt, dass die Kinderzimmer nicht die
Ordnung haben müssen wie unser Wohnzimmer, das ist deren Sache
wieviel Chaos sie ertragen können. Eigentlich fordere ich dann
Ordnung ein, wenn ich Spielzeug erhalten will, so dass das
ganze Spiel durch die verschwundenen Einzelteile nicht
unbrauchbar wird, dass sie sich auf ihre Hausaufgaben
konzentrieren können, und dass ein Spielen mit Kinderbesuch
möglich ist.
Ansonsten versuche ich mich möglichst wenig zu ärgern - mehr
oder weniger :wink:))

viele Grüße
Claudia

Bist Du etwa ein klarer Beweis für den Ausspruch: „Es ist ganz
egal, wie gut man die Kinder erzieht, sie machen doch immer
die Eltern nach“??

Aber ja, Karin,
kann ja gar nichts anderes sein als dies. Wie Fröbel schon sagte: „Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts“.
Ich hoffe, dass ich wenn schon nicht immer das beste, so aber doch noch ein ziemlich gutes Beispiel gegeben habe. :smile:
Gruß Eckard.

Hi,

die Idee mit dem Flohmarkt finde ich Klasse. Nicht nur, daß die Tonnen von Tieren endlich weg sind, nein, Sohnemann hat auch noch selber was dafür getan und sich noch einen Wunsch erfüllt!

Ich wollte unsere schon wegwerfen, aber jetzt habe ich doch einen Grund sie noch aufzuheben, allerdings verpackt auf dem Dachboden, da sie bei uns sonst nur als Staubfänger fungieren.

Grüße Maja :smile:

PS was verlangt man denn da so für Stofftiere?

hallo Andrea,
die Erschöpfung spüre ich so richtig mit. Auch wenn meine nun größer oder groß sind - vergessen habe ich die Kämpfe auch mit meiner eigenen Unzulänglichkeit nicht. Regelmässig war ich nur noch gefrustet und es fiel schwer, unserem Usus mit singen, musizieren und Gutenachtgeschichte nachzukommen. Das dazu…

Hilfreich war eine der Kindergärtnerinnen - die mir (!!) klarmachte, auch die Kinder hätten Anspruch auf ihre individuelle Note. In dem Alter hatten meine Beiden noch 1 Kinderzimmer zusammen - damit war der Kampf vorprogrammiert - weil es nie einer war, der die Sachen durch die Gegend warf. So habe ich dann auf mein Schlafzimmer verzichtet, damit jedes Kind ein Zimmer hatte. Das Kind, in welchem Zimmer gespielt wurde, musste allein Sorge tragen,d ass die "Einfallschneise"abends frei war - sonst wurde es vom Vorlesen ausgeschlossen. Nun war es bei uns auch üblich, bestimmt an ca. 3 Abenden dass jedes Kind eine Freundin/Freund zum Schlafen da hatte - so denn einigermassen aufgeräumt war.

Was ich (!!) lernen musste, dass meine Auffassung von Ordnung nicht durchsetzbar war. Wir hatten etliche Kisten, alles fein sortiert nach Lego, Duplo, Brio-Eisenbahn, Autos… Und was spielte mein Sohn am liebsten; Müllcontainer sprich alle Kisten ausschütten.

Nach Gesprächen mit der Kindergärtnerin haben wir dann nur noch unsortiert in Kisten aufgeräumt. Meine beiden änderten ihr Verhalten, weil nix gefunden wurde. Als erstes fing meine Tochter an, alles von Barbie getrennt wegzuräumen und hütete dann diese Kiste wie ihren Augapfel. Selbst fremde Kinder wurden zur Ordnung angehalten.

Indem ich großzügiger wurde, herrschte eine friedvollere Stimmung am Abend.

In den anderen Räumen sprich Flur, Wohnzimmer, Küche musste ohne Ausnahme alles weggeräumt werden vor dem Abendbrot - ansonsten blauer Müllsack und weg wars. Funktionierte.

Im großen und ganzen lief es mit dem Aufräumen dann, da sie ab 6 Jahre im Falle eines Falles auch selbst staubsaugen mussten - und weg im Staubsauger war unwiderruflich weg.

Als mein Sohn 15 war, hatten wir den letzten großen Knall: er sollte mit dem Vater in die USA fliegen und sein Zimmer sah aus… Ich war so wütend, dass ich diverse Säche nach seiner Abreise schnappte. alle leeren Dosen zählte, allen Müll wog, und dann die Stunden aufschrieb. 3 Monate später hatte er Geburtstag und bekam von mir als Geburtstagsgeschenk einen Gutschein über 25 geleistete Arbeitsstunden a 10,-- DM, verwendet für seine Zimmerreinigung.

Entsetzten. Wieso, Geschenk für 250,-- DM ist doch o.k. oder? Er bekam dann noch 1 Buch, Kassette und Kleinkram. Seitdem gab es bei beiden keine wesentlichen Probleme. Ich brauchte nur den blauen Sack an die Tür zu hängen.

Dieses als kleiner Trost - so wie du, werden sie nicht aufräumen, mach auch du Kompromisse, sei nicht zu pingelig auch bei dir — aber konsequent mit deinen Anordnungen. Überlege bei jeder, ob du sie auch durchziehen willst.

Unter dem Strich habe ich mir immer gesagt, das ganze leidige Aufräumthema ist es mir nicht wert, die Beziehung zu den Kindern aufs Spiel zu setzen nach dem Motto - super aufgeräumt aber nur Krach und Zank. Heute noch nehmen sie mir mir freiwillig gemeinsam Frühstück und Abendessen ein, wenn möglich und gerade vorige Woche bekam ich das tolle Argument, wie schön es war und ist, dass wir immer Ruhe und Zeit für Spiele und Gespräche nahmen und nicht wie in den Familien der Freunde nur Zank und Streit ums Aufräumen.

Hallo Dilarah,

bei meinem Bruder ist das genauso :frowning:
Er hat schonmal eine eigene kleine Wohnung gehabt, aus der er wieder ausgezogen ist, weil er das Aufräumen nicht gebacken bekam.
Ich habe ihm beim Umzug zurück zu Mama dann geholfen. Mich traf fast der Schlag, als ich seine „Wohnung“ gesehen habe.

Hast Du schonmal einen Fluß aus Klamotten gesehen? Er floß direkt aus der Waschmaschine durchs Bad bis ins Wohnzimmer :frowning:
Sowas nur als Beispiel.
(Als Kind war ich zwar auch superchaotisch und meine Aufräummethode entbehrte jeglicher Logik, aber dennoch habe ich alles gefunden und inzwischen ist es auch „etwas“ besser geworden, aber ein Ordnungsfanatiker bin ich trotzdem nicht geworden.)

Aber bei meinem Bruder finden immernoch in regelmäßigen Abständen ganze Entrümpelungssessions statt…

Gruß Maja

es fehlte nur noch Gruß und Wunsch auf viel Kraft

aber auch die Freude an Gemeinsamkeiten

Christel

Hallo Maja,

mich tröstet nur eins: im Oktober 2003 geht mein Sohn für 12
Jahre zur Bundeswehr…wenn die es nicht schaffen, ihm
Ordnung beizubringen, weiss ich auch nicht…:smile:

Aber ich glaub, ich hab da einige Fehler in der Erziehung gemacht. Habe als er klein war, alles immer selber aufgeräumt und dann, als es seine Privatsphäre zu wahren galt, ihn in seinem Chaos allein gelassen.

Vielleicht treibt irgendwann eine Frau Deinem Bruder das Chaos aus? Möglich wär es immerhin.
Ich bin ja auch kein Putzteufel, weit davon entfernt, aber
es ist anders als bei „unseren“ Jungs.

Alles Liebe
d.

Huhu,

mich tröstet nur eins: im Oktober 2003 geht mein Sohn für 12
Jahre zur Bundeswehr…wenn die es nicht schaffen, ihm
Ordnung beizubringen, weiss ich auch nicht…:smile:

Oha, das ist aber dann eine krasse Nummer!

Aber ich glaub, ich hab da einige Fehler in der Erziehung
gemacht. Habe als er klein war, alles immer selber aufgeräumt
und dann, als es seine Privatsphäre zu wahren galt, ihn in
seinem Chaos allein gelassen.

Genauso hat das unsere Mama auch gemacht…allerdings schaut sie immernoch dann und wann in sein Zimmer…und hat danach nächtelang Albträume :smile:

Vielleicht treibt irgendwann eine Frau Deinem Bruder das Chaos
aus? Möglich wär es immerhin.

Eine langjährige Freundin hat er schon, die auch mehr bei ihm, als bei ihren Eltern wohnt, aber die ist dummerweise genauso…hast Du eine Ahnung wie das dann aussieht? *auweia*

Ich bin ja auch kein Putzteufel, weit davon entfernt, aber
es ist anders als bei „unseren“ Jungs.

-)

LG Maja

PS Alles Gute für Deinen Sohn!

Hi Maja,

PS was verlangt man denn da so für Stofftiere?

Keine Ahnung, ich werde meinen Sohn fragen. Aber ich weiß, daß er für ein ekliges rosa Schweinchen 8 Euro gekriegt hat. Er hat sich tierisch gefreut.

Gruß

J.

Huhu Petzi!

Sind wie Geschwister?!? Oder Zwillinge?

Ich sage heute noch immer: ‚In einem geordnetem Haushalt findet sich alles wieder - früher oder später!‘
Trotz Chaos weis sich immer (naja, so gut wie immer), wo bestimmte Dinge lagern.

Bye, Vanessa *diegerneetwasordentlicherewäre*

Hi Maja,
Ich muß mal dem Eindruck entgegentreten, ich wäre ein Ordnungsfanatiker:
http://www.harvey-net.de/arbeitsplatz.jpg :smile:
(das ist mein Arbeitstisch daheim - passend zum Thread von Nike im P-Brett) .

Gruß

J.

so günstig wie möglich
Hallo Maja,

beim letzten Flohmarkt, auf dem wir Kinderspielzeug verkauften, ließ ich erstens die Kinder an die Front, und hielt mich im Hintergrund, und zweitens verlangten wir zwischen 50Cent und 2 Euro, egal ob Buch, Puzzle, Kuscheltier oder was auch immer: Drei Stapel - drei Preise. Wir haben fast alles verkauft - 40 Euro war die Ausbeute, nicht schlecht, gell? Das Geld durften die Kinder behalten, so dass so manche Kunden ein paar Cent mehr drauflegten. Und für die interessierten Kinder war es auch erschwinglich.
Mir ging es darum, möglichst alles loszuwerden - im Endeffekt wäre es in der Mülltonne gelandet.
Und noch ein Effekt. Bei Aussortieren des Spielzeugs vor dem Verkauf, wurde so manches für meine Mädchen wieder interessant und somit unverkäuflich.

viele Grüße
Claudia

Hallo Vanessa,

Sind wie Geschwister?!? Oder Zwillinge?

Ich sage heute noch immer: ‚In einem geordnetem Haushalt
findet sich alles wieder - früher oder später!‘

Nee, ich habe immer alles gefunden, da wo ich es liegen gelassen habe.

Trotz Chaos weis sich immer (naja, so gut wie immer), wo
bestimmte Dinge lagern.

Eben nicht trotz, sonder deswegen! Wenn jemand aufgeräumt hatte, dann hat es niemand mehr gefunden. Ich kann mich ja schlecht daan erinnern, wo jemand Anderes meine Sachen hingeschmissen hat.

Gruß, Karin

Huhu,

eine gewisse Ähnlichkeit läßt sich zu dem meines Bruders erkennen :smile:
Aber ich Schussel würde da mind. alle 15 Min. alles abräumen, irgendwo hängenbleiben, oder mich sonstwie verletzen :wink:

Maja *diebessermehrplatzamcompibraucht*

Cool…aber wohl eher Ausnahme? owt

Hi Claudia,

stimmt ja…die Kinder sind wohl die größten Interessenten.
Ok ich merk mir das mal, bis es akut wird

Danke!
Maja

Ne ne…

Aber Eckard,

Und jetzt hängt ab und zu ein blauer Sack an der Tür meines
Arbeitszimmers - was das wohl zu bedeuten hat? :smile:

Bist Du etwa ein klarer Beweis für den Ausspruch: „Es ist ganz
egal, wie gut man die Kinder erzieht, sie machen doch immer
die Eltern nach“??

Hi Karin,

da muß ich Dich entäuschen. Meine Eltern und meine Geschwister sind alle sehr penibel, ich dagegen oft das reine Chaos…
Das mit dem nachmachen hat zumindest bei mir eindeutig nicht funktioniert!

Gruß Stefan

Hi,

Aber ich Schussel würde da mind. alle 15 Min. alles abräumen

Ja, kannst gern vorbeikommen :smile:

Maja *diebessermehrplatzamcompibraucht*

J.
*derauchmehrplatzbräuchteabersichkeine120qmfürseinenRechnerleistenkann*

Oha!
Nabend,

vorbeikommen? Das liesse sich machen :smile:

Aber im Ernst…ich hab zig Regale an den Wänden, weil ich sonst nicht weiß wohin damit…da ist ein Chemiebuch dabei, das fällt schon auseinander, aber es ist Anfang des letzten Jahrhunderts geschrieben und ein echter Schatz für mich (ähem, wie viele andere Dinge auch)

Wenn man nix wegwerfen kann ist man echt arm dran *puh*

LG Maja :smile: