Kinder 4+6 Jahre sollen aufräumen!

vom Chaoten zum Lappenschwinger mutiert :wink:
Hallo Dilarah,

mein Bruder war auch so ein Kandidat, wie hier schon beschrieben: dreckig, unordentlich und chaotisch.
Meine Eltern waren in Vollzeit berufstätig, so dass meine Mutter keine Zeit hatte uns Ordnung beizubringen, nicht einmal Zeit zum Schimpfen - sie ließ uns einfach machen wie wir wollten.
Und heute? Ich bin keine passionierte Hausfrau, also nicht besonders ordentlich - man könnte es bei mir gemütlich nennen, wenn man nicht so genau guckt :wink:))
Und mein Brüderchen hat einen Putzteufel geheiratet, der aus ihm einen willigen Lappenschwinger gemacht hat - hähä. Bei denen ist selbst an den Wasserhähnen nie ein eingetrockneter Wassertropfen zu finden, der wird gleich weggewischt. (ist mit Sicherheit sinnvoll, aber nicht meine Sache!)
c´est la vie!

Ich bin mir nicht sicher, ob entsprechende Erziehung Einfluß auf Ordnungsliebe hat. In einem zu großen Ordnungssinn, wenn er zu übertrieben von Eltern erwartet wird, sehe ich die Gefahr, dass Kinder diese Erwartung falsch verstehen: ich werde nur akzeptiert, wenn ich das Maß an Ordnung einhalte. Das geht gegen die Person, und die Sache wird nicht verstanden.
Ich verfolge eher die erzieherische Absicht, dass Gegenstände nicht achtlos behandelt werden, weil sie ja durch die Familienkasse finanziert werden müssen, dass bei all dem Chaos der Überblick nicht verloren gehen soll, oder dass ein Aufenthalt in dem unordentlichen Raum nicht unmöglich wird - sprich die Ferkel hocken mir im Wohnzimmer auf der Pelle, weil es in ihrem Zimmer so ungemütlich ist. Mir geht es um die Ordnung und deren Sinn selbst - und das versuche ich zu vermitteln.
Nun habe ich zwei harmlose kleine Mädchen, die zu beeinflussen nicht schwer ist. Ich muß nicht viel Druck machen, und komme prima mit ihnen zurecht. Wie es mir mit einem dickköpfigen Lausebengel ginge, kann ich nicht sagen.

Aber mal prinzipiell würde ich mich weigern einem Halbwüchsigen zu sagen wie er sein Zimmer aufräumen soll. Wenn es allerdings schon aus dem Schlüsselloch stinkt, dann würde ich auch mit einer Mülltüte laut rascheln.

viele Grüße
Claudia

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Hallo Claudia,

was hab ich grad gelacht…:smile:)))

Ist doch irgendwie überall ähnlich. Aber so eeen Putzteufel tut
Deinem Brüderchen sicher gut…das muß dann wirklich Liebe sein.

Ich bin mir nicht sicher, ob entsprechende Erziehung Einfluß
auf Ordnungsliebe hat.

Aus meiner Erfahrung als Tochter kann ich da nur vehement NEIN
sagen. Meine Mutter war steril, ich eine (in ihren Augen) Schlampe. Wär ich in ihren Augen sicher auch heute noch.
Aber gemütlich ist ein Wort, was ich mir merken sollte.
Es gibt Sachen, da bin auch ich penibel (Bad und Kühlschrank z.B.), ansonsten pft!!!

Ich verfolge eher die erzieherische Absicht, dass Gegenstände
nicht achtlos behandelt werden, weil sie ja durch die
Familienkasse finanziert werden müssen.

Sehr gut, so seh ich das auch, aber es gelingt mir nicht immer, dies bei meinen Kindern durchzusetzen.

sprich die Ferkel hocken mir im Wohnzimmer auf der Pelle, weil
es in ihrem Zimmer so ungemütlich ist.

Kommt mir sehr bekannt vor…

Aber mal prinzipiell würde ich mich weigern einem
Halbwüchsigen zu sagen wie er sein Zimmer aufräumen soll. Wenn
es allerdings schon aus dem Schlüsselloch stinkt, dann würde
ich auch mit einer Mülltüte laut rascheln.

hahahaha, genau das hab ich gemacht, nachdem ich mir 2 Jahre
Verwahrlosung (und glaub mir, das ist nicht übertrieben) ange-
sehen habe. Mal sehen, wie lange der Zustand anhält.

Immer wieder schön zu wissen, man ist nicht ganz allein mit
seinen „kleinen Sorgen“.

viele Grüße

an Dich zurück

d.

Hallo Claudia,

Hast Du mich beschrieben? Nein, aber mal im Ernst,

Bei denen ist selbst an den Wasserhähnen nie ein eingetrockneter
Wassertropfen zu finden, der wird gleich weggewischt. (ist mit
Sicherheit sinnvoll, aber nicht meine Sache!)

warum Wasser im Bereich der zum Wasser nutzen gedachten Einrichtungen (Spülbecken, Waschbecken etc.) Schmutz sein soll, habe ich bis heute noch nicht verstanden. Kannst Du mich aufklären?

Gruß, Karin

Hi Stefan,

Bist Du etwa ein klarer Beweis für den Ausspruch: „Es ist ganz
egal, wie gut man die Kinder erzieht, sie machen doch immer
die Eltern nach“??

da muß ich Dich entäuschen. Meine Eltern und meine Geschwister
sind alle sehr penibel, ich dagegen oft das reine Chaos…
Das mit dem nachmachen hat zumindest bei mir eindeutig nicht
funktioniert!

dass die positiven Eigenschaften oft viel weniger gern kopiert werden. Ist vielleicht auch eine Frage dessen, ob man das aufgedrängt bekommt.

Gruß, Karin

Hallo Grilla,

du schreibst:

Ich bin mir nicht sicher, ob entsprechende Erziehung Einfluß
auf Ordnungsliebe hat.

Das bezweifle ich nicht nur bei der Sauberkeit. Meine Schwestern sind trotz gleicher Erziehung das totale Gegenteil von einander: Lappenschwinger gegen Gemuetlichkeit.
(ich zaehle nicht, als das viel zu spaet erschienene und entsprechend verwoehnte Nesthaekchen habe ich eine andere Erziehung genossen - behaupten meine Schwestern)

Ich tendiere auch mehr zu Gemuetlichkeit. Eine Freundin sagt immer : wenn ich bei dir bin, halte ich mich fuer putzwuetig. Eh… ja, aber im Ernst: letztes Jahr hatte mein Sohn Salmonellenvergiftung. Daraufhin hat sich das saudische Gesundheitsamt angekuendigt; sie wollten eine Ortsbegehung machen und nachsehen, ob unser Haus eine Bazillenschleuder, sprich Gesundheitsgefaehrdung darstellt – also hat’s mich tatsaechlich gepackt und – was hab ich davon: Arthrose im Handgelenk wegen Ueberbeanspruchung. Seither putze ich noch weniger wie vorher. Obwohl… putzen hat ja eigentlich nichts mit ordentlich zu tun, jedenfalls nicht viel. (ordentlich bin ich auch nicht…)

Tschuess, Elke

Hallo Andrea,
hab gerade (unabsichtlich) eine neue Methode entdeckt - funktioniert aber nur bei aelteren.
Meine Jungs (10+11) haben mir auch schon Kaempfe geliefert, was die Ordnung betrifft. Wobei ich nicht pingelig bin, weil ich nicht verlangen kann, was ich selbst nicht liefere.
Aber seit einigen Wochen haben sie eine Nachhilfe. Eine 17jaehrige, die zu uns kommt. IN DAS ZIMMER VON BEIDEN. Nun sind beide in diese junge Dame (macht, recht gekonnt, auf Brittney Spears …) verschossen --> 10 Minuten bevor sie erscheint, wird aufgeraeumt und weggeraeumt und sogar Bett gemacht. Und ich habe auch schon gehoert: „Mama, raeum mal ein bisschen das Wohnzimmer auf, wenn die Sophie gleich kommt, soll es hier doch nicht aussehen wie im Puff!“ (er weiss allerdings nicht, was ein Puff ist :wink:)

Fazit: man muss den richtigen Ansatzpunkt finden. Oft hilft Zufall. Bei mir hat - zumindest was die Ordentlichkeit betrifft - bis jetzt noch nichts geholfen, meint jedenfalls der Vater meiner zwei Jungs.

Obiges zur Erheiterung und auch als Hoffnungsmacher: manchmal aendert sich was schneller als man denkt.

Tschuess, Elke

Hallo Karin,

warum Wasser im Bereich der zum Wasser nutzen gedachten
Einrichtungen (Spülbecken, Waschbecken etc.) Schmutz sein
soll, habe ich bis heute noch nicht verstanden. Kannst Du mich
aufklären?

Meine Schwägerin hat mir das so erklärt: wenn man jeden Fleck oder Dreck gleich wegmacht, dann hat man später weniger Arbeit. So ist sie am Dauerwischen, mit dem Erfolg, dass es trotz ihrer kleinen Kinder immer super sauber aussieht. Kleiner Nebeneffekt, sie hat zu nichts anderem Zeit, außer Kinder und Haushalt.

Was mich bei ihr besonders narrisch macht, nach Kaffee und Kuchen gehört sie zu den FRauen, die als erste aufspringen und Geschirr rausbringen, was auch gleich abgewaschen wird. Sitzt sie endlich wieder mit uns am Tisch, dann zupft sie beim Erzählen kleine Krümelchen von der Tischdecke, streicht Fransen glatt, und drückt Stofffalten platt - also wenn das keine _Leiden_schaft ist…
Meine Leidenschaften liegen woanders. Und trotz ihrer Eigenheiten ist meine Schwägerin ganz ok.

viele Grüße
Claudia

Hi,

das muß ja furchtbar sein!

Meine Tante ist ähnlich drauf. Jede Woche werden alle Fenster geputzt…und wenn man zu ihr kommt denkt man, man steht in einem Austellungshaus. Alles ist immer ordentlich…und hygienisch rein. Nichts verrät, daß in diesem Haus auch tatsächlich jemand wohnt und das obwohl noch 4 große Hunde da sind.
Da fehlt doch die Gemütlichkeit und die persönliche Note, oder?

Gruß Maja

Hi,

vorbeikommen? Das liesse sich machen :smile:

Super! Wenn Du mal Zeit hast, können wir uns gern über Kindererziehung usw. usf. unterhalten. Wie Du siehst, ist bei mir jede Menge „Gemütlichkeit und persönliche Note“ da :smile:

Gruß

J.

Hallo Claudia,

Meine Schwägerin hat mir das so erklärt: wenn man jeden Fleck
oder Dreck gleich wegmacht, dann hat man später weniger
Arbeit.

Meine Beobachtung ist, dass einmal Küche putzen die Woche nicht länger dauert als tägliches Küche putzen, da die meiste Arbeit im hin und herräumen besteht (und einmal die Woche war jetzt auch schon übertrieben)

Was mich bei ihr besonders narrisch macht, nach Kaffee und
Kuchen gehört sie zu den FRauen, die als erste aufspringen und
Geschirr rausbringen, was auch gleich abgewaschen wird. Sitzt
sie endlich wieder mit uns am Tisch, dann zupft sie beim
Erzählen kleine Krümelchen von der Tischdecke, streicht
Fransen glatt, und drückt Stofffalten platt

Also, da fällt mir nur der Kommentar ein, den ich zum Haushalt meiner „Nichtschwiegermutter“ habe: Da ist es so ordentlich, dass ich mich beim Hinsetzen wie ein Stück Unordnung fühle :smile:

Meine Leidenschaften liegen woanders. Und trotz ihrer
Eigenheiten ist meine Schwägerin ganz ok.

Meine auch. Leider hat o.g. Dame altersbedingt nicht viel andere Themen auf Lager.:frowning:

Gruß, Karin

MOD: Liebe Putzteufel :wink:
Huhu!

Wäre prima, wenn ihr die, von Kinder-sollen-Aufräumen losgelösten Postings eher im Brett Haushaltdingsda oder Plauderei machen würdet, ja?

Dank euch! Vanessa

die Ungleichheit unter Frauen
Hallo Maja,

Da fehlt doch die Gemütlichkeit und die persönliche Note,
oder?

Ehrlich gesagt habe ich bei Leuten mit Putzfimmel den Eindruck, dass sie einen leichten Dachschaden haben. Eine nervtötende Marotte.
Was mich richtig ärgert, ist, wenn Frauen von ihren Geschlechtgenossinnen erwarten, dass sie ebenso ambitionierte Hausfrauen sind wie sie.
Dabei ärgert sich meine Schwägerin nur, wenn ich am Tisch sitzenbleibe, und sie ist so fleißig „das kann man doch von einer Frau erwarten, dass sie im Haushalt sieht, wenn es was zu tun gibt“
Jawoll, ich sehe das auch, und ich bin stolz darauf mich soweit im Griff zu haben, Unordnung dann zu beseitigen, wenn ich dafür die Zeit aufbringen will. Wenn ich lieber Geselligkeit genießen will, dann ertrage ich auch Küchenchaos.
Aber das hat lange gedauert, bis ich das gelernt habe.
Die Emanzipationsbewegung ist selbst unter Frauen noch nicht sehr weit gediehen.

viele Grüße
Claudia

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Zeitgegfühl…
Hallo Andrea,

wg. dem Zeitgefühl. Hast Du mal eine Eieruhr ausprobiert? Die laufen doch so eine Stunde. Die Zeiten kannst Du farblich noch markieren (z.B. die ersten 30 Min. in rot und die andere Hälfte in blau…) und wenn die Uhr rasselt muss aufgeräumt sein…

Zauberm@us

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