Kinder dürfen alles?

Hi an alle,

kurz zu mir - ich habe keine Kinder, mag Kinder, bin also kein prinzipieller Kinderhasser und die meißten Kiddies kommen mit mir auch ganz gut klar.

Zur Situation - wir (ich und mein Mann) wohnen in einer Eigentümergemeinschaft, sprich grosses Haus mit Garten, 9 Parteien (drei davon mit Kindern), 2 der Eigentümer wohnen selbst im Haus, der Rest mietet. Vor 3 Jahren sind wir eingezogen und begegnen allen Nachbarn völlig normal, eben ab und zu in Waschküche oder Flur - man grüsst sich und gut ist.

Mein aktuelles „Problem“:

Wir wohnen EG mit einem Teil des Gemeinschaftsgartens. D.h. nur zu unserer Wohnung gehört ein Stück Garten. Im Gemeinschaftsteil steht seit Beginn ein Sandkasten, der bisher eher weniger genutzt wurde. Aber wenn er benutzt wurde, wars auch nie ein Drama für uns. Wenns zu laut wurde, sind wir eben rein im Sommer und gut war. Zum Einzug habe ich genau auf den „Gartenrand“ der zu uns geht und genau auf der „Grenze“ des Sandkastens ein paar Blumen und Sträucher gesetzt. Einmal weil der Garten einfach langweilig war und ich Blumen mag, und zum anderen weil ich eine Art Linie ziehen wollte - ab da ist „meins“.

Letzte Woche war Rambazamba in Sandkasten. Kein Wunder bei dem schönen Wetter. Beide „Eigentümer“ mit ihren Kindern waren unten, die Mütter standen beieinander und plauderten, die Kinder spielten. Irgendwann bemerkte mein Mann das die kleinsten Kinder (die werden so ca. 4 sein) in „unserem“ Garten hockten und meine Blumen herausrissen um die im Sandkasten als Verzierung für Sandburgen zu benutzen. Als eine unserer Nachbarinnen meinen Mann hinter der Terassentür sah, rief sie sofort die Kinder zurück. Soweit, so gut.

Nach ca. 5 Minuten sah ich aber dass die Kinder wieder in unserem Garten waren (man muss da schon um die Sträucher herum gehen um an die Blumen zu kommen) und wieder die Blumen herausrissen. Als ich dann demonstrativ auf die Terasse ging (also raus) und ziemlich sauer den „Damen“ (die nur zuschauten und nix zu den Kindern sagten, obwohl das ja nun schon das zweite Mal passierte) zurief sie sollten doch mal die Kinder zurückrufen, denn die Blumen hätten immerhin Geld gekostet, die wachsen ja nun nicht wild, kam nur von einer der Mütter ein lahmes „'Tschuldigung“. Vom Ton kams mir eher so vor wie ein, „Leck ich doch und reg dich nicht so auf.“ Kann aber auch an meiner Wut gelegen haben, das ich es bis heute so verstanden habe.

Ganz ehrlich, ich war super sauer als ich die Kinder wieder beim Blumen rausrupfen erwischte und die Mütter nur lethargisch herumstanden und nix taten, eher genervt reagierten. Ich habe auch bewußt nicht die Kinder angeschissen, sondern deren Erziehungsberechtigte.

Jetzt mal zwei Fragen von mir:

Reagiere ich hysterisch und bin ich auf dem besten Wege ein Kinderhasser zu werden?

Dürfen Kinder einfach alles? Oder darf man da doch was sagen? Wie hättet ihr reagiert wenn eure Pflanzen herausgerissen werden?

Ich wollte eine der Mütter, die ich öfter sehe da sie zuhause ist und nicht arbeitet wie die andere, sobald ich sie sehe darauf ansprechen und ihr nochmal ganz ruhig klar machen das ich das absolut nicht okay finde, vor allem ihre lahme Reaktion.

Oder sehe ich was ganz falsch? Reagiere ich über?

Klärt mich bitte auf, wie ihr das seht…

Gruß
Helena

Hi!

Ich denke nicht, dass du über reagierst. Ich hätte allerdings schon mit den Kindern geredet. Freundlich natürlich. Die Blumen sind dein Eigentum und keiner hat daran ohne ERlaubnis etwas zu machen. Fertig aus. Falls die frauen auf stur stellen, würde ich einfach billige Blumen um die Ecke vom Supermarkt holen und denen jeweils einen Pott vor die Tür stellen. Dann können die Kinder ihre eigenen Blüten abrupfen :wink:

Tara

Hi Tara,

danke für die schnelle Antwort. Ich wollte eben nicht mit den Kindern reden, weil sies in dem Alter (??) noch nicht so verstehen. Die Blumen stehen eben in der Nähe vom Sandkasten. Also so als Kind *zurückversetz* kann ichs ja fast nachvollziehen.

Meinste echt ich sollte nochmal die Kids ansprechen? Oder ist der Zug erstmal vorbei?

Gruß
Helena

Hallo,

Oder sehe ich was ganz falsch?

Eigentlich nicht.

Reagiere ich über?

Das schon. Allein dass Du davon hier schreibst zeigt mir, dass Dich das zu sehr beschäftigt.

Du musst auch in Relation die Erfahrungen setzen, die Du bisher mit den Familien gemacht hast!

Na klar kannst Du den Müttern jetzt eine Lehrstunde geben, aber viel besser ist es mal einfach ein nettes Gespräch zu führen, über ein ganz anderes Thema.

Wenn dann mal wieder so etwas vorkommt, fällt es Dir auch leichter „entspannter“ mit der Frau zu reden.

Take it easy (olle Hexe :stuck_out_tongue:)

Eencockniedo

Alternative Gänseblümchen
Hi,

also bei uns im Garten dürfen die Kinder sich nur den Gänseblümchen zuwenden und abgefallene Blüten verwenden (vielleicht ist das ein Vorschlag, den auch die Kinder verstehen). Natürlich fehlt auch mal was anderes… aber da gibt es dann schon auch einen Satz dazu…

Gruß
juhe

Hallo Helena

Idealerweise haettest du dich an der Freude der Kinder bei ihrem
Spiel selbst erfreut und waerest dem Verlust der Blumen gegenueber
voellig gleichmuetig geblieben.

Aber Ideal ist Ideal und Realitaet ist Realitaet.

Ich kann dich gut verstehen. Die Eltern der Kinder machen sich
offenbar nicht die Muehe, sie zu erziehen oder haben andere
Vorstellungen von Erziehung als du (vielleicht antiautoritaere).

Es sind deine Blumen und du darfst dein Eigentum verteidigen.
Ich waere vielleicht hingegangen und haette die Kinder persoenlich
verscheucht, notfalls haette ich sie vom Beet weggezogen.

Reagiere ich hysterisch und bin ich auf dem besten Wege ein
Kinderhasser zu werden?

Moeglich, es sind aber noch keine deutlichen Tendenzen vorhanden nach
dem, was du schreibst.

Dürfen Kinder einfach alles?

Nein. Sie duerfen meiner Meinung nach sogar weniger als Erwachsene.

Oder darf man da doch was sagen?

Ja. Zu ihrem eigenen Wohl. Wie heisst es so schoen: „Kinder brauchen
Grenzen“. Nicht nur, damit sie den Erwachsenen nicht auf die Nerven
gehen, sondern in gewisser Weise haben die Kinder ein echtes
Beduerfnis nach Grenzziehung, und schlimm ist es, wenn Eltern dieses
Beduerfnis ignorieren, sei es aus Faulheit oder aus Irrtuemern die
Erziehung betreffend.

Wie hättet ihr reagiert wenn eure Pflanzen herausgerissen
werden?

Hab’ ich schon geschrieben: Ich haette die Kinder vertrieben. Das
haetten die doch nach 5 Min. sowieso wieder vergessen. Und ihre
Muetter koennen dich ohnehin nicht leiden.

Ich wollte eine der Mütter, die ich öfter sehe da sie zuhause
ist und nicht arbeitet wie die andere, sobald ich sie sehe
darauf ansprechen und ihr nochmal ganz ruhig klar machen das
ich das absolut nicht okay finde, vor allem ihre lahme
Reaktion.

Kannst du gerne probieren, aber wisse: Eltern beurteilen das
Verhalten ihrer Kinder oft ganz anders als Aussenstehende. Es kann
sein, dass die Mutter dich fuer einen Superspiesser haelt.

Oder sehe ich was ganz falsch? Reagiere ich über?

Das will ich nicht entscheiden.

Gruss, Tychi

moin,

kinder muessen erzogen werden - zur erziehung gehoert auch respektierung fremden eigentums und umgang mit „werten“.

wer seinen kindern das nicht beibringt, hat in der erziehung versagt.

du hast nun mehrere moeglichkeiten:

  1. die sanfte tour:
    „bestech“ die kinder: lade sie zum gemeinsamen blumenpflanzen ein, so dass sie die bluemchen und deren zustand auch als ihren job sehen. selbstvertsaendlich gibt es bei diesen pflanzaktionen und spaeteren gemeinsamen begutachtungen brause oder eis fuer die gemeinsame arbeit.

  2. die harte tour:
    sag den eltern freundlich ins gesicht, du hast da um die blumen rum jede menge unkrautmittel verspritzt, und sie sollen dann bei pusteln im gesicht der kinder nicht unruhig werden… ist doch echtes oeko-spritzmittel…

zwischenschritte sind natuerlich auch denkbar…

auf jeden fall: kinder sind kinder, und denen sollte man einiges nachsehen, es muss aber eine deutliche entwicklung zur einsicht erkennbar sein. wenn das nicht zu erkennen ist, muessen sehr klare grenzen gesetzt werden.
gruss
khs ( 4 kinder )

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Hallo Helena,

also, im Nachhinein mit den Kindern reden - das bringt nix. Kinder verstehen das nur aus der Situation heraus. Ich weiß jetzt nicht wie alt die Blumenschlachter:smile: sind, aber Kinder können schon sehr früh Mitleid und Empathie empfinden. Ich würde beim nächsten Blumenmordversuch den Kleinen klar machen, dass sie den Blumen „weh tun“, wenn sie sie rausreißen (tun sie ja wirklich, die sind nämlich dann hinüber!). Vielleicht haben die Mütter ja nur Plastikpalmen in der Wohnung *gg* - und ein totes Händchen (wie ich).

beste Grüße,

barbara

hallo Helena,
es ist heutzutage nicht mehr Sitte, den Kindern Grenzen zu ziehen. Man betrachtet das oft als Aufgabe der Gesellschaft.
Zwei Themen wären hier wesentlich - Umgang mit dem Eigentum anderer, Umgang mit der Natur. Entweder Du übernimmst die Nacherziehung, oder Du läßt Brennesseln wachsen … Das freut dann wenigstens Admiral, Kleinen Fuchs und andere Schmetterlinge. Auch könntest Du Brombeeren pflanzen.

Zunächst würde ich es mit einem ruhigen Gespräch mit den Nachbarinnen versuchen. Auch wäre darauf hinzuweisen, daß der (vom Wind verbreitete…) (unheilbare…) Fuchsbandwurm (mit Absiedlungen im Gehirn…) sich schon weit in Deutschland verbreitet hat und sich die Kinder unbedingt die Hände waschen müßten, wenn sie draußen etwas anfassen. Über die Verbreitung von Füchsen auch in Städten gibt es ja alarmierende Zahlen inzwischen.

Eigentlich - eigentlich ist dies aber irgendeine Variante von Nachbarschafts-Malaise. Hier läufts über die Kinder. Könnte sich auch an anderem festmachen. Gruß, I.

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Mahlzeit,

kinder muessen erzogen werden - zur erziehung gehoert auch
respektierung fremden eigentums und umgang mit „werten“.

Genau.

khs ( 4 kinder )

Und die anderen 7? An Ökomittelchen verstorben? :stuck_out_tongue:

Gruß

Sancho

Hallo,

Kinder sind doch auch nur Menschen. Was hättest du gemacht, wenn ein Betrunkener dein Beet zerstört hätte? Ich z.B. finde den Geruch von Katzenpisse im Blumenbeet wirklich widerlich!
Mir fällt auch, wie sehr du dein neutrales Verhältnis zu Kindern betonst, und wie empört du über die Mütter bist. Ich glaube, dass sich deine Gelassenheit gegenüber Kindern spürbar in Grenzen hält.

ich habe keine Kinder, mag Kinder, bin also kein
prinzipieller Kinderhasser und die meißten Kiddies kommen mit
mir auch ganz gut klar.

kein prinzipieller Kinderhasser? Aber ab und zu kommt es vor?
Vielleicht macht dir Unberechenbarkeit und Ideenreichtum (vorallem wenn es sich um Blödsinn handelt) von Kindern zuschaffen.

Als ich dann demonstrativ auf die Terasse ging und ziemlich sauer den „Damen“
zurief sie sollten doch mal die Kinder…

Es gibt für Eltern nichts Unangenehmeres, als wenn sie von Kinderlosen auf Unterlassungfehler hingewiesen werden. Das grenzt sie aus, und drückt sie in ihrer Wertigkeit hinunter, noch dazu weil das Klischeebild von Kindern, die heutzutage schlecht erzogen werden, so verbreitet wie noch nie ist.
Was du als lahmes Reagieren der Mutter bewertest, sehe ich als eine Folge von dem vertieftem Gespräch und der Fehleinschätzung ihres Kindes. Klar, die Mutter hätte auch anders reagieren können.
Und warum diese Berührungsängste? Was spricht dagegen in die Hocke zu gehen und dem kleine Mädchen zu sagen: „Du, das sind meine Blumen. Ich will nicht, dass du sie abpflückst. Ich schenke dir die Blumen, die du schon hast, hier hast du noch eine von mir gepflückt, aber die restlichen im Beet gehören mir“. Und dann nimmst du das kleine Mädchen an die Hand, und führt sie von den Blumen weg. Du könntest noch kurz mit den Müttern reden, und erzählen, dass deine Blumen wirklich verlockend zum Pflücken aussehen, und wie sehr du dich über sie freust, weil es endlich Frühling ist. Dann wünschst du noch weiterhin eine gute Nachbarschaft, und hinterläßt den Eindruck einer Person, mit der man reden kann, dich sich also nicht hinter ihrer Blumenbarriere verschanzt.
Sollte ein Frechdachs es wiederholt auf deine Blumen abgesehen haben, dann kann man immer noch mit der Mutter reden.

Meistens ist es kein Problem als Fremder ein Kind in die Schranken zu weisen. Nur sollte es gerechtfertigt und nachvollziehbar sein, und darf nicht in eine Erziehungsmaßnahme ausarten. Kinder sind von sich aus sehr gerne ein Teil einer Gemeinschaft, und kommen mit gelegentlichem Ärger ihrer Nachbarn gut zurecht. Hauptsache der Nachbar kann auch wieder nett sein und lachen.

Kinder dürfen alles, bis man ihnen das eine oder andere verbietet. Und wenn du dein Eigentum schützt, verstehen das sogar kleine Mädchen, nicht zuletzt aus eigener Erfahrung, und am besten mit Ihnen auf ihrer Augenhöhe gesprochen.

Grüße
Janna

Zum Einzug habe ich genau auf den

„Gartenrand“ der zu uns geht und genau auf der „Grenze“ des
Sandkastens ein paar Blumen und Sträucher gesetzt.

Als Grenze Blumen??? *G* ich glaube nichts ist für Kinder verlockender als Blumen.

Mütter reagieren auf so eine Zurechtweisung eigentlich fast immer mit einer Leck mich doch am A**** Meinung. Auch ich (Mutter einer 2 jährigene) würde so reagieren. Glaube sowas passiert in der Schwangerschaft *G*
auf jeden Fall finde ich es etwas dramatisch, wie du dich damit beschäftigst (Forum), aber auch nachvollziehbar, ohne eigene Kinder kann man diese LMAA Stellung nich nachvollziehen, wenn du die Mütter bzw Kinder drauf ansprichst wirst du nicht viel erreichen. Falls nochmal so etwas passieren sollte, würde ich an deiner Stelle mit den Kiddies reden, denn die verstehen sowas meistens besser als die Mütter *G* wichtig ist im ruhigen Ton zu reden und so, aber so das es die Mütter mitbekommen

Dürfen Kinder einfach alles? Oder darf man da doch was sagen?
Wie hättet ihr reagiert wenn eure Pflanzen herausgerissen
werden?

Ich hätte mit den Kindern geredet und erklärt, dass die Blumen nur schön bleiben, wenn sie an den Wurzeln bleiben, oder so ähnlich…

LG Ilka

Hallo Helena,

ich habe auch keine Kinder, mag Kinder aber total!
Auf die Grenze des Sandkasten Blumen zu setzen…sorry, aber auf die Idee…wie biste denn darauf gekommen???*Kopf schüttel*
Für mich hört sich das alles nicht gerade sehr Kinderfreundlich an!
Ich hätte auch sehr viel dagegen, wenn fremde Kinder in meinem Garten Blumen ausreissen.
Jedenfalls hätte ich anders als Du gehandelt.
Ich hätte den Kindern erklärt, dass auch Blumen Lebewesen sind und wenn sie ausgerissen werden, Schmerz spüren. Weiterhin hätte ich die Kinder gefragt, ob sie mir HELFEN würden, wenn z.B. die Blumen gegossen werden müssen, oder verwelktes Laub abgepflückt werden muß. Die Kinder haben dann das Gefühl, man nimmt sie ernst und sind stolz drauf, dass Du ihnen soviel Verantwortung überträgst.

Reagiere ich hysterisch und bin ich auf dem besten Wege ein
Kinderhasser zu werden?

Ich würde „ja“ sagen, aber das ist meine persönliche Meinung.

Dürfen Kinder einfach alles? Oder darf man da doch was sagen?
Wie hättet ihr reagiert wenn eure Pflanzen herausgerissen
werden?

Natürlich müssen Kinder ihre Grenzen wissen! Das andere lese bitte oben.

Ich wollte eine der Mütter, die ich öfter sehe da sie zuhause
ist und nicht arbeitet wie die andere, sobald ich sie sehe
darauf ansprechen und ihr nochmal ganz ruhig klar machen das
ich das absolut nicht okay finde, vor allem ihre lahme
Reaktion.

Auch ich würde mit der Mutter reden, aber bei einer Tasse Kaffee und sehr nett. Ich kann mir vorstellen, wenn Du die Mutter auf ihre „lahme Reaktion“ ansprichst, wird sie "pampig, oder ist eingeschnappt, beleidigt…"DU bist dann die böse.

Gruß
Helena

Gruß,
Maria

Hi Barbara,

also, im Nachhinein mit den Kindern reden - das bringt nix.

Glaub ich nicht. Wenn Helena das nächste Mal pflanzt
(falls sie sich noch traut :wink:, und die Kinder sind in
der Nähe: reden. Vielleicht funzt das sogar noch
besser, weil die Kinder einfach so zuhören, ohne dass
die Frau schimpft oder sie ein schlechtes Gewissen haben müssen.

Kinder verstehen das nur aus der Situation heraus.

s.o.

Ich weiß
jetzt nicht wie alt die Blumenschlachter:smile: sind, aber Kinder
können schon sehr früh Mitleid und Empathie empfinden.

Stimm.

Ich
würde beim nächsten Blumenmordversuch den Kleinen klar machen,
dass sie den Blumen „weh tun“, wenn sie sie rausreißen (tun
sie ja wirklich, die sind nämlich dann hinüber!).

Wie wär’s mit: das sind meine Blumen. Mir machen
die viel Freude, wenn sie hier blühen. Wenn man sie
abrupft, verwelken sie und sind gar nicht lange hübsch.
Ich versteh nicht, warum man das auf die Blumen
übertragen muss- Helena tun die Blumen ja gar nicht leid,
sondern sie sich.

Gruß
Elke

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Oder…
Hi,

also, im Nachhinein mit den Kindern reden - das bringt nix.

Glaub ich nicht. Wenn Helena das nächste Mal pflanzt
(falls sie sich noch traut :wink:,

… die Kinder in altersgerechter Form miteinbeziehen in den
Pflanzprozess. Anschließend die Kinder bewusst einladen, sie sollen
schauen, was aus „ihren“ Pflanzen geworden ist, bzw wird. Ich würde sie
sogar herbeirufen, wenn sie im Garten sind, und fragen, ob sie sich
schon ihre Pflanzen angeschaut haben, das ist allemal besser als
warten, was passiert.

Renate

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moin,

nee, hatte zuerst stacheldraht und elektrozaun probiert, aber das gab immer so sauerei mit den leichen…

gruss
kuddel

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Ich wollte eben nicht mit den
Kindern reden, weil sies in dem Alter (??) noch nicht so
verstehen.

Da kann ich dich vielleicht beruhigen. Kinder mit 4 Jahren verstehen bis auf unfangreicheren Gebrauch von Zynismus oder Ironie eigentlich fast alles. Man muss noch nicht mal in der Babysprache mit ihnen reden oder irgendwelche sinnlosen Erklärungen bemühen, wie „Das tut den armen Blumen weh“. Diesen Empfehlungen kann ich mich nicht anschließen. Sag es den Kindern einfach so, wie es ist - „Das sind meine Blumen und ich möchte nicht, dass ihr die wegnehmt. Ich habe mir viel Mühe gegeben, dass das Beet so schön aussieht und möchte, dass das so bleibt. Punkt.“
Aber denk bitte dran, dass die Kinder vermutlich nicht glaubten, was Schlimmes oder Verbotenes zu tun. Ich denke, die haben sich einfach über die schönen Blumen gefreut und waren mächtig stolz darauf, was Tolles damit zu bauen. Wenn du es einmal verbietest, werden sie sich höchstwahrscheinlich auch dran halten. Also sei nicht sauer auf sie, auf die Eltern darfst du schon… :wink:

LG Jesse

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Hallo Kuddel,

kinder muessen erzogen werden - zur erziehung gehoert auch
respektierung fremden eigentums und umgang mit „werten“.

Richtig, aaaaaaaber: es kann doch - dies hinsichtlich der von Dir vorgeschlagenen ‚sanften Tour‘ - nicht Helenas Aufgabe sein, die Blagen anderer Leute zu erziehen.

auf jeden fall: kinder sind kinder, und denen sollte man
einiges nachsehen,

Hmmm… Von meiner Mutter hätte es in einem solchen Fall - beim ersten Mal - mindestens einen gepflegten Anschiss gegeben. Im Wiederholungsfall hätte sie mich vermutlich dazu verdonnert, mich bei Helena zu entschuldigen und die rausgeruppten Blumen vom Taschengeld zu ersetzen (inclusive der eigenhändigen Einpflanzung).

Gruß
Renee

Hallo Helena,

ich kann manche Reaktionen auf Dein Posting nicht ganz nachvollziehen, denn ich finde nicht, daß Du überreagiert hast. Und auch 4jährige können Grenzen verstehen.

Wir haben einen Nachbarjungen (bin übrigens selbst Mutter eines 7jährigen Kindes), der zur Zeit meint, bei uns durch den Garten in unser Wohnzimmer zu laufen (gestern passiert, wir saßen bei uns in der Küche, wohnen in einem Reihenhaus). Dann habe ich ihm ganz klar gemacht, daß sowas nicht geht und er nicht einfach in fremde Gärten und Häuser gehen kann ohne zu fragen. Ich habe nichts dagegen wenn er kommt wenn wir selbst im Garten sind.

Ich würde die Kinder bei einer solchen Situation direkt ansprechen, aber es gibt leider Eltern denen der Respekt vor anderem Eigentum auch fehlt, woher sollen es die Kinder dann auch lernen.

Nachträglich die Mütter ansprechen wird sicherlich wenig brinen, besser finde ich es direkt in einer solchen Situation zu klären.

Liebe Grüße

Sabine

Hallo Renee,

Richtig, aaaaaaaber: es kann doch - dies hinsichtlich der von
Dir vorgeschlagenen ‚sanften Tour‘ - nicht Helenas Aufgabe
sein, die Blagen anderer Leute zu erziehen.

Da kann ich Dir nur zustimmen, aber die Gleichgültigkeit die manche Eltern an den Tag legen, was ihre Kinder tun, ist schon manchmal schon unglaublich.

Liebe Grüße

Sabine