Danke für Eure Antworten
ui, das ist ja eine rege Teilnahme, schön. Danke für Eure lieben Antworten :o) …einige verschiedene Meinungen, viele decken sich auch. Siehe „zweisprachig“, „Aussenseiter bei Gleichaltrigen, wenn Kind anders spricht“
Auch ich kenne das noch aus Schulzeiten, dass einige Kinder Wörter so schrieben, wie sie sie aussprachen. Deshalb und wegen der späteren beruflichen Entwicklung bin ich auch der Meinung dass in den Schulen und Kindergärten durch Erzieher und Lehrer hochdeutsch gesprochen werden sollte. Das hat nicht mehr nur was mit der Frage zu tun, ob man nun seine Herkunft verleugnet - es geht ja um die Kinder und denen zu Gute sollte das sein. Ich hatte in der Schule manchmal Probleme, weil ich den Lehrer nicht richtig verstanden hatte oder nicht verstehen wollte? Da ging bei mir einiges auf Durchzug. Ich hatte als eigentlich Sächsin schon immer Probleme mit so richtigem eingefleischtem, breiten, bäuerlichen sächsischen Dialekt. Es war ein Graus, zuzuhören.
Klar kanns auch mal lustig sein, in geselliger Runde, aber alles zu seiner Zeit und nicht permanent.
Bin bei Leipzig geboren, mit 7 Jahren nach Dresden gezogen. Meine Mutter kommt aus Sachsen Anhalt, sächselt auch nicht richtig. Ich spreche normal deutsch mit Akzent aus dem preussischen (vom Bruder) und Sachsen-Anhalt (so sagt man jedenfalls). Paar kleine sächsische Redewendungen sind auch da, wie dieses „nu“ (ja) oder „kannste, machste, haste“ … Aber das ist lockere Aussprache im privaten Umfeld.
Es geht mir auch nicht um perfektes Hochdeutsch, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Jeder wird zumindest so kleine Merkmale in der Sprache aufweisen, die zeigen, woher er kommt.
Aber so uriges, tiefes, breites sächsisch (oder auch schwäbisch) - das finde ich gegenüber Kindern nicht so gut. Ich glaube sehr, dass es solche späteren Erwachsenen schwer haben, wenn vielleicht später im Beruf das Hochdeutsch bzw Deutsch ohne zu krassem Dialekt gefragt ist.
Mein Sohn spricht auch kein krasses sächsisch, aber manchmal berichtige ich ihn schon, wenn so paar Bolzen kommen - nicht barsch sondern freundlich mit einem Lächeln im Gesicht - und unterhalte mich dann mit ihm drüber. Zum Bsp. Thema Schule, dass er dann wenns soweit ist, eine gute Aussprache haben sollte. Er sagt auch manchmal, „aber der und der spricht auch so“, dann sage ich, dass ich das nicht schön finde und er von mir aus seinen Freunden gegenüber so sprechen kann, aber sich mir gegenüber ordentlich ausdrücken soll. Er versteht das bisher ganz gut und ich freue mich darüber. Naja mal sehen, wie es weitergeht.
viele Grüße
Free