Kinder mit Dialekt

Hallo,

denke gerade darüber nach, ob es richtig ist, einem Kind gegenüber in einem Dialekt-sprechendem Raum (wir sind in Sachsen) auf hochdeutsche Aussprache zu bestehen. Sollte man das Kind berichtigen oder seine Aussprache akzeptieren?

Wenn sich durch Kindergarten, Schule etc. ein Dialekt entwickelt (obwohl im Elternhaus hochdeutsch gesprochen wird), festigt sich dieser mit der Zeit, ist er dann sozusagen „eingefleischt“ oder kann und möchte das Kind irgendwann hochdeutsch sprechen? Wie ist die Erfahrung?

Auf lange Sicht ist das ja nicht so gut, wenn das Kind Dialekt spricht(so dieser unter den Hochdeutsch-Sprechenden auch recht unbeliebt ist), spätestens doch dann wenns ins Berufsleben kommt…

Ist es nicht auch eine Sache der Kindereinrichtungen auf ordentliche Aussprache zu achten?

Was meint Ihr dazu?

viele Grüße
Free

Hallo,

denke gerade darüber nach, ob es richtig ist, einem Kind
gegenüber in einem Dialekt-sprechendem Raum (wir sind in
Sachsen) auf hochdeutsche Aussprache zu bestehen. Sollte man
das Kind berichtigen oder seine Aussprache akzeptieren?

Ich bin der Ansicht, dass man sich freuen kann, wenn
das Kind noch einen „konsistenten“ Dialekt lernen kann.

Den kalten gemeinen Amtsdeutsch-Dialekt (Hochdeutsch)
werden sie noch früh genug lernen. Insbesondere
sächsisch finde ich ausserordentlich ansprechend.

Man versuche einmal, in einer Beziehung einen
Konflikt nur auf „rischdisch dolle seggsisch“
auszutragen. ich garantiere: nach 10 sek. liegt
man sich lachend in den Armen :wink:

(Dräsdnor odor Leipschor Flewor?)

CMБ

Hi,

ein Dialekt ist immer auch ein Zeichen von Zugehörigkeit aber wichtig finde ich nicht wie einer etwas sagt sondern eher was er zu sagen hat. Darauf versuchen wir auch bei unseren Kindern zu achten :wink:

Liebe Grüsse
Me

Hallo,

meine Eltern fanden es damals wichtig hochdeutsch zu sprechen, damit man es in der Schule nicht so schwer mit dem Schreiben hat. Ich kann mich daran erinnern, dass Kinder aus meiner Klasse, die Dialekt sprachen oft Worte so schrieben, wie sie ihnen im Sprachgebrauch bekannt waren und damit falsch.
Ich praktiziere das mit meinem Kind genauso. Zuhause ist Amtssprache hochdeutsch, was das Kind später mal spricht, wenn es richtig schreiben kann, ist mir dann eher egal.
Wobei ich nicht ständig verbessere, wenn etwas im Dialekt gesagt wird…das ginge dann doch etwas zu weit.
(Bei mir hat sich der Dialekt erst ungefähr in der Lehre entwickelt.)

Gruß
Maja

denke gerade darüber nach, ob es richtig ist, einem Kind
gegenüber in einem Dialekt-sprechendem Raum (wir sind in
Sachsen) auf hochdeutsche Aussprache zu bestehen.

Hallo Free,
“Wer sich einmal an die Aussprache gewöhnt, wird sächsisch leicht verstehen. Lexikalisch und grammatisch ist es eng an das Hochdeutsche angelehnt – das heißt, wir wissen ja nun, dass sich das Hochdeutsche vielmehr an das Sächsische angelehnt hat.“ http://www6.dw-world.de/de/1141.php
Sächsische Grüße
Ulf

hallo free,

ein wenig dialekt finde ich nicht ganz so schlimm.
vor allem: welcher rheinländer gewöhnt sich dialekt ab, welcher bayer?
ich denke, das ist auch eine frage von selbstvertrauen.
echt hochdeutsch sprechen wenige leute.
wenn ich daran denke, wer alles nicht astreines deutsch spricht: westerwelle, maischberger, rtl-klöppel…
nur wenn ganz stark dialekt gesprochen wird, wirkt es prollig.
erzgebirge klingt oft ganz schlimm.
ich finde ein wenig sächsisch gar nicht so unsexy.

strubbel
S:open_mouth:)

Zweisprachig
Hallo

Es ist durch aus möglich, dass das Kind zweisprachig aufwächst.
Meine Frau und ich (beide Deutsche) leben in der Schweiz. Mein Sohn ist hier geboren. Zu Hause wird hochdeutsch gesprochen und mit anderen Kindern spricht er schweizerdeutsch. Stellt für ihn kein Problem dar.

Gruß

Ratz

Kindergartensland wächst raus
Hallo,

also aus eigener Erfahrung. Also ich auf dem Land im Kindergarten war habe ich perfektes Badisch gesprochen, anschließend in der Schule hat sich das gelegt, sicherlich auch, weil zu Hause immer hochdeutsch geredet wurde (oder zumindest eine bunte Mischung unterschiedlichster Färbungen)
Ich werde und wurde häufig gefragt „ob ich nicht von hier bin“. Was sich natürlich nicht verwächst ist der Tonfall. Ich war eine Zeit in NRW und dort haben sie natürlich gleich gehört das ich aus „Schwaben“ (Danke!) komme.
Ich finde heute den Lokalkollorit sehr schön (auch wenn ich ihn selber nur sehr schwach habe)… und hat nicht auch Goethe herlich gesächselt?

Grüße
Julia

Hallo!

Auch ich finde, ein Kind kann durchaus zweisprachig aufwachsen. Gerade Kinder lernen leicht - und werden beide Sprachen perfekt beherrschen.

Das Kind auszubessern, halte ich für keine gute Idee. Das bringt nur unnötig eine ungute Stimmung in die Familie.
Achte einfach darauf, dass Du bewusst die Hochsprache verwendest, das genügt.

Dass Dein Kind auch Dialekt spricht, ist sogar gut! Würde es nur die Hochsprache verwenden, wäre es bei den Gleichaltrigen in Nullkommanichts zum Außenseiter gestempelt: „Der redet so komisch!“

Lass es gut sein, wie es ist, denn es IST gut!

Hanna

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Ich finde heute den Lokalkollorit sehr schön (auch wenn ich
ihn selber nur sehr schwach habe)… und hat nicht auch Goethe
herlich gesächselt?

Und Nietzsche!

Hehe!

Einige der hübschesten „Hochdeutsch“-Texte
stammen von Sächsisch-natives :wink:

CMБ

Hallo Free,

‚Zweisprachigkeit‘ ist, wie schon erwähnt, die Variante der Wahl.
Ich selber komme aus einem Hochdeutsch sprechenden Elternhaus, weil meine Eltern aus dem Osten ins Rheinland zogen und ihren Dialekt nicht mehr mochten und den hiesigen nicht lernen oder besser gesagt auch nicht leiden mochten.
So sprach ich zu Hause Hochdeutsch (zumnindestens glaubten wir das :wink: ) und mit den Freunden Platt.
In der Schule was Dialekt damals noch pfuipfuipfui und auch so wurde mein Hochdeutsch gepflegt.

Mittlerweile lebe ich auf dem Dorf ettliche km von meiner Geburtstadt entfernt und mußte den lokalen Dialekt fast wie eine Fremdsprache lernen,weil es hier im Rheinland ettliche Sprachregionen gibt.
Meine Jungs reden zu Hause auch mehr oder weniger Hochdeutsch (zumindestens glauben wir das) haben aber schon die typische Rheinische Sprachmelodie drauf, die sie als solche kennzeichnet.

Ich finde das so völlig in Ordnung.

Gandalf

Hallo,

als ich in Aurich in Ostfriesland im Jahre 1970 eingeschult wurde, achteten unsere Lehrer sehr darauf, dass alle Kinder hochdeutsch sprachen. Manche konnten dies zu Anfang gar nicht.
Ich muss wohl auch kein ganz einfacher Fall gewesen sein.
Mein Vater spricht einen hessischen Dialekt („Mach mal die Tür uff“), und meine Mutter stammte aus dem Oldenburger Raum. In ihre Alltagssprache mischte sich immer etwas Plattdeutsch.
Die Mischung daraus, die ich als kleines Kind sprach, muss ganz grauenhaft und fast unverständlich gewesen sein.
Schon allein der Rechtschreibung zuliebe sollte die Schule auf Hochdeutsch bestehen, ist jedenfalls meine Meinung.

Viele Grüße,

Annette.

Hallo,

man kann und sollte das eine tun ohne das andere zu lassen. Ich selbst bin durch verschiedene Regionen in Deutschland während meiner Kindheit und Jugendzeit gezogen und haben überall etwas vom heimischen Dialekt aufgeschnappt, und falle auch je nach Aufenthaltsort recht schnell in einen leicht gefärbten Tonfall. Unsere Eltern haben dies auch immer ganz problemlos akzeptiert, wenn wir es nicht übertrieben haben. Und genau darum geht es: Wir haben ausreichend Hochdeutsch gelernt und es war uns immer klar, dass es da auch noch ein Hochdeutsch gibt, und dieses die Sprache ist, die man im Leben braucht (Schule, Studium, Beruf). Dialekte sind ganz nett im heimischen privaten Umfeld und ggf. noch im Laden an der Ecke. Sobald es aber mehr als eine leichte Färbung der Tonart ist, wird es schwer, sich außerhalb des eigenen Gartens zu verständigen.

Daher würde ich dringend davon abraten, die Sache einfach „laufen zu lassen“ und dann ggf. später mal in einer Situation zu landen, dass jemand nicht mehr, oder nur noch unter großer Konzentration in der Lage ist, sich auf Hochdeutsch zu verständigen. Es schränkt später definitiv die beruflichen Chancen ein, wenn man ständig Untertitel wg. „Originalton Süd“ braucht.

Gruß vom Wiz

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Hallo Fee,

denke gerade darüber nach, ob es richtig ist, einem Kind
gegenüber in einem Dialekt-sprechendem Raum (wir sind in
Sachsen) auf hochdeutsche Aussprache zu bestehen. Sollte man
das Kind berichtigen oder seine Aussprache akzeptieren?

Also selbst Hochdeutsch sprechen und es den Kindern somit vorleben und zweitens würde ich die Aussprache nur bei den Hausaufgaben korrigieren sprich beim Vorlesen korrigieren.
Ansonsten ist meine Erfahrung die das die Kinder sehr gut damit umgehen können zwei oder mehr Sprachmelodien zu benutzen.
Ich kann mich noch gut errinnern was meine Klassenkameraden gesagt haben wenn ich nach den großen Ferien wieder in der Schule war. „Wie redest Du denn?!“
Fakt war das ich meine Ferien oft komplett bei unseren Verwandten in der Nähe von Bielefeld verbracht hab und Ruckzuck deren Sprachmelodie verwendet habe, man hörte es ja nicht anders :smile:
Aber genausoschnell hatte ich mich wieder entwöhnt und das Kieler E gerollt :smile:

Es wird nicht alles so heiß gegessen wies gekocht wird und soweit ich weiß gilt in der Schule Hochdeutsch als Unterrichtssprache egal welches Bundesland. Zumindest war das mal so.

Gruß
Andrea

Hallo,

denke gerade darüber nach, ob es richtig ist, einem Kind
gegenüber in einem Dialekt-sprechendem Raum (wir sind in
Sachsen) auf hochdeutsche Aussprache zu bestehen.

Ach wie gut ich Dich verstehe…:smile:…wir sind ja Exilpreußen in Sachsen und bei mir zu Hause wurden meine Kiddies zu meinem Leidwesen von den anderen Kindern als ‚die Kinder die so komisch sprechen‘ bezeichnet. Dabei sprechen sie gar nicht wirklich sächsisch. :frowning: Aber in Brandenburg ist man da empfindlich. :smiley:

Sollte man
das Kind berichtigen oder seine Aussprache akzeptieren?

sowohl als auch würde ich sagen. Ich habe bei meinen Kindern immer Wert darauf gelegt, dass sie wissen, wie es richtig ausgesprochen wird…gerade das mit dem G/K muss man üben. Auch das a nicht wie o zu sprechen ist, außerdem klingt sächsisch immer bisschen nuschelig. Andererseits finde ich es sogar ein wenig schade, dass wir überhaupt keien sächsischen Verwandten haben, bei denen die Kinder die Feinheiten des Mundart hier lernen können. Viele gängige Begriffe kenne ich verstehe ich vielelicht, benutze sie selbst aber kaum.

Aber natürlich kämpfe ich noch immer heroisch gegen diese blöde Regel, das etwas ‚mir ist‘ statt dass es meins ist oder mir gehört. Leider habe ich diesen Kampf verloren…die Kiddies wissen, dass es außersächsisch falsch ist, aber sie sagen es trotzdem.

Wenn sich durch Kindergarten, Schule etc. ein Dialekt
entwickelt (obwohl im Elternhaus hochdeutsch gesprochen wird),
festigt sich dieser mit der Zeit, ist er dann sozusagen
„eingefleischt“ oder kann und möchte das Kind irgendwann
hochdeutsch sprechen? Wie ist die Erfahrung?

JA, es kann später ganz prima hochdeutsch reden…bestimmte typische Wortstellungen bleiben aber natürlich, das kriegt man nie raus.

Auf lange Sicht ist das ja nicht so gut, wenn das Kind Dialekt
spricht(so dieser unter den Hochdeutsch-Sprechenden auch recht
unbeliebt ist), spätestens doch dann wenns ins Berufsleben
kommt…

Die wenigsten Sachsen sprechen im Alltag echten Dialekt…allerdings ist die Klangfärbung hier sehr stark und das bekommt man als gebürtiger Sachse wohl nur mit Training weg…wenn zu Hause aber dieser Dialekt nicht vorgesprochen wird ist es kein Problem.

Ist es nicht auch eine Sache der Kindereinrichtungen auf
ordentliche Aussprache zu achten?

Auf richtige Sprechweise schon, aber wir sind nun mal in Sachsen, warum sollen die Sachsen das verleugnen? Machen die anderen doch auch nicht.

Im übrigen finde ich sächsisch gar nicht so schrecklich…man hört sich rein und mittlerweile finde ich sächsisch ausgesprochen liebenswet…da gibt es so herrlich hintergründigen Humor.

Gruß Maid

Danke für Eure Antworten
ui, das ist ja eine rege Teilnahme, schön. Danke für Eure lieben Antworten :o) …einige verschiedene Meinungen, viele decken sich auch. Siehe „zweisprachig“, „Aussenseiter bei Gleichaltrigen, wenn Kind anders spricht“

Auch ich kenne das noch aus Schulzeiten, dass einige Kinder Wörter so schrieben, wie sie sie aussprachen. Deshalb und wegen der späteren beruflichen Entwicklung bin ich auch der Meinung dass in den Schulen und Kindergärten durch Erzieher und Lehrer hochdeutsch gesprochen werden sollte. Das hat nicht mehr nur was mit der Frage zu tun, ob man nun seine Herkunft verleugnet - es geht ja um die Kinder und denen zu Gute sollte das sein. Ich hatte in der Schule manchmal Probleme, weil ich den Lehrer nicht richtig verstanden hatte oder nicht verstehen wollte? Da ging bei mir einiges auf Durchzug. Ich hatte als eigentlich Sächsin schon immer Probleme mit so richtigem eingefleischtem, breiten, bäuerlichen sächsischen Dialekt. Es war ein Graus, zuzuhören.

Klar kanns auch mal lustig sein, in geselliger Runde, aber alles zu seiner Zeit und nicht permanent.

Bin bei Leipzig geboren, mit 7 Jahren nach Dresden gezogen. Meine Mutter kommt aus Sachsen Anhalt, sächselt auch nicht richtig. Ich spreche normal deutsch mit Akzent aus dem preussischen (vom Bruder) und Sachsen-Anhalt (so sagt man jedenfalls). Paar kleine sächsische Redewendungen sind auch da, wie dieses „nu“ (ja) oder „kannste, machste, haste“ … Aber das ist lockere Aussprache im privaten Umfeld.

Es geht mir auch nicht um perfektes Hochdeutsch, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Jeder wird zumindest so kleine Merkmale in der Sprache aufweisen, die zeigen, woher er kommt.

Aber so uriges, tiefes, breites sächsisch (oder auch schwäbisch) - das finde ich gegenüber Kindern nicht so gut. Ich glaube sehr, dass es solche späteren Erwachsenen schwer haben, wenn vielleicht später im Beruf das Hochdeutsch bzw Deutsch ohne zu krassem Dialekt gefragt ist.

Mein Sohn spricht auch kein krasses sächsisch, aber manchmal berichtige ich ihn schon, wenn so paar Bolzen kommen - nicht barsch sondern freundlich mit einem Lächeln im Gesicht - und unterhalte mich dann mit ihm drüber. Zum Bsp. Thema Schule, dass er dann wenns soweit ist, eine gute Aussprache haben sollte. Er sagt auch manchmal, „aber der und der spricht auch so“, dann sage ich, dass ich das nicht schön finde und er von mir aus seinen Freunden gegenüber so sprechen kann, aber sich mir gegenüber ordentlich ausdrücken soll. Er versteht das bisher ganz gut und ich freue mich darüber. Naja mal sehen, wie es weitergeht.

viele Grüße
Free

Hallo Juhe,

und hat nicht auch Goethe
herlich gesächselt?

Nein, um gotteswillen, der Mann war Hesse!
Aus Frankfurt!
Und das merkt man auch, wenn man z.B. den Faust
liest.

Gruesse
Elke

Hallo,
ich kenne das Problem inzwischen, aber leider anders herum.
Ich bin mit meinen hochdeutsch sprechenden Kindern nach Niederbayern umgezogen, mit dem Ergebnis, dass sie an ihrer neuen Schule (Gymnasium) nicht oder nur kaum verstanden werden. Auch die Lehrer dieses Gymnasiums sind nur zu einem geringen Teil in der Lage, Hochdeutsch zu sprechen. Selbst im Deutschunterricht wird „Niederbayrisch“ gesprochen und auch im schriftlichen Teil werden die (für uns) seltsamsten Wortschöpfungen verwendet. Meine Kinder sind jetzt gezwungen, diesen Dialekt wie eine Fremdsprache zu erlernen.
Würde ich zu Hause den Finger heben, wenn sie anfangen zu „bayern“ , dann würde ich ihnen das Leben nur noch schwerer machen.
Obwohl ich finde, dass ein gutes Hochdeutsch sehr wichtig ist.
Ich denke, wenn die Eltern hochdeutsch reden, dann ist das ausreichend um jederzeit, wenn es erforderlich ist, zumindest leichtgefärbtes Hochdeutsch zu reden.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

[ot] Hochdeutsch unverständlich?
Hi Susanne,

(…) dass sie an ihrer neuen Schule (Gymnasium) nicht oder nur kaum verstanden werden.

mit Verlaub, das halte ich für ein Gerücht. Mir ist in Deutschland noch niemand begegnet, der Hochdeutsch nicht versteht. In Bayern dürfte es kaum eine Schule geben, schon gar kein Gymnasium, an dem nicht zumindest gefärbtes Hochdeutsch gesprochen wird. Ganz im Gegenteil, vielerorts bemühen sich Lehrkräfte, die letzten Reste des Dialektes wenigstens in Ansätzen zu retten, weil sie sehen, dass die Kinder schon im Kindergarten nur noch Hochdeutsch sprechen.

Es wäre hilfreich zu wissen, aus welcher Gegend ihr nach Bayern gezogen seid, vielleicht ließe sich dann klären, warum Deine Kinder nicht verstanden werden.

Gruß Ralf

4 „Gefällt mir“

Hi Free,

Kinder sollten Hochdeutsch sprechen können, aber auch Dialekt - das Eine für den Verstand, das Andere fürs Herz. Und wenn dem Hochdeutsch anzuhören ist, wo die Kinder augewachsen sind, dann ist das gewiss keine Schande.

Ist es nicht auch eine Sache der Kindereinrichtungen auf ordentliche Aussprache zu achten?

Nein, damit wären sie völlig überfordert. Wenn ich höre, was Kinder aus dem Kindergarten nach Hause bringen, wünsche ich mir oft, die Kindergärtnerinnen könnten auf den heimischen Dialekt verpflichtet werden…

Gruß Ralf