Kinder und Krieg

Hallo zusammen :smile:

Angeregt durch eine heute erhaltene Mail frage ich mich, inwieweit Kinder mit der Realität des Krieges konfrontiert werden müssen/sollten.

Wie handhabt ihr das?
Wissen eure Kinder von diversen Konflikten auf der Welt in denen auch Kindersoldaten an die Front müssen, aus den Nachrichten oder der Zeitung?

Kennen sie die Geschichte des zweiten Weltkrieges (beispielsweise), sind sie informiert, was unsere Soldaten heutzutage für Aufgaben wahrnehmen, haben sie vielleicht entsprechendes Spielzeug (also Panzer, Soldaten oder Spielzeuggewehre)?

Kurz, wie geht ihr mit der Thematik um?

(meine Kinder halte ich für angemessen informiert - dazu muss ich sagen, dass mein Göttergatte sich selbst schon seit Kindertagen für die Geschichte des zweiten Weltkrieges interessiert und im zarten Alten von 9 schon Dokus sehen durfte, die ich meinen Kiddies noch nicht ohne weiteres zeigen würde. Bin ich zu zart besaitet? :smile: )

Gruß
Lilith

Hallo

Auf jeden Fall sollten sie mit dieser Realität nicht als erstes durch die Schule konfrontiert werden. Damit muss man nämlich rechnen, dass es Lehrer gibt, die es für gut halten, die Kinder mit sehr vielen schlimmen Dingen zu konfrontieren, die sie evtl. auch schwer verarbeiten können. Da wäre es gut, wenn es sie nicht völlig unvorbereitet trifft.

Ansonsten weiß ich es auch nicht.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Lilith,

Wie handhabt ihr das?
Wissen eure Kinder von diversen Konflikten auf der Welt in
denen auch Kindersoldaten an die Front müssen, aus den
Nachrichten oder der Zeitung?

erst haben die Jungs im KiKa die Sendung ‚Logo‘ gesehen, das ist eine Nachrichtensendung speziell für Kinder.
Seit sie eigene Radios haben, hören sie natürlich auch Erwachsenenradio und die Nachrichten. Momentan sind sie 7 und 9 jahre alt.
Seitdem kommen solche Fragen und sie schauen auch ab und zu Sendungen wie die Tagesschau, allerdings immer mit meiner Frau oder mir.
Fragen werden beantwortet, aber Fragen wie ‚Warum gibt es Krieg‘ lassen sich auch für Erwachsene kaum beantworten.
Wir behelfen uns dann mit Vergleichen aus dem Erfahrungskreis der Kinder. Streit in der Schule oder dem Freundeskreis etc.

Kennen sie die Geschichte des zweiten Weltkrieges

Grob. In unserer Nähe gibt es einige Kriegsschauplätze und Soldatenfriedhöfe, so hatten wir ‚Einstiegpunkte‘
An unserem Haus gibt es noch Einschußlöcher aus dem Weltkrieg, auch ein Einstieg um zu zeigen, wie zerstörerisch Krieg sein kann.
Aber auch der Großvater wird von den Jungs als Informationsquelle genutzt. Er erzählt auch gerne aus dieser Zeit, um ihnen klarzumachen, daß so was nie wieder passieren darf und auch in anderen Ländern so etwas nicht sein darf.

(beispielsweise), sind sie informiert, was unsere Soldaten
heutzutage für Aufgaben wahrnehmen,

Aus den Nachrichten.

haben sie vielleicht
entsprechendes Spielzeug (also Panzer, Soldaten oder
Spielzeuggewehre)?

Der kleine hat sich letzens eine Pistole gekauft. Ich war zwar nicht begeistert und hab es ihm auch mitgeteilt, aber verboten habe ich es nicht.
Zum Glück hat er schnell das Interesse daran verloren.

Holzschwerter und Ritterkrams haben sie auch und spielen regelmäßig damit.
Anderen Kriegskrams haben sie nicht, aber sie bauen aus Lego, Fischertechnik & Co fleißig Flugzeuge, Pistolen und andere Waffen, mit denen sie auch ‚ballern‘.
Das scheint aber für alle Jungs lebensnotwendig zu ein, denn auch die Jungs einer Freundin, die bewust so was unterbinden wollte sind so drauf.

die ich meinen Kiddies noch nicht ohne weiteres zeigen
würde. Bin ich zu zart besaitet? :smile: )

Vielleicht.
Kinder kriegen viel mehr mit als die meisten Erwachsenen ihnen zutrauen. Sie können aber auch recht gut mit so was umgehen, wenn man mit ihnen darüber spricht und ihre Sorgen, Ängste und Fragen ernst nimmt.

Gandalf

Hallo,

Angeregt durch eine heute erhaltene Mail frage ich mich,
inwieweit Kinder mit der Realität des Krieges konfrontiert
werden müssen/sollten.

Wie handhabt ihr das?
Wissen eure Kinder von diversen Konflikten auf der Welt in
denen auch Kindersoldaten an die Front müssen, aus den
Nachrichten oder der Zeitung?

Ja.
Mein Kleiner (5 Jahre) bekommt ziemlich viel mit, achtet auf Fotos in der Zeitung oder sieht schon mal mit Nachrichten.

Zum Einen ist er Ritter-begeistert und da haben wir schon die Frage diskutiert, wieso es heute keine Ritter mehr gibt - die Soldaten von heute sind ja im Prinzip die Ritter von früher, mit anderen Waffen.
Es ist ja auch eine Variante des klassischen „Gut gegen Böse“.
Bei uns in der Nähe gibt es dazu noch mehrere Friedenspfähle, da haben wir auch drüber gesprochen, dass man sich überall Frieden wünscht und warum.

Beatrix

Hallo

  • die Soldaten von heute sind ja im Prinzip die Ritter von früher,
    mit anderen Waffen.

Das finde ich aber nicht! Die Ritter, jedenfalls wie man sie sich vorstellt, waren doch wesentlich selbstbestimmter als ein Soldat, der ja eigentlich wie eine Maschine zu funktionieren hat.

Schau doch mal bei Star Wars: Die Klonkrieger und Kampfroboter sind Soldaten, die Jedi-Ritter jedoch entscheiden selbst, wofür oder wogegen sie kämpfen.

Viele Grüße
Simsy

Genau…Star Wars. Auch wenn ich jetzt vielleicht vielen Anhängern eine Illusion raube. Star Wars ist nicht real

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

Genau…Star Wars. Auch wenn ich jetzt vielleicht vielen
Anhängern eine Illusion raube. Star Wars ist nicht real

Ja meine Güte, dann trag doch auch eine Information bei. Star Wars hat meiner Meinung nach den von mir behaupteten, meiner Meinung nach real existierenden Unterschied zwischen Rittern und Soldaten sehr deutlich gezeigt.

Inwiefern stimmt denn dieser Unterschied nicht?

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

so traurig es auch sein mag, unsere Kinder wachsen in unserer Welt auf, und nicht in einer gewünschten besseren.

D.h. auch alles negative ist Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit, und es gehört zum Älterwerden dazu, sich auch hiermit jeweils altersgerecht auseinander zu setzen und entsprechende Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Es ist ja nicht so, dass man die lieben Kleinen bis zu einem Stichtag in Watte packen könnte und dann von jetzt auf gleich die Erwachsenenwelt gilt, die hinter der bislang gut verschlossenen Tür im Nebenraum stattfindet.

Natürlich muss man hier keinen Konfrontationskurs fahren und sollte sich überlegen, was man in welchem Alter von Kindern versucht fernzuhalten, und bis in welche Details man Fragen beantwortet, aber dies sollte eben nicht so weit gehen, dass die Kinder dann überhaupt keinen Plan von dem haben, was es da sonst noch gibt. Kinder gehen mit offenen Augen durch die Welt, und wenn zuhause der Fernseher tabu ist, dann ist dies sicher kein probates Mittel, sie vom Übel der Welt abzuschirmen (was man ja ohnehin nicht machen sollte), denn sie werden ihren Wissensdurst anderweitig stillen bzw. werden außerhalb des Hauses genug davon abbekommen. Und kleinere Kinder werden dies immer versuchen so zu verarbeiten, dass sie Dinge nachspielen wollen, und wenn es dann Spielzeugwaffenverbot in der elterlichen Wohnung gibt, dann wird eben was aus Lego gebastelt, oder muss Opas Spazierstock herhalten, wobei der Reiz des Verboteten natürlich immer besonders groß ist.

Und natürlich geilen die Action, die Brutalität, die eingesetzten Hightech-Waffen Kinder und Jugendliche auch auf, aber auch dies würde ich als ganz normale Phase ansehen, wenn sie von Eltern entsprechend begleitet wird, die nicht bei jedem Griff zur Spielzeugpistole gleich die große Moralkeule schwingen, sondern die Kinder dann einfach auch mal spielen lassen, die aber die Nachrichten oder Zeitungsberichte zum Anlass nehmen auch die andere Seite von Krieg zu thematisieren. Dann ist der Reiz der Geschichte schnell wieder vorbei. Und wenn ich da so an mich denke, dann gab es da durchaus eine Zeit mit einigen Plastiksoldaten, halbautomatischen Spielzeugwaffen, Kriegsspiele im Wald, … und trotzdem konnte ich mich dann später nicht für den Wehrdienst begeistern, sondern habe lieber meine Behinderten betreut.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

  • die Soldaten von heute sind ja im Prinzip die Ritter von früher,
    mit anderen Waffen.

Das finde ich aber nicht! Die Ritter, jedenfalls wie man sie
sich vorstellt, waren doch wesentlich selbstbestimmter als ein
Soldat, der ja eigentlich wie eine Maschine zu funktionieren
hat.

Da habt ihr beide irgendwie Recht. Im Grund waren die Ritter damals aber wirklich die Soldaten eines Landes - wenn sie „ihrem“ Kaiser/König die Treue geschworen hatten, wurden sie ins Feld geschickt. Vielleicht mit dem Unterschied, dass die mittelalterlichen Könige sich den Kämpfen anschlossen, wenn es nötig war.

Schau doch mal bei Star Wars: Die Klonkrieger und Kampfroboter
sind Soldaten, die Jedi-Ritter jedoch entscheiden selbst,
wofür oder wogegen sie kämpfen.

Im Grunde stimmt das, der Vergleich hinkt aber trotzdem. Klonkrieger, Kampfroboter und Jedi-Ritter als Ausgeburten der Phantasie mit wirklichen Soldaten zu vergleichen, hinterlässt bei mir auch einen etwas absurden Nachgeschmack.

Selbstbestimmend waren die Ritter insofern, dass sie durchaus die Seiten wechseln konnten und das auch taten, wenn sie sich davon z. B. einen Vorteil versprachen oder ihnen der Kampf sinnlos erschien (oder aus was-weiss-ich für Gründen). Das kommt im Soldatentum aber auch ständig vor und nennt sich Desertion (Fahnenflucht).

Was mir hier noch zu einfällt ist, dass es Kinder gibt die fließend Klingonisch sprechen, jeden gewalttätigen Actionstreifen auswenig kennen, über die eigene Geschichte jedoch so gut wie nichts wissen, davon ferngehalten werden, weil das Wissen um die wirkliche Welt ihnen schaden könnte.

Gruß
Lilith

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Hallo Gandalf :smile:

Im Grunde sind wir einer Meinung und handhaben unsere Kinder recht ähnlich, deshalb habe ich auch nichts zu meckern oder zu ergänzen.

Bis auf dies :wink:

die ich meinen Kiddies noch nicht ohne weiteres zeigen
würde. Bin ich zu zart besaitet? :smile: )

Vielleicht.
Kinder kriegen viel mehr mit als die meisten Erwachsenen ihnen
zutrauen. Sie können aber auch recht gut mit so was umgehen,
wenn man mit ihnen darüber spricht und ihre Sorgen, Ängste und
Fragen ernst nimmt.

Es handelt/e sich bei dem von mir gesperrten Filmmaterial um Dokus der härteren Gangart. So grausam der Krieg (im Grunde jeder Krieg) auch ist/gewesen sein mag und ich der Meinung bin, dass Kinder das wissen sollten, müssen sie es jedoch nicht jetzt schon in allen Einzelheiten visuell serviert bekommen (sie sind 8 und 10). Deshalb kommen bestimmte Dokus auch erst nach 22.00 Uhr…

Was sie mit Opa und Papa beim Blättern in diversen Wälzern sehen, in den Nachrichten mitbekommen usw. reicht meiner Meinung nach völlig aus. Bis jetzt, jedenfalls.

Allerdings hat meine Große sich einmal an der elterlichen Autorität vorbeigeschlängelt und diesen Dresden-Zweiteiler mit ihrem Opa angeschaut (der sich nichts dabei dachte, weil mein Mann damals ja auch durfte). Das war meiner Meinung nach schon harter Tobak und sie hat danach ein Weilchen gebraucht, um damit fertig zu werden.

Vielleicht bin ich zu empfindlich, aber ein paar Details können imho schon noch warten.

Gruß
Lilith

Hallo

Angeregt durch eine heute erhaltene Mail frage ich mich,
inwieweit Kinder mit der Realität des Krieges konfrontiert
werden müssen/sollten.

Wie handhabt ihr das?

Ich finde mit der Realität des Krieges sollten Kinder überhaupt nicht konfrontiert werden, warum auch? Leider ist es aber so, dass viele trotzdem damit konfroniert werden und dann die weit verbreitete Paranoia um sich greift, die sie auch im Erwachsenenalter nicht mehr loslässt.

Zum Glück haben wir vor Ort keinen Krieg und wenn ich mich schon damit beschäftige meine Tochter über schlimme Dinge aufzuklären, dann ist es Verkehrsunfälle, Unfälle zu Hause, Krankheit und wie man dies verhindern kann.

Wissen eure Kinder von diversen Konflikten auf der Welt in
denen auch Kindersoldaten an die Front müssen, aus den
Nachrichten oder der Zeitung?

Noch ist sie zu jung dafür, aber sicher kommt das Alter, wenn Sie darüber erfährt. Dann rede ich mit Ihr darüber, wenn Sie denn darüber reden will.

Sollte ein Lehrer sich anmassen meinem Kind schreckliche Dinge z.B. Filme über den 2. Weltkrieg ungefragt vorzuspielen, dann wird es grausame Rache geben.

Kennen sie die Geschichte des zweiten Weltkrieges
(beispielsweise), sind sie informiert, was unsere Soldaten
heutzutage für Aufgaben wahrnehmen, haben sie vielleicht
entsprechendes Spielzeug (also Panzer, Soldaten oder
Spielzeuggewehre)?

Nun, Mädchen sind etwas weniger vom Waffenspielgeschäft betroffen. Da muss ich mir weniger Sorgen machen.

Kurz, wie geht ihr mit der Thematik um?

Nicht locker :smile:.

(meine Kinder halte ich für angemessen informiert - dazu muss
ich sagen, dass mein Göttergatte sich selbst schon seit
Kindertagen für die Geschichte des zweiten Weltkrieges
interessiert und im zarten Alten von 9 schon Dokus sehen
durfte, die ich meinen Kiddies noch nicht ohne weiteres zeigen
würde. Bin ich zu zart besaitet? :smile: )

Was hälst Du denn für angemessen? Ich wurde meines Erachtens viel zu viel über Krieg als Kind informiert, was nur dazu beigetragen hat, dass ich eine gewisse Abneigung gegen Menschen habe (die meisten).

Eencockniedo

Hi Lilith,

Vielleicht bin ich zu empfindlich, aber ein paar Details
können imho schon noch warten.

ein Beispiel was Kinder problemlos mitkreigen können.

Wir haben Schafe und einige davon wurden vor ein paar Jahren von Hunden aus der Nachbarschaft gerissen. Der Anblick war alles andere als schön und meine Frau ist ganz schnell verschwunden.
Der große (damals etwa 6) wollte aber unbedingt noch mal zu den Schafen, um sich zu verabschieden wie er meinte.
Ich hatte große Bedenken, denn es war ein ziemliches Massaker, was die Hunde angerichtet hatten. Er aber bestand darauf und kriegte mich schließlich rum.
Wir gingen also zusammen zur Schafwiese und er schaute sich alles sehr ernst an, verabschiedete sich von den Schafen und wir gingen zurück ins Haus. Vor einigen Wochen sprach er mich noch mal drauf an (er ist jetzt 9) und sagte, daß es damals gut gewesen sei, daß er noch mal bei den Schafen war, weil er sich sonst irgendwas zusammenphantasiert hätte, was ihn wohl stärker belastet hätte. So hat er die Realität gesehen und es war gut.
Die Kinder kannten allerdings schon tote Tiere, wenn z.B. die Katze tote Mäuse oder Vögel anschleppt, Hühner tot im Gehege liegen etc.
Aber die Schafe waren schon um einiges heftiger.

Seitdem bin ich sicher, daß Kinder gut mit so was umgehen können, wenn man ihre folgenden Fragen ehrlich beantwortet und auch mal zugibt, wenn man Dinge nicht versteht oder überfordert ist.

Gandalf

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Stop
Hallo!

Die Kinder kannten allerdings schon tote Tiere, wenn z.B. die
Katze tote Mäuse oder Vögel anschleppt, Hühner tot im Gehege
liegen etc.
Aber die Schafe waren schon um einiges heftiger.

Seitdem bin ich sicher, daß Kinder gut mit so was umgehen
können, wenn man ihre folgenden Fragen ehrlich beantwortet und
auch mal zugibt, wenn man Dinge nicht versteht oder
überfordert ist.

Also hier vergleichst Du ein wirklich reales natürliches Ereignis im Zusammenhang mit Tieren, welches Du nicht extra Deinem Sohn gezeigt hast, sondern wo er schon Fragen hatte

MIT

Abschlachten von Menschen durch Menschen gezeigt in Dokumentationen, welche Du Deinem Sohn zeigst, weil er ja damit konfrontiert werden sollte.

Mehr als diese beiden Dinge nochmal darzustellen, muss ich ja hoffentlich nicht sagen.

Eencockniedo

Hi,

Abschlachten von Menschen durch Menschen gezeigt in
Dokumentationen, welche Du Deinem Sohn zeigst, weil er ja
damit konfrontiert werden sollte.

wo bitte hab ich geschrieben, daß ich meinen Kindern
'Abschlachten von Menschen durch Menschen gezeigt ’ habe?!

Halt mal bitte die Luft an, bevor Du hier rumtrötest.
Lese bitte was ich geschrieben habe und verfälsche nicht!

Ansonst:
Zitat Nuhr

Gandalf

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Servus :smile:

Natürlich wurden meine Kinder auch schon mit der Entgültigkeit des Todes in seinen verschiedenen Varianten konfrontiert - sei es durch den Tod der Ur-Oma (sie war über 90), den Tod meines Onkels (Krankheit), den Tod einer Nachbarin (die zwei Kindern in ihrem Alter hinterließ) und den Tod nicht langlebiger Haustiere. Tote Vögel, verendete Igel usw. sind ihnen nicht fremd - und selbstverständlich kommen dann Fragen wie „Mama was ist, wenn Du stirbst?“ „Stirbst Du bald?“ „Muss ICH sterben?“ Das sind alles Dinge, denen ich begegnen kann und die ich wahrheitsgemäß beantworte. Wenn ich etwas nicht weiss, lüge ich nicht oder denke mir was hübsches aus, sondern gebe das auch zu :smile:.

Meines Erachtens ist aber, selbst der gewaltsame Tod eines Herdentieres, nicht mit den Bildern zu vergleichen, die ich ihnen vorenthalten habe.
Berge von abgemagerten Leichen, toten Kindern, abgerissenen Gliedmaßen usw. können noch warten, bis sie DAS besser verstehen können. Und sie müssen auch noch nicht erfahren, dass Mütter ihre Kinder töteten (Magda Goebbels z. B.)… weil ich dafür einfach keine Erklärung habe, die sie jetzt schon verstehen könnten (wenn es überhaupt eine gibt).

Diese Details meinte ich. Sorry, aber das will ich mit Schafen nicht vergleichen. :smile:

Gruß
Lilith

Hi Du,

Berge von abgemagerten Leichen, toten Kindern, abgerissenen
Gliedmaßen usw. können noch warten, bis sie DAS besser
verstehen können. Und sie müssen auch noch nicht erfahren,
dass Mütter ihre Kinder töteten (Magda Goebbels z. B.)… weil
ich dafür einfach keine Erklärung habe, die sie jetzt schon
verstehen könnten (wenn es überhaupt eine gibt).

Gutgut,
Solche Sachen würde ich meinen Kindern auch (noch) nicht zeigen wollen, da sind wir einer Meinung.

Diese Details meinte ich. Sorry, aber das will ich mit Schafen
nicht vergleichen. :smile:

Ist schon recht :wink:

Gandalf

Hi,

Abschlachten von Menschen durch Menschen gezeigt in
Dokumentationen, welche Du Deinem Sohn zeigst, weil er ja
damit konfrontiert werden sollte.

wo bitte hab ich geschrieben, daß ich meinen Kindern
'Abschlachten von Menschen durch Menschen gezeigt ’ habe?!

Was sollte denn dann Dein Beitrag in zweiter Antwort an Lilith darstellen? Darin stand keineswegs: Gerissene Schafe ja, zerstückelte Menschen nein. Es mag ein Missverständnis vorliegen, doch bin ich nicht der einzige, der hier die Sache mit dem Schaaf fehlplatziert hält.

Halt mal bitte die Luft an, bevor Du hier rumtrötest.
Lese bitte was ich geschrieben habe und verfälsche nicht!

Eigentlich geht ja aus Deinen Beiträgen hervor, dass Du nur dann Deine Kinder mit Krieg konfrontierst, wenn diese durch Zufall bereits damit konfrontiert wurden. Daher verstehe ich nicht, warum Du in Deinen Antworten versuchst Verständnis für die Einstellung Ihres Mannes und speziell der Opas aufzubringen, der wohl meint, dass die Familie die erste sein muss, die diese Konfronation verursacht!

Eencockniedo

nochml ich

hier ist nochmal der komplette Beitrag audf den Du Dich beziehst

_Wir haben Schafe und einige davon wurden vor ein paar Jahren von Hunden aus der Nachbarschaft gerissen. Der Anblick war alles andere als schön und meine Frau ist ganz schnell verschwunden.
Der große (damals etwa 6) wollte aber unbedingt noch mal zu den Schafen, um sich zu verabschieden wie er meinte.
Ich hatte große Bedenken, denn es war ein ziemliches Massaker, was die Hunde angerichtet hatten. Er aber bestand darauf und kriegte mich schließlich rum.
Wir gingen also zusammen zur Schafwiese und er schaute sich alles sehr ernst an, verabschiedete sich von den Schafen und wir gingen zurück ins Haus. Vor einigen Wochen sprach er mich noch mal drauf an (er ist jetzt 9) und sagte, daß es damals gut gewesen sei, daß er noch mal bei den Schafen war, weil er sich sonst irgendwas zusammenphantasiert hätte, was ihn wohl stärker belastet hätte. So hat er die Realität gesehen und es war gut.
Die Kinder kannten allerdings schon tote Tiere, wenn z.B. die Katze tote Mäuse oder Vögel anschleppt, Hühner tot im Gehege liegen etc.
Aber die Schafe waren schon um einiges heftiger.

Seitdem bin ich sicher, daß Kinder gut mit so was umgehen können, wenn man ihre folgenden Fragen ehrlich beantwortet und auch mal zugibt, wenn man Dinge nicht versteht oder überfordert ist._
Jetzt zeige mir bitte, wo etwas von

Abschlachten von Menschen durch Menschen gezeigt in
Dokumentationen, welche Du Deinem Sohn zeigst, weil er ja
damit konfrontiert werden sollte.

steht.
Wenn Du es nicht kannst, halte bitte Deine Klappe.

Was sollte denn dann Dein Beitrag in zweiter Antwort an Lilith
darstellen?

Daß Kinder mehr verstehen und mitkriegen können als viele Erwachsene meinen.
Mehr nicht.
Den Rest hast Du Dir dazugedichtet.

Darin stand keineswegs: Gerissene Schafe ja,
zerstückelte Menschen nein.

???

Es mag ein Missverständnis
vorliegen,

Dem ist so.

doch bin ich nicht der einzige, der hier die Sache
mit dem Schaaf fehlplatziert hält.

Wer bitte noch?!

Eigentlich geht ja aus Deinen Beiträgen hervor, dass Du nur
dann Deine Kinder mit Krieg konfrontierst, wenn diese durch
Zufall bereits damit konfrontiert wurden.

Stimmt.

Daher verstehe ich
nicht, warum Du in Deinen Antworten versuchst Verständnis für
die Einstellung Ihres Mannes und speziell der Opas
aufzubringen, der wohl meint, dass die Familie die erste sein
muss, die diese Konfronation verursacht!

Und wo bitte hab ich das jetzt schon wieder behauptet?!
Warum unterstellst Du mir solch einen Blödsinn?!

Gandalf

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Hallo

Was mir hier noch zu einfällt ist, dass es Kinder gibt die
fließend Klingonisch sprechen, jeden gewalttätigen
Actionstreifen auswenig kennen, über die eigene Geschichte
jedoch so gut wie nichts wissen, davon ferngehalten werden,
weil das Wissen um die wirkliche Welt ihnen schaden könnte.

Das ist eine gute Bemerkung!

Viele Grüße
Simsy

Kuckuck :smile:

Vielleicht hätte ich schon eher klartexten müssen, was für Bilder ich eigentlich meinte :wink:.

Aber ich habe auch verstanden, dass man Kindern weit mehr zutrauen kann, als allgemein angenommen wird und mich mit meinem Mann über unseren weiteren Kurs in dieser Sache auseinandersetzen.

Viele liebe Grüße
Lilith