Hallo zusammen,
sorry für meine Spam fals es das Thema schon mal gab.
Situation:
Meine Frau und ich haben eine Tochter, 20 Monate alt. Ich gehe nach zwei Monaten Elternzeit wieder arbeiten. Meine Frau ist zuhause.
Es versteht sich, dass sie auch gerne wieder arbeiten gehen möchte.
Die Frage ist nur: Wohin mit unserer Tochter?
Wir leben in Düsseldorf, da wo das Leben teuer und die Plätze für Kinder unter drei Jahren rar sind.
Aktuell bezieht meine Frau ALG I, da sie kein Mutterschutzgeld mehr bekommt. Hierfür mussten wir beim Amt angeben, dass die Betreuung des Kindes tagsüber gesichert ist. Bis vor kurzem war das auch so. Wir hatten uns privat um eine Tagesmutter gekümmert. Aus div. Gründen klappt das jetzt nicht mehr.
Der viel bessere Plan in unseren Augen ist, wenn unsere Tochter auch soziale Kontakte pflegen kann. Also eine Kindergrippe (hieß bei uns früher so). Das Problem: Es gibt wenige staatliche Einrichtungen für Kinder in dem Alter. Eine denkabare Lösung, privater Kindergarten.
Bei den staatlichen Einrichtungen werden Alleinerziehende Mütter und Geschwisterkinder beforzugt. Die monatliche Vergütung richtet sich nach unserem Einkommen und läge bei rund 400€ (staatlich!). Könnte im August beginnen. Nur weiß man erst im Juni ob man einen Platz bekommt.
Die Private Einrichtung würde voll monatlich 880€ kosten. Allerdings gibt es hier vom Staat (ZWD) vielleicht einen Zuschuss von 2€ irgendwas pro Stunde.
Andernfalls fallen 5,50€ pro Stunde in der privaten Einrichtung an. Begin ab sofort.
Mit einer Unterstützung der Großeltern könnten wir das Geld sicherlich aufbringen.
Was ich mich aber Frage: Kann das denn sein? Der Aufenthalt für unsere Tochter kostet so viel wie unsere Wohnung an monatlicher Miete.
Was für Möglichkeiten hat man noch? Tagesmutter über das Jugendamt wäre sicherlich nur Plan B. Denn das Kind zu einem fremden Menschen geben ist irgendwie komisch.
Man kann auf das Geld vom Arbeitsamt verzichten. Aber ich sehe mich der Verantwortung einfach nicht gewachsen das Geld für uns drei alleine aufzubringen. Das würde gehen, dann leben wir vom Hand in den Mund. Solche Dinge wie, wir gehen am Wochenende mal mit dem Kind in den Zoo oder fahren mal zur Oma (wohnen 300km weit weg) sind dann einfach nicht mehr drin.
2001 bin ich wegen einem Job nach Düsseldorf gezogen. Das Arbeitsamt verlangt ja flexibilität etc. Aber jetzt, wo man seine Familie bräuchte, mein Vater könnte prima auf unsere Tochter aufpassen da er zuhause ist, dreht einem das Amt einen Strick draus.
Vielleicht sind wir aus der Situation heraus einfach nur ‚blind‘. Ich bin dankbar für eure Hinweise.
Grüße, olli
und bei uns kosten die Kindergärten feste Regelsätze, egal was man verdient. Wenn man sehr wenig verdient bekommt man vom Jugendamt sogar noch einen Zuschuß. Der Kindergarten für meinen Großen hat damals ca. 80 Euro kostet. Mein Kleiner kommt jetzt in einen Kindergarten mit angeschlossener Krippe und kostet bis der Kleine 2,5 Jahre alt ist 105 Euro im Monat und danach 70 Euro im Monat.