Kinder werden geschlagen, was tun?

Hallo !

Vorab erst einmal rechtherzlichen Dank für Eure Mails und Eure Hilfe.

Wie bereits angekündigt gibt es folgendes Problem, das ich nicht weiß wie man sich verhalten soll, wenn die Kinder meines Nachbarn, von Ihren Eltern mit aller Regelmäßigkeit geschlagen werden. (ein Junge ca. 10 Jahre / ein Mädchen ca. 7 Jahre)

Was ich hier vorbringe ist kein Einzelfall, sondern ereignet sich öfter und auch teilweise mehrmals am Tage.

Gestern Abend so gegen 21:00 Uhr befand ich mich auf meinem Grundstück (wir leben in einem 300 Seelen Dorf) und es war nicht zu überhören das Mädchen wieder mal ordentlich verprügelt wurde. Es rief mehrmals sehr laut „Mutti! Mutti! Bitte hör doch auf.“ Aber das schien die Mutter nicht weiter zu interessieren.

Kurz darauf kam der Vater vom Dienst nach Hause ( Polizeibeamter bei der Schutzpolizei). Man sollte doch annehmen das dann etwas Ruhe einkehren würde. Aber das war leider nicht der Fall, es wurde sogar noch schlimmer mit dem Weinen der Kleinen. Und darum wurde sie kurzerhand aus dem Haus befördert und die Haustür wurde verschlossen. Das Mädchen stand draußen schreiend und rief nach seiner Oma und Opa.

Ich habe dann sofort die Eltern der Mutter angerufen. Die auch im Dorf wohnen. Leider war nur die Mutter erreichbar (das –leider- erklär ich noch). Sie möchte doch bitte schnellstmöglich bei ihren Enkeln vorbeischauen, da das Mädchen wieder mal verprügelt wird. Die erste Reaktion war „Das kann ich mir gar nicht vorstellen“.

Das –leider- beziehe ich darauf das es mir wäre lieber gewesen wenn der Vater am Telefon gewesen wäre. Denn ich hatte ihn bereits auf das ewige Verprügeln der Kinder hingewiesen und er hat mir auch zu Verstehen gegeben, das sei ihm alles bekannt.

Dieser erzählte mir : „Das er durch stetige Anwesenheit im Hause seiner Tochter versuchen würde den Ärger so klein möglich zuhalten. Erst vor ein paar Tagen habe er wieder bei seinem Enkel erhebliche blaue Flecke gesehen und meinte, das der Vater wohl mal wieder ordentlich zugelangt habe, und unter diesen Umständen wohl nie was aus seinem Enkel werden würde. Aber das alles sollte ich auf keinen Fall jemandem anderen erzählen.“

Noch kurz zum gestrigen Ende, die Mutter kam, es war kurz vorher Ruhe eingetreten, der Nachbar kam wutentbrannt zu mir rüber und hat mir in klarem Beamtendeutsch mitgeteilt - das er gegen mich weitere rechtliche Schritte unternehmen werde, und zwar eine Verleumdungsklage, denn er habe seine Frau nicht geschlagen-

Das er seine Frau schlägt, davon war überhaupt nie die Rede gewesen. Wie es aussieht werden jetzt wohl die Tatsachen verdreht und ich bin dann Dumme. So ist nun mal das Leben in einem kleinen Dorf, wo man seit 15 Jahren als Zugezogener wohnt.

Was soll ich machen? Vielleicht weiß jemand Rat, denn es kann doch nicht angehen das kleine Kinder von ihren Eltern als Fußabtreter benutzt werden und nach außen hin wird die heile Welt markiert.

Vielen Dank für Eure Hilfe im voraus.
Hartmut

Jugendamt!
Hi,

spontan fällt mir dazu nur ein: benachrichtige das Jugendamt!

Cess

Hi,

spontan fällt mir dazu nur ein: benachrichtige das Jugendamt!

Cess

Ist auf jeden Fall richtig. Aber da dann auch nachhaken. Es gibt Jugendämter, die da sehr schnell und ordentlich arbeiten, leider aber auch einige, die sich die Arbeit lieber sparen.

Eine weitere Anlaufstelle, die Erfahrung mit dem Thema hat ist der nächstgelegene Kinderschutzbund. Auch an die im Bereich der Jugendarbeit tätigen Wohlfahrtsverbände kann man sich wenden. Im Dorf je nach persönlichen Verbundenheiten auch ein guter Ansprechpartner ist auch der Pastor.

Notfalls helfen auch Opferschutzinitiativen wie der weiße Ring zumindest mit Adressen weiter.

Und ja nicht einschüchtern lassen!

Gruß vom Wiz

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jugendamt & polizei
wende dich an das jugendamt - die sind verpflichtet, der sache nachzugehen, und beweise sind ja in form blauer flecke anscheinend zur genüge vorhanden.

wenn die sache gerade im gange ist, die kinder schreien, ist es sicher auch nicht falsch, die polizei zurufen.

das wird für den polizisten-vater natürlich ziemlich peinlich.

wenn er wütend rüber kommt, am besten gar nicht mit ihm diskutieren und weggehen - wenn er vor dem haus rumzetert, ist er derjenige, der dumm aussieht.

wenn ich in deiner situation wäre, wäre mir das äußerst unangenehm - was man auch tut, man wird sich nicht gut damit fühlen. dennoch ist es das einzig richtige, den kindern zu helfen - ich finde es schön, daß du nicht wegschauen willst.

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Hallo Hartmut,

den Ernst der Lage getraue ich mir nicht einzuschätzen (und wenn doch, dann würde ich sagen: grenzwertig), möchte aber zu bedenken geben, daß die Einschaltung des Jugendamtes u.U. zu erheblichen Weiterungen führen kann.

Natürlich muß ein Kind vor seinen Eltern in Sicherheit gebracht werden, bevor es von ihnen totgeprügelt würde, das ist klar. Indes kann aber eine Allianz aus durchgeknallten Gutmenschen im Jugendamt, giftgrünen AmtsrichterInnen und desinteressierten Verfahrenspflegern die Familie zerreißen und jedes ihrer Mitglieder ins Unglück stürzen. Beispielsweise dadurch, daß die Kinder in die Psychiatrie eingewiesen werden und man ihnen dort sexuellen Schweinkram einredet, mit dem man dann den Vater ins Gefängnis zu bringen versucht. Ich habe vergleichbares aus nächster Nähe gesehen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

VIELEN, VIELEN DANK!!!
Hallo,
ich werde bestimmt Eure Ratschläge befolgen. Ganz wohl fühle ich mich in meiner Haut garantiert nicht. Aber ich werde versuchen den Kindern irgendwie zu helfen.

Wenn es noch weitere Meinungen gibt, dann bitte ich Euch diese bei w-w-w darzulegen.

Nochmals Danke.
Hartmut

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Tja…
… und wenn sie am nächsten Tag über die Strasse laufen, werden sie von 'nem Auto überfahren…

Glaubst du etwa wirklich, daß dieses

Indes kann aber eine Allianz aus durchgeknallten
Gutmenschen im Jugendamt, giftgrünen AmtsrichterInnen und
desinteressierten Verfahrenspflegern die Familie zerreißen und
jedes ihrer Mitglieder ins Unglück stürzen. Beispielsweise
dadurch, daß die Kinder in die Psychiatrie eingewiesen werden
und man ihnen dort sexuellen Schweinkram einredet, mit dem man
dann den Vater ins Gefängnis zu bringen versucht. Ich habe
vergleichbares aus nächster Nähe gesehen.

den Normalfall darstellt??
Klar, das Risiko besteht (den Prozentsatz wüßte ich jetzt gern…), aber ich glaube, mein Beispiel vom Überfahrenwerden am nächsten Tag hat ein wesentlich höheres Risiko!

Sorry, daß dies in deiner Umgebung geschah, aber ich halte dies für sehr unwahrscheinlich und würde lieber dieses *Ironiemodus* hohes Risiko eingehen, als weiterhin tatenlos zuzusehen.

Ich hoffe mal, daß du aufgrund deiner Erfahrung jetzt nicht zu denjenigen gehörst, die die Augen in den Sand stecken!!

Erboste Grüsse,
Sharon

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Schädlich übertriebene Intervention mag vielleicht nicht unbedingt der Normalfall sein, liegt aber im natürlichen Selbstinteresse mancher der daran beteiligten Berufsgruppen und dürfte darum wohl auch nicht soo die Ausnahme sein, wie Du das sagst.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Schädlich übertriebene Intervention mag vielleicht nicht
unbedingt der Normalfall sein, liegt aber im natürlichen
Selbstinteresse mancher der daran beteiligten Berufsgruppen
und dürfte darum wohl auch nicht soo die Ausnahme sein, wie Du
das sagst.

Das meinte ich auch nicht.
Daß Jugendämter hin und wieder falsch reagieren, kenne ich. Aber deine Schimptirade über diejenigen, die dort arbeiten und die pauschale, verallgemeinernde Übertragung deines Falles fand ich sehr überzogen.

Gruß,
Sharon

es schien demjenigen, der den fall beschrieben hat, ziemlich unangenehm zu sein. daher denke ich nicht, daß hier etwas hochgespielt wird.

es mag auch sein, daß fehlentscheidungen getroffen werden, aber ich denke, es gibt wesentlich mehr richtige entscheidungen als fälle, in denen irgendjemanden in der psychiatrie etwas eingeredet wird. und sicher gibt es noch mehr fälle, in denen weggeguckt wird, wo das auseinanderreisen der familie angebracht wäre.

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Hallo Hartmut,
hab ein bisschen entsetzt Dein Posting und auch die Antworten gelesen. Denn dass Kinder von den Eltern geschlagen werden, ist Körperverletzung und strafbar.
Das Gesetz gilt seit 01. Juli 1998!!!
Zitat:
Im neuen Kindschaftsrecht wurden auch die Grenzen des elterlichen Erziehungsrechts festgelegt. Entwürdigende Erziehungsmaßnahmen, insbesondere körperliche und seelische Mißhandlungen sind unzulässig. Dazu ist der §223 des Strafgesetzbuches herangezogen worden, nach dem Körperverletzung eine körperliche Mißhandlung darstellt und verboten ist.
Dadurch wurde nicht jeder Klaps verboten, und es wird auch zu berücksichtigen sein, ob den Eltern in einem Einzelfall einmal die „Hand ausgerutscht“ ist oder ob sie gezielt Körperstrafen zur Züchtigung ihrer Kinder einsetzen. Die „ordentliche Tracht Prügel“ ist jedenfalls unzulässig und verboten. Damit leistet auch das Zivilrecht einen wichtigen Beitrag, um den Eltern zu verdeutlichen, daß Gewalt kein sinnvolles Mittel der Erziehung ist. Aus pädagogischer Sicht besteht darüber inzwischen seit langer Zeit Einigkeit.
Also, Anzeigen ist das was hilft, auch wenn der Vater Polizist ist.
Grüße Almut

Hallo Hartmut! Hallo Wolfgang!

Seitdem ich gestern den Posting las, geht er mir nicht aus dem Kopf.

Und nun denke ich, ähnlich wie Wolfgang, daß es manchmal Fehlentscheidungen gibt, die das Leben einer Familie vernichtet.

Mit meinem Posting -und ich weiß, ich werde zerfleischt- wollte ich nur sagen, daß bevor man den Jugendamt informiert, sich bewußt machen soll, was schlimmer für den Kindern ist: Von den Eltern/Großeltern getrennt werden oder der Prügel erhalten.

Ich bin grundsätzlich gegen Prügel. Das ist eine unmögliche, unzulässige Gewaltanwendung, die in einer Familie und in unserer Gesellschaft nichts zu suchen hat. Doch ein Klapps ist es, aus Erfahrung mit meinem Sohn, manchmal wichtig.

Ich hätte deshalb einen Vorschlag: Warum versuchst Du nicht, Hartmut, erstmals mit den Kindern selber zu reden? Frag sie doch mal wie sie sich dabei fühlen und ob sie der Meinung sind Hilfe „von Aussen“ (also Jugendamt oder weißer Ring) zu gebrauchen?. Ich denke mit 12 Jahren ist man in der Lage so eine folgeschwere Entscheidung zu treffen!

Ich selber habe als Kind oft Prügel erhalten. Aber nie im Leben hätte ich gewollt, trotz allem, von meinen Eltern getrennt zu werden. Auch nicht (oder sogar vorallem für) ein Therapie nicht. Ich betrachte meine Kindheit als sehr glücklich und voller Liebe. Und wenn jemand, wie in diesem Fall, zum Jugendamt gelaufen wäre, hätte ich sie bestimmt anders erlebt.

Und jetzt zerfleischt mich!
Trotzdem alles Gute und eine weise Entscheidung, wünsche ich Dir, Hartmut!
Liebe Grüße
Helena

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hi Hartmut,

Was soll ich machen? Vielleicht weiß jemand Rat, denn es kann
doch nicht angehen das kleine Kinder von ihren Eltern als
Fußabtreter benutzt werden und nach außen hin wird die heile
Welt markiert.

das liegt doch auf der Hand oder, du kannst nich einfach daneben stehen und zugucken wenn 2 kleine Kinder von ihren eigenen Eltern verprügelt werden.

Klar die gesunde Watschn(dialekt: ohrfeige) gehört auch dazu, die hab ich wie ich jünger war auch öffters bekommen, weil ich war nicht gerade ein Kind von Ruhe, und im endeffekt bin ich meiner mutter auch dankbar dafür, aber irgedwann reicht es und die Grenze darf sicher nicht so überschritten werden.

Ich würde dir raten, den Vater einfach zu ignorieren, er ist Polizist (meiner auch), und kennt sich mit dem Recht aus (nehm ich mal an), warscheinlich versucht er jetzt das ganze umzudrehen, das er davon kommt, und das alles auf dich „reflektiert“, das du ihn ANGEBLICH unterstellt hast das er seine Frau schlagt (vielleicht ist es ja auch so, wer weiss), aber wenn er so anfangt, und ich will garnicht wissen in welchem ton er mit dir geredet hat, warscheinlich sauer, wütend und drohend, also muss irgendwas dahinter sein, und jetzt kriegt der blöde W**** angst (sry aber is so).

Zeig sie an, alle beide, spätestens wenn das nochmal vorkommt, klar für die Kinder ist es nicht einfach, im schlimmsten fall kommen die eltern in den knast, und die kinder in ein heim, aber ich glaube (egal wie schwer es ist in einem heim) das es besser ist als dauernt von den eigenen eltern verprügelt zu werden. Gut wäre es natürlich wenn die Kinder zu den großeltern kommen würden, aber wer weiss, vielleicht sind ja die genauso …

irgendwas musst du machen, und wenns nur für die 2 kleinen kinder ist,

mfg esi

Nachtrag: informier uns bitte…
was du machst, was los ist, usw.

danke,

esi

Hi,

spontan fällt mir dazu nur ein: benachrichtige das Jugendamt!

Cess

Hallo ihr lieben

entsetzt habe ich dieses posting gelesen und bin wirklich sehr sauer momentan . wie kann man seinen kindern das antun ? sicherlich die kleinen monster können einen schon mal die nerven blanklegen aber wenn prügel zur rotiene wird , dann muss was unternommen werden.
zum thema jugendamt : ich arbeite im jugendamt. nicht in der abteilung die diese sachen bearbeitet, aber man hört immer wieder fälle von kollegen oder ist grad selber live vor ort wenn solche familien eingeladen werden zur beratung.
es ist ja nicht so das die kinder gleich vom amt aus der familie gerissen werden. erstmal kommt es zum beratungsgespräch zwischen amt und eltern. und natürlich auch den kindern. die werden allerdings in solchen fällen meistens getrennt von den eltern angesprochen um eine beeinflussung zu vermeiden.
ich würde vorschlagen das du eventuell anonym beim amt anrufst und dich erkundigst was du tun sollst. erzähl denen das in der nachbarschaft die kinder permanent geschlagen werden und du der ansicht bist das dringend etwas unternommen werden muss.
ich denke das dies schonmal ein anfang ist. den je länger die kinder dieser tyrannerei ausgesetzt sind desto mehr werden ihre kleinen seelen verletzt.
in einem posting habe ich gelesen das :
es ist besser prügel zu bekommen , als die kinder der familie zu entrießen !! Hallo ??? ich glaub ich spinne oder wie. prügel und mal hin und wieder ne watsche kriegen ist ein himmelweiter unterschied. seit euch dem bitte bewust.

traurige grüße Bisma

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OT: Klaps
Warum ist „hin und wieder ein Klaps wichtig“?

Um dem Kind zu zeigen „wer der Stärkere ist“, und dieser im Zweifelfall auch immer Recht hat?
Oder um die eigene Wut loszuwerden? Oder wozu sonst?
Ist es im Zusammenleben unter (annähernd) Gelichaltrigen auch üblich, daß man sich bei Differenzen mal einen Klaps gibt, oder git das nur für wesentlich Jüngere? Was ist an der „g’sunden Watsch’n“ wirklich gesund - gibt es dazu schon Studien?
Wenn wir unsere Kinder schon nicht gewaltfrei erziehen können, warum erwarten wir dann von Anderen (Politiker), daß sie den Frieden fördern?

Natürlich kann es, wenn die Emotionen hochgehen schon mal passieren, aber dann ist IMHO eine eindeutige Entschuldigung (ohne „Aber“) von Seiten des Gewaltanwenders angebracht.
Nur mal meine Meinung zum Thema.

LG
Stuffi

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Ich kann gar nicht so viel essen—
…wie ich kotzen muss, wenn ich das hier lese:

Doch ein Klapps ist
es, aus Erfahrung mit meinem Sohn, manchmal wichtig.

Ohne Gruß
Guido

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Danke
Hi Stuffi!

Auch, wenn ich nicht der Meinung bin, dass es mal „passieren“ kann - danke für Deinen Artikel!

Liebe Grüße
Guido, der es nicht verstehen kann, wie man sein Kind schlagen kann - besonders, wenn es gerade mal 22 Monate alt ist (wie bei Helena)

Egal, was Du tust - tu etwas!
Hallo Hartmut!

Nachdem ich mich hier durch den Thread „gequält“ habe (einige Äußerungen waren wirklich eine Qual), nur ein Hinweis von mir.

Ich kenne sehr viele Beschäftigte der hier umliegenden Jugendämter persönlich. Es ist definitiv nicht die Regel, dass sie sofort die Kindkeit der Kids zerstören und sie in irgendwelche krank machenden Therapien stecken, bzw. den Umgang mit den Eltern unterbinden!
In der Regel schreiten sie helfend ein! Natürlich werden Deine Nachbarn häufiger Besuch bekommen, und wenn sich dort nichts ändert, wird auch evtl. zum Wohle der Kinder eine andere Unterbringung geregelt werden (müssen).
Aber: Willst Du abwarten und nichts tun? Und dann irgendwann eine Todesanzeige in der Zeitung lesen müssen, die Du hättest verhindern können?
Nachdem Du Dich hier so sehr erkundigt hast und Dir auch wahrlich Gedanken machst, glaube ich das nicht - und darüber bin ich froh!

Ich weiß nicht, ob ich die Polizei einschalten würde, wenn der Nachbar selbst dort beschäftigt ist - zumal es sich ja offensichtlich um ein kleines Dorf handelt…

Aber BITTE: Melde Dich beim Jugendamt - meinetwegen erst mal anonym.

Liebe Grüße
Guido

Bittet dich dein sohn denn um „diese Klapse“
sagt er , er möchte Klapse haben? oder gibt er dir es zu verstehen?
meine Güte, Kleinkinder sind doch keine Erwachsenen, Sie wissen doch noch garnicht so richtig, was falsch ist und was nicht.

SIE KÖNNEN SICH NICHT WEHREN GEGEN EINEN ERWACHSENEN !!!

Deshalb finde ich es sowas von daneben und mir geht das Messer im Sack auf, wenn man sich an Kindern so dermassen gehen lässt wie durch Klapse oder Schläge.
BTW: wohin denn die Klapse? auf den Kopf? ins Gesicht? auf den Po?

-(

Hallo Hartmut! Hallo Wolfgang!

Seitdem ich gestern den Posting las, geht er mir nicht aus dem
Kopf.

Und nun denke ich, ähnlich wie Wolfgang, daß es manchmal
Fehlentscheidungen gibt, die das Leben einer Familie
vernichtet.

Mit meinem Posting -und ich weiß, ich werde zerfleischt-
wollte ich nur sagen, daß bevor man den Jugendamt informiert,
sich bewußt machen soll, was schlimmer für den Kindern ist:
Von den Eltern/Großeltern getrennt werden oder der Prügel
erhalten.

Ich bin grundsätzlich gegen Prügel. Das ist eine unmögliche,
unzulässige Gewaltanwendung, die in einer Familie und in
unserer Gesellschaft nichts zu suchen hat. Doch ein Klapps ist
es, aus Erfahrung mit meinem Sohn, manchmal wichtig.

Ich hätte deshalb einen Vorschlag: Warum versuchst Du nicht,
Hartmut, erstmals mit den Kindern selber zu reden? Frag sie
doch mal wie sie sich dabei fühlen und ob sie der Meinung sind
Hilfe „von Aussen“ (also Jugendamt oder weißer Ring) zu
gebrauchen?. Ich denke mit 12 Jahren ist man in der Lage so
eine folgeschwere Entscheidung zu treffen!

Ich selber habe als Kind oft Prügel erhalten. Aber nie im
Leben hätte ich gewollt, trotz allem, von meinen Eltern
getrennt zu werden. Auch nicht (oder sogar vorallem für) ein
Therapie nicht. Ich betrachte meine Kindheit als sehr
glücklich und voller Liebe. Und wenn jemand, wie in diesem
Fall, zum Jugendamt gelaufen wäre, hätte ich sie bestimmt
anders erlebt.

Und jetzt zerfleischt mich!
Trotzdem alles Gute und eine weise Entscheidung, wünsche ich
Dir, Hartmut!
Liebe Grüße
Helena

Hallo Hartmut,

den Ernst der Lage getraue ich mir nicht einzuschätzen (und
wenn doch, dann würde ich sagen: grenzwertig), möchte aber zu
bedenken geben, daß die Einschaltung des Jugendamtes u.U. zu
erheblichen Weiterungen führen kann.

Natürlich muß ein Kind vor seinen Eltern in Sicherheit
gebracht werden, bevor es von ihnen totgeprügelt würde, das
ist klar. Indes kann aber eine Allianz aus durchgeknallten
Gutmenschen im Jugendamt, giftgrünen AmtsrichterInnen und
desinteressierten Verfahrenspflegern die Familie zerreißen und
jedes ihrer Mitglieder ins Unglück stürzen. Beispielsweise
dadurch, daß die Kinder in die Psychiatrie eingewiesen werden
und man ihnen dort sexuellen Schweinkram einredet, mit dem man
dann den Vater ins Gefängnis zu bringen versucht. Ich habe
vergleichbares aus nächster Nähe gesehen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

1 „Gefällt mir“