deine lösungen?
- kind im supermarkt, schreit nach süßigkeiten:
- das kind zu sich ziehen und ihm energisch sagen: „du kriegst
das jetzt nicht!“
OK, aber energisch zu sich ziehen ist bereits eine körperliche
Strafe
wo steht oben was von „energisch ziehen“ - da steht „energisch sagen“.
und was hast du gegen energisches vorgehen? diskussionen hältst du doch für ungeeignet. dein rat wäre also: nichts zu tun, wenn man nicht schlagen will? in welchem keller bist du groß geworden, daß es es für dich immer 2 möglichkeiten gibt?
allerdings eine solche, die dem zärtlichen Heranziehen
sehr ähnlich ist. Willst Du den Unterschied verwischen?
man dürfte sehr wenig tun, wenn man handlungen und verhaltensweisen ausschließlich einem zweck zuordnen will. normalerweise erkennen menschen an der gestik, an der mimik und am tonfall schon, ob sich jemand zärtlich oder aggressiv nähert.
im übrigen finde ich dieses argument von jemanden, der seine kinder anpackt, um sie zu verdreschen, ziemlich verdreht! um deine kinder zu schlagen, mußt du sie auch erst mal zu dir ran ziehen. oder sind sie dermaßen gut erzogen, daß sie sich dir bereitwillig übers knie legen? wenn hier irgendwelche grenzen verwischt werden, dann bist du auch mit dabei!
- einkaufswagen notfalls stehen lassen, kind unter dem arm
klemmen, ins auto verfrachten, wortlos heim fahren, daheim
- dem Kind also richtig satt die Schuldgefühle reindrücken.
Das wäre mir zu brutal.
siehst du: mir wäre es zu brutal, dem kind eine runterzuhauen. ich finde es sinnvoller, auf die schreierei nicht weiter einzugehen. wenn ich nichts sage, haben sowohl das kind als auch ich zeit, uns abzukühlen. keiner sagt, daß man nun stundenlang mit dem kind nicht sprechen darf. ich jedenfalls würde die erst gelegenheit, die sich bietet, zu einem gespräch nutzen.
angekommen, irgendwas zu essen kochen, das das kind nicht mag,
erklärung: „leider hatte ich nichts anderes mehr da, wegen dir
konnte ich ja nicht einkaufen“
Je nach Alter denkt sich das Kind, daß die Mama halt irgendwie
böse ist, oder es erkennt die reine Gehässigkeit, die da
abläuft.
da hast du recht: je nach alter. ein sehr kleines kind würde die aktion nicht verstehen. sinnlos, sie bei einem kleinen kind durchzuziehen. ein älteres kind jedoch kann ruhig erfahren, daß mütter auch gehässig sein können. wer probiert, seine eltern zu manipulieren, sollte erfahren, daß diese sich darüber nicht freuen.
was ich an diesem punkt vermisse: deinen lösungsvorschlag? was würdest oder was hast du in so einer situation gemacht?
- die süßigkeiten vor den augen des kindes aufreissen und sich
selbst in den mund stopfen, erklärung: „wer schreit, kriegt
nix!“
Damit bist Du beim Streit/Kampf mit dem Kind auf gleich zu
gleich. Man soll seine Kinder aber nicht bekämpfen.
das kind kämpft um macht. wenn ich die nicht hergeben will, dann muß ich wohl auch kämpfen.
den einwand hättest du auf jeden meiner vorschläge schreiben können. genauso gut hättest du diesen vorschlag auch wieder als gehässig bezeichnen können. klar, es ist gehässig. ich würde das auch nicht bei jedem kind machen oder wenn das kind zum ersten mal im kaufhaus nach süßigkeiten plärrt. es ist ein drastisches mittel, das ich einsetzen würde, wenn alles andere nicht funktioniert hat.
- sich blöd stellen: freundlich sagen „hast du hunger? ja?
klar kriegst du was!“ ein stück gurke oder sonst was locker
machen und dem kind geben
Ich würde meine Kinder nie so mies verarschen.
und ich würde meinen kinder nie den arsch verhauen - oder wie du es nennst: die untere rückenpartie stimulieren.
2 personen - 2 methoden.
du findest es verarsche. ich halte es für ein drastisches mittel für ein kind, das hartnäckig versucht, mich zu verarschen.
- das kind eine zeitlang nicht mit der oma (oder einer anderen
person) einkaufen gehen lassen, bei der diese tour zum erfolg
führt
Hier haben wir es zwar eher mit Omaerziehung als mit
Kindererziehung zu tun - und gleich ist die Kontaktsperre,
also eine Sozialstrafe das Mittel der Wahl.
daß man dem kind verbietet, mit einer bestimmten person einkaufen zu gehen, kann man wohl nicht als kontaktsperre bezeichnen. oder kommt bei euch die oma bloß, um mit den kindern einzukaufen? einkaufen mit der oma wäre verboten, nicht jedoch spielen mit der oma, spazierengehen mit der oma usw.
im übrigen hat das oma-einkaufsverbot den sinn, daß das kind das erwünschte verhalten beim einkauf mit einer geeigneten person übt und in sein verhaltensrepertoire aufnimmt. nach einiger zeit ist es dann soweit, daß es auch bei personen, die das unerwünschte verhalten nicht unterbinden können oder wollen, nicht mehr zeigt.
- das kind das nächste mal nicht mit zum einkaufen nehmen,
erklärung: „du schreist mir wieder den ganzen laden zusammen“
Die zeitliche Dehnung der Schuld.
davon könnte man sprechen, wenn man dem kind 1 woche lang vorwürfe macht. tatsächlich wird eine vergangene situation ins gedächtnis gerufen - was ist daran falsch? nach dieser erinnerung verspricht das kind möglicherweise, sich nicht wieder so zu verhalten. wenn ich an die ernsthaftigkeit des versprechens glauben würde, würde ich das kind mitnehmen und es anschließend, falls es sich gut betragen hat, dafür loben. falls es sich nicht wie versprochen verhalten hat, würde ich es das nächste mal zuhause lassen, denn anscheinend ist es dafür noch zu klein.
Ach guck an, der Laufstall kommt hier plötzlich zu neuen
Ehren.
was meinst du damit? ein laufstall ist ein guter ort, wo kleine kinder sicher spielen können. wenn ein kind was angrapscht, das es nicht soll, und man kann das ding nicht sichern, dann muß man kind und ding eben trennen. wie man das macht, ist eine frage des alters.
ich sag es nochmal: ich lese sehr gern deine vorschläge von dir super-papi! die versäumst du ja meist, zu geben.