Hallo
Komisch, wo sehen denn alle in dem Beitrag die Bevormundung?
Durch die Verallgemeinerung drückt sie das aus.
Verallgemeinert nicht jeder bis zu einem gewissen Grade?
Niemand weiß doch alles, und eigentlich müsste man hinter jeder Aussage, die man trifft, hinzusetzen: „… soweit meine Erkenntnisse reichen“ oder sinngemäß sowas. Du verallgemeinerst doch auch. Muss man sich dann dadurch bevormundet fühlen?
Ich wette, es gibt
solche Krippen, wie da geschildert wurde, und zwar nicht ganz
wenige.
Dann sollte sie darauf hinwirken, dass diese schlechten
Krippen verbessert werden
Das sollte man meiner Meinung auch, aber man sollte auch sehen, in welche Not eine Mutter geraten kann, die ihr Kind in eine nicht gute Krippe geben soll, um arbeiten gehen zu können. Es gibt sie halt, die nicht guten Krippen (oder sagen wir besser: nicht auf jedes Kind passende Krippen), und damit sollte eben gerechnet werden.
Es gibt auch schlechte Autos, sollen wir
weswegen das Auto an sich abschaffen?
Nein, aber es sollte niemand durch die Umstände gezwungen werden, mit schlechten Autos zu fahren.
Wenn das Geld für ein gutes Auto fehlt, dann sollte die Person auch mit dem Bus, Fahrrad oder gar nicht fahren dürfen, und das sollte dan auch ok sein.
… daraus kann man aber nicht schliessen,
dass sämtliche Umgebungen für sämtliche Kinder so aufgebaut
werden müssen wie es für dieses eine Mutter-Kind-Gespann nötig
wäre.
Na ja, kinderfreundlich sollte sie aber schon sein. Und nicht nur gewollt, sondern auch gekonnt. Und auch nicht ganz so mütterfeindlich.
Ich kann auch nicht sehen, dass durch solche Sätze:
" Ich fordere auch die Politiker auf, Massnahmen zu treffen,
dass dies nicht notwendig ist." die Familienpolitik der
letzten 40 Jahre als in Stein gemeisselt akzeptiert wird oder
werden soll.
Doch, weil z. Zt. die Einführung von KiTa-Plätzen diskutiert
wird, das ist eine der wenigen Neuerungen der letzten 40
Jahre. Und sie fordert jetzt, dass dieses Vorhaben aufgegeben
wird.
Wenn sie sagt, es sollen Maßnahmen ergriffen werden, dass dies nicht notwendig ist, dann sollen da zweifellos Maßnahmen ergriffen werden, die es zur Zeit noch nicht gibt.
Zur Zeit sind sie ja notwendig, und waren es
vor 40 Jahren auch, bzw. die Mütter waren eben immer
diejenigen, die die Arschkarte gezogen hatten, lustigerweise
insbesondere im (Renten)Alter.
Du zäumst das Pferd von hinten auf. Bisher gab es (im Westen)
keine KiTas, und damit hatten die Mütter keine Wahl als
beruflich kürzer zu treten, was sich natürlich auch auf die
Rente ausgewirkt hat. Also brauchen wir KiTas. Nicht
umgekehrt.
Was muss ich mir denn hier unter „umgekehrt“ vorstellen?
Nur was für Maßnahmen genau, das wäre die große Frage.
Es gibt nur eine, s.o.
Ich hätte da noch mehrere unterschiedliche Ideenansätze.
Und dabei ist es doch völliger
Schwachsinn, Milliarden für die Errichtung von KiTa-Plätzern
auszugeben und dann, per Herdprämie, wieder Milliarden
auszugeben, damit diese KiTa-Plätze tunlichst nicht benutzt
werden.
Diese Kita Plätze werden von manchen (wahrscheinlich vielen) auf keinen Fall benutzt, wie zum Beispiel auch wohl von der Threaderöffnerin nicht. Zum Beispiel auch deswegen, weil die Kitas in der Nähe/mit freien Plätzen etc. oft nicht die notwendige Qualität aufweisen, oder weil z. B. im Familien- und Freundeskreis genug kleine Kinder vorhanden sind, und dort eine wesentlich bessere, weil individuelle Förderung möglich ist.
Diese Leute hätten dann halt einen geringfügigen Ausgleich für ihren Verdienstausfall bekommen.
Wer die Kita-Plätze benutzen will, um arbeiten zu gehen, der würde es auch trotz Herprämie tun, denn der Verdienst würde die 150,- mtl. sicher um ein Vielfaches übersteigen. Für Leute ohne Einkommen ist es vom Finanziellen her sowieso meistens egal, ob die Kinder zum Kindergarten gehen oder nicht, da sämtliche Einsparungen und Einnahmen mit der Sozialleistung verrechnet werden.
kopfschüttelnde Grüße
Daran erkennt man die moralische Überlegenheit.
Viele Grüße
Simsy