Kinderwunsch

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich geh auf die 30 zu. Ich hab ja schon seit längerem einen Kinderwunsch. Anfangs war das mehr „Ich könnt ja, aber vielleicht doch nicht…ne ich warte lieber“

Mittlerweile verfolgt mich das Thema überall. Es begann mit Babyträumen (so alle 2 Monate). Nun wird jedes Jahr irgendwer schwanger. Alle Freunde haben ihre Kinder, von 2-11 Jahren alles bei… Im Fernsehen ist ein wahrer Babyboom ausgebrochen (Angelina Jolie, Nicole Kidman, Jenny Lopez usw.usw.)
Unsere neue Nachbarin ist schwanger (und jünger wie ich)…hab das Gefühl, dass meine Uhr so laut tickt, dass ich schreien könnte.

Von den Sorgen, vertrocknete Eierstöcke zu haben, mal abgesehen… vielleicht kennt das ja zufällig jemand…die Angst, unfruchtbar zu sein.

Einen unbefristeten Job habe ich leider auch nicht. Ich habe einfach die Angst, dass ich mich von befristetem Job zu befristetem Job tingel und eigentlich nie der richtge Zeitpunkt kommen wird. Abgesehn davon, dass ich momentan auf eine Antwort warte für eine andere Stelle, weil mir dir jetzige keine Freude bereitet :frowning:

Mein Freund sieht das so: Eins könne er sich vorstellen, zwei eher unwahrscheinlich (obwohl ich Einzelkind scheiße finde :smile: ) Ich hab den Eindruck, dass er sich vor dem Thema drückt. Ihm ist wichtig, dass wir genug Geld haben, um überhaupt eins finanzieren zu können. Das ist ja auch vernünftig. Aber der richtige Zeitpunkt könnte nie eintreffen und dann bin ich so alt, dass ich mit 50 Jahren wahrscheinlich ein 10 jähriges Kind habe (was ich auch nicht möchte :frowning: )

Hab das Gefühl, dass ich Depressionen habe und zum Arzt müsste…ich würde auch am liebsten, aber keine Ahnung, ob ich den brauche :frowning: Aber irgendwie fehlt mir was zu meinem Glück. Habe zwar nen sehr lieben Freund, eine schicke Wohnung, Freunde…aber das macht mich irgendwie nicht happy. Keine Ahnung, obs am beschissenen Job liegt oder am nicht vorhandenenen Babyglück :smile:

Hi,

erstmal: Bleib mal ganz ruhig! Das hört sich eher nach Panik vor dem 30. an als nach sonstwas. :smile:

Mittlerweile verfolgt mich das Thema überall.

Die Phasen gibt es, das hatte ich vor der 30 auch. Besonders als ich so um die 27 war und grad ohne Freund - da kamen dann noch so bescheuerte Gedanken wie „args, keiner will mich, ich werde alt und alleine und ohne Kinder und Enkel und Urenkel … sterben“. Ich glaub solche Phasen gibt es bei jedem, es kommt nur drauf an, wie ernst man das dann nimmt und wie man damit umgeht.

Von den Sorgen, vertrocknete Eierstöcke zu haben, mal
abgesehen… vielleicht kennt das ja zufällig jemand…die
Angst, unfruchtbar zu sein.

Ja klar - wenn du das klären willst, das ist einfach. Ab zum Frauenarzt, untersuchen und beruhigen lassen. Das ist wirklich die leichteste Übung.

Einen unbefristeten Job habe ich leider auch nicht.

Auch ein Klassiker. Natürlich ist ein unbefristeter Job schön. Viele Frauen finden aber auch mit Kind einen ordentlichen Job. Lass dich davon also wirklich nicht stressen. Das ist nur eine Sache des Herangehens.

Das hier:

für eine andere Stelle, weil mir dir
jetzige keine Freude bereitet :frowning:

plus das hier:

Ich hab den Eindruck, dass er sich vor dem Thema :drückt.

scheint mir eher, als wärst du generell unzufrieden. Die 30 winkt, das ist für viele eine üble Grenze (dabei wirds danach tatsächlich immer besser!). Der Job macht keinen Spaß. Der Freund hat nicht die gleichen Vorstellungen von der Zukunft wie du. Wie soll es da so werden, wie du es dir immer vorgestellt hast, mit schönem Job und zwei Kindern und Haus und Hund? -

Sorry, das letzte hab ich ein bisschen gemein reininterpretiert, aber siehst du das Problem? Du stehst dir da grad selbst im Weg!
Versuch erstmal, dein aktuelles Leben abzuklären: Auch wenn grad kein ordentlicher Job in Aussicht ist, mach dich auf die Suche, sei aktiv!
Pack dir deinen Freund und sprich dich aus - nicht indem du anklagst, „du willst ja nicht“, sondern indem du ihm deine Ängste und Wünsche einfach mal schilderst.
Und mach dir vor allem klar, dass mit 30 das Leben nicht zuende ist.

irgendwie fehlt mir was zu meinem
Glück.
Keine
Ahnung, obs am beschissenen Job liegt oder am nicht
vorhandenenen Babyglück

Siehe oben, ich glaub das ist eher die Gesamtsituation, die dich zu der falschen Annahme verleitet, dass es nie besser wird. Da kann man sich prima reinsteigern.

Ich glaube zwar, dass das völlig normal ist, aber wenn es dir dann besser geht, sprich doch mal mit einem Arzt darüber. Vielleicht ist es ja wirklich nicht nötig, könnte dich aber beruhigen.

Gruß
Cess

Kinderwunsch., Berufswunsch
Hallo!
Immer wenn ich das Wort „Kinderwunsch“ höre muß ich an einen Besuch beim Frauenarzt denken. Der Arzt fragte mich:„Haben Sie Kinderwunsch?“, als wäre das eine Krankheit :smile:

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich geh auf die 30
zu. Ich hab ja schon seit längerem einen Kinderwunsch. Anfangs
war das mehr „Ich könnt ja, aber vielleicht doch nicht…ne
ich warte lieber“

Das scheint ja typisch zu sein, glaubt man den Medien und ihren Berichten über den allgemeinen Kindermangel in Deutschland.

Von den Sorgen, vertrocknete Eierstöcke zu haben,

Ist das ein möglicher medizinischer Befund? :smile: Selbst wenn, gibt es Wege zum Kind.

Einen unbefristeten Job habe ich leider auch nicht.

Darauf zu warten ist Blödsinn. Dann hätten wir jetzt auch noch kein Kind und würden wahrscheinlich auch nie eins bekommen. Manchmal sollte man doch auf den Bauch hören und nicht auf die reine Vernunft (ein bißchen davon schadet natürlich nicht).

Mein Freund sieht das so: Eins könne er sich vorstellen, zwei
eher unwahrscheinlich

Das sollte man doch erst entscheiden, wenn das Erste da ist? Vielleicht sagt er ja dann auch: Eine ganze Fußballmannschaft und Du sagst: Nein Danke, eins ist genug.

(obwohl ich Einzelkind scheiße finde :smile:
Einspruch bzw. Nachfrage. Warum? Hast Du Dich mal genauer mit dem Thema beschäftigt? Ich sehr, wir wollten auch nie ein Einzelkind, haben jetzt aber eins (es sollte einfach nicht anders sein). Ich muß mich immer wieder rechtfertigen, deshalb kenne ich die Argumente für und wider. Warum sollte vermehrte Aufmerksamkeit der Eltern dem Kind nicht zugute kommen? Und: Nur weil Geschwisterkinder häufiger teilen und Rücksicht nehmen müssen, tun sie es nicht unbedingt gern. Ob man ein Kind verwöhnt und zum „typischen Einzelkind“ und „Kronsohn“ erzieht, ist immer noch die Entscheidung der Eltern, kein automatischer Vorgang.

) Ich hab den Eindruck, dass er sich vor dem Thema drückt. Ihm
ist wichtig, dass wir genug Geld haben, um überhaupt eins
finanzieren zu können.

Das ist doch kein Haus oder Auto auf das man spart :wink:

Aber der
richtige Zeitpunkt könnte nie eintreffen

Das ist der Punkt. Bei uns wäre der richtige Zeitpunkt immer noch nicht eingetroffen, wenn man die berufliche Perspektive als Maßstab nimmt. Nur, gibt es nicht auch Wichtigeres? Ich kenne ja Eure Situation nicht und Eure Berufe. Aber wenn Ihr beide einigermaßen gut ausgebildet seid oder flexibel oder fleißig werdet Ihr doch immer irgendwie Euren Unterhalt bestreiten können? Es kommt natürlich drauf an, was einem wichtig ist im Leben. Die eine oder andere Neuanschaffung wird vielleicht ein wenig warten müssen (Eine weiße Ledercouch ist sowieso nicht praktikabel mit Kleinkind :wink: )

Hab das Gefühl, dass ich Depressionen habe und zum Arzt
müsste…

-> Ab ins Psychologie-Brett!

Da kann man manchmal die jungen Mütter fast beneiden: Die machen sich da nicht so ne Birne über die langfristigen Konsequenzen, das scheint eher eine Art Alterserscheinung zu sein. (Bös verallgemeinert).

Ich plädiere immer für ein Stück „Unvernunft“ im Leben, es läßt sich nicht alles durchplanen. Meine Erfahrung sagt mir: Vernünftige Entscheidungen machen nicht zwangsweise glücklich.

Du hast ja noch ein paar Jährchen zu leben. Stell Dir vor, Du müßtest die unglücklich verbringen, weil Dein Kinderwunsch unerfüllt blieb, weil die beruflichen Bedingungen nicht optimal waren…
Andersrum: Stell Dir vor, die Bedingungen würde jetzt stimmen. Wer gibt Dir eine Garantie, dass das so bleibt? Schon morgen kann der vermeintlich sichere Job futsch sein, der Freund eine jüngere kennenlernen und dergleichen mehr Schwarzmalerei.

Wäre Dein Freund grundsätzlich der richtige Vater für Deine Kinder? Ds wäre für mich die wichtigste Frage. Aber auch da gibt es keine Garantien. :smile:

Viele Grüße
kernig

Liebe Kati!

Du bist eine Frau. Dass du einen Kinderwunsch hast und dir dementsprechende Gedanken machst ist absolut normal…

Dreißig werden ist toll, ich hab damals sowas von gefeiert - und mit 31 das erste Kind bekommen. Den Wunsch dazu hatte ich schon mit 19.
Ich kenne das. Überall dicke Bäuche, Kinderwagen etc.

Dieser Wunsch kann so immens groß sein, dass frau denkt sie sei nicht normal.

Weißt du, dass mittlerweile viele Erstgebärende schon an die 40 sind? Das ist heute nicht mehr so ein Problem wie es vielleicht früher gewesen ist.

Ich will damit nur sagen: Entspann dich. Du musst ja nicht solange warten. Aber theoretisch, wenn dein Gyni nichts Gegenteiliges sagt, zwingt dich dein biologisches Alter nicht zur Eile.

Liebe Grüße von frowerpau

Moin Kati,

ich möchte mich Cess anschließen, bring erstmal dein Leben in Ordnung und übernehme selbst die Verantwortung für deine Lebenszufriedenheit.

Wie schon gesagt sind deine Gedanken für eine Frau in deinem Alter nicht ungewöhlich, insbesondere dann, wenn sie sich mit Gleichaltrigen vergleicht, die es vermeintlich „besser“ getroffen haben. Aber lass dich davon bitte nicht täuschen. Wenn du dich in deiner Altersklasse plus 10 Jahre umschaust, dann wirst du feststellen, dass viele der Frauen, die in deinem Alter ein Kind bekommen haben, um ihr „Glück“ zu realisieren, zehn Jahre später alleinerziehend mit einem Kind sind, häufig ohne Job oder nur in mies bezahlten Halbtagsjob oder von Hartz IV oder Unterhalt abhängig vor sich hin krebsen, und das Kind, dass doch damals als „glückverheißend“ angesehen wurde, nun eher als Hemmschuh für das eigene Glück (keine Aussicht auf einen neuen Mann, einen Job etc.) empfunden wird.

Wenn du glaubst, dass du ein Kind glücklich machen kannst (und nicht umgekehrt), dann übernimm auch die Verantwortung, indem du dir überlegst, wie du materiell für das Kind aufkommen willst, auf was du gerne bereit bist zu verzichten (z.B. die große Karriere, Umzüge etc.) und wie du deine erzieherische Verantwortung übernehmen willst. Dann kannst du vielleicht auch eher deinen Partner überzeugen.

Viele Frauen sehen die Möglichkeit, ein Kind zu bekommen, nämlich auch als willkommene Alternative, sich aus der Eigenverantwortlichkeit (sprich finanziellen Eigenständigkeit) und nervigen Jobs herauszustehlen, und dies (die finanzielle Verantwortung) lieber dem Mann zu überlassen (während sie sich ein schönes Leben mit Kind, Haushalt und Serviettentechnik zu Hause ausmalen). Dass Männer hier dann wenig Begeisterung zeigen, kann ich verstehen.

Gruß
Marion

Hi,

ich kann die Ängste im Hinblick auf Kinder nachvollziehen aber es sollte in meine Augen immer eher eine Entscheidung sein, die vom Gefühl geleitet ist und weniger vom Verstand. Es wird immer Gründe geben die rein sachlich für ein Kind und auch dagegen sprechen. Sachliche Gründe ändern sich aber und auch als Mutter oder Vater ist man vor Arbeitslosigkeit nicht gefeit. Daher ist es wichtiger emotional hinter dem Kinderwunsch zu stehen als sachlich und wenn man sich in der Frage als Paar einig ist – steht dem ja nicht mehr viel entgegen oder?

Deinen Wunsch, so wie du ihn beschreibst sehe ich schon als sehr fundiert an, also ist doch eigentlich nur noch die Frage, wie ihr es als Paar seht und angehen wollt.

Viele Grüße
MeToo

Wir haben seit Februar so ein Wunder hier rum krabbeln - es ist mit Abstand das faszinierendste was ich je erlebt habe…gut, über die Freuden der Schwangerschaft kann man streiten, aber das Baby ist einfach nur toll. Habe den Knirps mit 32 bekommen und finde das Alter ganz ok. man hat schon einiges erlebt und glaubt nicht gleich was zu verpassen, wenn man mal ne Woche nach dem Kind alles ausrichten muss, weil es mal wieder einen der 1000 gefühlten Entwicklungsschübe hat… ich würde sagen, wenns finanziell einigermaßen hin kommt einfach mal anfangen zu üben - manchmal gehts schneller als gedacht :o)

Erkundige Dich vorher nach Tagesmüttern, Förderungen Kitas und kümmere Dich rechtzeitig vor der Geburt um einen Platz, dann klappt das auch mit dem Job. Wir hatten heute unseren ersten Termin bei der Tagesmutter mit 4,5 Monaten - einfach super!

Selbst mein Mann der nieee!!! Kinder haben wollte würde jetzt doch gerne noch so einen haben wollen :o)

eindeutig
Hi,

faszinierende Gedanken :wink:

Keine Ahnung, obs am beschissenen Job liegt oder am nicht
vorhandenenen Babyglück :smile:

Die Sache ist so klar, wie sonst nichts und Du weist es, denn Du hast es ja auch geschrieben.
Die berühmt-berüchtigte innere Uhr tickt.

Es führt kein Weg daran vorbei - Du willst und brauchst ein Kind zum Glück.

Mutter Natur hat das teuflisch eingerichtet und es kommt noch ärger.
Das Kindermachen mag ja noch Spaß machen.
Die Schwangerschaft kann hoch beglückend aber auch belastend sein.
Die Geburt - na ja, da kommst Du dann einfach nicht drumrum.
Aber dann gehts los.
Die von Dir zitierte Schei… - Du wirst fast drin ersticken - gleich ob ein Kind oder später (manchmal auch gleichzeitig) mit noch einem dazu.
Es kommt noch eine Menge mehr dazu, an Mühen, Aufregungen, Stress … UND… an Glück.
Wie gesagt, Mutter Natur hat da ein paar teuflische Tricks auf Lager.

All das ist gänzlich nebensächlich.
Wichtig ist nur die Liebe und wie könnte diese vollkommener manifestiert werden als durch ein kleines Leben.
Ein Baby
Ein Kind
Dein Kind
Dein Glück

Vergiss nun all Deine Sorgen und Deine tollen Überlegungen (so richtig sie sein mögen), sieh nach vorn und lass Dich schwängern :smile:

Und dann wünsche ich Dir viel Glück, denn das wirst Du brauchen
Und Du wirst an meinen Text denken

Oberfreundlichen Gruss
Ray

Hallo Kati,

es ist immer der richtige Zeitpunkt
Es ist nie der richtige Zeitpunkt.

So, jetzt such Dir irgendwas dazwischen aus.

Mehr kann ich leider nicht dazu sagen.

Gandalf

Hallo,

ich schreib mal das, was ich gedacht habe, bevor ich die anderen Antworten gelesen habe…

Warum möchtest du ein Kind? Ich hab aus deinem Posting folgende Gründe herausgelesen:

  • du hast das Gefühl, „alt“ zu sein
  • Freunde werden schwanger
  • Promis werden schwanger
  • Unzufriedenheit im Job
  • allgemeine Unzufriedenheit

Diese Gründe sind alle von der Gesellschaft vorgegeben. Du bist eine Frau, du bist bald 30, du hast einen Mann… also musst du schwanger werden. So wirkt das auf mich.
Ist das ein Grund, ein Kind zu bekommen?

Du suchst etwas, damit du wieder glücklich wirst. Das ist meiner Meinung nach der falsche Ansatz.

Mir ist bewusst, dass ich dein Posting anders interpretiert habe, wie die anderen… Es wird jedoch keine „richtige“ Antwort geben.

Es liegt ganz bei euch(!)…

Gruß
Tato

Hei!

Da kann man manchmal die jungen Mütter fast beneiden: Die
machen sich da nicht so ne Birne über die langfristigen
Konsequenzen, das scheint eher eine Art Alterserscheinung zu
sein. (Bös verallgemeinert).

Sehr bös verallgemeinert! Beim ersten Klassentreffen (alle 24-25) gab es nur ein einziges Kind! Und keiner sprang auf und schrie, jawohl, wir wollen auch. War eher ein verhaltenes: „Ach, und schaffst du das auch alles?!“

Es ist m.M. nach keine Alterserscheinung, sondern eine „Intelligentserscheinung“. Mir kann keiner erzählen, dass von den 35 Mädels meines Jahrgangs nicht eine an Nachwuchs denkt. Aber wir denken halt auch an Berufseinstieg, Betreuungsplätze, Unterhaltsabhängigkeit, Hartz IV und die Frage nach dem Mann, der eigentlich noch Kinder will. Und mit den Jahren wird es immer schlimmer. Bei meinen älteren Freundinnen sehe ich, dass dann irgendwann der Punkt kommt, wo sie sagen: „Was soll’s, besser wird die Situation ja doch nicht.“ Dass diese „mittelalten“ Mütter dann aber irgendwie eine bessere Position im Leben hätten als ganz junge oder ganz alte, möchte ich mal bezweifeln.

Aber ich bin auch so, im besten Alter und nur darauf bedacht, erstmal noch dieses zu beenden und dann noch ein paar Jahre zu arbeiten (nur ein paar) und dann vielleicht den perfekten Zeitpunkt zu erwischen (und wenn es jetzt ausversehen passieren würde, einfach auszuflippen vor Glück - aber ich würde gern nicht selbst schuld sein…).
Wir sind einfach zu rational. Furchtbar.

Grüße!

…ein Baby soll Dich in dem Sinne nicht glücklich machen, nur weil Du vorher unglücklich warst und Du aber noch nichteinmal weißt, ob es am Job oder am nicht vorhandenen Baby liegt.

…ein Baby sollte Deinem schon vorhandenem Glück die Krone aufsetzen, kein Experiment sein ob es das Glück ist was Du vermisst hast oder nicht.

Und DEN richtigen Zeitpunkt gibt es sowieso nicht - so meine Erfahrung.
Achtet nicht auf die Gesellschaft - sonder hört auf Euer Herz.

Viel Glück ;o)

bessere Wortfindung :smile:

Hei!

Hallo!

Da kann man manchmal die jungen Mütter fast beneiden: Die
machen sich da nicht so ne Birne über die langfristigen
Konsequenzen, das scheint eher eine Art Alterserscheinung zu
sein. (Bös verallgemeinert).

Na gut, ersetzen wir „jung“ mit „gedankenlos“ oder „blauäugig“ (ist mir alles zu negativ so mein ich das gar nicht) oder besser „unbeschwert“ (ja, das ist es)

Ok?

Grüße
kernig

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Moin,

Meinst du denn, dass gerade so jemand:

„gedankenlos“ oder „blauäugig“
oder
besser „unbeschwert“

geeignet ist, die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen? Irgendwie gruselt es mich da gerade ein bisschen.

Gruß
Marion

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Danke, nein…
Hi,

Da kann man manchmal die jungen Mütter fast beneiden: Die
machen sich da nicht so ne Birne über die langfristigen
Konsequenzen, das scheint eher eine Art Alterserscheinung zu
sein. (Bös verallgemeinert).

Na gut, ersetzen wir „jung“ mit „gedankenlos“ oder „blauäugig“
(ist mir alles zu negativ so mein ich das gar nicht) oder
besser „unbeschwert“ (ja, das ist es)

Ok?

nein, nicht ok. An anderer Stelle las ich grad von einer dieser „unbeschwerten“ Mütter, und ohne Flachs, mir tut das Kind jetzt schon leid. Sicher gibt es nicht nur schwarz/weiß, aber hellgrau wünsche ich mir schon. Ich komm aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus, wie lebensunfähig und trotzdem gebärfreudig manche - zu viele! - doch sind.

Gruß,

Malte

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Hallo Kati,

Mir ging es ähnlich. Ich hatte meine innere Uhr mit 28 ticken hören. Ich war frisch verheiratet, beruflich was alles in seinen Bahnen, es stand dem Kinderwunsch nix im Wege. Alles um mich herum hatte Kinder und ich dachte, das natürlichste der Welt sei, dass nun ich auch an der Reihe wäre.

Tja Pustekuchen, mein Mann überlegte es sich anders.
Er verließ mich wegen einer Neuen Frau.

Ich fiel in ein mehr oder minder schweres Loch, weil mein schöner „Plan“ damit null und nichtig war.

Jetzt bin ich froh, dass es so gekommen ist. Was wäre gewesen, wenn ich schon Kinder gehabt hätte?? Dann wäre ich aufgeschmissen gewesen…

Ich hab mich nun damit abgefunden, dass nix im Leben wirklich planbar ist, das Schicksal entscheidet in gewisser Weise Deinen Lebensweg.

Ich bin nun 30, und muss sagen, dass ich keine Panik mehr wegen innerer Biouhr habe.
Falls das Schicksal für mich Kinder vorgesehen hat, wird es auch passieren. Wenn nicht, dann halt nicht.

Der ausgeprägte Kinderwunsch ist bei mir innerlich wieder verloschen, weil ich auch mitbekommen habe, dass viele trotz Kind nicht glücklich sind.

Ein Kind ist eine Bereicherung zum eigenen Glück, aber es ist kein Glücksersatz, wenn man selbst mit seinem Leben unzufrieden ist.

Das habe ich gelernt.

LG
Wölkchen

Antwort ür Malte und Pendragon
Guten Morgen!

Kann ich verstehen. Bitte dabei aber zu beachten, was ich als Erstes geantwortet hatte (dort steht auch, das ich ein wenig Vernunft in der Frage als durchaus sinnvoll erachte) und die Fragestellung zu beachten und den Hintergrund der Fragestellerin.

Ansonsten wäre das hier eine weitere der Grundsatzdiskussionen: Dürfen nur ausreichend gebildete und gut verdienende Leute Kinder bekommen? Ich denke, dass Problem ist, dass sich die einen zuviel und die anderen zuwenig Gedanken über’s Kinderkriegen machen.

Und grundsätzlich bleibe ich dabei. Um in die heutige Welt und Gesellschaft ein Kind zu setzen, braucht man eine gehörige Portion Unbeschwertheit. Sonst läßt man’s besser bleiben.

Grüße
kernig

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Moin,

Ansonsten wäre das hier eine weitere der
Grundsatzdiskussionen: Dürfen nur ausreichend gebildete und
gut verdienende Leute Kinder bekommen?

Was hat das hiermit zutun? Es geht um die Frage, setzt jemand Kinder in die Welt in der Hoffnung, dass sie ihn (oder sie) glücklich machen, oder setzt jemand Kinder in die Welt, mit der Absicht, die Kinder glücklich zu machen.

Die beiden völlig konträren Herangehensweise dürften bei allen Bildungs-, Gesellschafts- und Einkommensschichten vorhanden sein.

Ich denke, dass Problem
ist, dass sich die einen zuviel und die anderen zuwenig
Gedanken über’s Kinderkriegen machen.

Die Leute, die mir bislang begegnet sind und bewusst keine Kinder in die Welt gesetzt haben, hatten für mich sehr nachvollziehbare Gründe dafür. Das kann ich von den Leuten, die Kinder in die Welt setzen, beim besten Willen nicht behaupten. Vernachlässigung von Kindern ist in Deutschland ein Riesenproblem, die Rechnung für diese Kinder, die wohl nicht den Glückserwartungen der Eltern entsprochen haben, müssen jedoch in den seltensten Fällen die Eltern, sondern als erstes die Kinder und danach die Gesellschaft tragen. Übrigens ist auch Verwahrlosung kein Problem einer bestimmten Bildungs- oder Einkommensschicht sondern kommt durch alle Schichten hindurch vor.

Und grundsätzlich bleibe ich dabei. Um in die heutige Welt und
Gesellschaft ein Kind zu setzen, braucht man eine gehörige
Portion Unbeschwertheit. Sonst läßt man’s besser bleiben.

Ich wüsste nicht warum. Wir leben in einem sicheren, sauberen und wohlhabenden Land. Was muss sich einer denn noch wünschen, um ein Kind in die Welt zu setzen? Mir scheint es mangelt weniger an den äußeren Umständen, sondern mehr an der innneren Qualifikation und dem Wunsch, die eigenen Bedürfnisse auch mal zurückzustellen, und das Wohlergehen eines anderen Menschen an erste Stelle zu setzen.

Gruß
Marion

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Verstehe diese Diskussion nicht ganz
Hallo!

Ansonsten wäre das hier eine weitere der
Grundsatzdiskussionen: Dürfen nur ausreichend gebildete und
gut verdienende Leute Kinder bekommen?

Was hat das hiermit zutun?

Schlußfolgerte ich aus Euren Antworten, speziell aus Maltes.

Kinder in die Welt in der Hoffnung, dass sie ihn (oder sie)
glücklich machen, oder setzt jemand Kinder in die Welt, mit
der Absicht, die Kinder glücklich zu machen.

Dem widerspreche ich doch gar nicht, darum ging es mir doch gar nicht. Es ging mir um das Abwarten und Abwägen bis die richtigen (vor allem beruflichen) Bedingungen vorliegen um ein Kind zu bekommen. Im Hinblick darauf (und dass ein unbefristeter Job auch keine Garantie dafür ist, dass man ihn auf ewig behält) wünschte ich mir mehr Unbekümmertheit in nur dieser Hinsicht.

Die Leute, die mir bislang begegnet sind und bewusst keine
Kinder in die Welt gesetzt haben, hatten für mich sehr
nachvollziehbare Gründe dafür. Das kann ich von den Leuten,
die Kinder in die Welt setzen, beim besten Willen nicht
behaupten. Vernachlässigung von Kindern ist in Deutschland ein
Riesenproblem,

Naja, das ist meiner Ansicht nach ein wenig polemisch formuliert. Wobei ich schon der Meinung bin, dass man das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen darf.

Im Übrigen kann es ja, trotz vieler und auch richtiger Gedanken im Vorfeld durchaus ganz anders laufen als vorher vorgestellt. Wer sich das vorher alles schön überlegt hat, kann doch trotzdem hinterher überfordert sein? Ist doch menschlich. Ganz ehrlich, ich war relativ erschüttert über die Tragweite der Auswirkungen, die ein Kind auf mein Leben hat. Und ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich nicht übermäßig unbedarft an die Sache rangegangen bin.

die Rechnung für diese Kinder, die wohl nicht
den Glückserwartungen der Eltern entsprochen haben, müssen
jedoch in den seltensten Fällen die Eltern, sondern als erstes
die Kinder und danach die Gesellschaft tragen. Übrigens ist
auch Verwahrlosung kein Problem einer bestimmten Bildungs-
oder Einkommensschicht sondern kommt durch alle Schichten
hindurch vor.

Ich verstehe nicht, wo Du dabei eine Differenz zu meinem Posting siehst? So weit bin ich doch gar nicht gegangen.

Und grundsätzlich bleibe ich dabei. Um in die heutige Welt und
Gesellschaft ein Kind zu setzen, braucht man eine gehörige
Portion Unbeschwertheit. Sonst läßt man’s besser bleiben.

Ich wüsste nicht warum. Wir leben in einem sicheren, sauberen
und wohlhabenden Land. Was muss sich einer denn noch wünschen,
um ein Kind in die Welt zu setzen?

Wohlhabend? Gilt leider nicht für alle, vor allem Kinder sind ja von Armut betroffen. Wünschen würde ich mir z.B. eine beruflich langfristige und halbwegs sichere Perspektive. Ausreichende Kinderbetreuung, weniger Rollenzwang auch noch. Ich finde, dass es etwas Optimistisches ist, Nachwuchs zu erzeugen. Diesen Optimismus muss man erstmal aufbringen.

Mir scheint es mangelt
weniger an den äußeren Umständen, sondern mehr an der innneren
Qualifikation und dem Wunsch, die eigenen Bedürfnisse auch mal
zurückzustellen, und das Wohlergehen eines anderen Menschen an
erste Stelle zu setzen.

Bei wem? Bei der Fragestellerin? (Darum sollte es ja hier hauptsächlich gehen, oder?) Bei mir? Oder so im Allgemeinen?

Sorry, versteh diesen Nebenstrang nicht ganz, Du äußerst Dinge, die ich meist auch mit unterschreiben würde. Wo sind wir uns uneinig?

Grüße
kernig

Moin,

Schlußfolgerte ich aus Euren Antworten, speziell aus Maltes.

Für Malte kann ich nicht sprechen, aber ich mache meinen Standpunkt gerne nochmal deutlich: Meiner Meinung nach ist jemand geeignet, Kinder in die Welt zu setzen, wenn er sich nach Kräften bemühen möchte, diese Kinder glücklich zu machen.

Meiner Meinung nach ist jemand nicht geeignet, Kinder in die Welt zu setzen, wenn er aus einer bereits bestehenden unglücklichen oder unzufriedenen Situation heraus hofft, dass dieses Kind ihm nun das fehlende Glück bringen mag, oder er sich einfach nur aus einem ungeliebten oder anstrengenden Job stehlen möchte.

Es ging mir um das Abwarten und Abwägen bis die
richtigen (vor allem beruflichen) Bedingungen vorliegen um ein
Kind zu bekommen. Im Hinblick darauf (und dass ein
unbefristeter Job auch keine Garantie dafür ist, dass man ihn
auf ewig behält) wünschte ich mir mehr Unbekümmertheit in nur
dieser Hinsicht.

Da stimme ich dir völlig zu. Ich hatte „Unbekümmertheit“ in deinem Sinne etwas verallgemeinert verstanden. Gegen diese Unbekümmertheit spricht allerdings wiederum was du weiter unten selbst anführst, nämlich dass viele Kinder in Deutschland in relativer (nicht absoluter) Armut aufwachsen. Ganz so unbekümmert sollte man also vielleicht dann doch nicht sein :smile:

Die Leute, die mir bislang begegnet sind und bewusst keine
Kinder in die Welt gesetzt haben, hatten für mich sehr
nachvollziehbare Gründe dafür. Das kann ich von den Leuten,
die Kinder in die Welt setzen, beim besten Willen nicht
behaupten. Vernachlässigung von Kindern ist in Deutschland ein
Riesenproblem,

Naja, das ist meiner Ansicht nach ein wenig polemisch
formuliert. Wobei ich schon der Meinung bin, dass man das
Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen darf.

Wenn ich mit Leuten vom Kinderschutzbund rede, dann ist das eher noch viel zu harmlos formuliert.

Im Übrigen kann es ja, trotz vieler und auch richtiger
Gedanken im Vorfeld durchaus ganz anders laufen als vorher
vorgestellt. Wer sich das vorher alles schön überlegt hat,
kann doch trotzdem hinterher überfordert sein? Ist doch
menschlich.

Das ist korrekt, darum sollte man es sich eben nicht nur „schön“ überlegen, sondern auch im Vorfeld mal in Betracht ziehen, dass man gelegentlich überfordert sein könnte und im Vorfeld zu versuchen dieser möglichen Überforderung möglichst entgegenzutreten.

die Rechnung für diese Kinder, die wohl nicht
den Glückserwartungen der Eltern entsprochen haben, müssen
jedoch in den seltensten Fällen die Eltern, sondern als erstes
die Kinder und danach die Gesellschaft tragen. Übrigens ist
auch Verwahrlosung kein Problem einer bestimmten Bildungs-
oder Einkommensschicht sondern kommt durch alle Schichten
hindurch vor.

Ich verstehe nicht, wo Du dabei eine Differenz zu meinem
Posting siehst?

Nirgends. Ich sag auch Dinge machnmal einfach so, weil sie mir in einem bestimmten Zusammenhang wichtig erscheinen :smile:

Ich wüsste nicht warum. Wir leben in einem sicheren, sauberen
und wohlhabenden Land. Was muss sich einer denn noch wünschen,
um ein Kind in die Welt zu setzen?

Wohlhabend? Gilt leider nicht für alle, vor allem Kinder sind
ja von Armut betroffen.

Von relativer Armut, nicht hingegen von absoluter Armut. Man kann von Hartz IV und ähnlichem durchaus ein Kind gut versorgen, allerdings nicht, wann man einen Teil des Geldes für Zigaretten, Alkohol und Plasma-Bildschirme ausgibt. Hier gilt es auch, die eigenen Ansprüche zu prüfen. Wer meint, es muss unbedingt der neueste Kinderwagen, nur neue Kinderkleidung etc. sein, wer außerdem meint, er muss auch weiterhin 3x im Jahr eine Flugreise machen, aber dennoch zu Hause sein Kind versorgen will, womit dann auch ein Gehalt wegfällt, der sollte besser nochmal nachdenken. Wer es allderings schafft, auch mit wenig gut zu wirtschaften und dem es auch nichts ausmacht, sich mal einen Karton Kindergleidung schenken zu lassen, warum soll derjenige nicht ein Kind bekommen?

Mir scheint es mangelt
weniger an den äußeren Umständen, sondern mehr an der innneren
Qualifikation und dem Wunsch, die eigenen Bedürfnisse auch mal
zurückzustellen, und das Wohlergehen eines anderen Menschen an
erste Stelle zu setzen.

Bei wem? Bei der Fragestellerin? (Darum sollte es ja hier
hauptsächlich gehen, oder?) Bei mir? Oder so im Allgemeinen?

Sorry, versteh diesen Nebenstrang nicht ganz, Du äußerst
Dinge, die ich meist auch mit unterschreiben würde. Wo sind
wir uns uneinig?

Müssen wir uns denn unbedingt uneinig sein? Wir können uns in einigen Punkten ja auch einfach ergänzen :smile:

Gruß
Marion

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