Kinderwunsch

Warum möchtest du ein Kind? Ich hab aus deinem Posting
folgende Gründe herausgelesen:

  • du hast das Gefühl, „alt“ zu sein
  • Freunde werden schwanger
  • Promis werden schwanger
  • Unzufriedenheit im Job
  • allgemeine Unzufriedenheit

Diese Gründe sind alle von der Gesellschaft vorgegeben. Du
bist eine Frau, du bist bald 30, du hast einen Mann… also
musst du schwanger werden. So wirkt das auf mich.
Ist das ein Grund, ein Kind zu bekommen?

Hallo Tato!
Genau so beschreibt jemand die „Innere Uhr“, der sie noch nicht hat ticken hören (oder auch „hämmern“ wie manchmal der Fall).

Es ist nicht von der Gesellschaft vorgegeben, denn es gibt sicher keine statistisch relevante Häufung von Promi- oder Freundinnen-Schwangerschaften, frau nimmt sie nur anders wahr!
Und ja, das „Hämmern“ des Zeigers ist ein Grund ein Kind zu bekommen (oder zwei oder drei, denn manchmal hört das Ticken nach einem Kind nicht auf…) :wink:

LiGrü,
finnie (die auch spät Kinder bekommen hat, als der Wunsch so stark wurde, dass es „schmerzt“; ich kann den Ursprungspost gut nachvollziehen)

Hallo,

ich schreib mal das, was ich gedacht habe, bevor ich die
anderen Antworten gelesen habe…

Warum möchtest du ein Kind? Ich hab aus deinem Posting
folgende Gründe herausgelesen:

  • du hast das Gefühl, „alt“ zu sein
  • Freunde werden schwanger
  • Promis werden schwanger
  • Unzufriedenheit im Job
  • allgemeine Unzufriedenheit

Diese Gründe sind alle von der Gesellschaft vorgegeben. Du
bist eine Frau, du bist bald 30, du hast einen Mann… also
musst du schwanger werden. So wirkt das auf mich.
Ist das ein Grund, ein Kind zu bekommen?

Du suchst etwas, damit du wieder glücklich wirst. Das ist
meiner Meinung nach der falsche Ansatz.

Mir ist bewusst, dass ich dein Posting anders interpretiert
habe, wie die anderen… Es wird jedoch keine „richtige“
Antwort geben.

Genau so erging es mir. Weil ich mich von der Gesellschaft dazu „genötigt“ saah, weil das normalste der Welt. Ich war unzufrieden mit meiner Beziehung, Freizeittechnisch und Beruflich war auch nix mehr los.
Also sollte das kind als „Ersatz“ her, damit ich ausgelastet bin.
Ich weiss nun, dass das der völlig falsche Ansatz damals war, und ich durch das Ende meiner Ehe wieder aufgewacht bin, und etwas getan habe. Nämlich ich habe mich mit mir auseinandergesetzt und jetzt lebe ich wieder für mich :smile:

Ich glaube, so geht es Kati auch.

LG
Wölkchen

Leider bin ich Nichtraucher
…sonst würd ich Dir ein Friedenspfeifchen rübereichen.

Da hatte ich Dein Ansinnen wohl mißverstanden und mich selbst an manchen Stellen zu flapsig ausgedrückt.

Ich hatte „Unbekümmertheit“ in
deinem Sinne etwas verallgemeinert verstanden. Gegen diese
Unbekümmertheit spricht allerdings wiederum was du weiter
unten selbst anführst, nämlich dass viele Kinder in
Deutschland in relativer (nicht absoluter) Armut aufwachsen.
Ganz so unbekümmert sollte man also vielleicht dann doch nicht
sein :smile:

Da sieht man mal wieder, wohin Wortklauberei führen kann :wink:. Etwas mehr Unbekümmertheit hatte ich der Fragestellerin empfohlen, nicht allgemein und für totale Hirnlosigkeit plädiert.

Das ist korrekt, darum sollte man es sich eben nicht nur
„schön“ überlegen, sondern auch im Vorfeld mal in Betracht
ziehen, dass man gelegentlich überfordert sein könnte und im
Vorfeld zu versuchen dieser möglichen Überforderung möglichst
entgegenzutreten.

Und dem potentiellen Vater ordentlich auf den Zahn fühlen. Der muss ja dann absolut zuverlässig einspringen können.

Nirgends. Ich sag auch Dinge machnmal einfach so, weil sie mir
in einem bestimmten Zusammenhang wichtig erscheinen :smile:

ok.

Von relativer Armut, nicht hingegen von absoluter Armut. Man
kann von Hartz IV und ähnlichem durchaus ein Kind gut
versorgen, allerdings nicht, wann man einen Teil des Geldes
für Zigaretten, Alkohol und Plasma-Bildschirme ausgibt.

*räusper* Das ist eine eigene Diskussion wert. Nur kurz (doch nicht so kurz geworden) dazu: Wir leben derzeit aufgrund ungünstiger Voraussetzungen und hoffentlich vorübergehend eigentlich unter dem HartzIV-Satz. Wir sind Nichtraucher, (Alkohol ist billig :smile: ) und besitzen einen Second-Hand-Fernseher für ganze 50 Euro. Unsere beiden Autos (geht hier leider nicht anders) sind zusammengerechnet an die 30 Jahre alt und miteinander (großzügig) geschätzt 2000 Euro wert. Markenklamotten trägt keiner von uns.

Wir sind zwar nicht arm, mir ist aber klar, dass wir das nur Dank Hilfe von außen und Dank Schulden- und Mietfreiheit sind. Trotzdem ist z.B. ein Fußballcamp (sauteuer) für den Sohnemann nicht drin. Auch die ständig nötigen Schuhkäufe (die allerbilligsten Plastiktreter möchte ich ihm nicht antun, kaufe ab und an gute gebrauchte) für unseren Sohn reißen ein arges Loch ins Budget, nur mal so als Beispiel. Die Schulturnschuhe sollen übrigens in der Schule bleiben. Wegen Vergessen und weil häufig auch spontan eine Sportstunde eingeschoben wird: 3 Paar Hallenturnschuhe (Schule, Fussball, Tennis), einige für Draußen (Schule, Fussball, Tennishalle), Hausschuhe (Schule, Hort, Zuhause), Gummistiefel (Hort und Zuhause), Sandalen, Halbschuhe (eigentlich 2 Paar, damit ein Wechsel möglich ist), Wanderstiefel… Und dann wächst das Kind noch dauernd!

Die Schulausstattung jedes Jahr ist auch enorm. Ein „ordentlicher“ Urlaub alle 2 oder 3 Jahre wäre aber doch nicht nur für uns schön, sondern auch dem Kind förderlich. Natürlich sparen wir an uns und nicht zuerst am Kind. Ich meine auch, ein Kind leidet nicht unter einem gewissen Grad an „Mangel“, Überfluß ist schädlicher.

Aber das Eis, auf dem wir uns bewegen ist dünn. Passieren darf nichts, sonst brechen wir bös ein. Und, wie gesagt, das trotz der oben genannten positiven Faktoren, die auf uns noch zutreffen.
Was ich eigentlich sagen will: Es gibt sicher Familien auf die Deine Aussagen zutreffen. Aber man kann nicht alle über einen Kamm scheren.
Da kann ich immer nicht an mich halten, auch wenn das hier völlig offTopic ist.

Grüße
kernig

4 „Gefällt mir“

Hi,

Es ist m.M. nach keine Alterserscheinung, sondern eine
„Intelligentserscheinung“. Mir kann keiner erzählen, dass von
den 35 Mädels meines Jahrgangs nicht eine an Nachwuchs denkt.

Und das moechte ich nun ganz stark bezweifeln bzw. finde es ziemlich ueberheblich das in Verbindung mit „Intelligenz“ zu setzen.

Eine meiner besten Freundinnen hat mit 19 ihr erstes Kind bekommen und mangelnde Intelligenz kann man ihr wirlich nicht nachsagen.

Ich gebe zu, jeder anderen Freundin haette ich das nicht zugetraut, sie hatte jedoch 5 juengere Geschwister und ich kannte sie halt windelwickelnderweise von daher war das schon ok (obwohl nicht wirklich geplant).

Sie hat noch 2 weitere Kinder bekommen und hat es ganz sicher nicht leicht gehabt (Scheidung etc) aber sie hat es geschafft sich von einem Hauptschulabschluss zum Studium auf Lehramt auszubilden, ist mittlerweile fertig & hat 3 erwachsene Kinder (die aelteste studiert, die mittlere hat ihre Ausbildung abgeschlossen & Nr. 3 ist naechstes Jahr mit Abi dran) - es kann also auch anders gehen.

Ich denke, dass es das ist was kernig gemeint hat - eine gewisse Unbeschwertheit in „juengeren Jahren“, ich werde mich allerdings schwer hueten das mit dem IQ der Eltern in Verbindung zu bringen.

liebe Gruesse,
Astrid

2 „Gefällt mir“

Hallo Astrid,

dein Beispiel in allen Ehren, es ist ein tolles Beispiel und v.a. wohl schon mind. 25 Jahre alt. Meine Eltern waren auch beide aus der Arbeiterfraktion, haben sehr jung ihre drei Kinder bekommen, aus uns allen ist was geworden und studieren tut meine Mama auch…

Nein, mir ging es darum zu sagen, dass ein junges Alter heute eben gerade nicht heißt, sich der Kindersache unbeschwert zu nähern. Und je höher die Bildung ist, desto geringer sind nun einmal die Geburtenzahlen in jungen Jahren (und in älteren auch). Glaubt man den Statistiken, so haben aber auch gering qualifizierte Frauen wenige Kinder. Frauen mit mittleren Bildungsabschlüssen und geringer Aufstiegsaspiration sind da am freudigsten beim Kinderkriegen dabei. Das ist per se ja erstmal weder gut noch schlecht.
Ich möchte nur kernigs Aussage widersprechen, unbeschwert ein Kind zu bekommen sei ein ‚Privileg‘ des jungen Alters. Dem ist eben gerade nicht so!

Ich mache nichts am IQ der Eltern fest. Schau dir aber mal die jetzigen Abschlussklassen und Studenten an. Wer würde denn das „Risiko“ auf sich nehmen, in dieser Phase des Lebens ein Kind zu bekommen? Es ist doch auch nur vernünftig, oder?! Welche 18jährige, die weiß, was auf sie zukommt, entscheidet sich denn bitte bewusst* für ein Kind?

Irgendwann stellt man dann halt fest, dass diese Vernunft einen auch nicht weiter bringt. Aber für „Unbeschwertheit“ braucht es wohl ein wenig Reife. Ein Teenager, der bewusst ein Kind bekommt, ist für mich nicht unbeschwert, sondern naiv.

Es gibt nie eine Garantie. Aber ich denke, um sich bewusst für ein Kind zu entscheiden, braucht es eben eine gute Mischung aus Unbeschwertheit (die nicht automatisch dann da ist, wenn man jung ist) und Rationalität. Der Rest passiert ja dann eh einfach so :wink:

Grüße

*geplantes Wunschkind

Hallo Kati,
Freunde, Prominente, vertrocknete Eierstöcke, Job, Geld, die Einstellung deines Freundes, Depressionen, …
Gesellschaftsdruck, wie es hier so genannt wurde.
Das ist m.E. nicht der Grund für deine „Unzufriedenheit“. Eher ein Erklärungsversuch.
Deine natürliche „Vorbestimmung“ als Frau ist es, Nachwuchs zu bekommen. Nicht mehr und nicht weniger. Der Gesellschaftsdruck hindert dich daran, deinem natürlichen Verhalten nachzugeben.
Schade eigentlich, daß es so ist (ja, ich werde evtl. Kritik an diesem Satz überleben). Es gestaltet dein Leben schließlich nicht besser.
Aber wenn dein persönlicher Leidensdruck ausreichend groß ist, wirst du dich vielleicht entscheiden ohne Rücksicht auf diesen Gesellschaftsdruck. Dann bleiben dir einige der von mir oben zitierten Dinge erspart (manch neues kommt dafür hinzu, aber aus einer zufriedeneren Position heraus kann man besser agieren).

Gruß
Der Franke

Ansonsten wäre das hier eine weitere der
Grundsatzdiskussionen: Dürfen nur ausreichend gebildete und
gut verdienende Leute Kinder bekommen?

Was hat das hiermit zutun?

Schlußfolgerte ich aus Euren Antworten, speziell aus Maltes.

„ausreichend gebildet“ höchstens im Sinne von „charakterlich wenigstens in der Nähe von ‚erwachsen‘“. Es geht mir weder um Schulabschluß, noch um Gehaltsscheck oder Blaublütigkeit. Ich bin allerdings der Meinung, dass man sein eigenes Leben halbwegs im Griff haben sollte, wenn sich fortpflanzen möchte.

Es ging mir um das Abwarten und Abwägen bis die
richtigen (vor allem beruflichen) Bedingungen vorliegen um ein
Kind zu bekommen. Im Hinblick darauf (und dass ein
unbefristeter Job auch keine Garantie dafür ist, dass man ihn
auf ewig behält) wünschte ich mir mehr Unbekümmertheit in nur
dieser Hinsicht.

Mir scheint es mangelt
weniger an den äußeren Umständen, sondern mehr an der innneren
Qualifikation und dem Wunsch, die eigenen Bedürfnisse auch mal
zurückzustellen, und das Wohlergehen eines anderen Menschen an
erste Stelle zu setzen.

Hier möchte ich mich anschließen. Vielleicht noch mit der Einschränkung, dass das Wohlergehen dieses anderen Menschen vermutlich ziemlich zügig zu einem eigenen Bedürfnis wird, womit dann auch dieser Konflikt aufgelöst ist. Dafür muss man ihn allerdings auch erstmal überhaupt erkennen bzw. erkennen können, sich also über Bedürfnisse und nicht zuletzt über sich selbst im Klaren sein.

Dazu gehört dann auch, sich um all die Alltäglichkeiten kümmern zu können, und selbstverständlich am Ende auch, sich und sein Kind versorgen zu können. Das geht auch in schweren Situationen, wenn man ein wenig vernunftbegabt, souverän und gewillt ist. Und genau das sind leider nicht alle.

Um mal ganz unpersönlich aber ungefiltert ein Beispiel zu bringen: Wer zu blöd ist, sich ob nun mittels Arbeit oder wenn nicht anders möglich eben mit den verfügbaren staatlichen und gesellschaftlichen Hilfen zu versorgen, der _kann_ gar nicht auch noch Verantwortung für ein Kind übernehmen, weil er das noch nicht mal für sich selbst kann. Grad kürzlich in einem Forum einer nicht näher genannten Expertencommunity gelesen.

Gruß,

Malte

Disclaimer: Wie schon erwähnt, das andere Extrem ist auch nicht erstrebenswert.

Hallo Franke,

lass mich meine Rückfrage ein wenig provokativ stellen:

Deine natürliche „Vorbestimmung“ als Frau ist es, Nachwuchs zu
bekommen. Nicht mehr und nicht weniger. Der Gesellschaftsdruck
hindert dich daran, deinem natürlichen Verhalten nachzugeben.
Schade eigentlich, daß es so ist (ja, ich werde evtl. Kritik
an diesem Satz überleben). Es gestaltet dein Leben schließlich
nicht besser.

komme ich also meiner natürlichen Vorbestimmung nicht nach, bin ich unzufrieden? Oder zumindest unzufriedener als mit Kind?

Aber wenn dein persönlicher Leidensdruck ausreichend groß ist

Mein Eindruck beim Lesen von Kati’s Überlegungen war, dass sie Verantwortung fürs Kind übernehmen will und darum sorgfältig plant, bevor sie eins (oder mehrere :wink: ) in die Welt setzt. Denn aus dem persönlichen Leidensdruck ohne das entsprechende Verantwortungsbewusstsein entsteht womöglich das
/t/zum-nachdenken–10/4691359/9

Gruß,
Anna

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Hi!

Ich
bin allerdings der Meinung, dass man sein eigenes Leben
halbwegs im Griff haben sollte, wenn sich fortpflanzen möchte.

Da _könntest_ Du recht haben, allerdings hat ein Kind oft schon genau diese Leute dazu gebracht, ihr Leben endlich in den Griff zu bekommen …

Grüße,
Tomh

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Hi,

Da _könntest_ Du recht haben, allerdings hat ein Kind oft
schon genau diese Leute dazu gebracht, ihr Leben endlich in
den Griff zu bekommen …

dazu sollte es aber nicht dienen …

Gruß
Cess

Hallo, also danke erstmal für die zahlreichen Antworten.

Um ein paar Missverständnissen vorzubeugen: Also ich möchte kein Kind, damit ich glücklicher bin, nicht arbeiten muss oder sonstiges :smile: Davon kenne ich genug hier auf der Straße und in der Nachbarschaft und das hasse ich total, weil das sehr egoistisch ist und gar nicht ans Kind gedacht.

Ich glaube, ich bin einfach mehr frustriert darüber, dass ich keine unbefristete Stelle finde, sondern mich von befristet zu befristet hangel (Ich bin Erzieherin, falls es interessiert und zur Zeit Gruppenleitung „Schwangerschaftsvertretung“ - haha!). Wenn alles klappt, habe ich ab Oktober zumindest eine neue Stelle und gute Aussichten auf einen unbefristeten Vertrag.

Dass ich meinen beschissenen Job erwähnt habe, hat sicherlich den ein oder anderen dazu verleitet, zu denken, dass ich nur deswegen ein Kind will, um da rauszukommen oder glücklicher zu werden. Ich hatte mich eigentlich vielmehr selbst bemitleidet und dass alles irgendwie nicht so läuft wie ich mir das vorstelle. Das mit dem Job kommt neben meinem Frust noch dazu. Gedanken um den Job machen, Gedanken ums Geld machen, Gedanken um ein Kind machen…zuviele Gedanken :smile: die dann einen natürlich komplett frustrieren. Ich hoffe, dass das mit dem neuen Job klappt (mache mir eher Sorgen wegen Kündigungsfristen usw. VItamin B läuft bereits), dann fühl ich mich sicherlich und mein Freund auch, sicherer, was die Planung anbelangt.

Ich möchte auch nicht meinem Freund ein Kind unterjubeln, wenn er JETZT noch keins will oder unsicher ist. Das finde ich nicht fein und wieder sehr egoistisch. Sicher ist es richtig, dass man manche zu seinem Glück zwingen muss. Aber ich habe wirklich den liebsten Freund der Welt (und JA, er ist der richtige Mann und Vater) und würde das nicht wollen. Er würde sich sehr freuen, wenn es aus Versehen passiert und sich richtig ins Zeug legen (Freunde, die in 15 Jahre lang kennen, bemerkten, dass sein reserviertes Verhältnis zu Kindern besser geworden ist. Früher hätte er Null Interesse an Kindern gezeigt und sie eher gemieden).

Ich muss aber abschließend noch sagen: Danke für die zahlreichen Antworten. Es ist schön zu lesen, dass es anderen ähnlich oder genauso geht. Ich kann von diesen Erfahrungswerten nur profitieren. Auch bedanke ich mich für die skeptischen und provokanten Beiträge. Es scheint ja ein sehr interessantes Thema zu sein und ich hatte Sorge, dass vielleicht keiner antwortet oder diskutiert.

Entschuldigt, dass ich nicht auf jeden einzelnen Poist eingehe, da ja recht viele Antworten gekommen sind :smile:

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Für Malte kann ich nicht sprechen, aber ich mache meinen
Standpunkt gerne nochmal deutlich: Meiner Meinung nach ist
jemand geeignet, Kinder in die Welt zu setzen, wenn er sich
nach Kräften bemühen möchte, diese Kinder glücklich zu machen.

Natürlich, sehe ich genauso. Man muss dem Kind ja auch etwas bieten können. Heutzutage ist das aber ohne weiteres nicht möglich. Zur Zeit arbeiten mein Freund und ich. Ich habe evtl das Glück auf eine neue schöne Stelle, wo ich Leute auch kenne und evtl nächstes Jahr dann unbefristet (zu 99%). Wenn es Nachwuchs gibt, wächst es definitiv nicht in Hartz-4 auf. Wir möchten das auch nicht, aber das ist letztlich das Problem…wer weiß, was in Zukunft passiert (auch finanziell gesehen) ?

Meiner Meinung nach ist jemand nicht geeignet, Kinder in die
Welt zu setzen, wenn er aus einer bereits bestehenden
unglücklichen oder unzufriedenen Situation heraus hofft, dass
dieses Kind ihm nun das fehlende Glück bringen mag, oder er
sich einfach nur aus einem ungeliebten oder anstrengenden Job
stehlen möchte.

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Posting weiter unten das Missverständnis klären. Das ist so absolut nicht der Fall :smile: Da habe ich nur unglücklicherweise zwei Dinge in einem Satz erwähnt, die dann natürlich aufeinander bezogen wurden.

Es ging mir um das Abwarten und Abwägen bis die
richtigen (vor allem beruflichen) Bedingungen vorliegen um ein
Kind zu bekommen. Im Hinblick darauf (und dass ein
unbefristeter Job auch keine Garantie dafür ist, dass man ihn
auf ewig behält) wünschte ich mir mehr Unbekümmertheit in nur
dieser Hinsicht.

Ja, das ist der Knackpunkt an der ganzen Sache schätze ich mal und dass ich da weitaus „unbekümmerter“ (ich setz es mal in Anführungszeichen) rangehen würde als mein Freund.

Die Leute, die mir bislang begegnet sind und bewusst keine
Kinder in die Welt gesetzt haben, hatten für mich sehr
nachvollziehbare Gründe dafür. Das kann ich von den Leuten,
die Kinder in die Welt setzen, beim besten Willen nicht
behaupten. Vernachlässigung von Kindern ist in Deutschland ein
Riesenproblem,

Das stimmtschon . Ich finde es sehr erschütternd, was ich in meinem Beruf (Erzieherin) alles erlebe…ohne Worte :smile:

Das ist korrekt, darum sollte man es sich eben nicht nur
„schön“ überlegen, sondern auch im Vorfeld mal in Betracht
ziehen, dass man gelegentlich überfordert sein könnte und im
Vorfeld zu versuchen dieser möglichen Überforderung möglichst
entgegenzutreten.

Ich denke, wer bei 25 Kindern geduldig ist und noch lachen kann (davon dann 6 unter 3 Jährige), der ist hart im Nehmen. Da mache ich mir persönlich keine Sorgen, ich will ja keine große Kinderschar zu Hause haben hihi und ich bedauere es immer wieder sehr, dass ich in meinem Job nicht immer für alle Kinder die Zeit habe, mich mit einem hinzusetzen und Wortspiele oder Rechenspiele zu machen…sondern vielzusehr Papierkram, Telefonkram machen muss (gerade bei der AWO, daher will ich bei der AWO weg)

Ich muss sagen, ich fand deinen Beitrag sehr amüsant und es leuchtet mir irgendwie ein. Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, dass es scheinbar von Mutter Natur so eingerichtet sein könnte :smile:) Vielen lieben Dank!

Mir ging es ähnlich. Ich hatte meine innere Uhr mit 28 ticken
hören. Ich war frisch verheiratet, beruflich was alles in
seinen Bahnen, es stand dem Kinderwunsch nix im Wege. Alles um
mich herum hatte Kinder und ich dachte, das natürlichste der
Welt sei, dass nun ich auch an der Reihe wäre.

Tja Pustekuchen, mein Mann überlegte es sich anders.
Er verließ mich wegen einer Neuen Frau.

Ohje, ich kann das nachvollziehen. Das muss ja furchtbar sein, wenn man seine Zukunft mit diesem Partner schon plant bzw sich Vorstellungen macht, wie was sein könnte und dann geht er einfach :frowning: und man ist keine 20 mehr…

Jetzt bin ich froh, dass es so gekommen ist. Was wäre gewesen,
wenn ich schon Kinder gehabt hätte?? Dann wäre ich
aufgeschmissen gewesen…

Weshalb?

Ein Kind ist eine Bereicherung zum eigenen Glück, aber es ist
kein Glücksersatz, wenn man selbst mit seinem Leben
unzufrieden ist.

Das ist mir bewußt :smile: So möchte ich auch nicht enden!

Warum möchtest du ein Kind? Ich hab aus deinem Posting
folgende Gründe herausgelesen:

  • du hast das Gefühl, „alt“ zu sein

Das ist wahr, weil ich nicht mit 40 erst Mutter sein möchte…ich wüßte nicht, ob ich die Kraft hätte mit 55 Jahren die Pubertät durchzumachen. Das klingt jetzt etwas hart und wahrscheinlich liest sich das so, als würde ich mir das nur in jungen Jahren zutrauen. Aber ich will keine uralte Mutter sein. Mein Vater ist fast 80 und ich habe nicht mal die 30 erreicht…ich finde das nicht schön. Mein Bruder ist ja noch jünger, der hatte nicht viel von seinem Vater :frowning: Ist einfach eine Tatsache! Und da liegen Welten zwischen den Generationen!

  • Freunde werden schwanger

Naja die wirklichen Freunde haben bereits Kinder, die Schwangeren, die sind es eigentlich, wie ich nie enden will…18, arbeitslos, ohne Ausbildung, Freund arbeitet…
Was die Freunde angeht, die Kinder haben. Es erinnert mich einfach nur daran, dass ich den Kinderwunsch habe (wird mir quasi die ganze Zeit in Erinnerung gerufen). Es ist nicht so, dass ich auch Kinder haben muss, weil die welche haben! Das finde ich affig :smile:

  • Promis werden schwanger

Man wird wieder nur erinnert :smile: Ein Albtraum

  • Unzufriedenheit im Job
  • allgemeine Unzufriedenheit

Ich habe voraussichtlich im Oktober ein neue Stelle, die mich auch erfüllt :smile: Unbefristet zu 99% (sehr wahrscheinlich sogar, Vitamin B läuft wie bereits erwähnt in nem anderen Thread hier)…es ist nicht so, dass ich nichts für mein Glück tue :smile: Ich will kein Kind, weil ich unzufrieden im Job bin! Ich möchte arbeiten, ich möchte auch eine sichere Arbeitsstelle haben, bei der ich mich auch wohlfühle…das Kind will ich danach aber trotzdem :smile: Auch wenn alles rundherum glatt läuft…ist die Frage, wann der richtige Zeitpunkt sein soll und wie mein Freund das sieht…ich hab nur Angst, dass er, obwohl er Kinder will, mich noch ewig hinhalten wird :smile: er sieht das etwas zu verbissen in meinen Augen

finnie (die auch spät Kinder bekommen hat, als der Wunsch so
stark wurde, dass es „schmerzt“; ich kann den Ursprungspost
gut nachvollziehen)

Ja, so in etwa :smile: Selbst, wenn ich die neue Stelle habe (was echt super wäre *Däumchendrück*), das ändert nichts an meinem Kinderwunsch…der bleibt trotzdem.

Wen es interessiert: Hatte bereits nen Post vor Wochen unter Job / Karriere bezüglich meines Jobs (Titel: 39 Stunden gegen 20 Stunden), dann wird sicher deutlicher, dass ich nicht das Kind will, um glücklicher zu werden. Das ist eigentlich ein ganz anderes Problem :smile:

Ah mist der Artikel ist wohl schon gelöscht :frowning: Sorry

Hallo Tomh,

Ich
bin allerdings der Meinung, dass man sein eigenes Leben
halbwegs im Griff haben sollte, wenn sich fortpflanzen möchte.

Da _könntest_ Du recht haben, allerdings hat ein Kind oft
schon genau diese Leute dazu gebracht, ihr Leben endlich in
den Griff zu bekommen …

ich gehöre zwar zu den Menschen, die ein Kind wenigstens vor dem Absturz bewahrt hat, UND die außer in den ersten Jahren auch nicht in der Armutsfalle gelandet ist, aber: Garantieren kann das keiner, und daher sollte man den Versuch auch nicht empfehlen.

Gruß, Karin

Hallo Kati,

Jetzt bin ich froh, dass es so gekommen ist. Was wäre gewesen,
wenn ich schon Kinder gehabt hätte?? Dann wäre ich
aufgeschmissen gewesen…

Weshalb?

Weil im Nachhinein es für mich ein große psychische Belastung gewesen wäre, weiterhin wegen eines Kindes mit so einen Mann Kontakt halten zu müssen.
Er hat durch seine Art mich 10 Monate lang psychisch vor die Hunde gehen lassen, er hat zugeschaut, wie ich 10kg verloren habe, nicht mehr schlafen konnte, eine Heulsuse hochdrei, Brechanfälle morgens usw usw…nur weil er nicht den Mut fand, mir zu erzählen, dass er schon ne Affäre hat seit Monaten, und mir nur erzählt hat, dass er nicht mehr die Gefühle für mich hat, aber es nochmal versuchen würde (insgeheim aber mir die kalte Schulter zeigte, und ich leider naiv wie ich war, nicht hinter die Affäre kam, das beichtete er mir erst, als ich die Notbremse gezogen habe, und von meiner Seite mit ihm die Sache beendet habe, bevor ich in der Klapse lande)

Für mich habe ich alle Brücken zu diesen Menschen abgebrochen. Leider, als Kumpel ist er echt ok, aber als Partner? Naja vielleicht hat der draus gelernt, und ist bei der nächsten weniger krass.

Klopfe Deinen Partner als gut ab, ob es wirklich eine Chance hat, mit ihm Kinder zu haben oder ob er es nur Dir zu Liebe tun will.

LG
Wölkchen

Das tut mir sehr leid für dich, dass es so gekommen ist. :frowning: Das wünsche ich wirklich keinem!