Kinderwunsch

Hallo Anna,

lass mich meine Rückfrage ein wenig provokativ stellen:

ist es nicht, und verzeihe die nachfolgend etwas „einfachen“ Erklärungen (Fachbegriffe und -kenntnisse auf diesem Gebiet sind nicht gerade meine Stärke).

Deine natürliche „Vorbestimmung“ als Frau ist es, Nachwuchs zu
bekommen. Nicht mehr und nicht weniger. Der Gesellschaftsdruck
hindert dich daran, deinem natürlichen Verhalten nachzugeben.
Schade eigentlich, daß es so ist (ja, ich werde evtl. Kritik
an diesem Satz überleben). Es gestaltet dein Leben schließlich
nicht besser.

komme ich also meiner natürlichen Vorbestimmung nicht nach,
bin ich unzufrieden?

Ja. Meiner Ansicht nach werden wir sehr häufig unbewusst von Instinkten und Hormonen getrieben und geleitet. Ohne es zu merken. Und wenn diese Bedürfnisse nicht befriedigt werden, dann ist man unzufrieden. Und das Bedürfnis nach Fortpflanzung ist vorhanden, bei Frau und Mann.

Oder zumindest unzufriedener als mit Kind?

Ja (für jedes Ja gibt es auch ein Aber, ich weiss).

Mein Eindruck beim Lesen von Kati’s Überlegungen war, dass sie
Verantwortung fürs Kind übernehmen will und darum sorgfältig
plant, bevor sie eins (oder mehrere :wink: ) in die Welt setzt.

Sehe ich genauso wie du. Nur haben die Menschen den Vorteil, neben den Instinkten deutlich mehr Verstand und Überlegung ins Spiel zu bringen. Und dann werden die Ursachen für manche Probleme sogar ausschließlich auf die Artgenossen, die äußeren Umstände, Gepflogenheiten undundund geschoben. Und die eigentlichen Bedürfnisse gewaltsam verdrängt.
Daran wollte ich erinnern, auch gelegentlich manchen eigenen Grundbedürfnissen (nicht Egoismus) mehr Beachtung zu schenken.

Denn aus dem persönlichen Leidensdruck ohne das entsprechende
Verantwortungsbewusstsein entsteht womöglich das
/t/zum-nachdenken–10/4691359/9

Das war richtig gut :smile:))
Ich hoffe aber, dass du meine Absicht und mein Verständnis zu diesen Dingen auch verstanden hast.

Gruß
Der Franke

Hi!

Und auch an Cess:

Weder würde ich dies als „Therapie“, noch als Versuch vorschlagen - mich störte ganz einfach dieser Satz:

Ich
bin allerdings der Meinung, dass man sein eigenes Leben
halbwegs im Griff haben sollte, wenn sich fortpflanzen möchte.

Ein Kind KANN viel verändern - zum Guten, aber auch geradewegs ins Gegenteil hinein, sodaß der Satz umgekehrt „dass sein eigenes Leben nicht mehr im Griff hatte, nachdem man sich fortpflanzte“ genauso gelten kann.

Es gibt weder eine Regel, noch sonst irgendwelche Vorgaben, wann der beste Zeitpunkt ist und ob dieser je eintritt, ein Kind zu zeugen - weder Intelligenz, Wohlstand, politische Einstellung, Lieblingspeisen, Mondphase, Igelroute, etc. …

Grüße,
Tomh

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Das tut mir sehr leid für dich, dass es so gekommen ist. :frowning:
Das wünsche ich wirklich keinem!

Ach ist schon ok, mich hats am Ende irgendwie stärker gemacht, immerhin gehts mir jetzt wieder gut, hab einen Neuen Mann an meiner Seite, von daher, ist alles im Grünen Bereich :smile:

Hallo Kati!
Du kannst es mal bei
http://www.mamacommunity.de
versuchen, da tümmeln sich Mütter und solche, die es werden wollen. Vielleicht macht es die Sache einfacher, wenn du dich mit Frauen austauschen kannst, die ähnliche Gedanken haben wie du!
(Es wird zwar manchmal auch ein bißchen gezickt da, aber das bleibt wohl nicht aus, wenn viele Frauen aufeinandertreffen, lach!)

Kann dich gut verstehen, alles Gute
finnie

Kinderzweck
Hallo!

Da _könntest_ Du recht haben, allerdings hat ein Kind oft
schon genau diese Leute dazu gebracht, ihr Leben endlich in
den Griff zu bekommen …

dazu sollte es aber nicht dienen …

Da geb ich Dir recht. Das sollte nicht der Grund sein, ein Kind zu bekommen. Aber andersrum könnte ein verantwortungsloser Lebenswandel auch kein Grund sein, kinderlos zu bleiben.

Schon mancher Bruder (oder Schwester) „Leichtfuß“ hat sich durch (auch ungeplante) Elternschaft an sein Verantwortungsgefühl erinnert. Und umgekehrt passiert es oft genug, dass verantwortungsvolle Menschen durch ein Kind überfordert sind und aus der Bahn geraten. Man weiß es einfach vorher nicht.

Außerdem keimt in mir gerade die Frage: Wer soll das denn beurteilen, wer nun „reif“ genug ist, ein Kind zu bekommen und wer noch nicht? Das tut ja fast immer derjenige selbst und das kann ja dann nur subjektiv ausfallen. Da beißt sich die Katze ja quasi in den Schwanz.:smile:

Und, das wird hier ein wenig zu allgemein, aber trotzdem: Ich meine, dass eine Gesellschaft -die sich fortpflanzen möchte- mit (!!) verantwortlich ist für alle geborenen Kinder, egal ob gewollt oder ungewollt, von reifen oder unreifen Eltern. Gerade weil man ja niemandem das Kinder-kriegen verbieten kann und weil man vorher nie sagen kann, ob das richtig klappt oder nicht mit der Erziehung und der Verantwortung…

Grüße
kernig

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Hallo!

Mir ging es ähnlich wie Dir. Auf die 30 zugehend, dachte ich immer öfter daran, ein Baby haben zu wollen. Aber ich war mir auch nie sicher, ob der Zeitpunkt richtig ist, schaffen mein Mann und ich das finanziell, habe ich in Wirklichkeit nur keine Lust mehr auf den Job,… Das übliche eben. Mein Mann war übrigens absolut dafür. Nun habe ich letztes Jahr mit 28 einen Sohn bekommen. Und ich muß sagen, er ist das beste, was mir je passiert ist. Es klingt vielleicht blöd, aber ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, daß mein Leben einen Sinn hat. Und das ist auch nach einem Jahr noch so!

Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Wenn Du Dir ein Kind wünschst und Ihr deswegen nicht verhungern müsst, dann mach es. Finanziell können wir uns momentan nicht viel erlauben. Aber das ist okay, denn schließlich wird mein Sohn auch älter und ich kann irgendwann wieder mehr arbeiten.

Du bist doch im besten Alter. Aus meiner Sicht ist es Quatsch, bis 40 zu warten, ob sich der richtige Zeitpunkt ergibt um dann festzustellen, daß man vielleicht doch schon zu alt ist. Von evtl. Risiken bei fortgeschrittenem Alter mal abgesehen. Und niemand kann in die Zukunft sehen! Niemand weiß, ob Du in 10 Jahren noch mit Deinem Freund zusammen bist oder vielleicht doch alleinerziehend. Tut es einfach, Kinder sind was tolles! :smile:

Schöne Grüße,

marvin