Kirchenaustritt? Kontra´s gesucht!

Hallo Klaus,

also ich komme auch aus einer katholischen Familie und bin schon sehr lange aus der Kirche ausgetreten (so ca. 20 Jahre). Ich habe den Austritt nie bereut! Im Gegenteil, wenn ich so bestimmte Äußerungen vom Papst und anderen lese, bin ich jedesmal froh, dass ich das nicht mit meinen Steuern finanziere. Das mit der Beerdingung ist Käse, weil man so etwas auch ohne Priester sehr schön gestalten kann. Schließlich gibt es immer mehr Ungläubige und die Bestattungsunternehmer haben sich da inzwischen gut drauf eingestellt :smile:.

Aber du sucht ja Argumente gegen einen Austritt. Da fällt mir nur ein einziges ein: Wenn du ein gläubiger Katholik bist, dir die Rituale der katholischen Kirche, Gottesdienst etc. wichtig sind, solltest du dabei bleiben. Das bekommst du nämlich nur als Mitglied. Alles andere kann man auch als Nichtmitglied haben. Hochzeiten, Beerdigungen etc. kann man wunderschön weltlich feiern, einfach nur an Gott glauben kann man auch privat, die Kinder können sich später problemlos für eine Religion entscheiden und eintreten (wenn sie wollen!)…

Viele Grüsse,
Lisa

Hallo Klaus,

ich würde einmal gerne Meinungen von anderen hören, die
sich gegen einen Kirchenaustritt aussprechen.

damit kann ich nicht dienen, aber vielleicht magst Du meinen Salmon trotzdem lesen.

Zunächst zu mir: Ich komme aus dem Rheinland und bin in einer
Familie aufgewachsen, die sehr katholisch war.

Wie bei mir

Bei uns galt
die Sonntagspflicht. Einmal haben wir allesamt den
sonntäglichen Kirchgang im Dorf verschlafen, dann ist mein
Vater mit uns im Auto durch die Gegend gerast, um noch
irgendwo einen Gottesdienst zu erwischen.

So weit ist es bei uns allerdings nicht gekommen.

Zu Lebzeiten meiner
Eltern wäre ich niemals aus der Kirche ausgetreten.

Das nenn ich, entschuldige, Feige. Wenn ich mich für etwas entscheide, darf so etwas kein Grund sein, das ist dann nur ein Vorwand, sich selber nicht entscheiden zu müsse.
Meine Mutter war tief enttäuscht, ja sogar entsetzt als ich aus der Kirche ausgetreten bin, aber das darf kein Maß sein.

Auch
später bin ich immer wieder sonntags in die Kirche gegangen
und habe mich auch immer darum bemüht - wie man so schön sagt

  • „ein guter Christ zu sein“.

Dsa ist m.E. völlig unabhängig von der Mitgleidschaft in einer Amtkirche.

Das merkwürdigste Argument gegen einen
Kirchenaustritt war bisher: „Dann bekommst Du keine kirchliche
Bestattung, sondern wirst nur verscharrt, wie ein Hund.“

Das ist mir völlig egal! Was nach meinem Tot mit meiner Leiche (nicht mit ‚mir‘) passiert ist geregelt und die Kirche hat da nie eine Rolle gespielt

Ich bin jetzt fast 40 Jahre alt und unterstütze eine
Amtskirche mit meinen Steuern, die ich eigentlich ablehne.

Du bist also noch Kirchenmitglied?!

Ich überlege immer, ob Jesus, wenn
er heute leben würde, eigentlich katholisch wäre oder
irgendeiner anderen Religionsgemeinschaft angehören würde?

Das ist wirklich einen, oder sogar mehrere Gedanken wert. Jesus mit der Knute durch den Vatikan laufend; die Vorstellung hat was!!!

Gandalf

Wackelhennes??

Ich weiss das Du das kannst. Fang doch damit an, dass Du
kranke Menschen nicht mehr als Wackelhannes bezeichnest (nur
so ein kleiner Tipp).

Ich verfolge Euren Disput mit Faszination. Nur eine Frage habe ich: Wer oder was ist ein Wackelhannes/Wackelhennes???

Ich weiss das Du das kannst. Fang doch damit an, dass Du
kranke Menschen nicht mehr als Wackelhannes bezeichnest (nur
so ein kleiner Tipp).

Ich verfolge Euren Disput mit Faszination. Nur eine Frage habe
ich: Wer oder was ist ein Wackelhannes/Wackelhennes???

Ich denke er meint Johannes Paul II mit seinem Parkinson-Leiden.

Gruß, Joe

Kirche vor Bibel?
Hallo Täubchen,

  1. Christlicher Glaube ist nur in Gemeinschaft möglich.

Richtig!

Die Gemeinschaft,
in der über ihn erzählt wird, ist die christliche Kirche.
Diese Kirche hat in mehreren Jahrhunderten die Zeugnisse
gesammelt und in der Bibel festgehalten; die Kirche ist vor
der Bibel dagewesen. Will ich also Christ sein, so ist das nur
in einer Kirche möglich, wenn ich mich nicht selber von den
Quellen abschneiden will.

Dem muss ich vehement widersprechen. Die Niederschrift der Bibel begann als Gott sein Volk Israel organisierte und in das Heilige Land führte. Dieses Volk Israel war keine Kirche, wie sie das Christentum definiert.

Die christlich-griechischen Schriften / das Neues Testament stammen von Aposteln und Anhängern Jesu Christi. In der Anfangsphase des Christentums gab es lose Versammlungen im ganzen römischen Reich. Daneben gab es die Apostel in Jerusalem und die Missionare.
Aber auch dies war keine Kirche im heutigen Sinn. Es gab keine Priesterschaft, keinen Klerus.

Die Kirche im heutigen Sinne entwickelte sich aus der Staatsreligion des römischen Reiches in den nächsten Jahrhunderten. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Bibel längst abgeschlossen.

  1. Man kann sich seine Glaubensgemeinschaft nicht aussuchen,
    ebensowenig wie seine Sprache, seine Nationalität oder seine
    Familie.

Oh doch! Du kannst Auswandern, eine neue Nationalität annehmen und die dortige Sprache so lange sprechen bist du deine Muttersprache nur noch mit Akkzent beherrschst.
In meinem Gewissen, Werten und meinen Überzeugungen bin ich unabhängig von meinen Vorfahren. Wenn Urgroßvater, Opa und Vater in der Gewerkschaft waren, kann ich trotzdem ein Unternehmer und FDP-Mitglied sein.
Die Kirchen sind Organisationen für den Glauben aber nicht der Glaube selber. Und bei einer Organisation kann man beitreten oder austreten.

Gruß
Carlos

Hallo Täubchen,

Hi Carlos,

sei mir nicht böse, wenn ich eigentlich keine Lust habe, Dir zu antworten; nachdem ich einmal ca. 20 Stunden mit verschiedenen ZJs diksutiert habe, um am Schluss bescheinigt zu bekommen, dass der Satan in meinem Herzen wohnt, ist mein Diskursbedürfnis in diese Rchtung begrenzt. Deswegen will ich nur ein paar Dinge eher für allfällige Mitleser zurechtrücken.

Dieses Volk Israel war keine Kirche, wie
sie das Christentum definiert.

Das wäre eine interessante Frage, ich habe das aber nicht behauptet

Die Niederschrift der
Bibel begann als Gott sein Volk Israel organisierte und in das
Heilige Land führte.

Niederschrift? Nein. Einzelne (mündliche) Erzähltraditionen reichen so weit zurück, die Niederschrift beginnt aber erst ein halbes Jahrtausend später.

Die christlich-griechischen Schriften / das Neues Testament
stammen von Aposteln und Anhängern Jesu Christi.

wir werden vermutlich 60 oder sogar hundert Jahre auseinanderliegen, wenn wir die einzelnen Schriften datieren wollen. Aber die Datierung der Schriften ist nicht entscheidend. In der Antike wurde pausenlos geschrieben, und allein die uns bekannten Schriftzeugnisse, die sich auf Jesus und die Urkirche beziehen, übersteigen den Umfang der Bibel um ein Vielfachen. Entscheidend ist vielmehr die Auswahl aus diesen Schriften, oder wie der Fachterminus lautet, die Frage der Kanonizität. Die Frage also, welche Texte die Kirche als grundlegend und maßgeblich für ihre Identität bestimmt hat und welche nicht. Und dieser Vorgang dauerte - Jahrhunderte.

Die Kirche im heutigen Sinne entwickelte sich aus der
Staatsreligion des römischen Reiches in den nächsten
Jahrhunderten. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Bibel längst
abgeschlossen.

Die Kirche hingegen war bereits am Ende der 1. Jahrhunderts ziemlich detailliert strukturiert. Die Frage nach dem Kanon zog sich weit in das zweite Jahrhundert hinein, was einige Grenzfälle im Ersten Jahrhhundert angeht, sogar bis ins 4. Jahrhundert! Wenn man bedenkt, dass Katholiken und Protestanten über diese Frage uneins sind, kann man sogar sagen, dass die Frage bis heute nicht endgültig geklärt ist …

Täubchen

Angebote
Hallo,

Von welchen Rosinen spricht
Du? Welche Vorteile oder Angebote?

Kostenloser Messe- / Gottesdienst. Kirchliches Begräbnis. Seelischer Beistand. Besuche im Krankenhaus, Besuche bei Krankheit zu Hause, Besuche im Alter. Kirchliche Hochzeit. Taufe. Vor allem: nur als Kirchenmitglied gehörst Du der Glaubensgemeinschaft an.

Ich spreche von der
amtskirchlichen Androhung, daß man mit dem Kirchenaustritt
eine „schwere Verfehlung“ begeht. Man droht mit der Hölle und
verweigert fortan jegliche Nächstenliebe.

Die Nächstenliebe wird nicht verweigert. Die gilt bei Christen auch für Anders- und Nichtgläubige. Daß man ‚Verrätern‘ mit Strafen im Jenseits droht, ist doch logisch. Gilt bei jeder Religion, bei jeder Sekte und sogar bei politischen Parteien.

Es geht doch nicht
um Streikgelder oder kostenlose Rechtsberatung. Ich bin doch
nicht in der Kirche, weil mir das bestimmte Vorteile bringt!!!

Aber sicher doch. Katholischer Glaube ist nur innerhalb der katholischen Kirche möglich. Außerhalb kannst Du Dich zwar weiter als Christ betrachten, aber nicht mehr als katholischer Christ (evangelisch gilt das genauso). Wegen dieses größten Vorteils ist man Mitglied. Und wenn Du eben nicht mehr dazugehören willst, mußt Du eben die Konsequenzen tragen. ALLE Konsequenzen. Wenn Du nicht dafür bist, bist Du dagegen. Halb dafür ist nicht.

Axel

Hallo,

Da hast Du wohl recht. Aber die Repressalien sind schon
mächtig. Ich möchte einfach, daß wir nicht von Ängsten unsere
Entscheidungen abhängig machen.

Vielleicht hast Du damit Dir selbst ein Contra-Argument gegeben? Jedenfalls verstehe ich Dich so, daß Du mit „Repressalien“ die Ausgrenzung von den kirchlichen Kasualien (manche nennen das ‚Amtshandlungen‘, also z.B. Beerdigung) meinst und dem offensichtlich nicht ganz gelassen gegenüberstehen kannst. Da solltest Du ansetzen und überlegen, ob Du eben auch ohne leben kannst (denn auch, wenn wir uns über diese Absurdität des Kirchenaustritts einig sind, so bleiben die Konsequenzen eben). Oder vielleicht bei eine anderen Konfession glücklich werden kannst…
Die katholische Kirche hat sicherlich, was die Begleitung eines Menschen angeht, durchaus viel zu bieten. Zwar kann ich selbst als Erzprotestantin wenig damit anfangen, aber ich werde nie vergessen, daß, als meine Großmutter um die Letzte Ölung gebeten hat, sie - trotz ihrer eigentlich skeptischen Haltung - zum einen ihren Frieden gefunden hatte, und uns zum anderen klar war, daß wir alle zu ihr kommen sollten und nicht mehr gehen.
Gehst Du noch zur Kirche (eine durchaus intime Frage, für die ich mich gleich entschuldige)? Sonst geh’ einfach mal hin. So kannst Du am besten herausfinden, ob Dir was fehlen würde. Und wenn es dann letztlich ‚nur‘ die ‚Amtskirche‘ ist, die Dich stört: Vielleicht solltest Du Dich dann doch in Deiner eigenen Gemeinde ein wenig mehr einmischen. Damit wirst Du, so fürchte ich, zwar im Großen nicht viel ändern, aber im Kleinen vielleicht ein wenig zufriedener sein mit dem, wohin Dein Geld geht. Ich fürchte jedoch, das haben Dir auch schon viele gesagt:wink:

Es grüßt
Taju, die einmal mehr entschlossen ist, gegen die Kirchensteuer zu argumentieren (was in meinen ‚Kreisen‘ durchaus schwierig ist:wink:

Hallo Täubchen,

Hi Carlos,

sei mir nicht böse, wenn ich eigentlich keine Lust habe, Dir
zu antworten;

vielleicht kann ich ja mit Dir reden.
Ich bin auf Ehr und Gewissen kein ZJ!

Die Niederschrift der
Bibel begann als Gott sein Volk Israel organisierte und in das
Heilige Land führte.

Niederschrift? Nein. Einzelne (mündliche) Erzähltraditionen
reichen so weit zurück, die Niederschrift beginnt aber erst
ein halbes Jahrtausend später.

Jesus nahm immer wieder auf geschriebene Dokumente Bezug. Er las selber aus der Rolle des Jesaja. Und er sagte deutlich, dass sich die Leute an „Mose und die Propheten“ halten sollten.

Auch die Briefe des Paulus waren Schriftdokumente.

Also das geschriebene Wort gab es lange vor der katholischen Kirche.

Die Kirche hingegen war bereits am Ende der 1. Jahrhunderts
ziemlich detailliert strukturiert. Die Frage nach dem Kanon
zog sich weit in das zweite Jahrhundert hinein, was einige
Grenzfälle im Ersten Jahrhhundert angeht, sogar bis ins 4.
Jahrhundert! Wenn man bedenkt, dass Katholiken und
Protestanten über diese Frage uneins sind, kann man sogar
sagen, dass die Frage bis heute nicht endgültig geklärt ist …

Ich sehe einen gewaltigen Unterschied zwischen der Kirche des 1. Jahrhunderts und der heutigen „Kirche“.

Damals gab es eine christliche Kirche, heute gibt es davon mehrere.
Wieso glaubt die katholische Kirche den Alleinanspruch auf die himmlische Seeligkeit zu besitzen?

Jesus sagt: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird seelig.“
Und das gibt es auch in anderen christlichen Gemeinschaften.

Gruss Harald

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Hallo Klaus,

Kirchen stellen hirarchische Amts- und Verwaltungsstrukturen dar. Kirchen sind außerdem ein weltliches Machtinstrument. Wenn Du Amts- und Verwaltungsstrukturen liebst und gerne Macht über Dich ausüben läßt, bist Du dort genau richtig und solltest diese besondere Behördenart weiter mit Deinem Geld unterstützen.

Entgegen weit verbreiteter Annahme haben Kirchen mit dem personlichen Glauben allerdings rein nichts zu tun. Für seinen Glauben braucht kein Mensch Organisationsstrukturen. Sollte die eigene Beerdigung ein Grund sein, das Leben als Kirchenmitglied zu verbringen, bleibt Dir die Enttäuschung erspart. Du bekommst vom kirchlichen Zeremoniell nichts mehr mit. Ein oder mehrere gute Freunde, die den Verstorbenen kannten, können in ganz eigener Weise eine ebenso würdige Bestattungsfeier organisieren. Falls Kirchenleute in diesem Zusammenhang von „Verscharren“ reden, versuchen sie, mit unlauteren Methoden ihre Pfründe über die Runden zu retten.

Die vielen Einrichtungen von Kindergärten bis zu Krankenhäusern in kirchlicher Trägerschaft sind eine gerne gebrachtes Argument für den Verbleib in der Kirche. Die Trägerschaft erschöpft sich aber rein praktisch in Einflußnahme und Tarifgestaltung für die Beschäftigten. Die Bezahlung der Einrichtungen erfolgt durch Benutzer und durch das Gemeinwesen aus öffentlichen Kassen. Ach ja, Kassen: Die Amtskirchen sind Kostgänger des Staates. Alljährlich wandert ein 10-stelliger Betrag von den Staats- in die Kirchenkassen, letztlich von einer Verwaltungstasche in die andere.

Du kannst Dich als Kirchenmitglied sehen. Tatsächlich bist Du zahlendes Mitglied eines behördenmäßig organisierten Systems, das von Dir Geld ohne Gegenleistung haben will. Für den Glauben brauchst Du diese Leute nämlich nicht. Umgekehrt kommen die Kirchenleute ohne Dich und viele andere irgendwann in Probleme. Nicht daß ihnen der Glaube abhanden käme; mit dem Glauben hat das alles eben nichts zu tun. Den Kirchenleuten fehlt aber das Geld, das der Staat auch von Dir kassiert.

Es geht also ums Geld. Was Du glaubst, ist der Kirche völlig egal, solange Du brav bezahlst.

Gruß
Wolfgang

Es geht doch nicht
um Streikgelder oder kostenlose Rechtsberatung. Ich bin doch
nicht in der Kirche, weil mir das bestimmte Vorteile bringt!!!

Aber sicher doch. Katholischer Glaube ist nur innerhalb der
katholischen Kirche möglich. Außerhalb kannst Du Dich zwar
weiter als Christ betrachten, aber nicht mehr als katholischer
Christ (evangelisch gilt das genauso). Wegen dieses größten
Vorteils ist man Mitglied. Und wenn Du eben nicht mehr
dazugehören willst, mußt Du eben die Konsequenzen tragen. ALLE
Konsequenzen. Wenn Du nicht dafür bist, bist Du dagegen. Halb
dafür ist nicht.

Ich habe jetzt verstanden, was Du meinst. Allerdings gefällt mir der Standpunkt nicht. Widerspricht zudem der Auffassung vieler Theologen, denn man wird ja durch die Taufe katholisch und nicht durch die Steuerzahlungen (siehe dazu auch den Beitrag von „Täubchen“). Auch nach einem Kirchenaustritt kann ich an Gottesdiensten teilnehmen und auch die Kommunion empfangen. Ich bin ja dann nicht geächtet oder trage einen Stern auf der Brust. Sollte man mir irgendwo die Kommunion verweigern, dann bin ich dort sowieso falsch. Ich bleibe dabei, daß die Verweigerung der von Dir genannten „Angebote“ (Besuch im Alter, etc.) unchristlich sind. Man muß ja nicht immer einer Meinung sein.

Gehst Du noch zur Kirche (eine durchaus intime Frage, für die
ich mich gleich entschuldige)? Sonst geh’ einfach mal hin. So
kannst Du am besten herausfinden, ob Dir was fehlen würde. Und
wenn es dann letztlich ‚nur‘ die ‚Amtskirche‘ ist, die Dich
stört
Vielleicht solltest Du Dich dann doch in Deiner eigenen
Gemeinde ein wenig mehr einmischen. Damit wirst Du, so fürchte
ich, zwar im Großen nicht viel ändern, aber im Kleinen
vielleicht ein wenig zufriedener sein mit dem, wohin Dein Geld
geht. Ich fürchte jedoch, das haben Dir auch schon viele
gesagt:wink:

Also hier meine intimen Bekenntnisse: Ich gehe noch in die Kirche, allerdings nicht mehr regelmäßig. Liegt auch an den häufigen Umzügen, so daß man in keiner Gemeinde fest verwurzelt ist. Wenn möglich, dann bevorzuge ich ökumenische Gottesdienste. Hier gibt es allerdings einen Widerspruch, denn der „spirituelle Teil“ ist in einer „Heiligen Messe“ vermutlich größer, zumindest für mich. Ich habe mal einen Gottesdienst in Osnabrück besucht, der Pfarrer dort war der Auffassung, man solle, wenn man nicht jeden Sonntag an der Kommunion teilnimmt, einmal aussetzen, bevor man wieder teilnimmt. Da wird mir immer ganz anders, wenn ich so was Blödes höre. Das zu den persönlichen Grenzen bei der spirituellen Tradition. Ansonsten mache ich schon mal Exerzitien in Klöstern. Da gibt es ganz moderne, wo man auch herzhaft über die Blödheiten des Papstes lachen kann. In Siegburg habe ich mich beim SKM (Sozialdienst Kahtolischer Männer) engagiert und wir haben sonntags die Gefangenen im Knast besucht und gemeinsam mit den „Knackis“ Gottesdienst gefeiert. Einmischung in die Gemeinde ist ein guter Gedanke und ich wurde dazu auch schon aufgefordert. Ich muß aber gestehen, daß mir die Selbstgefälligkeit der meisten Gemeindemitglieder einfach nur auf den Geist geht. Vielleicht sollte man das Gürtel-System wie beim Judo einführen: Gelber Gürtel für Glaubens-Anfänger bis zum schwarzen Gürtel für Super-Katholiken. Nach meiner Scheidung fühlte ich mich dann auch so geläutert, daß ich mental wieder den gelben Gürtel angezogen habe. Nachdem wir meinen Bruder schon beleuchtet haben, noch was zu meiner Schwester: Sie hat Theologie auf Lehrhamt studiert und ist ein engagiertes Gemeindemitglied in Berlin. Offensichtlich hat sie sich nie mit Zweifeln am System herumplagen müssen.

Hi Harald!

vielleicht kann ich ja mit Dir reden.

warum nicht?

Ich bin auf Ehr und Gewissen kein ZJ!

versteh mich nicht falsch, wenn jemand glaubt, dies sei sein oder ihr Weg, soll mir das recht sein; ich sehe nur keinen Sinn in der diskursiven Auseinandersetzung.

Allerdings hab ich Dein Posting nicht ganz verstanden:

Jesus nahm immer wieder auf geschriebene Dokumente Bezug. Er
las selber aus der Rolle des Jesaja. Und er sagte deutlich,
dass sich die Leute an „Mose und die Propheten“ halten
sollten.

Auch die Briefe des Paulus waren Schriftdokumente.

Also das geschriebene Wort gab es lange vor der katholischen
Kirche.

Hab ich wo was anderes behauptet?

Die Kirche hingegen war bereits am Ende der 1. Jahrhunderts
ziemlich detailliert strukturiert. Die Frage nach dem Kanon
zog sich weit in das zweite Jahrhundert hinein, was einige
Grenzfälle im Ersten Jahrhhundert angeht, sogar bis ins 4.
Jahrhundert! Wenn man bedenkt, dass Katholiken und
Protestanten über diese Frage uneins sind, kann man sogar
sagen, dass die Frage bis heute nicht endgültig geklärt ist …

Ich sehe einen gewaltigen Unterschied zwischen der Kirche des

  1. Jahrhunderts und der heutigen „Kirche“.

Damals gab es eine christliche Kirche, heute gibt es davon
mehrere.
Wieso glaubt die katholische Kirche den Alleinanspruch auf die
himmlische Seeligkeit zu besitzen?

Hab ich das behauptet?

Als ich im ersten Posting schrieb, meine Haltung gegenüber anderen Glaubengemeinschaften sei durch die Lehre der katholischen Kirche gedeckt, war das nicht nur so dahingesagt; sie Dir einmal die Pastoralkonstitution und das Dekret über die Religionsfreiheit des 2. Vatikanischen Konzils daraufhin an.

Jesus sagt: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird seelig.“
Und das gibt es auch in anderen christlichen Gemeinschaften.

Hab ich was anderes behauptet?

Gruss Harald

Gruss Täubchen

Hallo Täubchen,

sei mir nicht böse, wenn ich eigentlich keine Lust habe, Dir
zu antworten; nachdem ich einmal ca. 20 Stunden mit
verschiedenen ZJs diksutiert habe, um am Schluss bescheinigt
zu bekommen, dass der Satan in meinem Herzen wohnt, ist mein
Diskursbedürfnis in diese Rchtung begrenzt.

Danke, dass du es trotzdem noch eine Antwort lieferst. Ich glaube nicht, dass der Satan in deinem Herzen wohnt. :wink:

Eine diskursive Auseinandersetzung um Sachthemen ist in diesem Forum üblich und erwünscht. Und von deiner Antwort profitieren eben alle Leser.

Gruß
Carlos

PS: Dieser Artikel enthält weder offene Fragen noch provokative Thesen. Somit ist eine Antwort nicht notwendig.

Ahoi.

das ist in der Tat schlecht gelaufen, aber ich kann mir
einfach nicht vorstellen, dass das böse Absicht war. Menschen
machen Fehler, besonders in der Verwaltung ist so etwas
nachvollziehbar.
Warum hast Du nicht nachgehakt, als Du erfahren hast, dass die
Pfarrerin nicht kommt?

Es ist ja, und zwar mehrmals, nachgehakt worden, seitens meiner Schwiegermutter, die als Gemeindemitglied sowie Tochter immerhin noch den kürzeren Draht hätte haben sollen.


Meinst Du, dass er sich für soziale Gerchtigkeit in der Welt
einsetzt?

Nein, damit meine ich, dass er durch seine hirnwütigen Verzapfungen zum Thema Familienplanung/Empfängnisverhütung dafür sorgt, dass jeden Tag mehr Kinder „an Gottes Tafel erscheinen“, nachdem sie vorher jämmerlich verreckt sind.

Damit meine ich auch, dass er nach wie vor Unterschiede in der Christenheit nicht nur duldet, sondern dafür arbeitet, sie schärfer werden zu lassen (Stichwort „ökumenisches Abendmahl“). Und wenn nicht so genau hingeschaut würde, wäre eine Gegenreformation sicherlich ein erstrebenswertes Ziel für ihn und seine Trabanten. Das alles, weil man sich nicht einigen kann, ob der Inri in der Kirche nun echt angeknabbert wird oder nur symbolisch …

Außerdem ist der Vatikan einer der großen Stillhalter bei Optionsgeschäften und profitiert somit direkt davon, dass kleine Leute - Christen wie Nichtchristen - ihr letztes Hemd verlieren. Wie war das mit dem Wucher?


Oder meinst Du mit den Vorgängern das finstere Mittelalter?

Von mir aus auch; schließlich hat der Vatikan noch keine Anstalten unternommen, den Nachkommen bspw. der Inkas zurückzuerstatten, was seine Sendboten vor rund 500 Jahren zusammensengten, -mordeten und -plünderten, ad majorem Dei gloriam.


Ich weiss das Du das kannst. Fang doch damit an, dass Du
kranke Menschen nicht mehr als Wackelhannes bezeichnest (nur
so ein kleiner Tipp).

Wäre er das, was er sein sollte, nämlich ein schwerkranker alter Mann und Priester, fiele es mir nicht ein, über ihn zu spotten. Er ist aber der Repräsentant einer von mir verabscheuten Institution, und da hält sich mein Mitleid in Grenzen.

NB : Viele Menschen werden im Alter, auch aufgrund erfahrener Leiden, duldsamer und toleranter. Bei Wackelhennes kann ich diese Tendenz nicht erkennen. Bei einem bestimmten Unionspolitiker auch nicht, aber das gehört nicht hierher.

Und ich mache mich nicht öffentlich über Behinderte, Alte und Kranke lustig. Dieser eine spezielle Mensch, der auch noch vorgibt, Stellvertreter eines „Allmächtigen“ zu sein, ist aber ein Zerrbild a) eines Priesters; b) eines Christen … und Zerrbilder fordern nun einmal Spott heraus.

Gruß kw

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Glaube und Kirche
Hallo,

nach katholischem Verständnis ist die Kirche mit ihrer Hierarchie ein Teil des Glaubens. Verändert sich der, kann es zu erheblichen Reibungen kommen.

Im Protestantismus geht man von einem persönlichen Glauben aus, hier zählt die kirchliche Einrichtung nicht zu den im engeren Sinn „religiösen“ oder gar „heiligen“ Dingen.

Dennoch würde auch ein Protestant die „unreligiösen“ Argumente für oder gegen einen Kirchenaustritt (z. B. soziales Engagement) als unangemessen empfinden. Er würde zwar bestreiten, dass du die Kirche für dein religiöses Leben - falls dir das Wort „Seelenheil“ zu pathetisch erscheint - brauchst. Andrerseits, naja, die Seele ist ein empfindlicher Teil des Menschen. Sie existiert unabhängig von äußeren Einrichtungen, und doch sind diese imstande, sie zu beschützen und zu bestärken.

Jetzt sagst zu vielleicht: Das kann ich mir gar nicht vorstellen, was das sein soll, religiöses Leben, Seelenheil, eine Kirche, die die Seele beschützt. Eine Kirche, egal welcher Konfession, kann aber eine Unterstützung sein - auch wenn sie nur im Hintergrund existiert. Man muss es nicht so eng sehen und genau auflesen, was der Papst und was Manfred Kock und wann Bush betet oder was auch. Man kann eher die Wahrung der Rituale und Traditionen sehen, ein Stück Kindheit vielleicht, das eben doch ein inneres Leben barg, das immer noch wertvoll ist.

Worte, Gesten, Melodien, die einen begleiten, auch wenn man über Jahre und Jahrzehnte den Sinn kaum versteht. Nie verstehen wird. Nicht immer ist der Sinn das Wichtigste. Tradition kann dem Leben einen Tragflügel geben, als Zeitdimension an sich. Als Rätsel, das niemals gelöst wird, als Metapher für das Labyrinth der eigenen Sinnsetzungen. Die Kirche, die du selten besuchst, als Wahrerin dieser Traditionen. Nicht als Sterbeversicherung, aber als Anrede der Zeitlichkeit. Nicht als Deutungsgerüst, aber als Halt in der Bedeutungslosigkeit.

Gruß,
Juliane

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Mit Interesse habe ich die bisherigen Antworten gelesen. Die Meinungen sind vielfältig und natürlich sehr auf die eigene Situation bezogen, was logisch ist. So mögen vielleicht auch meine Pro-Argumente etwas extrem klingen, ich denke aber, dass sie letztlich konsequent sind:

Wer aus der Kirche austritt:

  • verwirkt sein Recht, sie zu kritisieren
  • sollte konsequenterweise nie mehr eine Kirche betreten
  • sollte nie mehr einen Gottesdienst besuchen
  • sollte nie mehr an der Eucharistie teilnehmen
  • sollte auf die kirchlichen Feiertage verzichten und arbeiten gehen
  • sollte nie mehr Geburtstage feiern
  • sollte keine kirchlichen Institutionen mehr in Anspruch nehmen
  • usw.

Also ich persönlich möchte dies alles nicht… Du?

Mich erstaunt auch immer wieder das Argument der Kirchensteuer:

  • Zahlen wir keine TV-Gebühren mehr, nur weil uns das Programm nicht gefällt?
  • Zahlen wir keine Steuern mehr, nur weil uns die Regierung nicht passt?
  • Nehmen wir unsere Kinder aus der Schule, weil wir den Lehrplan nicht billigen?
  • Geben wir unsere Staatsbürgerschaft ab, weil wir die Gesetze nicht gut finden?

Das sind einfach ein paar Gedanken von mir…

Gruss
Renato

Hallo Renato,

hier habe ich tlw. leichte Verständnisprobleme

Wer aus der Kirche austritt:

  • verwirkt sein Recht, sie zu kritisieren

Hm. Muss ich bei Parteimitglied sein, um die Partei zu kritisieren? Muss ich Soldat sein, um das Militär zu kritisieren?

  • sollte konsequenterweise nie mehr eine Kirche betreten

Da es zwischen dem Gebäude und der Institution doch einen Unterschied gibt, warum nicht? Ich finde Sakralbauten, insbesonders romanische und gotische, architektonisch interessant. Ich besichtige ja auch, sofern zugänglich und nicht gerade Gebetszeit/Gottesdienst, Tempel/Moscheen usw. anderer Religionen, ohne da Mitglied zu sein

  • sollte nie mehr einen Gottesdienst besuchen
  • sollte nie mehr an der Eucharistie teilnehmen

Versteht sich von selbst, dafür gibt es ja wohl auch keinen Bedarf mehr

  • sollte auf die kirchlichen Feiertage verzichten und arbeiten gehen

Arbeiten gehen fällt schwer, wenn der Arbeitgeber an den Tagen geschlossen hat :wink:, ansonsten hätt’ ich da kein Problem mit

  • sollte nie mehr Geburtstage feiern

Äh, mein Geburtstag ist doch der Tag, an dem meine Mutter mich geboren hat. Was hat der mit welchauchimmer Religion zu tun?

  • sollte keine kirchlichen Institutionen mehr in Anspruch
    nehmen

Auch dafür gibt es dann keinerlei Notwendigkeit mehr.

  • Zahlen wir keine TV-Gebühren mehr, nur weil uns das Programm nicht gefällt?

Da gibts doch einen kleinen Unterschied. Ich zahle keine Kirchensteuer, weil ich dem Verein nicht angehören und ihn nicht in Anspruch nehme. Nicht etwa, weil mir das Programm nicht gefällt, ich aber trotzdem hingehe. Zahlst Du Mitgliedsbeiträge an einen Sportverein, zu dem du nicht gehst?

  • Zahlen wir keine Steuern mehr, nur weil uns die Regierung nicht passt?

Auch der Vergleich hinkt ein wenig. Ich kann aus einem Staat nicht austreten und beschliessen, keinem mehr anzugehören.

  • Nehmen wir unsere Kinder aus der Schule, weil wir den
    Lehrplan nicht billigen?

Tlw. ja, erfreulicherweise gibt es ja Alternativen

  • Geben wir unsere Staatsbürgerschaft ab, weil wir die Gesetze
    nicht gut finden?

Soll so Leute geben, ja. Auf diese Weise sollen die USA entstanden sein…

Gruß
Feanor

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Hallo Klaus!

Ich weiss nicht ob mein Beitrag ironisch ist.

Ich bin kein Bibelkenner aber hat da ein gewisser Herr nicht gepredigt, daß alle Menschen Brüder sind und sich alle liebhaben sollen und sich gegenseitig achten sollen usw.? Und dann schau ich mir die kath. Kirche an und frage mich was dieser Verein noch mit der ursprünglichen Idee am Hut hat.

Und Woytila ist doch auch der Papst der gefordert hat den Leuten wieder mehr Angst zu machen. Die Hölle und ihre Qualen wieder mehr in den Vordergrund zu bringen.

Wenns nicht so traurig wäre würde ich die Kirche als Karikatur ihrer selbst ansehen. Als schlechte!

Grüße Dusan

Hallo Renato,

Wer aus der Kirche austritt:

  • verwirkt sein Recht, sie zu kritisieren

warum das? Wenn ich irgendeine(!) Institution kritisieren möchte, muß ich doch kein Mitglied sein. Sonst dürfte ich weder irgendeine Partei oder sonstwelche andere Kritisieren. Oder kriegt die Kirche wieder mal ne Extrawurst gebraten?!

  • sollte konsequenterweise nie mehr eine Kirche betreten

Ich geh auch in Gebäude anderer Institutionen ohne dort Mitglied zu sein, siehe oben.

  • sollte nie mehr einen Gottesdienst besuchen

mach ich eh nicht mehr

  • sollte nie mehr an der Eucharistie teilnehmen

seit jahrzehnten nicht mehr. Schon nicht mehr, als ichnoch Kirchenmitglied war.

  • sollte auf die kirchlichen Feiertage verzichten und arbeiten
    gehen

Dann gehst Du aber am 1. Mai arbeiten, so Du kein Gewerkschaftsmitglied bist. Und alle nichtdeutschen Mitbürger sollten dann auch am Nationalfeiertag arbeiten. Ordnung muß schließlich sein.

  • sollte nie mehr Geburtstage feiern

Was hat der Geburtstag mit der Kirche zu tun?! Namenstag könnte ich bei Katolen vielleicht noch verstehen, aber Geburtstag feier ich, weil mich meine Mutter(!) (nicht die Kirche!!!) vor Jahren gebohren hat.

  • sollte keine kirchlichen Institutionen mehr in Anspruch
    nehmen

Hab ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr gemacht.

  • usw.

Also ich persönlich möchte dies alles nicht… Du?

Mich erstaunt auch immer wieder das Argument der
Kirchensteuer:

  • Zahlen wir keine TV-Gebühren mehr, nur weil uns das Programm
    nicht gefällt?

Wenn Du Dein TV und Radio abmeldest, brauchst Du auch keine GEZ mehr zu zahlen.

  • Zahlen wir keine Steuern mehr, nur weil uns die Regierung
    nicht passt?

Steuern sind Abgaben um Aufgaben des Gemeinwohls zu bezahlen. Das hat mit einer Regierung nichts zu tun.

  • Nehmen wir unsere Kinder aus der Schule, weil wir den
    Lehrplan nicht billigen?

Den Vergleich versteh ich nicht so recht.

  • Geben wir unsere Staatsbürgerschaft ab, weil wir die Gesetze
    nicht gut finden?

Wenn Du auswanderst undeine andere Staatsbürgerschaft annimmst, bist Du die deutsche sofort los. Machen einige.

Das sind einfach ein paar Gedanken von mir…

Von denen ich keinen einzigen so richtig nachvollziehen kann.

Da ist einer eingeschnappt, nur weil die Heilige Mutter Kirche doch unverschämterweise kritisiert und ihre Sonderrolle in Frage gestellt wird.

Werden für Gewerkschaften die Beiträge durchs Finanzamt eingezogen?

Vereinsbeiträge
Fehlanzeige

Nur die Kirche kriegt ihr Geld, von Steuergeldern finanziert, eingezogen. Die Pauschale, die die Kirche dafür bezahlt, deckt den Verwaltungsaufwand bei weitem nicht.

Wenn Du jetzt mit kirchlichen Kindergärten, Krankenhäusern, Sozialeinrichtungen etc. kommst, sei bitte still.
Dort landen so gut wie keine Mittel aus Kirchensteuern. Der allergrößte Teil sind kommunale oder selbst erwirtschaftete Mittel.
Alle diese Institutionen könnten ohne Zuwendungen der Kirche problemlos überleben, weil sie so gering und zum größten Teil zweckgebunden sind. Z.B. Abos für christliche Zeitschriften und Buchreihen in Krankenhäuser. Wenn die wegfallen, bricht natürlcih sofort der Betrieb zusammen :-0

Gandalf

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