Kirchenaustritt? Kontra´s gesucht!

offtopic - Auswandern
Moin Gandalf,

  • Geben wir unsere Staatsbürgerschaft ab, weil wir die Gesetze
    nicht gut finden?

Wenn Du auswanderst undeine andere Staatsbürgerschaft
annimmst, bist Du die deutsche sofort los. Machen einige.

Kann dir der deutsche Staat tatsächlich die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen? Meines Erachtens ist das nicht möglich, wir haben ja ein sogenanntes „Blutrecht“ der Staatsbürgerschaft. Es kann höchstens sein, daß der neue Heimatstaat auf eine Abgabe der deutschen Staatsbürgerschaft beharrt.
Mir wurde erst letztens gesagt, daß es in der nachkriegszeit überhaupt erst zwei Deutsche gegeben habe, die sich förmlich ausbürgern haben lassen. Ich glaube zwar nicht, daß die Zahl tatsächlich so niedrig ist, aber er war immerhin einer der „zwei“.

Ansonsten volle Zustimmung zu deinem Artikel.

Gruß
L.

hallo,

  • sollte konsequenterweise nie mehr eine Kirche betreten

wie bitte?? willst du allen „glaubensfremden“ touristen den zutritt zu den schönsten bauwerken mitteleuropas verbieten? vergiß nicht, moscheen NICHT zu betreten, wenn du mal in ägypten/türkei usw. bist. und in synagogen darfste auch nicht reinschauen!

  • sollte auf die kirchlichen Feiertage verzichten und arbeiten

das geht nicht. man DARF an gewissen tagen nicht arbeiten.

  • sollte nie mehr Geburtstage feiern

seit wann ist ein geburtstag eine religiöse feier.

  • sollte keine kirchlichen Institutionen mehr in Anspruch

kann man auch nicht. nichtmitglieder haben logischerweise keinen anspruch auf dienstleistungen des „clubs“. versuchmal golf zu spielen auf einem platz, wenn du nicht mitglied bist…

  • Zahlen wir keine TV-Gebühren mehr, nur weil uns das Programm
    nicht gefällt?

ja natürlich. nennt man marktwirtschaft.

  • Geben wir unsere Staatsbürgerschaft ab, weil wir die Gesetze
    nicht gut finden?

immerhin besser als jene, die den ganzen tag schimpfen wie kacke es doch in … ist.

gruß datafox

Kann dir der deutsche Staat tatsächlich die deutsche
Staatsbürgerschaft entziehen?

AFAIK ja. wenn du eine andere annimmst. spätestens dann, wenn du der armee eines anderen staates betrittst, bist du definitiv raus.

datafox

Hallo,

Also hier meine intimen Bekenntnisse: Ich gehe noch in die
Kirche, allerdings nicht mehr regelmäßig. Liegt auch an den
häufigen Umzügen, so daß man in keiner Gemeinde fest
verwurzelt ist. Wenn möglich, dann bevorzuge ich ökumenische
Gottesdienste. Hier gibt es allerdings einen Widerspruch, denn
der „spirituelle Teil“ ist in einer „Heiligen Messe“
vermutlich größer, zumindest für mich. Ich habe mal einen
Gottesdienst in Osnabrück besucht, der Pfarrer dort war der
Auffassung, man solle, wenn man nicht jeden Sonntag an der
Kommunion teilnimmt, einmal aussetzen, bevor man wieder
teilnimmt. Da wird mir immer ganz anders, wenn ich so was
Blödes höre. Das zu den persönlichen Grenzen bei der
spirituellen Tradition. Ansonsten mache ich schon mal
Exerzitien in Klöstern. Da gibt es ganz moderne, wo man auch
herzhaft über die Blödheiten des Papstes lachen kann. In
Siegburg habe ich mich beim SKM (Sozialdienst Kahtolischer
Männer) engagiert und wir haben sonntags die Gefangenen im
Knast besucht und gemeinsam mit den „Knackis“ Gottesdienst
gefeiert. Einmischung in die Gemeinde ist ein guter Gedanke
und ich wurde dazu auch schon aufgefordert. Ich muß aber
gestehen, daß mir die Selbstgefälligkeit der meisten
Gemeindemitglieder einfach nur auf den Geist geht. Vielleicht
sollte man das Gürtel-System wie beim Judo einführen: Gelber
Gürtel für Glaubens-Anfänger bis zum schwarzen Gürtel für
Super-Katholiken. Nach meiner Scheidung fühlte ich mich dann
auch so geläutert, daß ich mental wieder den gelben Gürtel
angezogen habe. Nachdem wir meinen Bruder schon beleuchtet
haben, noch was zu meiner Schwester: Sie hat Theologie auf
Lehrhamt studiert und ist ein engagiertes Gemeindemitglied in
Berlin. Offensichtlich hat sie sich nie mit Zweifeln am System
herumplagen müssen.

Zweifel sind das Allerwichtigste! Ob es nun um Glauben oder um ein „System“ (Kirche, Partei oder meinetwegen auch das Schulsystem) geht, Menschen, die nicht anzweifeln, wodrin sie stecken, machen mir Angst!
Nach dem, was Du schreibst, würde ich vermuten, daß Du im eigentlichen Sinne aus der Kirche austreten willst (bzw. noch nicht). Du scheinst eher „frustriert“ von Deiner Kirche, im Großen wie im Kleinen zu sein, auch wenn es positive Aspekte gibt…
Insofern ist ‚unser‘ Thread wieder am Anfang angelangt. Denn ein Krichenaustritt hätte nun mal Folgen, die weiter gehen als das, was man (bzw. Du) bewirken will. Ich selbst kranke auch an ‚meiner Kirche‘, denn ich leide darunter, ein Mitglied der Westfälischen Landeskirche zu sein und ebenfalls durch zuviel Umzüge noch nicht so weit gekommen bin, daß mich eine Gemeinde mal in die Synode wählt, damit ich dort meine Anträge einreichen kann:wink: Darüber hinaus hätte ein Kirchenaustritt für mich noch die weitergehenden Konsequenzen, sowohl meinen akademischen Grad zu verlieren als auch, daß die Abgabe meiner Doktorarbeit keinen Sinn mehr machen würde (ok, darüber will ich mich nicht beschweren, denn schließlich habe ich das gewußt).
Mir kam jedoch bei der Diskussion ein Gedanke: Man könnte ja mal seiner Kirche einen Brief schreiben, daß man aus der Kirche - steuerlich - austritt, aber ihr dennoch monatlich exakt denselben Betrag spenden möchte (weil man lieber freiwillig als gezwungener Maßen zahlt, schließlich entspricht das wohl mehr dem eigentlichen Sinn…). Ich wäre wahrhaft gespannt, wie dann darauf reagiert wird…
Immerhin hat der Ärger mit dem „System“ auch was Gutes. Weil man gerade von ihm „Christlichkeit“ verlangt, erkennt man durch die Kritik daran, wie wenig „chrisltich“ man selber ist, wenn man es sich nur in irgendeinem System bequem gemacht hat…
Im Zweifelsfall eine teure Geistesschulung…:wink:

Glück auf,
Taju

Hi,

lt. Artikel 16 Abs.1 GG darf die deutsche Staatsbürgerschaft nicht entzogen werden. Man kann allerdings - unter der Voraussetzung der Annahme eiener anderen Staatsangehörigkeit - per Gesetz 'rausgeschmissen werden.

Gruß
Feanor

Wir schaffen einen Präzedensfall!

Mir kam jedoch bei der Diskussion ein Gedanke: Man könnte ja
mal seiner Kirche einen Brief schreiben, daß man aus der
Kirche - steuerlich - austritt, aber ihr dennoch monatlich
exakt denselben Betrag spenden möchte (weil man lieber
freiwillig als gezwungener Maßen zahlt, schließlich entspricht
das wohl mehr dem eigentlichen Sinn…). Ich wäre wahrhaft
gespannt, wie dann darauf reagiert wird…

An dieser Stelle muß ich mal sagen, daß Deine Beitrage wirklich sehr hilfreich sind und mir viel Freude machen. Schon merkwürdig, daß mir gerade eine Erzprotestantin meine spirituelle Verbundenheit mit dem Katholizismus so verdeutlichen konnte. Um es mit den Worten von Romy Schneider auf eine (hoffentlich nicht zu) persönliche Eben zu bringen: „Sie gefallen mir, Sie gefallen mir sehr“.

So lasset uns denn einen Präzedensfall schaffen! Ich werde einen solchen Brief schreiben, und die w-w-w-Gemeinde über den Fortschritt auf dem Laufenden halten! Vielleicht noch eine technische Frage: An wenn schreibe ich denn? Pfarramt, Bistum, (Finanzamt wohl kaum)?

Meine Güte!
Hallo Gandalf,

Es wurde nach Argumenten gefragt, die gegen einen Kirchenaustritt sprechen. Ich habe versucht, kurz und ohne nähere Erklärung einige Argumente aufzulisten. Mehr nicht. Deshalb erstaunt es mich, wie aggressiv du reagierst…

Da ist einer eingeschnappt, nur weil die Heilige Mutter Kirche
doch unverschämterweise kritisiert und ihre Sonderrolle in
Frage gestellt wird.
Wenn Du jetzt mit kirchlichen Kindergärten, Krankenhäusern,
Sozialeinrichtungen etc. kommst, sei bitte still.

Ich bin weder eingeschnappt, noch will ich still sein!

Ich geh auch in Gebäude anderer Institutionen ohne dort
Mitglied zu sein, siehe oben.

Wer sorgt aber für den Unterhalt der Kirchen? Nicht zuletzt Dank der Kirchensteuer können die Gebäude erhalten werden. Wer die Kirche als reines Museum sieht, sollte dann schon Eintritt bezahlen, oder? (Ein Besuch im Museum kostet schliesslich auch was.)

Dann gehst Du aber am 1. Mai arbeiten, so Du kein
Gewerkschaftsmitglied bist.

Tu ich auch, obwohl ich Mitglied einer Gewerkschaft bin. Bei uns ist der 1. Mai nämlich kein Feiertag.

Was hat der Geburtstag mit der Kirche zu tun?!

Schon mal überlegt, an was sich das Feiern des Geburtstags anlehnt?

könnte ich bei Katolen vielleicht noch verstehen

Ob man mit solchen Bezeichnungen konstruktiv diskutieren kann?

Wenn Du auswanderst undeine andere Staatsbürgerschaft
annimmst, bist Du die deutsche sofort los. Machen einige.

Da ich die deutsche nicht habe, kann ich sie auch nicht verlieren :smile:

Werden für Gewerkschaften die Beiträge durchs Finanzamt eingezogen?

Die Kirche hat den Staat mit dem Einzug der Kirchensteurn beauftragt, weil es einfacher ist (und sie bezahlt den Staat dafür). Sie könnte es auch selbst tun.

Anscheinend laufen Diskussionen rund um die Kirche bei euch etwas anders ab als anderswo. Ich versteh die ganze Aufregung nicht so ganz.

Schönes Wochenende!
Renato
P.S. Ach ja, wem haben wir eigentlich die willkommene Sonntagsruhe zu verdanken :wink:))

4 „Gefällt mir“

Ich geh auch in Gebäude anderer Institutionen ohne dort
Mitglied zu sein, siehe oben.

Wer sorgt aber für den Unterhalt der Kirchen? Nicht zuletzt
Dank der Kirchensteuer können die Gebäude erhalten werden. Wer
die Kirche als reines Museum sieht, sollte dann schon Eintritt
bezahlen, oder? (Ein Besuch im Museum kostet schliesslich auch
was.)

Du, da zahl ich lieber Eintritt als Kirchensteuer. Obwohl, wenn sich keiner mehr um die Kirchen kümmert und sie verrotten, ist mir das auch recht.

Dann gehst Du aber am 1. Mai arbeiten, so Du kein
Gewerkschaftsmitglied bist.

Tu ich auch, obwohl ich Mitglied einer Gewerkschaft bin. Bei
uns ist der 1. Mai nämlich kein Feiertag.

Dann setze einen anderen, weltlichen oder gewerkschaftlichen Feiertag ein. DIESE Art mit Argumenten umzugehen ist auch nicht gerade „reif“ oder sowas.

Was hat der Geburtstag mit der Kirche zu tun?!

Schon mal überlegt, an was sich das Feiern des Geburtstags
anlehnt?

An nichts, was mit der Kirche auch nur in irgendeiner Form speziell zu tun hat.

Wenn Du auswanderst undeine andere Staatsbürgerschaft
annimmst, bist Du die deutsche sofort los. Machen einige.

Da ich die deutsche nicht habe, kann ich sie auch nicht
verlieren :smile:

blablabla.

Werden für Gewerkschaften die Beiträge durchs Finanzamt eingezogen?

Die Kirche hat den Staat mit dem Einzug der Kirchensteurn
beauftragt, weil es einfacher ist (und sie bezahlt den Staat
dafür). Sie könnte es auch selbst tun.

Nein, (zumindest in Dtld.) könnte sie es nicht ohne weiteres selbst tun, und sie bezahlt den Staat offenbar nur symbolisch. Davon ab wüsste ich nicht, woher irgendeine Kirche das Recht nimmt, den Staat mit irgendwas zu beauftragen.

Anscheinend laufen Diskussionen rund um die Kirche bei euch
etwas anders ab als anderswo. Ich versteh die ganze Aufregung
nicht so ganz.

Vielleicht weil es hier Leute gibt, die auch mal den Mund aufmachen.
Sowas findest Du im 08/15-Katholen-Bibelkreis vermutlich eher nicht.
Da hat dann Gleichschaltung und Mobbing von Unbequemen schon ausreichend funktioniert.

P.S. Ach ja, wem haben wir eigentlich die willkommene
Sonntagsruhe zu verdanken :wink:))

Welche Sonntagsruhe?

1 „Gefällt mir“

Hi,

P.S. Ach ja, wem haben wir eigentlich die willkommene
Sonntagsruhe zu verdanken :wink:))

naja, wenn wir uns auf das Niveau begeben, wem haben wir denn die Kreuzzüge zu verdanken (und damit den radikalisierten Islam)?

Und meines Wissens werden restaurative Arbeiten an Kirchen von Spendengeldern bezahlt. Wenn ich mir die Kapelle in Birnau am Bodensee so anschaue, da werden die Touristen massiv um Spenden angebettelt, weil die Kirche sich das wohl nicht leisten kann. Aber einen absoluten Prunkbau in Rom stehen haben. Hast Du Dir schon mal den Petersdom angesehen? Wenn die Kirche den verscherbeln würde, dann bräuchten die eine ganze Weile keine Spenden mehr sammeln…

Herb

Hallo,

An dieser Stelle muß ich mal sagen, daß Deine Beitrage
wirklich sehr hilfreich sind und mir viel Freude machen. Schon
merkwürdig, daß mir gerade eine Erzprotestantin meine
spirituelle Verbundenheit mit dem Katholizismus so
verdeutlichen konnte. Um es mit den Worten von Romy Schneider
auf eine (hoffentlich nicht zu) persönliche Eben zu bringen:
„Sie gefallen mir, Sie gefallen mir sehr“.

Vielen Dank - werd’ ganz rot:wink:

So lasset uns denn einen Präzedensfall schaffen! Ich werde
einen solchen Brief schreiben, und die w-w-w-Gemeinde über den
Fortschritt auf dem Laufenden halten! Vielleicht noch eine
technische Frage: An wenn schreibe ich denn? Pfarramt, Bistum,
(Finanzamt wohl kaum)?

Puh, das weiß ich auch nicht so genau. Jedoch gibt es m.W. in jedem Bistum am Bischofssitz ein Kirchengericht (da, wo man sich auch scheiden lassen kann), die müßten dann ja eigentlich auch für Exkommunikation zuständig sein (und das ist ja, worum es geht). Vielleicht sollte man vorher dort anrufen und allgemein anfragen, wer denn so für Exkommunikationen zuständigt ist… Ein anderer Weg wäre vielleicht auch, eine entsprechende Anfrage an einen Lehrstuhl für Fundamentaltheologie oder aber Kirchenrecht zu stellen. Ich weiß sicher, daß es solche Lehrstühle an der katholischen Fakultät der Universität Münster gibt. Ich könnte mir vorstellen, daß dort einer solchen Anfrage mit mehr Offenheit begegnet wird. Sollte dort jemand diese Versuickung von Steuer- und Kirchenrecht ähnlich absurd finden, dann hätte man eine interessantere Grundlage, sich mit dem Bistum selber herumzuärgern.
Falls Du Dich wirklich dazu entschließen solltest, bin ich wahrhaft gespannt, was dabei herauskommt…
Immerhin, meine Erfahrungen mit dem katholischen Kirchenrecht sind durchaus so, daß sie flexibler sind als man so meint…

Grüße,
Taju

hi,

lt. Artikel 16 Abs.1 GG darf die deutsche Staatsbürgerschaft
nicht entzogen werden. Man kann allerdings - unter der
Voraussetzung der Annahme eiener anderen Staatsangehörigkeit -
per Gesetz 'rausgeschmissen werden.

und das bedeutet? einreiseverbot? oder etwa doch entzug? ich bin mir 100% sicher, dass sie entzogen werden kann. und das unabhaengig davon, ob der andere staat doppelstaatsbuergerschaften erlaubt oder nicht.

datafox

Hallo Renato,

Deshalb erstaunt es mich, wie aggressiv du reagierst…

Dann hast Du mich noch nie aggressiv erlebt :wink:

Wer sorgt aber für den Unterhalt der Kirchen? Nicht zuletzt
Dank der Kirchensteuer können die Gebäude erhalten werden.

Wie schon geschrieben wurde, wird der Unterhalt bzw. die Restaurierung/Sanierung zu einem guten Teil aus Spendenmitteln aufgebracht.
Ich war jahrelang in der katolischen Kirche aktiv und hab mehrere solche Bettelaktionen mitgekriegt oder war sogar aktiv daran beteiligt. Kirchensteuermittel werden für solchen ‚Firlefanz‘ nur unter Schmerzen von der Kirche gewährt und auch nur, wenn ein vielfaches dieser Gelder über Spenden beigebracht wurde.

Wer
die Kirche als reines Museum sieht, sollte dann schon Eintritt
bezahlen, oder? (Ein Besuch im Museum kostet schliesslich auch
was.)

Wäre ein Modell, das überdenkenswert ist. Aber dann laufen noch mehr Schäfchen davon.

Was hat der Geburtstag mit der Kirche zu tun?!

Schon mal überlegt, an was sich das Feiern des Geburtstags
anlehnt?

An meine Geburt. Alle anderen Interpretationen sind Deine.

könnte ich bei Katolen vielleicht noch verstehen

Ob man mit solchen Bezeichnungen konstruktiv diskutieren kann?

Nun das Feiern des Geburtstages war für Katoliken früher deutlich wichtger als das Feiern des Geburtstages. Meine GRoßmutter z.B. hat um den Geburtstag kaum Aufhebens gemacht, den Mamenstag aber stets groß gefeiert. Und wenn Du Dich an der Bezeichnung ‚Katole‘ stößt, so nennen sich die Katolen im Rheinland meist selber.

Werden für Gewerkschaften die Beiträge durchs Finanzamt eingezogen?

Die Kirche hat den Staat mit dem Einzug der Kirchensteurn
beauftragt, weil es einfacher ist (und sie bezahlt den Staat
dafür). Sie könnte es auch selbst tun.

Na bitte. Welche andere Institution kann denn den Staat beauftragen, ihren Mitgleidbeitrag einzuziehen. Weder Sportverein (selbst der DFB kanns nicht!) oder Gewerkschaft oder gar Partei hat es geschafft, den Staat dazu zu beauftragen!

Anscheinend laufen Diskussionen rund um die Kirche bei euch
etwas anders ab als anderswo. Ich versteh die ganze Aufregung
nicht so ganz.

Dieser Strang ist doch noch völlig harmlos!

Schönes Wochenende!

Danke gleichfalls

P.S. Ach ja, wem haben wir eigentlich die willkommene
Sonntagsruhe zu verdanken :wink:))

die gabs übrigens auch im atheistischen Osten
Und auch andere Kulturkreise kennen so was. Ist also nichts christlich spezifisches.

Gandalf

Hallo Renato,

P.S. Ach ja, wem haben wir eigentlich die willkommene
Sonntagsruhe zu verdanken :wink:))

das kommt wohl auf die Betrachtungsweise an.
Entweder verdanken wir es Mose oder Gott selbst.
„Gedenke des Ruhetages, dass Du ihn heiligest.“

Der Beitrag der Kirche dazu war jedenfalls gering.

Gruss Harald

Ichhabe gerade mit einem supettollen Team eine einwöchige Kinderfreizeit unserer Pfarrei durchgeführt: Für die Knder aus sozial schwacgeb Familien ein echtres Erlebnis, für die Gemeinde finanziell ein „Verlust“. Und das ist nicht nur bei der Kinderfreizeit so, auch in den Gruppenstunden, bei Bibelabenden, Vorträgen, Altenarbeit, Krankenbesuchen etc. irgendwie muss es ja finanziert werden. Gerade in der katholischen Kirche tauchen viele auf, die nur nehmen, aber nicht geben wollen. Die kommen dann an Weihnachten und wollen einen schönen Tannenbaum, ein toll ausstaffiertes Krippenspiel, einen Chor, der Bach perfekt singen kann und überhaupt muss alles glänzen und toll aussehen - nur kosten soll es nix.

Und überhaupt: Der Glaube kommt vom Hören. Ohne die Kirche gäbe es den Glauben nicht, denn sie hat ihn über 2000 Jahre tradiert. Und wer glaubt, er könne den Glauben so ganz allein mit sich selber ausmachen, der vergisst, dass gerade das Christentum den Menschen radikal auf den Nächten verweist: Das Kreuz hat schließlich nicht nur einen Balken von oben nach unten, sondern verweist uns auch auf den, der rechts oder links neben mir steht.

Viele Grüße von einem kirchentreuen udn fröhlichen Katholiken!

G.W.

Hallo Taju,

Du sprichst eine Absurdität in Deutschland an: Als Theologin,
die hier eine weitere Spitzfindigkeit von sich geben möchte:
Man kann aus der Kirche nicht austreten.

Als Nicht-Theologin muss ich das relativieren. :smile:
Der Austritt aus der protestantischen Kirche ist m.W. in fünf Minuten und nach Zahlung einer entsprechenden Gebühr an das Standesamt erledigt.
Inwieweit man damit aus der „Gemeinschaft der Gläubigen“ austritt, lässt sich wahrscheinlich genausowenig allgemeingültig definieren wie die Frage, ob man durch den Akt der (Kinder-)taufe in diese Gemeinschaft eintritt. Aber das ist ein anderes Thema.

Deine Idee, „steuerlich“ aus der Kirche auszutreten und den Geldbetrag stattdessen „freiwillig“ zu spenden, finde ich überdenkenswert! :smile:))

Jesus war Jude und seine Botschaft ist nicht anders denkbar,
als daß sie auch jüdischen Boden stand - ich würde also
vermuten, er wäre es heute auch:wink:

Dafür ein Extra-* an Dich!

Grüße, Anita

Ichhabe gerade mit einem supettollen Team eine einwöchige
Kinderfreizeit unserer Pfarrei durchgeführt: Für die Knder aus
sozial schwacgeb Familien ein echtres Erlebnis, für die
Gemeinde finanziell ein „Verlust“.

Die Arbeiterwohlfahrt macht sowas auch, ganz ohne Religion übrigens.

Und überhaupt: Der Glaube kommt vom Hören. Ohne die Kirche
gäbe es den Glauben nicht, denn sie hat ihn über 2000 Jahre
tradiert.

Was hat jetzt der buddhistische Glaube mit der katholischen Kirche zu tun? (Im Klartext: Ich würde mich über eine etwas bedachtere Verwendung des Wortes „Glaube“ freuen. Der katholisch-christliche Glaube ist bei weitem nicht der einzige Glaube, den es gibt. Achja: Ich bin kein Buddhist.)

MEIN Glaube braucht keine Kirche. Er braucht bewusste Menschen, die nicht stumpf zum Himmel starren, sondern in sich selbst schauen. MEINE „Kirche“ ist überall dort, wo ich Menschen offenen Geistes und Herzens treffe, und wenn es nur einer ist. Egal, ob auf einer Wiese, in der Straßenbahn, bei mir zu Hause oder sonstwo. Und egal, welchen Glaubens diese Menschen sind.

Und wer glaubt, er könne den Glauben so ganz allein
mit sich selber ausmachen, der vergisst, dass gerade das
Christentum den Menschen radikal auf den Nächten verweist: Das
Kreuz hat schließlich nicht nur einen Balken von oben nach
unten, sondern verweist uns auch auf den, der rechts oder
links neben mir steht.

Das Leben selbst bietet genügend Interaktion mit seinen Mitmenschen.
Dafür braucht’s Kirche weder als Gebäude noch als Institution.
Selbst als Christ imho nicht, nicht so, wie ich das Christentum verstehe.

Viele Grüße von einem kirchentreuen udn fröhlichen Katholiken!

Gruß von einem spinozisch-plotinistischen Freidenker (oder sowas ähnlichem, von mir halt :wink:)

Malte.

Danksagung
Ein jeder Thread sollte einen Anfang und ein Ende haben. Vielen Dank für alle Eure Antworten zum Thema. Ich werde zunächst nicht aus der Kirche austreten. Ich werde aber mit der Kirche in einen Dialog treten und um eine Kirchensteuerbefreiung bitten. Zu gegebener Zeit werde ich dann über meine Fortschritte im Rahmen dieser Auseinandersetzung berichten, wenn Ihr mögt!

Hi,

nope. Im Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) §17 - 28 sind alle Möglichkeiten des Verlusts der deutschen Staatsangehörigkeit gelistet. Voraussetzung ist immer , dass eine andere Staatsangehörigkeit vorliegt (auch in deinem Beispiel mit Militärdienst in einem anderen Staat).

Gruß
Feanor

offtopic - Militärdienst für Doppelstaatler

Kann dir der deutsche Staat tatsächlich die deutsche
Staatsbürgerschaft entziehen?

AFAIK ja. wenn du eine andere annimmst. spätestens dann, wenn
du der armee eines anderen staates betrittst, bist du
definitiv raus.

Das ist definitiv falsch. Ein flüchtiger Bekannter hat die deutsche und die finnische Staatsangehörigkeit und seinen Militärdienst in Finnland abgeleistet. Rausgeschmissen hat ihn dafür keiner hier.

Gruß,

Malte.

Das ist definitiv falsch.

vielleicht nur in deutschland falsch:

§ 32. Die Staatsbürgerschaft verliert, wer freiwillig in den Militärdienst eines
fremden Staates tritt.

*freiwillig* ist vielleicht der punkt. vielleicht mußte der ja?

http://www.unhcr.at/pdf/234.pdf

was auch sinn ergibt: was passiert theoretisch, wenn die beiden staaten denen du angehörst, gegeneinander in den krieg ziehen? kämpfst du dann gegen dich selbst? :stuck_out_tongue:

gruß datafox