Kirchensteuer

Hallo,

ich hab nicht die Zeit, die ganze Serie der postings zu lesen.
Aber dieses Thema war doch vor einigen Monaten schon mal ausführlich dran: Im Zusammenhang dann mit der Kultursteuer.
An die möchte ich erinnern, davon waren doch einige recht angetan. Vielleicht wird doch noch was draus, wenn man nicht nachgibt?

Gruß
H.

Finanzen der Kirchen
Hallo,

Mit dem angeblichen Reichtum der Kirche ist das allerdings so
eine Sache…

Aber ich lese hier und da dass die Katholische Kirche
Milliarden Investitionen in Aktien und Organisationen hat, wo
sie „aktiv“ Umsatz macht und zwar eine ganze Menge.

Wenn du Fakten suchst:
http://fowid.de/nc/datenarchiv/uebersicht/themenfeld…
und-vermogen/
Falls der lange Link nicht klickbar ist, kopier den folgenden URL
hinter http://

fowid.de/nc/datenarchiv/uebersicht/themenfeld/kirchenfinanzen-
und-vermogen/

Servus
Nescio

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das ist falsch. Jeder getaufte Christ kann jeden anderen
Menschen taufen.
Meiner Auffassung nach beschränkt sich das noch nicht mal auf
die Nottaufe.

das mag sein, aber meine antwort bezog sich auf die taufe in
der amtskirche (in dem fall ev.)
wir haben das schriftlich beantragen müssen, wir hatten mmit
dem dortigen pfarrer ein gespräche über das „danach“ und es
hat geld gekostet.

Zu der Bezahlung kann ich nichts sagen, aber auch die EKD verlangt nicht, daß eine Taufe durch einen Pfarrer durchgeführt wird (oder Diakon o.ä.). Es bleibt dabei: Taufen kann jeder getaufte Christ. Unbenommen bleibt, daß es meistens schon ein Pfarrer tut - muß aber nicht.

Gruß,

Malte

Hallo Malte,

das ist falsch. Jeder getaufte Christ kann jeden anderen
Menschen taufen.
Meiner Auffassung nach beschränkt sich das noch nicht mal auf
die Nottaufe.

Mir ist nicht klar, ob sich deine Aussage auf die katholische oder die evangelische Kirche bezieht.

Für die katholische Kirche gilt:
„Bei Lebensgefahr, besonders wenn es sich um akute Lebensgefahr handelt, kann jeder Gläubige, ja jeder Mensch, der die rechte Absicht hat, die Taufe spenden.“
http://www.sbg.ac.at/pth/links-tipps/past_ein/leben/…

Für die Nottaufe ist also noch nicht einmal erforderlich, dass derjenige, der die Taufe spendet selbst ein getaufter Christ ist.

Ob im Umkehrschluss daraus folgt, dass eine Taufe im Regelfall nur von einem geweihten Priester gespendet wird, ist fraglich. Die pastorale Einführung spricht nur allgemein vom „Zelebranten“ (http://www.sbg.ac.at/pth/links-tipps/past_ein/leben/…). Da angesichts des allgemeinen Priestermangels in vielen Gemeinden viele pastorale Dienste schon von Pastoralassistenten oder Diakonen vorgenommen werden (Beerdigungen, Wortgottesdienste usw.) könnte ich mir vorstellen, dass das auch mit Taufen so gehandhabt wird. Vielleicht ist dazu aber eine besondere Beauftragung durch den Bischof Voraussetzung.

Bleibt aber die Frage, ob diese Punkte für die Ausgangsfrage relevant sind. Selbst eine Nottaufe, die von einem „Laien“ gespendet wird, kommt ja nicht so „mir nichts, dir nichts“, automatisch, sondern nur auf den Wunsch der Eltern.

Grüße
Wolfgang

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Hallo Sina,

klar kann sich die Kirche auch anders finanzieren. Und teilweise tut sie das ja auch. Es gibt ja außer der Kirchensteuer auch noch Spenden, die berühmten Sammeltöpfe und das „freiwillige“ Kirchengeld. In Anführungszeichen schreibe ich das deshalb, weil die liebe Kirche da schon ihren Schäfchen recht eindeutig mitteilt, wie viel sie da bitte freiwillig zu geben haben zusätzlich zu ihrer Kirchensteuer. Das wird übrigens pro Kopf erhoben - damit die Renter und andere, die ja sonst kein steuerpflichtiges Einkommen haben, auch ja nicht zugut wegkommen dabei.

Aber wie gesagt - in anderen Ländern gibt es die staatlich eingetriebene Kirchensteuer nicht. Weil man ja normalerweise davon ausgeht, daß ein freiwilliges Mitglied auch freiwillig Beitrag zahlt. Und komischerwise funktioniert das ja auch zum Beispiel bei allen anderen Vereinen und auch bei den Freikirchen. Die packen das auch hierzulande (in den genuß der staatlichen Eintreiber kommen ja nur die beiden großen Kirchen).
Das fgührt dann zu dem Pardoxon, daß meine Exreundin als Mitglied einer freikirchlichen Gemeinde offiziell aus der evangelischen Kirche austreten mußte und nun auf der Stuerkarte als nichtkirchlich steht. Weil das der einzige Weg ist, auf dem sie ihren Beitrag an ihre Gemeinde zahlen kann.

Diese Gemeinde finanziert im Übrigen auch ihre soziale Arbeit ohne staatliche Mittel. Dafür hat sie aber auch keine prächtige Kirche und keine Pfarreer - dort predigen die Gemeindemitglieder selbst. Weil ja in der Bibel auch steht, die Gemeinde solle ihren Hirten aus ihrer Mitte selber wählen… na ja, hat die Amtskirche irgendwann mal vergessen diesen Teil.

Gernot Geyer

Wozu müssen eigentlich die Christen Kirchensteuer zahlen und
auf welcer religiösen Basis beruht das Eintreiben von Steuer?

Die Mehrheit der Christen zahlt keine Kirchensteuer sondern finanziert die Gemeinschaft, in denen sie leben, durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Eine solche „Steuer“ gibt es nach meinen Informationen nur in zwei Ländern - Deutschland und Österreich. Und sie betrifft nicht nur Christen, sondern alle Mitglieder von Religionsgemeinschaften, die einen derartigen Vertrag mit dem Staat haben.

Gruß
dataf0x

Zusammenfassung
Hallo,
wenn ich die Postings unten mal zusammenfasse:
Die Kirchensteuer ist total ungerecht. Die Kirchen versuchen mit mafiaähnlichen Mitteln, unschuldige kleine Kinder willenlos in ihren Einfluss zu ziehen.
Natürlich will ich mein Kind taufen lassen, natürlich auch in einer schönen Kirche in einem feierlichen Rahmen. Natürlich will ich später auch kirchlich heiraten und vielleicht sogar eine kirchliche Beerdigung. Die Konfirmation oder Kommunion nehme ich auch mit, weils ganz schön ist und Weihnachten gehe ich auch manchmal in die Kirche. Aber natürlich will ich keinen Cent dazubezahlen und mich zu nichts verpflichten. Ich könne allen Fußballstars, allen Popstars und mir selbst das dickste Gehalt, aber von der Kirche verlange ich, dass sie von Brot und Wasser lebt. Die z. T. extrem teure Erhaltung der kirchlichen Gebäude soll gefälligst vom Beten oder vom Heiligen Geist finanziert werden. Ich finde es selbstverständlich, dass Kirchen - oft als einziege - sich um alte, einsame Leute kümmern, dass sie Kindergärten, Schulen und viele soziale Einrichtungen unterstützen. Dass viele evangelische Kirchengemeinden in einer sehr prekären finaziellen Situation sind, glaube ich lieber nicht, weil das nicht in mein Weltbild passt. Ich verlange alles, poche auf meine „Rechte“, und die anderen haben zu geben. Das steht ja schließlich in der Bibel. An die bin ich zwar nicht gebunden, aber die Kirche schon, hihi!
Gruß!
Christian

Zusammenfassung ist schlecht

Hallo,

Hallo

wenn ich die Postings unten mal zusammenfasse:
Die Kirchensteuer ist total ungerecht. Die Kirchen versuchen
mit mafiaähnlichen Mitteln, unschuldige kleine Kinder
willenlos in ihren Einfluss zu ziehen.
Natürlich will ich mein Kind taufen lassen, natürlich auch in
einer schönen Kirche in einem feierlichen Rahmen. Natürlich
will ich später auch kirchlich heiraten und vielleicht sogar
eine kirchliche Beerdigung. Die Konfirmation oder Kommunion
nehme ich auch mit, weils ganz schön ist und Weihnachten gehe
ich auch manchmal in die Kirche. Aber natürlich will ich
keinen Cent dazubezahlen und mich zu nichts verpflichten. Ich
könne allen Fußballstars, allen Popstars und mir selbst das
dickste Gehalt, aber von der Kirche verlange ich, dass sie von
Brot und Wasser lebt. Die z. T. extrem teure Erhaltung der
kirchlichen Gebäude soll gefälligst vom Beten oder vom
Heiligen Geist finanziert werden. Ich finde es
selbstverständlich, dass Kirchen - oft als einziege - sich um
alte, einsame Leute kümmern, dass sie Kindergärten, Schulen
und viele soziale Einrichtungen unterstützen. Dass viele
evangelische Kirchengemeinden in einer sehr prekären
finaziellen Situation sind, glaube ich lieber nicht, weil das
nicht in mein Weltbild passt. Ich verlange alles, poche auf
meine „Rechte“, und die anderen haben zu geben. Das steht ja
schließlich in der Bibel. An die bin ich zwar nicht gebunden,
aber die Kirche schon, hihi!
Gruß!
Christian

Wenn du schon dir das Recht nimmst die AUssagen von anderen Menschen zusammenfassend wiederzugeben, dann solltest es auch richtig wiedergeben.

Es wurde festgestellt dass die Kirche keine finanziellen Probleme hat. Da sie auch in anderen Ländern ohne STeuern auskommt, hat man den SInn darin nicht verstanden warum man hier eine Steuer erhebt.

Also jammer nicht, dass man mit dem Erlass der STeuern „eine Unmögliche Sache“ vojn der Kirche verlangt. Zumindest dass man es nicht pfänden lässt sollte im Rahmen des Möglichen sein.

Aber wie war das ? SChäfchen nennt die Kirche die Menschen? WOmit sie wohl auch Recht hätte!

Guten Abend allerseits,

also: die Zusammenfassung gefällt mir.
Jedenfalls habe ich die Ironie darin erkannt. Mag ja sein, daß sie nicht jedermanns und jederfraus Sache ist.

Bei der Diskussion um die Kirchensteuer bitte ich aber noch folgendes zu bedenken (mindestens zu bedenken!): mit den verschiedenen Reichsdeputationshauptschlüssen von 1803 - 1806 wurde das

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Zusammenfassung anderer Art
Damit Ihr vergleichen könnt, wie es in anderen Ländern zugeht, habe ich mal dies hier herausgesucht:

http://www.ekd.de/EKD-Texte/steuer/steuer5.html

Da werden die Systeme aufgeführt, mit denen sich die Kirchen in den einzelnen Staaten der EU finanzieren.

Kann ja sein, daß dieser oder jene an Fakten interessiert ist.

Jaja, ich weiß: Fakten gefährden die Vorurteile.

Doch sei’s drum!

Gruß - Rolf

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Wenn du mich fragst, ist das Anreichern von Reichtümmern in den Händen der Kirche eine Sache die ganz klar gegen die lehre von Jesus entgegenläuft. Denn der hat nichts davon erzählt dass man unmengen von Reichtum sammeln soll sondern davon dass man sich keine Gedanken machen soll um Brot und Wasser. Dass der herr es schon irgendwie hinkriegt seine Gläubigen zu ernähren.

Deine ironische Darstellung hat aber gezeigt dass du gerda diesen Spruch ins Lächerlche gezigen hast. Lies deine vorherigen Beitrag: da hast du ironisch erklärt wenn man genug bete würde man natürlich von Gott Brot und Wasser bekommen. Das heisst du bist der ANsicht dass es so nicht klappt. Aber Jesus meint schon dass es klappt.

Zudem ist die Kirche die einzelne religiöse Organisation die Reichtümer besitz. Weder Moscheen noch Synagogen erfügen über rechtümer.

Wenn Eigentum gekauft wird gehört es der islmaischen gemeinde, die Gemeinde verwaltet es nicht unsere Gelehrten.

Wir Moslems kommen auch ohne STeuern oder Vermögen klar. Und das von Anfang an. Wie es hier beschrieben worden ist kriegen dass die Freikirchen auch hin.

Eiegntlich kriegt das jede religiöse Gemeinschaft hin, nur die katholische und evangelische scheinen da ein besonderen Bedarf an Reichtum zu haben.

MfG

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo MfG,
für dich benenne ich gerne ganz explizit die Kernaussage meines Postings: Fasse dich an die eigene Nase, bevor die mit dem Finger auf andere zeigst. Sinngemäß steht diese Mahnung im Neuen Testament, aber ich bin sicher, dass viele Religionen hier ähnlich denken.

Meine Ironie bezieht sich nicht auf Glauben, auch nicht auf den Glauben an Wundern, sondern einzig und allein auf Menschen, die mit zweierlei Maß messen. Das ist mir zu bequem!
Gruß!
Christian

Hallo,

gegen meine Taufe konnte ich mich nicht wehren - obwohl ich gebrüllt haben soll dbaei, hat das den Pfarrer auch nicht dafon abgehalten, es zu tun. Bei der Konfirmnation konnte ich dann selber entscheiden - also war ich nicht dabei. Das war ein paar Jare, nachdem ich dem Pfarrer gesagt hatte, daß mich seine Märchen eh nicht interessieren.
Trotzdem besteht die Kirche darauf, daß ich evangelisch zu sein habe, weil ich nicht offiziell vor Gericht meinen Austritt erklärt habe. Aber von rentnern gibt es nun mal sowieso keine Kirchensteuer und die Tnate vom Kirchenrat mit ihrer ewigen bettelei wegen dem freiwilligen Gemeindegeld hat auch Pech - der sage ich, daß mir ihre kaputte Kirchenorgel Wurst ist, weil ich eh nicht hingehe.
Ich will also absolut nichts von der Kirche - nur die will Geld von mir - für Leistungen, die ich nicht in Anspruch nehme.

Von christlicher Nächstenliebe und so habe ich bisher wenig gemerkt. Im Gegenteil. Die Suchtberatung der Diakonie jedenfalls hat in dem Moment dichtgemacht, als es keine Knete vom Landreis mnehr gab. Da waren denen die ganzen Hilsbedürftigen von einen Tag auf den anderen Wurst. Womit ja wohl klar wäre, das die Kirche wohl das Geld mehr liebt als die Bedürtigen - denn ich kenne keine einzige Einrichtung, die da ohne Staatsknete arbeitet.
Und für die Unterhaltung der Kirchen kassiert sie ja auch Fördermittel. Was denkst Du, wie schnell da jede Arbeit ruht, wenn mal keine billigen ABM-Kräfte oder Ein-Euro-Jobber zur Verfügung stehen? Habe ich oft genug erlebt.

Gernot Geyer

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Aber wie war das ? SChäfchen nennt die Kirche die Menschen?
WOmit sie wohl auch Recht hätte!

Was geht dich das eigentlich an? Bist du etwa Mitglied?

Gruß
dataf0x

Ich glaube es sollte selbstverständlich sein, daß man für in Anspruch genommene Dienste auch bezahlt, sei es die Kulisse für die Hochzeit oder eine Beerdigung.

Die Kritik richtete sich nicht gegen das Bezahlen sondern gegen die Art der Bezahlung (staatliche Einmischung anstatt privates Bezahlen seiner Mitgliedschaft.)

Außerdem betrifft es nicht nur (eine) Kirche sondern eine ganze Reihe von religiösen Gemeinschaften.

Gruß
dataf0x

Aber wie war das ? SChäfchen nennt die Kirche die Menschen?
WOmit sie wohl auch Recht hätte!

Was geht dich das eigentlich an? Bist du etwa Mitglied?

Ist das notwendig, um berechtigte Kritik zu üben?

Gruß,

Malte

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Das ist ja ein Ding. Die kassieren dafür, daß jemand getauft
wird??? Nehmen Geld, wenn jemand sich zu Jesus bekennen
will???
Sag mal, war da nicht mal as mit Geldwechslern, die Jesus mal
aus dem tenpel gejagt hat? Die sollen echt aufpassen, nicht
daß der mal vom Kreuz steigt und das wiederholt. An der Zeit
wäre es offenbar…

Gernot Geyer

Man möchte fast glauben, daß der arme Gernot Geyer das Geld hat bezahlen müssen - so groß ist die Aufregung …

:Schweinerei
:Scheißdreck
:Arsch

Hast Du Dich vielleicht im Brett vertan - oder ist das dein Niveau?

Nö. Ich staune nur.
Ich dachte eigentlich, das wäre dann bei Kirchenmitgliedern mit der Kirchensteuer erledigt und anschießend häte man als Mitglied auch das Recht auf kostenlose Inanspruchnahme der Leistungen. Wer im Kegelverein ist, zahlt ja in aller regel dann nicht auch noch mal dafür, daß er auf die vereinseigene Kegelbahn darf. Und da habe ich mir halt so gedacht, der Pfarrer hat eh sein gehalt und die Kirche steht auch schon, das weihwasserbecken nutzt sich auch nicht so sehr ab pro Taufe - daß da keine weiteren Kosten anfallen würden. Hätte ja auch sein können, daß die heilige Kirche mit ihrem gerde von nächstenliebe und so deshalb die Kirchensteuer vom Staat eintreiben läßt, weil sie selber noch so was wie Schamgefühl hat angesichts der Berdürnislosikeit eines Jesus so offen als Geldeintreiber aufzutreten. War aber offenbar ein Denkfehler…

Gernot Geyer

Hallo,

Hast Du Dich vielleicht im Brett vertan - oder ist das dein
Niveau?

eigentlich bin da nicht so derb. Aber wenn ein Staat einersetits laufend von Datenschutz labert und dann dermaßen offen Daten über die Fragen des persönlichen Glaubens abspeichert, dann finde ich schon, daß das ein eine recht derbe Geschichte ist. Zumal schon jemand anderes darauf hingewiesen hat, daß es auch schon mal einen deutschen Staat gab, in dem Fragen der Religiuonszugehörigkeit über leben und Tod entschieden haben.

Gernot Geyer