Klasse, die Frau wird mir immer sympathischer

Künast: Schluss mit billig!

Discounter wie Aldi oder Lidl stehen bei den durch steigende Steuern arg gebeutelten Deutschen so hoch im Kurs wie noch nie - doch Verbraucherschutzministerin Renate Künast will den Billigläden bald einen Riegel vorschieben. Durch Dumping-Angebote hätten die Discounter eine „beispiellose Abwärtsspirale“ in Gang gesetzt, die die Qualität vieler Produkte gefährde, so die Grünen-Politikerin. Außerdem würden durch das Preis-Dumping der großen Märkte Familienbetriebe im Einzelhandel und der Mittelstand in Gefahr gebracht.

„Gute Qualität gibt es nicht zum Nulltarif,“ glaubt Künast. Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels bestreitet das: Die „Qualität von Billigprodukten“ sei „absolut in Ordnung“, so Hubertus Pellengahr. Das bestätige die Stiftung Warentest „Monat für Monat“.
Ketten wie Aldi, Lidl und Penny haben seit Einführung des Euro bei zahlreichen Produkten die Preise gesenkt. Damit gehörten sie in den vergangenen Monaten zu den wenigen Gewinnern im deutschen Einzelhandel. Insgesamt gingen die Umsätze in den Geschäften 2002 deutlich zurück - nicht zuletzt, weil viele Kunden sich über Preiserhöhungen durch den ‚Teuro‘ ärgerten.


Ein Hohn mal wieder für die Familien und den Menschen die auf solche „Billigläden“ angewiesen sind :frowning:
Fängt bei meiner Oma an die sich nicht viel leisten kann mit ihrer MINI-Rente, HOHE Miete für EIN-Zimmerwohnung und hört auf bei Großfamilien die sich keinen teuren Großeinkauf beim Einzelhandel leisten können.
Echt, ich könnte…

Hoffentlich kommt die nicht weit damit.

Angesäuerte Grüße von Nina

Frau Künast…
…ist eben schlichtweg eine engstirnige Altsozialistin.
Einheitspreise, Einheitseinkommen, Einheitsbesitz u.s.w.

Künast: Schluss mit billig!

Discounter wie Aldi oder Lidl stehen bei den durch steigende
Steuern arg gebeutelten Deutschen so hoch im Kurs wie noch nie

  • doch Verbraucherschutzministerin Renate Künast will den
    Billigläden bald einen Riegel vorschieben. Durch
    Dumping-Angebote hätten die Discounter eine „beispiellose
    Abwärtsspirale“ in Gang gesetzt, die die Qualität vieler
    Produkte gefährde, so die Grünen-Politikerin. Außerdem würden
    durch das Preis-Dumping der großen Märkte Familienbetriebe im
    Einzelhandel und der Mittelstand in Gefahr gebracht.

Das einzige, was den Mittelstand in Gefahr bringt, sind die von der sozialistischen Bundesregierung initiierten Steigerungen der Lohnnebenkosten und Steuern.
Ein gesunder Wettbewerb schadet nicht, aber das werden Leute wie Frau Künast nie verstehen.

„Gute Qualität gibt es nicht zum Nulltarif,“ glaubt Künast.
Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels
bestreitet das: Die „Qualität von Billigprodukten“ sei
„absolut in Ordnung“, so Hubertus Pellengahr. Das bestätige
die Stiftung Warentest „Monat für Monat“.

So ist es doch meistens auch.
Ich habe einen alten kleinen Aldi-TV im Schlafzimmer, der nach 5 Wohnungen und 8 Jahren nach wie vor einwandfrei funktioniert.

Ketten wie Aldi, Lidl und Penny haben seit Einführung des Euro
bei zahlreichen Produkten die Preise gesenkt. Damit gehörten
sie in den vergangenen Monaten zu den wenigen Gewinnern im
deutschen Einzelhandel. Insgesamt gingen die Umsätze in den
Geschäften 2002 deutlich zurück - nicht zuletzt, weil viele
Kunden sich über Preiserhöhungen durch den ‚Teuro‘ ärgerten.

Ganz recht. Daher ist es legitim, das Verhalten der anderen für sich zu nutzen und die Preise zu senken, genauso wie es von Verbraucherseite her o.k. ist, dieses Angebot zu nutzen.


Ein Hohn mal wieder für die Familien und den Menschen die auf
solche „Billigläden“ angewiesen sind :frowning:
Fängt bei meiner Oma an die sich nicht viel leisten kann mit
ihrer MINI-Rente, HOHE Miete für EIN-Zimmerwohnung und hört
auf bei Großfamilien die sich keinen teuren Großeinkauf beim
Einzelhandel leisten können.
Echt, ich könnte…

Warum regst Du Dich auf?
Die Klassenkampfparolen der letzten Monate liessen doch nichts anderes erwarten. Gut 50% der Deutschen wollten es so.

Hoffentlich kommt die nicht weit damit.

Naja, ich fürchte, wir werden das Unwesen der Sozialisten hier noch ca. 1 bis 1,5 Jahre ertragen müssen…

Grüße,

Mathias

…ist eben schlichtweg eine engstirnige Altsozialistin.

Kannst du das belegen?

Einheitspreise, Einheitseinkommen, Einheitsbesitz u.s.w.

Darum geht es nicht.

Sicherlich kann man den Weg diskutieren, aber der Hintergrund ist komplizierter.

  1. Schritt:
    Ein Produkt kostet „normalerweise“ 1 Euro. Die Discounter bieten ihn für 0,90 Euro an. Aufgrund der Menge, die sie verkaufen (Kette über ganz Deutschland), funktioniert es. Kleine Einzelhandelsgeschäfte können eine solch grosse Menge nicht verkaufen. Eventuell akzeptieren sie sogar einen Verlust.

  2. Schritt:
    Dies machen diese Discounter so häufig, bis die kleinen Einzelhandelsgeschäfte völlig vom Markt verschwunden sind und es nur noch vier, fünf grosse Ketten gibt, die den Markt unter sich aufteilen.

  3. Schritt:
    Jetzt ist die Zeit da, den grossen Gewinn einzufahren und die das Produkt wird für 1,5 Euro angeboten.

Ergo: Kurzfristig hat der Konsument bei diesem Verdrängungswettbewerb einen Gewinn, langfristig wird er abgezockt.

Das einzige, was den Mittelstand in Gefahr bringt, sind die
von der sozialistischen Bundesregierung

Kannst du das belegen?

initiierten
Steigerungen der Lohnnebenkosten und Steuern.
Ein gesunder Wettbewerb schadet nicht, aber das werden Leute
wie Frau Künast nie verstehen.

Fragt sich, ob dieser Wettbewerb „gesund“ ist. Das ist nämlich genau der Punkt, über den auch in der Wissenschaft diskutiert wird.

Künast: Schluss mit billig!

Hallo Nina,

„Schluß mit billig“ hat keiner gesagt, auch Frau Künast nicht. Vielmehr möchte sie den Dauerverkauf einer Ware unter Einstandspreis verbieten, weil davon angeblich eine Gefahr für den Bestand kleiner Händler ausgeht.

Man merkt, daß Frau Künast von kaufmännischen Überlegungen und von Marketing keine Ahnung hat. Zunächst einmal hat ein kleiner Einzelhändler, der sein Geld verdienen will, indem er in Konkurrenz zu Billiganbietern geht, auch keine Ahnung vom Geschäft hat. Es ist weiter nicht schade, wenn solche Laien vom Markt verschwinden. Keiner muß solche Händler vor ihrer eigenen Unfähigkeit und Phantasielosigkeit schützen. Der Preis ist eben nur eines von vielen möglichen Verkaufsargumenten. Wem die Puste für Preiskämpfe fehlt, darf sich nicht auf solchen Unfug einlassen. Da redet man sich den Mund fusselig, daß jeder Gewerbetreibende ein Geschäftskonzept braucht und einige haben es immer noch nicht kapiert. Ich möchte aber nicht weiter darauf eingehen. Es geht mir um das Ansinnen von Frau Künast.

Überall wird die Forderung nach Deregulierung laut. Was Frau Künast hier anschieben möchte, würde einen gewaltigen Kontroll- und Abmahnapparat in Gang setzen. Genau das aber ist das falsche Rezept, um die Wirtschaft freier atmen zu lassen. Wir brauchen überhaupt keine schützenden Käseglocken, die nur zum Ziel haben, unwirtschaftliche Konstrukte am Leben zu halten. Penny bietet eine, höchstens zwei Sorten Kartoffeln im Standardsack billig an. Muß man denn unbedingt mit einem Haufen Beamten den Idioten vor sich selbst schützen, der meint, genau diese Sorten in genau diesem Standardsack preislich zu unterbieten? Ich hielte es für deutlich vernünftiger, den Laden überleben zu lassen, der nötigenfalls auch 3 Kartoffeln einer exotischen Sorte für den Singlehaushalt zu nächtlicher Stunde für einen mehrfach höheren Preis eintüten möchte.

Mir wird übel, wenn ich an zig gesetzlichen Regeln, Ausführungsbestimmungen und ungezählte Prozesse denke, wenn es darum geht, daß jemand einen riesigen Lagerbestand einfach nur los werden will. Soll ein Kaufmann plötzlich in Amtsstuben fragen, ob die Kalkulation genehm ist?

Die Ministerin hat offenkundig flotter geplappert als gedacht. Was heißt schon Einstandspreis? Wer nur genug einkauft, bekommt die Ware preisgünstig. Wenn dann der Händler auf jeden Aufschlag verzichtet, wird er immer noch billiger sein, als jeder Händler, der das gleiche Produkt normal kalkuliert. Das hieße dann, daß auch der Verkauf zum Einstandspreis verboten würde, was wiederum voraussetzt, daß der Gesetzgeber eine Kalkulation vorschreibt. Einfach nur dummes Zeug!

Man kann also getrost annehmen, daß Frau Künast nicht wußte, was sie sagte. Und überhaupt: Als wenn wir keine anderen Sorgen hätten!

Gruß
Wolfgang

Marktwirtschaft

  1. Schritt:
    Ein Produkt kostet „normalerweise“ 1 Euro. Die Discounter
    bieten ihn für 0,90 Euro an. Aufgrund der Menge, die sie
    verkaufen (Kette über ganz Deutschland), funktioniert es.
    Kleine Einzelhandelsgeschäfte können eine solch grosse Menge
    nicht verkaufen. Eventuell akzeptieren sie sogar einen
    Verlust.

Der Knackpunkt ist hier das Wort „normalerweise“.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn über größere Mengen und billigere Rohstoffe geringere Produktionskosten erreicht werden.

Einschreiten kann man nur (und sollte man auch), wenn gezielt unter Einkaufspreis verkauft wird. Alles andere wäre ein Affront gegen unser Wirtschaftssystem und ein großer Schritt in Richtung Sozialismus mit staatlich reglementierten Preisen. Insofern muß ich Mathias recht geben.

Gruß
Christian

Hallo Christian,

Einschreiten kann man nur (und sollte man auch), wenn gezielt
unter Einkaufspreis verkauft wird. Alles andere wäre ein
Affront gegen unser Wirtschaftssystem und ein großer Schritt
in Richtung Sozialismus mit staatlich reglementierten Preisen.
Insofern muß ich Mathias recht geben.

Ich denke, es geht im Prinzip auch nur um das (auch jetzt schon sanktionierbar) Dumping bzw. das Anbieten von Sonderangeboten, die bei Nachfrage nicht vorhanden sind (ebenfalls jetzt schon sanktionierbar, sprich unlauterer Wettbewerb).

Demnach ist das für mich erstmal wieder viel heiße Luft, aus der ein unnötiges Gesetz mit 500 §§ entstehen wird mit 1000 Ausnahmen, sprich der übliche Schwachsinn…

Grüße
Jürgen

Hallo Wolfgang,

ich hoffe, Du bist jetzt nicht plötzlich zum Vertreter eines völlig deregulierten marktwirtschaftlichen System mutiert, da Du mir dann sehr unsympathisch würdest…

Dumping (und nichts anderes ist schließlich gemeint) ist ein zu ernstes Thema, als dass man mit Hohn und Spott über Leidtragende dessen herziehen müßte.

Es mag sein, dass Du in Deinem Geschäft keine Probleme damit hast (ich in meiner Ecke übrigens schon, ist aber ein anderes Thema), aber ich empfinde es nicht als positive Bereicherung unseres Systems, wenn ein stärkerer Wettbewerber mit größerer Kampfkasse und unlauteren Methoden die kleinen plattmacht. Denn wie Ralf schon zurecht gesagt hat, wenn erstmal die Infrastruktur bereinigt ist, dann steigen wieder die Preise.
Letztendlich reden wir hier nämlich über den Einzelhandel, und da wird nun mal vor allem über den Preis verkauft.

Versteh mich nicht falsch, ich brauche keine Mindestpreise für mein Geschäft, ich will alleine, dass meine Wettbewerber (die zum Teil Konzerne oder auch öffentliche Institute sind) keine unfairen Kampfpreise machen, weil sie es sich ja leisten können, draufzuzahlen…

Im Rest, was den Vorstoß von Künast angeht, sehe ich das natürlich ähnlich wie Du.

Grüße
Jürgen

ich versteh auch nicht so ganz, was das soll. glaube aber auhcn icht, dass sie das durchsetzen wird. zumindest traue ich dem kanzleramt genug politischen und ökonomischen verstand zu, dass noch vor den wahlen am 2.2. ganz schnell wieder verschwinden zu lassen.

gruss

Moin Jürgen,

ich stimme dir zu. Daher schrieb ich ja auch, dass man über den Weg diskutieren kann. Vor allem die Nachweispflicht, dass es sich um Dumping zwecks Wettbewerbsverdrängung handelt, dürfte schwer zu führen sein.

Aber die einfache Aussage „Künast will das billig-einkaufen verbieten“ ist schlichter Quatsch. Darum geht es nicht.

Ciao

Ralf

Moin Wolfgang,

ok, ich stelle mir mal vor, wie der Aufschrei wäre, wenn Künast so reden würde wie Du:
„Kleine Einzelhändler, die ihr Geld verdienen wollen, indem sie
in Konkurrenz zu Billiganbietern gehen, haben keine Ahnung vom
Geschäft hat. Es ist nicht schade, wenn solche Laien
vom Markt verschwinden. Keiner muß solche Händler vor ihrer
eigenen Unfähigkeit und Phantasielosigkeit schützen.“

Das wäre wohl ein Rücktrittsgrund. Zumal es falsch ist. Wie ich ja schon schrieb, wenn diese kleinen, unabhängigen Einzelhändler vom Markt verschwinden, teilen die grossen Ketten den Markt unter sich auf und die Preise steigen sprunghaft an. Das ist auch keine Lösung. Daher sind ja diese Dumpingpreise schon heute verboten.

Im Grunde geht es wohl nur um eine Bestätigung - oder Verschärfung - eines schon bestehenden Verbotes.

Ciao

Ralf

ich hoffe, Du bist jetzt nicht plötzlich zum Vertreter eines
völlig deregulierten marktwirtschaftlichen System mutiert, da
Du mir dann sehr unsympathisch würdest…

Hallo Jürgen,

die Gefahr muß ich in Kauf nehmen :smile:

Ich kann nicht in Bausch und Bogen jede Art der Regulierung verdammen. Eingriffe in die freie Preisgestaltung des Kaufmanns halte ich allemal für inakzeptabel. Selbstverständlich gibt es viele Segmente, in denen zum großen Teil über den Preis verkauft wird. In ausnahmslos JEDEM Bereich gibt es aber zahlreiche Anbieter, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum billigen Jakob mit ähnlichen oder sogar identischen Waren ihr Geschäft machen. Das Kaufverhalten verschiedener Gruppen und Schichten ist zum Glück unterschiedlich. Mancher möchte eben keinen Einkaufswagen schieben, keine Ware von der Palette nehmen und in keiner Kassenschlange stehen. Ich kann im Kaufhaus eine Hose kaufen, dafür mit Glück nach langer Suche einen gelangweilten Verkäufer auftreiben, um die Jeans möglichst billig im lauten Gedränge zu kaufen. Der Einzelhändler, der direkt neben Karstadt versucht, denen zu zeigen, wie man Jeans noch billiger verkauft, um sich dann über Billigpreise zu beschweren, ist eine traurige Fehlbesetzung. Es gibt aber Einzelhändler, die es schaffen, die gleiche Jeans höchst erfolgreich direkt neben Karstadt viel teurer zu verkaufen. Der Händler hat dann mehr drauf als „wird gerne gekauft“. Bei ihm ist die Hose auch binnen einer halben Stunde gekürzt, während der Kunde eine Tasse Kaffee trinkt und gleich noch ein Oberhemd und Krawatten mitnimmt. Der Preis ist nicht alles!

Natürlich hat der kleine Händler neben dem Baumarkt keine Chance, wenn er mit engerem Angebot auch nur über den Preis verkauft und wie das Baumarkt-Personal keine Ahnung von seiner Ware hat. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben des Händlers, sich seine passende Zielgruppe zu suchen. Wenn diese Zielgruppe bereits ausreichend bedient ist, ist sie nicht passend. Dann sind Konzeptüberlegungen fällig, aber keine schützende Käseglocke aus Gesetzen und Vorschriften.

Ganz allgemein gilt, daß sich der kleine Händler und der kleine Hersteller nicht am Massenbedarf orientieren können, wenn sie überleben wollen. Sie brauchen vielmehr das besondere Angebot. Dabei weiß ich genau, wovon ich rede. Da werden z. B. Produkte von zig Herstellern ab Lager und aus dem Katalog angeboten. Ich kann nicht ab Lager liefern und das Produkt kostet den 20-fachen (!) Preis. Dafür hat es aber auch Eigenschaften, die der Kunde anderweitig nicht bekommt. Es ist eine spezielle Zielgruppe, aber der Massenmarkt, wo sich die Leute die Preise kaputt machen, interessiert mich nicht.

Das die Sache bei Auswahl der passenden Zielgruppe für kleine Unternehmen bestens funktioniert, läßt sich überall beobachten, egal ob Lebensmittel oder Möbel. Natürlich muß ein Gigant wie Aldi auf ein Millionenpublikum achten. Die Nischen kann er nicht beachten. Das bedeutet (Umsatz-)Stärke, aber Schwäche in der Nische. Der Mitnahmemöbelmarkt verhökert „Chefsessel“ für unter 100 Euro. Bei genauem Hinsehen ist das klapperiger Müll. Ein hochwertiger Stuhl, wo nichts klappert und wackelt, der auch noch nach vielen Jahren tadellos funktioniert, liegt in ganz anderer Preisgrößenordnung und ist ab Palette zur Selbstmontage und Transport auf dem Autodach nicht zu haben. Es gibt genügend Leute, die wollen den fabrikneuen Sperrmüll nicht und die gehen zum qualifizierten Fachhändler und geben sehr viel Geld aus.

Als kleiner Hersteller/Händler schafft man es sogar, sein Geschäft völlig abgekoppelt von der allgemeinen Wirtschaftslage zu entwickln. Auch das kann der Riese im allgemeinen nicht. Phantasie, Kreativität und ein stimmiges Konzept sind mächtigere Werkzeuge als jede Käseglocke aus schützenden Regularien.

Gruß
Wolfgang

Hallo Mathias,

kann Dir nicht zustimmen. Diese Dame ist lediglich völlig abgedreht. Wie fast der gesamte Weiberhaufen, der sich auf die Quote beruft. Leistung wwäre manchmal auch ideal. Aber dafür müsste auch eine Grüne mehr tun wie lavern, sie müsste arbeiten lernen. Nur wer arbeitet, lernt auch zu schätzen, was es kostet, wenn man einkauft.

Grüsse Günter

Hallo,

bei den Bauern kommt sie ja nicht so richtig weiter, also muss ein neues Thema her, labern gehört nun einmal zum Geschäft.

Kennt noch einer BSE und das Gerede von ihr?
Scharfe Kontrollen sollten her und was ist, alle Fiecher sind wieder gesund, seit neuestem.

Ob sie das dann mit den Lebensmittelkonzernen dann besser schafft und diese an die Kette legt?
Ich glaube, sie läuft voll gegen die Wand.

Auch diese Dame weiss scheinbar überhaupt nicht, was draussen auf der Strasse los ist, verpasst ihr mal ne Blindenbinde. Dieses Teil kann sie gut gebrauchen.

Aber es kann auch anders laufen, wie beim Diesel.
Da hat auch so ein Typ in der Regierung gesagt, dass das Zeug zu billig ist…und ist er noch billig???

Gruss

Gerd

Vielleicht hat Frau Künast als Rote zuviel DDR geschnuppert und versucht nun einen Weg zur Planwirtschaft und EVP zu finden. Wenn wir so weiter machen, werden bald Konkurrenten verboten und VEB s gebildet.

Moin Wolfgang,

also das gleiche nochmal mit deinen Ergänzungen. Vielleicht wird es dir dann klarer.

  1. Schritt:
    Ein Produkt kostet „normalerweise“ 1 Euro. Die Discounter bieten ihn für 0,90 Euro an. Aufgrund der Menge, die sie verkaufen (Kette über ganz Deutschland), funktioniert es. Vor allem die unteren Schichten, die vorrangig auf den Preis achten, kaufen beim Discounter. Kleine Einzelhandelsgeschäfte können eine solch grosse Menge nicht verkaufen und konzentrieren sich auf die oberen Schichten, für die der Preis nicht alles ist. Eventuell akzeptieren die Discounter sogar einen Verlust.

  2. Schritt:
    Dies machen diese Discounter so häufig, bis die kleinen Einzelhandelsgeschäfte völlig vom Markt verschwunden sind und es nur noch vier, fünf grosse Ketten gibt, die den Markt vor allem der Kunden unter sich aufteilen, die sich vor allem am Preis orientieren.

  3. Schritt:
    Jetzt ist die Zeit da, den grossen Gewinn einzufahren und die das Produkt wird für 1,5 Euro angeboten. Da die kleinen Einzelhändler vom Markt verschwunden sind, müssen nun die unteren Schichten das Produkt für 1,5 Euro kaufen.

Fazit: Es gibt Schichten, für die ist der Preis alles. Und die werden dann langfristig abgezockt. Leute mit mehr Geld kaufen vielleicht jetzt schon nicht so sehr im Discounter. Für die spielt es keine Rolle. Es gibt aber Kunden, für die spielt es eine Rolle. Und die graben sich langfristig das Wasser selbst ab. Nur sie können nicht anders reagieren, da sie schon heute auf den Preis und auf nichts anderes achten müssen.

Dies machen diese Discounter so häufig, bis die kleinen
Einzelhandelsgeschäfte völlig vom Markt verschwunden sind…

Hallo Ralf,

wenn es einen gro0en Discounter gibt und in der Nähe ein kleines Geschäft, dessen Warenvielfalt schon aufgrund der kleineren Verkaufsfläche nicht so umfangreich ist, noch dazu teurer, dann gehe ich auch zum Discounter. Der so agierende Einzelhändler macht etwas falsch und wenn er das nicht rechtzeitig begreift, geht er vor die Hunde. Daran ist nichts Bedauernswertes. Es kann nicht Sinn der Wirtschaft sein, die Leute mit ungeeignetem Konzept mit Schutzbestimmungen zu erhalten. Wenn jemand neben einem großen Laden mit 1.000 qm Verkaufsfläche, Riesenangebot und Einkaufsmöglichkeit en gros versucht, mit einem Miniangebot über den Preis Paroli zu bieten, hat er das falsche Konzept. Neben einem noch so gigantischen Geschäft kann aber der kleine Anbieter von Spezialitäten hervorragend leben, ja sogar von der anziehenden Wirkung des Riesen partizipieren.

Man muß zur Kenntnis nehmen, daß sich die Bedürfnisse gewandelt haben. Früher reichte das Angebot des Tante-Emma-Ladens, um den Bedarf zu decken. Heute ist mit diesem Angebot auf Dauer keiner mehr zufrieden. Da helfen auch keine Schutzmechanismen. Der kleine Laden, mit dem Anspruch der vollständigen Versorgung mit Lebensmitteln kann diesem Anspruch nicht mehr gerecht werden. Früher waren die Kunden mit 2 Sorten Käse zufrieden. Damit lockt man heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Heute ist die Käsetheke 10 m lang oder füllt ein Spezialgeschäft. Das gilt für alle Warengruppen. Der kleine Laden kann kein Vollsortimenter mehr sein und sollte es daher gar nicht erst versuchen. Mit noch so vielen Schutzbestimmungen wird man daran nichts ändern. Der kleine Laden muß sich deshalb spezialisieren. Das kann eine Spezialisierung auf eine spezielle Warengruppe oder eine spezielle Kundenschicht sein. Das wiederum gilt nicht nur für den Lebensmittel-Einzelhandel, es gilt für alle Bereiche der Wirtschaft. Ein Tischler, der o8/15-Standardfenster herstellt, um damit dem Baumarkt Konkurrenz zu machen, ist ein armer Narr. Vor vielen Jahren gab es ungezählte Firmen, die Radios in Kleinserie produzierten. Keiner weint ihnen hinterher, weil man die Produkte überall billig als Massenware kaufen kann. Dennoch ist es auch heute noch möglich, in Kleinserie solche Produkte herzustellen. Nur darf man dann nicht versuchen, dem Billigimport aus Fernost preislich die Zähne zeigen zu wollen. Dann muß man eben über kompromißlose Qualität und hohe Preise kommen und schon geht es.

Schutzbestimmungen schützen nur die konzeptlose Phantasiearmut. Gerade der kleine Laden und der kleine Hersteller, die sich mit Sorgfalt ihr geeignetes Marktsegment gewählt haben, brauchen keinen Schutz im Wettbewerb. Ich habe vielmehr den Eindruck, daß eine Verbandslobby großer Anbieter hinter solchen Schutzbestrebungen steckt, die im Wettbewerb müde geworden sind. Die Großen können nur Masse und das nur über den Preis. Das macht mürbe. Den spezialisierten Nischenanbieter berühren Preiskämpfe überhaupt nicht und falls doch, macht er etwas falsch.

Was soll überhaupt der verengte Blick auf den Einzelhandel? Die Wirtschaft ist vielfältig und keiner käme je auf die Idee, z. B. im Investitionsgüterbereich einen Kleinbetrieb schützen zu wollen. Die brauchen auch keinen Schutz und lassen sich so ganz ungeschützt selbst von Riesenkunden um keinen Cent drücken. Aber auch da läßt sich beobachten, daß kleine Anbieter, die Standardware über den Preis verkaufen, unter die Räder kommen. Deshalb lassen die kleinen Hersteller die Finger von der Masse und spezialisieren sich auf Dinge, die nicht jeder kann.

Gruß
Wolfgang

Moin Wolfgang,

du redest immer nur von Kartoffeln und Tante Emma-Läden. Darum geht es nicht, weil diese schon jetzt nicht wirklich billig sind. Da kauft man aus anderen Kriterien (z.B. räumliche Nähe).

Aber es ist interessant, dass du zu den Aussichten, dass sich Sozialhilfeempfänger durch das notwendige Schielen auf Billigpreise selbst das Wasser abgraben, nichts sagst. Und auch nichts zu der Tatsache, dass schon heute Dumpingpreise durch das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verboten sind. Es geht ja nur um etwas, das schon heute verboten ist.

Letztlich geht es mehr um Produkte wie PCs, die von Discountern auf den Markt geschmissen werden. Wenn es dann keinen Computerfachhandel mehr gibt, der es sich leisten kann, „normale“, billige PCs anzubieten, weil diese im Discounter gekauft werden, dann teilen diese sich den Markt auf und der Preis steigt gewaltig an.

Darum geht es. Und eine Entwicklung, die zu einem gewaltigen Preisanstieg bei einer gesamten Produktgruppe führt, kann nicht hingenommen werden.

Du weichst dann auf die Einzelhändler auf, die du hier pauschal als dumm und unfähig beleidigst, wenn sie sich auf Sozialhilfeempfänger konzentrieren. Aber sind Sozialhilfeempfänger auch dumm und unfähig, wenn sie heute billig kaufen und dadurch morgen teuer kaufen müssen?

Ciao

Ralf

Hallo Ralf,

Und
auch nichts zu der Tatsache, dass schon heute Dumpingpreise
durch das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verboten sind. Es
geht ja nur um etwas, das schon heute verboten ist.

Jetzt sage ich etwas dazu: Schon die bestehenden Regelungen halte ich aus mehreren Gründen für überflüssig, u. a. deshalb, weil sie praktisch nicht durchsetzbar, weil nicht kontrollierbar sind. Außerdem bin ich ein Freund weitgehender Liberalisierung, u. a. für die Freiheit des Kaufmanns, seine Preise nach eigener Beurteilung nach Belieben festzusetzen.

Letztlich geht es mehr um Produkte wie PCs, die von
Discountern auf den Markt geschmissen werden. Wenn es dann
keinen Computerfachhandel mehr gibt, der es sich leisten kann,
„normale“, billige PCs anzubieten…

Ein PC-Händler, der auf den Verkauf von Billig-PCs angewiesen ist, ist inzwischen längst vom Markt verschwunden. Auch hier gilt, daß der kleine Fachhändler, der sich auf Preiskämpfe einläßt, Nachhilfe in Unternehmensstrategie und Marketing braucht. Diese kleinen Händler leben nicht von Sozialhilfeempfängern und PCs für Schüler, sondern von speziell nach Kundenwunsch konfigurierten Geräten. Sie bieten damit etwas, was Aldi oder Lidl mit ihren PC-Aktionen nicht können. Der Kundenkreis des Fachhändlers ist der Kunde, der weder Zeit noch Lust hat, sich stunden- oder tagelang mit der Inbetriebnahme des neuen PCs zu beschäftigen oder hinter Reklamationen her zu laufen. Einschalten und los gehts. Dafür muß der Kunde etwas tiefer in die Tasche greifen und macht das aber gerne, weil er solchen Dienst bei Aldi oder ich-bin-doch-nicht-blöd nicht bekommt.

Die Vorstellung vom Kampf der Großen gegen die Kleinen ist ideologischer Unfug. Man kommt sich überhaupt nicht ins Gehege, bedient vielmehr ganz unterschiedliche Kundenkreise. Es ist deshalb auch ideologischer Unfug, den KLeinen vor dem Großen schützen zu wollen. Die brauchen solchen Schutz nämlich nicht. Ich kenne etliche Beispiele Selbständiger, die im Konzert der Großen ihre eigene unangefochtene Rolle spielen. Wer überleben will, muß das so machen, statt zu versuchen, ein paar abfallende Krümel zu erhaschen. Die Großen können einfach das Spezialangebot nicht leisten und liefern, der kleine Anbieter wiederum kann mit der großen Stückzahl nichts anfangen. So ergänzt man sich, bekriegt sich aber nicht. Ganz im Gegenteil gehört es zum Tagesgeschäft, daß Kunden vom Verkäufer des Großanbieters zum Spezialisten geschickt werden. Das ist in allen Marktsegmenten das gleiche Spiel. Die Standardbohrmaschine gibts in der Baumarktkette für unschlagbare 49 Euro. Sobald das Anforderungsprofil höher und/oder spezieller wird, kann es der Handelsriese nicht mehr leisten. Das ist dann ein Fall für den Fachhändler, wo es bei den Maschinen aber erst beim 10-fachen Preis beginnt. Dafür in professioneller Qualität.

Ich beschäftige mich mit meiner Minibutze mit einem Produkt, dessen größter Wettbewerber über 100.000 Mitarbeiter auf dem ganzen Globus hat. Das stört mich nicht im Geringsten und noch niemand ist auf die Idee gekommen, mich schützen zu wollen. Ich habe auch noch nie danach geschrien. Was der Wettbewerber macht, interessiert mich nicht und ich könnte dessen Stückzahlen für solche Sch***preise auch nicht liefern. Was ich wiederum mache, kann der Große nicht, selbst wenn er wollte. Er will aber nicht. Im Gegenteil, ich bekomme hin und wieder Kunden aus seiner Ecke. Umgekehrt empfehle ich einem Kunden, den ich mit meinem Produkt nicht bedienen kann, den Wettbewerber. Warum auch nicht?

Ideologen fern jeder Kenntnis des Marktgeschehens sehen Probleme, wo keine sind und erzählen etwas vom Schutzbedürfnis, um ihrer Regulierungswut freien Lauf zu lassen.

Gruß
Wolfgang

Moin Wolfgang,

viel Text ohne eine Antwort auf meine Frage. Das Problem ist, ich wiederhole es noch einmal, dass du nur auf Kunden eingehst, die sich hochpreisige Spezialprodukte leisten können und wollen.

Was ist aber mit den Leuten, die auf Niedrigstpreise angewiesen sind? Die jetzt die Discounter so überlaufen, dass in diesem Marktsegment bald ein Oligopol herrscht und die dann für einfache Produkte viel höhere Preise zahlen müssen, da die Oligopolisten sich den Markt aufteilen?

Es geht nicht, wie du immer schreibst, um den Schutz der kleinen Einzelhändler an sich. Sondern diese sollen geschützt werden, damit es nicht zu einem Oligopol auf dem Niedrigstpreissektor kommt.

Sag es doch einfach, dass es dir wurscht, weil so ist die Marktwirtschaft, wenn mittelfristig die unteren Schichten für heute überbillig angebotene Produkte sehr viel mehr bezahlen müssen, weil die kleinen Konkurrenten vom Markt verschwunden sind.

Hallo Wolfgang,

Ich kann nicht in Bausch und Bogen jede Art der Regulierung
verdammen. Eingriffe in die freie Preisgestaltung des
Kaufmanns halte ich allemal für inakzeptabel.

Ich habe absolut keine Probleme damit, im fairen Wettbewerb zu stehen, was meine Dienstleistung angeht.

Jeder kann, wenn er niedrigere Kosten hat, gerne preiswerter anbieten (mein Satz ist schließlich auch nicht fix), das ist normal, das ist gut und das schafft Effizienz auf dem Markt. Staatlich fixierte Preise sind lächerlich…

Wo ich Probleme bekomme, ist die Konkurrenz, die meine Preise massiv unterbietet, weil sie z.B.

  • Software nutzt, die für den Anwendungsfall nicht lizenziert ist (z.B. Ausbildungslizenzen, die deutlich billiger sind, wird gerne von Instituten gemacht)
  • sich über die öffentliche Hand oder andere Geschäftsbereiche absichert, um dann in meinem Sektor nicht kostendeckende Kampfpreise anzubieten.

Ich mache dagegen nichts, da ich, wie Du schon sagtest, üblicherweise mit meinem knowhow dagegenhalten kann, bzw in meinem Sektor weniger über den Preis als über Vertrauen agiert wird. Ärgerlich ist es aber trotzdem, da es durchaus auch meine Preise versaut bzw. eine preisliche Erwartungshaltung beim Kunden erzeugt wird, die einfach nicht gerechtfertigt ist.

Wettbewerb ja, aber bitte fair! Und alleine dafür hat der Staat zu sorgen…

Grüße
Jürgen