Kleinkind findet keinen Schlaf

Kind eingesperrt?
Hallo

Wer unbedingt darauf besteht, dass ein Kind Abends allein in ein Zimmer gesperrt wird,

Wer spricht hier von einsperren?

Aber irgendeinen Grund muss es doch haben, dass das Kind nicht einfach aufsteht und zur Mama hingeht, anstatt sich die Seele aus dem Leib zu schreien?

Ich hab mich auch schon gefragt, wieso das Kind das nicht gemacht hat. Aber die Fragestellerin hat sich vermutlich ja schon lange hier verabschiedet, so dass wir es nie erfahren werden.

Viele Grüße

Moin,

Die „Gegenseite“ tut das durchaus auch, wie schon viele
Diskussionen über das Thema gezeigt haben. Das ist doch das
Gleiche wie über Homöopathie, Stoff- oder Wegwerfwindeln und
ähnliches zu diskutieren.

Nur dass ich noch keine Fachleute gehört habe, die meinen, Soff- oder Wegwerfwindeln würden Kinder langfristig traumatisieren, daher ist das auch wohl kaum vergleichbar.

Ich bin mir durchaus der Tatsache
bewusst, dass meine Erziehung nicht fehlerfrei abgelaufen ist
und das auch in Zukunft realistisch gesehen auch nicht sein
kann.

Da frag ich mich dann aber, wie du dich hier trotzdem hinstellen kannst und so tun kannst, als wäre bei deinem Kind alles super, trotz dieser drastischen Maßnahmen, obwohl dies doch offensichtlich nicht der Fall ist. Was soll das? Sei doch wenigstens so ehrlich, und mach für diese umstrittene Methode nicht auch noch positive Werbung.

Aber ich traue mir (und
anderen Müttern durchaus auch) schon zu, beim eigenen Kind zu
unterscheiden zwischen panischem und trotzigem Schreien, um
den Kopf durchzusetzen

Auch wenn ein Kind aus Trotz schreit, gibt es andere Methoden als psychische Gewalt solche Situationen zu lösen oder gar nicht erst entstehen zu lassen, und zwar Methoden, die auch dann nicht schaden, wenn Mutti sich mal irrt.

Ich habe schon oft erlebt, wie unterschiedlich
das Temperament von Kindern sein kann und auch die
Missverständnisse, die daraus entstehen, weil man das jeweils
andere Kind und die Familie aufgrund der eigenen Erfahrung
völlig falsch einschätzt.).

Ganz recht. Jedes Kind ist anders. Und daher muss auch was anderes her als „eigene Erfahrungen“ die Leute vielleicht mit ihren eigenen Kindern gemacht haben (und die hier ja von einigen als Kompetenz schlechthin angepriesen werden). Schön, dass wir uns wenigstens in diesem Punkt einig sind.

Gruß
Marion

Daneben liegen reicht nicht - die hat Kondition. Die 1 1/2 Stunden sind mit Mama daneben. Wenn ich raus gehe, kommt sie hinterher oder weint (je nach Muedigkeit).

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Du schreibst, sie schläft seit einem halben Jahr schlecht ein,
war das der Zeitpunkt als du es mit „Jedes Kind kann schlafen
lernen“ probiert hast oder kam das erst später?

Bis etwa zu Pfingsten konnte ich sie ins Bett in ihrem Zimmer bringen (mit dem gleichen Ritual), einen kurzen Augenblick bei Ihr bleiben, kuscheln, etwas erzaehlen und dann sagte sie selbst „Mama raus“ oder „Traeum schoen“. Dann lehnte ich die Tuer an und ging ins Wohnzimmer. Wenn sie dann ab und zu mal aufwachte, war ich schnell bei Ihr und sie schlief schnell wieder ein. Von einen Tag auf den anderen hat sie das Verhalten „abgeschaltet“- ohne Krank geworden zu sein, ueber Nacht woanders gewesen zu sein oder das einer von uns ueberraschend weg war.

Und wo schläft sie, im eigenen Zimmer oder bei euch im
Schlafzimmer?

In ihrem eigenem. Sie strampelt nachts so doll, das mein Mann nicht mehr schlafen kann, wenn sie zu uns kommt.

Bei uns funktioniert es ziemlich gut, wenn ich mit meinem
Kleinen (1 Jahr) ins Bett gehe und erst weggehe, wenn er
eingeschlafen ist.

Bis Pfingsten bei uns auch. Bis zum einschlafen oder halt bis zum „rausschmiss“.

Hi,

Das ist ne coole Idee. Bloed. Das haette ich auch mal drauf kommen koennen. Ich probier das mal ganz vorsichtig in den naechsten Tagen mal aus, ob es bei leise laufender Musik besser klappt.
Wenn das klappt habt Ihr bei mir was gut. Es ist ganz schoen belastend, wenn einem als Paar nur noch eine halbe Stunde vorm eigenen Schlafen gehen ueber bleibt.

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Hallo

Das ist ne coole Idee. Bloed. Das haette ich auch mal drauf kommen koennen. Ich probier das mal ganz vorsichtig in den naechsten Tagen mal aus, ob es bei leise laufender Musik besser klappt.

Ich glaub, da hast du was missverstanden. Es geht nicht darum, dass das Kind die Geräusche irgendeines Apparates hört, sondern eure Geräusche. Als Vergewisserung, dass ihr da seid.

VG

Hey Halloooo,

Ich will doch nur, das meine Kleine ganz beruhigt einschlaeft, mit dem Wissen „Mama ist da“, „Wenn ich rufe, kommt jemand“. Nicht um ein abschieben nach Stechuhr unter Bedingungen der Stoppuhr.
Das ist auch kein „Isolierzimmer“: kalt und weiss und leer, sondern ein kindgerecht eingerichtetes Zimmer, in dem wir tagsueber auch spielen.
Es geht auch nicht darum, das kommende Baby auch gleich in Iso-Haft zu schieben, damit ich mich vor den Fernseher legen kann, Party machen kann oder mir eine Wellnesspackung zu goennen. Nur mein Mann kann nicht stillen :wink:
Kann sich irgendjemand von diesen „Supersozialies“ vorstellen, wie Kraft zehrend es ist, jeden (!!!) Abend 1 1/2 Stunden im leichten Daemmerlicht (weniger als ein Teelicht) einer Steckdosenlampe hochschwanger knieend neben diesem flachen Bett zu sitzen / zu hocken und die ganze Zeit eine Hand zu streicheln, immer wieder die Schlafsocken an- oder auszuziehen („mir ist warm“ , „will Socken gegen kalte Fuesse“), immer wieder zu zu decken (wie bei den Socken), das x-te Buch auf dem Weg ins Bett abzufangen (weil man schon vorgelsen hat) oder zum 1000.ten Mal „La-le-Lu“ zu summen, weil das so schoen beruhigt? Es ist schwer, dann noch Ruhe auszustrahlen.
Wenn man dann gegen 21.30 / 22 Uhr es endlich geschafft hat, das die Maus schlaeft, moechte man als Paar auch noch das eine oder andere miteinander besprechen. Gegen 23 Uhr ist endlich Ende, um 5.30 klingelt der Wecker und gegen 6 Uhr ist die Maus wieder voll da. Da sie Nachts auch einmal antestet, ob Mama da ist, habe ich seit einem halben Jahr selten mehr als 5 Stunden Schlaf in der Nacht.
Ganz ehrlich- ich kenne es ja, wenn man mal nicht einschlafen kann. Aber das sind einmalige oder voruebergehende Erscheinungen. Das hier ist aber von Dauer. Von daher finde ich den einen oder anderen Post vonwegen „Isolation“ oder „Abschieben“ ziemlich ungerecht.

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Da ist nichts „potenziell“. Hier wurde ein Kind tatsächlich
über mehr als eine Woche täglich so weit gequält, bis es sich
vor Schreien erbrechen musste.

Erstens- fast bis zum erbrechen. Ich habe vorher abgebrochen und bevor die Woche um war.

Kinder zu haben ist mit jedem Tag eine Herausforderung

Das ist mir schon klar.

Und wenn man dieser Herausforderung nicht gewachsen ist, dann
sollte man das vielleicht auch einsehen.

Eben. Deshalb habe ich ja auch diesen Ratgeber gelesen - Du anscheinend nicht. Und diese sogenannte Expertin, die diesen Ratgeber verfasst hat, hatte diverse gute Erfahrungsberichte als Posts bekommen und wirkte kompetent. Das das Buch bei uns bekloppt war seh ich auch. Das weiss man aber erst hinterher!!!

Viele Eltern sicher nicht. Aber meinst du, ein entsprechend
über Tage gequältes Kind 2 Jähriges Kind kann wirklich
unterscheiden, ob Mutti nun aus Absicht oder Hilflosigkeit
quält?

Sag mal bist Du so kurz um das zu verstehen? Kuerz mal ein halbes Jahr Deinen Schlaf auf 5 Stunden taeglich. Dann greifst Du nach Strohhalmen. Ich habe mein Kind doch nicht geschlagen oder eingesperrt und danach die Tuer nicht mehr geoeffnet. Bevor Du dazu Deinen Senf abgibst und andere als Kinderquaeler beschimpfst, solltest Du wirklich mal lesen, wie es da drin empfohlen wird.

Ich hatte nie ein Kind, dessen Vertrauen schon so weit gestört
war, dass es „Abendrituale“ bis in die Unendlichkeit in die
Länge zu ziehen versucht, weil es Angst hatte vor dem
Alleinsein oder dass die Panik und das Schreien wiederkommen.

Dieser Verhaltenswechsel Abendrituale zu dehnen bis zum es geht nicht mehr war schon vor „Jedes Kind kann schlafen lernen“ vorhanden. Ohne „Psychofolter“!!! Sie ist ganz normal ins Bett, hat gekuschelt und dann selbst gesagt, das sie schlafen will. Das Buch habe ich nach den ersten Drei Monaten endlos Ritual gelesen und vorsichtig probiert.
Ausserdem: Sie erbricht schnell- beim weinen, wie beim lachen oder beim Schluckauf.

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Kinder und ihre Phasen…
Hallo Sonja,

also ich hab die unterschiedlichen Einschlafriten meiner Tochter damals nicht mehr gezählt. Aber ich erinnere mich gut, dass ich oftmals selbst mit eingeschlafen bin.

Solche Situation, dass es Dir zu unbequem wird, zu hocken (!) neben dem Bett, kann man doch ganz einfach abschaffen… Meine Tochter hat damals lange in einem größeren "Gitter"bett gechlafen (bestimmt bis 3/3,5 Jahre) - da war gar nix mit auf die Kante hocken oder so.

In der Zeit, in der sie nicht schnell einschlief, hatte ich halt einen bequemen Sessel nebem dem Bett. Habe vorgelesen oder gesungen und zum Schluss, wenn’s Licht aus war, konnte ich bequem darin sitzen und ihr den Kopf kraulen.

Auch für andere Situationen gab es eine Lösung…

Alles nicht sooo problematisch, man muss sich halt organisieren.

Und es sind meist Phasen, die irgendwann vorbeigehen. Das solltest Du Dir vor Augen halten. Sicherlich wird das nicht unbedingt besser, wenn das Baby da ist…

Vor allem hilft es nix, die ganze Zeit im Kopf zu haben, dass es schneller gehen soll, damit Du noch Zeit für was Anderes hast. Dadurch dauert es höchstens viel länger (die Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht).

Die Phase ein Kind zu haben, dauert ohnehin etwas länger, also gewöhn Dich dran :wink:

Gruß
demenzia

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Hallo Sonja
Hallo Sonja,

laß dich nicht von „pendragon“ ärgern.
Die schwingt sich hier zum Rächer aller Kleinkinder auf, stellt Thesen auf, beschuldigt pauschal jeden der es nicht so macht wie sie es gut findet und schreibt unsinniges Zeugs ohne Erfahrungen zu haben, bis einem die Augen schmerzen. Und der Kopf.
Ich kann wenig sinnvolles aus diesen Posts rauslesen, deswegen habe ich sie bei mir nun auf „Ignore“. :wink:

Du machst das schon richtig. Ich weiß wie stressig es sein kann wenn ein Kind monatelang jedes bißchen Freizeit das man als Mama haben möchte für sich beansprucht. Und man ist da keine schlechte Mutter oder ein Monster, wenn man nicht jeden Abend, Monat für Monat, stundenlang am Kinderbett sitzen möchte, sondern man achtet auf sich. Das ist sehr wichtig um Kraft zu haben für das Kinder bzw. die Kinder.

Ich kann dir leider keinen Rat geben, ich habe damals alles durchprobiert und war ziemlich verzweifelt, ich war alleinerziehend und da ist es dann schwierig bis unmöglich 1 - 2 Stunden bei einem Kind am Bett zu sitzen.
Irgendwann hat es bei jedem meiner Kids dann geklappt. Also gib die Hoffnung nicht auf! :wink:

Alles Gute für dich!
LG C.

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Hi,

Kann sich irgendjemand von diesen „Supersozialies“ vorstellen,
wie Kraft zehrend es ist, jeden (!!!) Abend 1 1/2 Stunden
im leichten Daemmerlicht (weniger als ein Teelicht) einer
Steckdosenlampe hochschwanger knieend neben diesem flachen
Bett zu sitzen / zu hocken und die ganze Zeit eine Hand zu
streicheln, immer wieder die Schlafsocken an- oder auszuziehen
(„mir ist warm“ , „will Socken gegen kalte Fuesse“), immer
wieder zu zu decken (wie bei den Socken), das x-te Buch auf
dem Weg ins Bett abzufangen (weil man schon vorgelsen hat)
oder zum 1000.ten Mal „La-le-Lu“ zu summen, weil das so schoen
beruhigt?

einiges davon kannst du dir aber einfacher machen.
Probier doch mal aus, dich mit deiner Tochter in euer Ehebett zu legen. Da habt ihr engen Körperkontakt, du musst nicht hocken und sie schläft vielleicht in deinem Arm ein. Später kann man sie dann in ihr Bett tragen.
Wenn das nicht funktioniert: Ich kenne Kinder, die fanden es toll, anstatt im eigenen Bett auf einem improvisierten Bett einzuschlafen. Da kann man im Kinderzimmer eine Matratze aus Kissen bauen oder so eine Gästematratze auf den Boden legen oder oder oder - alles Möglichkeiten, die es auch dir bequemer machen würden.

Daneben gibts diverse Varianten - warum kann sie zum Beispiel nicht bei euch im Bett schlafen (also nicht nur einschlafen). Möglicherweise merkt sie einfach, dass da ein Konkurrent unterwegs ist und das macht ihr Probleme.

Außerdem würde ich, soweit möglich, deinen Mann mehr machen lassen. Immerhin bist du hochschwanger und brauchst deine Auszeiten. Wenn sie generell auch bei ihm einschläft, könnte er es ja mit den verschiedensten Ritualen versuchen.

Und nochmal mein Hinweis: Vielleicht schläft sie am Tag zu viel und/oder am Abend zu früh. Beides könnte man ja mal austesten. Weniger Schlaf am Tag und/oder abends später hinlegen.

Gruß
Cess

Moin,

Ich will doch nur, das meine Kleine ganz beruhigt einschlaeft,
mit dem Wissen „Mama ist da“, „Wenn ich rufe, kommt jemand“.
Nicht um ein abschieben nach Stechuhr unter Bedingungen der
Stoppuhr.

Na dann sei eben da, bis die Kleine ganuz beruhigt einschläft. Dazu später mehr.

Das ist auch kein „Isolierzimmer“: kalt und weiss und leer,
sondern ein kindgerecht eingerichtetes Zimmer, in dem wir
tagsueber auch spielen.

Was sich aber Nachts im Dunkeln (oder mit Schatten einer spärlichen Beleuchtung) in der Phantasie eines Kindes ganz anders darstellen kann, wenn es dort alleine ist.

Es geht auch nicht darum, das kommende Baby auch gleich in
Iso-Haft zu schieben, damit ich mich vor den Fernseher legen
kann, Party machen kann oder mir eine Wellnesspackung zu
goennen. Nur mein Mann kann nicht stillen :wink:

Das versteh ich jetzt nicht. Du kannst doch auch stillen, wenn du glechzeitig bei deinem älteren Kind bist.

Kann sich irgendjemand von diesen „Supersozialies“ vorstellen,
wie Kraft zehrend es ist, jeden (!!!) Abend 1 1/2 Stunden
im leichten Daemmerlicht
habe ich seit einem halben Jahr selten mehr als 5 Stunden
Schlaf in der Nacht.

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen, aber, ich finde auch, du machst es dir unnötig schwer. Dein Kind möchte vermutlich nur, dass du da bist, die braucht keine 1,5 Stunden Programm im Dämmerlicht. Mach es kurz, Küsschen, Geschichte oder Lied, zudecken, und dann setzt dich gemütlich in einen Sessel im Kinderzimmer, leg die Beine hoch, setz dich unter eine Stehlampe oder ähnliches und lies ein schönes Buch, strick ein paar Babysöckchen oder mach, was du sonst so machst abends. Wenn das Kind dann immer noch nicht eingeschlafen ist, wenn du ins Bett willst, dann nimm sie einfach mit.

Wenn dann wiederum dein Mann anfängt zu scheien, weil er sich im Wohnzimmer einsam fühlt, soll er sich ruhig dazu setzen. Ruhige Unterhaltung in nicht ganz so lautem Ton wird deine Tochter nicht stören sonder im Gegenteil sie wissen lassen, dass du noch da bist.

Wenn du mal raus gehst, weil du kurz aufs Klo muss, was zu trinken holen oder ähnliches, sag deiner Tochter bescheid, sofern sie noch nicht schläft, damit sie weiß, dass du gleich wiederkommst.

Hast du von deinem Mann hier eigentlich Unterstützung oder verkompliziert er die Sache eher noch?

Erscheinungen. Das hier ist aber von Dauer. Von daher finde
ich den einen oder anderen Post vonwegen „Isolation“ oder
„Abschieben“ ziemlich ungerecht.

Das mag dir so vorkommen, aber vielleicht empfindet deine Tochter es als genau so (auch wenn es natürlichh von dir nicht so gemeint ist).

Gruß
Marion