nachdem gerade jemandem geschrieben hat, Knoblauch (meine Leib- und Magenspeise) pressen zu wollen, möchte ich gerne wissen wie Ihr Knoblauch kleinkriegt: schneiden oder pressen.
Mir wurde mal - ´s ist schon sehr lange her - erzählt, daß beim Pressen irgendwelche Fasern zerfetzt werden würden, was sich dann beim Geschmack negativ auswirken würde. Den Belehrungen von damals zufolge sei das Schneiden das einzig Wahre. Naja - so halte ich es nun seit Jahren.
Bisher konnte ich leider keinen Beleg finden, daß das Pressen dem Schneiden gegenüber irgendwelche „Nachteile“ hat.
Wer kann hier Aufklärungsarbeit leisten?
das einzige, was man bei Knoblauch beachten sollte, ist den „Stamm“ aus der Mitte rauszunehmen und zu entsorgen. Darin sind die Stoffe enthalten, die Knoblauch so bitter machen und bei manchen für Verdauungsprobleme sorgen.
Ob du ihn schneidest oder presst, ist eigentlich egal.
Bisher konnte ich leider keinen Beleg finden, daß das Pressen
dem Schneiden gegenüber irgendwelche „Nachteile“ hat.
Wer kann hier Aufklärungsarbeit leisten?
Knoblauch: gerührt oder geschüttelt?
hallo Sticky,
danke für den „Stamm“ (davon wußte ich noch gar nix - aber Probleme mit Knoblauch hatte ich noch nie (nur die Nachbarn, aber das ist eine andere Geschichte …)
den „Stamm“ aus der Mitte rauszunehmen und zu entsorgen.
nicht zu vergessen, dass gepresster Knoblauch Magenprobleme verursachen kann. Ich hab einen Knofi-Würfler von Genius. Tolles Gerät, hab ich irgendwann mal für 10 EUR bei Karstadt gekauft und so klein bekomme ich ihn nicht per Hand gewürfelt.
Gruß
Tina
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erzählt wird da immer viel, und es gibt viel Dichtung und wenig Wahrheit. Der ein oder andere Koch behauptet, Knoblauch würde so bitter, ich habe dies ehrlich gesagt noch nie erlebt. Was allerdings tatsächlich zu beachten ist, ist dass Knoblauch je nach Verarbeitung unterschiedlich intensiv ist. D.h. der gepresste Knoblauch gibt ein sehr intensives Aroma und sollte daher nur sparsam verwendet werden. Die gleiche Menge in dünnen Scheiben oder gehackt ist längst nicht so intensiv. Auch bietet sich der gepresste Knoblauch nicht unbedingt bei Zubereitungen an, wo der Knobi in Gefahr ist zu verbrennen. Da hält eine ganze Zehe deutlich mehr aus, ist aber vom Aroma eben auch nicht so intensiv.
Gruß vom Wiz
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ich schneide, bzw. hacke. Schon alleine, weil ich es hasse, die Knoblauchreste aus den Löchern der Presse zu polken.
Bitter ist Knoblauch bei mir noch nie geworden - völlig egal, ob ich den Keim entfernt habe oder nicht, oder ob ich gepresst oder gehackt habe.
Nur verbrannt ist er mir schon…
Darum hab ich inzwischen eine merkwürdig aufrissige Methode entwickelt, Knofl-Hühnerbeine zu machen: ich löse die Haut von den Beinen und schiebe dünne Knofl-Scheiben drunter. Mach ich die Beine dann im Bratschlauch, kommen noch dünne Butterscheiben mit rein, sonst reicht das Bestreichen während des Bratens - voll lecker.
der gepresste Knoblauch gibt ein sehr intensives Aroma und sollte
daher nur sparsam verwendet werden.
das hatte luckytina auch gerade geschrieben; aber da ich bisher den K. immer mit dem Messer kleingeschnitten hatte, ist mir das mit dem noch intensiveren Aroma neu
ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren - vermutlich werde ich von meinen Mitmenschen in den nächsten Tagen deswegen gelyncht …
schneiden oder pressen?
hallo Sübille, ähem, hallo S.
ich schneide, bzw. hacke. Schon alleine, weil ich es hasse,
die Knoblauchreste aus den Löchern der Presse zu polken.
die pure Faulheit war auch bei mir immer der Grund warum ich mit dem Messer schnitt
Darum hab ich eine merkwürdig aufrissige Methode
entwickelt, Knofl-Hühnerbeine zu machen: ich löse die Haut von
den Beinen und schiebe dünne Knofl-Scheiben drunter. Mach ich
die Beine dann im Bratschlauch, kommen noch dünne
Butterscheiben mit rein, sonst reicht das Bestreichen während
des Bratens
na, mit einem (nicht zu scharfen) Messer an der dicken Stelle des Beines (im Folgenden „der Obere“ genannt) zwischen Haut und Fleisch fahren und voneinander trennen bis hinunter zum Knöchel (im Folgenden „der Partner des Oberen der Untere“ genannt), dabei am Unteren nicht ganz ablösen. Bei manchen Beinen kann man die Haut jetzt umstülpen, bei manchen nicht. Das Fleisch wird jetzt gesalzen und mit halbmillimeterdünnen Knoflscheiben belegt (der chinesische macht sich da gut - gibt größere Scheiben) - bei den nicht-Umstülpbaren ist das Gefummel. Die Haut wird wieder zum Oberen gezogen und ein bischen angetatscht („leicht andrücken“).
Brät man die Teile im Bratschlauch, kann man sie ja nicht mit dem austretenden Fett bestreichen. Darum wird die Haut, statt knusprig, nur trocken und hart. In dem Fall kommt zwischen Haut und Knofl auf die Außenseite des Schenkels noch eine millimeterdünne Scheibe Butter.
Nun kann man das Ganze noch ein wenig durchziehen lassen und dann ab in den Ofen (bei meinem Ofen und durchschnittlicher Beinchenstärke ca. 45 Min. bei 200°c und Ober- und Unterhitze)…