Kölscher Klüngel

Hello folks,

das ist doch wohl ein Witz . Wacht doch mal auf !
Schaut mal im Duden nach was Klüngel heisst.

gruss

Steve

Hi,

ich bin belesen und gebildet (an dieser Stelle ist heiseres Gelächter nicht notwendig), aber ich weiß auch nicht, was im Duden über „Klüngel“ steht, in meinem jedenfalls nichts. Jedoch: „Halver Hahn“ ist in Köln kein halbes Hähnchen, sondern ein Käsebrötchen. Insofern: Es ist wurscht, was der Duden schreibt, entscheidend ist, was gemeint ist.

Mit „Kölschem Klüngel“ ist im Rheinland die Verquickung von Politik und Wirtschaft sowie Vetternwirtschaft gemeint. Und das scheint mir doch irgendwie im aktuellen Fall treffend zu sein.

Gruß
Christian

Das sagt Mr. Check:
Klün|gel, der; -s, - [spätmhd. klüngel, klungel = kleines Knäuel, mhd. klungeln, ahd. clungiln, Vkl. von: clunga = Knäuel]: a) (abwertend) Gruppe von Personen, die sich gegenseitig Vorteile verschaffen; Clique: einen K. bilden; b) (landsch.) traubiger Blütenstand, Rispe: ein K. Trauben, Johannisbeeren;
Quelle: DUDEN - Deutsches Universalwörterbuch

MFG

Bernd Winkelhaus

Klüngel hin oder her - ich geh nicht wählen !

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Friedrich,

warum willst Du kapitulieren vor der Kriminalität einzelner Politiker ?

Wäre es nicht sinnvoller, jene zu wählen, in die man noch Vertrauen haben kann, noch hat, statt das System den Rändern zu überlassen. Die Folge wird sein, dass die Ränder durch das Verhalten der Parteien gestärkt werden.

Ich meine, dass ein Denkzettel an die Parteien - also zur Wahl gehen - notfalls Parteien, die weniger oder nicht aufgefallen sind wählen - mehr Wirkung zeigen als Wahlverweigerung.

Gruss Günter

…denn hierzu fehlt Dir jegliches Recht.

Wahlpflicht? Pflichtwahl?
Hallo Ralf,

…denn hierzu fehlt Dir jegliches Recht.

diese Aussage überrascht mich jetzt doch. Dazu später noch mehr.

Zunächst: Wenn jemand zu der Ansicht gelangt, zwischen Pest, Cholera und Typhus wählen zu müssen, kann ich ihm nicht verdenken, dieses Recht zu verweigern. Zweites Beispiel: Warum wählen gehen, wenn das zu wählende Organ ohnehin keinen Einfluß auf die Politik hat? Drittes Beispiel: Warum wählen gehen, wenn man keine Ahnung hat, was man eigentlich wählt bzw. welche Funktion das Organ ausübt, dessen Zusammensetzung man „erwählen“ soll.

Zu 3.: Man könnte entgegnen, der Wähler habe sich zu informieren was er eigentlich gerade anrichtet, ah: wählt. Ich drehe das mal um: Ohne dieses Wissen sollte man nicht wählen dürfen. Ein kleiner Test vor Abgabe des Stimmzettels wäre nicht schlecht.

Zu 2.: Das ist der Grund, warum ich mich in der Vergangenheit geweigert habe, an den Wahlen zum Europaparlament teilzunehmen. Darf ich hier jetzt nicht mehr mitspielen?

Fragt sich
Christian

Zunächst: Wenn jemand zu der Ansicht gelangt, zwischen Pest,
Cholera und Typhus wählen zu müssen, kann ich ihm nicht
verdenken, dieses Recht zu verweigern.

Dann sollte sich die Person aber zumindest in der Bekämpfung von Pest, Cholera und Typhus engagieren. Sollte friedrich dies - übertragen - tun, nehme ich es zurück. Glaube aber nicht daran.

Zweites Beispiel: Warum
wählen gehen, wenn das zu wählende Organ ohnehin keinen
Einfluß auf die Politik hat?

Du kannst kein Organ wählen, das keinen Einfluß auf die Politik hat.

Drittes Beispiel: Warum wählen
gehen, wenn man keine Ahnung hat, was man eigentlich wählt
bzw. welche Funktion das Organ ausübt, dessen Zusammensetzung
man „erwählen“ soll.

Wie gesagt: dann soll man sich informieren oder darüber schweigen, weil man schlicht keine Ahnung hat.

Zu 3.: Man könnte entgegnen, der Wähler habe sich zu
informieren was er eigentlich gerade anrichtet, ah: wählt. Ich
drehe das mal um: Ohne dieses Wissen sollte man nicht wählen
dürfen. Ein kleiner Test vor Abgabe des Stimmzettels wäre
nicht schlecht.

Nein. Unwissenheit oder Dummheit kann kein Grundrecht aushebeln. Aber sollte man sich mit Kritik zurückhalten, wenn man keine Ahnung hat.

Zu 2.: Das ist der Grund, warum ich mich in der Vergangenheit
geweigert habe, an den Wahlen zum Europaparlament
teilzunehmen. Darf ich hier jetzt nicht mehr mitspielen?

Yepp! Im übrigen: Wahlpflicht - wie z.B. in Belgien - würde ich sehr begrüßen.

Dann sollte sich die Person aber zumindest in der Bekämpfung
von Pest, Cholera und Typhus engagieren.

Ich weiß nicht, das ist das Standardargument. Aber das erscheint mir kaum praktikabel, wenn derjenige z.B. auch einen Beruf oder sonst ein Leben hat. Die Einflußnahme nur über die Wahl erscheint mir im Umkehrschluß aber auch falsch. Dann müßte man letztlich von jedem verlangen, seine Kraft in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Das ist mir aber wieder ein bißchen zu sehr Kommune.

Zweites Beispiel: Warum
wählen gehen, wenn das zu wählende Organ ohnehin keinen
Einfluß auf die Politik hat?

Du kannst kein Organ wählen, das keinen Einfluß auf die
Politik hat.

Hm, das Europaparlament, wie es sich in den Jahren darstellte, in denen ich an dessen Wahlen teilnehmen durfte, war ein Farce. Ich habe mich daher geweigert, dieses Organ durch meine Wahlteilnahme aufzuweren. Inzwischen hat sich ja ein bißchen was geändert, obwohl ich mich da vor den nächsten Wahlen erstmal mit beschäftigen werde.

Nein. Unwissenheit oder Dummheit kann kein Grundrecht
aushebeln. Aber sollte man sich mit Kritik zurückhalten, wenn
man keine Ahnung hat.

Ja, da kann ich Dir zustimmen.

Zu 2.: Das ist der Grund, warum ich mich in der Vergangenheit
geweigert habe, an den Wahlen zum Europaparlament
teilzunehmen. Darf ich hier jetzt nicht mehr mitspielen?

Yepp! Im übrigen: Wahlpflicht - wie z.B. in Belgien - würde
ich sehr begrüßen.

Wie jetzt? Nur weil ich ein paarmal nicht bei der Europawahl teilgenommen habe, willst Du auf meine hochklassigen Beiträge hier verzichten? Das erscheint mir ein bißchen überzogen, zumal ich diese Entscheidung erst nach der Beschäftigung mit der Thematik getroffen habe, was heißt, daß ich im Zweifel mehr über dieses Organ wußte, als der Duchschnittswähler. Nur weil mein politisches Interesse in diesem Fall nicht in eine Stimmabgabe mündete, fühle ich mich nicht von politischen Diskussionen nicht ausgeschlossen.

Gruß
Christian

P.S.
Was für ein Wetter.

Dann sollte sich die Person aber zumindest in der Bekämpfung
von Pest, Cholera und Typhus engagieren.

Ich weiß nicht, das ist das Standardargument. Aber das
erscheint mir kaum praktikabel, wenn derjenige z.B. auch einen
Beruf oder sonst ein Leben hat.

Warum? Eine Stunde pro Woche kann man auch einsetzen, wenn man Familie hat.

Die Einflußnahme nur über die
Wahl erscheint mir im Umkehrschluß aber auch falsch.

Warum? Um in politischen Diskussionen ernst genommen zu werden, finde ich das ausreichend. Um es klar zu machen: ich verlange ja von keinem, dass er wählt. Kann jeder tun, wie er mag. Nur kann er dann nicht erwarten, wenn er es nicht tut und auch sonst nichts in dieser Richtung tut, von mir in politischen Debatten ernst genommen zu werden.

Zweites Beispiel: Warum
wählen gehen, wenn das zu wählende Organ ohnehin keinen
Einfluß auf die Politik hat?

Du kannst kein Organ wählen, das keinen Einfluß auf die
Politik hat.

Hm, das Europaparlament, wie es sich in den Jahren darstellte,
in denen ich an dessen Wahlen teilnehmen durfte, war ein
Farce.

Wie auch immer. Jedenfalls war das Europaparlament nie ohne politischen Einfluß.

Wie jetzt? Nur weil ich ein paarmal nicht bei der Europawahl
teilgenommen habe, willst Du auf meine hochklassigen Beiträge
hier verzichten?

Doch, ist so. Jedenfalls bezüglich der Kritik am Europaparlament. Noch einmal: natürlich kann ich keinem die Äußerungen hier verbieten, will ich auch gar nicht. Es geht halt nur darum, wie ernst ich Beiträge nehmen kann. Und das gilt - wie gesagt - nur für Deine Äußerungen zum Europaparlament. Bei Bundestagswahlen hast Du ja - denke ich mal - gewählt.

Das erscheint mir ein bißchen überzogen,
zumal ich diese Entscheidung erst nach der Beschäftigung mit
der Thematik getroffen habe, was heißt, daß ich im Zweifel
mehr über dieses Organ wußte, als der Duchschnittswähler.

Möglich. Nur um das Wissen geht es mir nicht.

Hallihallo,

Warum? Eine Stunde pro Woche kann man auch einsetzen, wenn man
Familie hat.

naja, eine Stunde die Woche würde ich jetzt nicht unbedingt als ernsthafte poltische Betätigung ansehen, aber darüber kan man sicher geteilter Meinung sein. Allein schon für 1 Stunde Tennisspielen ist der gesamte Zeitaufwand mindestens doppelt so hoch.

Ansonsten sind wir wohl auch verschiedener Meinung, was ich nicht als Problem sehe. Mir ist jedenfalls lieber, wenn jemand aus Wissen und Überzeugung nicht wählt, als daß er dummes Wahlvieh ist und sein Kreuzchen bei dem macht, der die hübscheren Krawatten trägt, und der auch sonst keine Ahnung hat, was er wählt und was die gewählten eigentlich so für Aufgaben haben.

Die Einflußnahme nur über die
Wahl erscheint mir im Umkehrschluß aber auch falsch.

Warum? Um in politischen Diskussionen ernst genommen zu
werden, finde ich das ausreichend.

Also das kann ich gar nicht verstehen. Jemand, der keine Ahnung hat und (trotzdem) wählt, macht sich eigentlich in meinen Augen schon lächerlich.

Doch, ist so. Jedenfalls bezüglich der Kritik am
Europaparlament. Noch einmal: natürlich kann ich keinem die
Äußerungen hier verbieten, will ich auch gar nicht. Es geht
halt nur darum, wie ernst ich Beiträge nehmen kann.

Finde ich interessant. Nur weil ich mich geoutet habe, sind meine Beiträge zu diesem Organ (soviele gibt es davon eh nicht) für Dich nunmehr weniger wert (obwohl ich informiert bin), als Beiträge von jemandem, der wählt aber keine Ahnung hat, was vielleicht nicht offensichtlich ist? Und als Erweiterung: Eigentlich müßtest Du doch von jedem Deiner Diskussionspartner im Voraus eine Aussage zu seiner Wahlteilnahme verlangen. Bisher bist Du doch ohne dieses doch auch klar gekommen und hast für Dich entschieden, wessen Beiträge Du ernstnimmst.

Bei Bundestagswahlen hast Du ja - denke ich
mal - gewählt.

So siehts aus, was aber nicht heißen muß, daß ich immer wählen werde. Wenn ich irgendwann zu der Ansicht gelange, daß die Alternativen keine solchen sind, bleibe ich vielleicht auch dann zuhasue. Aber inzwischen habe ich wieder eine würdige Kreuzchenempfängerin gefunden :wink:

Das erscheint mir ein bißchen überzogen,
zumal ich diese Entscheidung erst nach der Beschäftigung mit
der Thematik getroffen habe, was heißt, daß ich im Zweifel
mehr über dieses Organ wußte, als der Duchschnittswähler.

Möglich. Nur um das Wissen geht es mir nicht.

Finde ich auch interessant. Auch wenn ich mich jetzt ein bißchen wiederholen mag: Das Auskotzen eines oder zweier Kreuzchen ist für mich kein Beweis politschen Interesses oder Diskussionfähigkeit.

Gruß
Christian

für dich zum besseren verständnis …
… auch wer nicht wählt gibt eine willensäußerung ab !
oder wie es mein großvater, irisher abstammung, zweitengrades, mütterlicherseits und rothaarig immer zusagen pflegt:"

"nur die dümmsten kälber wahlen ihre schlächter selber "

friedrich

Hallo Günter, darüber denk ich gerade nach, aber
… sagen wir mal, wenn die wahlbeteiligung zur farce wird, sagen wir mal unter 50%, da fehlt ja nicht mehr viel dran. würde sich dann eine neue situation ergeben und sich etwas ändern müssen ?

friedrich

Hallo Christian, den R.H. habe ich nach diesem…
… thread aus meiner korrespondenzliste gestrichen. das kann man sich nicht immer antun.
alles gute
friedrich

Warum? Eine Stunde pro Woche kann man auch einsetzen, wenn man
Familie hat.

naja, eine Stunde die Woche würde ich jetzt nicht unbedingt
als ernsthafte poltische Betätigung ansehen, aber darüber kan
man sicher geteilter Meinung sein. Allein schon für 1 Stunde
Tennisspielen ist der gesamte Zeitaufwand mindestens doppelt
so hoch.

Ansonsten sind wir wohl auch verschiedener Meinung, was ich
nicht als Problem sehe. Mir ist jedenfalls lieber, wenn jemand
aus Wissen und Überzeugung nicht wählt, als daß er dummes
Wahlvieh ist und sein Kreuzchen bei dem macht, der die
hübscheren Krawatten trägt, und der auch sonst keine Ahnung
hat, was er wählt und was die gewählten eigentlich so für
Aufgaben haben.

Die Einflußnahme nur über die
Wahl erscheint mir im Umkehrschluß aber auch falsch.

Warum? Um in politischen Diskussionen ernst genommen zu
werden, finde ich das ausreichend.

Also das kann ich gar nicht verstehen. Jemand, der keine
Ahnung hat und (trotzdem) wählt, macht sich eigentlich in
meinen Augen schon lächerlich.

Doch, ist so. Jedenfalls bezüglich der Kritik am
Europaparlament. Noch einmal: natürlich kann ich keinem die
Äußerungen hier verbieten, will ich auch gar nicht. Es geht
halt nur darum, wie ernst ich Beiträge nehmen kann.

Finde ich interessant. Nur weil ich mich geoutet habe, sind
meine Beiträge zu diesem Organ (soviele gibt es davon eh
nicht) für Dich nunmehr weniger wert (obwohl ich informiert
bin), als Beiträge von jemandem, der wählt aber keine Ahnung
hat, was vielleicht nicht offensichtlich ist? Und als
Erweiterung: Eigentlich müßtest Du doch von jedem Deiner
Diskussionspartner im Voraus eine Aussage zu seiner
Wahlteilnahme verlangen. Bisher bist Du doch ohne dieses doch
auch klar gekommen und hast für Dich entschieden, wessen
Beiträge Du ernstnimmst.

Bei Bundestagswahlen hast Du ja - denke ich
mal - gewählt.

So siehts aus, was aber nicht heißen muß, daß ich immer wählen
werde. Wenn ich irgendwann zu der Ansicht gelange, daß die
Alternativen keine solchen sind, bleibe ich vielleicht auch
dann zuhasue. Aber inzwischen habe ich wieder eine würdige
Kreuzchenempfängerin gefunden :wink:

Das erscheint mir ein bißchen überzogen,
zumal ich diese Entscheidung erst nach der Beschäftigung mit
der Thematik getroffen habe, was heißt, daß ich im Zweifel
mehr über dieses Organ wußte, als der Duchschnittswähler.

Möglich. Nur um das Wissen geht es mir nicht.

Finde ich auch interessant. Auch wenn ich mich jetzt ein
bißchen wiederholen mag: Das Auskotzen eines oder zweier
Kreuzchen ist für mich kein Beweis politschen Interesses oder
Diskussionfähigkeit.

Gruß
Christian

… auch wer nicht wählt gibt eine willensäußerung ab !

Falsch. Wer zur Wahl geht und den Wahlzettel durchstreicht, gibt eine Willenserklärung ab. Wer nicht zur Wahl geht, gibt keine Willensäußerung ab.

naja, eine Stunde die Woche würde ich jetzt nicht unbedingt
als ernsthafte poltische Betätigung ansehen,

Glaub mir. In einer Stunde kann man viel machen.

Ansonsten sind wir wohl auch verschiedener Meinung, was ich
nicht als Problem sehe. Mir ist jedenfalls lieber, wenn jemand
aus Wissen und Überzeugung nicht wählt,

wie oben von mir gesagt: wenn er seinen Wahlzettel durchstreicht, ist das in Ordnung. Wer nicht zur Wahl geht, soll sich politisch nicht äußern.

Also das kann ich gar nicht verstehen. Jemand, der keine
Ahnung hat und (trotzdem) wählt, macht sich eigentlich in
meinen Augen schon lächerlich.

Nein, macht er sich nicht. Ich bin politisch sehr interessiert und glaube einiges gut beurteilen zu können. Dennoch fehlt mir die Arroganz zu glauben, ich könnte tatsächlich die Politik besser beurteilen, als jemand, der sich nicht für Politik interessiert. Dazu weiß ich, dass zu viel wichtiges abläuft, was ich nicht erfahre und mein Urteil verfälscht.

Finde ich interessant. Nur weil ich mich geoutet habe, sind
meine Beiträge zu diesem Organ (soviele gibt es davon eh
nicht) für Dich nunmehr weniger wert (obwohl ich informiert
bin),

Nein, nicht weniger wert. Du kannst weiterhin recht haben oder nicht. Nur wenn Du Dich übers Europaparlament aufregst, würde ich es schlicht als lächerlich empfinden.

als Beiträge von jemandem, der wählt aber keine Ahnung

hat, was vielleicht nicht offensichtlich ist? Und als
Erweiterung: Eigentlich müßtest Du doch von jedem Deiner
Diskussionspartner im Voraus eine Aussage zu seiner
Wahlteilnahme verlangen. Bisher bist Du doch ohne dieses doch
auch klar gekommen und hast für Dich entschieden, wessen
Beiträge Du ernstnimmst.

Klar. Ich kann mein Gegenüber natürlich nur danach beurteilen, was ich von ihm weiß.

Finde ich auch interessant. Auch wenn ich mich jetzt ein
bißchen wiederholen mag: Das Auskotzen eines oder zweier
Kreuzchen ist für mich kein Beweis politschen Interesses oder
Diskussionfähigkeit.

Richtig. Aber darum ging es mir auch nicht. Sondern darum mit welchem Recht sich jemand über eine Institution aufregen darf.

Tja, manche müssen halt zu diesem Mittel greifen, wenn sie intellektuell nicht mehr in der Lage sind, eine Diskussion zu führen.

Ist aber nicht nur hier zu erkennen. Bislang konnte ich noch nie sehen, dass Du auch nur in einem einzigen Forum, das ich verfolge, eine Diskussion mit guten Argumenten bereichern konntest. Mehr als dumme Pöbeleien kommen von Dir sehr selten rüber.

Aber auch die Menschen muß es geben. Obwohl ich nicht weiß, warum.

du bist doch nur ein kleiner verbal eunuch…owT

… auch wer nicht wählt gibt eine willensäußerung ab !

Falsch. Wer zur Wahl geht und den Wahlzettel durchstreicht,
gibt eine Willenserklärung ab. Wer nicht zur Wahl geht, gibt
keine Willensäußerung ab.

… sagen wir mal, wenn die wahlbeteiligung zur farce wird,
sagen wir mal unter 50%, da fehlt ja nicht mehr viel dran.
würde sich dann eine neue situation ergeben und sich etwas
ändern müssen ?

Warum? Weißt Du z.B. wie hoch die Wahlbeteiligung in den USA ist? Und ändert sich da etwas?

wie oben von mir gesagt: wenn er seinen Wahlzettel
durchstreicht, ist das in Ordnung. Wer nicht zur Wahl geht,
soll sich politisch nicht äußern.

Was ich nicht verstehe, ist das Warum. Warum sollte sich Deiner Meinung nach niemand an einer politischen Diskussion beteiligen, (nur) weil er nicht wählt?

Zum Thema Willenserklärung: Ich kann mir vorstellen, daß Nichtwähler lieber in der Statistik unter „Nichtwähler“ als unter „ungültige Stimmen“ auftauchen. Wenn Du Dich mit Menschen, die nicht wählen, nicht auseinandersetzen willst, wirst Du es in Zukunft u.U. schwer haben, Diskussionpartner zu finden. Nicht umsonst ist inzwischen oft von der „Partei der Nichtwähler“ die Rede, die bei manchen Wahlen schon fast die absolute Mehrheit hätte.

Nein, macht er sich nicht. Ich bin politisch sehr interessiert
und glaube einiges gut beurteilen zu können. Dennoch fehlt mir
die Arroganz zu glauben, ich könnte tatsächlich die Politik
besser beurteilen, als jemand, der sich nicht für Politik
interessiert. Dazu weiß ich, dass zu viel wichtiges abläuft,
was ich nicht erfahre und mein Urteil verfälscht.

Ich kann es nur wiederholen: Dir ist also die Kritik eines Menschen an einer politischen Institution lieber/wichtiger/wasauchimmer, wenn er wählt aber keine Ahnung hat, als die Kritik jemanden, der Ahnung hat und (deshalb) nicht wählt? Das erscheint mir unlogisch.

Nein, nicht weniger wert. Du kannst weiterhin recht haben oder
nicht. Nur wenn Du Dich übers Europaparlament aufregst, würde
ich es schlicht als lächerlich empfinden.

Das verstehe ich gleich gar nicht. Ich störte mich an den Möglichkeiten des Europaparlaments, aufgrund dessen Möglichkeiten, und beteiligte mich aus diesem Grunde nicht an dessen Wahl. Das ist auch eine Art Kritik und die soll ich nicht äußern dürfen? Das wäre ja so, als ob jemand, der den ÖPNV nicht gut findet und ihn daher nicht mehr benutzt, seine Grundlagen für diese Entscheidung nicht mehr öffentlich äußern dürfte. Als ob jemand, der Kino nicht mag (und deswegen nicht hingeht), nicht sagen dürfte, warum. Auch dies erscheint mir unlogisch.

Und zuletzt: Du findest die Meinung eines Menschens interessant, aber sobald Du erfährst, daß er nicht wählt, nicht mehr? Hmmm… Das hört sich sehr willkürlich an und vor allem setzt Du Dir damit selbst willkürliche Grenzen.

Gruß
Christian