Hi ihr Lieben,
weiß jemand ob das stimmt, dass wenn sich jemand körperlich oft schlapp fühlt, - so als ob er einen Tag vorher schwerstens gearbeitet hat (obwohl das nicht der Fall war) – es Psychosomatisch ist. Untersuchungen auf Verdacht einer Muskel-/ Nervenerkrankungen wurden beim Neurologen und Hausarzt gemacht, Blutbilder wurden untersucht…
Ich habe aber eine Freundin, der ging es auch so, und man hat zu ihr gesagt, sie sei gesund, höchstens, dass es eine psychische Sache wäre. – Nun wurde der Krebs zu spät erkannt.
Es muss ja nicht gleich Krebs sein, aber kann es nicht auch an der Ernährung oder anderen Dingen liegen?
Kann jemand eine Tipp geben?
Liebe Grüße
Muhkuh
Hallo wenn schon nach Muskel- oder Nervenerkrankungen gesuncht wurde hat man eigentlich die üblichen Verdächtigen ausgeschlossen:
-Schilddrüse (Unterfunktion kann auch aussehen wie eine Depression und sogar echte Stimmungstiefs und -schwankungen mitliefern)
-Krebs (auch erst mal per Blutbild, dann per gezielter Suche, wenn es im Blut dafür Hinweise gibt, sogen Tumormarker)
-Nährstoffmangel (Eiweiß, Mineralstoffe lassen sich auch alle im Blutbild finden, ist ja wohl hoffentlich ein großes blutbild gemacht worden dazu dann noch ein paar Nachuntersuchungen zur nährstoffversorgung…)
Und wenn dann immer noch nichts zu finden ist, dann kann es eben auch eine echte Depression sein, darauf muss dann eben auch untersucht werden. Erst wenn die dann auch ausgeschlossen wurde, dann muss man wieder an körperliche Probleme denken…ja dann kann es auch mal ein Tumor sein, der die Frechheit hat, sich nicht an seinen „vorgeschriebene“ Tumormarkerausstoß zu halten oder irgendwas anderes was mal nicht Lehrbuchgemäß ist…
Aber dennoch sollte die Psychoschiene nicht als Abschiebung betrachtet werden, sondern als eine von vielen Möglichkeiten, auf die eben auch untersucht werden sollte, da eine echte Depression, nach Ausschluß der anderen üblichen verdächtigen körperlicherseits, eben wahrscheinlicher ist, als eine nicht Lehrbuchgemässe Sonderlichkeit oder extrem seltene und daher nicht gleich daran zu denkende körperliche Krankheit.
Eins nach dem anderen…
Gruß Susanne
Hallo,
danke, das war ganz lieb erklärt - du weißt offensichtlich sehr viel.
War wirklich ermunternd.
Jetzt ist bloß die Frage, wie findet man einen GUTEN Psychotherapeuten? Kann man da Vorgespräche führen? Respektiert er gewisse Dinge? Und, und, und… Ich denke, da gibt es auch gute und bessere Ärzte, oder!?
Liebe Grüße
Sven Muh
Hallo, diese Frage wird dir vermutlich im Psychobrett noch besser erklärt. Wenn di da nicht soggar eine Faq dazu haben zum Thema „Wie finde ich den passenden therapeuten“
Die Kasse zahl eine Handvoll Probesitzungen, wo man sich beschnuppern kann. Wenn er dir nicht sympathisch ist, dann suchst du dir einen anderen (ich glaub du hast 5 solcher Probesitzungen, wahlweise beim Selben oder bei wechselnden).
Ein guter Therapeut akzeptiert eine ganze Menge, der ist meist auch schlimmeres gewöhnt (zB. PAtienten die bei jedem zweiten Satz das Bedürfnis haben sich mit der Handkante an den Schädel zu hauen oder so)
Solltest du also auch irgendwelche Eigenarten (nicht die HAnd geben wollen oder so was) haben, dann mach dir da mal keinen Kopf.
Wenn du irgendwie kulturell was bestimmtes suchst (zB. weil du Moslem bist oder so und das dir wichtig ist, dass so gewisse Denkweisen oder Moralvorstellungne bekannt sind), dann gibt das inzwischen PT jeglicher Coleur (in Berlin sowieso), ob nun türkisch/iranisch-islamisch, Buddhistisch oder auch für Aussteiger aus irgendwelchen Sekten.
Schau dich ruhig ein bisschen um, was der MArkt so hergibt. Auch PT sind ein Kammerberuf, daher schau mal hier
http://psychotherapeutenkammer-berlin.de/
dort gibt es einen Bereich mit Patienteninfos (so ziemlich mit deinen derzeitigen Fragen); dort ist auch dies hier verlinkt, eine Therapeutensuchmaschine http://www.kvberlin.de/60arztsuche/schnellsuchep.html
Ich vermute mal dass für dich vor allem ein Psychotherapeutischer Arzt in Frage kommt, statt eines PSychologen. Oder ein Vertreter der PSychosomatischen/Psychotheapeutischen MEdizin (also im dropdownmenü die letzten beiden), aber das solltest du evtl vorher nochmal mit deinem Hausarzt besprechen.
Über die erweiterte Suche kannst du auch noch weiter eingrenzen, zB. Geschlecht oder bes. Sprachkenntnis (was dann auch Verständis für kulturelle Besonderheiten erwarten lässt), dazu kannst du noch bestimmte Verfahren eingeben oder nach besonderen Krankheitsbildern, damit du die damit besonders vertrauten Therapeuten findest. Die Stichworte kannst du dir auch vom Hausarzt geben lasen, wenn er irgendwas für besonders sinnvoll wichtig hält oder er dir einen FAchbegriff für deinen besonderen Bedarf gibt (also irgenwas scheinst du ja noch auf dem Herzen zu haben, irgendeine Marotte oder etwas was du nicht jedem auf die Nase bindest, aber dich doch belastet)
Ich denke dann wirst du schon den passenden finden, der dann hoffentlich noch Termine hat.
Gruß Susanne
Danke für deine Hilfe, Susanne
Liebe Grüße
Sven