eine Freundin von mir machte mich jetzt auf eine Gewohnheit
von mir aufmerksam, die mir bisher nie auffiel.
Ich halte meine Hände immer so, dass der Daumen in die geschlossene Hand gesteckt wird.
Vollkommen unbewusst signalisiere ich meiner Umwelt irgendetwas, bloss was ?
In entsprechender Literatur zur Körpersprache habe ich nichts gefunden.
Ich wäre dankbar für einen Rat !
ich kann dir da leider nicht direkt helfen, aber ich habe gerade eine e-mail an jemanden geschriebn, die Psychotherapie lernt. sobald ich von ihr eine antwort habe, die dir helfen könnte leite ich sie an dich weiter!
ich habe zwar gerade keines meiner schlauen Bücher zur Hand, meine mich aber dunkel an die Auslegung dieser Geste mit ‚unterdrückte bzw. latente Dominanz‘ erinnern zu können. Wenn ich meine eigene Körpersprache und meinen Hang zur Dominanz berücksichtige, kommt es jedenfalls hin.
soweit ich mich erinnere, hat es mit Angst zu tun. Früher wurde gern der Test gemacht und gesagt: Mach mal eine Faust. Wenn dabei der Daumen in die Faust gesteckt wurde, wurde der Betreffende als eher ängstlicher Mensch bezeichnet.
Aber mit der Körpersprache ist es ähnlich wie mit der Graphologie - beides spannend, aber etwas am Rande der Wissenschaftlichkeit.
Gruss von Branden
Körpersprache kann nicht ohne den situativen Kontext interpretiert werden. So kann z.B. die Beschreibung, dass jemand lacht - je nach Situation - sehr unterschiedliches bedeuten (z.B. lacht über witzige Begebenheit ; lacht aus Verlegenheit ; lacht aus Angst …).
Bestimmte, gewohnheitsmäßige, für einen bestimmten Menschen typische Körperhaltungen (z.B. Gesten, Mimik) können möglicherweise auf unbewußte (sich körpersprachlich ausdrückende)Gedanken/Motive schließen lassen. Jedwede Interpretation anhand von z.B. Bildmaterial dürfte häufig weit ab der Realität liegen. Gleichwohl wird auf Seminaren zur Körpersprache häufig so getan als könne man Körpersprache allein durch blosses Betrachten entschlüsseln (z.B. Verkaufsseminare). Erlaubt sind vorsichtige Interpretationen, die an der Realität zu prüfen wären (wenn der beobachtete das möchte).
Ich denke es schadet nicht wenn jemand den situativen Kontext unberücksichtigt läßt und einfach seine Interpretation mutmaßt. Dem Fragesteller wird ohnehin bewußt sein, daß er die möglichen Interpretationen selber gewichten muß.
Lieber AndyM,
ich hätte es nicht schöner ausdrücken können! Du sprichst mir sozusagen aus der Seele. Es gibt aber halt immer Zwangis, die alles wahnsinnig redundant und korrekt und langweilig herbeten müssen. Deswegen kann ich von den Philosophen auch nicht Kant lesen…
Es grüßt Dich Branden
Hallo,
ich (als kompletter Laie) würde das so deuten, daß Du irgendeine Form von Erregung (z.B. Verärgerung) damit kontrollierst. Der Rest der Interpretation scheint mir situationsabhängig.
Enno,sei gegrüsst,
ich bin eine durch und durch optimistische Frau, kann also Verärgerung
ausschliessen, zumal diese meine „verklemmte“ Geste leider ständig
unbewusst vollzogen wird und ich eher lustig bin!
Trotzdem Dank für Deine Mit-Gedanken— Angela.