Kol-Nidre

Hallo liebe Leute,

mir hat jemand etwas über das Kol-Nidre gesagt, was mir ziemlich unangenehm erscheint. Es soll ein Gebet sein mit niederträchtigem Text. Ich bitte um eine wörtliche und eine sinngemäße Übersetzung der wenigen (Gebets-)Zeilen dieses Kol-Nidre, weil ich selber nicht hebräisch kann.
Für Eure konstruktiven Bemühungen dazu im voraus bereits herzlich dankend, verbleibe ich

Euer Wolfgang.

Hallo Wolfgang,

mir hat jemand etwas über das Kol-Nidre gesagt, was mir
ziemlich unangenehm erscheint.
Es soll ein Gebet sein mit
niederträchtigem Text.

In welchem Zusammenhang wurde es von wem gesagt und welche Aussagen genau wurden getroffen?

Ich bitte um eine wörtliche und eine
sinngemäße Übersetzung der wenigen (Gebets-)Zeilen dieses
Kol-Nidre, weil ich selber nicht hebräisch kann.

Das Kol Nidre sprechen Juden am Jom Kippur, am Versoehnungstag, und es ist nichts anruechiges daran. Es spricht einen von keinerlei Vertrag und von keinerlei Schuld frei und dies sagte mir ein Rabbiner. Letztendlich wurde das Kol Nidre wohl eingefuehrt, als Juden durch Zwang getauft wurden und ihre Identitaet verleugnen mussten in der Oeffentlichkeit, um ihr Leben zu behalten schlichtweg. Das Kol Nidre hebt diese oeffentliche Verleugnung des eigenen Glaubens quasi vor Gott auf.

Lese Dir doch einmal folgende Seiten dazu durch:

http://www.talmud.de/Koln.htm
http://www.icz.org/wissenswertes/reden/jk_kolnidre_5…

Hier findest Du einen Audiotext des Kol Nidre (Link):
http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/kippur/nor…

Ich hoffe dass noch einige „Insider“ Dir erklaeren, wie sie das Kol Nidre verstehen, denn ich bin nicht juedisch.

Beantworte mir doch bitte unbefangen obige Frage von mir an Dich.

Mit besten Gruessen, Peter

Hallo Wolfgang,

hier bekommst Du eine wörtliche - nicht nur eine sinngemässe Übersetzung des Kol Nidre, das das Auftaktgebet von Jom Kippur (Versöhnungstag) ist:

Alle Gelübde, Verbote, Bannsprüche, Umschreibungen und alles was dem gleicht, Strafen und Schwüre, die wir geloben, schwören, als Bann auszusprechen, uns als Verbot auferlegen von diesem Jom Kippur an, bis zum erlösenden nächsten Jom Kippur. Alle bereue ich, alle sein ausgelöst, erlassen, aufgehoben, ungültig und vernichtet, ohne Rechtskraft und ohne Bestand. Unsere Gelübde seien keine Gelübde, unsere Schwüre keine Schwüre.

mir hat jemand etwas über das Kol-Nidre gesagt, was mir
ziemlich unangenehm erscheint. Es soll ein Gebet sein mit
niederträchtigem Text.

Ehrlich gesagt brauche ich noch nicht einmal raten, was Dir da „unangenehmes“ gesagt wurde - es wird ja mit schöner Regelmässigkeit auch auf rechten Internetseiten verbraten:

Das Kol-Nidre-Gebet würde beweisen, daß Juden sich nicht an Versprechen, Vereinbarungen und Verträge zu halten brauchen und deshalb könne man mit Juden keinen Handel treiben.

Dazu ist Folgendes zu sagen:
Das Kol-Nidre-Gebet bezieht sich ausschließlich auf die Beziehung zwischen G-tt und Mensch. Es ist in einer Verfolgungszeit entstanden, nämlich während der Inquisition.
Im Judentum ist der höchste Wert das Leben. Wenn also Juden unter einem solchen Druck konvertieren oder die Konversion versprechen oder vorgeben Christen zu sein, was eben mit Versprechungen, Eiden, Bannsprüchen etc., die man ihnen abverlangt, verbunden sein kann, so sind diese - und zwar ausschließlich diese - UNGÜLTIG.

An Jom-Kippur sind Juden, selbst solche die ansonsten relativ unfromm sind - den ganzen Tag in der Synagoge und beten und fasten.

In meinem Gebetbuch für die Hohen Feiertage gehen die Gebete für Jom Kippur von Seite 128 bis Seite 307. Enthalten sind Gebete, die zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten entstanden sind.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

Viele Grüsse

Iris

Hallo Peter,

danke für Deine ausführlichen Bemühungungen zu meiner allgemeinen Bitte hier an dieser Stelle. Habe sie mir durchgelesen und verstehe nun etwas besser, was die eine Seite dazu meint. Zu jeder Seite gibt es mindestens eine weitere, und ich verstehe somit, daß jeder sich aus dem allgemeinen Angebot an Möglichkeiten stets und immer genau das heraussucht und heraussuchen wird, was ihm jeweils passend gerade in den Kram passen wird. Auch Deine Begründung hat mir das, passend zu der bei mir bereits vorhandenen Deutungsoption, sogar leider bestätigt. Auf hochdeutsch: wer lange genug in dicken Wälzern sucht, egal jetzt welche für ihn ALLEINSELIGMACHEND sein mögen, wird irgendwann für seine innere Geistesverfassung auch fündig werden. Eine Frage des Fleißes also, das eigene Denken irgendwann, irgendwo auch scheinbar offiziell widerreflektierend zu finden. Wer dazu selber zu faul oder zu dumm ist, der hat dann seinen Schriftgele(e/h)rten dazu, den er sich hält, bzw. dem er sein Ohr nur allzugerne leihen wird, um sich selber bestätigt zu hören, bzw. zu finden.

Nur muß ich klar bekennen, daß ein solches Kol-Nidre-Denken meinem Geist von Grund auf widerspricht. Einen Gott, der solche Worte ständig vorgemurmelt bekommt, und derlei Worte vertragsgemäß für das Abnicken von eigenem Fehlverhalten vorgesetzt haben will, kann und will ich nicht als meinen Gottvater in Ewigkeit anerkennen oder ehren. Das ist und bleibt für mich ein von Menschenhand selbst geschnitzter Abgott, wie die alte Thora schon sagt: Götze; also ist das für mich alles Götzendienst. Ohne mich.

Mein Gott bleibt auch nach Deiner dankenswert offenen und deutlichen Erklärung nur der liebende, barmende und verzeihende Gott aller Menschen, die nach einem solchen Gott der Liebe dürsten. Der jüdischstämmige Jesus Christus hat Ihn mir bekanntgemacht; nur bei dem pocht mein Herze freudig JA.
Amen.

Dank Dir nochmals, Du hast meinen Glauben bestätigen können damit,

Dein Wolfgang.

Hallo Iris,

auch Dir danke ich für Deine sorgfältige und gehaltvolle Arbeit,
um mir ziemlich optimal antworten zu können. Wie ich in meiner
untenstehenden Antwort bereits ausführte, lies bitte gerne auch
den Text bei dem lego (Peter), kommt ein derartiger sich winden-
der Geist für mich aber aus charakterlichen Gründen keinesfalls
in Frage.

Auch teile ich die Freude der Juden gar nicht, daß der höchste
Wert das Leben sei, ich hoffe immerhin das menschliche Leben,
und zwar insbesondere auch das Leben des nichtjüdischen Menschen,
sofern mir moderne Rabbinen insoweit noch zustimmen sollten.

Nein, das Leben ist eben nicht wichtig oder allerwichtigst,
denn darum kümmert sich unser uns liebender Herrgott, der ein
Gott aller seiner Menschenkinder ist, auch der ihn nicht wollen-
den Menschen und auch der Heiden und der Muslime usw. usf.

Dieser Herrgott weiß genau, wann für jedes seiner Kinder die
Stunde schlägt, schlagen wird, wann es also hier von dieser
Erde abzutreten hat. Aus Liebe stellt er allein die Schlußweiche.
Auch wenn es noch so sehr nach Politik oder sonstwas, Zufall gar,
auszusehen scheint. Des bin ich gewiß.

Das Höchste ist also nicht das Leben, das möglichst lange dahin-
vegetieren womöglich, schlimmstenfalls unter Schmerzen und Pein!

Das Höchste ist für Gott und somit auch für mich inzwischen er-
kennen dürfend, die Freiheit! Die Freiheit Ja oder Nein zu Gott
zu sagen. Und Gott achtet diese Freiheit - und läßt die NEIN-
Sager durchaus auch so leben, wie sie wollen. Nicht wie ER will.

Das - das hat mich an unserem Herrgott am meisten beeindruckt.
Er bittet, er droht nicht, er bittet uns, seine Geschöpfe, darum,
Seinen Weg zu überdenken, vielleicht auch zu gehen, den er in
Jesus Christus vorgegangen ist, uns zur Vorgabe.

Natürlich nicht wörtlich,buchstäblich, sondern geistig-geistlich.

Gott will der jederzeit ansprechbare geistige Vater im Himmel für
uns alle Menschen sein. Und läßt sich jederzeit ansprechen und
antwortet auch - als lebendiger Gott. Auf Seine, auf Gottes Weise
zu dem, der Ihn, Gott, ehrlich und aufrichtig bittet.

Bittet, so wird Euch gegeben.
Klopfet an, so wird Euch aufgetan.

Diese Worte haben heute noch Funktion - und Erfüllung.

Was für ein anderer Gott ist dies, wie ich selber erleben durfte,
als ein schematisch-götzenhaft verehrtes Gottgebilde, das stets
vor Wut und Zorn zu schnauben scheint und mit Worten weichgeklopft bzw. besänftigt sein will mit irgendwelchen Dauergebeten, sei es welcher Religion auch immer. Ohne mich.

Mein Gott aller Menschen, egal welcher institutionalisierten
Gemeindevorstellung, lebt und - hat sicher nichts mit dem Kol-
Nidre zu tun.

Danke auch Dir, daß ich nunmehr das zum Teil schäbige Denken von
Menschen besser verstehe, die auch das Kol-Nidre zum Hintenrum-
Denken benutzt haben oder heute vielleicht noch mißbrauchen.

Iris, Du hast mir weiterhelfen können. Ich preise auch durch
Deine Hilfestellung meinen Herrgott, der mir das ins Herze legt,
wessen ich bedarf. Und werde weder dürsten noch hungern darob
ewiglich (Frei nach dem bekannten Psalm 23 ad hoc).

Dein Wolfgang.

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…

mfg peter

Hallo Wolfgang,

Habe sie mir
durchgelesen und verstehe nun etwas besser, was die eine Seite
dazu meint. Zu jeder Seite gibt es mindestens eine weitere,
und ich verstehe somit, daß jeder sich aus dem allgemeinen
Angebot an Möglichkeiten stets und immer genau das heraussucht
und heraussuchen wird, was ihm jeweils passend gerade in den

Moment Mal, entscheidend ist hier die Entstehung und Bedeutung dieses Gebetes im Judentum. Keine andere Seite! Juden mussten ihren Glauben per Gewalt oeffentlich abschwoeren und mit diesem Gebet haben sie einmal im Jahr erklaert dass sie nur deswegen oeffentlich ihrem Glauben abschworen um ihr Leben zu schuetzen.

Nur muß ich klar bekennen, daß ein solches Kol-Nidre-Denken
meinem Geist von Grund auf widerspricht. Einen Gott, der
solche Worte ständig vorgemurmelt bekommt, und derlei Worte
vertragsgemäß für das Abnicken von eigenem Fehlverhalten
vorgesetzt haben will, kann und will ich nicht als meinen
Gottvater in Ewigkeit anerkennen oder ehren.

Einmal im Jahr mein lieber, mich deucht Du hoerst gar nicht zu. Es geht auch nicht um ihr Fehlverhalten, sondern um aeusseren lebensbedrohenden Zwang. Was Du hier erzaehlst zeigt deutlich, dass Du weder mir noch meinen Links noch Iris ueberhaupt zugehoert hast.

Mein Gott bleibt auch nach Deiner dankenswert offenen und
deutlichen Erklärung nur der liebende, barmende und
verzeihende Gott aller Menschen, die nach einem solchen Gott
der Liebe dürsten. Der jüdischstämmige Jesus Christus hat Ihn
mir bekanntgemacht; nur bei dem pocht mein Herze freudig JA.
Amen.

Dank Dir nochmals, Du hast meinen Glauben bestätigen können
damit,

Oh, bitte,
alldieweil mir scheint, Du hast von Anfang an eher ein wenig herumtrollen wollen und von Anfang mehr gewusst als Du gefragt hast. Irgendwie kommt mir naemlich sogar Dein Stil bekannt vor.

viele Gruesse, Peter

Opfer-Denken aus längst toten Zeiten heute
Hallo, Wolfgang,
du hältst es also mit Schiller „Das Leben ist der Güter höchstes nicht“. Das mag eine Sicht der Dinge sein, jedoch meine ich, dass das Überleben schon recht wichtig ist.
Wenn jemand unter dem Druck der Ereignisse seinen Überzeugungen abschwört, tut er das um zu überleben. Wenn ihm dann sein Glauben die Möglichkeit bietet dennoch mit seinem Gott und letztlich mit sich selbst in Frieden zu leben - und nichts anderes bedeutet wohl dieses Gebet - dann ist das sicher nicht verwerflich.
Wieviele unserer christlichen Mitbürger verlassen hocherhobenen Hauptes nach der Beichte die Kirche um genau die gleichen Verstöße wieder zu begehen, deren sie sich eben erst entledigt haben?

Die Haltung, die sich in dem Schillerwort ausdrückt, diese leichtfertige Opferwilligkeit, die Geringschätzung des eigenen Lebens ist sicher eine zutiefst christliche. Das Leben hingeben für die Sache. Märtyrer sein. Auch der Islam scheint dazu zu neigen, das Leben der Überzeugung unterzuordnen. Mit all den schrecklichen Folgen, die sich daraus ergeben. Das überspitzt ist genau die Haltung „Das Volk ist alles, der Einzelne nichts“. Wohin das führt …

Da erscheint es mir doch, wenn schon nicht christlich, so doch humaner, am Leben festzuhalten.

Grüße
Eckard.

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Hallo.

[…] kommt ein derartiger sich windender Geist für mich
aber aus charakterlichen Gründen keinesfalls in Frage.

Ach wie leicht ist es heute, vor dem Bildschirm seine Weisheiten in die Welt zu blasen, welche einen dafür sicherlich nicht auf ein Folterbrett spannt. Ich würde mir wünschen, dass du vielleicht einmal anerkennst, dass nicht alle Menschen so charakterstark sind wie du, die Folterung der eigenen Kindern zuzusehen (u.a.).

Auch teile ich die Freude der Juden gar nicht, daß der höchste
Wert das Leben sei, ich hoffe immerhin das menschliche Leben,
und zwar insbesondere auch das Leben des nichtjüdischen
Menschen, sofern mir moderne Rabbinen insoweit noch zustimmen
sollten.

Ja, ganz anders als dies die Christen in den vergangenen Jahrhunderten sahen, als sie uns von diesem Leben erlösen wollte…

Nein, das Leben ist eben nicht wichtig oder allerwichtigst,
denn darum kümmert sich unser uns liebender Herrgott, der ein
Gott aller seiner Menschenkinder ist, auch der ihn nicht
wollenden Menschen und auch der Heiden und der Muslime usw.
usf.

Ja und?

Natürlich nicht wörtlich,buchstäblich, sondern
geistig-geistlich.

Ist dir noch bewusst, dass damals den Menschen das Schwert am Hals lag, als sie die Wahl dieser Freiheit hatten?

Gott will der jederzeit ansprechbare geistige Vater im Himmel
für uns alle Menschen sein.

Ja und? (Sonderbar, dass Christen immmer wieder meinen diese urjüdische Botschaft Juden vorhalten zu müssen.)

Bittet, so wird Euch gegeben.
Klopfet an, so wird Euch aufgetan.

Diese Worte haben heute noch Funktion - und Erfüllung.

Sonderbare Worte im Verhältnis zu deiner Kritik am KolNidre. Vielleicht solltest Du noch einmal bedenken, was bitten und klopfen für andere Menschen heissen könnte?

Was für ein anderer Gott ist dies, wie ich selber erleben
durfte, als ein schematisch-götzenhaft verehrtes Gottgebilde,
das stets vor Wut und Zorn zu schnauben scheint und mit Worten
weichgeklopft bzw. besänftigt sein will mit irgendwelchen
Dauergebeten, sei es welcher Religion auch immer. Ohne mich.

Ja und? Willst Du den Juden nun vorwerfen, dass die Christen diesen Antijudaismus erfunden haben? Nun, jedes einfache Buch über das Judentum würde dir aufzeigen, dass dieses Bild dort nicht zu finden ist.

Danke auch Dir, daß ich nunmehr das zum Teil schäbige Denken
von Menschen besser verstehe, die auch das Kol-Nidre zum
Hintenrum-Denken benutzt haben oder heute vielleicht noch
mißbrauchen.

Ja, ja, diese schäbigen Juden, welche mit G’tt handeln und feilschen und denen nicht zu trauen ist. Willkommen im Mittelalter. Willkommen im Entstehungszeitraum dieses Gebets :wink:

Und werde weder dürsten noch hungern darob
ewiglich (Frei nach dem bekannten Psalm 23 ad hoc).

Ist dir bewusst, dass diese Psalm von den selben widerlichen Menschen stammt? :smile:)

Schalom,
Eli

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Hallo Eckard,

mir drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei Wolfgang um eine Reinkarnation des längst verflossen geglaubten Norbert Högel handelt…

Grüße
Uschi, die irgendwie nicht versteht, was bestimmte User so antreibt, hier immer wieder unter anderen Nicks aus der Versenkung aufzutauchen

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Hallo Uschi,

mir drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei Wolfgang um
eine Reinkarnation des längst verflossen geglaubten Norbert
Högel handelt…

mir drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei unser beider Gedanken um Telephatie bzgl. des längst verflossen geglaubten Norbert Högel handelt…

… welcher uebrigens von Zeit zu Zeit wieder aufgetaucht ist unter neuen Nicks/Accounts. Aber warum nicht auch mal schlafende Accounts oder geknackte Accounts von Dritten? Denn einige Indizien gaben mir heute frueh bereits den Hinweis dass evtl …

*g*

viele Gruesse, Peter

Armer Menschenbruder Eli,

bist Du krank oder was ist mit Dir sonst los?
Weder habe ich Dich angegriffen, noch wünsche ich mir was von
Dir. Auch kannst und darfst Du leicht weiter an Dir nicht
genehmen Standpunkten rumnölen und Deine Kommentare dazu abson-
dern. Aber, welchen geistigen, sittlichen Nährwert bringt das
für die hier doch immerhin mit angesprochene Allgemeinheit?
(Denn ansonsten könnte man doch die Antworten privatim versenden.)

Daß Du offenbar gerne der Folterung der eigenen Kinder zusehen
magst, wie es Dich mir öffentlich zu schreiben wohl drängt,
dies ist in meinen Augen irgendwie krank, kaputt, destruktiv.

Willkommen im neuen Jahr, Jahrzehnt, Jahrhundert!

Ich würde mich von solchen Szenarien abseilen, auswandern; weil
doch heute niemand mehr wegen seiner Religion verfolgt wird.

Ja, ganz anders als dies die Christen in den vergangenen
Jahrhunderten sahen, als sie uns von diesem Leben erlösen
wollte…

Dies ist Deine Version von Geschichte; Wolfgang von Goethe hat
über derlei wunderliche Abartigkeiten damals bereits zutreffend
gelegentlich uns, dem Volk der Dichter und Denker, geschildert.

Bin ich ‚die Christen‘? Sicher nicht.
Mit der Rundumschlagkeule kann man bekanntlich alles zermatschen.

Geschichte ist bekanntlich immer ein Produkt der Legendenbildung
der jeweiligen Sieger. Wer hat denn diesmal über wen ‚gesiegt‘?

Und vor allem, ist eine Gegenmeinung zu der Deinigen derzeitig
irgendwo verboten?

Ja und?

Natürlich nicht wörtlich, buchstäblich, sondern
geistig-geistlich.

Es ist mir klar,daß Du mir da geistig nicht folgen können kannst.
Deswegen werde ich es auch nicht mit vielen Worten en Detail ver-
suchen, für Dich. Bist offensichtlich die Ausnahme der Regel,denn
alle anderen haben das verstanden, sonst hätten sie auch was dazu
geschrieben. Schade, wieder allein.

Ist dir noch bewusst, dass damals den Menschen das Schwert am
Hals lag, als sie die Wahl dieser Freiheit hatten?

Absolut nicht. Diese Märchenstunde ist zwar im Umlauf, aber desto weniger wahr, als sie lautstark herausgetutet wird.
Damals, wann ist damals eigentlich!, konnte jeder reisen, wohin
er wollte. Wer aber dablieb, der erklärte und erklärt sich noch
heute mit den Gegebenheiten vor Ort einverstanden. Und sollte
sich auch danach richten, oder darf die Konsequenzen erleben.

Wenn mir die Bananenrepublik, in der ich lebe, nicht paßt, kann
ich auch jederzeit meine Zelte abbrechen, oder halt mit den
hiesigen Wölfen gemeinsam gen Mekka heulen, oder gen Jerusalem,
wenn Dir das ehrlicher ist.

Ja und? (Sonderbar, dass Christen immmer wieder meinen diese
urjüdische Botschaft Juden vorhalten zu müssen.)

Du solltest eigentlich verstandesmäßig wissen, daß Christen so
etwas bestimmten Juden nur vorhalten werden, wenn sie davon
überzeugt sind, daß Juden diese vorgeblich urjüdische Botschaft
nicht ernst nehmen bzw. mißachten. Ein jeder Bruder in Gott ist
deswegen aufgerufen, seinem Bruder auf den rechten Weg zu helfen.

Wenn der das dann immer noch nicht will, so ist dem armen, ver-
bohrten Traditionalisten in überlebten und erledigten Ritualen
seine Freiheit natürlich zu lassen. Wer nicht will, Freiheit!

Sonderbare Worte im Verhältnis zu deiner Kritik am KolNidre.
Vielleicht solltest Du noch einmal bedenken, was bitten und
klopfen für andere Menschen heissen könnte?

Wieso sollte ich und dann auch noch einmal?
Für mich ist der Sachverhalt klar und der Geist aus dem Kol-Nidre
hervorguckend ebenso. Es ist nicht mein Geist Gottes, Ruach.
Wessen Geist es ist, habe ich bereits eineindeutig beschrieben.

Ja und? Willst Du den Juden nun vorwerfen, dass die Christen
diesen Antijudaismus erfunden haben?

Nein, will ich nicht. Vorwürfe bringen nichts. Ich will nur auf-
zeigen für andere, was bereits geschehen ist, was eine Unter-
scheidung der Geister bedeutet, bzw. wie wichtig sie für den
rechten Glauben ist.
Bekanntlich soll man nicht einem jeden Wort glauben, sondern bei
Jesus Christus darf man alles prüfen!!! - und das Gute behalten.

Das ist ein Geist, der frei und großzügig atmet, der mich zum
Mitschwingen bringt und erkennbar für mich der Geist Gottes ist.
Amen.

Ja, ja, diese schäbigen Juden, welche mit G’tt handeln und
feilschen und denen nicht zu trauen ist. Willkommen im
Mittelalter.

Das hast Du, nicht ich gesagt!
Sollte ich Dir widersprechen dürfen?

Ist dir bewusst, dass diese Psalm von den selben widerlichen
Menschen stammt?

Dieser Psalm 23 stammt nicht von irgendwelchen Juden; wie die
gesamte Bibel, mit einigen wenigen redigierenden menschlichen
Eingriffen ausgenommen, stammen die Psalmen auch als Eingabe
des Geistes (Ruach) Gottes von Gott selber. Den Menschen von
Gott Selber gegeben, damit sie daran wachsen und lernen und
letztlich, wie im Neuen Testament bei Jesus klar beschrieben,
reifen sollen. Halt wie die Weizenhalme auf dem Felde des
Landwirtes, der die Disteln und Brennesseln nicht vorzeitig
ausjätet, sondern am Reifungstage eines jeden Weizenhalmes
diesen jeweiligen Weizenstengel erntet. So hält es Gott mit
den Seinigen, die die Weizenhalme verkörpern, die Disteln und
sonstigen Schädlinge sind zu dieser Ernte nicht berufen, sie
werden Dünger einer späteren Weizenernte sein, wobei der Weizen
stets die Seelen der Gotteskinder aus der Menschenschar ist.
Gottlob wird eines Tages eine jede Seele heimkehren dürfen.
Amen.

In diesem gnadenvollen, huldigen und demütigen Stehen vor Gottes
Schöpfung kann ich einem jeden Geist ein Schalom im göttlichen
Sinne zurufen und es auch ehrlich so meinen. Am Ende sind wir
alle vereint beim einigen, einzigen Adonei, Abba, dem lieben Vater.
Wolfgang.

-))

Schalom,
Eli

Hallo Eckard,

selbstverständlich kannst und darfst Du auch anderer Meinung
sein. Jeder hat halt eine eigene, eine eigenständige Sicht.
Finde ich absolut in Ordnung. Keinesfalls müssen alle so
denken oder handeln wie ich, das wäre ja langweilig und gar
nicht vielfältig. Und bedenke bitte, nicht jeder ist ein
Leben lang derselben Überzeugung. Denn Glauben bzw. Überzeu-
gung sind eine Momentaufnahme des gegenwärtigen Ist-Zustandes.
Ob Glauben mehr ist, das bedarf doch selbstverständlich der
weiteren Analyse bzw. Beobachtung. Da sind wir uns einig.
Und ein Verurteilen von wem auch immer, bringt bekanntlich
nichts, außer negativen Emotionen. Jeder Mensch handelt zumeist
im Bewußtsein seines gegenwärtigen Denkens, Fühlens. Solange er
weiterstrebt und sich bemüht, weiter zu reifen, kann man doch
niemals dagegen sein und irgendwelche Stäbe über diesen Menschen
brechen. Was anderes ist es mit den Menschen, die jedem ihre
eigene Sicht nicht anbieten, sondern vorschreiben wollen. Dies
ist Ungeist, der angesprochen und ausdiskutiert werden sollte.
Meine ich jedenfalls.

… dann ist das sicher nicht verwerflich.

Strafbar ist das nicht, es ist eine Entwicklungsstufe, meiner
Meinung nach, des Menschen, sich zu höheren geistigen Stufen
weiterzuenwickeln. Der eine braucht halt länger, der andere
weniger lange, um bestimmte Erkenntnisebenen zu erlangen. Des-
wegen sollte man dem Hilfebedürftigen unbedingt ehrliche Hilfe
anbieten. Wenn der sie nicht annehmen will, dann ist natürlich
dessen Willensfreiheit ebenfalls zu achten. So bitte schön.

Wieviele unserer christlichen Mitbürger verlassen
hocherhobenen Hauptes nach der Beichte die Kirche um genau die
gleichen Verstöße wieder zu begehen, deren sie sich eben erst
entledigt haben?

Habe ich gesagt, daß sogenannte Christen perfekt sind? Sie können
es, die Du ansprichst, in ihrer bescheidenen Entwicklungsstufe
eben auch noch nicht, obwohl sie es eigentlich wollen. Soll man
sie deswegen aufgeben. Geduld und Barmherzigkeit auch diesen
fehlenden Christen gegenüber ist das Gebot Jesu Christi dazu.

Auch denen sollte man entsprechende Hilfe anbieten. Genau zuge-
messen an ihre jeweilige individuelle Erkenntnisebene natürlich.

Wie einem jedem Menschen, bei dem man erkennt, daß er in die
falsche Richtung abzudriften droht. Das halte ich für eine
Herzenspflicht, eine Bringschuld geradezu. Aus warmem, pochenden
Herzen heraus. (Was sicher nicht jeder hier nachzuvollziehen sich
bemühen mag, leider.)

„Das Volk ist alles, der
Einzelne nichts“. Wohin das führt …

Wohin das führt, sehen wir leider auch am Volk Israel,
daß dem Gruppenkollektivismus leider auch sehr im Übermaß
huldigt, weil es vermeintlich sonst schon längst nicht mehr
als Volk Israel bestünde. Denk bitte auch mal an diesen
Geistesaspekt, ohne jetzt ständig auf den deutsch-jüdischen
Aspekt zu starren, um weiter zu kommen. Das rechte Maß ist es,
was uns alle weiterführt. Ein gesundes, rechtes Maß.

Da erscheint es mir doch, wenn schon nicht christlich, so doch
humaner, am Leben festzuhalten.

Eckard, tue das ruhig, ich bin doch nicht dagegen.
Nur ist das nicht meine Erkenntnis, denn ich habe mein Leben
lange schon meinem Herrgott anvertraut. Und lebe seitdem ruhig
und sicher, wie in Abrahams Schoß. Und habe den Kopf und vor
allem mein Herz frei, die mir wichtig erscheinenden Probleme
des Lebens und des Miteinanders anzugehen und konstruktiv zu
verarbeiten.

Dein Wolfgang.

Hallo Peter,

für Dich mag das entscheidend sein, für mich ist es das nicht,
sondern für mich ist nur wichtig, in welchem Geist ein Gebet
gesprochen wird oder gedacht wird, um vor Gott als angenehm oder
als noch arg einfach und schlicht aufzuscheinen. Auch der arg-
schlichte Beter ist natürlich schon weit besser als der
berechnende Gebet-Runtermurmler, den die Christen auch aus den
vorwiegend katholisch sich nennenden Amtskirchen her kennen.
Dreißig Vaterunser, und 10 Mal die Jungfrau Maria grüßen.

Was für ein Gottesbild dahinter steckt - unter jeder Diskussion,
einverstanden?

Auch das Schachern mit Gott, gibst Du mir Macht, Reichtum, Ruhm
und Ansehen, gebe ich Dir dafür Gebete, Opfer und was Du haben
willst, auch meine Seele notfalls, - dürfte unter jeder weiteren
Diskussion sein, okay?

Beides zeigt eine sehr primitive Stufe des menschlichen Gottes-
verständnisses, aber auch diese Stufe kann doch eine Durchgangs-
stufe zu höheren Erkenntnissen sein bzw. werden, wenn man dem
armen Geistesbruder auch darin ein wenig hilft. Vorausgesetzt,
derjenige will die Hilfe zur Selbsthilfe auch annehmen. Wenn
nicht, so ist er natürlich frei, Nein zu sagen. So sehe ich das.

Einmal im Jahr mein lieber, mich deucht Du hoerst gar nicht zu.

Auch Dein Lieber - bin ich noch nicht, wie mir ebenfalls deucht.
Denn auch einmal im Jahr kann einmal zuviel sein. Bei vielem!

Wobei höre ich zudem gar nicht zu? Bei Deinen Worten? Oder
sonstwelchen Worten welchen Gurus vielleicht?

Dir scheint etwas. Wie schön für Dich. Aber außer niedermachen
tust Du offensichtlich nichts konstruktives, bemerke ich dazu.

Natürlich weiß ich mehr, als ich frage, ich hoffe doch, Du auch.
Es wäre traurig, wenn dem nicht so wäre. Reden wir von demselben?

Mein Stil? Bekannt? Hoffe ich doch. Stil und Formen sind heute
leider selten geworden, befleißige Dich doch bitte auch zukünftig
deren, um Deinetwillen, ja? Und bleib bitte beim (Grund-)Thema.

Dein Wolfgang.

Also lieber lego-Peter,

was willst Du damit sagen? Oder hast Du inhaltlich
gar nichts zu sagen, wie es auszusehen scheint?
Was treibt Dich also um, außer Negativem, In-den-Schmutz-Ziehen?

Dein Wolfgang.

Hi,

Was treibt Dich also um, außer Negativem,
In-den-Schmutz-Ziehen?

zum Thema Verächtlich machen usw. möchte ich nur einen Link beisteuern - ja, ich weiß, das magst Du nicht. Manchmal ist das, was wir sehen, nicht schön, vor allem nicht, wenn es von uns selbst stammt:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß

J.

(o.t.)…erstaunlich immer wieder…,
…wie sich fundamentalistischer glaube und arroganz die hände
reichen und sich in rhetorische höhen schwingen.
deutlich zeigt sich mal wieder, warum dialoge religiöser
kulturen scheitern müssen.

ist das beharren sinn und inhalt deines glaubens?

gruß,
frank

Geschichte ist bekanntlich immer ein Produkt der
Legendenbildung
der jeweiligen Sieger. Wer hat denn diesmal über wen
‚gesiegt‘?

Könntest du dieses Postulat mal an einem Beispiel meiner Wahl durchexerzieren ?

SAN

Nun ja NH
Ach Norbert,

Einmal im Jahr mein lieber, mich deucht Du hoerst gar nicht zu.

Auch Dein Lieber - bin ich noch nicht, wie mir ebenfalls
deucht.
Denn auch einmal im Jahr kann einmal zuviel sein. Bei vielem!

Mich deucht, wir beide kennen uns schon.

Dir scheint etwas. Wie schön für Dich. Aber außer niedermachen
tust Du offensichtlich nichts konstruktives, bemerke ich dazu.

Ich mache nieder? Huebsche Umkehrung.

Natürlich weiß ich mehr, als ich frage, ich hoffe doch, Du
auch.
Es wäre traurig, wenn dem nicht so wäre. Reden wir von
demselben?

Mein Stil? Bekannt? Hoffe ich doch. Stil und Formen sind heute
leider selten geworden, befleißige Dich doch bitte auch
zukünftig
deren, um Deinetwillen, ja? Und bleib bitte beim
(Grund-)Thema.

Na klar doch Norbert, ich wiederhole mich:

Oh, bitte,
alldieweil mir scheint, Du hast von Anfang an eher ein wenig herumtrollen wollen und von Anfang mehr gewusst als Du gefragt hast. Irgendwie kommt mir naemlich sogar Dein Stil bekannt vor.

viele Gruesse, Peter

Eine kleine, ältere Geschichte…
Ein Link, nur für dich…

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß
Mike

Ach ja, für alle anderen:
Do not feed the Troll…
Thank you

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