Kollaps nach großer Anstrengung Belastungs-EKG

ich hatte heute ein Belastungs-EKG und durfte Radeln (Ergometer). Auch wenn mich die Ärztin zuerst gelobt hat (ich hatte gute Werte und profunde Kondition) ging irgendwie was schief. Als das EKG vorbei war (mit 190 Puls) fragte ich nach einem Wasser aber irgendwie kam das Wasser nicht an und auf einmal war ich in einer Vorlesung an der Uni, aber der Professor war so leise dass ich ihn nicht verstehen konnte. Ich versuchte mich drauf zu konzentrieren was er sagt, aber das geht nicht weil so viele um mich laut rufen. Irgendwann denk ich so: Hey, das ist ja die nette Ärztin die da ganz aufgeregt umherschreit und langsam check ich, dass ich doch noch beim Arzt bin. Ich lieg zwischen Ergometer und Schreibtisch und hab die ganzen Saugnäpfe und Kabel mitgerissen.

Ich bin also ca. 1-2 Minuten nach dem Belastungs-EKG ohnmächtig geworden. Seltsam kommt mir vor, dass ich es garnicht mitbekommen hab. Ich bin wirklich „aufgewacht“ als wär ich in dem Moment zur Praxis reingelaufen. Und warum der Blackout NACH der Anstrengung. Ich hatte eigentlich nur einen trockenen Mund und war ein wenig ausgelaugt aber nicht bis zur Erschöpfung wie ich dachte.

Mich beunruhigt die Vorstellung, dass sich sowas wiederholen könnte. Wenn ich mir vorstelle, dass ich einen kompleten Pass-Out erleide, während ich beim Bergsteigen bin, wirds mir schlecht.

Wer hat sowas schon mal erlebt? Gibt es irgendwelche Vorzeichen?

Bin auch für Erfahrungsberichte dankbar, wenn sie auch keine direkten Tipps enthalten…

Hallo Clemens,

da du ja bei der Quelle des Wissens für Medizin warst, als es passiert ist: Was hat denn die Ärztin dazu gesagt?

Gruß

Samira

ging mir schon so - aber nicht bei 190puls, sondern wenn jemand seine OP genau beschreibt und das vielleicht noch mit krankenhausgeruch in der nase. dann fall ich um und träume schön. kann mich nach dem aufwachen auch sehr gut erinnern. seih froh, dass du nie geträumt hast, vor dem urinal zu stehn:wink:

kreislaufkollaps würde ich sagen:smile: 190puls … ehm …beim arzt…der soll sich schämen:smile: also ich bin beim joggen oder steppen immer so bei 120-150 und ich mache das 6 von 7 tagen.
190 ist wahnsinn. wenn cih im sommer unter der sonne jogge und ich fasse mir an die lymphknoten und zähle die pulse 3 pro sekunde oder mehr, stoppe ich das joggen und gehe weiter. der wasserverlust ist einfach zu groß.

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ging mir schon so - aber nicht bei 190puls, sondern wenn
jemand seine OP genau beschreibt und das vielleicht noch mit
krankenhausgeruch in der nase. dann fall ich um und träume
schön. kann mich nach dem aufwachen auch sehr gut erinnern.
seih froh, dass du nie geträumt hast, vor dem urinal zu
stehn:wink:

kreislaufkollaps würde ich sagen:smile: 190puls … ehm …beim
arzt…der soll sich schämen:smile: also ich bin beim joggen oder
steppen immer so bei 120-150 und ich mache das 6 von 7 tagen.
190 ist wahnsinn. wenn cih im sommer unter der sonne jogge und
ich fasse mir an die lymphknoten und zähle die pulse 3 pro
sekunde oder mehr, stoppe ich das joggen und gehe weiter. der
wasserverlust ist einfach zu groß.

Der hohe Puls war erwünscht. Das EKG sollte bis 200 Watt oder 195 Puls gehen. Den 190 Puls hab ich kurz vor der Höchstbelstung erreicht, dann ging er wieder zw. 180 und 190 runter. Der Arzt wollte dass ich noch länger trete, aber ich konnt nicht mehr. Wenn ich Sport treibe schau ich natürlich auch dass ich nicht über 150 komme.

Wieso dass ich vor einem Urinal stehe? Ich befürchte ich kann mir denken was dir passiert ist :smile:

Hallo!

ich hatte heute ein Belastungs-EKG und durfte Radeln
(Ergometer)… Ich lieg zwischen Ergometer und
Schreibtisch und hab die ganzen Saugnäpfe und Kabel
mitgerissen.

Bin auch für Erfahrungsberichte dankbar…

Mir fehlt etwas, wenn ich nicht beinahe täglich beträchtliche Strecken stramm per Fahrrad unterwegs bin. Ich verschwendete nie einen Gedanken daran, ob ich dabei für genügend Wasser- und Nährstoffzufuhr sorge. Bis ich eines Tages vom Fahrrad stieg, mir nach wenigen Minuten speiübel wurde und ich zusammen sackte. Die Szene bekam jemand mit und rief einen Notarzt. Dabei wurde starke Unterzuckerung festgestellt. Ein Glas Wasser und einige Stücke Traubenzucker brachten mich wieder auf die Füße, wobei die vollständige Erholung bis zum nächsten Tag dauerte. Seitdem habe auf dem Fahrrad immer eine Flasche Wasser, Schokolade und Traubenzucker dabei.

Darstellung eines medizinischen Laien, Ferndiagnose … aber Du fragtest ja nach Erfahrungsberichten.

Gruß
Wolfgang

Darstellung eines medizinischen Laien, Ferndiagnose … aber
Du fragtest ja nach Erfahrungsberichten.

Gruß
Wolfgang

Ja, das ist interresant. Danke!

Hallo Clemens,

meine Kolleginnen oder ich erlebten dieses Phänomen gelegentlich bei unseren Patienten, insgesamt selten, aber immer mal wieder. Bei einem Ergo muss bekanntermaßen stets ein Arzt anwesend sein, damit der Patient im Falle eines Falles vom Ergo schnellstens flach auf die Liege kommt. Aber wenn das Wartezimmer voll saß, machten die sich gern rar und rannten spätestens nach Beendigung der Belastung wieder raus – aber irgendwann war uns klar, dass die Patienten ausschließlich dann abbauen, wenn sie sich in der 10-minütigen Erholungsphase auf dem Ergo ruhig sitzend befanden, in der man ja weiter beobachtet, EKG schreibt und RR misst (10 Min., bzw. so lange bis der Ausgangspuls wieder erreicht ist).

Bezeichnend ist, unsere Patienten waren nüchtern bestellt, weil zuvor Blut entnommen werden musste und hatten, weil sie nicht darum wussten, auch kein Wasser getrunken, was vor jeder Blutentnahme kreislaufstabilisierend wirkt und erst recht vor jedem Ergo. Außerdem waren unsere Patienten ausschließlich gesunde Schreibtischarbeiter mit wenig oder keinem körperlichem Training – noch Fragen?

Was früher oft vernachlässigt wurde, so sollte vor einer Ergometrie darauf geachtet werden, dass der Patient ausreichend getrunken hat, nicht pappsattgegessen, aber auch nicht stocknüchtern ist, damit der Blutzucker nicht in den Keller sackt. Und er sollte in der Ruhe-/Erholungsphase zum Schluss nicht stocksteif und bewegungslos dasitzen, bzw. je nach Ergometer stehen, sondern zum Erhalt eines stabilen Kreislaufs ohne jede Anstrengung die Beine ruhig bewegen, ganz leicht nachradelnd in die Pulserholung gehen, dann dürfte nichts passieren.

Viele Grüße, Renate