Hallo an alle Schriftgelehrten, Pädagogen u. Forscher der deutschen Sprache.
Mir (als Ausländer in D lebend) ist aufgefallen, daß im Zusammenhang mit der Rechtschreibung im Schriftverkehr zwischen Personen z.B. bei SMS, Foren oder sonstwo im Austausch von Informationen über Internet, die größte Fehlerquote mit Abstand im Umgang mit dem Begriff „das“ und „daß“ zu beobachten ist.
Beispiel : "ich möchte das du heute zu uns kommst " oder umgedreht " ich habe daß (oder dass) Ding gestern gesehen ".
Ist dieser Sachverhalt allgemein bekannt bzw. schon mal in wissenschaftlichen Gremien oder Studien erörtert worden und liegen Resultate vor oder wird er als nebensächlicher Kollateralschaden im Kontext der Pisastudie als unwesentlich abgetan ?
Danke für jede diesbezügliche Information ,
Schuf
Hallo Schuf,
Mir (als Ausländer in D lebend) ist aufgefallen, daß im
Zusammenhang mit der Rechtschreibung im Schriftverkehr
zwischen Personen z.B. bei SMS, Foren oder sonstwo im
Austausch von Informationen über Internet, die größte
Fehlerquote mit Abstand im Umgang mit dem Begriff
„das“ und „daß“ zu
beobachten ist.
Das Wort heißt dass.
Ich persönlich sehe zwar, dass im Internet
der Fehler dass/das nicht selten ist, aber
ich habe keine Vergleichsdaten zu früher (es gab
kein Internet). In Zeitungen, Zeitschriften,
Büchern fällt mir der Fehler nicht auf (dafür andere,
was weniger mit PISA als mit nicht mehr vorhandenen
Redakteuren, die auch mal Korrektur lesen, zu tun haben).
Gruß
Elke
hallo.
Mir (als Ausländer in D lebend) ist aufgefallen, daß im
Zusammenhang mit der Rechtschreibung im Schriftverkehr
zwischen Personen z.B. bei SMS, Foren oder sonstwo im
Austausch von Informationen über Internet, die größte
Fehlerquote mit Abstand im Umgang mit dem Begriff
„das“ und „daß“ zu
beobachten ist.
also ich beobachte da ganz andere dinge:
(der!) standart
prinziep
hälst (gemeint ist die 2. person einzahl von halten, nicht von halsen - wobei „hälst“ auch dann falsch wäre)
laufen mir weit häufiger über den weg als fehler bei das/daß.
daß man „das“ schreibt, wenn man es durch „dieses“ oder „welches“ ersetzen kann, wird einem schließlich jahrelang in der schule gepredigt.
kann mir nicht vorstellen, daß da so überdurchschnittlich viele fehler passieren sollen…?
und für sms gelten sowieso andere regeln. vor allem wenn das handy kein t9 hat. da soll’s sogar leute geben, die nur kleinbuchstaben schreiben, weil’s schneller geht - von den zwei tastendrücken mehr für’s ß ganz zu schweigen 
gruß
michael
im chat oder in sms achtet man nicht auf rechtschreibung:smile:mein kumpel setzt nicht mal mehr kommas:smile:manchmal gar nicht so einfach, aber es schult das denkvermoegen*gg*
dazu braucht man keine studie…
bitte nicht noch eine:smile:
ne kleinigkeit: es heisst: ko-la-te-ral-scha-den…nur ein l
mfg:smile:
rene
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Hallo, Schuf,
Mir (als Ausländer in D lebend) ist aufgefallen, daß im
Zusammenhang mit der Rechtschreibung
…
die größte
Fehlerquote mit Abstand im Umgang mit dem Begriff
„das“ und „daß“ zu
beobachten ist.
Ist dieser Sachverhalt allgemein bekannt
laut http://de.wikipedia.org/wiki/Das/dass ist er das:
Die fehlerhafte Schreibung der Wörter „dass“ und „das“ (mhd. daz) ist einer der häufigsten Rechtschreibfehler in der deutschen Sprache…
Auch hier im Archiv gibt es einen langen Thread dazu:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Gruß
Kreszenz
ne kleinigkeit: es heisst: ko-la-te-ral-scha-den…nur ein l
Nein. Es heißt Kol-la-te-ral-scha-den – mit zwei „l“.
Gruß
Christopher
Hallo,
nach meiner eigenen Erfahrung schreibt man im Internet schneller als sonst, insbesondere dann, wenn man keine Flatrate besitzt. Da kommt es schon manchmal vor, dass man etwas falsch schreibt. Ich selbst habe mich letztens ertappt, dass ich sogar „fon“ statt „von“ geschrieben habe! Ich denke, dass sich das Problem das/dass durch das Netz nicht verschärft hat, übrigens auch nicht durch das neue Problem daß/dass. Wer es vorher nicht konnte, kann es heute auch nicht; und wer die Schreibung beherrscht, beherrscht sie eben.
Kurz: Reine Schreibfehler im Internet zu einem Bildungsproblem hochzustilisieren, scheint mir unangemessen zu sein.
Gruß
Bona
Hallo Schuf,
mir ist das auch aufgefallen, wobei ich es bei SMS noch verstehen kann. Da mag es sich zu einem großen Teil um Tippfehler handeln.
Aber selbst auf Internetseiten von Firmen findet man diesen Fehler recht häufig, und da frage ich mich dann schon, ob das sein muß.
Was mir aber auch sehr oft begegnet und wo ich massive Rechtschreibfehler unterstelle, und keine Tippfehler, das sind z.B.:
Entlich
Eigendlich
„wahrst“ Du …
seid / seit wird ständig verwechselt
Benzien
spühlen
tot und Tod kann eh kaum jemand auseinanderhalten
Und überhaupt wird mit "H"s nur so um sich geschmissen, wo überhaupt keine reingehören. 
Ich bin ganz sicher nicht perfekt und schreibe zum großen Teil nach alter Rechtschreibung, vielleicht werfe ich auch schon mal etwas durcheinander und packe auch mal ein Wort nach neuer Rechtschreibung in einen Text.
Kommaregeln habe ich nach zwanzig Jahren seit Schulabschluß auch nicht mehr sooo präsent.
Aber diese so oft vorkommenden Fehler in Foren, Anzeigen oder auf Internetseiten, die zeugen m.E. wirklich nicht gerade von allgemein guten Rechtschreibkenntnissen.
Sic transit gloria mundi 
Viele Grüße
Martina
Hi!
und für sms gelten sowieso andere regeln. vor allem wenn das
handy kein t9 hat. da soll’s sogar leute geben, die nur
kleinbuchstaben schreiben, weil’s schneller geht - von den
zwei tastendrücken mehr für’s ß ganz zu schweigengruß
michael
Streikt deine Shift- /Umschalttaste? Neue Tastaturen kosten nicht
die Welt! 
Gruß
Gerald
ps.: Seit kurzem habe ich Probleme mit bevor / befor (sch*** englisch 
Hi!
Das statt daß/dass sehe ich oft, dass/daß statt das nur bei der Einleitung von Nebensätzen. (Offenbar schreiben manche dann grundsätzlich ss/ß.)
Schmerzhafte s/ß/ss-Fehler gibt es aber etliche, z.b.: ich weis, Fließen.
Mir fallen auch vermehrt v/f-Fehler auf, häufig sehe ich „er viel“.
alien
Und nicht zu vergessen…
hi
Schmerzhafte s/ß/ss-Fehler gibt es aber etliche, z.b.: ich
weis, Fließen.
…das Wort meißtens.
Da rollt es mir in schöner Regelmäßigkeit die Zehennägel auf.
Gruß
Edith
daß man „das“ schreibt, wenn man es durch „dieses“ oder
„welches“ ersetzen kann, wird einem schließlich jahrelang in
der schule gepredigt.
kann mir nicht vorstellen, daß da so überdurchschnittlich
viele fehler passieren sollen…?
Dafür aber dieser Anwendung eigentümliche Fehler, da die Regel nicht jeden Fall abdeckt.
Beispiel: Das erste, was er sah, war er rauchende Schornstein.
Das größte der Pferde war ein Schimmel.
Sie erzielten das denkbar schlechteste Erebnis.
Grüße
Ostlandreiter
Was mir aber auch sehr oft begegnet und wo ich massive
Rechtschreibfehler unterstelle, und keine Tippfehler, das sind
z.B.:Entlich
Eigendlich
„wahrst“ Du …
seid / seit wird ständig verwechselt
Benzien
spühlen
tot und Tod kann eh kaum jemand auseinanderhalten
Und außerdem:
Enteuchung
emphelen
Ach, Elke,
Das Wort heißt dass.
Das gilt doch nur für die armen Schulkinder im Ösiland und in einigen deutschen Ländern sowie für den öffentlichen Dienst.
Ach ja - und in der Schweiz. Dies aber aus anderen Gründen.
Niemand sonst muß sich von der Schlechtschreibreform terrorisieren lassen, von der große Teile ohnehin schon wieder zurückgenommen worden sind.
Standhafte Grüße
Barney
Nur für Österreicher geeignet?
Hi!
Kann man das im Dialekt durch „des“ ersetzen, schreibt man es mit einem s. Sagt man daß (mit nach o klingendem a), dann ß bzw. ss.
Ich weiß aber nicht, ob das auch in anderen Mundarten funktioniert.
alien
Hi Ostlandreiter,
Enteuchung
wassndass - ist das von dem, der vom „Mantel der Gechichte“ gestreift wurde? Dann kann ich nur sagen: So sprechen sie halt, die Pälzä!
Gruß Ralf
Hi!
Derzeit wird die Reform ja wieder reformiert und dabei verschlimmbessert. So absurd „Eis laufen“ aussieht - jetzt (verpflichtend!) zu „eislaufen“ zurückzukehren, Rad fahren aber beizubehalten, ist ein weiterer Beweis der Sinnlosigkeit verordneter Reformen. Wollte man die Rechtschreibung tatsächlich vereinfachen, müßte man in diesen Fällen die Getrennt-und Zusammenschreibung sowie die Groß-Klein-Schreibung einfach freigeben.
Generell ist es der Rechtschreibreform gelungen, so gut wie immer eine Ausnahme einzubauen. Beispiele wären:
die Drei-Satzzeichen-Regel bei der direkten Rede entfällt - aber beim Aussagesatz steht weiterhin ",
die absurdesten Worte werden „stammbereinigt“ (wo hat der Docht seine Schnauze), aber die Eltern bleiben.
Ich hör lieber auf, sonst ärger ich mich wieder.
alien
Streikt deine Shift- /Umschalttaste? Neue Tastaturen kosten
nicht
die Welt!
und ich überleg noch, ob ich nicht dazuschreiben sollte, daß ich ganz absichtlich auf großschreibung verzichte… 
gruß
michael
hallo.
Kann man das im Dialekt durch „des“ ersetzen, schreibt man es
mit einem s. Sagt man daß (mit nach o klingendem a), dann ß
bzw. ss.
Ich weiß aber nicht, ob das auch in anderen Mundarten
funktioniert.
im fränkischen schon. da heißt das des und daß däss.
eigentlich sollte auch im hochdeutschen ein unterschied hörbar sein (langes/kurzes a, s/ß unterschiedlich betont)
gruß
michael
eigentlich sollte auch im hochdeutschen ein unterschied hörbar
sein (langes/kurzes a, s/ß unterschiedlich betont)
Eben nicht, die Wörter sind homophon. Beide werden [das], also mit kurzem „a“ und stimmlosem „s“ gesprochen. Gerade deshalb fällt es einigen so schwer, die beiden Wörter auseinander zu halten.
Gruß
Christopher