Hallo Tahere
Dein Posting stellt in gewisser Weise den Gegenentwuf zu meinem dar (ich habe ihn erst nach dem Absenden gesehen); Du identifizierst „Funktion“ nicht mit „Aussortieren“ (was ok ist!); darum antworte ich kurz darauf:
die Evolution bringt beliebige „Systeme“ (ich folge mal deiner
Begrifflichkeit) hervor, von denen die funktionierenden sich
oft besser durchsetzen.
warum „oft“; lässt Du es zu, dass sich auch nicht-funktionierende durchsetzen? Dann beanspruchst Du aber einen anderen Bezugspunkt des Funktionierens als das Aussortieren
Aber es ist nicht Systemimmanent, das jedes von der Evolution
hervorgebrachte System auch funktioniert.
Variabilität -> Selektion? Oder meinst Du, dass von der Evolution nicht-aussortierte Systeme nicht funktionieren könnten? In Bezug auf was? Auf die Zukunft?
Viele funktionieren überhaupt nicht (Spontanmutation führt zu
nicht lebensfähigem Organismus)
werden aussortiert! hier also: Aussortieren als Bezugspunkt der Funktion
, manche funktionieren unter
günstigen Bedingungen, manche funktionieren vorübergehend,
sie funktionieren, solange sie nicht aussortiert sind, weil günstige Bedingungen (Nischen!) und bestimmte Zeiträume (Zeitalter) das verhindert haben; auch hier: Funtionieren=Aussortieren
manche kannibalisieren sich selbst, zerstören beispielsweise
selber ihre Lebensgrundlage (Bezug zum übergeordneten Thema?).
Ja, wenn sie ihre Lebensgrundlage zerstören, dann funktionieren sie nicht mehr und werden aussortiert
Solange du keinen göttlichen Funken ins Spiel bringst, kann
man nicht von einer Logik der Evolution sprechen.
Ich würde eher sagen umgekehrt: Solange man Gott aus dem Spiel lässt, kann man die Evolution als logisch verstehen, erst mit Gott wird sie apologetisch
PS.: Schön das der Ausgangsposter heute nüchtern ist.
Merkwürdig, das ausser mir niemand erkannt hat, das da ein
Betrunkener postet. Sind philosphisch interessierte naiver als
andere Menschen?
Du kennst doch unseren alten Spruch: in vino veritas 
Viele Grüße
franz