Ich habe immer wieder Probleme mit der komplizierten deutschen Kommasetzung. Falls mir ein Wissender sagen könnte, wo und ob bei den u. g. Sätzen die Kommas hingehören, wäre ich sehr dankbar:
1: Die Dinge die er kritisierte sind nicht zutreffend.
2: Eine Geschichte die im Schloss gedreht werden soll fällt mir gerade nicht ein.
3: Wenn die Leute die zusammenarbeiten alle Ahnung haben sind die Experten bei der Standortauswahl einfach besser.
4: Machen Sie sich Gedanken darüber wo die Geschichte spielen soll?
5: Manchmal merkt man dabei auch welche Fehler man noch übersehen hat.
Ich habe immer wieder Probleme mit der komplizierten deutschen
Kommasetzung.
Die hat wohl jeder, der sich nicht Tag für Tag damit rumschlagen muss. Ich bin kein Wissender, aber spontan würde ich es so machen:
1: Die Dinge, die er kritisierte, sind nicht zutreffend.
2: Eine Geschichte, die im Schloss gedreht werden soll, fällt mir gerade nicht ein.
3: Wenn die Leute die zusammenarbeiten alle Ahnung haben, sind die Experten bei der Standortauswahl einfach besser.
4: Machen Sie sich Gedanken darüber, wo die Geschichte spielen soll?
5: Manchmal merkt man dabei auch, welche Fehler man noch übersehen hat.
1: Die Dinge, die er kritisierte, sind nicht zutreffend.
2: Eine Geschichte, die im Schloss gedreht werden soll, fällt
mir gerade nicht ein.
3: Wenn die Leute, die zusammenarbeiten, alle Ahnung haben, sind
die Experten bei der Standortauswahl einfach besser.
4: Machen Sie sich Gedanken darüber, wo die Geschichte spielen
soll?
5: Manchmal merkt man dabei auch, welche Fehler man noch
übersehen hat.
Und was machst Du morgen?
Ganz grob: Da tauchen Einschübe auf („die er kritisierte“) und Bedingungssätze (Wenn, wo, welche). Einschübe sind die Teile, die Du streichen könntest, ohne den Sinn großartig zu ändern, die werden von Kommata eingschlossen. Bei Bedingungssätzen wird die Bedingung mit einem Komma vom Ergebnis abgetrennt.
Das „die zusammenarbeiten“ wird eingeschachtelt, weil es ein Einschub in einem Bedingungssatz ist.
Generell gilt aber bei Kommasetzung: Lieber zu wenig (bis gar keine) als zu viele! Jedes Komma unterbricht den Lesefluss, und für den Leser ist es leichter, sich eins hinzuzudenken als ein überflüssiges wieder rauszuschmeißen.
3: Wenn die Leute , die zusammenarbeiten , alle Ahnung haben, sind die Experten bei der
Standortauswahl einfach besser.
Die beiden fett geschriebenen Kommata gehören auch in den Satz, da „die zusammenarbeiten“ ein Nebensatz ist, der sich auf die „Leute“ bezieht.
Ansonsten hätte ich die Sätze genauso geschrieben wie gargas.
danke für Deine Antwort.
Bei den ersten 3 Sätzen hätte ich das instinktiv auch so gemacht. Aber bei den anderen beiden hätte ich die Kommata wohl eher nicht gesetzt.
Sind das wirklich alle (oder nur die wichtigsten Regeln)?
canoo ist zuverlässig, soweit ich das beurteilen kann. Das dürften wirklich alle Regeln sein.
Ich habe den Eindruck, dass gegenüber dem „Amtlichen Regelwerk“ lediglich die Anzahl der Beispiele verringert ist. Zum „Amtlichen Regelwerk“ wirst Du aber verlinkt durch die Angabe der Paragraphen in blauer Farbe (w-w-w schreibt natürlich nicht blau), wie z.B. hier:
„Nebensätze werden durch Kommas abgetrennt (§74)“ http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/…
zu dieser Fragestellung hast Du ja eigentlich schon lauter treffende Antworten bekommen.
Da allerdings alle „Kommafragen“, um die es in deinem Beitrag geht, mit Nebensätzen zu tun haben (oder genauer: alle Kommata, die gesetzt werden müssen, Nebensätze abgrenzen), gedenke ich Dich noch auf einen Beitrag im Archiv zu verfassen, in dem jemand ein ähnliches Problem hatte und auf den ich damals sehr ausführlich geantwortet hatte: /t/was-ist-ein-nebensatz/4913135/5
Ganz grob: Da tauchen Einschübe auf („die er kritisierte“) und
Bedingungssätze (Wenn, wo, welche). Einschübe sind die Teile,
die Du streichen könntest, ohne den Sinn großartig zu ändern,
die werden von Kommata eingschlossen
Nicht alles, was eingeschoben ist, kann maan streichen: „Die Dinge, die er kritisierte, stehen auf dem roten Zettel, die Dinge, die er lobte, auf dem grünen Zettel.“ Ohne die Relativsätze wäre das kein sinnvoller Satz. Um es laienhaft auszudrücken: Es gibt weglassbare „Einschübe“ (Appositionen) und solche, die man nicht weglassen kann (Attribute). Einschub deshalb in „“, weil der Begriff in der Sprachwissenschaft noich mnal anders benützt wird, nämlich hgäufig als Synonym für Parenthesen. Aber das ist wieder eine andere Baustelle.
Generell gilt aber bei Kommasetzung: Lieber zu wenig (bis gar
keine) als zu viele!
Soooo generelll würde ich das nicht sagen. Kommata gliedern den Satz und können dadurch das Lesen und Verstehern deutlich erleichtern.
Ohne Komma würde der Satz wesentlich unfreundlicher klingen.
wenn nur alles so wenig Ärger bereitete wie ein Aufzählungskomma! Abgesehen davon, dass der Satz ohne Komma oft genug das wahre Lehm widerspiegelt ))
Natürlich lässt sich für alles ein Gegenbeispiel finden. Ich jedenfalls weiß fehlende Kommata zu schätzen - falsche Zeichensetzung führt erstmal auf die falsche Spur, da heißt es dann zurückzurudern. Und ich hasse Fahrtunterbrechungen.