Kommt man durch Zufall zu einer Religion?

Wenn ein Kind von den Eltern in der Phase der Erziehung eine Religion gelehrt bekommt, dann ist diese Religion fest in das Leben des Kindes (später Erwachsener Gläubiger) integriert.

Es ist also nur Zufall, welche Religion sich weiter ausbreitet, je nachdem wo man geboren wird.

Wie ist das, wenn man ohne solche religiöse Erziehung aufwächst? Wenn man sich irgendwann für eine Religion interessiert kann man sich doch alle Glaubensrichtungen ansehen und sich dann für die entscheiden, die man dann am besten findet, oder?

Hallo,
Religionen sind Zeichensysteme sprachlicher und materieller Art, die sich immer kulturell ausdrücken und auch die jeweilige Kultur prägen. Es ist wohl als wahrscheinlich anzusehen, daß jemand, der in Mitteleuropa geboren wird, wahrscheinlich meistens christliche getauft wird und dann - eventuell - sich schließlich selber zum Christsein bekennt.
Religion als Zeichensystem bedeutet aber auch, daß man, wenn man in einer bestimmten Kultur aufwächst, auch deren Zeichensysteme, die wiederum durch die bestimmende Religion definiert (wurden), plausibel findet. Das bedeutet dann wiederum, daß man, wenn man sich für die Glaubensrichtung entscheidet, die man am Besten findet, dies auch nur von einem gewissen, kulturellen Verständnis aus tun kann, wenn auch vielleicht in absoluter Oppositionshaltung dazu. Es ist m.E. eine arge Täuschung vieler Eltern, die ihre Kinder nicht taufen lassen, zu meinen, daß sie so ihrem Kinde die freie Wahl ließen. Sie glauben, daß ihr Kind so seien religiösen Überzeugungen autonom finden könne. Eine solche ablsolute Autonomie, die ja Unabhängigkeit von sämtlichen Erfahrungen der Sozialisationsphase bedeuten würde, ist wohl kaum möglich.
Interessant ist an Deiner „Ortstheorie“ eigentlich, daß wir in Mitteleuropa wohl so etwas wie Trennung von Religion und Kultur erleben. Hier pflanzt sich wohl eher christliche Kultur, nicht aber die christliche Religion fort…

Gruß,
Taju

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Ja klar kann man das machen! Generell - auch wenn man „fest in eine Religion integriert ist“ halte ich es für sinnvoll sich auch andere Glaubensrichtungen anzusehen. Ich finde es auch nicht schlimm, verschiedenen Glaubensrichtungen anzuhängen. Es gibt vielleicht nicht DIE ulitmative Religion

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Ja!
Hallo Sacha,

Wenn ein Kind von den Eltern in der Phase der Erziehung eine
Religion gelehrt bekommt, dann ist diese Religion fest in das
Leben des Kindes (später Erwachsener Gläubiger) integriert.

Eigentlich nicht. Was die Menschen übernehmen ist eine Tradition.
Nach dem Motto; Mein Großvater war im Kaninchenzüchterverein, mein Vater war es und ich bin es auch.
Die Religionszugehörigkeit hat in den großen Kirchen üblicherweise keinen Einfluß auf das Verhalten und die Wertmaßstäbe der Mitglieder (Gläubige kann man mittlerweile nicht mehr sagen)

Es ist also nur Zufall, welche Religion sich weiter
ausbreitet, je nachdem wo man geboren wird.

Vor Jahrhunderten haben die großen Religionsgemeinschaften ihre Claims abgesteckt. Es gibt so etwas wie ein Status Qou. Missionierungen, also Abwerbung anderer Mitglieder sind da äußerst unbeliebt und sorgen für „unfrieden“.

Wie ist das, wenn man ohne solche religiöse Erziehung
aufwächst? Wenn man sich irgendwann für eine Religion
interessiert kann man sich doch alle Glaubensrichtungen
ansehen und sich dann für die entscheiden, die man dann am
besten findet, oder?

Auch nicht. Man erhält das gleiche wie vorher, nur ohne religiöse Traditionen.

Gruß
Carlos

Die Religionszugehörigkeit hat in den großen Kirchen
üblicherweise keinen Einfluß auf das Verhalten und die
Wertmaßstäbe der Mitglieder (Gläubige kann man mittlerweile
nicht mehr sagen)

Wieso nicht? Nur weil Du keine kennst?

Hallo Beobachterin,

Die Religionszugehörigkeit hat in den großen Kirchen
üblicherweise keinen Einfluß auf das Verhalten und die
Wertmaßstäbe der Mitglieder.

Wieso nicht? Nur weil Du keine kennst?

Im Gegenteil. Kannst du am Verhalten und den Gewohnheiten deiner Arbeitskollegen, Freunde und Bekannten ihre Religionszugehörigkeit erkennen? Weist du überhaupt, welcher Religion sie angehören?
Die Hobbies und die Vereine, bei denen Sie mitmachen kennst du eher als ihre religionszugehörigkeit.

Unterscheiden sich die Ansichten der meisten Katholiken und Prostanten von denen der Atheisten und Agnostiker?

Du kannst vielleicht einen passenden Zeitungsartikel dazu posten.

Gruß
Carlos

Hallo,
Religionen sind Zeichensysteme sprachlicher und materieller
Art, die sich immer kulturell ausdrücken und auch die
jeweilige Kultur prägen. Es ist wohl als wahrscheinlich
anzusehen, daß jemand, der in Mitteleuropa geboren wird,
wahrscheinlich meistens christliche getauft wird und dann -
eventuell - sich schließlich selber zum Christsein bekennt.

Richtig, sehe ich auch so. Egal, ob man nun christ ist oder nicht. Viele Dinge sind in die „weltlichen“ Gesetze aufgenommen wurden, obwohl sie aus der Religion stammt.

Religion als Zeichensystem bedeutet aber auch, daß man, wenn
man in einer bestimmten Kultur aufwächst, auch deren
Zeichensysteme, die wiederum durch die bestimmende Religion
definiert (wurden), plausibel findet. Das bedeutet dann
wiederum, daß man, wenn man sich für die Glaubensrichtung
entscheidet, die man am Besten findet, dies auch nur von einem
gewissen, kulturellen Verständnis aus tun kann, wenn auch
vielleicht in absoluter Oppositionshaltung dazu. Es ist m.E.
eine arge Täuschung vieler Eltern, die ihre Kinder nicht
taufen lassen, zu meinen, daß sie so ihrem Kinde die freie
Wahl ließen. Sie glauben, daß ihr Kind so seien religiösen
Überzeugungen autonom finden könne. Eine solche ablsolute
Autonomie, die ja Unabhängigkeit von sämtlichen Erfahrungen
der Sozialisationsphase bedeuten würde, ist wohl kaum möglich.

Genau das ist der Punkt den ich meine. Wie habe ich die Chance Hidu zu werden, wenn ich keine praktische Erfahrung damit haben kann? Uns Europäern bleibt eigentlich nichts anderes üblich als Christen zu werden. Vielleicht noch Moslem. Ein paar meiner Nachbarn könnten mir da weiterhelfen. :wink:

Interessant ist an Deiner „Ortstheorie“ eigentlich, daß wir in
Mitteleuropa wohl so etwas wie Trennung von Religion und
Kultur erleben. Hier pflanzt sich wohl eher christliche
Kultur, nicht aber die christliche Religion fort…

Das wird so forciert.

Gruß,
Taju

Ja klar kann man das machen! Generell - auch wenn man „fest in
eine Religion integriert ist“ halte ich es für sinnvoll sich
auch andere Glaubensrichtungen anzusehen. Ich finde es auch
nicht schlimm, verschiedenen Glaubensrichtungen anzuhängen. Es
gibt vielleicht nicht DIE ulitmative Religion

Na ja, die Christen sagen, das es nur einen Gott gibt und „Du sollt keinen Gott verehren neben mir“. Ich denke Religionsunterricht in den Schulen sollte so aussehen:

In jedem Schuljahr wird eine Religion behandelt. Man lädt sich stark Gläubige ein und läßt diese beschreiben, wie sie ihre Religion erleben.

Man grenz ab zwischen Sekten und Religionen. Zwischen Göttern und Propheten usw.

In der Schule bekommt man dann keinen Glauben aufgezwängt, sondern bekommt einen Überblick über andere Religionen und zwangläufig andere Menschen, Länder und Kulturen.

Das könnte auch Spannungen oder Vorurteile in unserer Bevölkerung abbauen.

Hallo Sascha,

In jedem Schuljahr wird eine Religion behandelt. Man lädt sich
stark Gläubige ein und läßt diese beschreiben, wie sie ihre
Religion erleben.

die Idee finde ich gut.
Aber das würde die Schulbehörde vor große Probleme stellen.
Immerhin gibt es Verträge mit den Kirchen (ev.+ kath.), die die Form des Religionsunterrichtes festlegen. Und die würden sich nicht damit abfinden, dass auch noch andere Religionen zum Zug kommen sollen.

In der Schule bekommt man dann keinen Glauben aufgezwängt,
sondern bekommt einen Überblick über andere Religionen und
zwangläufig andere Menschen, Länder und Kulturen.

Ich glaube nicht, dass die Schule jemandem einen Glauben aufzwängen kann, aber die einseitige Bildung bewirkt sicher die gegenwärtige Verteilung der Religionszugehörigkeit.

Das könnte auch Spannungen oder Vorurteile in unserer
Bevölkerung abbauen.

Das wäre sicher wünschenswert.

Vielleicht kannst Du den Vorschlag an die zuständigen politischen Stellen richten.

Gruss Harald

Hallo,

In jedem Schuljahr wird eine Religion behandelt. Man lädt sich
stark Gläubige ein und läßt diese beschreiben, wie sie ihre
Religion erleben.

die Idee finde ich gut.
Aber das würde die Schulbehörde vor große Probleme stellen.
Immerhin gibt es Verträge mit den Kirchen (ev.+ kath.), die
die Form des Religionsunterrichtes festlegen. Und die würden
sich nicht damit abfinden, dass auch noch andere Religionen
zum Zug kommen sollen.

Vielleicht sollte man mal definieren, was Religionsunterricht ist bzw. sein soll.
Soll Religionsunterricht
a) über Religion informieren
b) von einer Religion aus unterrichten (was Information mit einschließt, aber nicht nur)
In der BRD ist die Variante b grundgesetzlich verankert. Religionsunterricht ist von den Religionsgemeinschaften inhaltlich (und übrigens auch personell) verantwortet. Der Staat verlangt natürlich Verfassungstreue und eine überprüfbare, wissenschaftliche Ausbildung. Da z.B. der Islam nicht in der Weise verfaßt ist wie die christlichen (Groß-)Kirchen, gibt es hier z.B. Probleme bei der Gestaltung des Religionsunterrichts (mal abgesehen davon, daß das, was wir als wissenschaftliche Theologie verstehen in meines Wissens keiner anderen Religion ähnlich gehandhabt wird, mit einigen Ausnahmen im Judentum). Zumindest die EKD setzt sich aber intensiv für einen islamischen Religionsunterricht ein.
Die EKD-Gedenkschrift „Identität und Verständigung“ wiederum hält auch interreligiöses Lernen und authentische Information über andere Religionen innerhalb des Religionsunterrichts für notwendig.

Wie vielleicht allgemein bekannt, wird z.Z. in Brandenburg kein „regulärer“ Religionsunterricht, sondern das „Ersatzfach“ LER abgehalten. Man sollte auch hier nicht schnell schießen und meinen, die Kirchen würden nur dagegen klagen, weil sie Angst hätten, an EInfluß zu verlieren.
Es geht um ein viel grundsätzlicheres Problem: Der Staat lief immer ganz gut mit dem Religionsunterricht, weil dieser ethische Grundwerte, auf denen auch unsere Verfassung aufbaut, vermittelt. Gerade aber in der ehem. DDR geht die Konfessionalisierung so weit zurück, daß es sicherlich ein Ersatzfach geben muß.
Dieses „Ersatzfach“, zu dem auch das Einladen „authentischer“ Glaubensvertreter verschiedener Religionen gehört, wird nun also staatlich verantwortet. Der Staat unterricht Ethik. Die wichtige Frage ist, von welchen Grundlagen aus er das tut, von welchem Menschenbild auch („Verfassung“ ist hier nicht ausreichend, denn unser Grundgesetz normiert, es begründet nicht, bei der Ethik kommt es aber auf Begründungen an). Da der Staat weltanschaulich neutral zu sein hat, ist die Frage danach, von welchem Begründungszusammenhang aus ein Lehrer nun WErte vermitteln soll. Entweder verfallen wir also in Beliebigkeit, oder aber der Staat maßt sich doch an, einen Begründungszusammenhang zu favorisieren und ihn unterrichten zu lassen. Ich jedenfalls würde es mir verbitten, daß der Staat meinen Kindern irgendwelche Werte beibringt (was übrigens auch wieder dem GG widersprechen würde, denn die Eltern haben Erziehungsrecht und -pflicht).
Man sieht, ein sehr schwieriges Thema. Religionsunterricht hat den Vorteil, daß hier die Lehrer bestimmten, bekanntem WErtesystemen verpflichtet sind, anhand derer ich kontrolieren kann, von wo aus sie argumentieren. Trotzdem weiß ich nicht, ob Religionsunterricht überhaupt etwas in der SChule zu suchen hat. Auf alle Fälle ist Wertvermittlung durch den Staat (was wir ja nun auch schon in zwei deutschen Diktaturen hatten!) keine Alternative…

Noch kurz zu a) Einen solchen religionsunterricht gibt es in GB, „Religious Education“ (RE). Mal angesehen davon, daß GB nun viel stärkere religiöse „Minderheiten“ hat, gibt es auch hier immer mal wieder das Problem, daß die Neutralität der Lehrer in Frage zu stellen ist.
Ich habe noch nichts davon gehört, daß RE die allgemeine konfessionelle Verteilung geändert hätte.

Hoffe, es ist nicht zu lang geworden…:wink:
Gruß,
Taju

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Eher Zufall als Bestimmung
Hallo Sascha,
ich als ehemaliger Atheist behaupte, daß ich durch Zufall zu einer Religion gefunden habe. Ich habe mich häufig gefragt, ob dies nun wirklich Zufall war oder Bestimmung. Ich denke erstes trifft zu. Ich bin seit einigen Jahren praktizierender Buddhist. Es war schwierig diese Religion anzunehmen, weil viele europäische Denkweisen abgeschafft werden mußten. Desweiteren ist es auch nicht möglich den Buddhismus in Deutschland so zu auszuüben wie beispielsweise in Tibet. Die Zeit fehlt einfach, wenn man zur Erleuchtung mehrere Stunden Zeit für die Meditation benötigt.
Ich stieß auf den Buddhismus erstmals in Kinofilmen, wie z.B. Sieben Jahre in Tibet. Mich faszinierte dieser Film. Nicht nur die tollen schauspielerischen Leistungen. Vielmehr der Hintergrund brachte mich zum Nachdenken. So laß ich Bücher von Heinrich Harrer, anschließend vom Dalai Lama und über die Entstehungsgeschichte des Buddhismus. So bekam ich ein klares Bild von dieser Lebensphilosophie. Als ich später durch Zufall in Mexiko dem Dalai Lama urplötzlich gegenüberstand, war dies meine „Erleuchtung“, die Religion anzuwenden.

Frage zum Buddhismus

Hallo Sascha,
ich als ehemaliger Atheist

Beim Buddhismus geht es wohl nicht darum einen Gott anzubeten, sondern sich mit einer Lebensphilosophie zu identifizieren, oder? Glaubst Du wirklich an Wiedergeburt? Der entscheidene Punkt ist „glauben“ und das als Atheist.

behaupte, daß ich durch Zufall zu

einer Religion gefunden habe. Ich habe mich häufig gefragt, ob
dies nun wirklich Zufall war oder Bestimmung. Ich denke erstes
trifft zu. Ich bin seit einigen Jahren praktizierender
Buddhist. Es war schwierig diese Religion anzunehmen, weil
viele europäische Denkweisen abgeschafft werden mußten.
Desweiteren ist es auch nicht möglich den Buddhismus in
Deutschland so zu auszuüben wie beispielsweise in Tibet. Die
Zeit fehlt einfach, wenn man zur Erleuchtung mehrere Stunden
Zeit für die Meditation benötigt.

Aha, das hört sich ja so an als könnte man jeden Tag auf’s neue die Erleuchtung erlangen. Ist das nicht eher so, dass man dafür Jahre oder Jahrzehnte braucht? Wie lange hat Sidartha Gautama gebraucht? Was ist Erleuchtung für Dich?

In jedem Schuljahr wird eine Religion behandelt. Man lädt sich
stark Gläubige ein und läßt diese beschreiben, wie sie ihre
Religion erleben.

das wäre kein religionsunterricht, sondern einer in religionsphilosophie, ethik, geschichte und soziologie.

Man grenz ab zwischen Sekten und Religionen. Zwischen Göttern
und Propheten usw.

wer grenzt da ab? man kann in einem solchen unterricht nur sagen, welche glaubensrichtung grenzt wen wie ab. zb:

  1. die zeugen j. sehen sich selbst als religion
  2. für die (anderen) christen sind die z.j. eine sekte (abspringer, häretiker)
  3. für die juden sind die christen eine sekte (abspringer, häretiker)

usw.

wer hier recht hat, hängt von der perspektive ab. in einer gemischten schulklasse dürfte eine antwort gar nicht gesagt werden!

In der Schule bekommt man dann keinen Glauben aufgezwängt,
sondern bekommt einen Überblick über andere Religionen und
zwangläufig andere Menschen, Länder und Kulturen.

ja, das sollte im philosophieunterricht so sein!

Das könnte auch Spannungen oder Vorurteile in unserer
Bevölkerung abbauen.

richtig!

nebenbei wird und soll es aber immer noch privaten, konfessionellen unterricht geben. denn religiöse eltern wollen ihre kinder eben religiös erziehen. und das ist auch ihr recht, genauso wie atheistische eltern ihre kinder atheistisch erziehen.

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Beim Buddhismus geht es wohl nicht darum einen Gott anzubeten,
sondern sich mit einer Lebensphilosophie zu identifizieren,
oder? Glaubst Du wirklich an Wiedergeburt? Der entscheidene
Punkt ist „glauben“ und das als Atheist.

Wer hat denn behauptet, dass ich noch immer Atheist sei?Ich nicht.Ich sagte ich war Atheist und habe mich jetzt mit der,wie du sagst,neuen Lebensphilosophie identifiziert.Dazu gehört auch,dass ich ohne Einschränkung an die Inkarnation glaube.Dazu gehört natürlich ein Glauben,den man als Atheist nicht hat.Aber wie gesagt-Atheist bin ich nicht mehr.

Aha, das hört sich ja so an als könnte man jeden Tag auf’s
neue die Erleuchtung erlangen. Ist das nicht eher so, dass man
dafür Jahre oder Jahrzehnte braucht? Wie lange hat Sidartha
Gautama gebraucht? Was ist Erleuchtung für Dich?

Hier gebe ich dir Recht.Ich habe mich mißverständlich ausgedrückt.Ich wollte schreiben,dass man zur Erleuchtung mehrere Stunden Zeit pro Tag für die Meditation benötigt - und jetzt kommt der wichtige Zusatz - dies über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg.
Die Erleuchtung kann man nicht erklären.Dies ist so,als wenn du einem Blinden eine Farbe beschreiben wolltest.Ich stelle mir darunter einen Erkenntnisdurchbruch vor.Das der Erleuchtete den Kreislauf des Werdens und Vergehens durchschauen kann.Eine gewissen Befreiungserfahrung ist damit verbunden.Die Gewißheit, die Leidensursache erkannt und damit vernichtet zu haben.

Hi!
Religionsunterricht an Schulen sollte man grundsaetzlich abschaffen. Religion ist Sache der Eltern oder der Kirchen, nicht aber der Schulen. Dadurch wuerde man sich viel Aerger ersparen.
Peter

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nebenbei wird und soll es aber immer noch privaten,
konfessionellen unterricht
geben. denn religiöse eltern
wollen ihre kinder eben religiös erziehen. und das ist auch
ihr recht, genauso wie atheistische eltern ihre kinder
atheistisch erziehen.

Hi lehitraot,

eigentlich sollte es nur privaten, konfessionellen Unterricht geben. Es ist nämlich gar nicht einsichtig, warum eine Konfession das Vorrecht hat, den Religionsunterricht in den Schulen zu gestalten, und die andern nicht.

Gruss Harald

Beim Buddhismus geht es wohl nicht darum einen Gott anzubeten,
sondern sich mit einer Lebensphilosophie zu identifizieren,
oder? Glaubst Du wirklich an Wiedergeburt? Der entscheidene
Punkt ist „glauben“ und das als Atheist.

Wer hat denn behauptet, dass ich noch immer Atheist sei?Ich
nicht.Ich sagte ich war Atheist und habe mich jetzt mit
der,wie du sagst,neuen Lebensphilosophie identifiziert.Dazu
gehört auch,dass ich ohne Einschränkung an die Inkarnation
glaube.Dazu gehört natürlich ein Glauben,den man als Atheist
nicht hat.Aber wie gesagt-Atheist bin ich nicht mehr.

Hier habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Ich finde der Umschwung vom Atheisten zum Buddhisten ist eine sehr große Wende. Erst gibt’s da nix, dann plötzlich eine - hier nun wirklich nicht weit verbreitete - Religion, die aus europäischer Sicht recht merkwürdig sein kann.

Welche positiven Erfahrungen hat Dir die Religion gebracht und welche westlichen Denkweisen musstest Du über Bord werfen?

In jedem Schuljahr wird eine Religion behandelt. Man lädt sich
stark Gläubige ein und läßt diese beschreiben, wie sie ihre
Religion erleben.

das wäre kein religionsunterricht, sondern einer in
religionsphilosophie, ethik, geschichte und soziologie.

OK, die Bezeichnung wäre mir egal. Dir Inhalte sind wichtig.

Man grenz ab zwischen Sekten und Religionen. Zwischen Göttern
und Propheten usw.

wer grenzt da ab? man kann in einem solchen unterricht nur
sagen, welche glaubensrichtung grenzt wen wie ab. zb:

  1. die zeugen j. sehen sich selbst als religion
  2. für die (anderen) christen sind die z.j. eine sekte
    (abspringer, häretiker)
  3. für die juden sind die christen eine sekte (abspringer,
    häretiker)

So etwas wie eine Objektivität gibt es wohl nicht, die man dann als allgemeingültig den Kindern unterrichten könnte. Aber gerade deshalb ist die Behandlung verschiedener Religionen oder Weltanschauungen so wichtig.

Man könnte sich einen Rabbi einladen und den mal fragen, warum die Christen Sektenmitglieder sind und einen Zeugen Jehovas einladen und seine Sichtweise dazu kennenlernen.

Dialog statt Monolog.

usw.

wer hier recht hat, hängt von der perspektive ab. in einer
gemischten schulklasse dürfte eine antwort gar nicht gesagt
werden!

Wer hat schon recht? Der, der sich das Recht nimmt oder durchsetzt. Siehe Israel usw.

In der Schule bekommt man dann keinen Glauben aufgezwängt,
sondern bekommt einen Überblick über andere Religionen und
zwangläufig andere Menschen, Länder und Kulturen.

ja, das sollte im philosophieunterricht so sein!

Das könnte auch Spannungen oder Vorurteile in unserer
Bevölkerung abbauen.

richtig!

nebenbei wird und soll es aber immer noch privaten,
konfessionellen unterricht
geben. denn religiöse eltern
wollen ihre kinder eben religiös erziehen. und das ist auch
ihr recht, genauso wie atheistische eltern ihre kinder
atheistisch erziehen.

Ja richtig, das ist für die Religionen wichtig. Das sollte dann ein Privatvergnügen sein und dann auch auf Kosten der Mitglieder erfolgen, denke ich.

Man könnte sich einen Rabbi einladen und den mal fragen, warum
die Christen Sektenmitglieder sind und einen Zeugen Jehovas
einladen und seine Sichtweise dazu kennenlernen.

Dialog statt Monolog.

finde ich gut!

Wer hat schon recht? Der, der sich das Recht nimmt oder
durchsetzt. Siehe Israel usw.

Laß die Polemik!

Ja richtig, das ist für die Religionen wichtig. Das sollte
dann ein Privatvergnügen sein und dann auch auf Kosten der
Mitglieder erfolgen, denke ich.

ja genau, da bin ich ganz Deiner Meinung.

Gruss Harald

eigentlich sollte es nur privaten, konfessionellen Unterricht
geben. Es ist nämlich gar nicht einsichtig, warum eine
Konfession das Vorrecht hat, den Religionsunterricht in den
Schulen zu gestalten, und die andern nicht.

sollte… solange es mehrheiten gibt, wird sich das nicht ändern. aber soweit ich da informiert bin, wird die religionsstunde doch von den jeweiligen lehrern der betreffenden gemeinden und kirchen gehalten, oder?

wie steht es um die kreuzesdebatte eigentlich? die sollten runter. wenn die schule unbedingt das bedürfnis hat, wen aufzuhängen, dann besser den präsidenten, eine fahne, das grundgesetz oder sowas.