Hallo,
ich dachte, dieses Brett könnte vielleicht noch am besten passen. Meine Frage handelt vom Kommunikationsverhalten (K), u.z. im privaten Bereich.
Mir ist klar, dass jeder Mensch mit einem bestimmten K aufwächst, das ihn sein Leben lang prägt, das er auch nur schwer ändern kann.
Speziell geht es mir darum, dass mich im privaten Umfeld folgendes immer mehr nervt: Ich erzähle irgend etwas, seien es simple Dinge wie z.B. Urlaubserlebnisse, aber mich evtl. auch aufrührende, wie z.B. über die bevorstehende schwere OP meines Mannes.
Statt teilzunehmen und evtl. weiter zu hinterfragen, höre ich dann als Antwort z.B. „Das ging uns auch mal so“, „Der Herr X mußte auch erst kürzlich ins Krankenhaus“ „Meine Mutter hat mir auch erzählt, dass…“
In der Folge erzählen die Menschen mir dann irgend etwas von sich oder xbeliebigen anderen. Ich fühle mich dann immer öfter vor den Kopf gestoßen und empfinde es als mangelnde Teilnahme und Desinteresse an meinem Leben, meiner Person.
Für mich ist es immer selbstverständlich, wenn mir etwas erzählt wird, zu hinterfragen bzw. meine Anteilnahme durch interssierende Fragen zu zeigen und die Menschen erzählen dann auch gerne. Ich habe dies auch im Bekanntenkreis schon mal extra gemacht, weil ich dachte, derjenige merkt das vielleicht. Aber wenn ich dann nach einer halben Stunde vielleicht mal etwas von mir erzählt habe, kam gleich wieder eine Erzählung mit Bezug auf denjenigen selbst. Wollte ich das Gespräch evtl. wieder auf mich beziehen, wurde ich unterbrochen oder es geht nach dem vorherigen Muster weiter.
Inzwischen nervt mich das so sehr, dass ich mich von solchen Bekannten am liebsten komplett zurückziehen würde.
Erwarte ich zuviel? Bin ich zu empfindlich?
Selektieren oder in Kauf nehmen? Oder…?
Viele Grüße,
hemba
