Komplexe Aufgabe im Schlaf lösen

Hallo Leute, ich wende mich mal an dieses Brett - denke hier passt es evt am Besten hin.

Ich habe vor ein paar Jahren einen Bericht gelesen/gehört/gesehen in dem Probanden stunden lang (irgendwas 6 oder 8h) vor einem Computer saßen und eine komplexe Aufgabe lösen mussten. Soweit ich mich erinnere hat der Computer eine Zahl gegeben (z.B. 3375) und die Probanden mussten eine Lösung eingeben ohne den Algorithmus zu kennen! Nehmen wir einmal an der Algorithmus wäre „die dritte Wurzel aus“, dann ist die Antwort 15. Natürlich kommt da niemand drauf und deshalb gibt man irgend eine Zahl an. Im nächsten Schritt gibt der Computer wieder eine Zahl (125) und die Lösung ist 5.
Das Spielchen ging dann die besagten Stunden und die Leute tippten sich die Finger wund und haben keine einzige Aufgabe lösen können - zumal der Algorithmus viel komplizierter war.
Dann hat man die Leute schlafen lassen. Am nächsten Tag haben alle Probanden innerhalb von glaube 20min die Aufgabe lösen können.

Es kann auch sein, dass die Anfangszahl sich gar nicht geändert hat. Aber daran erinnere ich mich nicht mehr und würde meiner Schätzung nach es noch schwieriger machen die Lösung zu finden.

Erinnert sich jemand an dieses Experiment und könnte mir mal ne Quelle nennen? Das wäre super, mir glaubt das nämlich keiner.

Vielen Dank! Ulli

Moin, Ulli,

mir glaubt das nämlich keiner.

die Leute tun gut daran. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass eine Nacht Schlaf die Leute befähigen sollte, nicht gestellte Aufgaben zu lösen.

Mit derartigem Humbug lässt sich aber sogar Geld verdienen, seit 60 Jahren werden Geräte verkauft, die über Nacht aus Schnarchern Sprach- und Mathegenies machen.

Gruß Ralf

es gab eine Studie…

Mit derartigem Humbug lässt sich aber sogar Geld verdienen,
seit 60 Jahren werden Geräte verkauft, die über Nacht aus
Schnarchern Sprach- und Mathegenies machen.

Vielleicht wird man kein Genie und vielleicht nimmt man auch nicht im Schlaf ab, aber dass man Probleme leichter lösen kann, wenn man eine Nacht drüber geschlafen hat (warum sonst heißt diese Redewendung so) stimmt!

http://www.stern.de/wissenschaft/natur/forschung/:Ne…

Man kann natürlich darüber diskutieren welche Art und von welchem Schwierigkeitsgrad die Aufgaben sein dürfen, damit sie im Schlaf lösbar werden, aber wie viele Grübler und Denker sind erst am nächsten Morgen auf die Idee gekommen, wo sie doch die Nacht zuvor so lange am überlegen waren…

Grüße

Laralinda

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Moin, Laralinda,

dass man Probleme leichter lösen
kann, wenn man eine Nacht drüber geschlafen hat (warum sonst
heißt diese Redewendung so) stimmt!

so würde ich das nicht unterschreiben. Manche Leute lösen manche Probleme, wenn sie darüber geschlafen haben. Das gilt aber nicht für jeden und schon gar nicht immer.

Dass das Unterbewusstsein so manchen Knoten entwirrt, den das bemühte Grübeln nicht aufkriegt, ist eh klar. Dazu bedarf es aber nicht einmal des Schlafes, oft genügt bereits die Beschäftigung mit anderen Dingen.

Gruß Ralf

Dass das Unterbewusstsein so manchen Knoten entwirrt, den das
bemühte Grübeln nicht aufkriegt, ist eh klar. Dazu bedarf es
aber nicht einmal des Schlafes, oft genügt bereits die
Beschäftigung mit anderen Dingen.

Ob es das Unterbewusst sein ist, wage ich jetzt mal zu bezweifel. Aber welcher Mechanismus im Schlaf oder auch außerhalb des Schlafes dafür verantwortlich ist klärt auch der Bericht, den ich suche.

Der Ansatz ist natürlich beim Knoten entwirren zu suchen. Ich glaube ja auch nicht, dass das Hirn den Algorithmus vollständig löst, die Probanden konnten ihn auch nicht erklären. Aber nach 8h langer Erfahrung (sagen wir pro Versuch 4sec => bei 7h sowas um die 378000 Lösungsversuche) traue ich dem Hirn schon zu Muster zu erkennen, auf die am Nächsten Tag (oder solange das hier nicht geklärt ist auch nach etwas anderweitiger Beschäftigung) weitere Lösungsansätze aufbauen.

Schönen Feierabend!
Ulli