Kondenswasser an den Fenstern

Hallo,

wir haben eine Wohnung und obwohl wir entsprechend der Vorgabe des Vermieters lüften, bildet sich ständig Kondenswasser an den Fenstern.

Kann das daran liegen, dass der Vermieter eine zweite Dichtung in den Fenstern angebracht hat und diese dadurch zu dicht sind?

DANKE
Liebe Grüße

hallo,

kondenswasser bildet sich am kältesten punkt. das sind die scheiben unten.
je besser die isolierung, desto weniger wasser entsteht.
die schwitzwasserbildung ist am höchsten in räumen, in denen eine hohe luftfeuchtigkeit herrscht (bad, küche, schlafzi.)
es kommt also auf die luftfeuctigkeit im raum und auf die güte der scheiben an, wie stark schwitzwasser entsteht.
gruß

Hallo
Kondenswasser kann ein sehr komplexes Thema sein.
Grundsätzlich hat es mit Temperatur, Wasserdampfmenge und Luftaustausch pro Zeiteinheit zu tun.
wie gesagt kann es im Detail sehr kompliziert werden.
Verbraucherschutz bieten gute Infomaterialien oder Internet sicher auch.
Grundsätzlich ist ein Fenster in den Dichtungsbereichen planmäßig wirklich dicht. Ansonsten würde warme Luft entweichen und kalte eindringen.
Planmäßiges Lüften ist die Grundlage für einen Luftaustausch.

Meistens wird einfach zu wenig gelüftet.
Auch bei meiner Familie. Wissen hilft nicht immer gegen Bequemlichkeit.
mfg

Hallo,

dass kann wirklich an der zweiten Dichtung liegen. Der ständige Luftaustausch ist nicht mehr da. Dazu kommt, dass die Fenster und das Glas eine schlechte Wärmedämmung haben. Feuchtigkeit setzt sich immer an den kalten Punkten.

Lösung: noch mehr lüften…

bessere Lösung: Neue Fenster = noch dichter und viel bessere Wärmedämmung. Trotzdem Lüften, sonst geht die Feuchtigkeit an die Wände (weil diese jetzt der kälteste Punkt ist).

Hallo jester2504,

Kondenswasser entsteht an kalten Oberflächen. Du kennst das sicher vom Kochtopf, wo das Wasser am Deckel kondensiert. Dabei ist Kondensat abhängig von der Luftfeuchtigkeit im Raum und den Oberflächentemperaturen der Bauteile. Im Winter sind die Fenster und die Fensterlaibungen oft die schwächsten Punkte, sprich die kältesten. Mit der zweiten Dichtung hat das nichts zu tun.

Vor allem in Räumen mit viel Feuchtigkeit wirst du mit dem Problem zu tun haben. Das sind Bäder, Küchen und Schlafzimmer. Die Möglichkeiten:
a) Wände und Fenster so gut dämmen, dass die Oberflächentemperaturen nicht unter den Taupunkt sinken können
b) so stark gegenheizen, dass der Taupunkt nicht unterschritten wird
c) regelmäßig und öfter am Tag Stosslüftungen durchführen, um die Feuchtigkeit abzuführen
d) aktiv entfeuchten.

Sinnvoll und bezahlbar sind wohl nur Kombinationen aus den Verfahren.

Viele Grüße
Maik

Hallo,

  1. Dichtung? Ok

Ihr müsst mehr Lüften!!! Also richtig Lüften, das kann auch nicht jeder.

Das sogen. Stosslüften:

Heizkörper aus und mal 10 Min. Durchzug. Das mehrmals täglich. Danach mal wieder den Heizkörper (normal) an.

Die verbrauchte Luft in der Wohnung kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten und gibt sie an kältesten Stelle ab.

LG

Hallo,
dies ist ein kompl. Thema ,jedoch kann man einiges allgemein sagen.Grundsätzlich kann eine zusätzliche Dichtung wenn es sich um z.B.Klebedichtung immerdicht oder ähnliches meist aus dem Baumarkt handelt,und diese über eine andere Dichtung geklebt wird so wird bei Fenstern mit mehreren Dichtungsebenen alle anderen außer Kraft gesetzt .In der Ferndiagnose jedoch schwer zu beantworten.Grundsätzlich entsteht Tauwasser immer abhängig von der Raumtemp. und der %Luftfeuchte.
Das bedeutet die Raumtemp. sollte immer ca. 20 grad betragen und die Luftfeuchte nie über 70 % gehen .Zudem ist der Wärmewert W/m2K entscheident ob sich der Tau auf der Scheibe oder an anderen Stellen niederschlägt.
Die Fensterscheiben sollten annähernd die Raumtemperatur haben z.B.Raum 20 grad Scheibe ca. mind.17 grad.

Ich hoffe dies hilft weiter ,jedoch ist wie gesagt eine Ferndiagnose nicht möglich.

mfg Heinz-Peter

Hi
desto mehr Dichtungen desto dichter, jedenfalls meistens.
Wenn die Fenster jetzt dicht sind müßt ihr besser Lüften.
Kauft euch ein Hygrometer und versucht bei 50-60% Luftfeuchte zu leben.
Wenn sich die Feuchtigkeit an den Scheiben niederschlägt ist es aber besser als in den Aussenwandecken. :wink:

Viel Erfolg
Claas

Hallo,
wenn man ein altes gebäude mehr als 1/3 mit neuen fenstern ausstattet, kommt kondenswasser an die innenscheibe, das zauberwort heist Dämmen!
Dann geht auch das kondenswasser weg.

Das problem hab ich auch, meinVermieter glaubt mir nicht, is auch klar…iss n Bauer

Hallo,

wir haben eine Wohnung und obwohl wir entsprechend der Vorgabe
des Vermieters lüften, bildet sich ständig Kondenswasser an
den Fenstern.

Kann das daran liegen, dass der Vermieter eine zweite Dichtung
in den Fenstern angebracht hat und diese dadurch zu dicht
sind?

Hallo Jester2504,

wenn sich Kondenswasser an den Fenstern bildet, liegt dass daran, dass sich die Luft an diesen (offensichtlich) kalten Stellen abkühlt und dann nicht mehr in der Lage ist, die in ihr gespeicherte Feuchtigkeit zu halten. Sie gibt sie dann wieder an der kältesten Stelle ab. Das geschieht häufig an Fenstern, weil diese meißt kälter sind, als die Wände. Manchmal schlägt sich die Feuchtigkeit aber auch an Aussenwänden nieder, dort häufig in den Raumecken, weil diese immer die kältesten Stellen in einer Wand darstellen.

Wenn man undichte Fenster hat, kann es sein, dass solche Probleme weniger oder garnicht auftreten, da ein regelmäiger Luftaustausch stattfindet, d.h. die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft wird durch ungesättigte Luft ersetzt, diese kann dann wieder Feuchtigkeit aufnehmen.

Der Nachteil von undichten Fenstern ist u.a. aber, dass der Mieter keinen Einfluß auf den Energieverlust hat, er heizt ja quasi die Aussenluft mit. Durch die Einführung einer zusätzlichen Dichtung wollte der Vermieter sicher genau dies verhindern. Damit möchte er sicherstellen, dass der Mieter weniger Energie verbraucht, um seine Wohnfläche auf Temperatur zu halten.

Wenn sich das Kondenswasser erst niederschlägt, seit dem die zusätzliche Dichtung in die Fenster eingeführt wurde, sollte es möglich sein das Problem in den Griff zu bekommen, indem dass das Lüftungsverhalten angepasst wird: man muß häufiger lüften. Hierbei ist wichtig: immer Stoßlüftung; die Fenster nur zu kippen genügt in den seltensten Fällen und führt zu mehr Energieverbrauch.

Wie die Lüftungsvorgaben des Vermieters auch immer aussehen mögen, man muß sich bei der Beurteilung solcher Zustände immer vor Augen halten: Wieviele Personen bewohnen die Wohnung, wie häufig duschen und baden diese, wieviele Pflanzen stehen in der Wohnung, wieviel wird gekocht… Je nach Konstellation kommen pro Tag EINIGE Liter Wasser zusammen, die ausschließlich von der Raumluft aufgenommen und (möglichst) nach aussen geführt werden müssen. Reicht Ihr Lüftungsverhalten aus, um sowie Lüftfeuchtigkeit abzutransportieren?

Es gibt aber auch Grenzen für die Lüftung, die meines Wissens nach in etwa so lauten: Wenn durch normale Lüftungsmaßnahmen (2-3 x täglich, je 10 min. Stoßlüftung)keine ausreichende Lüftung erreicht werden kann, muß der Vermieter zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um dies zu ermöglichen (z.Bsp. Lüftungsgeräte, Luftraumentfeuchter o.ä.).

Ob die eigenen Lüftungsmaßnahmen ausreichen, um die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren kann man recht einfach durch Feuchtigkeitsmesser feststellen. Diese sich im Baumarkt oder Fachhandel für ca.€ 4,- / Stück zu beziehen. Man sollte in jeden Raum eins davon stellen und beobachten, wie sich die Luftfeuchtigkeit mit dem jeweiligen Lüftungsverhalten ändert. Ideal ist eine Lüftfeuchtigkeit von 50% ± 10%. Am Besten über einen Zeitraum von ~2 Wochen protokollieren, damit man dies ggfs. dem Vermieter vorlegen kann, falls die eigenen Bemühungen fehlschlagen.

Man geht bei solchen Fällen immer von einer Raumtemperatur von 20°C aus. Je wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen und desto weniger Kondenswasser bildet sich. D.h. in Räumen, die im Winter un- oder wenig beheizt sind oder an Stellen die aus welchen Gründen auch immer kälter sind als 20°C, vergrössert das die Gefahr von Kondensbildung.

Ist ganz schön viel Text, ist aber auch ein schwieriges Thema…

Viel Glück
Knocker1

Hallo,
ich nehme an das ihr Holzfenster habt,auch wenn eine Dichtung eingezogen wird,heißt das noch lange nicht
dass die Fenster dicht sind.Die Fenster dürfen beim Schließen auch nicht sperren.Ich gehe auch davon aus,dass nur die inneren Flügel abgedichtet wurden,um zu verhindern ,dass Wärme nach außen dringt.Auch wird häufig vernachlässigt,ob der Fensterriegel sich oben und unten richtig einschiebt ,um zu gewährleisten dass der Flügel richtig angepresst wird.Die Raumtemperatur solltet ihr nicht unter 16°C fallen lassen,wenn ihr zur Arbeit geht,sonst bildet sich auch Kondenswasser.
Vielleicht konnte ich helfen.

Gesundes neues Jahr, jester2504!

Es gibt keine Fenster, die zu dicht sind. Wenn die Fenster dichter als vorher sind, und das wird zweifelsfrei das Ziel der Maßnahme gewesen sein, dann ist das doch wunderbar, oder?!

Kondenswasser entsteht, wenn sich warme feuchte Luft abkühlt und dabei das Kondenswasser nicht mehr halten kann. Das Phänomen ist physikalisch begründet und kann nur durch Reduzieren der Luftfeuchtigkeit oder Erwärmung der Problemzonen behoben werden. Mit anderen Worten: das Problem ist hausgemacht, ohne dass es auf dem schon begonnen Weg der Fenstermodernisierung dafür eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung gibt.

Was ich als Fachmann nicht verstehe ist die Tatsache, dass sich immer wieder Kunden finden, die sich die Fenster mit Dichtungen nachrüsten lassen. In meinen Augen ist das eine unfassbare Geldverschwendung.
Bekanntlich reicht es bei moderen Fenstern nicht, dass man mit angekippten Fenstern lüftet. Stoßlüften ist die einzig wahre Möglichkeit einer richtigen Lüftung und das auch nur wenn es gleich viermal täglich mindestens 20 Minuten mit Querlüftung (Durchzug) geschieht. So verlangen es die Fachleute, wenn man sie nach richtigem Lüften fragt. Und wenn das der einzig richtige Weg ist, um einen angemessenen Luftaustausch zu verursdachen, der zum Lüften reicht, dann stellt sich doch im Umkehrschluss die Frage, wie unbedeutend eine winzige Fuge an einem alten Fenster ohne (zweite) Dichtung hinsichtlich des Wärmeverlustes sein muss. Gleich null! Also ist die Ausgabe von Geld für das Nachrüsten von zusätzlichen Dichtungen das wohl Unwirtschaftlichste, was man sich in dieser Branche denken kann.
Ist nicht die zur Fuge des Fensterflügels verhältnismäßig riesige Glasscheibe, die ohne moderne Isolierqualität wie ein gigantischer Kühlkörper wirkt, das so offensichtlich größte Problem? Zu dumm, dass eine Scheibe durchsichtig ist, denn dadurch scheint sie immer wieder als Problemursache übersehen zu werden. Solange keine Isolierglasscheibe mit halbwegs modernen Wärmedämmwerten in alte Fenster eingebaut werden, macht das Nachrüsten von Dichtungen keinen Sinn. Sicher, wenn man die Kosten für das Nachrüsten von guten Isolierglasscheiben, wenn überhaupt möglich, und dann noch die Nachrüstung von zusätzlichen Dichtungen rechnet, kann man sich gleich die Fenster komplett austauschen lassen. Genau! Wer richtig rechnen kann und sich keine Bären aufbinden lässt, wird schnell zu dem Ergebnis kommen, dass nur das der richtige Weg ist, Fenster zu modernisieren.
Beim Denkmalschutz haben wir tatsächlich ein Problem, denn hier stehen sich Denkmalpflege und Wirtschaftlichkeit gegenüber, die niemals unter einen Hut zu bekommen sind. Nur ist für mich ganz klar der größere Frevel, ein altes, angeblich zu schützendes Fenster mit Isolierglas und Dichtungen umzurüsten, als es gegen einen moderen Nachbau austauschen zu lassen. Aber bis auf diese Ausnahme, bei der es auf subjektive Ansichten ankommt, ist jedes Nachbessern an einem alten Fenster witschaftlicher Fusch.

Wenn die Scheiben erst jetzt nach einer Nachrüstung mit Dichtungen Kondenzwasser zeigen, macht nur deutlich, dass es dieses Problem schon immer gab. Nur eben nicht an der Scheibe, sondern innerhalb vom Fenster, wo es in der Regel zu deutlich mehr Schaden am Gebäude führen konnte. Sollte das alte Fenster aber schon sinnigerweise eine Drainage haben, die das Kondenzwasser im inneren hätte abführen können, dann wäre das Nachrüsten mit Dichtungen natürlich technisch an der falschen Stelle erfolgt. Das kommt auch oft vor, denn die Spezialisten, die Fenster mit Dichtungen nachrüsten, bauen die Gummis in der Regel dort an, wo es handwerklich besonders leicht ist und nicht etwa dort, wo es technisch sinnvoll ist. Bemerkenswerterweise wussten die Menschen schon im Mittelalter wieso Kondenzwasser entsteht. Es ist mir daher immer wieder verwunderlich, warum man dieses Wissen Fensterherstellern vor vielleicht 100 Jahren nicht zutraut. Aber wenn man Dichtungen an Fenstern nachrüstet, die vorher keine hatten, muss man sich doch die Frage stellen, wie der Hersteller des Fensters sich das Abführen von Kondenswasser gedacht hat, oder? Wenn man also einen Fall hat, bei denen die Dichtungen sogar an der falschen Stelle nachgerüstet wurden, hat man nicht das Problem, dass die Fenster deswegen doch zu dicht sind, sie sind einfach nur kaputt gemacht worden!

Mit freundlichem Gruß,
Peter Ralf Lipka
ActualVision praezi-tec GmbH, Berlin/Deutschland

hallo
kann man so nicht sagen, entscheidend ist die relative Luftfeuchtigkeit in den Räumen, die sollte bei ca. 50 % liegen, ist sie höher, kann die Luft (bei ca. 20 Grad Temperatur) keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen, es kommt zu Feuchtigkeitsniederschlag, auf der kältesten Stelle im Raum, das ist meist das Glas.
Abhilfe:

  • falls die Luftfeuchtigkeit in Ordung ist, auf einen Luftaustausch im Fensterbereich sorgen, dichte Vorhänge, viele Blumen etc. vermeiden
  • schlechte / alte Gläser ziehen über den Abstandhalter (mit dem die beiden Gläser verbunden sind) die Kälte von aussen, hier kommt es zu einem sog. Bilderrahmeneffekt, am Rand ist Kondenswasser zu sehen, in der Mitte in der Regel nicht.
    hier ist keine Abhilfe möglich, neue Gläser !
  • beim Lüften unbedingt Stoßlüften, also Fenster ganz auf, als Hilfsmittel, wenn an der Wand gegenüber dem Fenster kühle Luft merkbar, spürbar ist, kann das Fenster wieder geschlossen werden.
    Die Temperatur im Raum sollte beim Lüften nicht mehr als 1 bis 1,5 Grad fallen.
  • zunächst bitte einmal die Luftfeuchtigkeit überprüfen, Hygrometer gibt es in Baumärkten, Optikergeschäfte, o. ä. zu kaufen.

Gruß
Michael

Hallo, aufgrund einer Krankheit kann ich zur Zeit keine Fragen beantworten.
mfg

Lüften ist gut, am besten 2 bis 3 mal täglich. Da mir die Fenster nicht bekannt sind, bleibt nur der Rat, herauszufinden, wodurch die erhöhte Luftfeuchtigkeit kommt. Badezimmertür offen beim Duschen? Häufiges Kochen? Wäschetrocknen in der Wohnung? Wäschetrockner mit Abzug, der nicht nach außen verlegt wurde? Viele Pflanzen? Viele Personen in der Wohnung?

Bautechnische Probleme kann es auch geben, z.B. Einbaufehler bei den (neueren) Fenstern oder alte Fenster in einer gedämmten Fassade.

Das mit der Zusatzdichtung kann natürlich auch schon einmal ein Fehler sein. Bei (älteren) „undichten“ Fenstern zirkuliert die Luft immer ein bisschen. Bei neueren Fenstern wird trotz bester Wärmedämm-Vorhaben oft zur Luftzirkulation ein Stück aus der Dichtung herausgeschnitten oder gar spezielle Zwangslüfter eingebaut.

Richtig beurteilen lässt sich das nur durch eine Vor-Ort-Besichtigung, am besten durch einen Fachmann aus Ihrer Nähe.

Viel Erfolg!