Konditions- und Krafttraining: Widerspruch?

Hallo Wissende,

ich habe eine mehr grundlegende Frage, die mich schon seit Jahren immer mal wieder beschäftigt, vor allem dann natürlich, wenn ich in einer sportlichen Phase bin, entweder, um Fett wegzubekommen oder einfach um mich fit zu halten oder auch- wie jüngst wieder- um ein bisschen mehr Kraft zu bekommen.

Ich wüsste nun gerne, ob sich ein Konditionstraining- ich hab’ hier so einen Heimtrainer, auf dem ich fleißig trete- mit einem Krafttraining widerspricht. Das heißt: Kann jemand, der z.B. sein Herz auf Marathon „getrimmt“ hat, überhaupt noch ein Krafttraining machen oder schafft das die Pumpe dann nicht mehr so recht? Klingt vielleicht jetzt etwas bescheuert formuliert, aber ich bin auch schließlich nicht vom Fach.

Gruß

Hermann

Hi,

sicher kann ein Marathonläufer Krafttraining machen. Nur gleichzeitig wird das schwierig…

Während der Zeit, in der Krafttraining auf dem Plan steht, baut man allerdings Kondition ab.

Gruss,

Herb

kein Widerspruch
Hallo Hermann.

Ich denke man kann ausschließen, dass ein guter Gewichtheber auch ein
guter Marathonläufer sein kann und umgekehrt. Zum einen liegt es an
den grundsätzlich unterschiedlichen Trainingsarten und zum anderen
liegt es an der Sauerstoffversorgung der Muskulatur. Viel Muskulatur
muss mit viel Sauerstoff versorgt werden und das über die Dauer eines
Marathonlaufs. Hier liegt das Problem.
Aber für den ambitionierten Freizeitsportler gibt es keinen Grund nicht Muskelaufbau, Kraft, Kondition und Fettreduktion miteinander zu kombinieren und dabei auch noch gute Ergebnisse zu erzielen.
Du kannst z.B. nach einem Hantel- und Gerätetraining noch 1 Stunde aerobes Training anhängen. Wenn Du hier ab und zu bis an Deinen aeroben Grenzpuls gehst, verbrennst Du jede Menge Fettreserven und steigerst Deine Kondition.
Sicher wirst Du so kein super Marathonläufer und Du wirst auch nicht aussehen wie Arnold, aber Du wirst sportlich, fit, muskulös, athletisch, gesund…

Nur die Extreme schließen sich aus.

Viel Spaß dabei.
Beste Grüße
Lothar

Hi,

Krafttraining ist Bestandteil eines Konditionstrainings.

Das Problem beim Konditionsbegriff ist, dass Kondition meist mit Ausdauer gleichgesetzt wird.
Das ist aber nicht richtig.
Als Kondition bezeichnet man physische und psychische Verfassung sowei dei Bereitschaft eines Sportlers, den spezifischen Anforderungen einer Sportart gerecht zu werden.
Die allgemeine Kondition beruht auf einem hohen Entwicklungsgrad der motorischen Eigenschaften Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination und Flexibilität. Sie sit wichtigster Faktor für das Erreichen hoher Wettkampfleistungen. Die Kondition wird mitbestimmt durch die physische und psychische Belastbarkeit des Sporttreibenden im Training und im Wettkampf.

Auch ein Marathonläufer trainiert Schnelligkeit und Kraft, aber nicht in dem Umfang, den die Ausdauer, die übrigens auch Schnelligkeitskomponenenten enthält, einnimmt, wobei das Training auf hohem Niveau immer zu gegenseitigen Beeinflussungen der konditionellen Fähigkeiten führt, macht z.B. ein Marathonläufer zu viel Schnelligkeits- oder Krafttraining, geht das zun Lasten der Ausdauer.

CU

Axel

Hallo Axel,

Krafttraining ist Bestandteil eines Konditionstrainings.

Oops, mir neu…

Das Problem beim Konditionsbegriff ist, dass Kondition meist
mit Ausdauer gleichgesetzt wird.

Mach ich auch…

Das ist aber nicht richtig.
Als Kondition bezeichnet man physische und psychische
Verfassung sowei dei Bereitschaft eines Sportlers, den
spezifischen Anforderungen einer Sportart gerecht zu werden.

Klingt irgendwie, als hättest du das aus einem Lehrbuch abgeschrieben.

Auch ein Marathonläufer trainiert Schnelligkeit und Kraft,
aber nicht in dem Umfang, den die Ausdauer, die übrigens auch
Schnelligkeitskomponenenten enthält, einnimmt, wobei das
Training auf hohem Niveau immer zu gegenseitigen
Beeinflussungen der konditionellen Fähigkeiten führt, macht
z.B. ein Marathonläufer zu viel Schnelligkeits- oder
Krafttraining, geht das zun Lasten der Ausdauer.

Möglicherweise ist das, was du hier schreibst, identisch mit dem, was ich immer im Karatetraining gehört habe, dass man nämlich beim Karate z.B. - wie auch wohl in vielen anderen Sportarten- nicht zu viel Muskelmasse mit sich herumtragen solle, weil das auf die Schnelligkeit ginge. Das habe ich schon damals nicht geglaubt, denn immerhin gibt es auch recht muskulöse Kampfsportler- ich meine sogar, dass A. Schwarzenegger einen Schwarzgurt hat in irgendeiner Kampfsportart.

Gruß

Hermann

Hallo Lothar,

Ich denke man kann ausschließen, dass ein guter Gewichtheber
auch ein
guter Marathonläufer sein kann und umgekehrt.

Denke ich ja eigentlich auch. Schließlich sieht man auch keinen echt guten Marathonläufer mit einer athletischen Figur- ich hab’ zumindest noch keinen gesehen. Die haben alle zwei einigermaßen trainierte Beine, noch nicht mal die besonders gut, und oben ist so gut wie nix. Der Fettanteil ist natürlich genial gering :wink:. Also nicht, dass ich hier spotten will- jeder macht, wozu er Lust hat bzw. was er will.

Du kannst z.B. nach einem Hantel- und Gerätetraining noch 1
Stunde aerobes Training anhängen.

Ich ich mach vor dem Hanteltraining erst mal ein bisschen Aufwärmarbeit mit dem Heimtrainer. Bislang hatte ich den Eindruck, dass das auch ok so ist- umgekehrt funktioniert das nicht, weil ich dann das Gefühl habe, meinem Herz- Kreislauf- System zu schaden. Ich bin ja auch nicht mehr so furchtbar jung mit meinen 45. Eigentlich müsste ich ohnehin schon längst dauerhafter Bauchträger sein :wink:.

Wenn Du hier ab und zu bis
an Deinen aeroben Grenzpuls gehst, verbrennst Du jede Menge
Fettreserven und steigerst Deine Kondition.

Ich habe jetzt innerhalb von einem guten Monat ca. 3 KG Gewicht reduziert und meine Kondition ist besser, was ja nicht unbedingt bedeutet, dass ich alles richtig mache.

Sicher wirst Du so kein super Marathonläufer

Nee, zu Zeiten, in denen ich viel gelaufen bin, war 10 - 15 Km so meine Strecke, und die bin ich dann auch nicht gerannt, sondern war so mit 50 Min. auf 10 km (Laufband im Studio) mit von der Partie.

und Du wirst auch
nicht aussehen wie Arnold,

Jau, dafür bin ich vielleicht auch schon ein bisschen zu alt.

Nur die Extreme schließen sich aus.

Ja, die Extreme habe ich vor allem genannt, um damit zu zeigen, um was für ein Problem es mir geht.

Besten Dank für das Posting!

Gruß

Hermann

Hallo Hermann.

Hallo Hermann,

Krafttraining ist Bestandteil eines Konditionstrainings.

Oops, mir neu…

Das Problem beim Konditionsbegriff ist, dass Kondition meist
mit Ausdauer gleichgesetzt wird.

Mach ich auch…

Dann hast du durch Axels Beitrags nun einiges hinzu gelernt, denn,
dass Ausdauer nicht mit Kondition gleichzusetzen ist, dürfte eigentlich hinreichend bekannt sein und ist z.B. verständlich und detailliert nachzulesen bei:

http://www.hotsport.ch/3athlon.ch/3athlon/artikel/3_…

Grüße
Red

Hallo Lothar,

Sicher ist das gut, sich vor dem Hanteltraining aufzuwärmen.
Da genügen schon 10 - 15 Minuten.

Na ja, ich denke, ich schade mir nicht, wenn ich ein paar Minuten länger mache; ich hab’ so ein bisschen Bedenken, dass ich in meinem nicht mehr so wirklich jungen Alter mir eher schade, wenn ich den Ausdauersport verächtlich gegenüber stehe. Du meinst aber, dass 15 Min. reichen?

Wenn Du das Gefühl hast Dir
zu schaden, wenn Du nach dem Hanteltraining noch aerobes
Training anhängst, solltest Du das natürlich nicht machen.

Ooops, ja, habe ich vor zwei Jahren gemacht, da bin ich nach dem Hanteltraining immer noch eine gefällige halbe Stunde gelaufen. War schon irgendwie geil- auch von der Art der Belastung her. Das Hanteltraining ist ja schon total was anderes.

Aus
eigener Erfahrung kann ich Dir aber sagen, dass es gerade für
die Fettverbrennung genial ist.

Ja, da habe ich 75 KG gewogen- ich bin 1,87 :wink:.

Während Deines Hanteltrainings
hast Du Deine Glykogenspeicher aufgebraucht und alle
Kohlenhydrate schon „verschossen“. Jetzt kann es direkt an die
Fettpölsterchen gehen. Ich mache das häufig - allerdings geht
mein Puls dabei nicht über 150 .Die meiste Zeit laufe ich mit
einem Puls zwischen 130 und 140 (ich bin 43 Jahre jung).

Ah, mein Baujahr fast! Glückwunsch! Aber mit dem Puls- ist das nicht etwas heftig? Ich denke da an die Formel 180 - Lebensalter= Maximalpuls, wenn ich das richtig weiß. Ich achte drauf beim Radfahren- laufen ist bei mir leider nicht mehr wegen kaputter Knie- dass ich nicht deutlich über 130 komme.

Während dieser Stunde trinke ich 1,5 l Wasser (angereichert
mit 2 TL Sole).

Sole? Wie setzt du die an und womit machst du die? Himalayasalz?

Ich habe jetzt innerhalb von einem guten Monat ca. 3 KG
Gewicht reduziert
und meine Kondition ist besser, was ja nicht unbedingt
bedeutet,

Hallo Red,

Vielen Dank für dein Posting.

Dann hast du durch Axels Beitrags nun einiges hinzu gelernt,
denn,
dass Ausdauer nicht mit Kondition gleichzusetzen ist, dürfte
eigentlich hinreichend bekannt sein

Das glaube ich eher nicht, dass das hinreichend bekannt ist- mir zumindest war es eher neu.

und ist z.B. verständlich
und detailliert nachzulesen bei:

http://www.hotsport.ch/3athlon.ch/3athlon/artikel/3_…

Schon mal reingeschaut, danke für den Link.

Gruß

Hermann

Hallo Hermann,

nur um evtl. Missverständnissen vorzubeugen: Das war nicht klugscheißerisch gemeint, sondern sollte sich lediglich auf den Wissensstand der sogenannten Experten beziehen. Du hattest ja schon in deinem Eröffnungsposting erwähnt, dass du nicht vom Fach bist und warst demzufolge auch überhaupt nicht gemeint.

Schönes Wochenende!
Red

Hallo Hermann.

Diese paar Minuten vor dem Training sollen ja nur den Kreislauf etwas in Wallung bringen, das Blut etwas zirkulieren lassen und den Körper auf „Betriebstemperatur“ bringen - ihm einfach signalisieren, dass er jetzt gleich etwas zu tun bekommt :wink: Ausdauertraining bzw. Fettverbrennung mache ich wie gesagt nach meinem Muskelaufbautraining oder an separaten Tagen.

Also die Faustformel für den Maximalpuls, die ich kenne, ist 220 - Alter. Aber Deinen Grenzpuls für die Fettverbrennung ermittelst Du am besten und einfachsten beim Sportarzt. Er kann einen Lacktattest machen oder er ermittelt ihn aus den Werten des Belastungstests. Allerdings kannst Du ihn auch relativ genau alleine bestimmen.
Wenn Du interessiert bist, schreibe ich Dir gerne wie.

Mein aerobes Training im Fitnessstudio mache ich auch nicht auf dem Laufband (Laufen gehe ich lieber in der Natur) sondern ich gehe auf einen Ellipsentrainer. Das ist ein sehr gelenkschonender Bewegungsablauf.

Für meine Sole löse ich Himalayasalz in destilliertem Wasser bzw. Wasser aus meiner Umkehrosmoseanlage auf. Ich habe dazu ein Glasgefäß, das ca. 1l fasst. Das fülle ich mit Wasser und lege so lange Salzbrocken nach, bis sich der letzte nicht mehr ganz auflöst (dauert ein paar Tage). Wenn die Sole einmal angesetzt ist, fülle ich einfach ab und zu Wasser und einen Salzbrocken nach.

Hallo Red,

nur um evtl. Missverständnissen vorzubeugen: Das war nicht
klugscheißerisch gemeint,

Na ja, klang halt so ein bisschen big brother mäßig :wink:.

sondern sollte sich lediglich auf
den Wissensstand der sogenannten Experten beziehen.

Die Experten differenzieren da auch nicht sonderlich?

Du hattest
ja schon in deinem Eröffnungsposting erwähnt, dass du nicht
vom Fach bist und warst demzufolge auch überhaupt nicht
gemeint.

Oops, da hab’ ich ja noch mal Glück gehabt :smile:.

Auch dir ein schönes Wochenende!

Hermann