Hallo Wissende,
ich habe eine vielleicht etwas seltsam anmutende Frage, aber ich glaube, sie ist nicht unberechtigt und auch interessant. Also: Jeder Mensch kann von heute auf morgen in die Situation kommen und muss im Rollstuhl sitzen- manch eine/r für den Rest des Lebens. Ich selbst bin btw. nicht auf den Rollstuhl angewiesen, habe derzeit aber Meniskus- und Bänderprobleme und fühle schmerzlich den Verlust eines gediegenen 5 bis 10 km- Laufes. Ich bin kein „Marathonmann“, aber so ein feines, kleines Läufchen macht mir Spaß (ob Joschka Fischer heute wohl noch 10 km in 1 Stunde schaffen würde- ich glaube eher nein).
Klar, man gewöhnt sich an mancherlei bzw. kommt mit seiner Behinderung dann auch ganz gut klar- wenngleich mir das bei der hiesigen Politik nur schwer über die Tasten geht-, aber man denkt dann, wenn es bei einem selbst plötzlich so aussieht, dass man nicht mehr so laufen kann wie bisher, intensiver über Sport und Bewegung nach; mehr als sonst. Ich hoffe, das die Rollstuhlfahrer, die das lesen, jetzt in keinster Weise sich irgendwie dumm angemacht fühlen, das wäre wahrlich das allerletzte, was ich mit meiner Frage bezwecken möchte!
Nun sollen natürlich auch Rollstuhlfahrer Sport machen und tun es ja auch, und ich habe btw. großen Respekt davor. Normalerweise wärmt man sich aber beim Sport auf, und im Regelfalle ist das ja dann Laufen oder meinetwegen Radfahren, jedenfalls eine Konditionssportart (schwimmen dürfte auch schwierig sein, weiß ich aber nicht). All das ist aber für jemanden, der seine Beine nicht mehr bewegen kann, nicht möglich. Natürlich kommt man auch beim Paddeln z.B. ins Schwitzen, aber im Grunde ist das ja keine Konditionssportart (wenn ich nicht völlig falsch liege, was ich nicht ausschließe!).
Meine Frage ist: Kann man so einfach auf das Aufwärmen verzichten? Und wenn ja, hat das nicht negative Folgen auf Herz- und Kreislaufsystem? Mich würden hier die Aussagen von Medizinern und vor allem natürlich von Rollstuhlfahrern sehr interessieren!
Viele Grüße
Hermann
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