Hallo,
in dem folgenden Konflikt zwischen zwei Personen bitte ich um euere werte Meinung.
Person 1 (P1) und Person A (PA) möchten gemeinsam eine Fahrradreise unternehmen. P1 befindet sich bereits in dem überseeischen Land, in welchem die Reise stattfinden soll, PA reist mit dem Flugzeug an und bringt P1 einige Utensilien mit, die diese für die Reise benötigt: u. A. 2 neue Faltreifen (die Utensilien wurden PA für diese kostenlos rechtzeitig vorher zugeschickt).
Die gemeinsame Reise wird begonnen. Schon wenige Meter nach dem Start hat PA den ersten Platten. P1 hilft PA bei der Reparatur. Man fährt weiter. Das Spiel wiederholt sich ca. 4 mal auf der ersten und ca. 5 mal auf der zweiten Etappe. P1 und PA bemerken, daß PAs neues Fahrrad, das diese für 300 € billig erstanden hat, offenbar mit schlechter Bereifung ausgestattet ist.
PA erbittet zunächst einen der neuen Ersatz-Faltreifen von P1. Diese ist einverstanden, verlangt aber für diesen Fall von PA, daß diese ihr den Faltreifen zum eigenen Einkaufspreis abkaufe, mit der Begründung, daß der Reifen neu sei und sie schließlich den Reifen ebenfalls habe kaufen müssen. PA reagiert empört und, obwohl P1 wiederholt versucht, ihr klarzumachen, daß es der eigene Einkaufspreis sei, für den sie ihr den Reifen anbiete, bahauptet PA, P1 wolle ihre (PAs) Situation zu eigenem Vorteil ausnutzen und sei ein „Kameradenschwein“. P1 sagt, der Reifen sei nach den bevorstehenden ca. 600-700 km anschließend nicht mehr „neu“, daher wolle sie den Reifen nicht einfach ausleihen. PA betont mehrfach, sie wolle den Faltreifen nicht. Sie fragt P1, was solle sie anschließend (nach der Reise)mit dem Faltreifen machen? P1 sagt, dann könne sie PA auch nicht helfen.
PA meint schließlich, P1 solle ihr doch besser einen der auf ihrem (P1s) Rad befindlichen Drahtreifen (das ist ein normaler Fahrradreifen, der wesentlich preisgünstiger zu haben ist, als ein Faltreifen) zu einem Gebrauchtpreis überlassen und sich stattdessen selbst einen der Faltreifen aufziehen. P1 bewertet diesen Vorschlag als abwegig, da der Faltreifen dann ja bei ihr selbst zum Einsatz käme und anschließend ebenfalls nicht mehr neu wäre. Da P1 den Vorschlag außerdem als dümmliche Anmaßung versteht, sagt sie mit ironischem Unterton, die auf ihrem Fahrrad bereits aufgezogenen Drahtreifen stünden schlicht nicht zum Verkauf. Diese Äußerung bewertet PA als „zynisch“.
Tja, wer hat nun Recht? Ist P1 wirklich ein Kameradenschwein?