Konsequenzen

Hallo,
ich schildere erst mal das Problem.
Mein Freund, wir sind seit 3 Jahren zusammen, hat eine 5 jährige Tochter, eigentlich verstehen wir uns gut aber sie versucht halt immer wieder ihr grenzen auszutesten, ist ja auch normal.
Nun bin ich der meinung wenn man etwas schon öfters besprochen hat (ablauf des abholens aus dem KIGA)dann sollte es doch langsam mal klappen oder?(sie wird anfag März 6 und kommt 2010 in die Schule!
Es ist so das mein Freund die kleine morgens in den KIGA bringt und ich sie mittags abhole. Wir haben nur eine kurze Mittagspause zusammen bevor ich wieder arbeiten gehen muss. Jetzt ist es so das die kleine sich immer einen Spaß daraus macht sich zu verstecken wenn ich komme, wenn ich sie dann noch sehe ist es ok dann hab ich sie ja gleich. Aber es war z.B heute so das 3 erzieherinnen + ich auf der Suche nach ihr und ihrer Freundin waren, und die Erzieherinnen dann auch zu den Kinder meinte das das jetzt nicht mehr lustig ist wenn sich auch alle sorgen machen wo sie sind.

Ich finde das einfach mal eine spürbare „Strafe“ angebracht wäre. Z.b. heute nix süßes o.ä.
Aber mein Freund weigert sich standhaft, er leiert nur immer wieder das selbe runter:„Du weißt doch das sollt ihr nicht machen, das ist nicht schön wenn ihr das mach. Versprichst du das ihr das nicht mehr macht?“
Sie sagt natürlich immer:„Ja klar“
und Morgen hab ich das selbe problem wieder.

Wie seht ihr das? Habt ihr Tipps?

Danke

Nachtrag: Die rechtschreibung ist blöd, hatte nicht so viel Zeit:smile:

Hallo,

was geschieht, wenn du zur Arbeit musst?
Muss sie dann zurück in den Kindergarten?
Oder wer betreut dann?

Das Problem mit „Konsequenzen“ ist, dass sie eine „natürliche“ Konsequenz aus der Tat sein sollten. „Keine Süßigkeiten“ hat absolut nichts mit dem Verstecken / Zeit vertrödeln zu tun.
Konsequent wäre: kein gemeinsames Mittagessen, o.ä. -> deshalb meine Frage oben, was nach der Mittagszeit geschieht. Es muss passen.
Nur die gleiche Predigt ist sicher auch nicht der richtige Weg.
Ich wäre mal ein bisschen kreativ und würde mir überlegen, was reinpasst, so dass sie den Zusammenhang zwischen ihrer Tat (dem Verstecken, Rumtrödeln) und der Konsequenz sieht.

Alternativ kann man sich allerdings auch überlegen, warum sie das macht, was sie damit erreichen will und ob man vielleicht seine eigenen Handlungen so ändern kann, dass das ungewünschte Verhalten vielleicht nicht mehr so schwer ins Gewicht fällt oder die Notwendigkeit wegfällt, dass sie sich so verhält.

Gruß
Elke

Wenn ich arbeiten gehe wird sie von meinem Freund betreut, er ist slbstständig und kann sich das so einrichten, sie ist nur die halbe woche bei uns.

Kein gemeinsames Mittagessen, dann müsste ich ihr ja das Essen verbieten?

Wie das praktisch aussieht, müsste man sich überlegen.
Du könntest z.B. statt dem normalen warmen Mittagessen nur Brote hinstellen und für ein paar Tage deine mitnehmen (und auf der Arbeit essen) - nur bis sie es verstanden hat.
Oder sie muss allein am Tisch sitzen und essen ,weil du dich bereits für die Arbeit fertigmachen musst.
Wie das praktisch in euren Tagesablauf passt, kannst nur du entscheiden, weil du ihn kennst.

Wichtig, ich wiederhole mich, aber egal: dass sie das nicht als STRAFE empfindet, sondern als natürliche Konsequenz, die aus ihrer Aktion erwächst. Nicht DU willst sie zu irgendwas kriegen, sondern ihr Leben wird angenehmer, wenn sie nicht gegen die Regeln arbeitet.

Gruß
Elke

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Hallo Ihr Elke,

Deine Antworten finde ich Klasse!

Zum anderen möchte ich nur noch kurz anmerken, daß meine Kinder ebenfalls alle solch eine „Versteck“-Phase - im Kindergarten, sowohl beim Abholen bei Freunden - hatten. Nachdem es Sie eine Zeitlang auf Ignoranz stießen, war es ganz schnell uninteressant.

Kommt jetzt halt auch ein wenig mit darauf an, wie lange diese Versteckphase bei der UP schon geht?

Grüßchen Motorradmieze*

*die dann eben einmal (nach Absprache mit der Erzieherin) allein heimging. Da war das Geplärre groß. Funktioniert aber sicher auch nicht bei jedem Kind.

Hallo Lisa,

der Kausalzusammenhang muss passen. Süßigkeitenverbot passt nicht.

Was du machen kannst?

Erst einmal würde ich mit den Erziehern sprechen. Die sind auch betroffen und genervt. Ich weiß nicht, ob sich das was logisches aus dem Ablauf im Kindergarten ableitet, wenn, dann nimm das.

Gibt es etwas für die Kurze Positives in der Mittagspause? Etwas, das ein wenig Zeit braucht? Dann liegt da ein Hebel.

Ansonsten ist sie alt genug, dass man das zeitlich auseinander setzen kann. Sie will pünktlich irgendwo sein? Dann kannst du auch mal fröhlich trödeln…

LG Petra

Hallo

kann nur meinen Vorsprecherinnen zustimmen.

Aber, dein Freund und du, ihr müsst euch schon einig sein, denn ansonsten bist du die Dumme!
Also, alle beide an einem Strang ziehen!

LG

Hallo

Sie will pünktlich irgendwo sein? Dann kannst du auch mal fröhlich trödeln…

Sowas würde ich erst mit 15 oder 16 machen. So kann das ein Riesen-Trödel-Chaos ergeben, wenn das ein kleines bisschen schief läuft.

Viele Grüße

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Hallo

gäbe es die Möglichkeit, wieder zu gehen, ohne sie abzuholen (wenigstens ausnahmsweise)? So dass sie erst irgendwann nachmittags abgeholt wird? Das fände ich das Natürlichste, wenn man selber wenig Zeit hat mittags.

Wenn sie allerdings sowieso lieber im Kindergarten bleiben will, wäre das natürlich nicht sehr wirksam.

Viele Grüße

Hallo,

wie steht das Mädchen denn zu dir? Könnte eventuell Eifersucht im Spiel sein? Akzeptiert die leibliche Mutter dich als „Zweitmom“?

Schöne Grüße,
Jule

Loben statt strafen
Moin,

Wie seht ihr das? Habt ihr Tipps?

Warum muss es denn immer Strafen sein? Schon mal überlegt, dass Kind vielleicht zu loben, wenn es besonders schnell fertig ist, verbunden mit positiven Anreizen?

Loben wirkt immer motivationsfördernder als Strafen, nicht nur bei Kindern.

Gruß
Marion

Hallo,

Loben wirkt immer motivationsfördernder als Strafen, nicht nur
bei Kindern.

Im Prinzip ja. Aber sie scheint sich ja mit den Freundinnen zu verstecken und das klingt nach einem tollen Spiel, also soviel positives Feedback wie durch Loben gar nicht erreicht werden kann.

Gruß
Elke

PS: Ich fand das immer ganz schwierig, wenn einer meiner Jungs was anstellte und der andere sich darüber kaputtlachte und die beiden einen Riesenspaß zusammenhatten.

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Moin,

Im Prinzip ja. Aber sie scheint sich ja mit den Freundinnen
zu verstecken und das klingt nach einem tollen Spiel, also
soviel positives Feedback wie durch Loben gar nicht erreicht
werden kann.

Der erste Versuch liegt ja eigentlich auf der Hand. Das Kind hat gerade riesigen Spaß am Versteckspiel. Also sollte man mit ihr verstecken spielen und zwar nicht gerade dann, wenn man sie abholt, sondern so oft Zeit da ist und alle Spaß daran haben. Sowas kann man auch sehr gut kommunizieren: Jetzt nicht, weil wenig Zeit, aber dafür dann später.

Ob außerhalb dieser Abholsituation der Vater oder die UP wohl mal mit dem Kind verstecken spielen?

PS: Ich fand das immer ganz schwierig, wenn einer meiner Jungs
was anstellte und der andere sich darüber kaputtlachte und die
beiden einen Riesenspaß zusammenhatten.

Nuja, dann konnten sie den Schaden ja auch gemeinsam wieder gut machen :smile:

Gruß
Marion

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Hallo,
hat denn der Papa die gleichen Probleme mit ihr wie Du?

Das was Du schreibst klingt insgesamt sehr hilflos und frustriert. Das merkt das Mädchen und macht sich einen Spaß daraus. Dass Du auch noch unter Zeitdruck stehst, fördert das ganze nicht unbedingt. Ist denn nach dem Abholen nicht ein Paar Minuten für einen Besuch beim Bäcker drin, oder 10 Minuten Spielplatz oder was auch immer, was ihr Spaß macht? Das würde alles etwas entspannen. Deine Sichtweise unterstützt lediglich eine Eskalation - was aber angesagt ist Humor. Zwischen 5 und 6 sind Kinder gern nochmal trotzig und bockig und bis sie in die Schule kommt ist noch sehr viel Zeit!

Viele Grüße

hallo nochmal,
danke für eure Antworten und Tipps. Ich hab am Abend noch mit einer Erzieherin gesprochen und die meinte ich könnt die Kleine auch einfach wenns länger dauert zu meinem Helfer beim Mittagessen kochen machen.
Im KIGA machen sie es wohl so ähnlich wenn ein Kind ständig aus der Reihe tanzt, dann muss es beim Abtrocknen oder Tisch decken helfen…
Das finde ich eigentlich sehr gut, es hat auch einen Zusammenhang mit ihrem getrödel.
NUR der Papa holt sie jetzt lieber selbst ab um jegliche Konfrontation mit dem Kind zu umgehen!
Worüber mach ich mir eigentlich noch nen Kopf?!
Aber trotzdem danke
lisa

einspruch
Vehementer Einspruch was die Hilfe angeht:

Hilfe im Haushalt halte ich so für keine gute Idee! So bekommt diese Arbeit nur negatives (und nicht selbstverständliches, was gemacht werden muss). Du holst dir ewigen Kampf ins Haus.

Abgesehen davon finde ich selbstverständlich, dass die Kurzen, sobald sie in der Lage sind, etwas tun zu können, es auch tun - nicht nur dann, wenn sie Mist gebaut haben.

LG Petra

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Ja, sie hilft jetzt schon manchmal freiwillig mit und schneidtet gemüse und deckt den Tisch, aber halt nicht regelmäßig, sondern nur wenn sie es will. Ich dachte es würde passen weil wir sozusagen „ohne ihre Hilfe“ kein leckeres essen auf dem Tisch haben weil ich es allein in der kurzen Zeit nicht schaffe. Wenn sie meint sie muss da auch noch bocken, dann gibts halt mal nur Brot!

Hi Marion,

Das Kind hat gerade riesigen Spaß am Versteckspiel.
Also sollte man mit ihr verstecken spielen und zwar nicht gerade dann, wenn man
sie abholt, sondern so oft Zeit da ist und alle Spaß daran
haben. Sowas kann man auch sehr gut kommunizieren: Jetzt
nicht, weil wenig Zeit, aber dafür dann später.

„Mitspielen“: Ja! Sich einfach mal drei Tage länger Mittagspause nehmen und dann auch selbst verschwinden. Den „Gegner“ mit seinen eigenen Waffen schlagen! :wink:

Meine Söhne haben irgendwelche nervenaufreibenden Dinge immer so lange durchgehalten, bis ich aufgegeben habe. Solange ich mich noch aufgeregt habe, hat denen das Unsinn-machen riesen Spaß gemacht! Wenn ich mich nicht mehr aufgeregt habe, wurde das Ganze uninteressant.

Gruß,

Anja

Hallo,

ich muss Pomeranze zustimmen.
Es kann zwei mögliche Folgen geben:

  1. sie hilft dir gern --> dann versteckt sie sich vielleicht gerade, um das machen „zu dürfen“ oder zumindest empfindet sie es nicht als negative Konsequenz
  2. sie hilft nicht so gern / ist neutral --> dann wird sie in Zukunft Hausarbeit mit Strafe assoziieren.

Gruß
Elke

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