Kosten Übersetzer

Hallo,

ich habe einen sehr lagen Text, den ich übersetzen lassen muss. Er besteht aus ca. 8000 Wörtern.

Mit wieviel Geld muß ich ungefähr rechnen? Kennt sich jemand damit aus?

Danke im Voraus,

Nadine

Guten Morgen, Nadine,

nein, ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber zwei Dinge weiß ich:

  1. es kommt auf den Schwierigkeitsgrad des Textes an. Das Thema Astrophysik wird teurer als das Thema Umweltschutz
  2. es kommt auf die Zielsprache an. Deutsch --> Englisch ist billiger als Deutsch --> Chinesisch.
    Bevor also die echten Experten kommen solltest Du schon mal sagen, um welches Thema und welche Sprache es sich handelt. Einen gaaaaanz groben Anhaltspunkt findest Du evtl. in den Links.
    http://www.fau.org/syndikate/ksy/art_031007-192152
    http://www.bizenglish4u.de/word/Index.htm
    http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Schönes Wochenende
Pit

Hallo

und vielen Dank, das hilft mir schon einmal sehr weiter. Es handelt sich um einen Deutschen Literaturtext, der ins Englische übersetzt werden soll. Also müsste ich mit ca. 490 bis 700 Euro rechnen, könnte das hinkommen?

Viele Grüße,

Nadine

Wie lang iss’n der Text … also für 470 - 700 Euro kann zB ich mir drei Wochen Zeit nehmen, was die Qualität der Übersetzung erheblich verbessern würde.
8000 Wörter sind wohl um die 20 DINA4 Seiten ?
Würde es aber aus reiner Herausforderung hier machen, wenn er nicht wirklich ein Buch mit zig-hundert Seiten ist (und Dir eine Ø 2+ in Englisch, sowie reichlich Anwendung und chat als Qualifikation genügen).

Oder poste ihn doch hier im Abstand von ein paar Tagen in Abschnitten /Häppchen, die so gerade die Grenze des Forums noch nicht sprengen, Haha ;o]]

Hallo Nadine,

so zwischen 3 Cent pro Wort der Ausgangssprache bis 15 Cent pro Wort der Ausgangssprache ist so ziemlich alles dabei. Ich persönlich würde keinen Text an einen Übersetzer herausgeben, der weniger als 7 oder 8 Cent pro Wort verlangt - denn das hat seinen Grund. Da kommen dann so Leute, die meinen, „ich war in Englisch eigentlich in der Schule immer recht gut, das müsste ich doch können“.

Literarische Texte werden allerdings nicht nach Wörtern sondern nach Normseiten abgerechnet. Was eine Normseite ist, erklärt Wikipedia ganz gut. Die Preise für Literaturübersetzungen kenne ich nicht genau, sie liegen aber prinzipiell unter dem, was ich oben geschrieben habe.

Wenn du Hilfe bei der Suche nach einem Übersetzer brauchst, dann sag nochmal Bescheid. Ich kenne da Webseiten und E-Mail-Verteiler. Und ich übersetze natürlich auch selbst - und hätte ganz gerne mal einen literarischen Text unter den Tasten :wink:

Schöne Grüße

Petra

Hallo Ro90,

(und Dir
eine Ø 2+ in Englisch, sowie reichlich Anwendung und chat als
Qualifikation genügen).

Sorry, aber diese Aussage ist eine Beleidung, für alle diejenigen, die studiert haben, um diesen Beruf zu erlernen.

Gruß
eklastic

PS: Sie hat noch nicht mal die Sprache bzw. die Richtung der Übersetzung genannt.

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… was willst du erwarten? Es ist dementsprechend umsonst, aber man wird es auch in der Qualität merken. Die Sprache können isteine Sache, Hobbyübersetzen eine andere, es studiert haben, wieder eine ganz, ganz andere Schiene.

Man muss dann nur entscheiden, was man haben will.

lg
Kate, der es graut wenn sie daran denkt, Texte in Chinesisch übersetzen zu müssen… (die Leute mit Bachelor hören sich meistens noch an wie 5. Klasse Aufsatzschreiber)

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Hallo Kate,

Man muss dann nur entscheiden, was man haben will.

Naja, aber meistens sind Übersetzungen nicht nur für eine Person gedacht, d.h. es werden viele Menschen mit schlechten Übersetzungen traktiert. Unter anderem ich. Und sie irritieren mich maßlos.

Kate, der es graut wenn sie daran denkt, Texte in Chinesisch
übersetzen zu müssen…

Solltest du eigentlich gar nicht machen. Übersetzen in eine Fremdsprache ist eigentlich schon von vorneherein zum Scheitern verurteilt (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel).

Gruß
eklastic

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Servus Nadine,

die Anarchosyndikalisten aus dem Link machen hier mal wieder das gleiche wie meistens: Große Klappe vornerum und gleichzeitig hintenrum denen, die auch schon mal vor dem 37. Semester was arbeiten, richtig link und dreckig in den Rücken fallen.

Der dort genannte Preis von 70 Cent pro Normzeile ist auch bei einfachen Texten in gängigen Sprachen absolute Jauche. Davon kann kein Mensch leben, wenn er Texte oberhalb von Babelfish-Niveau machen will.

Angebote an Endkunden für einfache Texte gängiger Sprachpaare sind unterhalb von einem Euro plus USt unseriös und indiskutabel.

Wenn Du wissen willst, wie die Ergebnisse von so einem Dumpingscheiß aussehen, schau mal hier:

http://de.franceguide.com/

„Um Erd- und geistige Nahrungen zu kosten, und um seltsame Entdeckung des Kulturgutes und des alten Know-How zu mischen…“

In diesem Sinne

MM

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Servus Christof,

wer zahlt Deine Miete? Die Frau Mama oder Spatzl mit dem Antiquitätengeschäft?

Achsoo - Du zahlst keine Miete, das Häuslein ist ein Erbstück? Na dann…

Und die Leute, die zum Leben arbeiten müssen - was machenwer mit denen solang?

Gruß

MM

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„Eine epikureische Aufenthaltsanregung; eine Einladung zum Kosten variierter Schaffung, die auf das Know-How und auf das Talent Maestros des Geschmackes zurückzuführen ist: typische Menüs, gesüßte Genüsse, gierige und thematische Stadtbesichtigungen, Spaziergänge in der Fußgängerzone, und Einkaufen.“

Welche Stadtbesichtigung solls denn sein? Die gierige oder die thematische? Oder doch lieber die mit der 2+?

Armes Metz - ist eigentlich schon einen Besuch wert, aber so?

Das hier:

http://www.lejasdemonsieur.com/Jasallemand/index.html

sollte man eigentlich nicht so anprangern, in Grambois ist es wirklich wunderschön und die Mazels sind großartige Gastgeber, aber die deutsche Version hat halt nix gekostet - ist von französischen Bekannten der Mazels gemacht worden und steht hier eher als Kostprobe für eine „Übersetzung“ für lau.

Schöne Grüße

MM

Hallo Kate,

Kate, der es graut wenn sie daran denkt, Texte in Chinesisch
übersetzen zu müssen…

Solltest du eigentlich gar nicht machen. Übersetzen in eine
Fremdsprache ist eigentlich schon von vorneherein zum
Scheitern verurteilt (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel).

Gruß
eklastic

… will ich auch nicht, muss ich aber, studientechnisch ^^ is auch schrecklich.
Leider ist es sehr oft der Fall, dass in eine Fremdsprache übersetzt wird. Bei Untertiteln, Gebrauchsanweisungen und ähnlichem ist das z.B. der Fall. Ich glaube aber auch früher mehr als heute, ich hoffe ja, dass man endlich zur Besinnung kommt.
Es IST einfach sinnvoller wenn ein Deutscher einen fremden Text auf Deutsch übersetzt, weil er sofort sieht, ob etwas unverständlich ist. Wenn ein Deutscher einen Text auf Englisch oder was weiß ich übersetzen soll, sieht man Fehler nicht sofort, und um so fremder die Sprache (Japanisch, Chinesisch, Portuguisisch…) desto höher wird das Fehlerpotential.

lg
Kate

Hi Petra

@Es handelt sich um einen Deutschen Literaturtext, der ins Englische übersetzt werden soll

Gruß
Siân

Hallo Petra,
Mit Deiner Antwort bin ich nicht ganz einverstanden, deshalb möchte ich hier auch meine Meinung dazu sagen.

so zwischen 3 Cent pro Wort der Ausgangssprache

Ich behaupte einfach, daß bei solchen Preisen kann man kaum von „Übersetzung“ reden, denn die Qualität wird entsprechend auch sein…

bis 15 Cent
pro Wort der Ausgangssprache ist so ziemlich alles dabei.

Ich kenne auch Menschen, die den Preis nach Zielsprache berechnen.
(Allerdings sind sie mMn. die Minderheit)

Ich
persönlich würde keinen Text an einen Übersetzer herausgeben,
der weniger als 7 oder 8 Cent pro Wort verlangt

Ich auch nicht. Und das wäre mir schon sehr verdächtigt.

  • denn das hat
    seinen Grund. Da kommen dann so Leute, die meinen, „ich war in
    Englisch eigentlich in der Schule immer recht gut, das müsste
    ich doch können“.

Ja, aber nicht nur. Schauen wir mal zB die Sprachkombination Englisch zu Spanisch: Wenn jemand in einem kleinen Dorf mitte in den Bergen in XY lebt, sind seine Lebenskosten verhältnismäßig ein nichts im Vergleich zu einem Übersetzer derselben Kombination, die mitte in Manhattan lebt. Sprich: Der eine kann diese Preise sehr wohl anbieten. Der zweite nicht.

Literarische Texte werden allerdings nicht nach Wörtern
sondern nach Normseiten abgerechnet.

Das kenne ich nicht so. Ich kenne Abrechnungen nach Zeichen und nach Wörtern, aber nicht nach Seiten. Allein deshalb, weil es eine sehr schwammige Bezeichnung ist.

Was eine Normseite ist,
erklärt Wikipedia ganz gut.

Wobei das immer im vorneherein geklärt werden muß, denn es ist auch nicht eine Definition, die auf der ganzen Welt gültig ist.

Die Preise für
Literaturübersetzungen kenne ich nicht genau, sie liegen aber
prinzipiell unter dem, was ich oben geschrieben habe.

Das kenne ganz und gar nicht so.

Wenn du Hilfe bei der Suche nach einem Übersetzer brauchst,
dann sag nochmal Bescheid. Ich kenne da Webseiten und
E-Mail-Verteiler.

Ich auch.

Schöne Grüße
Helena

Hallo,

Literarische Texte werden allerdings nicht nach Wörtern
sondern nach Normseiten abgerechnet. Was eine Normseite ist,
erklärt Wikipedia ganz gut. Die Preise für
Literaturübersetzungen kenne ich nicht genau, sie liegen aber
prinzipiell unter dem, was ich oben geschrieben habe.

Derzeit zwischen € 17 und 23 pro Normseite (plus eventuellen Recherchezuschlag), mit Abweichungen nach oben und unten, je nach Art des Textes, der Sprache und des Verhandlungsgeschickes des Übersetzers.

Hier noch ein Link, über den Du weitere Informationen erhalten kannst: http://www.literaturuebersetzer.de/

Beste Grüße

=^…^=
Katze

Hallo Helena,

pro Wort der Ausgangssprache ist so ziemlich alles dabei.

Ich kenne auch Menschen, die den Preis nach Zielsprache
berechnen.
(Allerdings sind sie mMn. die Minderheit)

Nein nein, keineswegs! In Deutschland werden Zeilenpreise überwiegend nach Zeilen der Zielsprache abgerechnet, in Frankreich dagegen generell nach Zeilen der Ausgangssprache; die Engländer und Amis wollen meistens Wortpreise. Soweit zur Häufigkeit.
Letztendlich bleibt es aber dem Kunden überlassen, wie er es haben will; das Umrechnen ist mit Sicherheit die einfachste Übung im Übersetzungsprozess…:smile:

Literarische Texte werden allerdings nicht nach Wörtern
sondern nach Normseiten abgerechnet.

Das kenne ich nicht so. Ich kenne Abrechnungen nach Zeichen
und nach Wörtern, aber nicht nach Seiten. Allein deshalb, weil
es eine sehr schwammige Bezeichnung ist.

Verstehe ich nicht ganz. Inwiefern ist „Seite“ schwammiger als „Zeile“?
Die übliche Praxis der Zeilenberechnung legt 50 bis 55 Anschläge zugrunde, eine Seite besteht aus 25 Zeilen. Damit ist die „Seite“ ebenso eindeutig wie die „Zeile“.

Und dass Literaturübersetzungen (eine ganz andere Geschichte!) anders als nach Seiten oder Festpreis / Pauschale abgerechnet werden, habe ich noch nie gehört!! Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Die Preise für
Literaturübersetzungen kenne ich nicht genau, sie liegen aber
prinzipiell unter dem, was ich oben geschrieben habe.

Das kenne ganz und gar nicht so.

Doch! Es ist de facto so, wie deine Vorrednerin sagt. Wenn man nicht gerade Hans Wollschläger oder Eva Rechel-Mertens oder Peter Handke heißt, liegen die Preise weit unter denen für andere Übersetzungen. Von Literaturübersetzungen können stoffwechselabhängige Verbraucher, obengenannte ausgenommen, nicht leben. Dafür gibt es die Stuttgarter Preise, also viel Ehr.

Dies nur zur Richtigstellung; ansonsten wünsch’ ich noch einen
schönen Abend

Heinrich B.

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Servus,

ich hoffe ja, dass man endlich zur Besinnung
kommt.

da Ökonomie eher rational als besinnlich ist, geht die Tendenz genau in die andre Richtung: Die Preisunterschiede sind bei den Anbietern aus Ost- und Südosteuropa so dramatisch, dass es da leichter mal akzeptiert wird, wenn nicht nur zur Fremdsprache hin, sondern sogar von Fremdsprache in Fremdsprache gearbeitet wird: „Wenns soo billig ist, schaun wer mal nicht so genau“.

Von „Umtüte-Agenturen“ geistern Ausschreibungen mit Wortpreisen von 1 Cent und weniger herum, die durchaus ernst gemeint sind. Diese Jobs werden kaum auf deutschen Schreibtischen landen, ganz unabhängig vom Sprachpaar.

Schöne Grüße

MM

Hallo Boris,

pro Wort der Ausgangssprache ist so ziemlich alles dabei.

Ich kenne auch Menschen, die den Preis nach Zielsprache
berechnen.
(Allerdings sind sie mMn. die Minderheit)

Nein nein, keineswegs! In Deutschland werden Zeilenpreise
überwiegend nach Zeilen der Zielsprache abgerechnet,

…ich sagte ja, daß sie die Minderheit sind!
Und ich kenne überwiegend die Preise nach Ausgangssprache.

Letztendlich bleibt es aber dem Kunden überlassen, wie er es
haben will; das Umrechnen ist mit Sicherheit die einfachste
Übung im Übersetzungsprozess…:smile:

Ja, klar! Wir haben ein Spruch, allerdings auf Katalanisch, der besagt „pagant St. Pere canta“ („bei Bezahlung, sogar der Heiligen Petrus singt“).

Verstehe ich nicht ganz. Inwiefern ist „Seite“ schwammiger als
„Zeile“?
Die übliche Praxis der Zeilenberechnung legt 50 bis 55
Anschläge zugrunde, eine Seite besteht aus 25 Zeilen. Damit
ist die „Seite“ ebenso eindeutig wie die „Zeile“.

Ich wußte nicht, daß 25 Zeilen eine Seite ist.

Dies nur zur Richtigstellung; ansonsten wünsch’ ich noch einen
schönen Abend

Dir auch einen schönen Tag noch.

Schöne Grüße,
Helena

Hallo helena,

Nein nein, keineswegs! In Deutschland werden Zeilenpreise
überwiegend nach Zeilen der Zielsprache abgerechnet,

…ich sagte ja, daß sie die Minderheit sind!

Und Boris das Gegenteil. Verstehst du eigentlich, welchen Dingen du zustimmst?

Damit ist die „Seite“ ebenso eindeutig wie die „Zeile“.

Ich wußte nicht, daß 25 Zeilen eine Seite ist.

Das sollte man aber wissen ,wenn man als Experte Antworten zu Fragen zu Übersetzungen gibt. Das ist Standardwissen.

Gruß
eklastic

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Hallo Elke,

Und Boris das Gegenteil. Verstehst du eigentlich, welchen
Dingen du zustimmst?

Wir sagen hier genau dasselbe aber mit andern Wörtern! Bitte erst richtig lesen!
Ich zitiere:
Boris - „werden Zeilenpreise überwiegend nach Zeilen der Zielsprache abgerechnet“
Ich - „Ich kenne auch Menschen, die den Preis nach Zielsprache berechnen.“

Meine Behauptung liegt das zugrunde:

http://www.proz.com/
(unter Jobs schauen)

Damit ist die „Seite“ ebenso eindeutig wie die „Zeile“.

Ich wußte nicht, daß 25 Zeilen eine Seite ist.

Das sollte man aber wissen ,wenn man als Experte Antworten zu
Fragen zu Übersetzungen gibt.

Es ist aber durchaus berechtigt etwas nicht wissen und das zuzugeben, oder etwa nicht???
Daß ich hier schreibe, heisst noch lange nicht, daß ich eine Expertin bin und schon 1000 mal nicht, daß ich alles weiß…

Das ist Standardwissen.

…Oder eben nicht wissen und fragen bzw. dieses Unkenntnis zuzugeben.
Ist das etwa schlimm?

Gruß
Helena