Kreisch!

Ihhgitt!
hallo sibylle,

Alertheit…" *schauder*

das treibt allerdings auch mir die schauder den rücken runter…

grüße
burkhard

Na ja, …

… liebe Mitdiskutierer,

ich habe nichts gegen Fremdwörter, auch nichts gegen Begriffe, die mit neuer,
meist aus dem Ausland kommender Technik entstehen. Und natürlich gibt es
Fachjargons (uuups!), auch bei mir. Und Sprache verändert sich, natürlich. Aber

  1. muss sie sich deshalb nicht bis zur Unkenntlichkeit oder bis zum Aussterben
    vermischen,
  2. werden nach meiner Kenntnis Wörter einer anderen Sprache im Deutschen nicht
    gebeugt,
  3. hat es natürlich einen Sinn, wenn im internationalen Flugverkehr englisch
    gesprochen wird (aber die Deutschen reden da ja Denglisch miteinander!)
  4. kann man den Fachjargon problemlos in der Arbeit lassen, und
  5. und letztens kenne ich viele Leute aus der Flug- und Reisebranche. Und die
    kriegen alle noch ein verständliches Deutsch über die Lippen, besonders Piloten,
    die ja noch viel mehr Englisch reden. Es fällt mir nur auf, dass es immer wieder
    die Flugbegleiterinnen und die Angestellten am Boden sind, die durch solch
    grausamen Sprachmix immer darauf hinweisen müssen, was für einen tollen beruf in
    was für einer tollen Branche sie denn haben …
    Gruß
    Bolo2L

hallo bolo,

gestern in der neuen kochsendung auf vox:

(es sollte kassler in brotteig geben)

  • soll der ganze kassler in den brot rein?
  • ja!
  • heißt das nun der, die, oder das kassler?
  • keine ahnung, ich sage immer der kassler, habe auch keinen weg bis jetzt gefunden, das zu klären.

es geht also auch ohne dinglish.
die fußnägel rollen sich auch so!

liebe grüße
strubbel
E:open_mouth:)

Hallo Anja,

Wusstest Du nicht, dass „Handy“ aus dem Schwäbischen kommt
(„Hän die koi Schnur??“). Das wurde lautsprachlich ins
Englische übersetzt, damit wir auch international verstanden
werden.

kennst Du auch diese Variante:

„Hän die s’Käbele vergessa?“

Gruß Gudrun

Hi Gandalf,
natuerlich ist das etwas daneben, mit Leuten, die nicht ‚vom Fach‘ sind, Jargon zu reden.
Aber ich sagte
‚Und manchmal wendest Du die halt auch versehentlich dann an, wenn Du nicht mit Leuten vom ‚Fach‘ redest.‘

Es kann einem halt schonmal rausrutschen - ich sagte ja nicht, dass das angebracht sei. Ich wollte nur deutlich machen, dass es sich hier nicht um das Einschleichen von Fremdwoertern in die deutsche Sprache handelt.

Bin also ganz Deiner Meinung.
Gruss, Isabel

Hi Bolo,

Es fällt mir nur auf,
dass es immer wieder
die Flugbegleiterinnen und die Angestellten am Boden sind, die
durch solch
grausamen Sprachmix immer darauf hinweisen müssen, was für
einen tollen beruf in
was für einer tollen Branche sie denn haben …

so was ähnliches gibt es auch in den Medizinberufen.
Zwar schwafeln auch viele Ärzte gerne so, daß noch nicht einmal Fachkollegen verstehen, was sie meinen, aber schlimmer sind des öfteren die Schwestern und Pfleger, die dazu manchmal mangelnde Kenntnisse haben und die Worte auch noch falsch verwenden.

Und wo ich gerade auf den Medis rumtrampple noch eine Geschichte.
Vor ettlichen Jahren gabs bei uns im Dorf einen Arzt, der zugezogen ist. Er gliederte sich schnell ins Dorf ein und wurde bald von der Masse gedutze und mit dem Vornamen angesprochen. Ging er z.B. in die Metzgerei, wurde er mit Erwin angeredet, kam aber seine Frau, wars die ‚Frau Doktor‘

Gandalf

Ähnlich

Hallo Gandalf,

sowas kenn ich auch: Meine Frau hatte vor vielen Jahren in der Kleinstadt einen
Chef mit Namen Dr. Maier (Direktor, Leiter einer größeren Firma). Wenn dessen
Frau (nicht promoviert) zum Metzger ging, hieß es immer „Frau Doktor, was darf’s
denn sein … aber selbstverständlich, Frau Doktor …“ Nur, als sie mal krank
war, ging der Dr. Maier selbst am Samstag zum Metzger. Betrat den Laden und
hörte: „Grüß Gott, Herr Maier!“
Hat ihn schon etwas getroffen … :smile:
Gruß
Bolo

Normalerweise kreisch ich ja mit…
Huhu Bolo,

und meine Meinung zu „gecancelten Meetings am Round Table weil man stattdessen die Daten backupt (oder upbackt, oder gleich aufbackt)“ sollte ja hinlänglich bekannt sein :wink:
Aber bei requesten verzweifel ich: Wie zur Hölle ist das passende deutsche Wort. Klar, in der Phraseologie vom Funkverkehr (wo’s wohl auch herkommt, vermute ich) isses eindeutig „erbitten“. Aber ich meine, es würde doch absolut dämlich klingen, wenn die beiden Kellnerinnen der Lüfte sagen würden „ja, das müssen wir erbitten“. Verlangen ist zu viel. Beantragen zu amtlich. Wünschen erinnert an das Sams. „Nachfragen um“ würde es vielleicht noch treffen, aber das paßt ja wieder nicht den Beispielsatz „Darum/Das müssen wir nachfragen“ und mit der Trennung „Danach müssen wir fragen“ paßt der Sinn nicht mehr. Bei Freigaben (clearances) könnte man noch „einholen“ sagen, aber in diesem Satz ist das auch ausgeschlossen außerdem könnte man das mit „einholen im Sinne von einkaufen“ (hat meine Oma immer gesagt *g*) verwechseln.

Nun hab ich natürlich noch den guten leo befragt, aber auch seine Antworten überzeugen mich nicht wirklich: http://dict.leo.org/?search=to+request&searchLoc=0&r… Da wäre als einziges noch „darum bitten“ aber ich weiß nicht, ich würd als Kellnerin der Lüfte eigentlich nicht meinen Scheffe beten, mich zusammen mit meiner Kollegin einzuteilen. Und ersuchen? Hmm - erinnert mich stark an die sprachliche Gleichberechtigung „er-und-sie-suchen“. Außerdem würd ich auch nicht sagen „das müssen wir ersuchen“. Begehren ist auch anderweitig belegt :wink:

Bevor ich jetzt noch weitere schlaflose Nächte verbringe: Wie zur Hölle übersetzt man „to request“???

Request Rat :smile:

P.

to request
Hi Petzi!

Im Fall der Stewardessen schlage ich vor:

Nein, wir fliegen nicht immer zusammen, aber man kann das anmelden/erbitten.

oder ganz anders

Nein, wir fliegen nicht immer zusammen, aber meistens können wir uns zusammen eintragen lassen.

Da es kein englisches „Original“ gibt, halte ich diese beiden Varianten für durchaus vertretbar. „Erbitten“ hat nach meinem Sprachgefühl übrigens nichts mit unterwürfigem Betteln auf Knien zu tun, sondern eben nur mit einer Bitte (s. „Erbitte Antwort“).

Request Rat :smile:

In diesem Fall – ich weiß, dass Du es bewusst so geschrieben hast – würde ich auf „fragen um“ ausweichen.

Beste Grüße!
Christopher

Bevor ich jetzt noch weitere schlaflose Nächte verbringe: Wie
zur Hölle übersetzt man „to request“???

Ich würde in solchen Fällen entweder „darum bitten“ oder „nachfragen“ oder „anfragen“ sagen. Und das würde schon in die Satzstruktur passen: Pilawa: „Ist denn das immer möglich oder wird da brutal entschieden wer wann fliegt?“
Antwort: „Nein, nicht immer, aber man kann darum bitten …“
oder: „Nein, nicht immer, aber man kann danach fragen …“

Bis denne!
Schnoof

Visitor from the North Pole
Hallo Tino,

danke und Sternchen fuer den X-Man.
Ich muss naemlich einen Newsletter [:wink:]
fuer den 26.12. schreiben, wo ich Weihnachts-
wuensche aussprechen muss, ohne natuerlich das
Wort „Weihnachten“ bzw. „Christmas“ in den
Mund zu nehmen. Hier (in Saudi A.) wird allgemein
vom „Visitor from the North Pole“ geredet, aber
X-Man hat doch was Frisches!

Gruesse, Elke

Nein
eher ein Aufleckoberteil.

Gruesse, ELke

Hallo zusammen!

Bei „to request, on request“ etc. handelt es sich in der Touristikbranche wie im Flugverkehr um gängige Termini für „anfragen, auf Anfrage“ etc.

Eine „Buchung on request“ z.B. bedeutet eine Buchungsanfrage, die vor dem endgültigen Zustandekommen der Buchung noch der expliziten Bestätigung mindestens eines der beteiligten Leistungsträger (Hotel, Airline etc.) bedarf.

Gruß, Hartmann.

1 „Gefällt mir“

…sagte neulich: „Das hängt auch viel mit der Kunst zu tun.“ :wink:

  • André

Und dennoch ist das Handy ein deutsches Wort - in welcher
anderen Sprache heisst’s wohl auch noch so? Und DAS nervt
mich.

Da find ich aber das schwedische Wort für Walkman (portabler Kassettenspieler) witziger: „freestyle“. *gg*

  • André

Hallo Elke,

Ich muss naemlich einen Newsletter [:wink:]
fuer den 26.12. schreiben, wo ich Weihnachts-
wuensche aussprechen muss, ohne natuerlich das
Wort „Weihnachten“ bzw. „Christmas“ in den
Mund zu nehmen.

ich muss auch für ein Newsletter Weihnachtswünsche aussprechen, ohne Weihnachten zu erwähnen: das wäre nämlich nicht „politically correct“ gegenüber anderen Religionen. Ich muss so und so alles auf English schreiben, so dass ich keine Probleme mit dem „Denglisch“ habe…
Ja, ich kann getrost „Happy Holidays and Happy New Year“ wünschen, wie es in den USA wohl inzwischen fast Usus wird. Wann das das inzwischen veraltetes „Xmas“ ersetzen wird…?

Katia

die Emanze sagt „gib mir doch mal bitte die Kugelschreiberin“

aeh?? warum so kompliziert? Wie waere es mit dem einfachen deutschen Woertchen „nachfragen“ oder „anfragen“?

Ich muss naemlich einen Newsletter [:wink:]
fuer den 26.12. schreiben, wo ich Weihnachts-
wuensche aussprechen muss, ohne natuerlich das
Wort „Weihnachten“ bzw. „Christmas“ in den
Mund zu nehmen.

Hallo, Elke,
ich denke, Probleme dieser Art hatte die Sprachregelung der DDR seligen Angedenkens doch bereits bestens gelöst:
Mit der „Jahresendflügelfigur“ und „Väterchen Frost“ war doch eigentlich alles klar? Ach ja, für Ostalgiker noch ein Link zum Thema: http://www.unterhaltungsspiele.com/Weihnachten/Jahre…

Nirgends findet sich die Hilflosigkeit totalitärer Systeme und fundamentalistischer Weltordnungen besser und griffiger dokumentiert als in den eigenen Sprachregelungen. Tröstlich: Irgendwann geht solchen Systemen dann unter dem selbst angelegten Korsett die Luft aus.
Nachbarin! Euer Fläschchen!
Grüße Dir
Eckard.

Wie wärs mit

„… aber man kann Wünsche äußern“?

Gruß
Aia

1 „Gefällt mir“