Kriminalisierung der Deutschen?

Hallo nochmal,

so weit liegen wir nicht auseinander und verschiedene Meinungen sind ja auch OK. Insofern belassen wir es ruhig dabei. Aber eines noch:

Und worauf achten die Ortskundigen? Die suchen nur die
Radarfallen bzw den Polizeiwagen. Und wenn sie einen sehen
latschen sie voll auf die Bremse. So viel zum Thema
Sicherheit.

So ist es eben nicht. Auf der ganzen Strecke (A 59) ist mir noch kein Einheimischer begegnet, der an irgendeiner Stelle (relevant) zu schnell gefahren wäre. Es gibt einfach zu viele Verstecke :wink:

Gruß,
Christian

Hy Leute

CD´s sind Werbung für Konzerte? Was ist denn das für ein
Quatsch?

Kein Quatsch, sondern Quergedacht! Daraus kann durchaus eine praxisnahe Gesetzgebung entstehen. Das wäre ein Fortschritt und ein Beweis von Intelligenz (Definition von Intelligenz ist nunmal „Anpassungsfähigkeit“).

Darum geht es doch in diesem Thread: Was passiert eigentlich wenn alle oder zumindest sehr viele ständig gegen Gesetze verstoßen? Sind dann nicht die Gesetze zu ändern?

Ich bin auch der Ansicht, daß der Computer sich nicht so
schnell verbreitet hätte, wenn nicht Mitte der 80er die
Raubkopiererei massivst eingesetzt hätte. Das ändert aber
nichts daran, daß das illegal ist, weil es dem Programmierer
seine Entlohnung vorenthält.

Das ist aber eine saubere Selbstwiderlegung! Wenn es der IT-Industrie geholfen hat, warum hat es denn den Programierern geschadet?
Und nicht zu verachten ist die Tatsache dass Raubkopien damals von den großen Firmen selbst stillschweigend unterstützt wurden. Es diente ja der Verbreitung der eigenen Plattform. Das Problem waren wiederum die Gesetze, nicht das Illegale Treiben. Hätten sich alle brav an die Gesetze gehalten, hätte es (nach deiner Argumentation) heute noch nicht das Internet gegeben.

Wer meint, aus Spaß an der Freud
oder aus Nächstenliebe programmieren zu müssen und das
Ergebnis kostenlos verteilen will, kann das machen
(Shareware). Das entscheidet aber der Autor selber und
niemand sonst. Analoges gilt für Musik, Bilder, Photos,
Patente usw.

Im Prinzip schon…Aber: Früher waren Kopien kein wirkliches Problem, denn die Qualität war klar schlechter als das Original. Heute aber erschaffe ich Klone, das sind keine Kopien mehr.

Die heutige rechtliche Situation kann so nicht bestehen bleiben, das ist doch klar. Damit ist weder den Künstlern noch den Nutzern gedient.
Aber wer kämpft so verbissen für den Copyright? Die Verbände doch, die sehen ihre Felle davonschwimmen, die sind es doch die auf drakonische Strafen drängen. Den Künstlern wäre durch die Idee von datafox (als Gesetz formuliert) besser gedient, so wie die Raubkopien der IT-Industrie geholfen haben.

Ich sehe zwei Grundlegende Probleme: Erstens werden Gesetze zu Starr formuliert im (vergeblichen) Versuch absolut jedem Umstand gerecht zu werden.
Zweitens ist es nur ein Lippenbekenntniss, dass Gesetze für das Zusammenleben geschrieben werden: Gesetze werden in der Praxis wesentlich von Verbänden und anderen anonymen Mächten gestaltet, sicher nicht uneigennützig. Und die größte anonyme Macht ist immer noch der Staat.

Ciao
Thud

Kein Quatsch, sondern Quergedacht! Daraus kann durchaus eine
praxisnahe Gesetzgebung entstehen. Das wäre ein Fortschritt
und ein Beweis von Intelligenz (Definition von Intelligenz ist
nunmal „Anpassungsfähigkeit“).

Darum geht es doch in diesem Thread: Was passiert eigentlich
wenn alle oder zumindest sehr viele ständig gegen Gesetze
verstoßen? Sind dann nicht die Gesetze zu ändern?

Nun mal im Ernst: Wollen wir, daß Menschen plattgefahren werden, weil die Fahrer nicht in der Lage sind, ihr Fahrzeug zu kontrollieren, weil sie unter dem Einfluß von Alkohol oder eines Mobiltelephons stehen?

Ich denke, wir sind uns einig: Nein.

Wie erreicht man nun, daß das nicht passiert? Entweder überzeugt man die Menschen davon, das zu lassen oder zwingt sie, daß zu lassen. Nun wird jedemm Menschen von frühester Jugen an erzählt, daß es pfuibah ist, Allohol zu saufen und anschließend ins Auto zu steigen. Hat es was genützt? Sicher. Hält es alle davon ab? Nein!

Also was nun? Im Ernst: Gib mir eine Lösung für das Problem!

Ich bin auch der Ansicht, daß der Computer sich nicht so
schnell verbreitet hätte, wenn nicht Mitte der 80er die
Raubkopiererei massivst eingesetzt hätte. Das ändert aber
nichts daran, daß das illegal ist, weil es dem Programmierer
seine Entlohnung vorenthält.

Das ist aber eine saubere Selbstwiderlegung! Wenn es der
IT-Industrie geholfen hat, warum hat es denn den Programierern
geschadet?

Ich habe nie etwas davon gesagt, daß es den Programmierern geschadet hat, aber es hat Programmierern geschadet, nämlich denen, die entweder nicht angestellt waren und nicht von ihrer Software leben konnten, weil die geraubkopiert wurde oder die schlichtweg keinen Job bekommen haben, weil die Firmen zwar erfolgreiche Produkte hatten, was die Verbreitung anging, aber nicht den entsprechenden Umsatz machten.

Natürlich hätte Commodore nicht x Millionen C64er verkauft, wenn es nicht soviele Raubkopien gegeben hätte. Andererseits kann mir doch keiner erzählen, daß die Hersteller der Spiele ein Mördergeld verdient haben, wenn es allein bei mir, der ich drei Leute mit 64er kannte, ca. 3 Jahre gedauert hat, bis ich das erste Original zu Gesicht bekam.

Und nicht zu verachten ist die Tatsache dass Raubkopien damals
von den großen Firmen selbst stillschweigend unterstützt
wurden. Es diente ja der Verbreitung der eigenen Plattform.
Das Problem waren wiederum die Gesetze, nicht das Illegale
Treiben. Hätten sich alle brav an die Gesetze gehalten, hätte
es (nach deiner Argumentation) heute noch nicht das Internet
gegeben.

Was hat das Internet mit den Raubkopien der 80er-Jahre zu tun? Mal abgesehen davon, daß Du anscheinend bei der Geschichte des Internets wohl nicht ganz sattelfest bist: Ich rede von der Zeit bevor der PCso verbreitet war, also von 1982-199~.

Im Prinzip schon…Aber: Früher waren Kopien kein wirkliches
Problem, denn die Qualität war klar schlechter als das
Original.

Häh? Also als ich früher mal Disketten kopierte, kam hinten immer das gleiche raus.

Heute aber erschaffe ich Klone, das sind keine
Kopien mehr.

Und gegen sowas gibt es in der Industrie Patente, auch so ein immaterielles Vermögensgut. Auch abschaffen?

Die heutige rechtliche Situation kann so nicht bestehen
bleiben, das ist doch klar. Damit ist weder den Künstlern noch
den Nutzern gedient.
Aber wer kämpft so verbissen für den Copyright? Die Verbände
doch, die sehen ihre Felle davonschwimmen, die sind es doch
die auf drakonische Strafen drängen. Den Künstlern wäre durch
die Idee von datafox (als Gesetz formuliert) besser gedient,
so wie die Raubkopien der IT-Industrie geholfen haben.

Einerseits kämpfe ich nicht für das Copyright, sondern dafür, daß sie das Geld bekommen, daß sie verdienen. Ich habe ganz einfach ein Problem damit, daß sich Leute Dinge beschaffen, die sie nicht bezahlt haben und von denen der Künstler nicht will, daß sie sich kostenlos beschaffen.

Jeder hat bitteschön demjenigen die Art und Weise zu überlassen, wie er das Zeug unters Volk bringt. Wenn er meint, daß er mehr damit verdient, wenn er es verkauft, dann hat man das Zeug zu kaufen oder das zu lassen. Wenn er meint, er verdient mehr, wenn das Zeug verschenkt, dann ist auch dies seine Sache.

Ich sehe zwei Grundlegende Probleme: Erstens werden Gesetze zu
Starr formuliert im (vergeblichen) Versuch absolut jedem
Umstand gerecht zu werden.
Zweitens ist es nur ein Lippenbekenntniss, dass Gesetze für
das Zusammenleben geschrieben werden: Gesetze werden in der
Praxis wesentlich von Verbänden und anderen anonymen Mächten
gestaltet, sicher nicht uneigennützig. Und die größte anonyme
Macht ist immer noch der Staat.

Huibuh!

Gruß,
Christian

Intelligenz der Politiker
Die Reaktionen lassen darauf schließen,
dass der Vorwurf, man wäre „nicht intelligenter
als die Politiker“ als eine ganz außerordentliche
Beleidigung aufgefasst wird.

Habt Ihr wirklich so wenig Vertrauen in
die Kompetenz unserer schließlich von
mehreren Millionen mündigen Deutschen
gewählten Volksvertreter?

Wenn Ihr sie tatsächlich für so bodenlos
inkompetent haltet, warum sollen dann die
ausgerechnet von diesen Personen
ausgedachten Regeln so toll sein?

Irgendwas läuft in diesem Land grundsätzlich
falsch, und es sind nicht nur Politiker
dran schuld!

Gruss, Marco

Aber die wird mir ein Ingenieur in der Entwicklung sicher
liefern können, nicht wahr?

Ich weiss nicht, ob ich mich darüber freuen soll,
oder darüber besorgt sein soll, dass du mir als
Ingenieur mehr zutraust als unseren Politikern.

Als Jemand mit gesundem Menschenverstand kann
ich aber sagen: Wenn man die Strafen zu weit
erhöht, so dass schon die gesetzestreuen Bürger
verängstigt werden, sie könnten ja fälschlicherweise
verurteilt werden, dann wird das dem sozialen
Frieden nachhaltig schaden. Letztendlich entsteht eine
Spirale aus Strafe und Trotz und Auflehnung, die
zu sehr viel Zorn, Hass und Leid führen wird.

Gruss, Marco

Wenn Ihr sie tatsächlich für so bodenlos
inkompetent haltet, warum sollen dann die
ausgerechnet von diesen Personen
ausgedachten Regeln so toll sein?

Ohne daß ich sagen will, daß ich alle Regeln befolge oder sie für gut befinde: Die Regeln sind dazu da, unser Zusammenleben zu regeln. Regeln muß es also geben. Die Frage ist natürlich, wieviele. In Deutschland haben wir zuviele, ganz klar. Aber die Schwarzarbeit, das Telephonieren am Steuer und den Diebstahl geistigen Eigentums zuerst zu deregulieren, erscheint mir nicht besonders sonnvoll.

Es gibt übrigens auch Länder ohne Regeln, die heißen dann Liberia oder Simbabwe. Die einzige Regel, die Anarchien kennen, heißt: Das Recht des Stärkeren. Wünschenswert?

Man kann natürlich sagen, das ist viel zu weit hergeholt, aber ehrlich gesagt, sind wir bei der Sache mit den Mobiltelephonen schon sehr nah dran.

Gruß,
Christian

An dieser Stelle einmal Beifall und Stern von meiner Seite! Das hätte man nicht besser erfassen und formulieren können!

Gruß

Ich weiss nicht, ob ich mich darüber freuen soll,
oder darüber besorgt sein soll, dass du mir als
Ingenieur mehr zutraust als unseren Politikern.

Als Jemand mit gesundem Menschenverstand kann
ich aber sagen: Wenn man die Strafen zu weit
erhöht, so dass schon die gesetzestreuen Bürger
verängstigt werden, sie könnten ja fälschlicherweise
verurteilt werden, dann wird das dem sozialen
Frieden nachhaltig schaden. Letztendlich entsteht eine
Spirale aus Strafe und Trotz und Auflehnung, die
zu sehr viel Zorn, Hass und Leid führen wird.

Gruss, Marco

Klasse statt Masse.
In allen Punkten volle Zustimmung bis auf einen:

Ohne daß ich sagen will, daß ich alle Regeln befolge oder sie
für gut befinde: Die Regeln sind dazu da, unser Zusammenleben
zu regeln. Regeln muß es also geben. Die Frage ist natürlich,
wieviele.

Nicht die Anzahl der Regeln ist zu hinterfragen,
sondern die Qualität der Regeln ist entscheidend.

Die Regel:

„Was Du nicht willst, das man
Dir tut, das füg auch keinem Andern zu!“
(Meine Oma)

ist ungleich mächtiger und umfassender
als z.B. die Regel:

„Rasen nicht betreten!“

Es scheint nicht möglich zu sein,
dass sich mehrere hundert Parlamentarier
auf eine starke Regel einigen. So wird
es in Demokratien immer ein Flickwerk
von kleinsten Kompromissen und Regelchen
ohne ein Gramm Substanz bleiben.

Der Fehler liegt im System „Demokratie“,
aber ich weiss auch nichts Besseres.

Gruss, Marco

in einem Punkt stimme ich dir bei
Hallo,

Offensichtlich sind die bisherigen Diskussionsteilnehmer
nicht viel intelligenter als unsere Politiker.
Die einzige Antwort ist ebenfalls Strafen erhöhen.

Der Strafrahmen für die einzelnen Taten ist meist ausreichend. Nur müssten sie die Gerechte eben auch ausschöpfen.

Gruß Ivo

RK Main-Taunus 9610 von Akkon Lübeck 83/11/1
Hi,

Wenn mein Handy im Auto klingelt fahre ich nach Möglichkeit
rechts ran, werde ich aber über Funk „RK Main-Taunus 9610“
gerufen darf ich quatschen. Ich denke es geht darum keine
ablenkenden langen Dienstgespräche zu führen, aber alles
gleich drastig bestrafen zu wollen finde ich nicht hilfreich.

Fortschrittliche Rettungsdienste haben Freisprechanlagen für den Funk.
Davon ab ist es ohnehin nur selten notwendig, daß der Fahrer funkt - entweder sitzt ein Beifahrer neben ihm oder jener hat hinten im Fahrzeug einen Handapparat.

Kommen,

Malte.

Aber die wird mir ein Ingenieur in der Entwicklung sicher
liefern können, nicht wahr?

Ich weiss nicht, ob ich mich darüber freuen soll,
oder darüber besorgt sein soll, dass du mir als
Ingenieur mehr zutraust als unseren Politikern.

Ich weiß nicht, inwiefern das eine Antwort auf diese Bemerkung sein soll:
Wenn man das für Musik straffrei stellt, sollte man eine gute Erklärung dafür liefern, warum man weiterhin Bilder, Photos, Marken und Patente schützt.

Diese ging nämlich meiner Frage voraus.

Als Jemand mit gesundem Menschenverstand kann
ich aber sagen: Wenn man die Strafen zu weit
erhöht, so dass schon die gesetzestreuen Bürger
verängstigt werden, sie könnten ja fälschlicherweise
verurteilt werden, dann wird das dem sozialen
Frieden nachhaltig schaden.

Hier ist doch nicht die Frage, wie hoch eine Strafe ausfällt, sondern wie groß die Gefahr ist, daß man überhaupt fälschlicherweise verdächtigt wird. Das ist eine Frage der Strafverfolgung und der vorausgehenden Ermittlungen und hat nicht das mindeste mit dem Strafmaß zu tun.

Letztendlich entsteht eine
Spirale aus Strafe und Trotz und Auflehnung, die
zu sehr viel Zorn, Hass und Leid führen wird.

Ach Du meine Güte, etwas theatralisch, findest Du nicht?

Gruß,
Christian

Und gegen sowas gibt es in der Industrie Patente, auch so ein
immaterielles Vermögensgut. Auch abschaffen?

Naja, 3-5 Jahre Patentschutz sollten für den kleinen Erfinder genug sein, um die Erfindung zu vermarkten und würden Blockaden der Entwicklung durch Trivialpatente verhindern.
Gerade zB im Softwarebereich, wo es hauptsächlich um bekannte Strukturen und Algorithmen geht können Patente verheerend wirken.
Viele innovative Firmen verzichten sogar dezidiert auf Patente, um die Konkurrenz nicht auf Ideen zu bringen.

Einerseits kämpfe ich nicht für das Copyright, sondern dafür,
daß sie das Geld bekommen, daß sie verdienen. Ich habe ganz
einfach ein Problem damit, daß sich Leute Dinge beschaffen,
die sie nicht bezahlt haben und von denen der Künstler nicht
will, daß sie sich kostenlos beschaffen.

Dann, so leid es mir tut, soll er seine Musik nur vor handverlesenem Publikum vortragen, und Aufnahmen prinzipiell untersagen. Wenn ich etwas veröffentliche muß ich damit rechnen, daß die Sache auch öffentlich wird - ab diesem Moment kann ich nicht mehr wirklich kontrollieren was mit meiner wertvollen Information passiert.
Jede andere Festlegung von „Rechten“ führt zwangsläufig zur Frage nach der Grenzziehung: Muß ich Lizenzgebühren zahlen, weil ich gedankenverloren gerade den neuesten Hit pfeife? Bei Handy-Klingeltönen angeblich schon. Das wird absurd.

Es gäbe genügend Möglichkeiten, für Musiker ihr Auslangen auch ohne srikte Auslegung des Urheberrechts zu finden: CDs mit Extras anbieten (Fotos, Texte, Gimmicks), Merchandising, Konzerte,…

LG
Stuffi

Akkon Lübeck 83/11/1 von RK Main-Taunus 96/10
Hi zurück,

Fortschrittliche Rettungsdienste haben Freisprechanlagen für
den Funk.
Davon ab ist es ohnehin nur selten notwendig, daß der Fahrer
funkt - entweder sitzt ein Beifahrer neben ihm oder jener hat
hinten im Fahrzeug einen Handapparat.

Kommen,

Status 2
Status 5

also wir sind so fortschrittlich, dass wir FMS benutzen. Ein Tastendruck und es muss im Einsatz kaum noch gesprochen werden.
Einen Status für die Pizza 17 mit doppelt Käse gibt es aber noch nicht :wink:

Gruß, Joe
Status 1

Copyright macht uns alle Kriminell
Hallo exc

Wie erreicht man nun, daß das nicht passiert? Entweder
überzeugt man die Menschen davon, das zu lassen oder zwingt
sie, daß zu lassen. Nun wird jedemm Menschen von frühester
Jugen an erzählt, daß es pfuibah ist, Allohol zu saufen und
anschließend ins Auto zu steigen. Hat es was genützt? Sicher.
Hält es alle davon ab? Nein!

Also was nun? Im Ernst: Gib mir eine Lösung für das Problem!

Es ging mir nie um Anarchie oder Antiautoritäre Führung. Es geht schlicht nur um ein „weniger“ an Regelungswut und „mehr“ an Sinn bei Regelungen.
Das Problem ist doch, dass selbst durch drakonische Strafen nichts zu machen ist. Schau dir mal die Strafen von früher an, grausam, entstellend, entwürdigend und häufig aus ganz geringen Anlässen. Die Leute haben sich trotzdem „daneben benommen“. Ein Anziehen der Daumenschrauben bringt also irgenwann nichts mehr!
Du hast die Erziehung ins Gespräch gebracht: WIE erzieht man denn am besten? Durch drakonische Strafen? Es funktioniert, ich kenne dass, aber es ist immer die Ausnahme. Wenn ich Eltern erlebe die nur schreiend und bestrafend mit ihren Kindern umgehen können dann sehe ich förmlich die Überforderung der Leute. Und die Kinder sind garantiert die größten Rabauken der Schule.
Daraus sollte doch auch für die Legislative etwas abzuleiten sein?

Natürlich hätte Commodore nicht x Millionen C64er verkauft,
wenn es nicht soviele Raubkopien gegeben hätte. Andererseits
kann mir doch keiner erzählen, daß die Hersteller der Spiele
ein Mördergeld verdient haben, wenn es allein bei mir, der ich
drei Leute mit 64er kannte, ca. 3 Jahre gedauert hat, bis ich
das erste Original zu Gesicht bekam.

Tja, wer ist schuld? Die illegalen Raubkopierer oder die ungeeigneten Vertriebsmethoden? War es für die Programierer nicht worherzusehen, daß es so kommt? Warum haben Sie dann nicht nach Alternativen gesucht?
Oder ist es besser so, da erst durch die (illegale) Dynamik der Raubkopien sich erstens eine universelle Plattform (Windows) und zweitens der Internetboom entstehen konnte?
Wie war das nochmal mit der Macht die stets das Böse will und dabei doch gutes bewirkt?

Was hat das Internet mit den Raubkopien der 80er-Jahre zu tun?
Mal abgesehen davon, daß Du anscheinend bei der Geschichte des
Internets wohl nicht ganz sattelfest bist: Ich rede von der
Zeit bevor der PCso verbreitet war, also von 1982-199~.

tststs. Gäbe es heute so viele und billige PCs ohne Spiele? Nein.
Womit würdest du dann Surfen? Mit BTX und Telekom? hahaha

Im Prinzip schon…Aber: Früher waren Kopien kein wirkliches
Problem, denn die Qualität war klar schlechter als das
Original.

Häh? Also als ich früher mal Disketten kopierte, kam hinten
immer das gleiche raus.

Das Problem ist doch Uralt, denke an die Analogtechnik! Damals gabs die Gesetze auch, aber es war kein Problem denn das bisschen Tauschen hielt sich in Grenzen, man konnte ja nicht eine Kopie der Kopie der Kopie machen, da hätte man Rauschen mit unhörbarer Musik gehabt.

Und gegen sowas gibt es in der Industrie Patente, auch so ein
immaterielles Vermögensgut. Auch abschaffen?

Ohh bitte, bring mich nicht dazu dieses leidige Thema anzusprechen. Nur soviel dazu: Das Patentrecht ist inzwischen pervers erweitert worden. Man muss nicht einmal etwas selbtständig neues erschaffen, es reicht inzwischen etwas zu entdecken. Selbst wenn man keine Ahnung hat was sich dahinter alles verbirgt, gehört alles was sich daraus ableitet dem Entdecker! Das ist ein Riesenproblem in der Gentechnik, denn die Leute lassen sich eine komplette Sequenz patentieren und wenn später einer aus dieser Sequenz etwas machen will gehört alles dem Erstentdecker. Oder hast du schon von dem Versuch gehört den Neem-Baum schützen zu lassen, obwohl genau dieser Baum seit Jahrtausenden von den Indern bekannt und genutzt wird? Es ist nur schlichte Aneignung allgemeiner, freier Güter.
Schlussfolgerung: Wenn es in dieser Richtung weitergeht, wird man bald für ALLES Lizenzen zahlen müssen.

Einerseits kämpfe ich nicht für das Copyright, sondern dafür,
daß sie das Geld bekommen, daß sie verdienen. Ich habe ganz
einfach ein Problem damit, daß sich Leute Dinge beschaffen,
die sie nicht bezahlt haben und von denen der Künstler nicht
will, daß sie sich kostenlos beschaffen.

Will ich auch, aber das bestehende System ist durch die Technik obsolet geworden. Es ist viel zu einfach geworden sich Musik zu beschaffen. Und wie Apple beweist, sind die Leute durchaus bereit zu Zahlen, die meisten wollen den Künstlern schon ein Obulus entrichten.
Und an wen geht der größte Batzen? Es sind nicht die Künstler, gell?
Wollen wir weiterhin, daß die meisten ausgenutzt werden? Oder ist es nicht besser mit kazaa weiterzumachen bis die Konzerne aufgeben?

Jeder hat bitteschön demjenigen die Art und Weise zu
überlassen, wie er das Zeug unters Volk bringt. Wenn er meint,
daß er mehr damit verdient, wenn er es verkauft, dann hat man
das Zeug zu kaufen oder das zu lassen. Wenn er meint, er
verdient mehr, wenn das Zeug verschenkt, dann ist auch dies
seine Sache.

Was die meisten eben nicht erkennen ist dass das Verkaufen von geistigen Werken nicht mehr wie früher funktionieren kann. Ich kann nur für knappe Güter überhaupt ein Preis verlangen. Damit ich davon Leben kann, sichere ich mir ein Eigentumsrecht. Ich schliesse damit jeden anderen davon aus und verfahre nach Belieben damit. Wenn ich Verkaufe, verlange ich im Grunde eine Entschädigung für das Aufgeben dieses Eigentumsrechtes. Wenn das Gut im Prinzip schon beim ersten Verkauf nicht mehr als „knapp“ gelten kann (weil es unendlich geklont werden kann, mit Null Aufwand), verliert es bis auf nahe Null seinen Wert. Diese Verkaufsstrategie macht somit keinen Sinn, es sei denn man würde per Schneeballsystem jeden nachfolgenden Nutzer/Käufer zur Kasse bitten. Und das ist technisch (noch) nicht machbar.

Eine Lösung wäre eben das Eigentumsrecht nie aufzugeben und es an Gütern zu binden (CDs, Bücher), sondern es untrennbar an der eigenen Person zu binden. Damit ist das „Echte“ einzigartig, jede CD wäre unautorisiert und illegal. Ein Rückkehr zur guten alten Zeit als es noch keine Tonkonserven gab, sondern nur Liveauftritte.

Das Problem betrifft ja nicht nur die Musiker, sondern jeden Geistwerker. Ist das Problem neu? Nein, früher kaufte man die Partitur und spielte selbst, keiner ist auf die Idee gekommen dafür Geld zu verlangen. Heute schon, es geht in die Richtung dass nicht für das Buch gezahlt wird, sondern dafür dass ich es lese, mich darüber unterhalte oder Ideen daraus gewinne.
Machbar??? Wünschenswert???

Ciao
Thud

Hi zurück,

Fortschrittliche Rettungsdienste haben Freisprechanlagen für
den Funk.
Davon ab ist es ohnehin nur selten notwendig, daß der Fahrer
funkt - entweder sitzt ein Beifahrer neben ihm oder jener hat
hinten im Fahrzeug einen Handapparat.

Kommen,

Status 2
Status 5

also wir sind so fortschrittlich, dass wir FMS benutzen. Ein
Tastendruck und es muss im Einsatz kaum noch gesprochen
werden.
Einen Status für die Pizza 17 mit doppelt Käse gibt es aber
noch nicht :wink:

Ja, noch ein Grund mehr, aus dem das mit dem Funk im Vergleich zu der Handy-Regelung eigentlich kein Thema ist.
Und Dinge wie den Pizza Status hat man bei uns immer per DME durchgegeben - muß ja nicht jeder wissen, was der Wachabteilungsleiter heute auf seinen Döner haben will :wink:))

Grüße,

Malte, kurz vor Status 6.

Hi!

die staatlichen Organe scheinen an Einfluß und
Durchsetzungskraft zu verlieren - oder wie sonst ist die
Tendenz erklärbar, weite Teile der deutschen Bevölkerung zu
kriminalisieren? Dazu drei Beispiele:

  1. Schwarzarbeit und Bafög-Betrug
    Wohl jeder von uns kennt jemanden, der gelegentlich oder
    ständig schwarz arbeitet (oder ist selbst „Betroffener“).

Sorry, aber ich kenne solche Leute nicht.
Und ich unterstütze das auch nicht.

Von
den zig Millionen Schwarzarbeitern profitiert die Wirtschaft
zwar indirekt (man denke nur an den Baumarkt-Boom), aber dem
Staat gehen natürlich Steuereinnahmen durch die Lappen.

…und zwar massiv. Schwarzarbeit ist daher schlicht und einfach asozial.
Schwarzarbneit ist aber nciht durch Repressalien zu verhindern, sondern ausschließlich durch die Schaffung von wirtschaftlichen rahmenbedingungen, die korrektes Arbeiten wieder lohnenswert machen.

Das
ärgert Eichel.

Eichel persönlich ärgert gar nichts, denn er wird spätestens 2006 in den hochbezahlten Ruhestand gehen und nebenbei noch ein paar hochdotierte Vorträge halten und Aufsichtsratsposten wahrnehmen.

Ursache der Schwarzarbeit und der sinkenden
Steuermoral ist zwar hinlänglich bekannt: Zu hohe Abgaben, die
sich weder Arbeitgeber vieler Branchen noch Arbeitnehmer in
vielen Billigjobs leisten können. Die Regierung indes reagiert
hilflos mit Kriminalisierung ihrer Bürger.

Richtig. Und genau dieser Weg kann und wird niemals funktionieren.
Jeder, der in diesem Land auch nur ansatzweise aus der Reihe tanzt, hat sofort einen Beamten, einen Staatsanwalt oder beide am Hals.
Das kann nicht funktionieren, denn es macht das Leben hier uninteressant für Leute, die etwas bewegen wollen.

Und unsere zukünftigen Akademiker? Jeder vierte Student erhält

  • auf Grund geschönter bzw. falscher Angaben - zu Unrecht
    Bafög.

Aus welcher Quelle beziehst Du dieses Wissen? Das hört sich für mich sehr hoch an.
Würdest Du sagen „jeder 4. Bafög-Empfänger erhält die Beihilfe aufgrund falscher Angaben“, könnte ich das eher glauben.

In NRW wurde jetzt eine breite Fahndungswelle
initiiert; 21000 Bafög-Empfänger sollen überprüft werden.
Andere Bundesländer haben angekündigt, dem Beispiel zu folgen.
Wie wäre es denn, zunächst mal eine Aufklärungskampagne an den
Unis zu starten und Hintergründe zu beleuchten?

Wie wäre es damit, das Bafög abzuschaffen, Studiengebühren einzuführen und für hilfebedürftige Studenten zinslose Darlehen anzubieten?

  1. Handy am Steuer
    Jeder zweite Autofahrer hält sich nicht an die neue
    Gesetzeslage, die ein Telefonieren nur noch mit
    Freisprechanlage erlaubt. Jetzt soll eine Gesetzesverschärfung
    folgen, mit Punkten in Flensburg und ggf. sogar
    Führerscheinentzug.

…was der größte Unfug ist, denn das Wählen und die damit verbundene Unaufmerksamkeit ist mit allen Systemen nötig und legal.
Ferner darf man ja auch rauchen und CDs einlegen.

  1. Kopieren und Brennen
    Das neue Kopierschutz-Gesetz soll insbesondere die „verarmte“
    Musikindustrie schützen und kriminalisiert vermutlich so gut
    wie jeden Teenager, der sich heute bei Kazaa oder sonstwo
    etwas runterlädt.

Die realität zeigt doch, dass dieses letzte Aufbäumen der Ausbeuter nichts daran ändern kann, dass die Musikindustrioe sich neue Wege suchen muss, um Geld zu verdienen.
Es wird auf Dauer nicht funktionieren, jeden Furz im Net reglementieren zu wollen.

Fällt den staatlichen Organen wirklich nichts mehr anderes ein
als Verschärfung und Kriminalisierung, wenn Gesetze nicht
greifen? Werden Gesetze, Regelungen und gesellschaftliche
Umstände erst gar nicht mehr hinterfragt, sondern nur noch
direkt zur Keule gegriffen? Ist das die einzige Waffe gegen
allgemeines Unrechtsbewußtsein?

Das ist vielmehr die einzige Waffe eines immer machtloseren Beamten- und Selbstbedienungsapparates gegen seine Bürger.

Viele grüße,

Mathias

Hi!

  1. Schwarzarbeit und Bafög-Betrug
    Wohl jeder von uns kennt jemanden, der gelegentlich oder
    ständig schwarz arbeitet (oder ist selbst „Betroffener“).

Sorry, aber ich kenne solche Leute nicht.

Sagen wir mal: Du kennst Leute, von denen du nicht weißt, dass sie schwarz arbeiten :wink:

Von
den zig Millionen Schwarzarbeitern profitiert die Wirtschaft
zwar indirekt (man denke nur an den Baumarkt-Boom), aber dem
Staat gehen natürlich Steuereinnahmen durch die Lappen.

…und zwar massiv. Schwarzarbeit ist daher schlicht und
einfach asozial.

Asozial oder unsozial?

Schwarzarbneit ist aber nciht durch Repressalien zu
verhindern, sondern ausschließlich durch die Schaffung von
wirtschaftlichen rahmenbedingungen, die korrektes Arbeiten
wieder lohnenswert machen.

Glaube ich nicht.
Schwarzarbeit heißt Brutto gleich Netto. Jede auch noch so gut gemeinte Rahmenbedingung nimmt Geld weg. Warum soll jemand, der wegen 40 oder 50 % Abzüge schwarz arbeitet, plötzlich 20 oder 25% Abzüge hinnehmen, wenn er 0% Abzüge haben kann?

Ursache der Schwarzarbeit und der sinkenden
Steuermoral ist zwar hinlänglich bekannt: Zu hohe Abgaben, die
sich weder Arbeitgeber vieler Branchen noch Arbeitnehmer in
vielen Billigjobs leisten können. Die Regierung indes reagiert
hilflos mit Kriminalisierung ihrer Bürger.

Zu hohe Abgaben sind nicht die Ursache für Schwarzarbeit, sie senken allenfalls die Hemmschwelle. Nochmal: auch mit 10% Steuern und 10% Sozialabgaben werden wir mit massiver Schwarzarbeit leben müssen.

Nur als Beispiel: Ich lasse z.Zt. die Wände meines Dachbodens verputzen. Von drei Firmen habe ich mir dafür Kostenvoranschläge geholt. Die erste Firma wollte für das Verputzen von etwa 50 qm Wandfläche 2.600 Euro haben! Da kommt man automatisch auf den Gedanken, einen Schwarzarbeiter zu engagieren - was ich aber nicht getan habe. Der zweite Kostenvoranschlag lautete auf 680 Euro - für die gleiche Arbeit.

  1. Handy am Steuer
    Jeder zweite Autofahrer hält sich nicht an die neue
    Gesetzeslage, die ein Telefonieren nur noch mit
    Freisprechanlage erlaubt. Jetzt soll eine Gesetzesverschärfung
    folgen, mit Punkten in Flensburg und ggf. sogar
    Führerscheinentzug.

…was der größte Unfug ist, denn das Wählen und die damit
verbundene Unaufmerksamkeit ist mit allen Systemen nötig und
legal.

Also, unser Firmen-BMW hat Wahlmöglichkeit über Spracheingabe. Sensationell, kann ich nur sagen. :wink:

Ferner darf man ja auch rauchen und CDs einlegen.

Kuppeln und schalten muss man ja auch noch. Es lebe die Automatik, sage ich nur.

  1. Kopieren und Brennen
    Das neue Kopierschutz-Gesetz soll insbesondere die „verarmte“
    Musikindustrie schützen und kriminalisiert vermutlich so gut
    wie jeden Teenager, der sich heute bei Kazaa oder sonstwo
    etwas runterlädt.

Die realität zeigt doch, dass dieses letzte Aufbäumen der
Ausbeuter nichts daran ändern kann, dass die Musikindustrioe
sich neue Wege suchen muss, um Geld zu verdienen.
Es wird auf Dauer nicht funktionieren, jeden Furz im Net
reglementieren zu wollen.

Auch hier ist Kopieren und Brennen eine Folge überhöhter Preise (wie beim Wändeverputzen). Es gab mal so etwas wie eine Preisbindung bei Schallplatten (die älteren unter uns wissen das vielleicht noch). Jede LP kostete pauschal 22 DM, jede Single 6 DM. Die Preisbindung wurde aufgehoben, die Preise sanken (!).
Als die CDs auf den Markt kamen, zogen die Preise drastisch an. Zwar bessere Qualität, aber zu exorbitanten Preisen von 32 DM und mehr. Bis heute kosten CDs deutliche mehr als ihre Vinyl-Vorgänger. Würden marktfrische CDs nicht mehr als 10 bis 12 Euro kosten, würde die Brennerei deutlich zurückgehen. Aber die Branche will ja raffen!

Grüße
Heinrich

Hi!

  1. Schwarzarbeit und Bafög-Betrug
    Wohl jeder von uns kennt jemanden, der gelegentlich oder
    ständig schwarz arbeitet (oder ist selbst „Betroffener“).

Sorry, aber ich kenne solche Leute nicht.

Sagen wir mal: Du kennst Leute, von denen du nicht weißt, dass
sie schwarz arbeiten :wink:

Ich meine es so, wie ich es sage. Wenn ich behaupte, jhemanden zu kennen, so kenne ich ihn so gut, dass ich das beurteilen kann.
Und richtig kennen tue ich nur Leute, die mich interessieren, die mit mir auf einer Wellenlänge liegen.
Auf andere lasse ich mich in der Tiefe gar nciht erst ein.

Von
den zig Millionen Schwarzarbeitern profitiert die Wirtschaft
zwar indirekt (man denke nur an den Baumarkt-Boom), aber dem
Staat gehen natürlich Steuereinnahmen durch die Lappen.

…und zwar massiv. Schwarzarbeit ist daher schlicht und
einfach asozial.

Asozial oder unsozial?

Wo ist der Unterschied?

Schwarzarbneit ist aber nciht durch Repressalien zu
verhindern, sondern ausschließlich durch die Schaffung von
wirtschaftlichen rahmenbedingungen, die korrektes Arbeiten
wieder lohnenswert machen.

Glaube ich nicht.
Schwarzarbeit heißt Brutto gleich Netto. Jede auch noch so gut
gemeinte Rahmenbedingung nimmt Geld weg. Warum soll jemand,
der wegen 40 oder 50 % Abzüge schwarz arbeitet, plötzlich 20
oder 25% Abzüge hinnehmen, wenn er 0% Abzüge haben kann?

Weil sich irgendwann das Risiko nicht mehr lohnt, erwischt zu werden.
Ein paar Schwarzarbeiter wird es natürlich immer geben, aber die sind dann nicht mehr wichtig.

Ursache der Schwarzarbeit und der sinkenden
Steuermoral ist zwar hinlänglich bekannt: Zu hohe Abgaben, die
sich weder Arbeitgeber vieler Branchen noch Arbeitnehmer in
vielen Billigjobs leisten können. Die Regierung indes reagiert
hilflos mit Kriminalisierung ihrer Bürger.

Zu hohe Abgaben sind nicht die Ursache für Schwarzarbeit, sie
senken allenfalls die Hemmschwelle. Nochmal: auch mit 10%
Steuern und 10% Sozialabgaben werden wir mit massiver
Schwarzarbeit leben müssen.

Wir werden mit Schwarzarbeit leben müssen. Mit mehr aber auch nciht…

Nur als Beispiel: Ich lasse z.Zt. die Wände meines Dachbodens
verputzen. Von drei Firmen habe ich mir dafür
Kostenvoranschläge geholt. Die erste Firma wollte für das
Verputzen von etwa 50 qm Wandfläche 2.600 Euro haben! Da kommt
man automatisch auf den Gedanken, einen Schwarzarbeiter zu
engagieren - was ich aber nicht getan habe. Der zweite
Kostenvoranschlag lautete auf 680 Euro - für die gleiche
Arbeit.

Was hat das mit Schwarzarbeit zu tun?
Das hat eher etwas mit der Fähigkeit zur Erstellung von Kalkulationen zu tun bzw. mit dem Willen der Handwerker, von 100 Kostenvoranschlägen 2 Aufträge zu akquirieren und das hinzunehmen.

  1. Handy am Steuer
    Jeder zweite Autofahrer hält sich nicht an die neue
    Gesetzeslage, die ein Telefonieren nur noch mit
    Freisprechanlage erlaubt. Jetzt soll eine Gesetzesverschärfung
    folgen, mit Punkten in Flensburg und ggf. sogar
    Führerscheinentzug.

…was der größte Unfug ist, denn das Wählen und die damit
verbundene Unaufmerksamkeit ist mit allen Systemen nötig und
legal.

Also, unser Firmen-BMW hat Wahlmöglichkeit über Spracheingabe.
Sensationell, kann ich nur sagen. :wink:

Ich muss noch tippen… ;-(

Ferner darf man ja auch rauchen und CDs einlegen.

Kuppeln und schalten muss man ja auch noch. Es lebe die
Automatik, sage ich nur.

Ich fahre auch nichts anderes mehr. Wie soll ich denn sonst CDs, Milchshake (Mc Donald´s
Vanille), Fummeln mit der Beifahrerin und den Cheeseburer koordinieren…?

  1. Kopieren und Brennen
    Das neue Kopierschutz-Gesetz soll insbesondere die „verarmte“
    Musikindustrie schützen und kriminalisiert vermutlich so gut
    wie jeden Teenager, der sich heute bei Kazaa oder sonstwo
    etwas runterlädt.

Die realität zeigt doch, dass dieses letzte Aufbäumen der
Ausbeuter nichts daran ändern kann, dass die Musikindustrioe
sich neue Wege suchen muss, um Geld zu verdienen.
Es wird auf Dauer nicht funktionieren, jeden Furz im Net
reglementieren zu wollen.

Auch hier ist Kopieren und Brennen eine Folge überhöhter
Preise (wie beim Wändeverputzen). Es gab mal so etwas wie eine
Preisbindung bei Schallplatten (die älteren unter uns wissen
das vielleicht noch). Jede LP kostete pauschal 22 DM, jede
Single 6 DM. Die Preisbindung wurde aufgehoben, die Preise
sanken (!).

Ich kann mich noch bestens an diese Zeiten erinnern. Das war aber nicht unbedingt glorreich (verglichen mit der Entwicklung der Autopreise war das damals sehr teuer) und auch damals gab es schon das berühmte Kenwood KX 9010, mit dem man einwandfreie Tape-Aufnahemen machen konnte…

Als die CDs auf den Markt kamen, zogen die Preise drastisch
an. Zwar bessere Qualität, aber zu exorbitanten Preisen von 32
DM und mehr. Bis heute kosten CDs deutliche mehr als ihre
Vinyl-Vorgänger. Würden marktfrische CDs nicht mehr als 10 bis
12 Euro kosten, würde die Brennerei deutlich zurückgehen. Aber
die Branche will ja raffen!

Richtig. Zumal Rohstoffe und Aufwand bei der CD nichtr 1/10 dessen der LP betragen.

Grüße,

Mathias

Ein Punkt wurde ‚vergessen‘!
Servus Michael,

ein Punkt fehlt bei der Aufzählung, den allerdings die Politiker nicht mit Nachdruck verfolgen, weil sie ihm erst gar nicht nachgehen. Ich erwähnte diesen Punkt schon etliche Male und werde ihn auch stets aufs Neue erwähnen. Es handelt sich nämlich um die ca. 100.000 Euro des sogenannten „Schatteneinkommens“, das die Hälfte aller regierenden Parlamentarier des Bundestages und der 16 Landtage verfassungswidrig kassieren, weil sie Bezüge aus Regierungs- und Abgeordnetenmandat erhalten. Siehe Prof. Hans Herbert v. Arnim (http://www.hfv-speyer.de/VONARNIM/) in „Politik Macht Geld“ (2001, Droemer Knaur) und:

http://www.hfv-speyer.de/VONARNIM/Einleitung.pdf
http://www.hfv-speyer.de/VONARNIM/politik/6Überblick…

Doch das findet so gut wie keine Erwähnung in den Medien; aber wenn sich Politiker mit Sätzen zu härten Strafen, Mehrarbeit und Sozialbetrug in irgendein Mikro übergeben, steht’s morgen gleich in der Zeitung. Nun, man kann mit Fug und (im wahrsten Sinne des Wortes) Recht behaupten, dass wir kollektiv von Verfassungsbrechern regiert werden. Einer regiert Bayern, ein anderer die Bundesrepublik, ein dritter regierte Nordrhein-Westfalen und sitzt nun als „Superminister“ in der Bundesregierung usw. usf.
   Sie könnten sich allesamt zur Partei der DEPpen (Deutsche Einheitspartei) vereinen - vielleicht wüssten die Menschen dann, dass Demokratie nur eine andere Form von Diktatur ist, in der Gesetze wie Teppiche behandelt werden: als Auslegeware.

Marco

PS: Aber wahrscheinlich redet man eh gegen die Wand. Bewusst wurde mir das unlängst, als jemand über „Sozialschmarotzer“ schimpfte, er selbst arbeitet jedoch jedes Wochenende „schhwarz“. Den Widerspruch, dem ich ihm aufzuzeigen versuchte, sah er dabei nicht.
   Abgesehen davon: Wie hoch sind die hinterzogenen Gelder durch „Sozialschmarotzer“, durch Steuerhinterzieher, durch Steuerverschwender in Bund, Städten und Kommunen!? (Zahlen in DM von 1997: 5 Mrd. / 150 Mrd. / 65 Mrd.) Doch solche Diskussionen werden stets einseitig und nur „nach unten“ geführt.

Hi!

Asozial oder unsozial?

Wo ist der Unterschied?

Asozial = Unfähig, in einer Gemeinschaft zu leben
Unsozial = lebt in einer Gemeinschaft, aber auf Kosten dieser Gemeinschaft

Schwarzarbeit heißt Brutto gleich Netto. Jede auch noch so gut
gemeinte Rahmenbedingung nimmt Geld weg. Warum soll jemand,
der wegen 40 oder 50 % Abzüge schwarz arbeitet, plötzlich 20
oder 25% Abzüge hinnehmen, wenn er 0% Abzüge haben kann?

Weil sich irgendwann das Risiko nicht mehr lohnt, erwischt zu
werden.

Damit stellst du die Angst vor Strafe aber wieder über die Angst vor finanziellen Einbußen. Du hast vorher anders argumentiert.

Nur als Beispiel: Ich lasse z.Zt. die Wände meines Dachbodens
verputzen. Von drei Firmen habe ich mir dafür
Kostenvoranschläge geholt. Die erste Firma wollte für das
Verputzen von etwa 50 qm Wandfläche 2.600 Euro haben! Da kommt
man automatisch auf den Gedanken, einen Schwarzarbeiter zu
engagieren - was ich aber nicht getan habe. Der zweite
Kostenvoranschlag lautete auf 680 Euro - für die gleiche
Arbeit.

Was hat das mit Schwarzarbeit zu tun?
Das hat eher etwas mit der Fähigkeit zur Erstellung von
Kalkulationen zu tun bzw. mit dem Willen der Handwerker, von
100 Kostenvoranschlägen 2 Aufträge zu akquirieren und das
hinzunehmen.

Verstehe ich jetzt nicht.
Der Anreiz zur _Erteilung_ von Schwarzarbeitaufträgen liegt in der unverhältnismäßig hohen Rechnung, die mir der Handwerker in Aussicht stellt. Statt regulär 2600 Euronen zu blechen greife ich lieber auf einen Schwarzarbeiter zurück, der die gleiche Arbeit für ein Viertel der Kosten macht. Diese Idee, einen Auftrag schwarz zu vergeben, würde mir nicht kommen, wenn der Kostenvoranschlag sich in einem erträglichen Rahmen bewegt hätte (was dann ja auch durch den Kostenvoranschlag der zweiten Firma eintrat).

Ferner darf man ja auch rauchen und CDs einlegen.

Kuppeln und schalten muss man ja auch noch. Es lebe die
Automatik, sage ich nur.

Ich fahre auch nichts anderes mehr. Wie soll ich denn sonst
CDs, Milchshake (Mc Donald´s
Vanille), Fummeln mit der Beifahrerin und den Cheeseburer
koordinieren…?

Hast wohl noch nichts von den römischen Taxifahrern gehört, was? Das sind noch richtige Kerle! Mit dem linken Bein bedienen sie Bremse und Kupplung, mit dem rechten Bein das Gaspedal. Der linke Arm hängt aus dem offenen Seitenfenster, damit dirigieren sie den Verkehr. Und mit dem rechten Arm fummeln sie an der Frau auf dem Beifahrersitz herum. Wie die lenken? Ich sagte ja, das sind noch richtige Kerle! :wink:))

Grüße
Heinrich