Copyright macht uns alle Kriminell
Hallo exc
Wie erreicht man nun, daß das nicht passiert? Entweder
überzeugt man die Menschen davon, das zu lassen oder zwingt
sie, daß zu lassen. Nun wird jedemm Menschen von frühester
Jugen an erzählt, daß es pfuibah ist, Allohol zu saufen und
anschließend ins Auto zu steigen. Hat es was genützt? Sicher.
Hält es alle davon ab? Nein!
Also was nun? Im Ernst: Gib mir eine Lösung für das Problem!
Es ging mir nie um Anarchie oder Antiautoritäre Führung. Es geht schlicht nur um ein „weniger“ an Regelungswut und „mehr“ an Sinn bei Regelungen.
Das Problem ist doch, dass selbst durch drakonische Strafen nichts zu machen ist. Schau dir mal die Strafen von früher an, grausam, entstellend, entwürdigend und häufig aus ganz geringen Anlässen. Die Leute haben sich trotzdem „daneben benommen“. Ein Anziehen der Daumenschrauben bringt also irgenwann nichts mehr!
Du hast die Erziehung ins Gespräch gebracht: WIE erzieht man denn am besten? Durch drakonische Strafen? Es funktioniert, ich kenne dass, aber es ist immer die Ausnahme. Wenn ich Eltern erlebe die nur schreiend und bestrafend mit ihren Kindern umgehen können dann sehe ich förmlich die Überforderung der Leute. Und die Kinder sind garantiert die größten Rabauken der Schule.
Daraus sollte doch auch für die Legislative etwas abzuleiten sein?
Natürlich hätte Commodore nicht x Millionen C64er verkauft,
wenn es nicht soviele Raubkopien gegeben hätte. Andererseits
kann mir doch keiner erzählen, daß die Hersteller der Spiele
ein Mördergeld verdient haben, wenn es allein bei mir, der ich
drei Leute mit 64er kannte, ca. 3 Jahre gedauert hat, bis ich
das erste Original zu Gesicht bekam.
Tja, wer ist schuld? Die illegalen Raubkopierer oder die ungeeigneten Vertriebsmethoden? War es für die Programierer nicht worherzusehen, daß es so kommt? Warum haben Sie dann nicht nach Alternativen gesucht?
Oder ist es besser so, da erst durch die (illegale) Dynamik der Raubkopien sich erstens eine universelle Plattform (Windows) und zweitens der Internetboom entstehen konnte?
Wie war das nochmal mit der Macht die stets das Böse will und dabei doch gutes bewirkt?
Was hat das Internet mit den Raubkopien der 80er-Jahre zu tun?
Mal abgesehen davon, daß Du anscheinend bei der Geschichte des
Internets wohl nicht ganz sattelfest bist: Ich rede von der
Zeit bevor der PCso verbreitet war, also von 1982-199~.
tststs. Gäbe es heute so viele und billige PCs ohne Spiele? Nein.
Womit würdest du dann Surfen? Mit BTX und Telekom? hahaha
Im Prinzip schon…Aber: Früher waren Kopien kein wirkliches
Problem, denn die Qualität war klar schlechter als das
Original.
Häh? Also als ich früher mal Disketten kopierte, kam hinten
immer das gleiche raus.
Das Problem ist doch Uralt, denke an die Analogtechnik! Damals gabs die Gesetze auch, aber es war kein Problem denn das bisschen Tauschen hielt sich in Grenzen, man konnte ja nicht eine Kopie der Kopie der Kopie machen, da hätte man Rauschen mit unhörbarer Musik gehabt.
Und gegen sowas gibt es in der Industrie Patente, auch so ein
immaterielles Vermögensgut. Auch abschaffen?
Ohh bitte, bring mich nicht dazu dieses leidige Thema anzusprechen. Nur soviel dazu: Das Patentrecht ist inzwischen pervers erweitert worden. Man muss nicht einmal etwas selbtständig neues erschaffen, es reicht inzwischen etwas zu entdecken. Selbst wenn man keine Ahnung hat was sich dahinter alles verbirgt, gehört alles was sich daraus ableitet dem Entdecker! Das ist ein Riesenproblem in der Gentechnik, denn die Leute lassen sich eine komplette Sequenz patentieren und wenn später einer aus dieser Sequenz etwas machen will gehört alles dem Erstentdecker. Oder hast du schon von dem Versuch gehört den Neem-Baum schützen zu lassen, obwohl genau dieser Baum seit Jahrtausenden von den Indern bekannt und genutzt wird? Es ist nur schlichte Aneignung allgemeiner, freier Güter.
Schlussfolgerung: Wenn es in dieser Richtung weitergeht, wird man bald für ALLES Lizenzen zahlen müssen.
Einerseits kämpfe ich nicht für das Copyright, sondern dafür,
daß sie das Geld bekommen, daß sie verdienen. Ich habe ganz
einfach ein Problem damit, daß sich Leute Dinge beschaffen,
die sie nicht bezahlt haben und von denen der Künstler nicht
will, daß sie sich kostenlos beschaffen.
Will ich auch, aber das bestehende System ist durch die Technik obsolet geworden. Es ist viel zu einfach geworden sich Musik zu beschaffen. Und wie Apple beweist, sind die Leute durchaus bereit zu Zahlen, die meisten wollen den Künstlern schon ein Obulus entrichten.
Und an wen geht der größte Batzen? Es sind nicht die Künstler, gell?
Wollen wir weiterhin, daß die meisten ausgenutzt werden? Oder ist es nicht besser mit kazaa weiterzumachen bis die Konzerne aufgeben?
Jeder hat bitteschön demjenigen die Art und Weise zu
überlassen, wie er das Zeug unters Volk bringt. Wenn er meint,
daß er mehr damit verdient, wenn er es verkauft, dann hat man
das Zeug zu kaufen oder das zu lassen. Wenn er meint, er
verdient mehr, wenn das Zeug verschenkt, dann ist auch dies
seine Sache.
Was die meisten eben nicht erkennen ist dass das Verkaufen von geistigen Werken nicht mehr wie früher funktionieren kann. Ich kann nur für knappe Güter überhaupt ein Preis verlangen. Damit ich davon Leben kann, sichere ich mir ein Eigentumsrecht. Ich schliesse damit jeden anderen davon aus und verfahre nach Belieben damit. Wenn ich Verkaufe, verlange ich im Grunde eine Entschädigung für das Aufgeben dieses Eigentumsrechtes. Wenn das Gut im Prinzip schon beim ersten Verkauf nicht mehr als „knapp“ gelten kann (weil es unendlich geklont werden kann, mit Null Aufwand), verliert es bis auf nahe Null seinen Wert. Diese Verkaufsstrategie macht somit keinen Sinn, es sei denn man würde per Schneeballsystem jeden nachfolgenden Nutzer/Käufer zur Kasse bitten. Und das ist technisch (noch) nicht machbar.
Eine Lösung wäre eben das Eigentumsrecht nie aufzugeben und es an Gütern zu binden (CDs, Bücher), sondern es untrennbar an der eigenen Person zu binden. Damit ist das „Echte“ einzigartig, jede CD wäre unautorisiert und illegal. Ein Rückkehr zur guten alten Zeit als es noch keine Tonkonserven gab, sondern nur Liveauftritte.
Das Problem betrifft ja nicht nur die Musiker, sondern jeden Geistwerker. Ist das Problem neu? Nein, früher kaufte man die Partitur und spielte selbst, keiner ist auf die Idee gekommen dafür Geld zu verlangen. Heute schon, es geht in die Richtung dass nicht für das Buch gezahlt wird, sondern dafür dass ich es lese, mich darüber unterhalte oder Ideen daraus gewinne.
Machbar??? Wünschenswert???
Ciao
Thud