Kriminalisierung der Deutschen?

Hi!

Asozial oder unsozial?

Wo ist der Unterschied?

Asozial = Unfähig, in einer Gemeinschaft zu leben
Unsozial = lebt in einer Gemeinschaft, aber auf Kosten dieser
Gemeinschaft

Dann würde ich nach Deiner Definition „unsozial“ vorziehen.

Schwarzarbeit heißt Brutto gleich Netto. Jede auch noch so gut
gemeinte Rahmenbedingung nimmt Geld weg. Warum soll jemand,
der wegen 40 oder 50 % Abzüge schwarz arbeitet, plötzlich 20
oder 25% Abzüge hinnehmen, wenn er 0% Abzüge haben kann?

Weil sich irgendwann das Risiko nicht mehr lohnt, erwischt zu
werden.

Damit stellst du die Angst vor Strafe aber wieder über die
Angst vor finanziellen Einbußen. Du hast vorher anders
argumentiert.

Um das zu vervollständigen:
die Motivation, mit der Schwarzarbeit aufzuhören, kann aus folgenden Rahmenbedingungen bzw. deren Anpassung heraus generiert werden:

  • Sozialversicherung (sie ist zwar teuer, aber es ist auch nicht schlecht, versichert zu sein)
  • Anstand
  • Expansion des Unternehmens
  • Erschließung eines weiteren Kundenkreises
  • Professionalisierung
  • Strafe

Nur als Beispiel: Ich lasse z.Zt. die Wände meines Dachbodens
verputzen. Von drei Firmen habe ich mir dafür
Kostenvoranschläge geholt. Die erste Firma wollte für das
Verputzen von etwa 50 qm Wandfläche 2.600 Euro haben! Da kommt
man automatisch auf den Gedanken, einen Schwarzarbeiter zu
engagieren - was ich aber nicht getan habe. Der zweite
Kostenvoranschlag lautete auf 680 Euro - für die gleiche
Arbeit.

Was hat das mit Schwarzarbeit zu tun?
Das hat eher etwas mit der Fähigkeit zur Erstellung von
Kalkulationen zu tun bzw. mit dem Willen der Handwerker, von
100 Kostenvoranschlägen 2 Aufträge zu akquirieren und das
hinzunehmen.

Verstehe ich jetzt nicht.
Der Anreiz zur _Erteilung_ von Schwarzarbeitaufträgen liegt in
der unverhältnismäßig hohen Rechnung, die mir der Handwerker
in Aussicht stellt. Statt regulär 2600 Euronen zu blechen
greife ich lieber auf einen Schwarzarbeiter zurück, der die
gleiche Arbeit für ein Viertel der Kosten macht. Diese Idee,
einen Auftrag schwarz zu vergeben, würde mir nicht kommen,
wenn der Kostenvoranschlag sich in einem erträglichen Rahmen
bewegt hätte (was dann ja auch durch den Kostenvoranschlag der
zweiten Firma eintrat).

Das sind 2 Paar Schuhe.
Dass Dir der erste KVA zu hoch erschien, ist noch nicht ursächlich ein Grund, sich einen Schwarzarbeiter zu suchen, sondern eher, noch andere Angebote einzuholen.
Wenn dann nichts dabei ist und die Betriebe allesamt bei ähnlichen Preisen argumentieren, dass aufgrund der hohen Steuern und Nebenkosten kein für Dich bezahlbarer Preis möglich ist, kann man über einen Schwarzarbeiter nachdenken.
Denn bevor man den Auftrag gar nicht vergibt, führt man das Geld natürlich besser mittelbar dem Wirtschaftskreislauf wieder zu, indem man wenigstens in einen Schwarzarbeiter investiert, der das Geld dann ja wieder in Umlauf bringt.
NUr ist es eben die Aufgabe unserer Regierung, dafür zu sorgen, dass solche Situationen aufgrund günstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nur sehr selten vorkommen.

Ferner darf man ja auch rauchen und CDs einlegen.

Kuppeln und schalten muss man ja auch noch. Es lebe die
Automatik, sage ich nur.

Ich fahre auch nichts anderes mehr. Wie soll ich denn sonst
CDs, Milchshake (Mc Donald´s
Vanille), Fummeln mit der Beifahrerin und den Cheeseburer
koordinieren…?

Hast wohl noch nichts von den römischen Taxifahrern gehört,
was? Das sind noch richtige Kerle! Mit dem linken Bein
bedienen sie Bremse und Kupplung, mit dem rechten Bein das
Gaspedal. Der linke Arm hängt aus dem offenen Seitenfenster,
damit dirigieren sie den Verkehr. Und mit dem rechten Arm
fummeln sie an der Frau auf dem Beifahrersitz herum. Wie die
lenken? Ich sagte ja, das sind noch richtige Kerle! :wink:))

na mit einem Fiat kann ich das auch…

Grüße,

Mathias

Hallo Marco,

ich gehe mit.

Das Probblem ist, dass wir uns damit abgefunden haben, dass POlitiker unehrlich handeln.

Ferner kann es nicht funktionieren, wenn ein Land, dessen wirtschaftliche Stärke eigentlich auf technischer Innovation und Forschung beruht, von Lehrern und Rechtsanwälten regiert wird.

Das Problem hat also zwei Dimensionen:

Erstens das unethische Verhalten und die falsche Einstellung zur Aufgabe in der Politik bei unseren Politikern (warum fragen sie nicht mal Helmut Schmidt?) und zweitens die mangelnde fachliche Qualifikation unserer Politiker für alle Ressorts ausser Bildung und Justiz.

Grüße,

Mathias

ein Punkt fehlt bei der Aufzählung, den allerdings die
Politiker nicht mit Nachdruck verfolgen, weil sie ihm erst gar
nicht nachgehen. Ich erwähnte diesen Punkt schon etliche Male
und werde ihn auch stets aufs Neue erwähnen. Es handelt sich
nämlich um die ca. 100.000 Euro des sogenannten
„Schatteneinkommens“, das die Hälfte aller regierenden
Parlamentarier des Bundestages und der 16 Landtage
verfassungswidrig kassieren, weil sie Bezüge aus Regierungs-
und Abgeordnetenmandat erhalten. Siehe Prof. Hans
Herbert v. Arnim (http://www.hfv-speyer.de/VONARNIM/) in
„Politik Macht Geld“ (2001, Droemer Knaur) und:

http://www.hfv-speyer.de/VONARNIM/Einleitung.pdf
http://www.hfv-speyer.de/VONARNIM/politik/6Überblick…

Doch das findet so gut wie keine Erwähnung in den Medien; aber
wenn sich Politiker mit Sätzen zu härten Strafen, Mehrarbeit
und Sozialbetrug in irgendein Mikro übergeben, steht’s morgen
gleich in der Zeitung. Nun, man kann mit Fug und (im wahrsten
Sinne des Wortes) Recht behaupten, dass wir kollektiv von
Verfassungsbrechern regiert werden. Einer regiert Bayern, ein
anderer die Bundesrepublik, ein dritter regierte
Nordrhein-Westfalen und sitzt nun als „Superminister“ in der
Bundesregierung usw. usf.
   Sie könnten sich allesamt zur Partei der DEPpen (Deutsche
Einheitspartei) vereinen - vielleicht wüssten die Menschen
dann, dass Demokratie nur eine andere Form von Diktatur ist,
in der Gesetze wie Teppiche behandelt werden: als Auslegeware.

Marco

PS: Aber wahrscheinlich redet man eh gegen die Wand. Bewusst
wurde mir das unlängst, als jemand über „Sozialschmarotzer“
schimpfte, er selbst arbeitet jedoch jedes Wochenende
„schhwarz“. Den Widerspruch, dem ich ihm aufzuzeigen
versuchte, sah er dabei nicht.
   Abgesehen davon: Wie hoch sind die hinterzogenen Gelder
durch „Sozialschmarotzer“, durch Steuerhinterzieher, durch
Steuerverschwender in Bund, Städten und Kommunen!? (Zahlen in
DM von 1997: 5 Mrd. / 150 Mrd. / 65 Mrd.) Doch solche
Diskussionen werden stets einseitig und nur „nach unten“
geführt.

CD´s sind Werbung für Konzerte? Was ist denn das für ein
Quatsch?

kein quatsch. hast du keine lieblingskünstler, gruppen, sänger, musiker? hast du nicht den wunsch, diese einmal LIVE zu ERLEBEN? also ich schon. und genau DAFÜR würde ich auch geld ausgeben (und tue es auch).

Und Software sollte also auch kostenlos unter den Menschen
verteilt werden?

das läßt sich ohnehin nicht verhindern.

Und was Deine differenzierte Aussage zu
Technos angeht: Ich find Jazz auch scheiße, aber das sage ich
genau so und nicht „Jazz ist scheiße“. Unterschied klar?

weiter oben schrieb ich „meine meinung“.
es ist meine meinung!

gut daß du jazz ansprichst: ein gutes beispiel für richtige musik. richtige music ist performance, erlebnis, lebendig, nichtwiederbringbar und einmalig. ist es ein wunder, daß ausgerechnet jene künstler so aufgebracht sind wegen der kopiererei, die nur konserven als produkte anbieten? die top 10 der charts bestehen nicht aus performance sondern aus im studio durch computer erzeugtem elektronischem klang. die meisten können weder singen noch ein instrument spielen, sind also unfähig, eine live performance - das produkt „musik“ - überhaupt zu bieten! ich sage das nicht, weil ich techno nicht mag. ich finde das sogar äußerst toll, zumindest auf langen autofahrten. aber ich sehe es nicht als musik im engeren sinne sondern als elektronische tonkunst, als programmierung.

Ich bin auch der Ansicht, daß der Computer sich nicht so
schnell verbreitet hätte, wenn nicht Mitte der 80er die
Raubkopiererei massivst eingesetzt hätte.

genau dasselbe passiert bei musik doch auch. durch kopierte musik kommt neues unter die leute. dadurch geht man sich musiker ansehen und anhören, von denen man sonst nix wüßte.

gruß datafox

CD´s sind Werbung für Konzerte? Was ist denn das für ein
Quatsch?

kein quatsch. hast du keine lieblingskünstler, gruppen,
sänger, musiker? hast du nicht den wunsch, diese einmal LIVE
zu ERLEBEN? also ich schon. und genau DAFÜR würde ich auch
geld ausgeben (und tue es auch).

Ich bin früher recht häufig zu Konzerten gegangen, aber seit ich festgestellt habe, daß ich die zum größten Teil eigentlich eher schlecht fand (und da waren Nummern wie Simply Red, Jamiroquai und Faithless darunter) und inzwischen die Preise jenseits der 50 Euro liegen, laß ich das einfach mal.

In dem Zusammenhang: Man überlege sich, wie die Preise für Konzerte wären, wenn die Künstler nicht das Nebeneinkommen CD-Verkauf hätten.

Und Software sollte also auch kostenlos unter den Menschen
verteilt werden?

das läßt sich ohnehin nicht verhindern.

Natürlich läßt sich das verhindern und zwar erfolgreich mit den unterschiedlichsten Methoden.

gut daß du jazz ansprichst: ein gutes beispiel für richtige
musik. richtige music ist performance, erlebnis, lebendig,
nichtwiederbringbar und einmalig.

Das ist Deine Definition.

ist es ein wunder, daß
ausgerechnet jene künstler so aufgebracht sind wegen der
kopiererei, die nur konserven als produkte anbieten?

Das ist schnell erklärt: Die One-Hit-Wonders brauchen aus der ersten Single/aus dem ersten Album jeden Euro, weil sie mit einiger Wahrscheinlichkeit danach keinen derartigen Erfolg mehr haben werden. Daß es sich Madonna und Robbie Williams erlauben können, einzelne Titel im Internet kostenlos anzubieten, ist angesichts deren Vermögenssituation nachvollziehbar.

Ich bin auch der Ansicht, daß der Computer sich nicht so
schnell verbreitet hätte, wenn nicht Mitte der 80er die
Raubkopiererei massivst eingesetzt hätte.

genau dasselbe passiert bei musik doch auch. durch kopierte
musik kommt neues unter die leute. dadurch geht man sich
musiker ansehen und anhören, von denen man sonst nix wüßte.

Tja, da ich mir keine Musik kopiere, frage ich mich, wie es kommt, daß ich doch einigermaßen up to date bin.

Gruß,
Christian

Ich bin früher recht häufig zu Konzerten gegangen, aber seit
ich festgestellt habe, daß … inzwischen die Preise
jenseits der 50 Euro liegen, laß ich das einfach mal.

aber 20 euro für eine CD gibst du schon aus? wie lange werden sich die kunden das noch bieten lassen? ein album ist nicht mehr wert als 8-10 euro. das würde ich vielleicht zahlen. aber nicht einmal das ist eine cd heute noch wert. du kriegst sie für umme im internet oder für 2 euro gebrannt am wochenmarkt. das ist eine tatsache, an der sich nichts ändern wird, schon gar nicht lächerliche kopierschutzverfahren, die jeder 10jährige knacken kann.

In dem Zusammenhang: Man überlege sich, wie die Preise für
Konzerte wären, wenn die Künstler nicht das Nebeneinkommen
CD-Verkauf hätten.

oh ho! die einzigen, die am cd-verkauf dicke kohle machen, sind die plattenfirmen.

alternativvorschlag: nach dem konzert sollen die künstler ihre eigenen cds direkt ans publikum verkaufen, zusammen mit dem video des konzertes, fotos der künstler mit den fans machen lassen, autogramme schreiben, merchandise anbieten und vieles mehr. mehr als eine kamera, ein fotoapparat und ein computer mit cdbrenner und drucker ist dazu nicht notwendig. es reicht, wenn die tonaufnahme, videos und fotos digital vorliegen. die materialkosten fallen weg. eine cd kostet ein paar cents.

jede mittelmäßige touristenattraktion macht dies so: jeder besucher wird in action 3x fotografiert, hinterher kannst du dir ein bild aussuchen und es für 20 euro kaufen. 50 euro für einen a4 ausdruck, zusätzliche euros für ein paar photoshopeffekte. kosten: der fotograf, papier und tinte.

Natürlich läßt sich das verhindern und zwar erfolgreich mit
den unterschiedlichsten Methoden.

es läßt sich nicht verhindern! du bekommst alles und jedes gratis im internet. man muß nur wissen wo.

Das ist Deine Definition.

das ist musik seit ein paar tausenden jahren. daran hat sich prinzipiell mal nichts geändert. wenn ein paar leute meinen, sie können midifiles als performance verkaufen, dann fallen sie eben auf die nase. das publikum holt es sich aus dem internet, weil die aufführung nix wert ist (wenn, dann sowieso nur vollplayback).

Das ist schnell erklärt: Die One-Hit-Wonders brauchen aus der
ersten Single/aus dem ersten Album jeden Euro, weil sie mit
einiger Wahrscheinlichkeit danach keinen derartigen Erfolg
mehr haben werden.

dann warens sie’s nicht wert. angebot und nachfrage bestimmen den preis.

Tja, da ich mir keine Musik kopiere, frage ich mich, wie es
kommt, daß ich doch einigermaßen up to date bin.

es geht doch nich um uptodate zu sein, sondern daß du musik genießt, die dir gefällt und damit künstler unterstützt, die dir gefallen. welche musik das ist, spielt doch keine rolle.

gruß datafox

Ich bin früher recht häufig zu Konzerten gegangen, aber seit
ich festgestellt habe, daß … inzwischen die Preise
jenseits der 50 Euro liegen, laß ich das einfach mal.

aber 20 euro für eine CD gibst du schon aus? wie lange werden
sich die kunden das noch bieten lassen?

Keine Ahnung, awhrscheinlich solange, wie man sich CDs mehrfach anhören.

ein album ist nicht
mehr wert als 8-10 euro.

Falsch. Jedes Ding ist genau das wert, was dafür bezahlt wird.

das würde ich vielleicht zahlen. aber
nicht einmal das ist eine cd heute noch wert. du kriegst sie
für umme im internet oder für 2 euro gebrannt am wochenmarkt.

Wie Du das hälst, ist mir eigentlich fast egal. Aber nur fast, denn ich finde dieses Verhalten falsch.

das ist eine tatsache, an der sich nichts ändern wird, schon
gar nicht lächerliche kopierschutzverfahren, die jeder
10jährige knacken kann.

Das gilt für Musik-Cds…

In dem Zusammenhang: Man überlege sich, wie die Preise für
Konzerte wären, wenn die Künstler nicht das Nebeneinkommen
CD-Verkauf hätten.

oh ho! die einzigen, die am cd-verkauf dicke kohle machen,
sind die plattenfirmen.

Ach deswegen haben die Topkünstler diese Einzimmerapartements in der Vorstadt… Um mal ein bißchen Sinn in die Sache zu bringen: Natürlich verdienen die Plattengesellschaften an den CDs am meisten, weil sie auch die ganzen Flops produzieren und bezahlen müssen. Ähnliches gilt für Pharmaunternehmen und Filmproduzenten: Die Top-Produkte finanzieren den ganzen Rest mit. Da man vorher nicht erkennen kann, was ein Hit wird, kann man die Flops auch nicht weglassen (immer wieder gern gemachter - wenn auch unsinniger - Vorschlag).

Natürlich läßt sich das verhindern und zwar erfolgreich mit
den unterschiedlichsten Methoden.

es läßt sich nicht verhindern! du bekommst alles und jedes
gratis im internet. man muß nur wissen wo.

Es läßt sich sehr wohl verhindern, allerdings braucht man dafür Grips und ein paar gute Ideen. Es gibt einige Spiele, die haben sich in kopierter Form nur handverlesener Zahl verbreitet. Inzwischen scheint es allerdings den Produzenten auch irgendwie egal zu sein.

Das ist Deine Definition.

das ist musik seit ein paar tausenden jahren. daran hat sich
prinzipiell mal nichts geändert. wenn ein paar leute meinen,
sie können midifiles als performance verkaufen, dann fallen
sie eben auf die nase. das publikum holt es sich aus dem
internet, weil die aufführung nix wert ist (wenn, dann sowieso
nur vollplayback).

Wenn Du meinst, daß nicht mit Klampfe bzw. a capella vorgetragener Gesang keine Musik ist, dann ist und bleibt das Deine Definition. Ein Jean Michel Jarre oder The Art of Noise machen auch Musik, jedenfalls nach jeder Definition von Musik, die ich bisher gehört habe.

Das ist schnell erklärt: Die One-Hit-Wonders brauchen aus der
ersten Single/aus dem ersten Album jeden Euro, weil sie mit
einiger Wahrscheinlichkeit danach keinen derartigen Erfolg
mehr haben werden.

dann warens sie’s nicht wert. angebot und nachfrage bestimmen
den preis.

Hä? Es ging darum, daß es sich ein Robbie Williams bei seinem inzwischen aufgelaufenen Vermögen mal leisten kann, eine Stück kostenlos unter das Volk zu bringen.

Tja, da ich mir keine Musik kopiere, frage ich mich, wie es
kommt, daß ich doch einigermaßen up to date bin.

es geht doch nich um uptodate zu sein,

Nicht? Du schriebst:

genau dasselbe passiert bei musik doch auch. durch kopierte musik
kommt neues unter die leute. dadurch geht man sich musiker ansehen
und anhören, von denen man sonst nix wüßte.

Und deswegen sagte ich dies:

Tja, da ich mir keine Musik kopiere, frage ich mich, wie es
kommt, daß ich doch einigermaßen up to date bin.

Ist jetzt aber auch egal. Du befürwortest Kriminalität nach deutschem Recht und das ist schon ziemlich seltsam, wie im übrigen in meinen Augen auch die gelieferten Begründungen, warum der Diebstahl geistigen Eigentums nicht verboten sein sollte.

Im übrigen kann ich nicht erkennen, daß wir uns noch im Bereich Inlandspolitik befinden.

Gruß,
Christian

ein album ist nicht
mehr wert als 8-10 euro.

Falsch. Jedes Ding ist genau das wert, was dafür bezahlt wird.

na gut, dann sagen wirs gerade heraus: ein album ist 0 euro wert, in worten: null euro. soviel zahlst du nämlich für ein brandneues album mit gedrucktem cover. als kosten fallen in paar cents für eine leere cd und etwas tinte und papier an. ob das legal oder sonstwas ist spielt keine rolle. es ist eine tatsache. wie lange soll man das ignorieren?

denn ich finde dieses Verhalten falsch.

ich finde es falsch, daß für ein album 20 kröten zu berappen sind. das ist abzocke.

Ach deswegen haben die Topkünstler diese Einzimmerapartements
in der Vorstadt…

nicht die topkünstler, sondern die normalkünstler!

Es läßt sich sehr wohl verhindern, allerdings braucht man
dafür Grips und ein paar gute Ideen.

wie wärs grips und gute ideen in neue marketingkonzepte zu stecken? ein paar habe ich ja genannt, die du einfach gelöscht hast. da konserven keinen marktwert mehr haben, wird die musikindustrie neue wege gehen müssen. einen habe ich angesprochen: zurück zur musik als event. du zahlst erstmal eine menge dafür, deinen lieblingssänger zu *erleben*. und nicht nur das: hinterher wird dir das event noch ein zweites mal „costumized“ verkauft: du auf dem konzert auf einem foto, autogramme auf deinem foto, eine persönliche cd mit deinem bild am cover, ein live video von dem event, backstage fotos vom selben tag usw. für sowas würden die leute SEHR VIEL geld ausgeben. heutzutage ist der aufwand für eine solche sache gleich null. jeder mit billigdigitalkamera und laptop kriegt das hin.

Wenn Du meinst, daß nicht mit Klampfe bzw. a capella
vorgetragener Gesang keine Musik ist, dann ist und bleibt das
Deine Definition.

die art der tonerzeugung spielt keine rolle, solange sie LIVE geschieht. musik, die nicht live ist, ist keine. ein äquivalent zum film im gegensatz zum theater gibt es bei musik nicht. niemand geht in eine halle, um gemeinsam mit einem publikum eine cd anzuhören! von parties und discos mal abgesehen. aber da geht man ja nicht wegen der musik hin.

kommt, daß ich doch einigermaßen up to date bin.

tut mir leid, das war ein mißverständnis. bei „up to date“ verstand ich, daß man die neuesten charts rauf und runter kennen und hören muß.

Du befürwortest Kriminalität nach
deutschem Recht

ich kritisiere das bürgerliche gesetz, welches menschenwerk ist. was unter eigentum fällt, das definieren wir nämlich selber.

gruß datafox

Wie wäre es damit, das Bafög abzuschaffen, Studiengebühren einzuführen und für hilfebedürftige Studenten zinslose Darlehen anzubieten?

Studium nur für Reiche? Ich hatte gehofft, das wäre Vergangenheit.

cu Rainer

Wie wäre es damit, das Bafög abzuschaffen, Studiengebühren einzuführen und für hilfebedürftige Studenten zinslose Darlehen anzubieten?

Studium nur für Reiche? Ich hatte gehofft, das wäre
Vergangenheit.

…eben nicht!
Deshalb ja die zinslosen Darlehen.
Dass natürlich nicht alle Studenten diese Hilfe benötigen, steht auf einem anderen Blatt. Es sind nun mal nicht alle Familienvermögen gleich und - trotz der großen Anstrengungen der aktuellen Regierung - wird das auch so bald nicht der Fall sein.

Es ist jedoch zu erwarten, dass der „Studierte“ in seinem späteren Arbeitsleben ein höheres Einkommen zu erwarten hat, als der „Nicht-Studierte“. Weshalb soll er sich dann nicht auch an den Kosten seiner Ausbildung beteiligen?

In Großbritannien funktioniert das bestens, ein „Studium nur für Reiche“ gibt es dort trotz der Gebühren nicht.

Ich wünsche mir hier eine Versachlichung der Argumentation, denn mit derlei Totschlagargumenten kommt man der Sache nicht bei.
Mehr Mittel für die Hochschulen wären ohnehin dringend angeraten, sieht man sich den Zustand der meisten Institute hierzulande an.

Grüße,

Mathias

Es ist jedoch zu erwarten, dass der „Studierte“ in seinem
späteren Arbeitsleben ein höheres Einkommen zu erwarten hat,
als der „Nicht-Studierte“. Weshalb soll er sich dann nicht
auch an den Kosten seiner Ausbildung beteiligen?

Hallo Matthias,
wenn die Rückzahlung dann noch von dem tatsächlich überdurchschnittlichen Einkommen abhängig ist, kann ich das einsehen.
Wenn das Darlehen dagegen in jedem Fall in gleicher Weise zurückgezahlt werden muß, kann es zu einem unkalkulierbaren, unvertretbaren Risiko werden, das sich eben nur die Kinder reicher Eltern leisten können. Es gibt ja auch arbeitslose Akademiker.

cu Rainer